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parteiamtliche Lageszeitung
Has Amtsblatt des Negierenden vürgermeisters der Freien liansestadt vremen
der Nationalsozialisten Vremens
Amtliches verkündungsbkatt des Neichsstattdalters in Oldenburg und vremer
Nr. 14? / g. Jahrgang
Mittwoch, 31. Mai 1SZS
kinzelpreis 13 Npf.
Kriegsmarine empfing „Legion tondor"
vegrüßung in der deutschen Sucht
Paradeaufstellung aus allen Schiften / kfirengeleit bis zum Hamburger Hasen / stuf der Neede vor turHaven
(Von unserem boncherberickterststter 6eorg kisckers
An Bord des Zerstörers „Hans Lodq", 31. Mai Die KdF.-Flotte mit der heimkehrenden „Condor-Legion" an Bord hat nach glattem Fahrtverlauf frühmorgens am 3V. Mai die Deutsche Bucht erreicht. Die ersten Grütze der Heimat brachte den fünf Schiffen die deutsche Kriegsmarine.
Die Panzerschiffe „Graf Spee" mit dem Befehlshaber der Panzerschiffe. Vizeadmiral Marschall, an Bord, und „Scheer", im Geleit die Zerstörer „Hans Lady". „Ernst von Armin" und Wolfgang Zenker", sowie die 6. Torpedobootsflottille empfingen die fünf KdF.-2chiffe. voran das Flaggschiff „Robert Ley" mit dem Kommandeur der Condor-Legion, Generalmajor von Richthofen, und den spanischen Generalen an Bord. In Kiellinie folgten „Wilhelm Eustloff", „Der Deutsche", „Stuttgart" und „Sierra Cordoba".' Sie fuhren ostwärts auf Cuxhaven zu. Heute vormittag wird die Flotte im Hamburger Hafen festmachen.
Auf den Panzerschiffen- hatten die Mannschaften im Paradezeua Aufstellung genommen. Langsam schoben sich die KdF.-Schiffe näher, und bald wär zu erkennen, daß auf allen Decks die Männer der Legion Aufstellung genommen hatten. Die Torpedoboote führten inzwischen ein Durchbruchsmanöver zu den einzelnen Schiffen der KdF.-Flotte durch.
Laut schallten drei Hurras für die heimkehrenden Freiwilligen von jedem Schiff über das Meer. Jeder KdF.-Dampfer wurde so begrüßt. Die Heimkehrer dankten stürmisch mit dem gleichen Ruf. Nach der Vorbeifahrt wendeten die Kriegsschiffe und formierten sich zum Ehrengeleit, vorweg das Panzerschiff „Graf Spee".
In ruhiger Fahrt läuft die KdF.-Flotte mit den Kriegsschiffen in die Elbmündung ein, Helgoland ist passiert. Für die deutschen Freiwilligen ist es der erste Gruß deutschen Heimatbodens. Beim Feuerschiff Elbe l sind die Lotsen an Bord gegangen. Der letzte Abschnitt der Heimreise hat begonnen. In langer Reihe, voran die begleitenden Boote, zieht die Flotte auf Cuxhaven zu. Die Alte Liebe grüßt, die Anker fallen. Auf der Reede vor Cuxhaven geht die KdF-Flotte vor Anker. Hie: verbringen die Condor-Legionäre die letzte Nacht vor ihrer feierlichen Begrüßung durch die Nation.
Hamburg hat sich für die Spanienkämpfer bereits in sein festliches Gewand gehüllt. Gegen 8 Uhr werden die KdF.-Schiffe an der Ueberseebrücke festmachen. Schon vorher wird Generalfeldmarschall Göring auf der Jacht „Hamburg" von Neumllhlen aus der KdF.-Flotte entgegenfahren und sie in langsamer Fahrt passieren. Und dann wickelt sich das Hamburger Empsangs- programm ab.
Erlebnisberichte deutscher freiwilliger
„wo die Legion tondor in Spanien eingrift, war stets der Vrennpunkt des Kampfes"
Schulter an Schulter mit den tapferen national- spanischen und italienischen Kameraden kämpften in Spanien die Freiwilligen der deutschen „Legion Condor" gegen den gemeinsamen Feind, den Bolschewismus und feine Hxlfer. Wir bringen auf den folgenden Seiten anläßlich des heutigen Eintreffens der deutschen Freiwilligen in Hamburg die ersten Gesamtberichte und Erlebnisschilderungen über die Kämpfe der deutschen Legion in Spanien. Zunächst einen Uebersichtsbericht unseres ständigen Vertreters in Salamanca, Hanns Decke:
Am 17. Juli 1936 erhebt sich Marokko gegen die Volksfrontregierung der spanischen Republik, am 18. Juli steht Kastilien auf. Die von den roten Dirigenten gutgeheißene Ermordung Calvo Sotelos bringt die nationale Glut zum Entflammen. Alles was in Spanien noch das Herz am rechten Fleck hat, schart sich um Franco, ergreift die Waffen und macht in Freiwilligenverbänden Front gegen die aufgehetzten und zügellosen Horden der kommunistischen, anarchistischen und sozialistischen Gewerkschaften, die seit langem wohl- bewaffnet die Diktatur des Proletariats errichten wollen. Queipo de Llano bemächtigt sich durch einen prachtvollen Handstreich des Flughafens von Sevilla und der Stadt. Aber mit ihm kämpfen kaum 200 Mann, und 20 000 Rote stürmen in den Vororten die Arsenals und drohen ihn und feine Getreuen zu ersticken. Marokko muß herüber! Aber wie? Die in Cartagena und im Mittelmeer versammelte spanische Flotte stellt sich auf Seite der roten Rebellen und riegelt die Meerenge von Gibraltar ab. Es ist unmöglich die Truppen aus
Schiffen nach Cadiz oder anderen Häfen des Festlandes zu bringen. Die Erhebung scheint verloren.
Plötzlich summen Propeller über Sevilla. Eine In 52 der Lufthansa setzt geschmeidig auf. Ein Maure kommt die Treppe herunter, zwei, drei, vierzig kampfbereite Mannen der „Reguläres". Eine andere Maschine bringt Mannschaften des „Tercio", der Fremdenlegion, der besten Truppe Spaniens. Deutsche Verkehrsflugzeuge vom Typ In 52 fliegen in gewaltiger Krastanftrengung hin und her über das Meer, Tag und Nacht. Sie transportieren eine geschlossene Streitmacht nach Andalusien, die nicht nur Sevilla für Franco retten, sondern in Hunderten von Kriegshandlungen später die Entscheidung bringen sollte. Das war der Beginn der deutschen Hilfe, die einen völlig freiwilligen und spontanen Charakter trug.
Auch die zahlreichen Deutschen, die sich in den ersten Monaten des Krieges den nationalen militärischen Führern zur Verfügung stellten, waren Freiwillige, die — getrieben von einer edlen Begeisterung für die Sache des erwachender: Spanien — sich Francos Milizen anschlössen. Waren sie ehemalige Offiziere, bildeten sie die unerfahrene Jugend aus, die zu der goldgelben Fahne strömte, oder sie lagen in den vordersten Schützengräben, bemannten die eroberten Tanks und drehten die Panzerabwehrgeschütze gegen den Feind, dem sie eben erst abgenommen worden waren. Sie beteiligten sich an den Kämpfen im Norden, an dem Stoß gegen das rote Madrid und an der Eroberung von Toledo. Noch waren es wenige, noch waren sie nicht in Verbänden zusammengefaßt, noch stand hinter ihnen nicht offiziell das Deutsche Reich.
Ende Oktober 1938 entschied sich der Führer, den deutschen Einsatz im Kampf gegen den Wrltbolschewis- mus, zu dem sich der spanische Bürgerkrieg offensichtlich entwickelt hatte, zielbewußt in die Hand zu nehmen. Die „Internationalen Brigaden" waren in Madrid erschienen und hatten es vor dem Fall bewahrt. Dieser Stoßtrupp der Komintern war seit langer Zeit vorbereitet und ausgerüstet worden. Moskau wollte aus Spanien einen zweiten Sowjetstaat machen, üm von diesem starken strategischen Bollwerk aus in das westliche Europa einzudringen, seinen roten Volksfrontfreunden in Frankreich zu helfen, das innerpolitisch uneinige und machtpolitisch geschwächte Großbritannien in die Zwickmühle zu nehmen und ihm die Straße nach Australien und dem vom Terror geplagten Indien abzuschneiden. Ein bolschewistisches Spanien sollte als Em- falltor nach Afrika dienen» um von dort aus die islamische Welt zu vergiften. Das Endziel war die Zermalmung Deutschlands und Italiens, so hieß die Losung der Komintern für den spanischen Bürgerkrieg. Deutsche Flieger an die Front!
„Uebung Rügen": Die ersten deutschen Kräfte verlassen Stettin, um an einem „Manöver" teilzunehmen. Sie landen in Sevilla. Es sind Spezialtruppen, Flieger und Flak. an denen Franco Mangel hat. Die „Legion Lonbor" ist entstanden. Der deutsche Soldat, stramm, in knappsitzender, gleichmäßiger Khakiuniform, immer adrett, die spanische „Eorra", aber ohne Quaste, auf dem Kopf. geht von jetzt an bescheiden und zurückhaltend, aber aufrecht und stolz mit genagelten Stiefeln über das Pflaster der spanischen Städte.
, (Fortsetzung auf Seite 2)
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I. 8. v. Bremen, 31. Mai.
Die deutschen Tpamensreiwilljgen werden heute wieder heimatlichen Boden betreten. Sie, die wesentlichen Anteil am Siege des nationalen Spaniens über die sowjetspanische Unterwelt haben, können mit Stolz auf ihre fern vom Laterlande vollbrachten Leistungen zurückblicken, für die sie nunmehr in Deutschland die wohlverdiente Ehrung erfahren. Als Kämpfer einer Idee waren sie ausgezogen nach den Gestaden des Mittelmeeres, um sich einzureihen in die Front, der die ungeheuer schwierige Ausgabe gestellt war, den Bolschewismus auf der iberischen Halbinsel niederzuringen. Bon hier aus wollte ja nun der Bolschewismus, nachdem dies in Deutschland der Nationalsozialismus verhindert hatte, Europa in Brand setzen.
Böllig blind für die Gefahr, die von Spanien aus der abendländischen Kulturwelt drohte, und unter dem Einfluß, ja teilweise unter der Botmäßigkeit des mit dem jüdischen Bolschewismus verfilzten Freimaurertums haben die westdemo- kratischen Staatsführungen scheelen Auges dem Einsatz der von hohem Idealismus erfüllten Freiwilligen Deutschlands und Italiens auf spanischem Boden Zugesehen und in geschichtlich erhärteter Unverantwortlichkeit alles getan, um diesen Einsatz fruchtlos zu machen und dem Bolschewismus zu Erfolgen zu verhelfen. Die westdemokratischen Staatsführungen, die heute mit einem Zynismus sondergleichen durch ihre perfide Politik der Einkreisung an der Arbeit sind, nunmehr ihrerseits über Europa die Kriegsfackel zu entflammen, sind durch Scheuklappen unseliger Eigensucht natürlich auch heute noch nicht imstande, zu ermessen, daß das nationale Spanien und mit ihm Deutschlands und Italiens aufopferungsvollen Freiwilligen nicht allein im Dienste der falangistischen, nationalsozialistischen und faschistischen Idee den Bolschewismus bekämpft und besiegt haben, sondern ebenso sehr mich im Dienst Europas, soweit dieses überhaupt sich noch zur europäisch zivilisierten Welt rechnen kann.
Die Geschichte wird einst ihr unbestechliches Urteil über die europäischen Mächte fällen, die Verrat an der europäischen Sache übten, indem sie sich gegen die Verteidigung der europäischen Kultur in Spanien stemmten und dem Todfeind dieser Kultur, dem Bolschewismus, in überreichlichem Maße Waffen und Mannschaften lieferten. Wir Deutsche brauchen nicht erst das Urteil der Geschichte abzuwarten, um zu wissen, wie wir zu denen stehen müssen, die ehrenvollen An teilhaben an der Wendung des Geschickes, has über Spanien und damit über Europa hereinzubrechen drohte, als der tapfere Vorstoß der Männer um Franco auf spanischem Boden im ersten Anlauf steckenbleiben wollte.
Die Mehrzahl der Kriegsschiffe, der Flugzeuge und die meisten Truppenteile der spanischen Armee standen verführt den Roten zu jener Zeit zur Verfügung und stellten eine militärische Macht gewaltig genug dar. um den von höchstem Idealismus getragenen Versuch zur Niederkämpfung der roten Front zum Stehen zu bringen. Aber zuletzt sind es doch die Kämpfer der Idee gewesen, die in Spanien, allen unsäglichen Schwierigkeiten,
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Unser Isssssvissel
(Die koutigs umkallt 2 0 Zöllen)
Die deutsche Kriegsmarine begrüßte die heimkehrenden deutschen Spanien-Freiwilligen auf hoher See.
Die „Bremer Zeitung" veröffentlicht eine Reihe Erlebnisberichte der deutschen Spanien-Kämpfer. Prinzregcnt Paul ist zu seinem Staatsbesuch nach Berlin von Belgrad abgereist.
Die Eesamtwahlergcbnisse in Ungarn- bestätigen den Regierungssieg.
Angehörige der irischen republikanischen Armee verbrannten in Belfast eingesammelte Gasmasken. Auf dem llssuri in der Mongolei kam es zu einem Gefecht zwischen einem sowjetrussischen und einem mandschurischen Kanonenboot.
Moskau läßt die Einkreisungsmächte in der Paktsrage noch immer im unklaren.
Die sterblichen Hüllen des in Tunis tödlich verunglückten deutschen Generalkonsul-Ehepaares von Biederstem kehrten über Bremen in die Heimat zurück.
Rrichsorganisationsleiter Dr. Robert Ley besichtigte auf Einladung des Gauleiters die Niederdeutsche Gedenkstätte „Stedingsehre".
Die Hansa-Linie stellt heute einen neuen Dampfer ln Dienst.
Die Francke-Werke haben einen hohen Auftragsbestand vorliegen.
Die Bremer Centralhallen werden in mehreren Bauabschnitten völlig umgestaltet.