Ausgabe 
(28.5.1939) Nr. 145
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parteiamtliche Lageszeitung

Has Amtsblatt des Negierenden Vürgermeisters der Freien kjansestadt Nremen

Anzeigen - Grondpreise:

Die 22-mw-Zeile im Anzeigenteil 13 -H2, die 78-mw-Zeile im Tert- keil 75 Ermäßigte Grundpreise (für kleine, Familienanzeigen u. a.) sowie sonstige Bedingungen Preis­liste 7 (Nachlaßstaffei 0s. Für An­zeigen durch den Fernsprecher keine Gewähr. Annahmefchluß 16 Uhr. Geschäftsstellen: Sn Bremen:

Am Geeren 68, Fern-

spre-' , Nr 8 4121 Nacht ruf und sonntags' Fernsprecher Nr. 51115? Obern st ratze Nr. 86, Fernsprecher Nr. 5 4121. In. Syke, Mühlendamm Nr. 2.

der Nationalsozialisten Vremens

flmtiiches verkündungsblatt des Neichsstattlialters in Oldenburg und Nremen

Nr. 145/9. Zafirgang

Pfingsten 19Z9

Einzelpreis 15 Npf.

Oöring elie cieulscksn 8pc>nien-Ereiv,iüigen in Nornkurg irsgrüvsn

Mittwoch flnkunst der deutschen Legion

Vas Programm für den kmpfang

der oeneralfeldmarschaU fiilirl den Kds.-Schiffen, auf denen die deutsche Legion aus Spanien steimkestrt, ein Stück entgegen

Berlin. 28. Mai.

Die deutschen Freiwilligen aus Spanien treffen am Mittwoch, dem 31. Mai, in Hamburg ein. wo sie von Generalseldmarschall Hermann Göring begrüßt werden. Der Generalseldmarschall fährt den Schiffen, die die Freiwilligen in die Heimat zurück­bringen, auf der JachtHamburg" ein Stück entgegen. Die Jacht wird die Schiffe mit den Freiwilligen in langsamer Fahrt passieren und mit ihnen dann als letztes Schiff des Geschwaders nach Hamburg zurückkehren.

Bei der lleberseebrücke findet die Ausschiffung der Freiwillige« statt. Der Generalseldmarschall wird hier den Kommandeur der Freiwilligen begrüßen und der Ausschiffung der ersten Soldaten beiwohnen. Die Ehren­kompanie bei der Begrüßung wird durch die Lustwasfe gestellt werden.

Bon der lleberseebrücke aus begibt sich Hermann Göring zur AusstellungSegen des Meeres", wo 3VÜ Seeleute, die in den letzten Jahren die Transporte nach Spanien durchgeführt hatten, den Generalseldmarschall erwarten.

Nach Besichtigung der Ausstellung sindet am Karl- Muck-Platz der Vorbeimarsch der Freiwilligen vor Her­mann Göring statt. Vor dem Vorbeimarsch schreitet der Generalseldmarschall die Front des Ehrenbataillons der Luftwaffe und der Gliederungen der Bewegung ab.

Am Nachmittag werden die Freiwilligen aus der Moorweide Ausstellung nehmen. Hermann Göring wird die Front der Freiwilligen abschreiten und eine An­sprache an sie halten, der eine Gefallenenehrung folgen wird. Nach der Ehrung erfolgt die Ordensverleihung, woraus der Befehlshaber der Freiwilligen auf die An­sprache des Generalseldmarschalls antworten wird.

Nunmehr begibt sich Hermann Göring in Begleitung des Reichsstatthalters, des Großadmirals, des Ge­neralobersten Keitel, zahlreicher Freiwilliger und anderer ins Hamburger Rathaus, in das auch die Generalkonsuln der Antitominternmächte sowie Jugo­slawiens und Bulgariens geladen sind.

In den späten Nachmittagsstunden fährt der General­feldmarschall wieder nach Berlin zurück.

slaggenderLegionaufderKds-slotte

Lelegrammwecksel zwischen vemrralmajor von Mchchosen und Vr. Lep

Berlin, 28. Mai.

Der Befehlshaber der aas Spanien zurückkehrenden deutschen Legion. Generalmajor von Richthofen, hat an Reichsleiter Dr. Lei) nachstehendes Telegramm ge­richtet:In der Bewunderung der von Ihnen geschaf­fenen KdF.-Flott-e und vor allem des Flaggschiffes hat die deutsche Legion stolz ihre Flaggen für die Heimreise auf den prächtigen Schiffen gesetzt." Dr. Ley hat mit folgendem Telegramm geantwortet:Für Ihr Tele­gramm vomKraftchurch-Freude"-Flaggschi>ffRobert Ley" danke ich Ihnen. Ich wünsche Ihnen und allen deutschen Kameraden eine glückliche Heimfahrt auf un­seren schönenKdF.-Schiffen". Diese Fahrt der Legion auf unseren KdF.-Schifsen bestätigt aufs neue die enge Verbundenheit von Soldaten und Arbeitern im Deutsch­land Adolf Hitlers."

wir werden euch nie vergessen"

Vurgos, 28. Mai.

Die ZeitungAlerta" widmet den scheidenden deut­schen Freiwilligen einen herzlichen Abschiedsar-tikel. Nun, da der Krieg beendet sei, gingen die Gedanken Spaniens zu den deutschen und italienischen Kameraden. Die durch gemeinsame Blutopfer geschaffene Verbunden­heit im Kampf gegen den Bolschewismus übertreffe alle üblichen Freundschastsbeteuerungen und wandele sich zu einem festen und unausrottbaren Gefühl der Zusam­mengehörigkeit. Es sei unmöglich, die deutsche Legion zu vergessen. Jy Spanien sei die Kameradschaft geschmiedet worden zwischen allen wahrhaften Männern, die sich . gegen die bolschewistische Invasion in der Welt em­pörten.

Barcelona, 28. Mai.

Auch die Barcelonaer Presse berichtet über die begei­sterten Kundgebungen anläßlich der Einschiffung der deutschen Legion und widmet den Freiwilligen herzliche Kommentare.Vanguordia" wendet sich besonders scharf gegen die ausländischen Märchen von den angeblichen deutschen Eroberungen in Spanien. Die Zeitung stell:

die disziplinierte Haltung der Deutschen heraus, die Spanien in dem großen Jdeenkampf unterstützen. Die deutsche Legion, so schließt das Blatt, begleite die dank­bare Freundschaft des ganzen Volkes.

. einen bessern find'st du nicht"

Abschiedsworte des spanischen Nationalsenders

Vurgos, 28. Mai.

Unter dem LeitwortAbschied von unseren deutschen Freunden" widmete der spanische Nationalfender den scheidenden deutschen Freiwilligen herzliche Worte, die vom größten Teil der spanischen Presse nachgedruckt wird. Es wird daran erinnert, daß in jenenAugenblicken, als Spanien unter dem Ansturm des Bolschewismus zu­sammenzubrechen schien, Spanien jene Freunde ge­funden habe in Deutschland und Italien, die erkannten, daß in Spanien die gemeinsame Sache europäischer Kul­tur verteidigt werde. Damals, als der Bolschewismus das Verbrechertum aller Länder in den internationalen Brigaden zur Niederringung Spaniens eingesetzt habe, als Spanien^ Himmel beherrscht worden sei von den im Dienste Moskaus stehenden Devoitines-, den Potez-, den Douglas- und den Martin-Bombern,. seien die besten Soldaten Europas in unvergeßlichem Idealismus nach Spanien geeilt. Wie im Liede, vom guten Kameraden, so könne Spanien' sagen: Bessere. Kameraden findet es nicht. Sie kämpften an Spaniens Seite im Norden, in Andalusien, in Aragon und in den Lüften. Nun, da der Sieg errungen, kehrten die Ka­meraden in ihre Heimatländer zurück. Es bleibe aber das Band der unlöslichen Freundschaft. .Gemeinsam kämpften wir. Gemeinsam werden wir im Frieden Seite an Seite stehen!" Manche von den heimfahrenden Deut-, scheu würden später Spanien als Touristen besuchen. Stets wenn ein Deutscher oder ein Italiener Spanien betrete, werde man ihn mit Rührung begrüßen, wie man seine besten Kameraden begrüße, voll Dankbarkeit und Erinnerung an gemeinsam durchstandcne schwere

in

Stunden.

(Siehe auch Seite 2).

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Die Auswirkungen der politischen Erfolge des Fuhters in ihrer ganzen geschichtlichen Tragweite restlos zu.^ermessen, wird heute mitten aus dem Geschehen heraus, nicht immer bis ins einzelne möglich sein. Aber eins wissen wir genau: Deutsch­land nimmt jetzt in der Mitte Europas wieder jene ordnende Stellung ein, die ihm vom Schicksal in einer langen und großen geschichtlichen Tra­dition zugewiesen wurde. Die Demokratien des Westens, die in diesen Tagen mit ungeheuren Ber- leumdungslügen eine neue Einkreisungspolitik geHen Deutschland durchführen wollen, können sich nicht in die Tatsache hineindenken,. daß das Er­lebnis einer.Idee tief und.^vielgestaltig den deut-, scheu Menschen umgeformt und gesunde und in­st inktsichßre Triebe an die Oberfläche geführt hat. Mit aufrichtiger Zuversicht und harter Entschlossen­heit begleitet er die Taten des Führers Es hat sich eine Umwandlung des Charakters in einem Ausmaß bollzogen, wie ihn die weltanschaulichen Gegenkräfte der ganzen,Welt nicht erwartet haben. Damit ist die Stellung des Reiches neben seiner militärischen, wirtschaftlichen und politischen. Stärke auch auf dem Gebiete des geistigen Wider­standes gefestigt und gesichert. Nicht Organisation und Propaganda an sich haben den Sieg der Be­wegung herbeigefijhrt, sondern allein die große

Veutsch italienische Wirtschaftsabkommen

Semeinsames Wirtschastsprogramm in Vorbereitung Verstürkter Handel Italiens mit dem Protektorat

Balte beim Abschiedsessen dem Generaloberst feierlich

Begleit

Berlin, 28. Mai.

Der deutsche und der italienische Regierungsausschuß sür die deutsch-italienischen Wirtschaftsbeziehungen hoben vom 1S. bis znm 2V. Mai 1S33 in Berlin eine gemeinsame Tagung abgehalten. Diese Tagung fand gestern ihren Abschluß mit der Unterzeichnn«« einer Reihe von Abkommen und Vereinbarungen, die von dem Vorsitzenden des italienischen Regierungsausschusses, Botschafter Giannini, und von dem Vorsitzenden des deutschen Regierungsausschusses vollzogen wurde. Der Vorsitzende des italienischen Regicrnngsausschusses un­terzeichnete im Namen der italienisch-albanischen Zoll­union. ...... . . ...

Die beiden Regierungsausjchusse haben alle mit einer noch engeren Verflechtung der beiden Volks­wirtschaften zusammenhängenden Fragen einer erneuten Nachprüfung unterzogen. Sie haben eine Reihe von Maßnahmen vereinbart, die dazu bestimmt sind, diesem Ziele zu dienen. Außerdem wunde, die Durchführung eines gemeinsamen Wirtschaftsprogrammes in Aussicht

genommen, dessen weitere Einzelheiten in den nächsten Monaten in gemeinsamen Beratungen festgelegt weiden sollen

Die beiden Regierungsausschüsse haben ferner alle Fragen, geregelt, die die Einbeziehung des Protektorats Böhmen und Mähren in die deutsch-italienischen Ver­einbarungen über den Handels- und Zahlungsverkehr zwischen den beiden Staaten betreffen. Hierbei ist sicher- gestellt worden, daß der Handelsverkehr zwischen dem Protektorat und Italien sich in Zukunft wesentlich enger gestalten wird als früber die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Italien und der tsthecho-slowakischen Republik.

vroßkreu; des Maueitiusordens für veneraloderk Milch

Rom, 28, Mai

Der König und Kaiser Victor Emanuel III. hat Staatssekretär Generaloberst Milch das Eroßkreuz des Mauritiusordens verliehen, das Staatssekretär General

überreicht?. Auch die Offiziere der Begleitung des Staatssekretärs haben hohe Auszeichnungen erhalten. Generaloberst Milch hat Sonnabend vormittag zusam­men mit seinen.Offizieren den Rückflug nach Deutschland angetreten.

8VM.-fülirerinnen auf dem Wege nach Italien

Berlin, 28. Mai.

Zwischen dem Reichsjugendführer Baldur v. Schirach und dem Führer der italienischen Jugend, Parteisekretär Starace, fand aus Anlaß des Reichsführerlagers in Braunschweig ein herzlicher Telegrammwech'sel statt. Wie berichtet, wird im Laufe der nachließ Wochen und Monate ein reger Austausch deutscher und italienischer Jugendführer stattfinden. Als erste haben bereits 30 höhere BDM.-Führcrinnen, die der Reichsjugendführer selbst in Braunschweig verabschiedete, die Reise nach Italien angetreten.

weltanschauliche Idee des Führers hat die tiefsten seelischen Grundkräfte des Volkes geweckt und zu neuen Anstrengungen eingesetzt Unsere Gegner unterschätzen die Kraft dieser Idee- Sie sehen nur die äußere politische Erscheinungsform, erstaunen vielleicht über die in so kurzer Zeit vollbrachten Leistungen, sind sich aber durchaus einig, daß der Nationalsozialismusnur ein^ Epoche im Leben der deutschen Nation" sei, diemehr oder weniger früh überwunden sein wird". Sie beurteilen die Bewegung nach falschen Voraussetzungen und stür­zen sich von einem Fehlurteil ins andere. Sie glauben heute noch ernsthaft, von außen her aus die Geschlossenheit des deutschen Volkes mit Rund­funk- und Pressepropagandä einwirken zu können und unterschätzen restlos die geschlossene instinkt- sichere Abwehrkraft des deutschen Volkes.

Der Nationalsozialismus ist die Selbstbesinnung der deutschen Nation auf ihre arteigenen Kräfte, die Ausmerzung des Llrtfremüen aus dem Lebens- gefüge unseres Volkes. AIs unter den Trümmern des Weltkrieges 1918 ditz Monarchie zusammen­brach, da brach gleichzeitig ein altes äußerliches politisches System zusammeri. und aus dem Er-

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Unser Vsssssmessl

(vis boukiZü uwtaLt 2 4 8 s i k s n)

Der Londoner' Einkreisungsplan wurde nunmehr Molotow im Kreml überreicht.

I» Berlin wurden neue deutsch-italienische Wirt­schaftsabkommen abgeschlossen.

Am Mittwoch treffen die deutschen Spanien-Frei­willigen in Hamburg ein.

Der Führer gratulierte Reichsminister Lammevs zu seinem 80. Geburtstag persönlich.

Der Reichsstudcntensührer hat angeordnet, daß in diesem Fahre 25 000 Studenten bei der Ernteein­bringung mitwirken.

Englische Landwirte treffen heute in Bremen zu einer DeutschlantyRundreise ein.

Die Fugendwaltex des Kreises Bremen wurden ZU einer Jugendmaltergefolgschaft zusammengezogen.

In diesen Tagen' kann die Kreisschule Leuchten- burg auf dreijähriges Bestehen zurückblicken.

Die Hansa-Linie hat fünf Neubauten in Auftrag gegeben.

Die Francke-Werke erhöhen ihr Grundkapital.

Der Arbeitseinsatz im Wirtschaftskammerbezirk Bre­men steht vor neueü Ausgaben.

Im Herbst wird ii^ Bremen eine Naturschutzaus­stellung stattfinden? s

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