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vas Amtsblatt des legierenden Vürgermeisters der Freien Hansestadt lremen
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der Nationalsozialisten Vremens
flmUiches Nerkündungsblatt des leichsstattlsalters in Oldenburg und Vremen
Nr. 14Z / g. Zaftrgang
Freitag, 26. Mai 1SZS
Einzelpreis 15 Npf.
Deutsche Legion auf der lzeimfalzrt
die Transportschiffe versoffen vigo
Stürmische Sbschiedskundgebungen: „Srriba Slemama" / Spanische Senerale besuchen Deutschland
Such die italienischen freiwilligen kehren zurück
Vigo. 28. Mai
Während der letzten Stunden trafen in Vigo Züge mit deutschen Freiwilligen ein, die auf dem Bahnhof von einer riesigen Volksmenge erwartet wurden. Mit kingendem Spiel marschierten die Freiwilligen durch die Stadt zum Hasen, wo die Einschiffung erfolgte. Das erste der Transportschiffe mit etwa 9Ü0 Mann an Bord verlieh bereits Mittwoch den Hafen in Richtung Hamburg.
Die letzten noch an Land befindlichen Freiwilligen brachten vor ihrer Einschiffung ihren spanischen Freunden einen Fackelzug, den sie unter ungeheurem Jubel der Bevölkerung mit einem Zapfenstreich abschlössen. General Gil dufte überbrachte ihnen die letzten Abschiedsgrütze der spanischen Armee. Am heutigen Freitag erfolgt die Abfahrt der letzten Schiffe.
Mehrere spanische Generale werden aus deutsche Einladung den Rücktransport der deutschen Freiwilligen begleiten und einige Zeit in Deutschland verbringen. Am Donnerstag trafen in Vigo ein die Generale dague. Solchaga, Garcia Valino. Camillo Alonso und Martinez Campos, die von den Behörden und der Bevölkerung lebhaft begrüßt wurden. Nutzer diesen Generalen werden noch mehrere spanische Persönlichkeiten, darunter Schriftleiter, geführt vom Chef des Presseamtes. Gimenez Rosado, nach Deutschland mitreisen.
Die deutsche Kolonie von Vigo bereitete den heimreisenden Freiwilligen einen herzlichen Abschied. Aus der unübersehbaren Menschenmenge, die den Hafen umsäumte und die Freiwilligen stürmisch begrüßte, erschollen immer wieder Rufe wie „Arriba Alemania" und „Heil Hitler".
Rom, 26. Mai
Die Ankündigung der Rückkehr der rund 26 006 italienischen Spanien-Freiwilligen und der Siegesparade vor dem König und Kaiser steht im Mittelpunkt
der römischen Blätter. Sie feiern das Heldentum der italienischen Freiwilligen und der spanischen Truppen, die sich gemeinsam mit ihren deutschen Kameraden für die Verteidigung der europäischen Kultur gegen den Bolschewismus eingesetzt haben. Italien werde, wie „Tribuna" erklärt, seinen Legionären einen begeisterten Empfang bereiten, denn sie hätten in so hervorragendem Matze zur Vernichtung des Bolschewismus in Spanien beigetragen, des Bolschewismus, den die Demokraten heute wieder zur Verteidigung ihrer ungerechtfertigten Hegemonien verzweifelt zu Hilfe riefen. „Eiornale d'Jtalia" betont, datz die Anwesenheit einer spanischen Abordnung bei der Siegesparade ein Symbol dafür darstelle, datz der Krieg in Spanien nicht ein Bürgerkrieg, sondern «in Krieg zur Verteidigung der Kultur im Westen und im Mittelmeer gegen den Bolschewismus gewesen sei. „Der Bolschewismus ist in Spanien besiegt worden. Die beiden Völker sind nun bereit, in der gleichen Hingebung und in der gleichen Kameradschaft den Kampf gegen jene aufzunehmen, die es wagen sollten, die gemeinsame Kultur im bcksrs Psostrum zu bedrohen."
Milch besichtigte Suidonia
Rom, 28. Mai.
Der Staatssekretär der Luftfahrt Generaloberst Milch hat am Donnerstag unter Führung des Staatssekretärs im italienischen Luftsahrtministerium, General Balle,
die Fliegerstadt Euidonia besichtigt und dabei die neueste» Typen der italienischen Luftwaffe kennengelernt, deren konstruktive Einzelheiten sein lebhaftestes Interesse gefunden haben.
Die großen und hochmodern eingerichteten Versuchsanlagen und die Prüfungsmethoden aller Art sowie die Vorführungsflüge, darunter solche mit den neuesten italienischen Flugzeugen haben bei dem Generalobersten und den Herren seiner Begleitung einen vorzüglichen Eindruck hervorgerufen.
6raf ciano an von Mbbentrop
B-rUn, 26. Mai.
Beim Ueberschreiten der Reichsgrenze hat der Königlich-Italienische Minister des Aeutzern, Graf Ciano, an den Reichsminister des Auswärtigen von Rrbbentrop das nachstehende Telegramm gerichtet:
„Nach meiner Rückkehr nach Italien möchte ich Ihnen, Exzellenz, meine Dankbarkeit für den auf so herzlicher Freundschaft beruhenden Empfang zum Ausdruck bringen, der mir von Ihnen, von Ihrer Regierung und von der Berliner Bevölkerung zuteil wurde.
Die Erinnerung an die beiden Tage, die ich in Deutschland verbracht habe, werde ich stets in meinem Herzen bewahren, denn sie find mit dem historischen Akt verknüpft, der die Geschichte des nationalsozialistischen Deutschlands und des faschistischen Italiens miteinander verbunden hat. Ich bitte Sie, mich bei dem Führer bestens zu empfehlen und ihm in meinem Namen meine wärmsten Wünsche zu übermitteln. Wollen Sie auch Frau von Ribbentrop meine tiefgefühlte Verehrung und meinen herzlichen Dank für ihre liebenswürdige Gastfreundschaft aussprechen. Ihnen, mein lieber Freund, meine herzlichsten Grütze und Wünsche.
Gwleazzo Ciano."
Kritischer Plan Moskau übermittelt
Maiskst war nicht begeistert — Mr. Ireland in Schottland
(viabtbsriedt unssrss I-oväonor Vsrtrotsrs)
tl,. London, 26. Mai.
Die britische Regierung hat ihrem Botschafter in Moskau den Beschluß des Kabinetts und den Plan für einen Drei-Mächte-Pakt übermittelt. Bon zuständiger Stelle wird hierzu erklärt, datz es sich bei der Ueber- mittlung des britischen Planes zunächst nur um die großen Linien gehandelt habe, während es noch einige Tage in Anspruch nehmen würde, bis dem Entwurf die endgültige Form gegeben werden könne. Der britische Botschafter hat die Anweisung erhalten, sich sofort mit dem Kreml in Verbindung zu setzen.
Den Londoner Politikern ist es nicht verborgen geblieben, datz Botschafter Maisky in Genf, als man rhm die Erklärung Chamberlains mitteilte, nicht in „helle Begeisterung" ausgebrochen ist. Die diplomatischen Korrespondenten der Blätter nehmen an, datz der Sowjetvertreter sich an den „zarten und vorsichtigen Vorbehalten" des Premiers gestoßen habe, der betonte, daß noch einige Punkte zu klären seien. In dem augenblicklichen Bedürfnis, diesen Verdacht der Sowjets zu zerstreuen, wurde am Donnerstag im Foreign Office behauptet, daß die Punkte von angeblich „geringer Bedeutung" mit Maisky besprochen würden, sobald er auf seinen Londoner Posten zurückgekehrt sei. Ferner wurde erklärt, daß der Plan der Regierung, der am Donnerstag dem britischen Botschafter in Moskau übermittelt worden ist, die Zusammenarbeit Frankreichs, Großbritanniens und der Sowjetunion vorsehe, und zwar in einem System, datz entworfen worden sei, um einem möglichen Angriff in Europa Widerstand entgtzgenzu-
^Dcr Leitartikel des „Evening Standard" ist ein Musterbeispiel dafür, wie bestimmte Zeitungen ihre Einstellung gegenüber den Sowjets geändert haben. Das Blatt schreibt. Großbritannien sei im Begriff, eine Allianz mit Rußland einzugehen. Der „Evening Standard", so heißt es weiter, habe sich immer gegen eine Politik gewandt, die auf Verpflichtungen in Ost- europa hinauslaufe. Ohne nun aber logischerweise den Grund für die Kehrtwendung anzugeben, schreibt die Zeitung einfach, da nun die Regierung aber einmal ihr Versprechen abgegeben habe, und zwar unter dem Druck der öffentlichen Meinung (!), sei es befriedigend, datz nunmehr Schritte ergriffen würden, die Großbritannien
Kommandant der Kreml-Wache beseitigt
Moskau, 26. Mai.
Die Moskauer Kreml-Wache, die seit Jahren aus EPU.-Formationen besteht, hat in aller Stille einen neuen Kommandanten erhalten. Das Verschwinden des bisherigen Kommandanten Rogow ersah man auch den Durchlatzscheinen. die an die Diplomaten und Pressevertreter ausgegeben werden. Sie tragen jetzt die Unterschrift Spiridonows. der im militärischen Range eines Brigadegenerals steht. Ueber das Schicksal Ro- gows ist bisher nichts in Erfahrung zu bringen.
in die Lage setzten, seine Versprechungen einzuhalten. — Einen deutlicheren Hinweis für den berühmten Wink von oben kann es wohl kaum geben.
Premierminister Chamberlain hat sich Donnerstag mittag nach Schottland begeben, um an der Generalversammlung der Kirche von Schottland in Edingburgh teilzunehmen und dort eine Ansprache zu halten, Am auf dem Bahnhof vor unliebsamen Neugierigen sicher zu sein, bediente sich Englands Premierminister eines Taschenspielertricks. Er ließ nämlich auf den Namen „Mr. Jreland" ein Erster-Klasse-Abteil belegen. Der Premierminister blieb auf diese Weise tatsächlich vor einer Schar von Zuschauern bewahrt. Ob aber die recht empfindlichen Iren den Einfall ebenso schätzen, bleibt eine andere Sache.
Stalln pfeift — England tanzt
(vralitbsrieüt äussres I-ouäousr Vsrtrstsrs)
k. b. London, 26. Mai.
Es ist jetzt kein Zweifel mehr möglich, datz die britische Regierung den Sowjets in vielen Punkten nachgegeben hat. Die Blätter können ihren Lesern kaum verheimlichen, datz der Kreml sich vollkommen durchgesetzt hat. Der diplomatische Korrespondent der „Times" meint, Chamberlain würde nicht so ver
trauensvoll gesprochen haben, wenn er nicht überzeugt gewesen wäre, datz die britischen Vorschläge sehr weit gingen, um dem Sowjetstandpunkt zu begegnen. Der diplomatische Korrespondent des „Daily Telegraph" will wissen, datz der Plan des Kabinetts als Hauptpunkt vorsehe, datz Großbritannien, Frankreich und die .Sowjetunion zu gegenseitigem Beistand verpflichtet seien, wenn eine der drei Mächte angegriffen werden sollte. Die liberale „News Chronicle" weiß sogar schon von bevorstehenden Generalstabsbesprechungen zu berichten. Auch dem marxistischen „Daily Herold" kann man es nicht übel nehmen, wenn er über den Umfall Chamberlains jauchzt, der nun einen Kurs eingeschlagen hat. wie ihn die Linke sich nicht besser wünschen könnte. Während die „Times" in dem Bericht ihres diplomatischen Korrespondenten davon spricht, datz ein Abkommen nun endlich in Sicht fei, scheint das Blatt in seinem Leitartikel in vorsichtiger Form anzudeuten, datz der Abschluß des Sowjetpwktes vielleicht doch noch einige Verzögerung erfahren könne.
Der französische Ostasiendampser „Aramis" ist 30 Kilometer von Hongkong entfernt durch einen japanischen Zerstörer angehalten und von japanischen Marine-Lssizieren kontrolliert worden.
Die Sowjets drolzen Finnland
Massive Slettungnalzme zur Mandfrage
Moskau, 26. Mai.
Die „Prawda" bringt einen offiziösen Leitartikel, der sich in auffallend aggressivem Toy mit der Alandfrage beschäftigt. Das bolschewistische Blatt erklärt, die Sowjetunion als Uferstaat des Finnischen Meerbusens sei „unmittelbar und direkt" interessiert am Schicksal der Alandinseln, die außerdem mehr als 100 Jahre lang zum „russischen Reich" gehört hätten. Dabei greift die „Prawda" zu bereits offenen Drohungen, indem sie mit unmißverständlicher Absicht behauptet, datz Finnland selbst überhaupt nur durch die „freie Willensäußerung" Sowjetrutzlands im Friedensvertrag von 1920 seine Selbständigkeit erlangt habe. Erst hierdurch seien auch die Alandinseln in finnischen Besitz gekommen.
Der Umstand, datz die Sowjetunion durch die „Feindseligkeiten und Tücken der kapitalistischen Staaten" im Jahre 1921 von der Aland-Konvention ausgeschlossen geblieben sei, verhindere nicht, datz die Sowjetunion an den Alandinseln weit mehr als andere Mächte interessiert sei. Bemerkenswert ist, datz die „Prawda", wenn auch vorerst noch in verschleierter Form. ein Einflutz- recht der Sowjetunion auf die Alandinseln fordert und zwar selbst auf ihre technisch-militärischen Einrichtungen.
Finnland habe es-nicht für nötig befunden, so ver
merkt die „Prawda" weiter in drohendem Ton, die Sowjetunion um ihre Ansicht oder um ihre Zustimmung zur Befestigung der Inseln zu bitten, sondern nur in Moskau mitteilen lassen, datz die finnische Regierung die Unterstützung der Sowjetunion als Mitglied der Genfer Liga in dieser Frage erwartet. Weiter verrät die „Prawda", welche Zumutungen die Moskauer Regierung in Beantwortung dieser finnischen Demarche an Helsinki gerichtet hat. Danach hat die Sowjetregierung in sehr energischem Ton, „in Anbetracht dieser ihrer besonderen und direkten Interessen", die finnische Regierung um Aufklärung darüber ersucht, im Hinblick auf welche Ziele die Befestigung der Inseln beabsichtigt sei, worin diese militärischen Maßnahmen bestünden (!) und schließlich, welche Garantien dafür gegeben werden können, datz diese Befestigungen nicht von irgendeinem Staate gegen die Sowjetunion benutzt würden.
In Anbetracht dessen, datz die finnische Regierung sich geweigert habe, die von Moskau geforderten Auskünfte zu geben, halte die Sowjetregierung eine Entschließung des Genfer Rates in dieser Frage für „verfrüht". Deshalb sei der sowjetische Vertreter in Genf angewiesen worden, darauf zu bestehen, daß die Behandlung der Alandfrage durch die gegenwärtige Ratstagung verschoben wird.
Die
V/is öotlio 1914 c!is öursn llksrliststs
kv. Berlin, 26. Mai.
Eine bisweilen geradezu unglaubliche Unkenntnis in geographischen Dingen ist anscheinend das Vorrecht der demokratischen Politiker. Deutschland hat mehr als einmal darunter leiden müssen. Aber immerhin kann man es Wilson weniger übelnehmen, wenn er über Tschechen und Slowaken, über das Saargebiet und Danzig nicht orientiert war, als wenn Abgeordnete der Südafrikanischen Union sich von ihrem Premierminister über Orte an der Grenze ihres eigenen Landes täuschen lassen.
Die Erinnerung an Nakab und eine gefälschte Karts wird in diesen Tagen wieder wach, da eine große Pro- pagandawelle der nationalen Opposition in Südafrika unter der Devise: Keine Wiederholung von 1914! als Reaktion gegen die englische Hetze gegen die autoritären Staaten das ganze Land durchzieht. Ein großer Teil der Buren hat eingesehen, wie sie vor dem Weltkriege Lurch eine gewissenlose Hetze der Engländer und durch die Perfidie ihrer eigenen Landsleute vom Schlage eines Botha und des jetzt wieder durch seine Psychosefabrikation in das Jupiterlicht der politischen Bühne getretenen Ministers Smuts gründlich belogen und gegen ihre eigenen Interessen zu Handlangerdiensten für England getrieben worden sind, zu denen sie sich nie herbeigelassen hätten, wenn sie nicht durch das Phantom der deutschen Raubgelüste irregeführt worden wären.
Sie wissen heute, datz die deutsche Schutztruppe in Deutsch-Südwest, als die englische Presse davon sprach, datz 30 000 Mann sich bereithielten, Südafrika zu erobern, aus nicht einmal dem zehnten Teil bestand, datz. sie bei Kriegsbeginn völlig unvorbereitet war, dag Botha nur mit Lügen und einer gefälschten Karte die Zustimmung des Parlamentes erhielt, den Angriff gegen Deutsch-Südwest zu unternehmen. Ein zweites Mal wollen sie nicht wieder ein Opfer der englischen Pressetaktik werden.
Ein mysteriöses Halbduukel umgibt noch stets die Affäre der Kartenfälschung, das selbst die Gerichtsverhandlungen bei der Beleidigungsklage gegen den Abgeordneten Wolmarans nicht ganz zu lichten vermochten. Premierminister Botha befand sich jedenfalls bei Kriegsbeginn in einer recht peinlichen Lage. Schon 1911 hatte er sich auf der Reichskonferenz in London dahingehend festgelegt, datz er an der Seite Englands an einem Kriege gegen Deutschland aktiv teilnehmen werde, worunter nichts anderes zu verstehen war als der Raub von Deutsch-Südwest. In den ersten Tagen nach der englischen Kriegserklärung an Deutschland hatte er hinter dem Rücken des Parlamentes die Verpflichtung übernommen, wenigstens die Funk-Stationen in Südwest zu besetzen, worum London gebeten hatte. Nun stieß er aber im Lager seiner eigenen Landsleute auf heftigsten Widerstand.
Jeder Bure war selbstverständlich bereit und fest entschlossen. sein Land gegen jeden feindlichen Angriff zu verteidigen. Aber auf einer Versammlung von 64 Kommandanten der Defence Force, des Heeres zur Landesverteidigung, in der Botha seinen Plan bekanntgab, durch Freiwillige Südwest zu erobern, stieß er auf geschlossenen Widerstand, ja, man drohte mit der offenen Rebellion, die hernach auch unter einer Beteiligung von 30 000 Buren eintrat. Von einem Angriff gegen Deutschland wollte man nichts wissen.
Ueber diese Stimmung war der deutsche Gouverneur Dr. Seitz gut informiert. Schon aus diesem politischen Grunde, wenn er nicht auch durch die zahlenmäßige Schwäche der Schutztruppe dazu gezwungen gewesen wäre, gab er den strengen Befehl, auf
keinen Fall zuerst die feindliche Grenze zu überschreiten. Der Befehl wurde strikte durchgeführt, wie auch von feiten der Gegner nachher einwandfrei bestätigt wurde. Sehr zum Aerger von Botha! Er konnte nur in der Rolle eines Verteidigers des eigenen Landes gegen einen feindlichen Einfall zum Ziele gelangen. In seiner Skrupellosigkeit verbreitete er nun
NI»INMMIIIIIIII»»»I»I»»IUII»IIM»»IIMMII»M»IIIIII»MIIII»»»II»INIIN»II
Unser Vssessnies«!
(Unsers bsutigs Ausgabe uwkakt 18 Leiten)
In Lodz kam es zu skandalösen deutschfeindlichen Ausschreitungen.
London hat den Dreierpaktentwurf Moskau übermittelt.
Moskau versucht, Finnland in der Alandfrage unter Druck zu setzen.
Die deutschen Spanien-Freiwilligen haben von Big» aus ihre Heimfahrt angetreten.
Das Rheinland amüsiert sich über Auslandsliige» vom „abgesoffenen Westwall".
In Berlin wurde eine rumänische Berkehrsausstel- lung eröffnet.
Deutsche Segelflieger flogen erneut Rekorde.
Der deutsche Außenhandel im April schloß mit einem Ausfuhrüberschuß ab.
Eine neue Tarifordnung für Gas mit nach Bezugsmengen abgestuften Zonenpreisen wurde erlassen.
Die Schiffbau-Gesellschaft Unterweser hat einen erheblichen Auftragsbestand vorliegen.
Die 33 lleberlebenden des amerikanischen U-Bootes „Squalus" konnten gerettet werden.
Bremer KdF.-Fahre« begegneten in Italien dem Duce.
Im Juni findet in Bremen das Bühnentreffe» der Niederdeutsche» Bühnen statt.