Ausgabe 
(25.5.1939) Nr. 142
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parteiamtliche Tageszeitung

vas Amtsblatt des Negierenden Nürgermeisters der freien Hansestadt Vremen

der Nationalsozialisten Vremens

flmtliches verkündungsblatt des Neiässstattlsalkers in Oldenburg und Vremen

Nr. 142 / g. Zastrgang

Donnerstag, 25. Mai 1958

kinzelpreis 15 Npf.

die lugend der stchsenmöchte in einerfront

Semeinsnmes Programm für 19Z9

lZegenseitige besuche / In kürze erste deutsche Abordnung m Italien

Berlin, 25. Mai

Nachdem dieser Tage Deutschland und Italien ihre Freundschaft in einem starken Bündnispakt besiegelt haben, tritt auch die Jugend der beiden Völker an die Oeffent- lichkeit mit einem neuen gemeinsamen Arbeitsprogramm für das Jahr 1939. Der um­fangreiche Arbeitsplan ist ein sichtbarer Ausdruck für die.^unerschütterliche und sich immer mehr erweiternde Grundlage der gemeinsamen Arbeit und der kameradschaft­lich-freundschaftlichen Beziehungen zwischen der Hitlerjugend und der Gioventu Jtaliana del Littorio.

Der Beauftragte des Ministers Starace, des Befehls­habers der EIL., Oberst Luraschi, und der Stabssührer der Reichsjugendsührung, Hartmann Lauterbacher, haben den Plan für die Zusammenarbeit besprochen und fest­gelegt. Das Programm enthält nicht nur wichtige und völlig neuartige Aktionen, sondern sieht darüber hin­aus einige Veranstaltungen vor, die als feste und regel­mäßige, sich alljährlich wiederholende Bestandteile der Zusammenarbeit gelten.

Einen Besuch ganz besonderer Art, der weite Teile des Großdeutschen Reiches ersaht, werden Anfang Juli 100 Jungfaschisten mit Fahrrädern mit einem 30 Mann starken Fanfarenzug der deutschen Jugend abstatten. Am Brenner werden die Jungfaschisten von einer deutschen Abordnung empfangen, und beide Gruppen fahren dann geschlossen mit ihren Rädern durch Deutschland nach Berlin. Nach der Teilnahme an einem großen Lager fahren die Jungfaschisten von Berlin durch Norddeut'sch- land nach Hamburg und von dort aus wieder mit der Bahn nach Italien zurück. Die deutschen Begleiter nehmen anschließend an einem großen Lager der ita­lienischen Jugend bei Rom teil. .

Mit den Fahnen der HJ., die alljährlich aus allen Teilen Großdeutschlands im Adolf-Hitler-Marsch zum Reichsparteitag nach Nürnberg getragen werden, mar-

veretts 15 Mann gerettet

Schon 30 Tote auf dem U-BootSqualus"

Newyork, 25. Mai

Der am Rettungswerk um das gesunkene U-Boot Squalus" beteiligte KreuzerBrotlyn" erhielt vom U-Boot-HebeschiffFalcon" die Meldung, daß sich die Nachricht bestätigt, der zufolge etwa 30 Mann des U-Bootes bereits tot seien. Das Hebeschiff meldet wei­ter, daß die Nettungsglocke bisher fünfzehn Mann von der Besatzung des U-Bvotes an die Meeresoberfläche gebracht habe. (Siehe auch unsere Meldungen im Innern des Blattes.)

schieren dieses Jahr zum erstenmal auch Fahnen-Abord- nungen der EIL. mit. Am Reichsparteitag selbst nimmt eine offizielle Abordnung von 30 Offizieren Gioventu Jtaliana del Littorio teil.

Auch von deutscher Seite aus werden der italienischen Jugendorganisation verschiedene Besuche abgestattet. Maßgebende Führer und Führerinnen der national­

sozialistischen Jugend werden in zwei Gruppen im Laufe der nächsten Woche nach Italien fahren. So wird eine Abordnung von Eebietsführern und Amtschefs der Reichsjugendsührung Anfang Juni in Italien weilen, nachdem schon in den nächsten Tagen 30 Obergauführe- rinnen Gäste der italienischen Jugendorganisation sind. Zum Studium der G2L. und darüber hinaus des ganzen faschistischen Italiens, insbesondere italienischer Kunst- stätten, wird eine 60 Mann starke Abordnung von Hit­lerjugendführern im September eine Reise durch Italien unternehmen, um anschließend offiziell die deutsche Ju­gend im g""ßen italienischen JugendlagerCampo Dux" undCai Koma" zu vertreten.

Auch de. Austausch von Orchestern. Musikzügen und Singscharen ist festgelegt worden. Für das Jahr 1940 sind vor allem sportliche Austauschmannschaften größten Ausmaßes vorgesehen.

pakturkunde 7 überreicht

tiano und Pariani wieder in Nom Dvalionen auf der piano Veneria

Rom, 25. Mai.

Der italienische Außenminister Graf Ciano ist von seiner Berliner Reise Mittwoch mittag miede? in Rein eingetroffen. Nachdem er schon bei seiner Fahrt durch Italien und besonders in Florenz überall mit Be­geisterung begrüßt worden war, ist ihm bei seiner An­kunft in Rom die herzlichste Ausnahme bereitet worden.

In dem festlich geschmückten Bahnhof waren zu seiner Begrüßung von deutscher Seite Geschäftsträger Bot­schaftsrat von Plefsen sowie der Landesgruppenleiter Eitel erschienen, während sich von italienischer Seite mit zahlreichen hohen Beamten des Außenministeriums, des Ministeriums für Volksbildung, des^ Erziehungs­ministeriums und des Korporationsministeriums die Minister Parteisekretär Starace, Bottai, Alfieri sowie die Staatssekretäre Tcruzzi, Ricci und Bastianini, und der Generalstabschef der faschistischen Miliz, General Russo eingefunden hatten. Schon während der Einfahrt des Zuges brausten Graf Ciano begeisterte Ovationen entgegen, denen die herzlichste Begrüßung und Beglück- wünschung durch die anwesenden Minister folgte.

Mit besonderer Herzlichkeit begrüßte Graf Ciano den deutschen Geschäftsträger sowie den spanischen Bot­schafter und den ungarischen Gesandten. Auf dem Bahn­hofsplatz, wo unter Ortsgruppenleiter Dr. Fuchs die

Pol. Leiter der Landesgruppe und der Ortsgruppe mit Fahne angetreten waren, wiederholten sich die begei­sterten Ovationen für den italienischen Außenminister und den Generalstabschef des italienischen Heeres, Staatssekretär General Pariani, worauf sich Graf Ciano sofort unter dem Jubel der spalierbildenden Menge zum Duce in den Palazzo Venezia begab.

Dort überreichte der italienische Außenminister Musso­lini die Urkunde des deutsch-italienischen Bündnis- paktes.

Wie vor dem Bahnhof, kam es auch auf der Piazza Venezia zu stürmischen Kundgebungen für das deutsch- italienische Bündnis, die immer stärkere Formen an­nahmen. bis schließlich der Duce auf dem historischen Balkon ersichen und mit jubelndem Beifall empfangen wurde. Mussolini dankte der begeisterten Menge mit dem römischen Gruß und mußte, da die Kundgebungen kein Ende nehmen wollten, der Menge noch mehrmals für ihre ununtebrochene Ovationen danken.

Der König und Kaiser hat Außenminister Graf Ciano anläßlich seiner Rückkehr nach Rom in einem Telegramm seine freudige Genugtuung und Anerken­nung über seine tatkräftige und erfolgreiche Tätigkeit ausgesprochen.

Her sülzrer weilte in flugsburg

fldolf Hitler bei der festlichen kröffnung des neugestalteten Stadttlieatexs

Augsburg, 25. Mai.

2m Aufang des Jahres 1937 gab der Führer dem Oberbürgermeister von Augsburg den Auftrag zur Neugestaltung des Stadttheaters, die nach den vom Führer selbst entworfenen Plänen sofort in Angriff genommen wurde. Nach 1l4jähriger Bauzeit ist nunmehr die Erneuerung des Augs­burg« Stadttheaters abgeschlossen. Der Wille des Führers ist zur lebendigen Tat geworden. Das neue Werk ist vollendet.

Dem bekannten Theaterarchitekten Pros. Baumgarten- Verlin, dem Neugestalter des Deutschen Opernhauses und Schöpfers des Westmarktheaters, ist es gelungen, technisch und architektonisch aus dem alten Theater einen Kunsttempel zu machen, der Zeugnis von der Kraft nationalsozialistischer Kunstgestaltung ablegt, gleichzeitig aber auch ein Denkmal nationalsozialistischer Kunstgesinnung darstellt, auf das mit der Gauhauptstadt der ganze Garu-Schwaben und seine Bevölkerung stolz sein können.

Am Mittwochabend wurde das neue Haus mit einer Festoorstellung der WagneroperLohengrjn" in Gegen­wart des Führers und in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste aus Reich und Staat, Kunst und Wehrmacht feierlich eröffnet. Ganz Augsburg war aus diesem An­laß in ein Meer von Fahnen und Wimpeln, Girlanden und Blumen getaucht. In dem Jubel, der den Führer aus seiner Fahrt vom Bahnhof zum Stadttheater beglei­tete, kam der Dank der Augsburg« Bevölkerung an Adolf Hitler für das kostbare Geschenk zum Ausdruck, das der Führer mit dem neuen Kunsttempel der Stadt gemacht hat, aber auch das freudige und glühende Be­kenntnis zur deutschen Kunst und seinen Schirmherrn.

Am Eingang zum Theater erwarteten den Führer der Divisionskommandeur in Augsburg, Generatleutnant Bergmann, und die Führer der Augsburger Gliederun­gen der Partei. Hinter dem Führer schritten Gauleiter Wahl und Oberbürgermeister Mayr. Im Vorraum zum Theater hieß der Intendant des neuen Hauses. Direktor Dr. Becker, den Führer herzlich willkommen.

Eingehend besichtigte der Führer das Theater, das in seiner neuen Gestalt mit der erweiterten Front, den neuen Aufgängen und Gesellschaftsräumen, dem neuge­stalteten Zuschauerraum und dem gewaltig vergrößerten Vühnenraum, mit den neuzeitlichen'technischen Einrich­tungen in die erste Reihe von Deutschlands Theater tritt. Der Führer selbst hat die Anweisungen für den Umbau erteilt, und laufend regen Anteil an dem Fort­gang der Arbeiten genommen.

Die Massen vor dem Theater rufen unentwegt nach dem Führer, der sich schließlich auf dem Balkon der Angsburaer Bevölkerung zeigte. Nicht endenwollende Heil rufe "umbranden den Führer, der nach allen Seiten

grüßte und dankte. Als der Führer seine Loge betrat, erhoben sich die.Anwesenden von ihren Plätzen und grüßten ehrfurchtsvoll mit dem Deutschen Grüß. Neben dem Führer hatten Gauleiter Wahl und Oberbürger­meister Mayr Platz genommen. Ferner sah man in der Führerloge die Reichsleiter Reichsstatthalter General Ritter von Epp, Schwarz, Bormann und Professor Baumgarten, den Schöpfer des neuen Hauses. 2n näch­

ster Nähe der Führerloge hatten Staatsmknister Gau­leiter Adolf Wagner-München und die Reichsleiter Dr. Dietrich, Bouhler sowie der bayrische Ministerpräsident Ludwig Siebert und Professor Giesler sowie Staats­sekretär Esser Platz genommen.

Als der Führer das Theater verließ, brandete» ihm aufs neue von den Kops an Kopf stehenden Menschen Jubel- und Heilrufe entgegen, in denen noch einmal der Dank der Augsburger Bevölkerung für den Neubau des Augsburger Stadttheaters zum Ausdruck kam. Als der Führer dann nach Schluß der Vorstellung di« nächt­liche Fahrt durch die Gauhauptstadt von Schwaben an­trat, gaben ihm die Jubelrufe der Augsburger Bevöl­kerung wieder das Geleit.

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Die rechtliche Stellung der Amtsträger der NSDAP.

Das grundsätzliche Neue der nationalsozialisti'schen Bewegung uns des nationalsozialistischen Rechts wird bei der Betrachtung des wichtigen Problems von Par­tei und Staat am eindrucksvollsten sichtbar. Für das Verhältnis von Partei und Staat ist die geschichtliche Aufgabe der Partei von entscheidender Bedeutung ge­worden, ebenso wie die geschichtlich bedingte Lage des deutschen Volkes. Während in früheren Zeiten im. deut­schen Lebensbereich Staaten auf anderen Grundlagen aufgebaut wurden, weil es ein deutsches Volk, wie wir es heute verstehen, noch nicht gab, hat der National­sozialismus den ersten geschichtlichen Versuch einer neuen politischen Gestaltung allein vom Volk her unternom­men, Auf der Stärke der Bewegung beruht die Existenz des deutschen Volkes; die Partei trägt das national­sozialistische Reich, Partei und Staat sind nicht glei­cher Art, ihre Ausgaben sind verschieden. Der Partei stehen Aufgaben zu, die öffentliche Aufgaben sind, ohne gleichzeitig staatlich zu sein. Das Recht der Partei und das Recht des Staates ergänzen einander, wobei die Partei die politische Führung hat und damit den Vor­rang in der Gesamtheit des politisch geformten Volkes.

Bis zum nationalsozialistischen Umbruch könnte nur der Staat Hoheitsbefugnisse ausüben. Damit kam dem Beamten eine besondere Stellung im Volksleben zu. Wie imDeutschen Recht", Wochenausgabe, dargelegt wird, trat mit der nationalsozialistischen Bewegung ein völlig neuer Faktor in das Verfqssungsleben des deut­schen Volkes ein, der bisher ohne jedes Vorbild war: Dieser neue Zustand wurde vor allem dadurch bestimmt, daß die nationalsozialistische Bewegung alleinige poli­tische Willensgestalterin im deutschen Volksleben wurde. Den sich daraus ergebenden Aufgabenbereich hat der Führer in seinen Reden auf dem Schlußkongretz der Parteitage 1934 und 1935 umrissen. Daß diese Ausgaben hoheitlicher Natur sind, ist nicht zu bezweifeln. Neben dem bisher alleinigen Hoheitsträger Staat ist als neuer Hoheitsträger die NSDAP. getreten. Selbstverständlich mußte mit dem Wandel der rechtlichen Stellung der Bewegung feit der Machtübernahme auch die rechtliche Stellung des Partei-Amtsträgers eine andere werden. Dieser wurde jetzt Repräsentant einer sich in der hoheit- lichen Sphäre bewegenden Körperschaft und selbst Trä­ger hoheitlicher Gewalt und damit Träger einer beson­deren erhöhten Verantwortung. Wenn man auch grund­sätzlich von einer gleichen Verantwortung der Amts­träger der Partei und der Amtsträger des Staates ausgehen muß, so darf dies nicht dazu führen, jede Vorschrift, die sich auf Staatsbeamte bezieht, mehr oder weniger schematisch auf Partei-Amtsträger anzuwenden.

Es darf nicht übersehen werden, daß die Anwen­dung beamtenrechtlicher Vorschriften auf Partei-Amts­träger nur eine Notlösung darstellt. Die Frage, ob die für Beamte geltenden Bestimmungen auch aus Amts- träger der Partei anzuwenden sind, ist aus der Ueber- gangszeit heraus geboren. Sie ergibt sich aus dem Feh­len besonderer gesetzlicher Bestimmungen für Partei- Amtsträger. Wenn sie bejaht werden muß, so nicht des­halb, weil die Stellung beider Amtsträger gleichartig, sondern nur deshalb, weil sie gleichwertig ist. Daher kann die Prüfung im Einzelfall ergeben, daß die eine oder andere gesetzliche Bestimmung zwar auf Amtsträger des Staates, nicht aber aus Amtsträger der NSDAP. anzuwenden ist; es kann sich aber ebensogut heraus­stellen, daß für Amtsträger der NSDAP. unter Um­ständen eins weitgehendere Lösung gefunden werden muß. Völlig ausgeschlossen ist es aber, daß staatliche Gerichte von sich aus Vorschriften auf die NSDAP. oder

IIMNI»IIMIIIIII»MIMIMIIII»I»IMIIIIM>IIIIIIII»M»Il»III»»IMII»II»»I»I»IIII

Unser Isgssspiss«!

(vis ksutigs änsgads umfallt 16 Ssitsn)

Gras Ciano überreichte in Rom Mussolini die deutsch-italienische Pakturkunde.

Für die Zusammenarbeit der italienischen und der deutschen Jugend wurde ein Aktionsprogramm be­schlossen.

Ein neuer Zwischensall ereignete sich am Dirschaner Brückenkopf.

Der Führer nahm an der Eröffnung des neugestal­teten Stadttheaters Augsburg teil.

Chamberlain konnte den Abschluß des Sowjetpaktes erst für die Zeit nach Pfingsten in Aussicht stellen. General von der Schulenburg wurde in seiner meck­lenburgischen Heimat feierlich beigesetzt.

Alfred Rosenbcrg sprach vor den Studenten über den weltanschaulichen Aufbruch unserer Tage.

Der Reichssportführer von Tschammer und Osten besichtigte bremische Sportstätten.

Im letzte» Fußballtrefsen gegen die Protektorats­auswahl erzielte Deutschland in Dortmund ein 2:2.

Dem englischen Derby wohnten 500 000 Zuschauer bei.

Durch einen Riesenbrand in Estland »turden 2000 Menschen obdachlos.

Von der Besatzung des amerikanischen ll-Bootes Squalus" sind bereits 15 Mann gerettet.

Dem Jungstamm Ill/75 wurden vom Jungmädel- ring Ill/75 Fähnlein-Kampsstander überreicht.