Ausgabe 
(11.5.1939) Nr. 128
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der Nationalsozialisten Vremens

Amtliches verkündungsblatt des Neichsstattdalkers in Oldenburg und Bremen

Nr 128 S. Zalirgang

Donnerstag, 11. Mai 19Z8

kinzelpreis 15 Bps.

flusbau der italienischen Seemacht

Zahlreiche Neubauten in fluftrag

stdmira! tavagnari vor der faschistischen Kammer / Schlagartiger kinsah im Kriegsfall

. - (I) i ^ Ii t b v r i e b t u n s e ie s V e it io t« r s in II o in)

^ vr. v. t.. Nom, 11. Mai

Ein überwältigendes Bild der Stärke Italiens zur See, seiner Angriffs- und Ver­teidigungswaffen, der Schnelligkeit und Gründlichkeit der Organisation der Kriegs­flotte im Mobilmachungsfall, der Vollendung und des Ausbaues der Küstenverteidigung zeichnete in feiner Rede zum Haushalt der Staatssekretär der Kriegsmarine Ahmiral Cavagnari vor der faschistischen Kammer der Korporationen auf. Aus den Darstel-lun gen des Admirals ergibt sich. daß Italien auch zur See über die militärischen Macht­mittel verfügt, um zu jeder Zeit Italiens Vormacht im Mittelmeerraum zü garantieren.

Die Ausführungen Admirals Cavagnari gipfelten in vier Hauptpunkten:

1. Ueber die nach dem letzten Befehl des Duce bereits erfolgte oder im Wert befindliche Verstärkung der faschistischen Kriegsflotte, darunter 4 Linienschiffe zu 35 888 Tonnen und 4 Einheiten mit je 26 880 Tonnen, wird im Haushaltsjahr 1839 eine weitere Vermehrung der Kriegsflotte stattfinden. Es sollen mehrere große Kreuzer, einige Zerstörer-Geschwader, eine beträchtliche Anzahl U-Boote und Hilssschisse gebaut werden.

2. Die italienische Flotte ist imstande, sämtliche ita­lienischen Interessen zur See und die Verteidigung Italiens vollständig zu garantieren.

3. Die letzthin geprobten Mobilmachungsfälle be­weisen, das; sich aus ein Kommando der gesamte Kricgs- mechanismus Italiens zur See schlagartig ohne jede Störung und ohne jede Verzögerung in Bewegung fetzt. Die Flotte verfügt über große Reserven, auch im Falle eines langen Konflikts. Das restlose Zu­sammenwirken der Kriegsflotte mit der faschistischen Lustslotte zur See ist garantiert.

4. Gemäß den Anordnungen des Duce wird in dem neuen Flottenbauprogramm auch der Ausbau der Flottenstützpunkte besonders berücksichtigt werden.

Admiral Cavagnari suhlte weiter aus, daß das italienische Volk mit besonderer Anteilnahme aus seine Flotte blicke. In einer nahe bevorstehenden Zeit werde die italienische Kriegsflotte über vier neue Kreuzer zu 35 000 To verfügen, ferner über vier modernisierte Kreuzer zu je 26 000 To.. 19 sonstige große Kreuzer. 12 kleine Kreuzer. 60 große Zerstörer. 70 Torpedoboote und Flottenbegleiier. eine Anzahl van U-Booten, die die Zahl von 100 erheblich übertrifft, und einige Flor­tillen moderner Motortorpedo-Schnellboote. Die Ge­schwader. Divisionen und Flottillen werden ebenso wie die einzelnen Einheiten täglich auf Kriegsaklionen vor­bereitet. Die Ausbildung der Mannschaften zeige einen vorzüglichen Stand. Neuerdings wurde die faschistische Miliz auch für Aufgaben der Kriegsflotte eingesetzt, und

zwar in der Organisation der See-Miliz, die für Küsten- flakbatterien und Verteidigungsanlagen verwendet wird.

Noms Luftwaffe beherrscht das Mittelmeer

Den seit jeher in der französische», neuerdings auch in der polnischen Presse beliebten Methoden, „Schlach­ten" gegen die totalitären Staaten in den Zcitungs- spalten zu schlagen und diese Schreibtischstratcgen über ihre „Siege bei Berlin und Rom" mit Vorschußlor­beeren zu schmücken, verabfolgt das offiziöse italienische Organ „Giornalc d'Italiä" eine vernichtende Abfuhr.

Die Zeitung nennt angesichts dieser Provokationen die Dinge beim rechten Namen, wenn sie feststellt, daß jeder der schnellen italienischen Bomber von seinem Stand­ort aus die französischen Städte Toulon, Marseille, Paris, Bordeaux und jede beliebige Stadt Frankreichs erreichen, seine Bombenlast abwerfen und ohne Zwischen­landung zur Wiederaufnahme von Bomben an seinen Standort zurückkehren kann.

Wenn man in Frankreich glaube, die italienische Küste angreifen zu können, so sei nur gelogt, daß weder die italienische Flotte noch vor allem die italienische Unterseeboot-Flotte in den Häfen bleiben würde, wie es andererseits bekannt sei, daß die mächtige Luftwaffe Italiens jeden Punkt des Mittelmeres und damit auch die in diesem Raum befindlichen gegnerischen Kräfte kontrollieren und angreifen könne Wenn die West­mächte im übrigen von der Zerstreuung der italienischen Heere an vier verschiedenen Plätzen außerhalb Italiens sprächen, io könne den Engländern und Franzosen nur ins Gedächtnis zurückgerufen werden, daß diese demo­kratischen Reiche in Ucbcrsec an nicht weniger als 101 verschiedenen Punkten äußerst verwundbar seien, und zwar England in 59 und Frankreich in 42 über den ganzen Globus verstreuten Gebieten.

USfl. »das gelobte Land

kiii unerliörles Zugeständnis: Ständiger jüdischer Serichtshof

Newyork, 11. Mai.

Mit größter Selbstverständlichkeit berichten die ver- judeten Zeitungen der USA. heute über eine selbst in der Weltjudenstadt Newyork unerhörte Neuerung, näm­lich die Eröffnung des ersten ständigen jüdischen Ge­richtshofes in Amerika Der Gerichtshof tagt täglich, außer Sonnabends und Sonntags Das Gerichtsgebäude ist eine frühere Synagoge, die in der Nähe der Ober­staats- und Bundesgerichte liegt.

Die Rechtsprechung erfolgt auf Grund des Talmuds und der Gesetze Moses. Die Entscheidungen der Recht­sprechungen dieses Judengcrichts sind gesetzlich, wenn beide Parteien sich vorher daraus einigen. Alle Urteils­sprüche sind endgültig, eine Berufung bei amerikanischen Gerichten kann nicht eingelegt werden. Richter sind vier Rabbiner. Das Judcngcricht maßt sich die Zuständigkeit in alle» zivilrcchtlichcn Fragen an. Am ersten Gerichts­

tag wurde eine Ehe geschieden und ein Urteil in einer Zivilklage gesifllt.

Der „Herold Tribune" zufolge eröffnete der jüdische Vorsitzende die. Verhandlung mit dem Schwenken eines Gebetsschals und der Erklärung, daß jetzt das oberste und einzige Recht gesprochen werde, das durch nichts mehr geändert werden könne. Der Gerichtshof habe als Vertreter des heiligen hebräischen Gesetzes „eine gewisse Göttlichkeit", wobei der Oberrabbi sicher die Funktion eines stellvertretenden Moses ausübt, der immer mehr jüdische Eroberungen in den Rooscvelt-Staaten machen wird. Und das alles, damit sich die alte Prophezeiung erfüllt, in Amerika würden nacheinander drei Rassen herrschen: der Indianer, der Weiße und der Jude. Es mehren sich alle Anzeichen, daß die Kinder Israels un­mittelbar an der Grenze ihres neuen „gelobten Landes" stehen. Und die stolzen Vermalter des europäischen Erbes scheinen diese Provokation nicht einmal zu merken.

festlicher flustakl des Staatsbesuches — Begeisterte Begrüßung in Nom

Italien empfing Südslawiens Pcinzrcgenten

Dr. v. L. Rom, 11. Mai

Am Mittwochvormittag um 9.48 Uhr, trafen im Sondcrzug, von der jugoslawischen Grenze kommeno. Prinzregent Paul und seine Gemahlin Prinzessin Olga von Jugoslawien mit ihrer Begleitung, unter der sich auch der jugoslawische Außenminister Cincar-Marko-

witsch befand, zu einem zweitägigen Staatsbesuch in Rom ein. Die jugoslawischen Gäste wurden durch das italienische Herrscherpaar. den Duce, die Mitglieder der italienischen Regierung, die Vertreter des Senats, der Kammer, des Faschistischen Eroßrats und der Wehr­machtteile sowie dem Diplomatischen Korps in Rom.

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Der lluiiliieistvi' Oi-vOile,ii8l'I>Ii»»(l8. IVübruiiä äis Uot^sr in äsr IVcät äio Völkor in einen neuen krieK 2 U treiben soeben, eebskkt ,Iei" lNibrer nnsrmüälieb um kulturellen ^ukbou 6ro6clsut8eblf>nä8. Hier ein Bild, cl«8 in cliessn DuZen suk clsm ObsrsulsbsrS uuk^onomwen rvuräs uncl äsn bübrsr m!1 Professor 8pesr bei äsr LsspreebunA von Plänen kür äss neue Opsrnbaus lu I-ins rwiZt. (Presse-Hokkwkinn)

darunter der deutsche Botschafter von Mackenscn, aus dem festlich mit Blumen und rotem Samt geschmückten Bahnsteig erwartet.

Unter Ven Klängen der Nationalhymnen und nach dem Abschreiten der Ehrenkompanie geleitete das italie­nische Herrscherpaar seine Gäste in den Königssalon, wo dem Protokoll gemäß die Vorstellung stattfand. Als die Gäste mit dem italienischen Herrscherpaar und dem Duce aus dem Bahnhofsplatz erschienen, wurden sie von einer hunderttausendköpsigen Menge begeistert begrüßt. Die Ehrenformationen wurden durch ein Regiment der Grenadiere von Sardinien, der Miliz, der faschistischen Staatsjugend und den Gliederungen der Partei gestellt

Das Prinzregöntenpaar an der Seite des italieni­schen Herrscherpaares fuhr in der prächtigen vierspänni­gen Staatskarosse des italienischen Hofes, von berittenen und motorisierten Ehrenabteilüngen in Galauniform eskortiert, nach der Piazza Esedra. Hier überbrachte der Gouverneur von Rom, Fürst Eolonma. mit den Mit­gliedern der Consulta. umgeben von den „Getreuen des Kapitals", unter dem Stadtbanner Roms und den Wahrzeichen der 22 römischen Stadtteile dem Prinz­regentenpaar die Willkommensgrntze Roms, während die jugoslawische Kolonie in Rom das Prinzregentenpaar begeistert feierte. Die feierliche Einholung der Gäste zum Königsschloß auf dem Quirmal geschah sodann durch die Via Razionale und die „Straße des 23. Mai". Die Staatskarossen durchführen Spaliere von Ehrenfor­mationen, hinter denen die römische Bevölkerung den jugoslawischen Gästen zujubelte.

Räch dem Eintreffen der Gäste im Quirinal begab sich der Duce in Begleitung des italienischen Außen­ministers zum offiziellen Besuch beim Prinzregenlen Paul in den Quirinal. Der Vormittag des ersten Staats­besuches des Prinzrecftnlen war der Ehrung der Toten Italiens gewidmet. Pr>nzregent Paul verließ, eskor­tiert von motorisierten Abteilungen und in Begleitung einer Lhrenabordnung. wenig später den Quirinal, um an den Gräbern der Könige Italiens im Pantheon, dem Denkmal des Unbekannten Soldaten und in der Weihekapclle der gefallenen Faschisten Lorbeerkranze niederzulegen.

Die politischen Gespräche in Rom wurden am Mitt­wochnachmittag durch eine Unterredung zwischen den beiden Außenministern im.Palazzo Lhigi begonnen die sich daraufhin zum Palazzo Venezia begaben, wo' der Duce um 16 Uhr Außenminister Markowitsch in Gegen­wart von Außenminister Graf Liano zur Audienz emp­fing.

(Fortsetzung auf Seite 2)

SeeMU

(bliASner Lsricbt äsr „Browsr AsiturcZ")

Danzig, 11. Mai.

Das polnische Volk liebt den Theaterdonner. Wenn in vergangenen Jahren die große Zuneigung zum „pol­nischen Meer" — so nämlich hat man in chauvinistischen polnischen Kreisen die Ostsee getauft — an den soge­nannten „Meeresfesttagen" gefeiert wurde, dann wurde von den Festteilnehmern, die bis aus dem tiefsten Polen zusammengeholt wurden, der Seesand und das salzige Meerwasser geküßt zum Zeichen, wie nahe der Wellen­schlag des „polnischen Meeres".dem Herzschlag des pol­nischen Volkes sei.

In Danzig, das heute noch lebendige und historische Zeugen von vielhundertjähriger Schiffahrtstradition besitzt, dessen Seehelden einst die Meere befuhren und dessen Flotte einst mit der englischen erfolgreich Kriege führte, hat man diese plötzliche und stürmische Liebe Polens zum Meer immer mit einigem Lächeln bestaunt. Man weiß dort nämlich genau, daß das „Seevolk der Polen", als er selbständiger Staat wurde und ein Stück Seelüfte geschenkt erhielt, nicht einen polnischen Seemann besaß, wenn man die Weichselkahnschiffer abzieht und die Polen, die das Holz die Weichsel bis zur Mündung nach Danzig hinaufflötzten.

Die junge polnische Kriegsflotte, deren Tonnage trotz aller Anstrengungen gegenwärtig nicht größer ist als die eines einzigen deutschen Kriegsschiffiieubaues. wurde mit Hilfe einiger Offiziere aufgezogen, deren Lehr­meister die deutsche Kriegsmarine gewesen ist. Bis auf den Tag hat Polen nicht ein einziges Schiff selbst bauen können, und wenn einmal polnische Schiffs- ingenieure den ersten praktischen Fähigkeitsnachweis liefern sollten, dann werden es ehemalige Studenten der Danziger Technischen Hochichule sein.

Somit ist die reale Seite der polnischen Seemacht­geltung nicht gerade sehr groß. dafür aber ist. künstlich aufgezogen, die polnische Stellung als Anrainer der Ostsee mit der als großsprecherisch bekannten polnischen Reklame unterbaut. Edingen und der knapp 140 Kilo- meter lange polnische Küstenstreifen sind vom jungen polnischen Staat zu seiner Visitenkarte gemacht worden. Die Höhe der Finanzmittel, die man für die „Deko­ration der polnischen Seeküste" aufwendet, steht ange­sichts der sprichwörtlichen polnischen Geldknappheit in keinem Verhältnis zu den Ausgaben für Investitionen in den anderen polnischen Gebieten, die einen Ausbau dringend nötig haben.

Um Gdingens Dasein begründen zu können, und um Danzig nicht völlig überflüssig zu machen, hat Polen eine Lenkung seines Außenhandels über den Seeweg mittels so widersinniger Tricks vorgenommen, die dem Kenner der wirklichen Verhältnisse den Bluff von der „See­macht Polen" entlarvt. Wenn diese harte Kritik geraüe von Danziger Seite gefällt wird, so muß dieses Urteil schon deshalb noch mehr ins Gewicht fallen, weil Danzig als Hafen des polnischen Hinterlandes „Nutz­nießer" der polnischen Ceemachtfiktion ist. Die imponie­renden Zahlen des seewärtigen.polnischen Außenhandels sind nämlich nicht eine Folgeerscheinung der natürlichen und selbstverständlichen Rolle der Seekllste als Aus­gangstor. sondern nicht zuletzt das Ergebnis des will­kürlichen Zwanges auf die Wcgelenkung der Ein- und Ausfuhr. Normalerweise würde Danzig als der vom Versailler Diktat zum einzigen Hafen Polens erklärte Hafen für die polnischen Bedürfnisse völlig ausgereicht haben. Mit dem Nachweis, daß über die 140 Kilometer breite Seekllste. die nur 2,6 Prozent der polnischen Landesgrenzen ausmacht. 78 Prozent' des polnischen Außenhandels fließen, kann Polen seiner Ansicht nach den Seemachtanspruch belegen und die Häfen Danzig und Gdingen. die von der polnischen Agitation mit

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Unser Vsgs5spüsss>

Mnsors ksutiZs äusZabs umksüt 14 Seiten)

Italien hat zum Zwecke des Ausbaues seiner See­macht zahlreiche Neubauten > in Auftrag gegeben. Südslawiens Prinzregent stand in Rom im Mittel­punkt zahlreicher Ehrungen.

Die Ausweisungen Deutscher aus Polen nehmen ihren Fortgang.

Die Außenminister der skandinavischen Länder be­stätigten den Willen zur Neutralität.

In der HJ. wurde ein Ausbildungswerl für Ar­chitektur und Technik ins Leben gerufen.

Die Kriegsmarine stellt Offiziersanwärter ein.

Ein neuer Rundsunkwcllcnplan tritt am 4. März 1848 in Kraft.

Der dritte Tag des Arbeitspolitischen Schulungs­lehrganges der DAF. Wefcr-Ems in Bremen stand im Zeichen von Vortrügen Professor Arnholds. Bremer Hitler-Ingen^ führte am „Tage des Ju- gcndlustschutzes" Propagandamärfche mit Volks­gasmasken durch.

Mit dem Umbau eines Geschäftshauses auf der Hntfilterstraße wurde ein hervorragendes Beispiel heimatgebundener Bauweise gegeben.