Ausgabe 
(10.5.1939) Nr. 127
Seite
1
 
Einzelbild herunterladen

7mal wöchentlich

Monatsbezug 2,30 elnschl. Zu- tteUacbulu, Pestbezugspreis mönatl 2.gl1 « (einschl. 45,82 Post-

zettungsgebühr) zuzügl. 42 Ve- stellgeld. Bezugspreis ist Im voraus zahlbar. Postscheck: Hamburg 17272. Eine Behinderung der Lieferung rechtfertigt keinen Anspruch aus Rückzahlung des Bezugspreises- Verlag: NS.-Gauverlag Wefer- Ems GmbH., Bremen, Geeren 6-8. Fernspr.: 5 41 21. Nachtr.u.Sonntg. 51115. Sprechz.: Verlag: werkt!. 1213 Uhr- Schriftleitung Diens- kaa und Ikreikaa 12^1314 Mir.

vremerskillm

Anreige» - GruZdprtzisK

parteiamtliche Lageszeitung

Das flmtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt Bremen

Äie 22-ww-Zeile im Anzeigenteil 13 die 78-mw-Ze!le im Tert- teil 75 Ermäßigte Grundpreise (für kleine, Familienanzeigen u. a.) sowie sonstige Bedingungen Preis­liste 7 (Nachlaßstaffel 6). Für An­zeigen durch den Fernsprecher keine Gewähr. Annahmeschluß 16 Uhr, Geschäftsstellen: Vn Bremen: Am Teeren 68, Fern­sprecher Nr. 54121. Nachtruf und sonntags: Fernsprecher Nr. 51115- Obernstraße Nr. 86, Fernsprecher Nr. 5 4121- Jn Sh ke, Mühlendamm Nr. 2,

der Nationalsozialisten Bremens

flmtliches Berkündungsblatt des BeichsstattHalters mNldenburg und Bremen

Nr. 12? / S. Mrgang

Mittwoch, 10. Mai 19Z9

kinzelpreis 15 Npf.

Hundert italienische Divisionen

die Schlagkraft des Imperiums im Kriegsfall

? Mussolini vor Zst lwLl Neserveofstzieren /Sie Macht unserer Waffen und unserer Herzen"

(II r a I» t b v r i v Ii t u i» 8 o rv 8 Vei tiotvis in li-oiu)

vi . V. ß. Rom. 1v. Mai

Der Tag des italienischen Heeres am Jahrestag der Gründung des faschistischen Imperiums gestaltete sich in ganz Italien und sämtlichen überseeischen Besitzungen zu einer großartigen Kundgebung der Stärke der faschistischen Wehrmacht und angesichts der begeisterten Beteiligung der Bevölkerung an den Feierlichkeiten zu einem wirklich nationalen Festtag.

Haber des deutschen Heeres empfangen. Die sehr herz­liche Unterredung hat über eine halbe Stunde ge­dauert.

Generaloberst von Brauchitsch begibt sich in Beglei­tung des Oberbefehlshabers des italienischen Heeres, Staatssekretär General Pariani, noch nach Specia, um die dortigen Rüstungswerke und Hafenanlagen zu be­sichtigen und dann die Rückreise nach Deutschland anzu­treten.

Den Höhepunkt dieser gewaltigen und feierlichen W Kundgebungen stellte die große Parade in Rom auf W der Via dcl Jmpero dar, die am Dienstagvormittag vor ^ dem König-Kaiser, dem Duce, dem Oberbefehls- M'Haber des deutschen Heeres, Generaloberst v: Brau- W chitsch, den Marschällcn Italiens, der spanischen Mili- M tärkommission und dem Diplomatischen Korps vor sich M ging.

M Um 9 Uhr vormittags traf das italienische Herrscher- M paar auf der königlichen Tribüne an der Via. del Jm- W pero ein. Sodann nahm der König-Kaiser die Ver- D'. leihung von 16 Goldmedaillen an die Hinterbliebenen der in Spanien gefallenen italienischen Legionäre vor und verlieh sodann 120 silberne Tapferkeitsmcdaillen für das Gedenken der im spanischen Krieg gefallenen italie­nischen Freiwilligen. Die große Parade wurde durch den Vorbeimarsch des Fahuenbataillons eröffnet, und zwar mit 27 Fahnen, die als Auszeichnung ihrer Formationen mit der goldenen Tapferkeitsmedaille geschmückt waren. Der Vorbeimarsch umfaßte insgesamt 20 000 Soldaten, 1200 Offiziere, 300 Geschütze, 300 Tanks, 700 Maschinen­gewehre und 1000 Motorkraftfahrzeuge.

An der Parade beteiligten sich zum ersten Male Ein­heiten des neuest albanischen Heeres in ihren kleid­samen Uniformen, woran sich der Vorbeimarsch der Marine-Einheiten, der Luftwaffe, der Miliz, der Kara- binieri und der Grenadier-Regimenter anschloß. Nach dem Vorbeimarsch marschierte das Fahnenbataillon zum Altar des Vaterlandes, wo 30 000 Reserveoffiziere nach den Befehlen des Sekretärs der Faschistischen Partei, Minister Starace. den gefallenen Helden Italiens Hul­digung erwiesen.

Stürmischer Zubel um Sen Sure

Nach Abschluß der großen Militärparade wurden ^ Mussolini von einer unübersehbaren Menge vor dem ^ Palazzo Venezia stürmische Huldigungen dargebracht. 5 * Die begeisterten Massen ruhten nicht eher, bis sich der k- ^Duce mehrere Male auf dem historischen Balkon zeigen : mußte.

k. Schließlich gab Mussolini dem Drängen der Menge k nach, die immer wieder ein Wort zum heutigen Tage « verlangte und erklärte:Am heutigen dritten Jahrestag der Gründung des Imperiums und am erstenTag des : Heeres" habt ihr einer denkwürdigen Militärparade bei- I gewohnt. Die Macht unserer Waffen ist zweifellos groß, aber noch größer ist die Entschlossenheit unserer Herzen, und wenn die Stunde schlagen sollte, so werden wir dies beweisen."

Die kürzen. aber treffenden Worte Mussolinis lösten t Sturme des Jubels bei den vielen Zehntausendcn aus, die immer wieder in begeisterten Sprcchchören nach ihrem Duce verlangten.

Am Nachmittag besuchte der Duce in Begleitung des Senats und der Vertreter der Faschistischen Kammer der Korporationen sowie der Mitglieder der Regierung und des Großen Faschistischen Rates die wiederhergestellte Kurie des römischen Senats an der Via del Impero.

Italiens machtvolle flrmee

Hinsichtlich der numerischen Stärke des italienischen Heeres erklärte General Marietti in derStampa", daß im Mobilmachungssalle Italien mit doppelter Anzahl von Divisionen wie 1918 antreten könne. Gemäß dem Tagesbefehl des Marschalls Diaz vom 4. November 1918 betrug die Zahl der italienischen Divisionen 51, so daß nach Angaben des Generals Marietti jetzt Italien mit über hundert Divisionen antreten könnte.

Von vrauchltsch bei liano

Der italienische Außenminister hat nach seinen Mai­länder Vespreckmngen mit Rcichsaußenminister von Ribbentrop am Dienstagnachmittag in Rom im Palazzo Chigi Generaloberst von Brauchitsch, den Oberbefehls-

Prinrregent Paul m Italien

Mailand, 1V. Mai.

Prinzregent Paul von Jugoslawien traf in Beglei­tung seiner Gemahlin, Prinzessin Olga, auf seiner Reise nach Rom an der jugoslawisch-italienischen Grenze in Adelsberg ein. Er wurde vom Herzog von Genua als Vertreter des Königs und Kaisers wrllrommen geheißen.

Wie italienische Zeitungen berichten, wird der in Be­gleitung seiner Gattin, Prinzessin Olga, heute zu einem zweitägigen Staatsbesuch in Rom eintreffende Prinzregent Paul von Jugoslawien noch am Tage fei­ner Ankunft eine erste Unterredung mit dem Duce im Palazzo Venezia haben. Die Zeitungen verweisen auf die große politische Bedeutung dieses italienisch-jugo­slawischen Zusammentreffens, was auch durch die Tat­sache unterstrichen wird, daß der jugoslawische Außen­minister den Prinzregenten nach Rom begleitet. Der politische Charakter des Besuches werde seinen ersten Niederschlag in den Blinksprüchen zwischen dem König- Kaiser und Prinzregent Paul anläßlich des Staats­banketts im Königsschloß auf dem Quirinal finden.

60 0lw Italiener kümpsteninSpanien

Heroische säten der faschistischen Legionen Bericht öenerai oambaras

(Orabtbsrielit unseres Vortrotors in I!ow)

Dr. v. T. Rom, 10. Mai.

Zum Tag des italienischen Heeres veröffentlicht der Kommandeur aller in Spanien begriffenen Legionärs­streitkräfte, General Eambara, einen Aufsatz imRe­gime fascista" über Stärke, Organisation und Einsatz der italienischen Freiwilligen-Förmationen, die bisher in der Öffentlichkeit noch nicht bekannt waren. General Eambara stellt fest. daß die Legionäre mit Abordnun­gen der Divisionenblaue, schwarze und grüne Pfeile" am 20. Mai an der Siegesparade in Madrid teilneh­men werden. Das Datum, wann die Legionäre Spanien verlassen, sei noch nicht bestimmt.. Die Effektivstärke der italienischen Freiwilligen in Spanien habe in keiner Phase des spanischen Krieges mehr als 40 000 Mann ausgemacht, wenn zeitweilig mit den Verwundeten oder zum Rücktransport wegen Krankheit bestimmter Legio­näre auch 60 000 Mann in Spanien anwesend gewesen sein mögen.

Das Korps der italienischen Freiwilligen habe an­fangs alle Mangel der Improvisation ausgewiesen. Die > Freiwilligen hätten sich in aller Stille, häufig bei Nacht,

I bei einem Verbot, italienische Uniformen zu tragen,

nach Spanien'begeben müssen während zu gleicher Zeit die aus Perpignan kommenden Züge der roten Milizen in Rotspanien offen gefeiert wurden. Die ersten italieni­schen Freiwilligen seien durch die faschistische Partei rekrutiert worden, ohne daß diese ersten Freiwilligen­einheiten Angehörige des italienischen Heeres'oder der faschistischen Miliz gewesen seien.

General Eambara beschreibt sodann die Organisation der Divisionen und der aus spanischen und italienischen Freiwilligen bestehenden sogenannten gemischten Divi­sionen. Zu den Verlusten des Freiwilligenkorps erklärt Eambara, daß 3000 Legionäre ihren faschistischen Glauben mit dem Tode oorm Feind besiegelt hätten, mehr als 11)00 schwer verstümmelt, mehr als 9000 ver­wundet worden und etwa 8000 Freiwillige wegen Krankheit während des Feldzuges oder klimatischer Schwierigkeiten nach Italien zurückkehren mußten.

Mehr als ein Drittel des gesamten Korps sei für die faschistische Sache gefallen, verwundet oder verletzt worden. Diesen Verlusten stünde die Bilanz des Ruhmes in Gestalt von 30 goldenen, 1000 silbernen und 3000 bronzenen Tapferkeitsmedaillen gegenüber, die entweder die Gräber der Gefallenen oder die Brust der lebenden Kämpfer um die faschistische Sache schmückten. '

»Sie unverantwortlichsten Verpflichtungen"

Llogd öeorge über die militärische Stärke der Sarantiemächte - Irrenkaus für Seneralstäbler?

Von Raymund Hörhager-Belgrad

Die politische Atmosphäre in Belgrad ist ruhiger als in den übrigen europäischen Hauptstädten, wo man in­folge der unverantwortlichen Hetze der Presse mit dem baldigen Ausbruch eines Krieges rechnet, ja sich teil­weise sogar schon resigniert damit abgefunden zu haben scheint. Schon nach einem kurzen Aufenthalt in diesem Lande kann man die erfreuliche Feststellung machen, daß sich die jugoslawische Öffentlichkeit von dieser Alarm­psychose nicht hat anstecken lassen. Gewiß wird in dieser Zeit, vor allem in der Hauptstadt mehr über, Politik gesprochen als früher. In den Kaffees und Restaurants kommt es mitunter zu lebhaften Diskussionen, wobei nicht selten die Meinungen recht heftig aufeittander- prallen. Aber niemand denkt daran, das Gespenst eines drohendes Krieges an die Wand zu malen. Die über­wiegende Mehrheit des Volkes ist optimistisch gestimmt und dieser Optimismus zeigt deutlich, daß bei diesem realpolitisch denkenden Soldatenvolk, das weit davon entfernt ist, die Nerven zu verlieren, nur die Tat­sachen zählen.

Die krampfhaften Bemühungen der Westmächte nach "der Wiedereingliederung Böhmens und Mährens in den deutschen Raum, Jugoslawien zur Aufgabe seiner Freundschaftspolitik mit den Achsenmächten zu zwingen und es statt dessen in eine gegen Deutschland und Ita­lien gerichtete Einkreisungsfront zu drängen, sind kläg­lich gescheitert. Belgrad hat der Londoner und Pariser Regierung eindeutig zu verstehen gegeben, daß es eine Aenderung seiner Außenpolitik nicht vornehmen werde. Damit wpr der an der Themse und Seine geborene Plan einer antideutschenBalkanentente" ins Wasser gefallen. Die englischen und französischen Blätter waren über diese Ablehnung so enttäuscht, daß sie nunmehr ihrem Aerger über die ruhige Aufnahme Luft mach­ten, die die Schaffung des Protektorates und die Be­setzung Albaniens in der jugoslawischen Öffentlichkeit fand. Der bekannte französische Journalist Bertrand de Jouvenel veröffentlichte beispielsweise in der Pariser MochenzeitungCandide" eine Reportage über seine Ein­drücke in Jugoslawien, in der er sich bitter darüber beklagt, daß die Nachricht über die Landung italieni­scher Truppen in Durazzo und der spätere Einmarsch in Tirana in der jugoslawischen Hauptstadt nicht die geringste Aufregung verursacht habe und von der Be­völkerung keineswegs als eine Bedrohung empfunden worden sei.

Diese aufschlußreiche französische Feststellung ent­spricht in der Tat, wie man hier immer wieder bestätigt bekommt, der Wahrheit: In Belgrad hat man die falsche Politik des albanischen Königs schon seit langem durch­schaut. Man kannte seine Verbindungen zu den West­mächten und -Man wußte, daß Zogu, die albanische Minderheit in Jugoslawien zum Vorwand nöhmend, einen italienisch-jugoslawischen Konflikt zu provozieren ver­suchte. Den maßgebenden Stellen in Belgrad war auch bekannt, daß dieser seltsame König, der sich auch in diesem Lande längere Zeit aufgehalten hat, in seinen Abenteucrplänen von den großen Demokratien unter­stützt wurde, die in Tirana seit Anfang des Jahres eine fieberhafte Aktivität entfalteten. Allein schon im Interesse der feit dem Adriaabkommen besiegelten italienisch-jugoslawischen Freundschaft hat das Vor­gehen Italiens in Jugoslawien Verständnis gefunden. Rom stand vor und während der Albanien-Aktion mit der Belgrader Regierung in dauernder Fühlung, die rme der Duce in einem Telegramm besonders hervor-

...

London, 1v. Mai

Im Unterhaus ergriff am Montag auch Lloyd George das Wort, der grundsätzlich dem Vorgehen der Regierung zustimmte, gleichzeitig aber eine seiner schärfsten Attacken ritt und vor allem betonte, daß die britische Wehrpflicht in ihrer jetzigen Form völlig unzu­reichend sei. Die Regierung habe sich jetzt verpflichtet, Polen, Rumänien und Griechenland im Ernstfälle zu helfen. Wie würde die Lage aber sein, wenn die Gegenseite morgen losschlage? Auf der einen Seite würden Frankreich nnd Polen stehen sowie England, das im Bestfall ein Expeditionskorps entsenden könne, das so stark sei wie 1914. Auf der anderen Seite aber ständen Millionen von Deutschen und das italienische Heer, die zusammen rein zahlenmäßig stärker und außer­dem besser diszipliniert und ausgebildet und obendrein noch erfahrener seien. Auch ihre Ausrüstung sei weitaus besser als im Weltkrieg. Deutschland und Italien hätten nicht nur eine Militärallianz abgeschlossen, sie! hätten auch ihre Pläne fertig ausgearbeitet. Deutschland und Italien zusammen könnten zweimal so starke Heere aufstellen wie Frankreich, Polen und England zusam­men. Frankreich müsse außerdem die Pyrenäengrenze bewacht halten und die italienische Grenze. Frankreich könne somit nur 15V 999 Mann in einem Angriff auf Deutschland zur Unterstützung Polens werfen.

Die drei Garantien an Polen, Rumänien und Grie­chenland seien die unverantwortlichsten Verpflich­tungen, die je ein Land auf sich genommen habe. England werde sie nicht halten können. Es sei purer Wahnsinn, wenn England jetzt 200 000 Mann zum Wehr­dienst einziehe und das auch noch in Raten von 50 000. Er fordere den Kriegsminister auf, dem Unterhaus zu sagen, ob der britische Generalftab der Regierung vor den Garantien den Rat erteilt habe. daß diese sicher angelegt seien und daß sie eingehalten werden

könnten bzw. daß auch nur die geringste Chance auf einen Sieg bestehe. Wenn der Generalftab das getan habe, dann müsse er sofort entlassen und in eine Irrenanstalt gebracht werden.

Außerdem übersehe man im heutigen Bild die Stel­lung Japans. Japan sei in feinem Kriegszug jetzt 2000 Meilen der indischen Grenze nähcrgerückt.' Im letzten Kriege habe England 1 Million Mann aus In­dien holen können, Frankteich eine halbe Million aus Jndo-Lhina. Das sei heute nicht mehr möglich und. hier liege die größte Gefahr, die es für das britische Empire je gegeben habe. Die britische Regierung wolle Sowjetrußländ nicht haben. Man brauche es aber, denn ohne Sowjetrußland stehe man vor einer sicheren Niederlage oder aber vor der Tatsache, daß- England wieder einmal seine Verpflichtungen nicht einhalte.

Die llntcrhausaussprache über dir Wehrpflicht, die erst gestern morgen bei Tagesanbruch zu Ende ging, wurde von Kriegsminister Horc-Bel'isha abge­schlossen. Er erklärte, man müsse von der Opposition verlangen, daß diese der Regierung auch die Männer bewilligten, nachdem sie das Schlagwort von dem Widerstand gegen die Diktaturen" erfunden habe. Er müsse sich gegen die herabsetzenden Bemerkungen Lloyd Georges wenden, der die Ziffer von 200 000 kritisiert habe. Der Plan der Regierung könne in keiner Weise verächtlich gemacht werden; er sehe viel mehr vor, als das Land im ersten Jahre zu bewältigen vermöge.

Für das von der Regierung vorgelegte Gesetz gebe es eine militärische Rechtfertigung und eine ntilitärische Notwendigkeit. Die Regierung zeige durch das Gbsetz ihre Entschlossenheit, das Land zu verteidigen und seine internationalen Verpflichtungen zu erfüllen.

Der britische Kriegsminister, Hore-Belisha, brachte am Dienstag im Unterhaus die neue Eesetzesvorlage in

zweiter Lesung ein, durch die die zuständiges Wehr- minister ermächtigt werden, ohne die bisherigen For­malitäten sämtliche Reserven der britischen Flotte, des Landheeres, einschließlich der Luftwaffe und der Flakeinheiten, unter die Fahne zu rufen.

Das Gesetz sei für eine Zeit ' von drei

Jahren vorgesehen, und es. sei um so dringlicher, als die meisten Heeche Europas, heutzutage praktisch ständig' mobilisiert" seien. Am die Reserven des bri­tischen Heeres mit dem Umgang der modernen Massen vertraut zu machen, beabsichtige die Regierung, in die­sem Jahre in regelmäßigen Abständen die Reservisten zu Uebungen auf ihren Kriegsposten heranzuziehen. Die Reservisten der Flaleinheiten würden ebenfalls laufend und jeweils einen Monat zu Uebungen herangezogen werden. Diese Ankündigung Hore-Velishas bedeutet, daß die Flaks von Reservisten ständig bemannt sein werden.

so Lote bei einer Mefenerplosion

in einer japanischen Zelluloidsabrik

Tokio, 1V. Mai.

Bon einer schweren Explosionskatastrophe wurde eine Zelluloidfabrik in Tokio heimgesucht. 89 Arbeiter kamen dabei ums Leben, während 299 weitere mehr oder we­niger schwere Verletzungen erlitten. Durch das Un­glück wurden außerdem neun große Fabrikgebäude sowie 4V Häuser völlig eingeäschert. Die gesamte Feuerwehr Tokios, verstärkt durch ein Pionierregiment, wurde zu Rettungsarbeiten eingesetzt. Wie die letzten Meldungen besagen, waren deren Bemühungen von Erfolg gekrönt. Es gelang, die weitere Ausdehnung der Feuersbrunst zu verhindern, so daß für die umliegenden Wohnhäuser keine Gefahr mehr besteht.

Unser Isgessxnsgsl

(lüossrs bsutiZs .lusZabs umlaüt 14 Ssitso)

Der Prinzregent von Jugoslawien ist in Italien eingetroffen.

Der Tag des Heeres gestaltete sich in Rom zu einem machtvollen Schauspiel der militärischen Kraft des faschistischen Imperiums.

69 999 Italiener kämpften in Spanien.

Rumänien lehnte jede Teilnahme an Blockbildun­gen ab.

Dr. Frick sprach auf der Reichstagung des Reichs­bundes der deutschen Beamten.

Der deutsche Luftpostverkehr hat eine beträchtliche Zunahme erfahren.

Am zweiten Tag des Arbeitspolitifchen Schulungs­lehrganges der DAF. Weser-Ems in Bremen sprach u. a. Reichsamtsleiter Dr. Hupfauer.

Der Leiter der Reichsgruppe Handel, Dr. Hayler, sehte in Bremen seine Augenhandelsbesprechungen

arbeitsunterrichtes gäben die Schulen an der Tc und Hoyaer Straße.

Die Bremer Tauwerk-Fabrik hat sich an Firm der Hartfaser-Industrie beteiligt.

Die Atlay Levante-Linie hatte tä38 wieder e gutes Betriebsjahr.

Durch einen verhängnisvollen Gxubenbrand kam bei Hamm mehrere Bergleute ums Leben.

89 Todesopfer forderte eine Riesenexplofio« in ein japanischen Zelluloidsabrik.