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parteiamtliche Tageszeitung
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der Nationalsozialisten Vremens
Amtliches verkündungsbkatt des Neichsstattkialters in Oldenburg und Lremsv
Nr. 124/9. Ztchrgang
Sonntag, ?. Mai 19Z9
kinzelpreis 15 Npf.
Im Seifte engster Verbundenheit
treffen der flußenminisier der flchsenmächte
Stürmische Kundgebung sür Nibbentcop in Mailand / wieder ein demokratisches tügenneh zerrissen
R o m. 7. Mai
Der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop und Frau von Ribbentrop trafen am Sonnabend pünktlich um 11 Uhr vormittags mit einem Sonderzug von München kommend in Begleitung des italienischen Botschafters in Berlin, Attolico, und des Stabes des Reichsaußenministers in Mailand ein. — Als der Zug in die mit Fahnen und Symbolen des Reiches und Italiens reich geschmückte gewaltige Halle einlief, erklangen die deutschen und italienischen Nationalhymnen.
Zum Empfang des Reichsautzenministers hatten sich auf dem Bahnsteig u. a. eingefunden der italienische Außenminister Graf Liano, sowie der deutsche Botschafter in Rom, von Mackensen, der Ortsgruppenleiter der NSDAP. Mailand, Hillebrand, mit den in geschlossener Formation angetretenen Vertretern der Partei und ihrer Mailänder Gliederungen, der Oberkommandierende des Wehrkreiskommandos General Grassi, mit den Vertretern sämtlicher Truppengattungen, die Vertreter der faschistischen Organisationen und der deutsch-italienischen Kulturgesellschaft.
Reichsminister von Ribbentrop wurde von Graf Liano herzlich willkommen geheißen und schritt die auf dem Bahnsteig angetretenen Ehrenformationen der Schwarzhemden-Miliz und der übrigen Parteigliederungen ab. Eine besondere Ueberraschung wurde Reichsminister von Ribbentrop zuteil, als er und seine Gattin beim Verlassen des Bahnhofs von den spalierbildenden Mädchen der faschistischen Jugendgruppen mit einem Blumenregen geradezu überschüttet wurden. Den riesigen Vahnhofsplatz, der in ein Meer von Fahnen und Standarten getaucht war, füllte eine riesige Menschenmenge, die dem Reichsaußenminister begeistert zujubelte. Mailand beging die Ankunft Ribben- trops als einen Volksfeiertag. Die Arbeiterschaft war aus diesem Anlaß von ihren Betrieben beurlaubt worden.
Entgegen den Orakeln verschiedener mißgünstiger Auslandszeitungen über den zu erwartenden Empfang des Reichsaußenministers zeigte sich, daß Mailand dem Gast einen geradezu triumphalen Willkomm bereitete.
Ciano begleitete von Ribbentrop zum Hotel „Continental". Da die Jubelrufe der Menge, die sich vor dem Hotel eingefunden hatte, kein Ende nahmen, mußte sich von Ribbentrop mehrere Male auf dem Balkon des Hauses zeigen, was immer wieder zu stürmischen Kundgebungen Anlaß gab. So empfing die Stadt, in der die faschistische Bewegung gegründet wurde, den Abgesandten des Führers!
Die begeisterten Hochrufe auf den Führer und den Duce und die nicht endenden Sieg-Heil-Rufe, die durch alle Straßen Mailands klingen, zeigen, daß die Achse als das unerschütterliche Fundament der deutschen und italienischen Politik nicht nur eine Angelegenheit der Vernunft oder Diplomatie ist, sondern eine Angelegenheit, die tief in die Herzen der Völker eingedrungen ist und die getragen wird von dem Bewußtsein, daß Italien und Deutschland mit ihren beiden großen Führern in Europa heute eine große Mission zu erfüllen haben.
Erste Vesprechung mit liano
Reichsaußenminister von Ribbentrop begab sich um 13 Uhr in das Mailänder Rathaus, wo Graf Ciano zu Ehren seines Gastes und dessen Gemahlin ein Frühstück gab, an dem außer dem Botschafter von Mackensen und dem italienischen Botschafter in Berlin, Attolico, die Mitglieder der beiden Delegationen und zahlreiche Persönlichkeiten des Mailänder öffentlichen Lebens teilnahmen.
Am Nachmittag trafen sich die beiden Außenminister im Palazzo Mohforte, dem Sitz der Präfektur der Provinz Mailand, zu ihrer ersten Aussprache, die
mehrere Stunden dauerte. Die Besprechungen werden heute fortgesetzt.
Als die beiden Minister die Präfektur verließen, brachte ihnen die Volksmenge, die trotz der mehrmals über der Stadt niedergehenden Gewitterregen unermüdlich vor dem Palast auf das Erscheinen der beiden Staatsmänner gewartet hatte, wiederum stürmische Kundgebungen dar. Wieder erschollen brausende Evivarufe auf Deutschland und den Führer, wiederum brachte die Mailänder Bevölkerung ihre Begeisterung und ihre Sympathie für den Abgesandten Adolf Hitlers mit größtem Enthusiasmus zum Ausdruck.
Von der Präfektur ging die Fahrt dann durch die fahnengeschmückten Straßen, an deren Häuserfronten überall Plakate mit den Aufschriften „Eviva la Germania". „Eviva Ribbentrop". „Eviva Duce", „Eviva Hitler" angebracht waren, zum Hotel Continental, wo sich ähnliche Kundgebungen für Außenminister von Ribbentrop wiederholten.
Am Abend des ersten Tages des Mailänder Aufenthalts von Reichsaußenminister von Ribbentrop fand im Hotel Continental ein feierlicher Empfang statt.
Me ftaupttliemen der Mailänder Zusammenkunft
Rom, 7. Mai
Die Zusammenkunft Graf Ciano — von Ribbentrop, die bereits unter dem Namen „Mailänder Zusammenkunft" in die Weltpresse eingegangen ist, beherrscht vollkommen die italienischen Blätter. Die Abendausgaben schildern in spaltenlangen Berichten den außerordeistlich herzlichen Empfang, der dem Reichsaußenminister von Ribbentrop in der Geburtsstadt der faschistischen Bewegung zuteil geworden ist. Die Jubelstiirme für die beiden Staatsmänner haben, wie der Direktor des „Eiornale d'Jtalia" aus Mailand berichtet, mit einem Schlage alle jene böswilligen Erfindungen des Aus- landes, insbesondere der Pariser Hetzprcsse, gegen die deutsch-italienische Solidarität weggefegt.
(Fortsetzung auf Seite 2)
feierliche Einführung Konrad kenleins
Neichsstattftalter des Nelchsgaues Sudetenland - Ansprache des Neichsinnenmmislees
Reichenberg, 7. Mai.
Der Reichsminister des Innern Dr. Frick nahm Sonnabend mittag in Reichenberg die feierliche Einführung Konrad Henleins in sein Amt als Reichsstatthalter des Reichsgaues Sudetenland vor.
Reichsminister Dr. Frick traf in Begleitung der Staatssekretäre Dr. Stuckart und Pfundtner und des Ministerialdirektors Dr. Schütze um 12 Uhr in der Gauhauptstadt ein. In den festlich geschmückten Straßen wurde er von der Bevölkerung herzlich begrüßt. Vor der Turnhalle schritt der Minister die Front der Ehrenformationen von SA., ü, NSKK., NSFK., HJ. und einer Ehrenhundertschaft der Schutzpolizei ab. In der festlich geschmückten Turnhalle wurde er von Konrad Henlein begrüßt. ^
Nach dem Vorspiel zu den „Meistersingern", gespielt von der sudetendeutschen Philharmonie, begrüßte Regierungspräsident Dr. Vogeler Reichsminister Dr. Frick auf das herzlichste.
Unter stürmischem Jubel ergriff dann der Reichsminister Dr. Frick das Wort.
Durch die Gesetze über den Aufbau der Verwaltung in der Ostmark und im Reichsgau Sudetenland vom 14. April 1939, so führte Dr. Frick aus, hat der Führer den Grundstein für die endgültige staatsrechtliche Neuordnung der im Frühjahr und im Herbst 1938 heimge- kehrten Gebiete gelegt. In diesen Gesetzen ist der neue Begriff der Reichsgaue geprägt und den an ihrer Spitze stehenden Reichsstatthaltern eine neuartige, in hohem Maße verantwortliche Stellung verliehen worden. Die Tatsache, daß Sie, lieber Parteigenosse Henlein, vom Führer als erster Reichsstatthalter an die Spitze eines der acht neuen Reichsgaue am 1. Mai d. I. berufen worden sind, nehme ich zum willkommenen Anlaß, um Sie heute persönlich in Ihr Amt einzuführen.
Nachdem die Ostmark über ein Jahr, das Sudetenland mehr als ein halbes Jahr dem Großdeutschen Reich wieder angehörten, war die Zeit für die abschließende Formgebung ihrer Verwaltungsorganisationen herangereift Aus der nationalsozialistischen Auffassung der Reichseinheit und des Führerprinzips ergab sich die grundlegende Forderung, daß es einer klaren Befehlsgewalt bedarf.
An der Spitze des Reichsgaues steht der „Reichsstatthalter". Er führt die staatliche Verwaltung in der Stufe des Reichsgaues als Repräsentant des Führers und im Auftrage der Reichsregierung, untersteht daher der Dienstaufsicht des Reichsministers des Innern und unterliegt in seiner Verwaltungsführung den fachlichen Weisungen der Reichsminister. Die besondere Aufgabe der denkbar innigsten Verschmelzung der neuen Reichsgaue mit dem Gefüge des Reiches haben die Neichsregierung bestimmt, den Reichsstatthaltern der Reichsgaue umfassendere Vollmachten als im Altreich zu geben. Bei den besonderen Angleichungsaufgaben erschien das den Reichsstatthaltern des Altreiches zustehende Unterrichts- und Hinweisrecht und das nur für
den Fall der „Gefahr im Verzug" vorgesehene Weisungsrecht nicht ausreichend. -
Da der Reichsstatthalter nicht die ausführende Verwaltung selbst ausüben, sondern im Einklang mit den Zielen der Staatsführuwg und mit den Gesetzen die große Linie bestimmen und für ihre Einhaltung sorgen soll, wird er bei den nicht angegliederten Verwaltungen auch zur Vermeidung einer doppelten Befehlsgewalt nur in wichtigsten Fällen und nicht in die laufende Verwaltungsführung eingreifen. Daß er die Verwaltung des Rsichsgaues in ihrer Ganzheit in erster Linie allgemein steuert, statt sie selbst durchzuführen, ist ein Gebot.
Die notwendige persönliche Entlastung von der Fülle laufender Geschäfte erhält der Rsichsstatthalter durch seinen allgemeinen Vertreter, in der staatlichen Verwaltung eines Reichsbeamten mit der Amtsbezeichnung Regierungspräsident, in der Gauselbstverwaltung den Gauhauptmann.
Es ist bekannt, daß die bei der Durchführung der Gesetze gesammelten Erfahrungen abgewartet werden sollen, bevor diese Organisationsform etwa auch im Altreich weiterentwickelt wird. Gerade von der richtigen praktischen Handhabung dieser Gesetze wird es daher in hohem Maße abhängen, welche weiteren Schritte sich in absehbarer Zukunft anschließen.
Aus der Zeit des Kampfes um die Lobensrechte des deutschen Volkstums im damals noch fremden Staat und um die Heimkehr ins Reich, wie auch aus der jetzt abgeschlossenen Zeit. in der Sie, Parteigenosse Henlein, als Reichskommissar sür die sudetendeutschen Gebiete auf Befehl des Führers an der Spitze der Verwaltung standen, habe ich mit dem Führer das Vertrauen, daß Sie als Reichsstatthalter auch in Zukunft die großen
Aufgaben des Reichsgaues Sudetenland mit sicherer Hand meistern werden.
Nach diesem kurzen Hinweis führe ich Sie nunmehr in Ihr Amt als Reichsstatthalter des Reichsgaues Sudetenland mit dem heutigen Tage ein, der, wie ich weiß, gleichzeitig Ihr persönlicher Festtag ist. Indem ich Sie zu dem heute beginnenden neuen Lebensjahr von Herzen beglückwünsche, gebe ich der Hoffnung Ausdruck, daß Ihr Lebensabschnitt im Amt als Reichsstatthalter unter einem glücklichen Stern stehen möge.
Die feierliche Einführung Konrad Henleins in sein Amt als Reichsstatthalter wurde mit stürmischen Beifallskundgebungen aufgenommen. Hierauf überreichte Reichsminister Dr. Frick dem Regierungspräsidenten Vogeler die Ernennungsurkunde zum Regierungspräsidenten. Anschließend erfolgte die Einweisung des Gauhauptmanns Dr. Kreißl durch Reichsmi'nister Dr. Frick.
Minutenlang toste der Beifall durch den Saal, als Reichsminister Dr. Frick dem Reichsstatthalter Konrad Henlein die Medaille zur Erinnerung an den 1. Oktober 1938 überreichte.
In Henlein, so hob Dr. Frick hervor, wolle er damit symbolisch alle jene Männer ehren, die sich als Mitkämpfer Henleins für Volkstum, Heimat und Reich bis zur Entscheidung eingesetzt und weiterhin um den Aufbau im Rahmen des Reiches Verdienste erworben hätten.
Nach einem Musikvortrag dankte Reichsstatthalter Henlein dem Reichsminister Dr. Frick für die ehrendes und verpflichtenden Worte. Er, Henlein, und mit ihm das gesamte SudetendeutschtuiN sei glücklich, daß ihre Heimat der erste Reichsgau des Eroßdeutschen Reiches geworden sei. Er sehe darin eine besondere Ehrung, die dem gesamten Sudetendeutschtum gebühre.
England lehnt Sowjeworschlag ab
Völliger feftlschlag der Verhandlungen — London nicht ;u vegenleistungen bereit
(Oralitbsriebt unseres bonäoner Vertreters)
k.k. London. 7. Mai
Di? englische Antwort an Sowjetrußland ist nunmehr nach Moskau geschickt worden. Sie enthält zwar nicht in der Form, aber in der Sache eine Ablehnung des sowjetrussischen Vorschlages einer Dreimächte-Allianz zwecks Earantierung aller kleinen europäischen Staaten. England erneuert seinen Vorschlag, daß die Sowjets der britischen Garantie für Polen und Rumänien beitreten sollten, und erklärt sich auch bereit, über eine Regelung bezüglich der baltischen Randstaaten zu verhandeln. Die Note betont, daß England jederzeit auch andere Vorschläge prüfen wolle, und daß es bereit sei, dem Gedanken eines Dreierbundes später näherzutreten.
Das engkisch-sowjetrussische Verhältnis beginnt sich immer mehr als ein großer Zankapfel in der englischen
Oefsentlicheit auszuwirken. Ein großer Teil lehnt zweifellos nach wie vor jedes Paktieren mit Moskau ab, wahrend vor allem die Linke, aber auch gewisse konservative Kreise, bereit wären, alles zu opfern, um nur zu einem Pakt mit Moskau zu kommen. Wie gewöhnlich laviert die Regierung unter solchen Umständen auf ein Kompromiß in der Mitte zwischen beiden Auffassungen zu. Eine große Rolle bei der ablehnenden Haltung Englands gegenüber den weitgehenden Vorschlagen Lit- winows hat offenbar die Erkenntnis gespielt,^ baß sich England durch einen Pakt mit Moskau seine vielen Freundschaften in der Welt verscherzen könne. Dem sucht die englische Linkspresse mit dem unglaublichen Argument entgegenzuarbeiten, daß eine deutsch-russische Verständigung drohe, wenn England nicht mit Moskau zu einer Einigung gelangen könne.
I. L. v. Bremen, 7. Mai. Lehre pilsudskis mißachtet!
Es ist stets eines der sichersten Kennzeichen sia-atsmännischor Begabung, die Lehren der Ge- schichte in elastischer Anwendung auf die politischen Gegebenheiten einer problemveichen Gegenwart so wirksam werden zu lassen, daß folgenschwere Fehler der Vergangenheit nicht wiederkehren. Der große Marschall Pitsudskl, der mit sicherem Blick erkannt hatte, daß das Verhältnis Polens zu Deutschland ewig belastet bliebe mit der begreiflichen Bitterkeit des deutschen Volkes über die Entscheidung von Versailles (die aus einem Gemisch aus Haß und Angst unter dem Deckmantel wirtschaftspolitlscher Gründe ein großes deutsches Gebiet, den sogenannten Korridor, den Polen auslieferte), dieser große Mann hat in voller Erkenntnis, daß diese Entscheidung bei einem wieder- erstarkten Deutschland Polen verhängnisvoll werden müsse, im Jahre 1934 in die ihm von Adolf Hitler dargebotene Freundschaftshand eingeschlagen. Er hat sich zu dem deutsch-polnischen Abkommen bekannt, das an Stelle einer drohenden deutsch-polnischen Erbfeindschaft einen Zustand setzen sollte, bei dem alle zwischen Polen und Deutschland auftauchenden Gegensätze friedlich und ohne Einmischung Dritter geregelt werden konnten. Man muß das festhalten, um zur richtigen Bewertung der jüngsten Politik Polens zu kommen, die, von Oberst Beck geführt, mit vollen Segeln in die Kiellinie eng-llsch-sranzösischer Einkreisungsversuche einschwenkte, als die Zeit gekommen schien, auf Grund des deutsch-polnischen Abkommens eine Frage zu lösen, die nach dem Urteil jedes, aber auch jedes gerecht denkenden Menschen dringend der Lösung bedurfte. Immer wieder muh man sich vergegenwärtigen, was Deutschland verlangte. Das deutsche Danzig sollte wieder deutsch werden und durch das bis 1918 einwandfrei deutsche Gebiet, das in Versailles zum polnischen Korridor gestempelt wurde, sollte eine exterritoriale Autostraße Ostpreußen mit dem übrigen Reichsgebiet verbinden. Man braucht sich nicht zu fragen, warum alle Verständigen in der Welt sich wundern, daß um solcher bescheidenen und wahrlich berechtigten Forderungen Deutschlands willen Polen einen Lärm anschlug, als ob es bei ihm um Sein oder Nichtsein ginge, und daß Polen sich dabei dazu hinreißen läßt, andauernd mit dem Säbel der ihm verbündeten Nationen zu rasseln. Die Antwort ergibt sich von selbst.
Ehre oder Eitelkeit!
„Für Danzig sterben?", das ist die heut« in aller Welt alle diejenigen bewegende Frage, denen auf Grund des polnischen Amoklaufes um Danzigs willen bei Ausbruch eines Krieges die fragwürdige Ausgabe zufiele, sich um des polnischen Eigensinnes, man kann wohl auch dazusetzen, um der polnischen Eitelkeit wegen totschießen zu lassen; denn daß es sich bei dem verstockten Verhalten Polens, wie es sich in der einfach unbegreiflichen und unverantwortlichen Unzugänglichkeit Becks sür alle deutschen Vorstellungsoersuche dar- tut, nicht zuletzt um eine unangebrachte nationale Eitelkeit handelt, kann kaum verkannt werden. Man verwechselt in Warschau nationale Eitel-
NIMttIMNMIttttMttttlllllllttMttIMINIMIIttMIIIMIIIIIMIIMttMMIIIMNIIIMI»
Unser?ss«ssmssel
(Unsers ksntiZs uinkskt 24 8sitsn)
Die Verhandlungen Londons mit Sowjetrußland erwiesen sich als Fehlschlag.
Eine gebührende Antwort erhält die Beckredc durch die Danziger Presse.
Reichsaußenminister von Ribbentrop wurde in Mai, land ein begeisterter Empfang zuteil.
Im Protektoratsgebiet zeigt sich der Wirtfchaftsauf. schwang bereits in deutlichster Form.
In feierlicher Weise wurde Konrad Henlein durch Reichsminister Dr. Frick als Reichsstatthalter des Reichsgaues Sudetenland eingeführt.
Nach einer Verfügung Dr. Leys werden die Werk- scharführer Politische Leiter.
. Reichsorganisationsleiter Dr. Sey trifft am Montag um 15.45 Uhr auf dem Bremer Flughafen ein.
Für die Erfassung des Schrottes sind neue Maßnahmen angekündigt.
Ab Donnerstag läuft in Bremen der deutsche Ko. lonialfilm.
Die Argo-Reederei richtet einen direkten Linien- dienst von Finnland nach Amsterdam ein.
Die „Neptun"-Flotte hat den Vorkriegsstand beträchtlich überschritten.
Für den deutsch-rumänischen Wirtschaftsverkehr wurde eine besondere Gesellschaft gegründet.
Im Hamburger Stadtparkrennen wurden die ersten Entscheidungen gefällt.
Nach dem ersten Tag im Kamps um den Dapis- Pokal gegen die Schweiz führt Deutschland mit 2:0.
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