Ausgabe 
(3.5.1939) Nr. 120
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Erschein! 7ma,l wächtzNNtch

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vremeMliW

parteiamtliche Lageszeitung

Hos flmtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt Bremen

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-er Nationalsozialisten Nremens

flmtliches verkündungsblatt des Beichsstattkialters in Oldenburg und Bremen

Nr. 120/9. Jahrgang

Mittwoch, Z. Mai 19Z9

kinzelpreis 1S Npf.

polnische Politik des Vaknsinns

Im velirium blinden finge«

Z--U Zat« tue.

äoriolivsrlc oiiiisglsiLlisn

llnoerschiimtepnlprüche" auf deutsches öebiet / Provokationen und Kriegsgeschrei

(D i a b t b s r i e b t u u s v r v r ö e i 1 i u o r

8ol»riktl«itunK) rll. Berlin, 3. Mai

Der polnische Außenminister wird wahrscheinlich am Freitag im Sejm das Wort ergreifen, um zur internationalen Lage im allgemeinen und zum deutsch-polnischen Ver­hältnis im besonderen Stellung zu nehmen. Obwohl man in Warschau versichert, daß Oberst Beck dem Führer inschärfster Form" antworten werde, scheint man es in London und Paris für zweckmäßig zu halten, dnrch eine in ihrer Skrupellofigkeit nicht mehr zu überbietende Hetze die polnische Oefsentlichkeit in einer Weise zu ver­wirren, die jedes objektive und realpolitische Urteil unmöglich machen soll.

Die von den westlichen Demokratien hierbei verfolgte Taktik läßt deutlich zwei Ziele erkennen: 1. Auf-

putschung Polens gegen Deutschland, um den von den Kriegshetzern ersehnten Konflikt herbeizuführen, 2. Ueberwindung des bisherigen polnischen Widerstandes gegen eine Allianz mit Sowjetrußland. Die Saat des Hasses, die auch den letzten Rest des Verantwortungs­bewußtseins und der Vernunft in Polen ersticken soll, ist in der Tat in den letzten Tagen in bedenklicher Weise ins Kraut, geschossen. Die polnische Presse be­kundet jedenfalls seit dem Wochenende einen Geistes­zustand, den ein Psychiater nur noch als Delirium, erzeugt durch die Giftspritzen der Einkreisungspolitiker und Kriegstreibcr, zu diagnostizieren vermag.

Die auflagestärkstc polnische Zeitung, der Krakauer Illustrierte Kurier" vertritt allen Ernstes die wahn­sinnige Meinung, Vag Deutschland nach der Angliedcrung Oesterreichs Schlesien und Ostprcuhen hätte an Polen abtreten müssen, da diese Gebieterein polnisch" seien und das deutsche Element in ihnennur künstlich er­halten" werde. Der Vizemarschall des Sejm, Sur- cinjli, proklamiert in Kattowitz jene polnijchcn Forde­rungen, die in Versailles nicht erfüllt worden seien. Genau dieselbe Redewendung gebrauchte der Vorsitzende des nationaldcmokratischen Parteitages, Konarskie, der diennzweisclhast polnischen Gebiete" innerhalb des Grogdcntschcn Reichesbefreien" möchte FürWicczor Warszawski" gibt es nur noch die Frage, ob man den Krieg sofort beginnen oder noch für eine gewisse Zeit vertage» solle.Gazctta Polska" verlangt eine Er­weiterung der polnischenRechte" in Danzig, dasGo- niecs Warszawski" und andere Blätter einem politischen Protektorat unterstellen wollen.

Polska Zbrojna", das Organ des Warschauer Kriegsministeriums. phantasiert über angebliche deutsche Angrisfsabsichtcn auf Polen und behauptet, daß in

Strikte Neutralität der lürkei

Paris, 3. Mai

DerJntranfigeant" veröffentlicht ein Interview mit dem türkischen Außenminister Saracoglu, dem u. a. die Frage gestellt worden war, welche Haltung die Türkei im Falle eines europäischen Krieges ein­nehmen würde. Der türkische Außenminister antwortete aus schriftlichein Wege:Ich will Ihnen eindeutig erklären, daß die Türkei in einem solchen Falle ihre strikte Neutralität zu bewahren gedenkt. Es versteht sich allerdings von selbst, daß mein Land, wenn die kriegführenden Länder einen effektiven Druck auf die Türkei auszuüben versuchen sollten, entschlossen wäre, seiner Unabhängigkeit notfalls mit den Waffen in der Hand Achtung zu verschaffen."

Danzig daseingesessene polnische Element" unaufhör­lich von cingewanderten Deutschen provoziert werde. Die Liste dieser Lügen- und Hctzmanöver könnte endlos fortgesetzt werden.

Es ist nicht unsere Absicht, uns etwa mit diesen verrückt gewordenen oder von demokratischen Brunnenvergiftern gekauften Schreiberlingen der polnischen Gazetten in einen historischen Disput einzulassen. Wir haben es ebensowenig notwendig, ihnen gegenüber das Deutschtum Ostpreußens, Danzi-gs und Schlesiens zu vertreten. Wenn wir ihre haßverzerrten Ausbrüche verzeichnen, so ge­schieht es, um das gefährliche Spiel aufzuzeigen, das hier getrieben wird. In., thut scheint sich die wahre Gesinnung des überwiegenden Teils des polnischen Volkes zu bestätigen, die nur der Aus­lösung der niedrigsten Instinkte durch gewissenlose Hetzer bedarf, um sich in den übelsten Exzessen auszutoben. Das hysterische Geschrei der polnischen Presse, ihre wahnwitzigen Forderungen und ihre lächerlichen Drohungen lassen uns völlig kalt. Uns genügt, zu wissen, ob man auf dem inzwischen ein­geschlagenen Weg fortzufahren gedenkt und wohin dieser Weg Zwangsläufig führen mutz. Die Ver­antwortung und die Konsequenzen das sei hier jedenfalls mit aller Klarheit festgestellt! gehen ausschließlich zu Lasten Polens!!

Verlegenheit in London

(Ornütbsriebt unssrss Uonllonsr Vertrstors)

k. b. London, 3. Mai.

Die unverschämten polnischen Forderungen in bezug aus Danzig haben in der englischen Oefsentlichkeit pein­liches Aufsehen erregt. Das beweist schon rein äußerlich die Tatsache, daß die englischen Blätter die sogenannten polnischen Gegenvorschläge" nur an unauffälliger Stelle veröffentlichen. Bezeichnend ist ferner, daß die englischen Leitartikler sich noch nicht entschließen tonnten, zu diesen polnischen Exzessen in irgendeiner Form Stellung zu nehmen.

Das Foreign Office hat einen aufsehenerregenden und höchst bezeichnenden Schritt gegen den britischen Rund­funk unternommen. Im Nachrichtendienst des Rundfunks hatte ein englischer Journalist über die Haltung des französischen Volkes zur Polenfrage gesprochen und da­bei zum Ausdruck gebrächt, daß er kein Geheimnis preis­gebe, wenn er sage, daß Frankreich nicht gewillt sei, in den Krieg zu ziehen, um Danzig davor zu bewahren, wieder eine deutsche Stadt zu werden. Das englische Außcnamt hat wegen dieser Aeußerung beim englischen Rundfunk Vorstellungen erhoben!

öogkotk deutscher Zeitungen

Staatsgesährliche" weihe Blusen

lZ. Warschau, 3. Mai.

In Auswirkung der deutschfeindlichen Stimmung und des sich immer mehr steigernden Hasses gegen Deutsch­land ist es in Polen zu einem Boykott der deutschen Zxitungen und Zeitschriften aus dem Reich und Danzig gekommen.

In der Stadt Gnesen (Bahnlinie PosenThor») fand eine Gerichtsverhandlung gegen 12 Volksdeutsche Mädel statt, denen vorgeworfen wurde, sie hätten sich illegal bekätigt". Wegen des Besitzes von einem ich wür­zen Rock und einer weißen Bluse beides iahe» die polnischen Organe alsUniformen" an wurden die Mädel zu Gefängnisstrafen von zwei bis zehn Monaten verurteilt.

(Siehe auch Seite 2)

Velriiger, Spione und Mörder"

Ungekeuerliche Beschimpfungen deutscher Viplomaten durch das -Journal des Vebats'

(Oralitbsricllt unseres pariser Vertreters)

' kv/. Paris, 3. Mai.

Mit welchen Mitteln das französische Volk gegen Deutschland und alles Deutsche ausgchetzt werden soll, wie insbesondere die friedlichen Erfolge der deutschen Staatskunst und Diplomatie verdreht und verdächtigt werden, zeigt beispielhaft ein Artikel des Pariser Journal des Debats" vom Dienstagabend. In diesem Machwerk heißt es von den heutigen ossiziellen Ver­tretern des Deutschen Reiches im Ausland:Ein neuer Diplomatcntqp ist entstanden, eine Mischung von Be­trüger, Polizist, Erpresser, Spion und im Vedarfssalle Mörder unter der Maske des Klubmitgliedes und Gentlemans.

Die erste Tugend eines guten deutschen Diplomaten besteht darin, zu allem fähig zu sein, die zweite be­steht darin, es wenn möglich nicht merken zu lassen, wenn man kann. Im Personal der deutschen Diplo­matie sind, soweit es noch verirrte und naive anständige

Leute gibt, diese nur als Fassade da, ihre Ehrenhaftig­keit deckt die Brutalitäten von Untergebenen, die aus den Nazi-Mannschaften gekommen sind und die keiner­lei Skrupel hindern. Die Diplomatie wird auf diese Art eine kultivierte Spielart des Brigantentums. Die berechnete Lüge, die ehemals selbst einen deutschen Bot­schafter diskreditiert hätte, ist die Haupttugend der Ab­gesandten des Reiches geworden.

Die Diplomaten der nationalsozialistischen Mode sind Kämpfer, sie bereiten den Krieg vor oder, um es besser zu sagen, sie führen ihn bereits, mit dem Anschein, dem Frieden zu dienen. Ihr ganzer Eifer wird angewandt gegen diejenigen Nationen, bei denen sie akkreditiert sind. Ihre Rolle besteht nicht darin, Konflikte zu be­seitigen, sondern Konflikte dort entstehen zu lasse». Es handelt sich um Spione, Provokationsagenten, Schü- rer der Unordnung, die innerhalb des feindlichen Platzes untergebracht sind und dazu erzogen wurden, ihn nach besten Kräften zu unterminieren". Ein Kommentar zu diesem Erzeugnis französischer Journalistik, das sich selbst richtet, erübrigt sich.

vollkommene Übereinstimmung

Vor ungarische Staatsbesuch in Berlin beendet

Berlin. 3. Mai.

Der ungarische Staatsbesuch hat gestern seinen Abschluß gefunden. In den Besprechungen des Königlich-Ungarischen Ministerpräsidenten Gras Teleki und des Königlich-Ungarischen Ministers des Aeußern (gras Csaky mit dem Führer und dem Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop, Eeneralfeldmarschall Göring und dem Stellvertre­ter des Führers Reichsminister Rudolf Hetz sind alle gegenwärtig Deutschland und Ungarn betref­fenden aktuellen Probleme in freimütiger Weise besprochen worden. Darüber hinaus ergab die Prü­fung der europäischen Lage vollkommene Ueber­einstimmung der beiderseitigen Auffassungen. Auch die im Rahmen des Staatsbesuches gelegenen Ver­anstaltungen haben zu einer weiteren Vertiefung der deutsch-ungarischen Freundschaft einen wertvol­len Beitrag geliefert. Nach mehrstündigem Aufent­halt haben die ungarischen Staatsmänner am Denstagrorrnittag die Reich-Hauptstadt verlassen, um sich nach Budapest zurückzubegeben.

Ministerpräsident Graf Teleki wurde vom Reichs­minister des Auswärtigen, Gräfin Teleki von Frau von Ribbentrop. Außenminister Graf Eiaky von Staats­

sekretär von Weizsäcker und die ungarischen Herren der Begleitung vom Deutschen Ehrendienst zum Anhalt« Bahnhof geleitet, wo die ungarischen Gäste mit dem Reichsaußenminister und dem ungarischen Gesandten in Berlin. Sztojay, die Front der vor dem Bahnhof an­getretenen Ehrenkompagnie abschritten.

Auf dem Bahnsteig überbrachte der Chef der Prüft-' dialkanzlei des Führers, Staatssekretär Dr, Meißner, die Abichiedsgrüße des Führers. Ferner waren zur Ver­abschiedung auf dem Bahnhof Reichsminister, Reichs­leiter, Reichsführer 9 Himmler und weitere führende Persönlichkeiten von Partei, Staat und Wehrmacht

sowie der-deutsche Gesandte in Budapest, von Erdmanns- dorff, erschienen. Auch der italienische Botschafter in Berlin, Attolico, waranwcsend. Der Reichsminister des Auswärtigen verabschiedete sich in herzlicher Weise uon den ungarischen Staatsmännern,

Die ungarichen Gäste wurden bis an die Grenz« bei Brück a. d. Leitha-Bruckncudorfs von dem Ghef des Protokolls, Gesandten von Doernbcrg, dem Stabsleiter des Verbmdungsftabes des Stellvertreters des Führers tt-Obersichrer Stenger und Oberst von Geldern-Lriipen- dorf sowie den dem Ehrendienst angegliederten Herren begleitet

vlückwünsche an den sichrer

Berlin, 3. Mai.

Auch in diesem Jahr hat der Führer aus Anlaß des Nationalen Feiertages des deutschen Volkes von zahl­reichen ausländischen Staatsoberhäuptern und Regie­rungschefs Glückwünsche für das deutsche Volk über­mittelt erhalten. Solche Telegramme gingen ein von den Königen von Aegypten, Afghanistan. Belgien und Bulgarien, den Präsidenten von Kuba und der Domini­kanischen Republik, dem König von Griechenland, den Präsidenten von Guatemala und von Finnland, dem

Schah von Iran, dem Kaiser von Japan, dem Prinz- regenten von Jugoslawien, dem Präsidenten von Mexfto, dem König von Rumänien, dem Präsidenten von Sau Salvgdor, dem slowakischen Ministerpräsiden- ten, dem Staatschef Spaniens, dem Präsidenten der türkischen Republik und dem Reichsverweser des König­reiches Ungarn. Der Führer hat hierfür im Namen des deutschen Volkes telegrafisch gedankt.

Andere Länder übermittelten Glückwünsche durch ihre hiesigen diplomatischen Vertreter, so Argentinien, Brasilien, Großbritannien, der Heilige Stuhl, Nicaraqua und Portugal.

Zwei Tage nach dem Nationalen Feiertag des deut­schen Volkes stegt der Eründungstag der Nationalsozia­listischen Volkswohlfahrt. Das ist mehr als äußeres Sinnbild. Das hat die Geschichte dieser sechs Jahre be­wiesen: alle politischen Erfolge, alle Krast und Stärke, alle Anstrengungen und Leistungen waren an die Vor­aussetzungen eines gesunden, körperlich und seelisch ge­ordneten und kraftvollen Volkes gebunden. Der Führer selbst hat in dieser Hinsicht die Grundlagen geschaffen und die Wege gewiesen, die eine freie und stolze Zu­kunft gewährleisten. Unter all seinen Erfolgen, die er seit dem Jahre 1933 für Volk und Reich vollbracht hat, nimmt seine Sorge und sein Wirken für Mutter und Kind einen, wenn auch äußerlich vielleicht nicht so auf­fallenden, so doch bestimmten Raum ein. Mögen die po­litischen Großtaten auch stärker im Scheinwerferlicht der Geschichte stehen, sie wären nicht möglich gewesen und würden ohne Bestand bleiben, wenn nicht hinter ihrer Realisierung die starke Gemeinschaft des Volkes stünde, die der Führer selbst ins Leben rief und zu deren immer engeren und festeren Formung gerade die Nationalsozia­listische Volkswohlfahrt in hohem Maße mit berufen ist.

Als der Führer mit seinem Schreiben vom 3. Mai 1933 die offizielle Gründungsurkunde der Nationalsozia­listischen Volkswohlfahrt ausstellte, beauftragte er damit zugleich die junge Organisation der NSV., diese seine Gedanken und Bestrebungen einer völkischen Wohl­fahrtspflege und Gesundheitsführung in die Tat umzu­setzen und damit dem lebendigen Sein der Nation zu dienen. Das historische Gründungsschrciben hat folgen­den Wortlaut:Die NS.-Volkswohlsahrt e. V. wird hiermit als Organisation der Partei für das Reich an­erkannt. Sie ist zuständig für alle Fragen der Volks­wohlfahrt und der Fürsorge und hat ihren Sitz in Berlin. 3. Mai 1933. Adolf Hitler."

Sechs Jahre Arbeit hat die NSV. nun hinter sich. Unter der Leitung ihres Hauptamtsleiters Erich Hil- genfcldt und durch den bedingungslosen Einsatz ihrer unzähligen ehrenamtlichen Helfer und Helferinnen hat die NSV. den Auftrag des Führers treu erfüllt. Allen Forderungen, die die Zeit an sie stellte, hat sie ent­sprochen, und mehr als einmal war sie dem Führer bei der Durchführung weltgeschichtlicher Ereignisse treue und zuverlässige Helferin. Die historischen Tage der Rückgliederung der Ostmark ins Reich, die Heimkehr des Sudetenlandes, die Besetzung und Wiedergewinnung der uralten deutschen Kultur- und Lebensraume Böhmen und Mähren mit der Errichtung des Reichsprotektorats und schließlich die Heimkehr des deutschen Memellandes jedes Ereignis hat die NSV. auf eine harte Probe gestellt, ist aber auch zugleich Beweis dafür, daß die NSV. diese Proben des raschesten und entscheidenden Einsatzes jedesmal erfolgreich bestanden hat.

Hinter den Kanonen des Heeres rückten stets als erste die Gulaschkanonen der NSV. in die befreiten Gebiete ein, hinter den marschierenden Kolonnen der Wehrmacht zogen die Reihen der Braunen Schwestern in die heim- gekehrten deutschen Lande. So setzte unmittelbar mit der militärischen Befreiung auch zugleich immer die Bs­treuung der Familien und der Zivilbevölkerung ein. Die politischen Erfolge seit 1933 sind zugleich ruhmvolle Bei­spiele für die Schlagkraft und für die Bedeutung der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt.

Neben diesen besonderen Aufgaben aber hat die NSV im Lause der sechs Jahre auch im Altreich ein Aufbau- werk vollführt, das in der Geschichte der Wohlfahrts­pflege nicht nur Deutschlands, sondern der ganzen Welt einzig dasteht. Zahlen sagen im allgemeinen nicht viel weil sich nur selten mit ihnen eine gewisse Anschauung von Größe und Umfang verbindet. Dennoch ist es wohl am Platze, die Leistungen der NSV. an ihrem sechsten Geburtstag init wenigen Schlaglichtern auch zahlen­mäßig zu überblicken, um irgendwie doch einen Eindruck von dem Ausmaß der vollzogenen Arbeit zu erhalten. Nach dem jüngsten Abschlußbericht vom 31. Dezember 1938 wurden im Rahmen des HilsswerkesMutter und' Kind" seit der Machtübernahme 901 459 werdende Mutter und Wöchnerinnen betreut. In 77 157 Fällen Wohnungs- und Siedlungshilfen gewährt. 330 784 Mütter wurden zur Erholung in stie Heime der NSV. verschickt und mit ihnen 22 902 Säuglinge und Kleinkinder. 2 443 032 Kinder fanden durch'die'NSV. einen kostenlosen Erholungs- und Ferienaufenthalt.

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Unser Tssesspiesei

(pnsoi'o iisutiZs .-lrusZabs umkslK 14 Seiten)

Der polnische Außenminister Deck wird Freitag aus die Rede des Führers antworten.

Die polnische Presse gefällt sich in unverschämteste» Gegenforderungen" an Deutschland.

Der ungarische Staatsbesuch in Berlin hat vollkom­mene Uebereinstimmung der Ansichten gezeitigt.

Die NSB. kann heute aus ein sechsjähriges Wirken zurückblicken.

Gauleiter Carl Rover nahm gestern in Bremen die Emsiihrung von 350 NS.-Schwestern der Städtischen Krankenanstalt vor.

Das Augsburger Fuggcrhaus wurde in die Obhut der Reichsgruppe Handel genommen.

Die erste Vuna-Fabr-k hat ihren Boll-Vetrieb auf­genommen.

Die Atlas Levante-Linie verdoppelt ihr Kapital.

Die Reichsbiulk hat erneut expartsördernde Maß­nahme« eingeleitet.

Bei einem erneute» Erdbeben in Japan versank ein ganzes Dorf im Meer.