-»s teint 7mal wSchenk!ich MMsbezug «2,80 elnschl. Zu- stcllliebühr! Postbezugspreis monatl. 2 ,SS M (elnschl. 48,44 ^ Post- zcilungsgebühr) zuzügl. 42 8 h/ Bestellgeld. Bezugspreis ist Im voraus zahlbar, Postscheck: Hamburg 17272. Eine Behinderung der Liefern«« rechtfertigt keinen Anspruch auf Rückzahlung des Bezugspreises. Berlag>: NS.-Gauvcrlag Weser- Ems- EmLH., Bremen, Teeren 6 - 8 .
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parteiamtliche Tageszeitung
Das Amtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Zreien kjansestadk Bremen
Anzekgen - Grundpreise l
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der Nationalsozialisten Vremens
Amtliches Berkündungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Bremen
Nr. ?Z / 9. Jahrgang
Dienstag, 14. März 19Z9
Linzelpreis 1S Npf.
vsutscl,« kabnksn in peskkueg in «lis gsspevngt!
tschechische Soldateska tobt wieder
'i
gegen deutsche und Slowaken
folgenschwerer Terror der Venesch-Schergen
tliaos in preßburg: Mit Bajonetten und Ironengas gegen brauen und Kinder / Such in anderen deutschen Sprachinseln wütet der kussitenkaß gegen den Seist von München
(Orsdtbsrietit unseres Soncisrdsriekisrststtsrs)
Preßburg, 14. Mär;
Me tage in der Slowakei wird von Stunde zu Stunde unkaltbarer. Sie Spannung, die bereits in den Mittagsstunden erhebliche Dimensionen angenommen statte, steigerte sich in den flbendstunden
ins Unermeßliche. In preßburg selbst herrscht ein völlig chaotisches Durcheinander, ks wird das Schlimmste befürchtet, fluch aus anderen Städten, so aus Vrünn, Iglau, Slmich und Vudweis kommen alarmierende Meldungen.
„Nieder mit Sidor!"
Am Montag nach 2l> Uhr hat der von Prag widerrechtlich eingesetzte „Ministerpräsident" Sidor zu dem letzte», ihm zur Verfügung stehenden Mittel gegriffen, »m seine Machtposition zu halten: er lieg berittene Polizei mit blanker Waffe und Gendarmerie mit Stahlhelm und ausgepflanztem, zum Schutz bereiten Gewehr gegen die slowakische Bevölkerung vorgehe». Der Slo- wakensnhrer Mach sprach kurze Zeit vom Balkon des Hotels Carlton aus. Die tschechischen Gendarmen warfen Träncngasbomben in die am Theaterplatz zu einer Kundgebung versammelte Menge. Es sielen auch Schüsse. Zahlreiche Personen wurden durch Säbelstiche verletzt. Unter der Menge besanden sich zahlreiche Frauen und Kinder.
Die Nervosität in der Bevölkerung steigerte sich erneut, als in gewissen Gruppen von Zivilisten tschechische Staatspolizeiangehörige und Gendarmen erkannt wurden, die bestrebt waren, die Bevölkerung zu provozieren.
Die Menge sammelte sich jedoch immer wieder, und Mach konnte nach 21 Uhr vom Balkon des Theaters seine Rede fortsetzen. Nach Verlesung der Namen der in diesen Tagen bei den Zusammenstößen mit tschechischem Militär getöteten Slowaken richtete er ichärfste Angriffe gegen Prag. Die Tschechen, so führte er aus, mutzten aus der Slowakei verschwinden. Sie hätten die Slowakei zwanzig Jahre lang unterdrückt. Diese Unterdrückung habe jetzt ein Ende.
dr. liso vom sükrer empfang-«
Berlin, 14. März.
Der Führer empfing gestern in Gegenwart des Reichsministers des Auswärtigen den in einem Sonderflugzeug von Preßburg nach Berlin gekommenen Ministerpräsidenten Dr. Tiso und den in seiner Begleitung befindlichen Minister Dr. Dur- ccnisky in der Neuen Reichskanzlei zu einer Aussprache über die schwebenden Fragen.
Zu dem tschechischen Versuch, die Preßburger Kundgebung zu verhindern, werden noch folgende ergänzende Einzelheiten bekannt: Als die Menge sich von der Polizei nicht ohne weiteres vom Platze verdrängen lietz und ständig in die Rufe ausbrach: „Nieder mit Sidor!" „Weg von Prag!" „Hoch Tuka!" „Hoch Mach!" warfen oie Polizisten ihre Tränengas-bomben in die Menge. Um 20.45 Uhr sielen in der Nähe des Theaterplatzes mehrere Schüsse, die in der Menge Empörung auslösten.
In den späten Abendstunden kurz nach Beendigung der großen Freiheitskundgebung wurde die slowakische Landeshauptstadt durch sechs gewaltige Detonationen erschüttert, die im weitesten Umkreis zu hören waren und größte Beunruhigung unter der ohnehin schon stark empörten Bevölkerung hervorriefen. Wie sich herausstellte, waren die Tschechen daran gegangen, mehrere große Gebäude in die Luft zu sprengen. Es befanden sich darunter zwei deutsche Fabriken in der Nähe des Rathauses und in der Nähe des Brückenkopfes. Nach zuverlässigen Mitteilungen sind bisher sechs Tote zu verzeichnen.
Das tschechische Militär hat jedenfalls in den letzte» Stundeiz, jede Zurückhaltung aufgegeben. Schwerbewaffnete Banden halten die Schisfsanlegestelle besetzt. Im Landesmuseum,' das gegenüber der Donaubrücke und auch gegenüber dem Haus der Deutschen Partei eine beherrschende Stellung einnimmt, wurden Maschinengewehre in Stellung gebracht. Auch das Universitäts- gebände, das sich vor allem in günstiger strategischer Lage gegenüber dem Regierungsgebäude befindet, haben schwerbewaffnete Truppen besetzt und zahlreiche Maschinengewehre aufgerichtet. Die Zahl der Tanks, die in der Stefanik- und in der Hurban-Kaserne aufgestellt sind, dürste bereits mehr als 50 betragen.
siakenkreuzflaggen keruntergerissen
Iglau, 14. März.
Eine Gruppe von tschechischen Soldaten ritz in Altenberg Hakenkreuzflaggen herunter, die sie mit ihren Seitengewehren unter Schmährufen auf die Deutschen zerfetzten. In wenigen Augenblicken strömte eine große Menschenmenge zusammen, die die tschechischen Soldaten überwältigte, soweit sie nicht ihr Heil in der Flucht suchten.
Prag nicht mehr Heer der Lage
Stundenlange Veratungen des Ministerrats ohne krgebnis
Droktdsrlolrt unseres praZsr Vertreters)
Prag, 14. März.
Der Präger Ministerrat, der gestern um 17 Uhr zu einer Sondersitzung zusammengetreten war, hat seine Beratung in später Abendstunde ergebnislos abbrechen müssen. In Prag ist man offenbar nicht mehr Herr der Lage. Der allgemein erwartete Rücktritt der Regierung ist bisher nicht verlaut- bart worden, weil es völlig unklar ist, wer das verzweifelte Erbe antreten soll.
Mnn steht ganz unter dem Eindruck der alarmierenden Preßburger Nachrichten, wo es unmittelbar nach Eröffnung der Kundgebung der Slowakischen Volkspartei zu schwersten Zusammenstötzen zwischen Slowake», Deutschen und den Schergen der ungesetzlichen Sidor- Clique gekommen war.
Die Dienstagmorgenblätter geben bereits zu, daß die Ernennung der Regierung Sidor ein schwerer Mißgriff war, doch wagen es die Blätter noch nicht, der tschechischen Öffentlichkeit die Wahrheit zu sagen. Man läßt sich treiben in der Hoffnung, daß sich eine Lösung auch ohne zutun Prags finden werde.
Schwerster Terror gegen deutsche in vrünn
Niedergeknüppelt und mißkandelt — siakenkreuzsakne besudelt und zerfetzt
Brünn, 14. März.
Die Tschechen haben ihre Maske fallen lassen. Ueber die unerhörten brutalen D r a n g s a l > e r u n g e „ der deutschen Bevölkerung und die Ausschreitungen gegen Deutsche in Brunn, die an die schlimmsten Zeiten des tschechischen Chauvinismus unter dem Benesch-Regime erinnern, liegen jetzt nähere Einzelheiten vor.
Einer der Repräsentanten des Brünner Deutschtums, Dr. Schwabe, wurde auf offener Straße durch tschechische Tcrrorgruppen angefallen, zu Boden geschlagen und roh untzhandelt. Ein am Tatort erscheinendes lleberfallkom- mando der tschechischen Staatspolizei sah, nach der aus der Benesch-Zeit bekannten Methode, dem Treiben der tschechischen Horde» völlig untätig zu. Zwei deutsche bolksangchörige, die zufällig voriibertamen, riefen eine Abteilung des deutschen Schützdienstes herbei. Erst dieser gelang es, nach einem schweren Handgemenge, die Tschechen an weiteren Gewalttaten z» hindern. Dr. Schwabe hat schwere blutige 'Verletzungen im Gesicht und an der Brust davongetragen, da die Tscheche» mit Knüppeln aus den Deutschen losgcgangen sind und >hn mit Stieseln ins Gesicht getreten haben.
Ein Teil der Deutschen, die sich in den Straßen der «tadt zu disziplinierten Zügen formierten, wurde von »er tschechischen Polizei gesprengt und nach Raschin zurückgedrängt. Dort ritt die Polizei mitten in die Menge hinein und ging rücksichtslosmitdem Gummi
knüppel vor. In der Rennergasse wurde eine Gruppe von 800 bis 400 Deutschen von der Polizei einge- ichlossen und mehrere Stunden festgehalten.
Verhaftet werden Sie — Mißhandelten
Der deutsche Student Kresse wurde von tschechischem Mob überfallen, zu Boden geschlagen und schwer mißhandelt. Der Scharüihrer der Volksdeutschen Mannschaft Stettke wurde gleichfalls überfallen. Die Polizei schritt ein und verhaftete nach bekannter Methode den zu Boden Geschlagenen. Auch vor dem Kaufhaus Asso überfielen Tschechen einen Deutsche» und verletzten ihn Ferner wurde'in der Rathausgasse ein Teutscher niedergeknüppelt und von fünf T'chechcn durch Fußtritte schwer mißhandelt. Der deutschstämmige Rolf Kriwanek wurde an der Ecke der Kränastratze von tschechischen Trupps niedergeschlagen und schwer verletzt, wobei der Polizist. Nr. 825 untätig zusah. Vor dem Kino Capital fand man einen Deutschen, der so schwer verletzt war, daß er von der Rettungsgesellschast in bedenklichem Zu
stand abtransportiert werden mußte. Nach Schluß einer Sondervorstellung für den Bund der Leibesübungen im Schauspielhaus wurden die heimkehrenden Deutschen ooisttschechüchem Pöbel überfallen und geschlagen. Die Retlnngsgeiettschaft teilte mit, daß im Postgebäudc ein schwerverletzter Deutscher liege. Bisher hat'die tschechische Polizei dem Schwerverletzten jede ärztliche Hilfe verweigert. — Vor den deutschen Geschäften Till und Sonntag erzwängen die Tichechen die Herab» ahm« der H a k e n k r e u z f a h n e n.
Es steht eindeutig fest, daß es bei den Angriffen auf Hakeilkreuzsahiien in den verschiedensten Stadtteilen von Brünn um eine unter Mithilfe von tschechischen Komntunisten organisierte Aktion handelt. Die Kommunisten erklären ganz osscn, daß sie das Hissen von Hakenkreuzsahnen unter allen Umständen verhindern wollen. Vielfach wurden deutsche Volksgenossen, die sich aus die behördliche Genehmigung zum Zeigen der Hakenkreuz- fahnen berufen oder ihre Fahnen schützen wollten, mißhandelt, mit Schlagringen bearbeitet und zu Boden geschlagen.
-hoch Stalin! hoch venesch!"
Demonstrierende Tschechen zogen unter Sprcchchören durch die Stadt: „Möge Bencsch über die Hakenkreuzler kommen!", „Hoch Rotsront!", „Hoch Stalin!", „Hoch Bencsch!"
„Wen die Götter verderben wollen . .
7. L. v. Bremen, 14. März.
Das Bestreben der Präger Regierung, ihre m München und Wien Zerbrochenen Herrschafts- «nsprüche Wer die Karpato-Ukraine und Slowakei allen vorhergegangenen Autonomievev- sprechen zuwider neu ln die Tat umzusetzen, Hirt in den betroffenen Gebieten nachgerade Zustände hervorgerufen, die schlechthin als unhaltbar bezeichnet werden müssen. Ob im Einverständnis oder wider Willen der dabei als sogenannte „neue Regierung in Preßburg" in Erscheinung getretenen Persönlichkeiten: der Versuch, das slowakische Volk neuerdings in die tschechische Zwangsjacke zu stecken, ist jedenfalls danebengegangen, und zwar mit weit gefährlicheren Begleiterscheinungen inr Gefolge als bei dem kurz vorher von Prag aus unternommenen Staatsstreich in Thust, der vorläufig mit der Absetzung einer bodenständigen Regierung geendet hat.
Das slowakische Volk wehrt sich kräftig seiner Haut, und da es in der Unterdrückung dieser berechtigten Abwehr an den aus den Septembertagen 1938 wohlbekannten tschechischen Hinterhältigkeiten und tschechischen Gewalttaten tschechischer Chauvinisten und der bereits mit diesen Arm in Arm gehenden Kommunisten auch diesmal nicht fehlt, konnte es zu Zusammenstößen kommen, bei denen Blut fließen und jegliche Ordnung in Trümmer gehen mußte. Das möchte für uns noch angehen, wenn dabei leider nicht auch Menschen deutschen Blutes und die deutschen Staatsspm- bole Mißhandlungen und Entehrungen hätten erfahren müssen. Selbst die Person des deutschen Staatsoberhauptes ist diesen Horden nicht heilig. Obwohl sie allen Grund hätten, in Verehrung zu dem Manne emporzublicken, der trotz der frevelhaftesten Herausforderungen, welcher sich im Sommer und Herbst des vergangenen Jahres die Tschechei Deutschland gegenüber erfrechte, in edler Mäßigung es vermied, das ganze Staatsgebilde von der Landkarte wegzuwischen und sich daraus beschränkte, lediglich die sudetendeutschen Gebiete heimzuholen, lassen sich die tschechischen Tollhäus- ler in hussitischer Wut noch hinreißen, Adolf Hitler zu beschimpfen und zu schmähen.
Was in Preßburg, Brünn, Iglau und Prag dieser Tage geschah, ist für jedes deutsche Herz empörend, und eine Selbstbeherrschung sondergleichen müssen die in der Tschechoslowakei noch lebenden 600 000 Volksdeutschen an den Tag legen, um nicht in gerechtem Zorn (gleiches mit Gleichem zu vergelten. Neuerdings vollkommen entrechtet, aus ihren Stellungen geworfen und ohne die pflichtmäßig zu zahlenden Unterstützungen gelassen, versuchten die drangsalierten und verfolgten Deutschen in massenweisem Andränge auf die'Konsulate ihre Optionswünsche für Deutschland anzubringen. Statt diese gerechtfertigten Wünsche zu begreifen, wurden sie von einem aufgewiegelten Mob beschimpft, mit Knüppeln und Fußtritten verletzt, und leiden zur Stunde noch unter den ungezügelten Instinkten, die, wie zu der Hussitenzeit. auch'heute noch alles, was nicht tschechisch ist, am liebsten zer-
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Unser Isgsssoisgsl
(vto bentige KusZabs nmkski 14 Seiten)
Der tschechische Terror gegen Deutsche und Slon ken nimmt unerträgliche Formen an.
Der slowakische Ministerpräsident Dr. Tiso u Minister Durcansky wurden in Berlin vom Füll, empfangen.
Eine Verordnung des Reichsarbeitsministers sie unseren Kräftebcdarf sicher.
Frau Winifred Wagner weilte gestern unter d Mitgliedern des Richard-Wagner-Verbandcs de> scher Frauen in Bremen.
Krcislciter Blanke sprach bei der Eröffnung t Woche der Weltanschauung in der Ortsqrur Westen.
In Holland wurde eine Erohrazzia gegen ! Haagcr Unterwelt unternommen.
Bei den Weltmeisterschaften im Tischtennis Karro errangen Deutschlands Frauen den Titel.
In Horst-Emscher wurde in der Einlaufswette ei Quote von 18 840:10 gezählt.