Ausgabe 
(10.3.1939) Nr. 69
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vrmer Mimo

parteiamtliche Tageszeitung

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Nr. 51115; Obernstraße Nr. 86, Fernsprecher Nr. 5 4121. In Shke, Mühlendamm Nr. 2.

der Nationalsozialisten Vremens

flmtliches Nerkündungsblatt des Neichsstattiiallers in Oldenburg und Bremen

Nr. 69 / 9. Jahrgang

Freitag, 19 . 1 Narz 19 Z 9

Linzelpreis 1 S Npf.

öeneral sranco blockiert rote Küste

Ultimatum an Miaja angekündigt

Sie spanische Hauptstadt erneut der Schauplatz Heftiger Straßenkampfe roter Landen

Burgos, 1v. März

Die nationalspanische Marinelektung gibt eine amtliche Bekanntmachung heraus, wonach die gesamte rotspanische Küste also der Mittelmeerküstenstreisen zwischen Sagunt und Adra bei Almeria, für jede Schiffahrt und Schisse gleich welcher Nation und welcher Art der Ladung gesperrt wird.

Kein ausländisches Schiff darf sich ohne entsprechende Befugnis nationalspanischcr Behörden dem genannten Küstenstreifen auf weniger als drei Meilen nähern. Die internationale Schiffahrt wird weiter darauf aufmerk­sam gemacht, datz im Gebiet von Cartagena und Kap Palos nationale ll-Voote kreuzen, welche Anweisung haben, jedes ausländisches Schiff zu versenken, welches . die Drei-Meilen-Zone verletzt. Alle ausländischen Schiffe, 'welche rote Häfen anzulaufen beabsichtigen, müssen vor­her dazu die Erlaubnis der nationalspantschen Behörden einholen. Hierzu ist erforderlich, daß sie zunächst einen nationalspanischen Hafen anlaufen, wofür hauptsäch­lich die Häfen von Barcelona, Palma auf Mallorca und Malaga vorgesehen sind.

Vld knglandprüft"

Zu der von Nationalspanien verhängten Sperre über die rotspanische Mittelmeerküste wird von unterrichteter Seite mitgeteilt, daß bisher eine offizielle Mitteilung der Franco-Regierung im 'Foreign Office nicht einge­troffen sei. Die Angelegenheit sei aber gegenwärtig Gegenstand der Prüfung der zuständigen Stellen. Der grundsätzlichen Seite nach wird darauf hingewiesen, daß die Londoner Regierung zwar die Franco-Regierung formell anerkannt, ihr jedoch die kriegführenden Rechte bisher nicht eingeräumt habe. Hierzu gehöre auch die Blockade (?).

Seltsame Erklärungen Lord Halifax'

Im Verlaufe einer Oberhaus-Aussprache über außen­politische Fragen, die sich hauptsächlich mit Spanien be­faßten. nahm Außenminister Lord Halifax zu der angekündigten Blockade Rotspaniens durch die Regierung Francos Stellung. Er erklärte, die britische Regierung nehme an, daß das Verbot, innerhalb der von der spanischen Regierung bezeichneten Zone Schiff­fahrt zu treiben, keinerlei Aktionen außerhalb der spa­nischen Territorialgewässer vorsehe. Er wünsche jedoch sicherzustellen, daß, wenn außerhalb der Territorial- gewässer zu Aktionen geschritten werden sollte, daß dann die britische Regierung derartigen Aktionen sich in glei­cher Weise widersetzen würde wie in der Vergangenheit. Er wünsche gleichzeitig klarzustellen, daß die britische Regierung die Versenkung eines britischen Schiffes auch dann als eine sehr ernste Angelegenheit ansehen würde, wenn sie innerhalb der Territorialgewässer ' erfolge.

Die britische Regierung habe ihren Kriegsschiffen be­reits Anweisungen gegeben, allen britischen Schiffen, die Gegenstand eines solchen Angriffes werden sollten, den erforderlichen Schutz angedeihen zu lassen und zu Ver­geltungsmaßnahmen auch innerhalb der Territorialge­wässer gegen jedes U-Boot zu schreiten, das eine der­artige Handlung begehe. (Siehe auch Seite 2)

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Berlin, 16. März.

Nach einer in Berlin vorliegenden Meldung eines ausländischen Pressebüros soll der nationalspanische

Staatsches General Franco gestern den Entschluß ge­faßt haben, dem MadriderVerteidigungsrat" ein 24stiindiges Ultimatum zu stellen, und zwar müsse die Uebergabe der Stadt nach Ablauf bedingungslos er­folgen. Dieses Ultimatum sei durch eine große Anzahl Flugzeuge in Millionen von Flugblättern über Madrid abgeworfen worden. Eine Bestätigung dieser Meldung aus nationalspanifcher amtlicher Quelle liegt bisher nicht vor.

ftndaluften unter Sowsetfterrschaft

Die blutigen Auseinandersetzungen der roten Macht­haber beschränken sich nicht auf Madrid. In verschie­denen Provinzen ist es zu Kämpfen zwischen Partisa­nen des Freimaurergünstlings Miaja und den Kommu­nisten gekommen. Während die Streitkräfte. Miajas in Valencia Herr der Lage find, erlangten die Kom­munisten in den andalusischen Provinzen Jaen und Almeria die Oberhand. Sie metzelten die Beauftrag­ten desVerteidigungsausschusses" nieder und setzten überall örtliche Sowjets nach dem Muster der Sowjet­union ein.

MajasUmschwenken" höchst verdächtig

Der natronalspanische Sender beschäftigt sich mit dem plötzlichen Gesinnungswechsel in Madrid. Es wird fest­gestellt, daß die plötzlicheantikommunistische" Ein­stellung im MadriderVerteidigungsrat", namentlich die Sinnesänderung desGenerals" Miaja, recht über­raschend kommt.

London, 10. März

Der Madrider.Verteidigungsausschuß" des Räuber­hauptmannes Miaja hatte zu früh gejubelt, als er gestern denSieg" über die rote Konkurrenz der Negrin- Kommunisten ausposaunte. Das Blatt hat sich bereits am Donnerstag gewendet.

Nach den letzten Nachrichten aus Madrid sind die An­hänger der Kommune in den Morgenstunden wieder weit ins Stadtinnere vorgedrungen und haben alle Aus­fallstraßen besetzt. Zur Zeit werde bereits in der Um­gebung des Regierungsviertels und des Hippodroms gelämpft. Miaja hat in seiner Not rote Abteilungen von der Front gegen Franco weggezogen. Die zu ihm haltenden Flugzeugftafseln bombardieren die von den Kommunisten besetzten Stadtteile.

Die Not der Bevölkerung der unglücklichen Stadt ist durch den Krieg der roten Häuptlinge aufs höchste ge­stiegen. Verängstigt hält sie sich in den Wohnungen und harrt der Truppen Francos, die sie von den rote» Untermenschen befreien werden.

Miasa sei wenig geeignet, sich als Antikommunist aufzuspielen. Er sei es gerade gewesen, der seinerzeit die Verteidigung Madrids ausschließlich dank so­ll» j e t r u s s if ch e r Hilfe durchführte. SeinGeneral­stab" habe nur so von Sowjetmilitärs gewimmelt, und mehr als einmal habe es Miaja für notwendig erachtet, den Sowjets öffentlich Dank für die bewiesene Hilfe zu sagen. Sein plötzliches Umschwenken könne daher nicht überzeugen, sondern mache ihn vielmehr höchst verdächtig.

Bomben aus den Hasen von Valenria

Bei Ruhe an allen Fronten bewarfen Einheiten der nationalspanischen Luftwaffe den Hasen von Valencia mit Bomben.

Sän Sebastian Sitz der sranzösischen Botschaft

Die beiden französischen Vertreter, die nach Burgos gereist waren, um die Vorbereitungen für die Er­richtung der französischen Botschaft in Spanien zu treffen, sind wieder nach Paris abgereist. Die französische Botschaft wird in Sän Sebastian ihren Sitz haben, während in Burgos ein Zweigbüro errichtet werden sott.

In Paris unerwünscht

Paris, 10. März.

Der Aufenthalt der Häuptlinge der spanischen Anar­chisten in der französischen Hauptstadt wird bald ein Ende haben, denn die französische Regierung hat sich entschlossen, zwei derprominentesten" Vertreter aus der Hauptstadt zu verbannen. Vor allem legt man absolut keinen Wert auf die Anwesenheit des Anar­chistenOberst" List er, der die berüchtigte nach ihm benannte internationale Brigade befehligte, und auf die. frühereVizepräsidentin der Cortes" Pasio- n a r i a.

Im einzelnen wird gemeldet, daß mehrere rote Ab­teilungen, die bisher auf der Seite Miajas standen, zu den Kommunisten übergegangen sind. Nach einer Version soll es sich sogar um die gesamte Madrider Garnison handeln. Die radikalen Kommunisten besetzten die Aus­fallstraßen nach Valencia, Guadalajara und Burgos, so daß Madrid von der Kommune völlig eingeschlossen ist. Dann versuchten sie im Stadtinnern die öffentlichen Ge­bäude, dieMinisterien" und das Rundsunkgebände zu besetzen. Es entwickelten sich heftige Straßenkampfe. Die Verwirrung war so groß, daß häufig die Anhänger Miajas mit Kommunisten verwechselt wurden und die roten Brüder untereinander ein grausames Blutbad an­richteten. Die Verluste werden auf beiden Seiten auf mehrere tausend Mann geschätzt. Auch unter der Zivil­bevölkerung sind starke Verluste eingetreten. Das dop­pelte Gesicht Miajas enthüllt ein Manifest an die Ein­wohner in Madrid, in dem er diese auffordert, sich auf die Seite desVerteidigungsrates" zu stellen. Wenn die Bevölkerung ihn jetzt nicht unterstütze, dann wäre der Einzug Francos unvermeidlich.

Von

Generaloberst Keitel,

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Wehrstcmd und Nährstand haden von jeher eng Zusammengehalten. Mehr als ein Jahrhundert lang rekrutierten sich Offizier- und Unteroffizier­korps des Heeres vorwiegend aus den Kreisen des Nährstandes. Das Heer nahm auch den Ueber- schuß der zweiten und jüngeren Söhne des Land­volkes auf und bot ihnen Lebens- und Aufstiegs­möglichkeiten. Darüber hinaus hat das Heer schon sehr frühzeitig, besonders in Preußen, die Ansied-- lung ausgedienter Berufssoldaten aus dem Lande gefördert und damit der Landwirtschaft beste Kräfte wieder zugeführt. Ueber ein Jahrhundert lang war das Heer außerdem einer der besten Abnehmer für landwirtschaftliche Erzeugnisse, von der Kartoffel angefangen bis zum gutgezüchteten Pferd.

Die Zeiten wandelten sich. Insbesondere in der Zeit der Weimar-Republik wurde vieles anders. In der Nachkriegszeit konnte das so stark ver­kleinerte Heer nicht einmal mehr einen Bruchteil des Ersatzes aufnehmen, der sich ihm aus den länd­lichen Geschlechtern anbot. Auch als Verbraucher von landwirtschaftlichen Erzeugnissen trat es erheb­lich zurück. Und dennoch hielt das Land treue Ka­meradschaft mit den wenigen und kleinen Stand­orten derReichswehr". Selbst über schwere Zei­ten hinweg blieben die traditionellen Bindungen der jetzt um ihren ureigensten Bestand dämpfen­den Landwirtschaft zum Heere aufrechterhalten.

Die Früchte hiervon ernten heute beide: der Wehrstand und der Nährstand. Das Dritte Reich hat nach den Erkenntnissen des Nationalsozialis­mus gehandelt: Nur ein gefestigtes Landvolk und eine kraftvolle Wehrmacht können und sollen die Grundlage für einen neuen Aufstieg der Freiheit bilden. So förderte man zielbewußt beide und pflegte die Verbindungen zwischen Landmann und Soldat nach Kräften. Dies geschieht keineswegs nur vom wehrwirtschaftlichen Standpunkt aus, weil sonst im Ernstfall unsere Ernährung gefähr­det wäre. Auch nicht nur vom Rekrutierungsstanh- punkt aus, weil der entbehvungsgewohnte, wetter- gehärtete Sohn des Landes von jeher als der beste Soldat gegolten hat.

Allen voran weiß gerade der an seine Scholle gebundene Bauer zu würdigen, weshalb Soldaten not sind. Er hat begriffen, daß der Soldat durch Jahrhunderte hindurch erhalten hat, was der Bauer mühsam erarbeitete. Er hat als boden- und sippenverbundener Mensch sich den Sinn dafür be­wahrt, daß man das Blut rein erhalten muß, um Herr zu bleiben auf dem Boden, den die Väter mit Schwert und Pflug zugleich erwarben.

Die Wehrmacht hat mit Bedauern das Umsich­greifen der Landflucht beobachtet und begrüßt jede Maßnahme, die dazu beiträgt, dieser unheilvollen Entwicklung Einhalt zu gebieten. Sie hat sich ihrerseits auch in der Nachkriegszeit und beson­ders im Dritten Reich folgerichtig und nach bestem Vermögen um die Stärkung des Landvolks be­müht und den ausgedienten Berufssoldaten die Möglichkeit verschafft, nach ehrenvollem Waffen­dienst auf eigener Scholle seßhaft zu werden. Sie gibt aus diese Art und Weise dem Lande nicht nur nach Möglichkeit diese Berufssoldaten sowie alle

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Unser Isgsssftiessl

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Franco hat über die gesamte rotspanifche Mittel­meerküste eine Sperre verhängt.

Die Lage in Madrid ist nach erneuten Kämpfen der Roten gegeneinander völlig ungeklärt.

Der jugoslawische Außenminister unterstrich die guten Beziehungen BerlinBelgrad.

Der Präsident des faschistischen Industriearbeiter- verbandes Cianetti weilte in Bayreuth.

Ueber Bremen verließ eine Zwei-Mann-Himalaja- Expedition die Heimat.

20 neue Bremer Erfindungen wurden im lctzteü Monat angemeldet.

Bei der Preußisch-Süddeutschen Klassenlotterie wurde das letzte Große Los gezogen.

Snddeutschland wurde von Schnee- und Hagel- stürmen heimgesucht.

Ein Schadenfeuer brach auf dem französischen Ozean­riesenPasteur" aus.

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Neue Nevolte der Negrm-Horden

Miaja setzt in Madrid sronttruppen und Vomber ein