Ausgabe 
(2.3.1939) Nr. 61
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Meiner Zeitung

parteiamtliche Lageszeitung

Vas Amtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Zreien Hansestadt Nremen

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der Nationalsozialisten Vremens

flmrliches Nerkündungsblatt des Neichsstattstalters in Oldenburg und Meinen

Nr. 61 /9. Zastrgang

Vonnerstag. 2. INarz 19Z9

5inzelpreis 13 Npf.

Vorsprung unserer Luftwaffe wird gesichert

öroßdeutschlan-s ersterlag der tustwaffe"

lzermann l-örmg gab die Parole 19)9 / Vorbeimarsch der kbrenformationen in der wichelmstraße

Berlin, 2. März.

Feierliche Flaggenparaden, verbunden mit Appellen, leiteten in den Standorten den erstenTag der Luftwaffe" im Grotzdeutschen Reich ein. Ganz Deutschland nahm Anteil an diesem Ehrentag des jüngsten der drei Wehrmachtsteile, unserer starken deutschen Luftwaffe.

Besonders aber die Bevölkerung der Reichshaupt­stadt zeigte wieder einmal ihre enge Verbundenheit mit unseren Fliegern. Schon bei Beginn des Aufmarsches der Ehrenformationen hatten sich Tausende und aber Tausende von Berlinern eingefunden, um dieses,mili­tärische Schauspiel "in der Wilhelm- straße mitzuerleben. Ein prächtiges Bild boten die zur Parade angetretenen, schnurgerade ausgerichteten Ehrenformationen mit Front zum Luftfahrtministerium. Das Musikkorps und der Spielmannszug des Regiments General Eöring bildeten den rechten Flügel der Ehren­formationen an der Ecke Leipziger-Wilhelmstraße, an den sich die Fahnenabordnung, zwei Kompanien des Regiments General Göring, eine Kompanie der Luft­kriegsschule Gatow, zwei Fliegerkompanien, zwei Flak­batterien, zwei Nachrichtenkompanien und eine Kom­panie des Wachtbataillons der Luftwaffe anschlössen. Kurz vor dem Eintreffen des Oberbefehlshabers der Luftwaffe Generalfeldmarschall Eöring trat der Führer der Ehrenformation, Kommandeur des Regi­ments General Eöring, Oberst von Axthelm, mit General der Flieger Stumpfs als Vertreter hes Staatssekretärs und Generalinspektors der Luftwaffe Generaloberst Milch, dem Chef der Luftflotte I, Gene­ral der Flieger Kesselring und dem Kommandeur des Luftgaues III, Generalleutnant Weise an den rechten Flügel der Ehrenformationen.

Mit brausenden Heilrufen und erhobener Rechten grüßte die Menge den Schöpfer der neuen Luftwaffe des Großdeutschen Reiches. Unter den Klängen des Prä- sentiermarsches der Flieger schritt Generalfeldmarschall Eöring, gefolgt von den Generalen Stumpfs, Kessel- ring und Werfe, die Front der Ehrenformationen ab.

Im Mittelpunkt der Veranstaltungen am Tage der Luftwaffe stand die

feiecstimde im khrensaal des lleichslustfahrt- ministeriums

Mit den Vertretern aller Wehrmachtsteile nahmen zahlreiche Reichsminister, Reichsleiter und Staats­sekretäre, die Führer der Formationen der Bewegung und zahlreiche andere Ehrengäste an der Feierstunde teil, deren Höhepunkt die festliche Ansprache des Generalfeldmarschalls war.

«

General der Flieger Kesselring und Generalmajor Vodenschatz den Festsaal betrat. Ein vom Musikkorps des Fliegerhorstes Staaken gespielter Festmarsch leitete die Feier ein. Dann nahm

öeneralfeldmarschall Söring

das Wort zu seiner Ansprache, die folgenden Wortlaut hat:Meine Kameraden! Meine Gäste! Wieder ist ein Jahr vergangen, und wir feiern heute erneut den Tag der deutschen Luftwaffe. Dieser Tag der deutschen Luft­waffe soll nicht nur ein Festtag für uns allein sein, sondern auch für das ganze Volk und das ganze Reich. Denn" er ist ein Tag großer Tradition, ein Tag aber auch des Gedenkens und einer Parole-Ausgabe für die Zukunft. Es ist unsere Pflicht, am heutigen Tage uns vor allem derer zu erinnern, die in den vergan­genen Jahren für Führer und Reich ihr Leben ge­lassen haben in freudiger Hingabe.

Bilbao, 2. März.

In Toledo treffen ständig zahlreiche lleberläufer aus Madrid ein. Es handelt sich in fast allen Fällen um friedliche Einwohner der Stadt, die. den dort herrschen­den furchtbaren Terror der Bols-chewisten nicht länger aushalten konnten und an unbewachten Stellen der Front zu den Nationalspaniern überliefen. Die Ge- flüchteten berichten übereinstimmend von der beispiel­losen Niedergeschlagenheit in Madrid. Alle Einwohner sind mit Gewalt zu irgendwelchen Kriegsarbeiten ge­preßt worden und stehen unter der Aufsicht besonderer .roter Terrorgruppen, die auch'in der Stadt den gesam­ten Polizeidienft versehen.

Uebereinstimmend gibt man der Ueberzeugung Aus­druck, daß der Fall Madrids in nächster Zeit erfolgen wird. Unter den Einwohnern werden jetzt schon allge­mein geheime Vorbereitungen für den Empfang der nationalspanischen Truppen getroffen.

In allen Gauen des Deutschen Reiches, aber auch fern der Heimat haben blutjunge deutsche Flieger ihr Leben eingesetzt, verloren und zum Opfer gebracht, auf daß die Luftwaffe dieses Reiches größer und stär­ker und das Reich selbst herrlicher werde.

An einem solchen Gedenktage müssen wir uns ein­mal vor Augen führen, wie ungeheuerlich stark sich die Welt draußen und drinnen geändert hat. Kein Tag wäre dazu besser geeignet als der heutige, der so viel Glanz, strahlenden Glanz, verbreitet. Da vergißt man leicht, daß es einmal um Deutschland finstere Nacht war. Wenn Sie sich an die Zeit vor 20 Jahren zurück­erinnern: ein zerrissenes, ohnmächtiges, ausgeblutetes Deutschland, ein Deutschland in Fieberzuckungen, von dem damals am 1. März 1919 niemand wußte, ob es überhaupt bestehen blieb, oder ob Deutschland wieder nur ein Begriff werden würde, wie einst in früheren Jahrhunderten. Tief in den Gauen Deutschlands standen fremde und feindliche Truppen. Und in Weimar begann ein Trauerspiel, wie es die deutsche Geschichte zuvor noch nicht kannte: parlamentarische Hilflosigkeit und vor allem schmachvolle Schwäche! Es nahte der Tag, da der blutigste aller Verträge oder aller Diktate, die jemals die Geschichte verzeichnet, dem deutschen Volke auferlegt wurde: Versailles!

(Fortsetzung auf Seite 2)

-Lissabon angewiesen habe, dem dortigen spanischen Bot­schafter die Anerkennung der Regierung des Generals Franco durch Brasilien mitzuteilen.

Seschlagene kommenWort

' Die Nachricht von der Anerkennung Francos durch England und Frankreich wird in der sowjetrussischen Presse mit Wutausbrüchen zur Kenntnis gegeben.Eine schändliche Kapitulation" tobt diePrawda" über den Schritt der beiden Regierungen, von dem sie scheinheilig behauptet, daß er in Wirklichkeit gegen die eigenen In­teressen Englands und Frankreichs gerichtet sei. Noch schärfer zieht der Pariser Korrespondent derJswestija" gegen die Regierungen vom Leder, welche die Anerken­nung Francos beschlossen. Frankreich habe unterschrie­ben. was ihm vorgelegt worden wäre. Die Feder, die in München gearbeitet hätte, kenne ihren Platz.

Nervosität in Paris

Madrider Volk erwartet die Vefreler

Überläufer berichten wie kinwobner ;u Kriegsarbeiten gepreßt Oelieime Vorbereitungen für den kmpfang der Notionalfpanier

Kurz nach 12 Uhr marschierten die Fahnen der am Vorbeimarsch beteiligten Ehrenformationen, von den Anwesenden mit erhobener Rechten begrüßt, in den Ehrensaal und nahmen unter dem großen Mosaikadler der Stirnwand zu beiden Seiten des Rednerpultes Auf­stellung. Wenig später meldete der Chef der Zentral- abteilung im 'Reichsluftfahrtministerium General der Flieger von Witzendorf den Eeneralfeldmarschall, der, begleitet von dem Chef der Luftwehr General der Flieger Stumpfs, dem Chef des Eeneralstabes der Luft? waffe Oberst Jeschonnek, dem Chef der Luftflotte I

Neue flnerkennungen francos

Athen, 2. März.

Wie aus Athen mitgeteilt wird, hat die griechische Regierung die Regierung General Franco cls jurs an­erkannt.

Rio de Janeiro, 2. März.

Vom brasilianischen Außenministerium wurde eine amtliche Mitteilung ausgegeben des Inhalts, daß Vun- despräsident Vargas dem Botschafter Brasilrens in

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Xaeb ckei- .4nsnrackv äes eloavialkvIckiiiai-mIiaNs (im-lnx im lüln-en-mal ües l.uktkrilii'lliiiiüxlei-iiinis kn»,I >«i äem Uinistvrium in ävr Villielmstrsüv eine Laraäe ües lkegiments 6envral Oiii-inp: voreinem kekellls- kaber statt. (Lrosso-Soktwann.)

Aktien der Suez-Kanal-Gesellschast gesunken

(Orabtbsriokt unseres pariser Vertreters)

Paris. 2. März.

In Paris herrscht wieder eine außenpolitische Ner­vosität, die für den Außenstehenden schwer begreiflich ist, aber eine Tatsache darstellt, mit der bestimmte Börsenkreise nur allzugut zu operieren wissen. Am Mittwoch.waren es die ägyptischen Werte, die stark mitgenommen waren, zum ersten Male sank die Aktie der Sucz-Kanal-Desellschaft unter den Stand von 16 000 Francs.

Verschärfung der Lage In Kaifa

Jerusalem, 2. März.

Im Zusammenhang mit den Teilstreiks in Haifa, die als Abwehrmaßnahme auf die jüdischen Bombenwürfe hin durchgeführt werden, erließ der Vezirkskommandeur von Haifa einen Aufruf, der als Warnung aufzufassen ist. Der Kommandeur erklärt in dem Aufruf, daß die arabischen Eisenbahner die Wiederaufnahme der Arbeit an gewisse Bedingungen geknüpft hätten und daß er als Vezirkskommandeur es jedoch nicht gewohnt sei, Bedingungen entgegenzunehmen oder aber zu ver­handeln. Der Kommandeur fordert die sofortige bedingungslose Aufnahme der Arbeit und kündigt im anderen Falle entsprechende scharfe Maßnahmen an.

9. November ftaallicher feiertag

Heldengedenktag in diesem Jahre am 12. März

Berlin, 2. März.

Der Führer hat in einem im Reichsgesetztlatt ver­öffentlichten Erlaß den 9. November, den Gedenktag für die Gefallenen der Bewegung, zum staatlichen Feiertag erklärt. Gleichzeitig hat der Führer verfügt, daß der Heldengedenktag als Tag der Wehrfreiheit künftig am 16. März, und, wenn dieser Tag ein Wochentag ist, am vorhergehenden Sonntag, in diesem Jahr also am 12. März, begangen werden soll. Eine Verordnung über den Schutz des Heldengedenktages wird ebenso wie über den Schutz des 9. November demnächst ergehen.

Deutschland kein Feld für Autosallen-Banditen

. k. lVl-ü. Das kürzlich gefällte dreifache Todes­urteil in einem neuen Sondergerichtsverfahren gegen Autosallen-Banditen es handelte sich um den Marzahner Autoräuber Arthur Gase gibt uns Anlaß, die durchgreifenden Gesetzesmaß­nahmen Großdeutschlands gegen die ebenso bru­talen wie gemeingefährlichen Land- und Auto- straßenoerbrecher näher zu betrachten. Die Justiz des Dritten Reiches bietet im Gegensatz zur Schein- rechtspflege im System-Deutschland die Handhabe zu restloser Wahrung des Rechtsfriedens und der öffentlichen Sicherheit. Demgemäß ist die gesamte nationalsozialistische Gesetzgebung mit ihr- Be­stimmungen sozialer, wirtschaftlicher und p> eher Natur, soweit sie sich auf kriminelle Erschec. agen beziehen, auf den vollen Schutz der All­gemeinheit vor Rechtsbrechern gerichtet. Wo es sich, wie bei den Autosallen-Banditen, um eine vorsätzliche Schädigung der völkischen Gemeinschaft handelt, könnenmildernde Umstände" im Sinne des überwundenen liberalistischen Straf-Rechts" weder vorhanden sein noch konstruiert werden. Die Schwerverbrecher muß jedenfalls aus innerster volkspolitischer Notwendigkeit heraus die ganze Strenge des Gesetzes treffen, entspricht doch die Zielsetzung der völligen Ausrottung asozialer E l e mente durch die Sicherheits- organe des Staates in jeder Weise dem deutschen Rechtsempfinden!

Was nun den in Rede stehenden, besonders gefährlichen Zweig des Verbrechertums betrifft, so hat dasGesetz gegen Straßenraub mit Hilfe von Autofallen" vom 22. Juni 1938 keinen Zweifel über die bis zur letzten Konsequenz gehende Rück­sichtslosigkeit des nationalsozialistischen Staa­tes im Kampf gegen die Autogangster gelassen. Wer in räuberischer Absicht eine Autofalle aus­stellt", so heißt es in dem während der Gerichts­verhandlung gegen die Großverbrecher Walter und Max Götze veröffentlichten Gesetz,wird mit dem Tode bestraft". Diese Strafbestimmung ist hart, aber gerecht, denn im Mittelpunkt der Strafrechtpraxis steht in Deutschland nicht mehr wie vor 1933 die angeblich unver­letzliche Rechtsperson, steht nicht mehr das vom liberalistisch-demokratischen Staat einst so verhät­schelte Individuum: höchstes zu schützendes Rechtsgut ist vielmehr die völkische Gemeinschaft mit allen ihren Lebenskräften. Die Strafe muß daher grundsätzlich und praktisch ein scharfes Schwert im Kampf vor allem gegen solche Elemente sein, die den Frieden und die Sicherheit des Volksganzen oder seiner Teile systematisch stören. Wer sich frevelhaft am Land­frieden seines Volkes vergeht, hat das Recht auf sein eigenes Leben verwirkt! Wie klar und rich- tungweisend hat Alfred Rosenberg auch in dieser Hinsicht vorgearbeitet, als er imMythus des 20. Jahrhunderts" schrieb:Die Strafe ist nicht Erziehungsmittel. . Strafe ist auch keine Rache . . Strafe für ehrlose Vergehen ist einfach Ausson­derung fremder Typen und artfremden Wesens!"

Auf der Grundlage dieser Rechtsauffassung gibt es in deutschen Gerichtssälen keine Möglichkeit für spitzfindige Debatten über den BegriffAutofalle". Vor allem haben unsere Gerichte in den bis­herigen Verhandlungen gegen Autobanditen, wiederum auf der Grundlage des natürlichen Volksempfindens fußend, ihre Urteile unabhängig von der Erreichung oder Nichterreichuna des vom Verbrecher gesteckten Zieles gefällt. Es ist im Rahmen unserer weltanschaulich verankerten

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Unser Isssssp-sssk

(Ois ksukigs ^usZabs uinkaLt 16 Leiten)

USA.-Senator Nye wandte sich scharf gegen den Roosevelt-Kurs.

In Tunis haben französische Arbeitgeber 4000 Ita­liener entlassen.

Der Führer hat den 9. November zum gesetzliche» Feiertag erklärt.

Hermann Eöring gab die Parole für die kom­mende Arbeit der Luftwaffe.

Unser Gauleiter sprach auf der Schulungstagung der NS.-Frauenschaft.

Reichsleiter Korpsführer Hühnlein kommt Sonn­abend uach Bremen.

Die Flugveranstaltung der Flugzeugsiihrerschule Bremen erfreute sich eines «starken Besuches.

Mit dem 1. April werden im ganzen Reich NSRL-- Ringführer eingesetzt.

Der SchnelldampferBremen" des Nordd. Lloud befindet sich in Punta Arenas.

Der Eiffelturm begeht seinen SO. Geburtstag.