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parteiamtliche Tageszeitung
Das Amtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Lreien kjansestadt Bremen
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der Nationalsozialisten Bremens
sinnliches Berkündungsblatt des Beichsstatchalters in Oldenburg und Bremen
Nr. 60 / S. Jahrgang
Mittwoch. I.MSrz 1SZ9
Einzelpreis 15 Npf.
England Mischen ludentum und strabem
Londoner konferenr auf dem Pulverfaß
Letzte Versuche des kolomalmmisters / Endlose Lerrorwelle in Palastina
(Oraktberiokt unseres l. o n.ck oner Vertreters)
London, 1. März.
Die heftigen Widerstände der Juden in Palästina und die Ablehnung des britischen Bermittlungsvorschlages durch die jüdische Delegation in London hat in britischen diplomatischen Kreisen groß« Verlegenheit und Bestürzung hervorgerufen. Kolonialminister Macdonald versucht alles, um die Juden zu „beruhigen" und einen Zusammenbrach der Konferenz zu verhindern.
Macdonald hat den ganzen gestrigen Tag über den Besprechungen zwischen den Juden beigewohnt und dabei erklärt, daß die Einzelheiten des britischen Borschlages äußerst dehnbar und abiinderungsfähig seien. Das hat aber wieder die Araber auf den Plan gerufen, die fürchten, daß die Juden den englischen Plan eines unabhängigen arabischen Staates verwässern wollten.
Es ist klar, daß' sich die britische Regierung wie die beiden Parteien in einer ausweglosen Lage befinden. Sind die Araber zufriedengestellt, drohen die Juden mit Abbruch der Verhandlungen und Mobilisierung ihrer Finanzorganisationen der ganzen Welt gegen England. Versucht' England aber, die Luden zufriedenzustellen und das Mandat beizubehalten, dann steht die arabische Front England geschlossen gegenüber, und der Friede in Palästina ist jedenfalls ferner denn je.
Die Spannung der Konferenzkreisc ist ungeheuer, zumal auch aus Palästina ohne Unterbrechung unerfreuliche Nachrichten einlaufen. Im ganzen Lande gehen die Zwischenfölle weiter, wobei es kein Wunder ist, wenn die Araber auf den jüdischen Terror die Antwort nicht schuldig bleiben.
Ein spätes Eingeständnis
London, 1. März
Die Londoner Blätter berichten in großer Aufmachung über den schwarzen Tag Palästinas, d. h. über die ruchlosen jüdischen Attentate, bei denen insgesamt 32 Araber den Tod fanden. Hätte man früher in der englischen Presse immer nur von arabischen „Terroristen" gesprochen, so geht nunmehr aus einer Meldung aus Jerusalem deutlich hervor, daß es sich bei den folgenschweren Bombenanschlägen in Haifa und anderen anderen Städten Palästinas kaum um Attentate gehandelt habe. bei denen nicht Juden die Hand im Spiele hatten. Der jüdische Bürgermeister von Tel Aviv hat nach einer längeren Unterredung mit dem britischen Oberkommandierenden einen Appell an die Bevölkerung seiner nahezu rein jüdischen Stadt gerichtet, in dem er „zur Disziplin aufruft" und voll Abscheu von den Anschlägen spricht. Diese seien, so Erklärte er, von „unverantwortlichen und gewissenlosen Elementen" ausgeführt worden.
Jüdisches Wutgeheul in USff.
Newyork, 1. März.
Die englischen Vorschläge auf der Palästina-Konferenz haben unter den nordamerikanischen Juden die von Botschafter Kennedy vorausgesagte außerordentlich
Paris, 1. März.
Das ärztliche Gutachten über den jüdischen Mörder Herschel Grünspan liegt nunmehr im Wortlaut mit vollständiger Begründung vor. Nach mehrmonatigen Vorarbeiten haben die von dem französischen Untersuchungsrichter Tesnisre bestellten französischen Aerzte Dr. Eenil-Perrin, Ceillier und Heuyer die ärztliche Untersuchung des Mörders des Eesandtschaftsrates vorn Rath abgeschlossen und ein 98 Schreibmaschinenseiten umfassendes Gutachten erstattet.
Zu diesem Gutachten wird aus Paris ergänzend mitgeteilt, daß die Gerichtsärzte nach überaus gründlicher Untersuchung zu dem Ergebnis gekommen sind, daß Grünspan in keiner Weise in einem Zustand der Störung seiner Geistestätigkeit gehandelt habe, auch nicht unter einem unwiderstehlichen Zwang. Die von der Verteidigung des Mörders aufgestellte Behauptung, daß Grünspan die Tat in einem Zustand von Hypnose durchgeführt und die Beschaffung des Revolvers in einer Art von Automatismus vorgenommen habe, findet durch das Untersuchungseraeünis keinerlei Bestätigung. Nach Meinung der Aerzte ist auch die Aussage des Mörders, er habe zunächst Selbstmord verüben wollen, als unbegründet abzulehnen. Nach den ärztlichen Feststellungen verfügt Grünspan auch über die zur Erkenntnis der Strasbarkeit erforderliche Einsicht. Er ist also in vollem Umfange für sein mit Vorsah und lleberlegung durch- gefiibktcs Verbrechen strafrechtlich verantwortlich.
Die Gutachter baben sich nicht damit begnügt, die Erklärungen des Angeschuldigten und der Zeugen im polizeilichen Vorverfahren und. sodann im Verhör durch
heftige Reaktion ausgelöst. Der amerikanisch-jüdische Ausschutz für Minderheitenschutz kündigt Massenprotsste in allen Städten und Staaten Amerikas an. Ferner richtet der jüdische Kongreß der USA. ein dringendes Ersuchen an die Bundesregierung, unverzüglich die Führung der Opposition (!) gegen den englischen Plan zu übernehmen, um die Durchführung unter allen Umständen zu verhindern. Der Kongreß ruft das Judentum Amerikas auf, sich nicht in ein „Flüchtlingsvolk" verwandeln zu lassen. Israel Eoldstein, der Präsident des jüdischen Nationalfonds, erklärte: „Wir werden niemals einem „jüdischen München" zustimmen." Zehn führende Juden, darunter der kürzlich zurückgetretene Oberbundesrichter Brandeis, Cyrus Adler und der sattsam bekannte Boykotthetzer Samuel llntermeyer richteten Telegramme an die jüdische Abordnung in London und fordern sie auf, „absolut festzubleiben".
die Untersuchungsrichter zusammenzufassen, sondern haben neben einer eingehenden körperlichen und psychiatrischen Untersuchung eine Reihe von eigenen Vernehmungen vorgenommen. Es hat den Anschein, daß der Angeschuldigte den Aerzten gegenüber andere Aussagen gemacht hat, als bei den Verhören, bei denen seine Verteidiger zugegen waren, denn seine Auslassungen enthalten zahlreiche Widersprüche zu früheren Erklärungen.
Schließlich geht aus dem Bericht der Aerzte hervor, daß der Mörder nicht unmittelbar von Hannover nach Paris gekommen ist, sondern sich in der Zwischenzeit etwa sechs Wochen bei einem Verwandten in Brüssel aufgehalten haben will. Dort soll ihm auch der Rat gegeben worden sein, die französisch-belgische Grenze ohne Visum zu überschreiten.
Ueber seinen Pariser Aufenthalt hat der Mörder angegeben, haß er mit Mitgliedern eines jüdischen Sportklubs, in dem auch Politik getrieben worden sei, ständige Verbindung unterhalten habe.
Mit diesem Gutachten ist ein wesentlicher Abschnitt der von dem Untersuchungsrichter TesniLre umsichtig durchgeführten Voruntersuchung abgeschlossen. Andererseits machen die zahlreichen Widersprüche, in die Grünspan und seine Verwandten sich verwickelt haben, noch eine Reihe weiterer Erhebungen notwendig. Nähere Angaben über den Zeitpunkt des Abschlusses der Voruntersuchung und der Anberaumung des Hauptverhandlungstermines sind daher noch nicht möglich.
örünspan voll zureitzmmgsfWg
MMche Pariser Untersuchung abgeschlossen — Ein aufschlußreiches öutachten
Me Kunst als vrürke -es Verständnisses
Eröffnung der flusstellung „Pttjapanische Kunst" im veutschen Museum in Berlin in flnwesenlieit des sichrers
der Gesellschaft für ostasiatische Kunst habe ich die Ehre,
Berlin, 1. März.
Zu pinem großen Ereignis in den deutsch-japanischen Kulturbeziehungen gestaltete sich gestern durch die Anwesenheit des Führers die Eröffnungsfeier der Ausstellung „Altjapanische Kunst", die unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten Generalfeldmarschall Göring mit Unterstützung der kaiserlich-japanischen Regierung von der Gesellschaft für ostasiatische Kunst und den Staatlichen Museen in den Räumen des Deutschen Museums veranstaltet wird.
Wenige Minuten vor 12 Uhr fuhr der Führer vor dem mit den Fahnen des Dritten Reiches und Japans geschmückten Ehrenhof des Pergamon-Museums vor. Er wurde hier von Generalfeldmarschall Göring, dem Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop, Reichsminister Rüst und dem Generaldirektor der Staatlichen Museen Pros. Dr. Kümmel sowie dckn übrigen Mitgliedern des Ehrenausschusses begrüßt. In Begleitung des Führers waren erschienen Staatsminister und Chef der Präsidialkanzlei Dr. Meißner, Reichspressechef Dr. Dietrich, Obergruppenführer Brückn er und Gruppenführer Schaub.
An der Eröffnungsfeier nahm der Kaiserlich-Japanische Botschafter, Generalleutnant'O s h i m a mit sämtlichen Herren der japanischen Botschaft teil. Der Führer ließ sich ferner den Leiter der Sonderdelegation der kaiserlichjapanischen Regierung Marquis Inouye vorstellen. Unter den Ehrengästen befanden sich Reichsministsr Dr. Frick, Reichsführer Himmler. Reichsleiter Alfred Rosenberg, Staatsminister Pros. Dr. Po- pitz und sonstige Vertreter von Partei und Staat Zahlreich war das Diplomatische Korps vertreten, an dessen Spitze die Vertreter Frankreichs, Spaniens. Polens und der Türkei. Von den Mitgliedern des Arbeitsausschusses seien u. a. noch genannt die Herren Kameda, Pros. Araki. Pros Fuku:, Pros. Kojima. Oberregierungsrat Maruo und Dr. Pam« da.
Generaldirektor Pros. Dr. Kümmel verlas die Begrüßungsansprache des durch plötzliche Erkrankung am Erscheinen verhinderten Vorsitzenden der Gesellschaft für ostasiatische Kunst, Botschafter von Dircksen. In der Begrüßungsansprache heißt es u. a.. Als Vorsitzender
Ihnen, mein Führer, unsere Dankbarkeit dafür zum Ausdruck zu bringen, daß Sie es möglich gemacht haben, der heutigen Eröffnungsfeier der Ausstellung altjapanischer Kunst beizuwohnen. Sie haben damit der Ausstellung den hervorragenden Platz im Rahmen der deutsch-japanischen Kulturbeziehungen und des künstlerischen Erlebens von Berlin zugewiesen, auf den sie wohl Anspruch erheben darf. Als Sie vor drei Jahren dem japanischen Kaiserhaus aus den Beständen der Museen das japanische Bildnis des Kaisers Saga zum
Geschenk machten, haben Sie sich dadurch den. Wog zum Herzen des japanischen Volkes geöffnet und damit die psychologischen Voraussetzungen für die heutige Ausstellung geschaffen. Die politischen Voraussetzungen schuf der Abschluß des deutsch-japanischen Vertrages vom November 1936, und die kulturellen der Abschluß des Kulturabkommens vom Herbst vergangenen Jahres. Auf diesen drei Pfeilern ruht auch diese Ausstellung. Eine große Dankesschuld haben wir insbesondere auch abzustatten gegenüber dem gesamten japanischen Volk.
(Fortsetzung auf Seite 2)
vor lAIirer bei cker sapaniselisn LllnstansstvIInns in Lorliu. (krssss-Llokkmavn.)
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Sinnbild wehrhafter Freiheit
Für das soldatische Volk der Deutschen .ist die nationalsozialistische Luftwaffe vielleicht der sinnfälligste Ausdruck unserer neuen Wehrhoheit. Nicht nur allein deswegen, weil sie von einem der ältesten und zielklarsten alten Nationalsozialisten geschaffen wurde, sondern, weil sie als Mener-Wehrmachtsteil — in Vergleich gesetzt mit Heer und Marine — dem Volke im Vorkriegsheer und der Reichswehr dem Augenschein nach nicht bekannt war.
Im Gedächtnis der Nation lebte nach dem Weltkrieg die kämpferische Leistung unserer Kriegs- flieger, der Jagd-, Bomben- und Aufklärungsflieger, lebte der unvergängliche Ruhm der Staffeln Richthofens und Boelckes; den unbekannten Soldaten der Luftwaffe aber schenkte dem deutschen Volke erst das Dritte Reich. Die eigene Uniform, die gewaltige Ausweitung der Aufgaben über das rein Fliegerische hinaus auf die Luftabwehr und den Bodendienst überhaupt, die zahlenmäßige Stärke der bei der Luftwaffe Dienenden — das alles hat dazu beigetragen, die Luftwaffe als jüngstes aber keineswegs weniger starkes Kind der deutschen Wehrmacht dem Volke auch innerlich besonders nahezubringen. Vor dem Kriege hatte die deutsche Fliegertruppe einmal einen Gesamtetat von 400000.— RM., während zur gleichen Zeit Frankreich 10 Millionen Franken für seine Luftrüstung anwandte. Wenn auch diese Unterschätzung der Luststreitkräfte im Laufe des Weltkrieges berichtigt wurde, so blieb es doch dem nationalsozialistischen Deutschland vorbehalten, nach Durchbrechung der Vertragssklaverei von 1319, erstmalig den deutschen Luftraum wirklich zu sichern und dem deutschen Volke neben den ihm schon bekannten Waffen auch die Luftwaffe zu schenken.
Wohl alle Volksgenossen haben mit unbändigem Stolz damals die ersten deutschen Geschwader der Luftwaffe über sich gesehen, die fliegenden Boten der Wehrfreiheit und Wehrhoheit. Und für Tausende in der Ostmark und dem Sudetenland sind die Flugzeuge mit dem Zeichen der nationalsozialistischen Luftwaffe über ihren Tälern und Wäldern die ersten Verkünder der endlichen Befreiung, die ersten Zeichen gewesen, daß der Führer im Kommen sei.
Aus diesen Erlebnissen und aus der Kenntnis der unerschütterlich klaren und energischen Persönlichkeit des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, erklärt sich die Tatsache, daß das Volk zu ihr in jeder Stunde ein unbegrenztes Vertrauen hat, das am heutigen „Tag der Luftwaffe" deutlich bestätigt und erweitert werden wird.
Sörlng spricht über alle deutschen Sender
Berlin, 1. März.
Generalseldmaffchall Hermann Göring spricht aus Anlaß des Tages der Luftwaffe am heutigen Mittwoch, von 9 bis 9.26 Uhr früh, über alle deutschen Reichssender. Deutschlandsender und Landessender Danzig. Die Ansprache wird am gleichen Tage von 19.46 bis 26.66 Uhr wiederholt. Die Sendung von 9.66 bis 3.26 Uhr wird von allen Schulen und der Luftwaffe im Eemein- fchaftsempfang abgehört.
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Unser Issssspisgsl
(Die bsutigs LnsZabs nwkaüt 16 Leiten)'
Bei einer Großkundgebung in Vurgos erklärte General Franco, daß Spaniens Armee machtvoller denn je sei.
Der rote „Präsident" Azana ist zurückgetreten.
Das Pariser ärztliche Gutachten erklärte den jüdischen Mörder Grünspan für voll zurechnungsfähig.
Die Krise der Londoner Palästina-Konferenz hat sich verschärft.
In Anwesenheit des Führers wurde in Berlin die Ausstellung ..Altjapanische Kunst" eröffnet.
Do 26 „Seefalke" führte seinen Rückflug über den Atlantik mit 366 Stundenkilometer durch.
Bei einem Grubenunglück in der Türkei, kamen 23 Bergleute ums Leben.
In Hamburg wurde abermals ein jüdischer Sexual- verbrecher verurteilt.
Großartige Vorbereitungen trifft Helsinki für die Olympischen Spiele 1946.