i,-,I ^
Erscheint 7mal vSchentltch
Monaisbezug 2.30 einschl. Zu- stellgebükr; PoslbezugSpieis monatl. .2,30 «emsckl 48.8k ^ Post- zeitungsyebübrl zuzügl 42 ^ Ve- stellaeld Bezugspreis ist im voraus zakstbar Postscheck' Hamburg 17272. Eine Debinderung der Lieferung rechtfertigt keinen Anspruch auf Rückzabiuv des Bezugspreises. Verlag: N§>-Gauveriag Weser- Ems GmbH Bremen Geeren G8. Fernsprecher: 3 4121 und 51113. Sprechzeit: Verlag werktnaiich 12—13 Uhr; Schriftleitung Dienstag und Freitag 12)4—13)4 Uhr.
Steiner Muno
parteiamtliche Tageszeitung
vas flmisbtatt des Negierenden vürgermeisters der Freien Hansestadt Vremen
Anzeigen - Grundpreise:
Die 22-wm-Zeile im Anzeigenteil 12 2^, die 78-uim-Zeile im Tert- teil 75 Ermäßigte Grundpreise (für kleine. Familienanzeigen u. a.» sowie sonstige Bedingungen Preisliste K lNachlaßsiasfel <"). Fü, An- zeigen durch den Fernsprecher keine Gewähr Annabmeschiuß 1k Uhr. Geschäftsstellen: In Bremen:
Geeren 6—8, Fernsprechsammel- nummer 5 41 21 Nachtrus 511 13; Obernstraße Nr 86, Fern?' -ckier 5 41 21: Zastedter Heerstr. 403/07. In Oldenburg. Staustraße Nr. 21» Fernsprecher Nr. 36 09.
der Nationalsozialisten Bremens
stattliches Nerkiindungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Meinen
Hr. 14? / 8. Jahrgang
Einzelpreis 15 Npf.
Wieder siegten die Sudetendeutschen
Semeindewcilsien belehren Prag
Volksdeutsche kiicheit bestätigt: Vis zu ldv Prozent der deutschen Stimmen für die Liste der SdP. / Marxistischer Überfall in kibenberg / Vereitelter slnschlog aus sudetendeutschen Abgeordneten e»
» Prag, 30. Mai.
Bei den gestrigen Gemeindewahlen in der Tschechoslowakei wurden im sudetendeutschen Reichenberger Bezirk sür die Sudetendeutfche Partei durchschnittlich 93 bis IM v. H. aller deutschen Stimmen abgegeben. Die Zunahme beträgt seit 1935 29 bis 65 vom Hundert.
Die Stimmenzahlen der Sozialdemokraten und Kommunisten sind überall bedeutend zurückgegangen. Die ersten Wahlergebnisse lagen vor aus der Riesengebirgs- gemelnde Marschendors. Dort erhielt die Sudetendeutfche Partei, die als einzige Partei Listen ausgestellt hatte, von insgesamt 584 Stimmen 51V Stimmen (14 Mandate), die tschechische Wahlgruppe 52 Stimmen (1 Mandat).
Ein außerordentliches Resultat ist in Maffers- dorf, dem Geburtsort Konrad Henleins, zu verzeichnen. Dort erzielte die Sudetendeutfche Partei 29 von 32 Eemeindevertretersitzen. In Zwickau bei Böhmisch- Leipa konnten die Sudetendeutschen 96 v. H» allßr derrt- schen Stimmen auf sich vereinigen.
Im folgenden verzeichnen wir weitere Einzekergeb- nisse: Weiden au: SdP. 1139 Stimmen (28 Mandate), Sozialdemokraten 46 Stimmen (1 Mandat), Kommunisten keine Stimme, Tschechische Wahlgruppe 73 Stimmen (1 Mandat). Die SdP. erhielt 96,1 v. H. aller deutschen Stimmen. — Jauernigg: SdP. 1705
Stimmen (28 Mandate), Sozialdemokraten 23 Stimmen
(kein Mandat), Kommunisten 27 Stimmen (kein Mandat), Tschechen 81 Stimmen (2 Mandate), 98,6 v. H. aller deutschen Stimmen sür die SdP. — Fulnek: SdP. 1802 Stimmen (24 Mandate), Sozialdemokraten 141 Stimmen (2 Mandate), Kommunisten (keine Stimmen), Tschechen 312 (4 Mandate). 98,7 v. H. aller deutschen Stimmen für die SdP. Odrau : SdP. 1187 Stimmen (17 Mandate), Sozialdemokraten 176 Stimmen (2 Mandate), Kommunisten 525 Stimmen (7 Mandate), Tschechen 220 Stimmen (3 Mandate). 87,1 v. H. aller deutschen Stimmen für die SdP. — Freiwaldau: SdP. 4302 Stimmen (33 Mandate), Sozialdemokraten 130 Stimmen (1 Mandat), Kommunisten 69 Stimmen
(kein Mandat), Tschechen 302 Stimmen (2 Mandate). 97,3 v. H. aller deutschen Stimmen für die SdP.
Dank der Disziplin der Sudetendeutschen verlief die Wahl im allgemeinen ruhig.
Schüsse aus dem strnteichalt
Prag, 30. Mai.
Auch am gestrigen Wahlsonntag ist es an einigen Orten zu Zwischensiillen gekommen. In der Gemeinde Eibenberg im politischen Bezirk Graslitz wurde ein sndetendeutscher Ordner niedergeschossen.
Schon seit langer Zeit werden die „deutschen" Marxisten in der Tschechoslowakei von den Tschechen mit allen Mitteln, u. a. auch mit starken finanziellen Beihilfen, gegen das Sudetendeutschtum aufgewiegelt und aufgehetzt. Die Presse der „deutschen" Marxisten führt ohne Behinderung durch die tschechische Zensur seit Monaten eine unglaubliche Sprache gegen die Angehörigen der Sudetendeutschen Partei und betreibt offene Mordhetze. Die Folge dieser Hetze ist der Zwischenfall in Eibenberg, wo aufgehetzte bewaffnete Marxisten über Ordner der Sudetendeutschen Partei herfielen. Es kam zu einer Schlägerei, in deren Verlauf die Marxisten zur Schußwaffe griffen und eine Reihe von Schüssen auf die unbe- waffneten Sudetendeutschen abgaben.
Einer der Ordner der Sudetendeutschen Partei, der einen Bauchschuß erhalten hatte, muhte schwerverletzt einem Krankenhaus zugeführt werden. Drei andere Personen wurden leicht verletzt. Gendarmerie stellte schließ- lich die Ordnung wieder her und nahm bis zur Klärung des DorsallLs 75 Personen fest. Wie die ärztliche Untersuchung im Krankenhaus ergab» steckt das Geschoß bei dem verletzten Ordner Dehn im Rückgrat.
Bereits am Freitag hatten Marxisten auf den Abgeordneten der Sudetendeutschen Partei, Wöllner, einen Anschlag geplant, indem sie Stacheldraht und ein Drahtseil über den Weg, den der Abgeordnete nehmen mußte, gespannt hatten. Ordner der Sudetendeutschen Partei tonnten den Anschlag rechtzeitig verhindern.
Der sichrer nimmt Vorbeimarsch in Dessau ab
Sr. Goebbels rechnet auf dem Sautag Magdeburg-dessau scharf mir den internationalen Friedensstörern ab
Dessau. 3». Mai.
Mehr als 300 000 Volksgenossen des Gaues Magdeburg-Dessau waren am Sonntag in ihrer alten Residenz- und jungen Gauyauptstadt als einzig festlich bewegte Gemeinschaft zum diesjährigen Gautag der NSDAP. zusammengeströmt, der durch die Anwesenheit des Führers und eine Rede von Reichspropagandaminister Dr. Goebbels seine besondere Bedeutung erhielt. Mit der Einweihung des neuen Dessauer Theaters. dem ersten monumentalen Theaterneubau im nationalsozialistischen Deutschland» fand der Tag seinen kulturpolitisch bedeutsamen Ausklang.
Um 12 Uhr trifft zunächst Neichsminister Dr. Goebbels auf dem Flugplatz der Junkers-Werke ein, wo er von den führenden Persönlichkeiten des Gaues mit
Gauleiter Reichsstatthalter Jordan, Staatsminister Freyberg sowie dem Dessauer Oberbürgermeister Sander an der Spitze empfangen wird. Und dann geht es unter
dem stürmischen Jubel der Massen in langsamer Fahrt über die Feststraße zur Aufmarschwiese in die Braunsche Lauche.
Auf der großen Tribüne haben sich die Ehrengäste versammelt, unter ihnen der Gauleiter des Nachbar- gaues Halle-Merssburg, Eggeling, Reichsarbeitsführer Hier!, Ministerpräsident Klagges-Braunschweig, Frau Loeper, die Witwe des verstorbenen Reichsstatthalters, sowie zahlreiche hohe Offiziere der Wehrmacht und hervorragende Vertreter des Staates und der Partei.
Gauleiter Reichsstatthalter Jordan eröffnete nach stürmischem Empfang Dr. Goebbels' die Kundgebung. Seine Mitteilung, daß der Führer sich zur Zeit auf der (Fortsetzung auf Seite 2)
St * ^ -
j-4-
2llw Vbsvkluü cker xroLoii l. kieieli^olvnmItsguiiK in Nremvn ksmI iEli cker Tatoiioki UNK -mi Lolonial-Mirenm», ein sti-akker Vorkeimarsck „ei sei- Sörssnkrevne stsV. Unser Rilä seist äsn ämKenbliek ckes Vorkeimarsokes Ssi- 1ViIkeIm-0eekoi--x'aknv. In Sei- ersten Heike von links nnek reokts: «euer-»! von Uettov- Vorbevk, 8V.-Oborkäkior kollert, Savor 8^-Oborkukrer Snnken, ss-Obvrlnkrer knmnnn, kes- Lürsoi-meister 8Hlii,ponknkrer Lökweker kenerallentniint 8 trauL unck ^Smiral Molk. (Lvrickt über Sen Vorlaut Ses lotsten lasungstaKes iw Innern Ses LIattes.) Lutn - Lekmiät
Londons falscher Standpunkt
Eine klare englische Pressestimme
London. 3V. Mai
Im „Observer", der führenden englischen Sonntagszeitung, beschäftigt sich Garvin mit der „tschechischen Gefahr", wie er es nennt. Der Artikel verdient um so mehr Beachtung, als hier ein angesehener englischer Publizist zum ersten Male freimütig feststellt, daß die „Krise" am vergangenen Wochenende das Ergebnis von Uebertreibungen. voreiligen Schritten aus der tschechischen Seite und überflüssigen Worten war, und weil er klar herausstellt, woran die ganze Vermittlungs- aktion Englands krankt, nämlich daran, datz sie den Eindruck hervorruft, als wäre London das wirkliche Ende der Verbindung Moskau—Prag— Paris.
Garvin beklagt es deshalb, daß England sich nicht alle Komplikationen und Verbindungen irgendwelcher Art mit den Sowjetpakten habe vom Leibe halten können. Er spricht dann von herausfordernden Worten und übertriebener Geschäftigkeit am vergangenen Wochenende. Heute gebe man in England offen zu — wenn auch nicht in Moskau —, daß der ursprüngliche tschechische Bericht über einen „geplanten Coup der deutschen Armee" völlig unbegründet war. Man habe sogar gesagt, daß die entschlossenen Warnungen Englands dir „deutsche Aggression" durchkreuzt hätten.
Keine Verdrehung, so sagt Garvin, hätte bösartiger sein können. Es sei schwer, abzumessen, wieviel Erregung und Unwillen dadurch in Deutschland hervorgerufen worden sei» wo die meisten guten Ergebnisse des Halifax-Besuchs in Berlin bereits wieder zunichte- gemacht worden seien. Er, Garvin, erkläre mit allem Nachdruck, wenn weitere diplomatische Schritte im Zusammenhang mit der tschechischen Frage mit derart prahlerischer Begleitmusik vor sich gingen, so würde das fatale Folgen sür den Frieden haben.
Einige Kommentare notorischer Deutschenhasser klängen so. als seien an Stelle der Ermordung von .zwei Sudetendeutschen durch einen tschechischen Polizisten zwei Tschechen von Deutschen ermordet worden.
Obgleich England.kein Partner der Sowjetpakte sei, könne es doch von den Folgen völlig ersaßt werben. Die öffentliche Meinung sei sich wenig darüber im klaren, in wie starkem Maße England bereits darin verwickelt sei. Englands Schritte würden notwendigerweise dahin verstanden, daß sie in voller Uebereinstimmung mit Paris erfolgten und selbstverständlich von Paris Moskau zur Kenntnis gebracht würden. Unter diesen Umstürzen sei die englische Vermittlung nicht ganz unparteiisch nnd man könne nicht erwarten, daß sie von Deutschland so angesehen würde. Man müßte sich allezeit immer daran erinnern, daß, wenn es keine Hoffnung für eine deutsch-englische Verständigung mehr gebe, auch nichts mehr für die Sicherung des Weltfriedens vorhanden sei. Wenn die Tschechen in dem Glauben bestärkt würden, daß England, Frankreich und Sorojetvußland ihnen zu helfen gezwungen seien, was auch immer sie täten, so würden sie den Sudetendeutschen niemals ausreichende Zugeständnisse machen. Schließlich erteilt Garvin den Tschechen einen Tadel, indem er sagt, Prag habe, ohne auf eine Bestätigung der Gerüchte über deutsche Truppenkonzentra- ttonen W warten, militärische Gegenmaßnahmen in der Form einer Teilmobilisierung ergriffen. England tue gut daran, sich über die Eewagtheit und das Risiko dieser Schritte klar zu werden.
Der Verfasser schließt mit der Feststellung, daß die „Tschechoslowakei" niemals durch den hanebüchenen Unsinn von Versailles hätte geschaffen werden dürfen. Sie könne weder durch friedliche Mittel noch durch Krieg aufrechterhalten werden, wenn sie nicht zu einer zweiten Schweiz auf der Grundlage der Gerechtigkeit uiü> Neutralität umgeformt werden würde.
MIIIIIIIIIIIIIIIMIIIIIIIIIIIIIIMIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIMIIIIIIMIIIIIIIIIIIIIIIII
Vnssr LayGsspLSysI
Die Sudetendeutschen erzielten bei den gestrigen Gemeindewahlen wiederum einen überwältigenden Sieg.
In Eibenberg wurde ein SdP.-Ordner von Marxisten niedergeschossen.
Das deutsche Luftgeschwader traf in Belgrad ein. Der Führer nahm in Dessau im Rahmen des Gautages den Vorbeimarsch der Formationen ab; Dr. Goebbels rechnete mit den internationalen Friedensstörern ab.
In Anwesenheit des Führers wurde der Theaterneubau in Dessau eingeweiht.
Gauleiter Röoer sprach auf dem Kreistaa der NSDAP. in Brake.
In Wilhelmshaven wurde das Ehrenmal für die Gefallenen des Panzerschiffes „Deutschland" geweiht. Mit einer Totenehrung und einem Vorbeimarsch fand die Kolonialtagung in Bremen ihren Abschloß. Seit der Eröffnung der Ausstellung „Bremen — Schlüssel zur Welt" zählte man 125 000 Besucher. Die Endspielgegner um die Deutsche Fußballmeisterschaft 1838 sind Schalke 04 und Hannover 98.
Ein ganz großer Erfolg für Deutschland wurde die Dreitagefahrt für Motorräder.
Erstmalig starteten in Bremen in einer NSFK.- Beranstaltung sechs Freiballone.
Der Deutschlandflug 1838 endete am Sonntaa in Wien.
Im gesamten alten Reichsgebiet wurden die Reichssportwettkämpfe der HJ. für Jungmädel und BDM. durchgeführt.