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parteiamtliche Tageszeitung
vas flmtsblatt des Negierenden vürgermeisters der Lreien Hansestadt Vremen
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der Nationalsozialisten Vremens
flmtliches verkündungsblalt des Neichsstattlialters in Oldenburg und vremen
Nr. 140 / S. Zalirgang
Montag. 2Z.Mai 1SZ8
Linzelpreis 13 Npf.
Ver Wlzrer baut das neue München
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das große „Werk fiir Jahrtausende beginnt
fldolf stiller -ab in der Hauptstadt der öewegung den öefestljumöeginndersirbeitenanderUntecgrundbastn
München, 23. Mai.
Der 22. Mai 1938 wird für alle Zeiten eine überragende Bedeutung für die Hauptstadt der Bewegung und Stadt der deutschen Kunst behalten. Von diesem denkwürdigen Tage an beginnt ein neues Jahrhundert der Münchener Baugeschichte, in dem nach dem Willen des Führers auf der Grundlage eines umfassenden, großzügigen und einheitlichen Planes die Stadt neuen Lebensraum für ihre Entwicklung erhält und gewaltige Verkehrsanlagen. Stratzenzüge und monumentale Bauten sie in Schönheit erneuern und befähigen werden, ihre große Sendung im nationalsozialistischen Eroßdeutschen Reich zu erfüllen.
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der sestakt in der Lindwurmsteaße
Die Stätte des festlichen Arbeitsbeginns für die Neugestaltung Münchens war der Straßenzug der im Süden der Stadt gelegenen Lindwurmstratze. Vorn Send- lmgertorplatz aus war diese Stätte in den Vormittagsstunden des 22. Mai das Ziel der Volksgenossen. Von allen Häusern herab wallten riesige Hakenkreuzbanner. Die Wehrmacht, die 9-Verfügungstrnppe, die Schutzpolizei in Paradeuniform, der Reichsarbeitsdienst, die SA., das NSKK., das NSFK., die GaUbereitschaft und die HJ. waren züm Ehrenspalier aufmarschiert. An der Baustelle Ecke Lindwurm- und Ziemßenstraße, unmittelbar an dem Krankenhaus längs der Jsar, waren festlich geschmückte Tribünen errichtet. Zu ihren beiden Seiten hatten die am Bau beschäftigten Arbeiter Aufstellung genommen.
Riesige Dampframmen, Symbole der gewaltigen Kraft, die sich hier in der nächsten Zeit fiir die Neugestaltung Münchens einsetzen werden, flankierten mit Frühlingsgrün geschmückt die Baustelle. In dichten Scharen steht die Münchener Bevölkerung hinter der Front der Ehrenformationen und um den Festplatz. Auf der Ehrentribüne haben sich zur Teilnahme an dem
geschichtlichen Akt in außerordentlich großer Zahl führende Männer des öffentlichen Lebens eingefunden.
Unter den Ehrengästen sieht man die Reichsminister Dr. Dorpmüller und von Ribbentrop, die Reichsleiter Dr. Ley, Amann und Bormann. den bayrischen Ministerpräsidenten Siebert mit den bayrischen Staatssekretären, den Gauleiter des Traditionsgaues Staatsminister Adolf Wagner, den Oberbürgermeister Münchens Reichsleiter Fiehler, die Kommandierenden Generäle des VII. Armeekorps, General der Infanterie Ritter von Schobert, und der Luftwaffengruppe III General der Flieger Sperrle, den Staatssekretär Generalmajor Hafmann als Vertreter des Reichsstatthalters General Ritter von Epp, die Präsidenten der Reichsbahnsonder- baubehörde Koll, der Michsbahndirektion München Eollwitzer und viele andere.
Her stihter kommt
Gegen 11 Uhr künden brausende Heil-Rufe vom Send- lingertorplatz her die Ankunft des Führers Die Ehrenformationen präsentieren, die Musik spielt die nationalen Lieder. Immer stärker wird der Jubel der Menschen.
In Begleitung des Führers, der die Stätte des Festaktes betritt, befinden sich Reichspressechef Dr. Dietrich, ss-Gruppenführer Schaub, NSKK.-Brigadefiihrer Bor- mann und Korvettenkapitän von Putkamer. Der Führer schreitet nunmehr, begleitet von den Kommandierenden Generälen Schobert und Sperrle und von dem ss-Obergruppenführer Frhr. v. Eberstein die Front der Ehrenformation ab. Er begibt sich dann auf die Ehrentribüne. Der Festakt beginnt. ,
Gauleiter Staatsminister Adolf Wagner nimmt das Wort zu einer kurzen Ansprache, in der er sich an den Führer wendet:
„Mein Führer! Sie haben das Reich vermehrt und es herausgeführt aus Ohnmacht und Armut zu einem Reich der Größe und Herrlichkeit. Sie haben uns ein neues deutsches Volk erzogen voll Lebenskraft und Lebensfreude, voll Wehrwillen und Wehrkraft. Und nun, nachdem das Reich steht haben Sie den Willen, in diesem Reich eine Anzahl von Städten so auszubauen, daß sie der Sendung, die Sie diesen Städten gegeben haben, auch dienen können." Nach einem Ueberblick über die Größe des neuen Werkes und nach einem Appell an die Bereitschaft der Münchener Bevölkerung zur Mitarbeit, schließt Gauleiter Wagner mit den Worten: In sieben Jahren muß München
fertig sein, und zwar als eine der schönsten Städte Deutschlands und der ganzen Welt.
Im Anschluß an die Worte des, Gauleiters des Traditionsgaues spricht Reichsleiter Fiehler als Oberbürgermeister der Hauptstadt der Bewegung: Mein
Führer! Ehe Sie die Führung der deutschen Nation übernahmen, war die Stadt München nahe daran, ihren einstigen Ruf als Stätte deutscher Kunst und deutschen Kulturschaffens endgültig zu verlieren. Erst Sie mein Führer, schufen die Voraussetzungen zu neuem Leben und Aufschwung auf allen Gebieten, wie in ganz Deutschland so auch in München.
Ich melde Ihnen: Die Hauptstadt der Bewegung
steht bereit» mit allen ihr zu Gebote stehende» Kräften nunmehr mit der Verwirklichung Ihres alles Bisherige überragenden Planes zum Ausbau Münchens zu beginnen, in alter Treue zu Ihnen, im Glauben an die deutsche Zukunft!
(Fortsetzung auf Seite 2).
Spannung in der Tschechoslowakei hält an
Präger Ministerrat tagte — Meinungsverschiedenheiten unter den kabinettsmitgtiedern — frank bei stodra
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(vraktbsrickt unseres krsger Vertreters)
Prag, 23. Mai.
Die ungeheure Spannung, die seit dem Wochenende in der ganzen Tschechoslowakei herrscht, hält unvermindert an. Im sudetendeutschen Gebiet ist der Sonntag dank der vorbildlichen Disziplin der Deutschen im allgemeinen ruhig verlaufen. Die Erregung der Bevölkerung hat jedoch noch nicht nachgelassen» vor allem, da die überflüssigen militärischen Maßnahmen der Regierung nicht rückgängig gemacht, sondern sogar noch verschärft wurden. In den Straßen Prags sah man am Sonntag sehr viel Militär. Besonders vor den Kasernen und auf den Bahnhöfen ging es lebhaft zu. Offiziere sowie Mannschaften waren mit kleinem Gepäck ausgerüstet.
In der Nacht vom Sonnabend auf Sonntag fand unter dem Vorsitz des Staatspräsidenten Dr. Venesch ein Ministerrat statt, über dessen Verlauf von amtlicher Seite nichts bekanntgegeben wurde. In unterrichteten politischen Kreisen glaubt man jedoch zu wissen, daß diese nächtliche Sitzung sehr stürmisch verlaufen ist. Zwischen den einzelnen Kabinettsmitgliedern sollen über grundsätzliche Fragen Meinungsverschiedenheiten aufgetaucht sein.
Innenminister Cerny soll u. a. den Rücktritt des Generalstabschefs der tschechischen Armee, Krejci, gefordert haben; er ist aber anscheinend mit dieser Förde- rung nicht durchgedrungen, da bis jetzt noch keine amt- liche Meldung über einen Wechsel in der Führung des Generalstabes ausgegeben wurde. Am Sonnt^gvormit- tag ist das Kabinett erneut zu Beratungen zusammengetreten. über die von amrlicher Seite ebenfalls strengstes Stillschweigen gewahrt wird. :
Der Stellvertreter Konrad Henleins, Abgeordneter Frank, stattete Sonntag mittag Ministerpräsident Hodza -einen Besuch ab. Bei dieser Besprechung dürfte Frank den Ministerpräsidenten aufgefordert haben, endlich tatkräftige Maßnahmen zu ergreifen, um dem jetzigen innerpolitisch gespannten Zustand ein Ende zu machen. Wie man erfährt, hat Hodza dem Stellvertreter Henleins versprochen, daß die einschneidenden Maßnahmen gegen die sudetendeutsche Bevölkerung in allernächster Zeit gemildert würden. Hodza soll ferner erklärt haben, i dak über die Bewaffnung der Zivilisten — es handelt > sick dabei bekanntlich zum großen Teil um marxistische , Elemente — «ine Untersuchung angestellt werden soll. j Wie man erfährt, weigerte sich iedoch die Regierung,, der Forderung der Sudetendeutschen. die tschechisch" > Natio"olgarde zu entmo^men. nock>-u'?<immen.
gen versucht. An verschiedenen Stellen der Brücke wurden 1v kg Protyl in Büchsen zu je V 2 kg angebracht. Der Sprengstoff war bereits mit Zündschnüren versehen. Der Anschlag wurde durch die Aufmerksamkeit zweier deutscher Erenzbeamten verhütet, bei deren Herankommen die tschechoslowakischen Soldaten über die Grenze flüchteten. Die Sprengladung ist noch auf der Brücke montiert.
Sie stürmten das „Veutstke Kaus
Linz, 23. Mai
Wie aus Oberösterreich gemeldet wird, ist die Lage in den angrenzenden deutschen Bezirken der Tschechoslowa
kei außerordentlich gespannt. So wurde in der Nacht vom Sonnabend auf Sonntag in Kvummau und Bud- weis von tschechischem Pöbel das Deutsche' Haus gestürmt. Die Deutschen sind den Angriffen der Tschechen völlig wehrlos preisgegeben, da sich sogar staatliche tschechische Organ« an den Ausschreitungen beteiligen. Der Grenzverkehr ist eingestellt. In Gmünd wurde in der Nacht zum Sonntag die Lichtleitung, die aus der Tschechoslowakei nach dem Reichsgebiet führt, durchschnitten, so daß der Grenzbähnhof völlig im Dunkeln lag. Dem deutschen Bahnpersonal, das mit den Zügen in den Grenzstationen ankommt, ist es untersagt die Züge zu verlassen.
(Siehe auch Seite 2)
Ungeheuerlicher Zwifchenfall
^ Sprengversuche
L tschechischer Soldaten auf deutschem Boden s Verlin, 23. Mai.
; Nach eine» Mitteilung des Eendarmerieposten-Kom- s mandos Mistelbach haben am Sonnabend zwischen 12 und 14 Uhr 10 tschechoslowakische Soldaten auf deutschem Gebiet die vom Berhartsthal über die Thaya auf das tschechoslowakische Gebiet führende Holzbrücke zu spren-
kngliseko mal ckeutseks kivssemännvi-, äie auk kinIaäuiiK Lei- ^i-Kokveckvivi kiek. ^äler L 60., kleinen, an äsn ckunKkollllaki-t ckes k'ravkt- unä kakiKastsckiKes „^äler" teilnakinon, knin vor ikl-er ^.nknnkt in Kiemen. Die engliseken KÜ8tv rvei-ckvn beute 11. a. äie klieckerckeutsekv deäenlc-ttätte „Stockingsekio" be- siektigeii. (Lisko auek niwsisn ortlielisn Teil.) Knin.: Lekmickt
oiänzender waWeg der SdP.
Das Sudetendeutschtum bekundete seine Volkstreue
Prag, 23. Mai
Die erste der drei Etappen der Gemeindewahlen in. der Tschechoslowakei.ist abgeschlossen. Aus den bisher vorliegenden Ergebnissen, die größeren deutschen Gemeinden umfassend, sei folgende Uebersicht gegeben: In 33 Gemeinden erhielt die Sudetendeutsche Partei 84132 Stimmen. Auf die Sozialdemokrwten entfielen 10 868 Stimmen. Einzelne Gemeinden verzeichnen 95 Pxozent EdP.-Stimmen. Dieses Ergebnis bedeutet ein Stimmenverhältnis von durchschnittlich 88,56 v. H. aller deutschen Stimmen für die Sudetendeutsche Partei, ein wahrhaft glänzendes Ergebnis angesichts der herrschenden schwierigen Lage. Es bedeutet dies außerdem gegenüber den in diesen Gemeinden bei den Parlamentswahlen im Jahre 1935 für die Sudetendeutsche Partei gezählten 58 221 Stimmen einen weiteren Zuwachs von nicht weniger als 44,5 vH. In den erwähnten 33 deutschen Gemeinden wurden außerdem noch 4266 kommunistische und 17 829 tschechische Minderheitsstimmen gezählt. Dies ist ein Beweis, daß das Gebiet trotz aller Tschechisiernngsver- suche deutsch geblieben ist. Die Wahl ist aber auch ein stolzer Beweis für die Volkstreue der Sudetendeutschen.
Das tschechoslowakische Preß-Büro gibt eine Zusammenstellung über die Wahlen in Prag und 177 Gemeinden, in der gleichfalls der Wahlerfolg des Sudeten- deutfchtums bestätigt wird. In Böhmen wählten 63 tschechische und 32 deutsche Gemeinden, in Mährisch- Schlesien 34 tschechische und 16 deutsche Gemeinden, in der Slowakei 31 Gemeinden. Der erste Ueberblick zeige, so schreibt das Tschechoslowakische Preß-Büro, daß die Einstellung der Wählerschaft im tschechischen Lager durch Festigkeit und Beständigkeit der Wahlkaders aller tschechischen Parteien» charakterisiert sei. Grundsätzliche Veränderungen wüvoen jedoch durch die Wahl in den deutschen Gemeinden zu verzeichnen sein. Hier träten die Folgen der Vereinigung der ehemaligen aktivistischen Parteien, des Bundes der Landwirte und der Deutschen Christlich-Sozialen mit der Sudetendeutschen Partei deutlich in die Erscheinung.
Der im allgemeinen ruhige Wahlverlauf hat erneut gezeigt, daß die militärischen Maßnahmen, wie z. B. die Einberufung eines Reservisten-Jahrganges, völlig überflüssig waren; sie hatten nur zur Folge, die Nerven der sudetendeutschen Bevölkerung noch mehr zu belasten. An die Ordnerschaft der SdP. wurden ungeheure Anforderungen gestellt, denen sie sich überall trotz drr außerordentlichen Schwierigkeiten restlos gewachsen zeigte.
Sonntagssihung des englischen Kabinetts
(Oraktkoriekt nussrss Konäousr Vsrtrstsrs)
London, 23. Mai.
Welch große Pedeutung die britische Regierung den Vorgängen in der Tschechoslowakei beimißt, geht allein aus der Tatsache hervor, daß das britische Kabinett auf sein Weekend verzichtete und unter dem Vorsitz von Ministerpräsident Lhamberlain zu einer Sondersitzung am Sonntagnachmittag zusammentrat. Der Kabinettsrat dauerte über eine Stunde. Ein amtliches Kommunique wurde nicht ausgegeben. In unterrichteten politischen Kreisen ist man jedoch der Ansicht, daß sich das Kabinett lediglich mit der tschechoslowakischen Frage beschäftigt habe. Die französisch-italienische Spannung sei, so behauptet man, vollkommen in den Hintergrund getreten. — Vor dem Kabinettsrat hat Außenminister Lord Halifax den deutschen Botschafter von Dirksen und anschließend den französischen Botschafter Corbin empfangen.
Die meisten Pressemeldungen über die Tschechoslowakei sind auf bloße Kombinationen und wilde Gerüchte aufge, baut. Trotz einseitiger Darstellung kann die „Sunday Times" nicht umhin, festzustellen, daß große Teile der süö-westböhmischeu Grenze von tschechischen Truppen besetzt worden seien. Nirgends hätte man in der Tschechoslowakei Benzin bekommen können, da alle Vorräte von den Truppen beschlagnahmt wurden.
„Note Velir" in fisch
Prag. 23- Mai
Nachträglich gewinnt man aus Einzelheiten ein Bild von den unsinnigen und völlig unbegründeten Maßnahmen, die das Vorgehen der tschechischen Organe gegen die Sudetendeutschen im Egerland kennzeichnen.
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Aus der Tschechoslowakei werden, obschon die SdP. strengste Disziplin übte, neue schwere Uebergriffe der Tschechen gemeldet.
Am gestrigen ersten Wahlsonntag erzielte die SdP. , einen überwältigenden Wahlsieg.
Der Führer gab in München den Befehl zum Beginn der Arbeiten an der Untergrundbahn.
Die Steiermark und Kärnten werden von schweren Ueberschwemmungen heimgesucht.
Die Halle der NSDAP. auf der Ausstellung „Bremen — Schlüssel zur Welt" wird zu einer Ehrenhalle ausgestaltet.
Dampfer „Adler" der Argo-Reederei Richard Adler Mrück ' """ i""" Jungfernfahrt
Mit 390 Maschinen wurde der Deutschlandflug 1938 gestartet. > , , ^
?? gelangte das internationale Avusrennen für Motorräder zum Austrag.
Im Reichssportwettkampf der deutschen Jugend führte gestern die HJ. ihre Kämpfe durch.
Eine deutsche Auswahlelf unterlag gegen Aston
Deutschlands Hockey-Spieler schlugen die Schweiz 4:0.
jMW