Ausgabe 
(19.5.1938) Nr. 136
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Meiner Mmo

parteiamtliche Tageszeitung

vas Amtsblatt des Negierenden Vurgermeisters der Freien Hansestadt vremen

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der Nationalsozialisten Bremens

flmtiiches Verkündungsbiatt des Neichsstattisaiters in Oldenburg und vrymen

Nr. 1ZS / S. Jahrgang

Donnerstag, 1g. Mai 1SZS

kinzelpreis 13 Npf.

stmIö.Mai feierliche Grundsteinlegung zum

Volkswagen-Werk

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SlNttlst Volksgenossen fakren mit Kdf.-Sonderzügen nach sallersleben

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Verlin, 19. Mai

In seiner großen Nede bei der kröffnung der Internationalen flutomobil- aussteUung kündigte der lührer den Van eines gewaltigen deutschen Volks­wagenwerkes an. Sie Srundsteinlegung zu diesem großen Werk, das in sallersleben, 25 km nordöstlich von Hraunschweig, entsteht, wird in fln- wesenheit sührender Münner von Partei, Staat und Wirtschaft am Himmel- fahrtstag, dem 2S. Mai, um 15 Uhr vollzogen werden. In zahlreichen Kdf.-Sonderzügen werden 50000 Volksgenossen nach sallersleben kommen, um an diesem bedeutungsvollen kreignis teilzunehmen.

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Landwirtschaftliche krtragfteigerung

Sauten sür Landeskultur und Wasserwirtschaft im Lande österreich

Tsssiilari der varrä. Dsr Ltautssslrrotür äss itslicviselisu Dauäveirtsedscktswlvistsriums, Droksssor Tsssivari, bssuctlt uuk Llvlackuvg ckos KsicbsdsusrlltMrcrs Dsrrc Doutsedluuä, um 6iv Dioriedtuvgsll uvä äis Tätiglrsit ckss KsiebsQäkrstLväcs LcvusnLulcrucv. l-lsstsru vormittag veiltv er im llsiokssrlläbruvgsmivistsrium bei llsicksbauerokülirsr Dürre.. Von links vaob rechts: LtLÄtsssstrstär Ducke, lleicbsobmuvv Dsbrsvs, Rsicds- buusrvkükrsr Darrä, Ztuutssskretür Tsssivuri rwck Ltuutssskrotür Miiliksvs. (Drssss-klokkmuQv)

Berlin, 19. Mai

Die mit dem Ausbau der deutschen Südostmark verbundene Inanspruchnahme von wertvollem Kulturland und der erhöhte Bedarf an Nahrungsmitteln sür Hundert­tausende von Volksgenossen mit ihren Familien, die durch diese Matznahmen wieder in Arbeit gebracht werden, erfordert den Einsatz aller Mittel, um die Erträge aus dem landwirtschaftlich genutzten Boden zu sichern und zu steigern.

Das LtiokwoeL Jes Httieatratts

Ungarns /wwelirkront wseiist

450066 Hektar Kulturland bedürfen in Oesterreich noch der Ent- und Bewässerung. Don 17 000 Ortschaften sind noch 11000 ohne zentrale Wasserversorgung. Häufig fehlen nicht nur die Wege zur ordentlichen Bewirt­schaftung der Grundstücke, sondern auch die Anschlüsse der Höfe und der ländlichen Ortschaften an das Ver­kehrsnetz. Für den Wiederaufbau der österreichischen Landwirtschaft hat die Reichsregierung auf Veran­lassung des Reichsministers sür Ernährung und Land­wirtschaft. R. Walther Darre, und auf Grund eines umfassenden Planes, den der österreichische Minister für Land- und Forstwirtschaft, vorgelegt hat, eine Reihe großzügiger Hilfsmaßnahmen ergriffen. Die Arbeiten des Wasserbaues und der Landeskultur sind einer der wichtigsten Punkte dieses Aufbauprogramms. Ein wesentlicher Teil der vorn Reichsfinanzminister auf Antrag des Reichsernährungsministers dem Lande Oesterreich zur Verfügung gestellten Mittel (34,7 Mill. Reichsmark) entfällt auf diese landeskulturellen Maß- ' nahmen.

Der von den österreichischen stellen beschleunigt durch­zuführende Plan sieht auf dem Gebiet« der Wasserwirt­schaft und Landeskultur in allen ehemaligen Bundes­ländern Oesterreichs zahlreiche Schutz- und Regulie­rungsbauten an Gewässern, Wildbach- und Lawinenver- bauungen, Ent- und Bewässerungen, Wasserversorgungs­anlagen ländlicher uud kleiner städtischer Gemeinden, llmlegungen und den Bau von Alpenauffahrts-, Auf­triebs- und Eüterwegen vor. Um dem Lande Oester­reich, seinen ehemaligen Bundesländern, den Gemein­den, den Wasser- und Bodenverbänden und den einzel­nen Bauern und Landwirten die Durchführung dieser auf Jahre sich erstreckenden Arbeiten zu erleichtern, hat das Reich zur Verstärkung der österreichischen Haus­haltsmittel folgende bereitgestellt:

1. Für Verbindungswege von den Berghöfen 6,33 Mill. RM.

2. Für Ablösung von Dienstbar leiten auf Wald und Weide (agrarische Operationen) 1 Mill RM.

3. Für Meliorationen einschließlich Wildbachregulie­rungen 14 Mill. RM.

Mit der sofortigen Einleitung und Aufnahme der Arbeiten bei 65 Eiiterwegbauten. 3« Umlegungen (agra­rische Operationen), 36 Bach- und Flußregulierungen, über 106 Wildbach- und Lawinenverbauungen und einer großen Anzahl Ent- und Bewässerungen in allen Teilen des Landes ist begonnen. Diese Unternehmungen er­möglichen im großen Maße die Beschäftigung bisher er­werbsloser Volksgenossen und den Einsatz des Reichs­arbeitsdienstes.

Keichsnökrstanösgeseft auch in österreich

Berlin, 19. Mai.

Durch die im Reichsgesetzblatt soeben veröffentlichte Verordnung für Inkraftsetzung des Reichsnährstands­gesetzes im Lande Oesterreich sind das Reichsnährstands­gesetz und die ersten drei über den Aufbau des Reichs­nährstandes ergangenen Aufbauverordnungen mit ihren späteren Ergänzungen für das Land Oesterreich in Kraft gesetzt worden. Damit hat der Aufbau des Reichsnähr­standes am" für das Land Oesterreich seine rechtliche Grundlage erkalte«. An die Stelle der bisherigen

österreichischen Landwirtschaftskammern und Bauern­kammern tritt der Reichsnährstand. Zugleich ist in Oesterreich in der gleichen Weise wie im Altreichsgebiet die Möglichkeit gegeben, diejenigen Vereine und Ver­bände, ,chie die wirtschaftspolitische und geistige Förderung sowie die Wahrung der Belange der in der Landwirtschaft tätigen Personen oder des Reichsnähr­stands Handels zum Zwecke haben, einzugliedern, anzu­gliedern oder aufzulösen.

Hiermit hat der gesamte Nährstand des Reiches seine einheitliche ständische Zusammenfassung und staatliche und völkische Zielsetzung erhalten. Durch die Ver­ordnung ist die rechtliche Grundlage geschaffen, den Reichsnährstand im Lande Oesterreich in gleicher Weise wie im Altreichsgebiet für die landwirtschaftliche Eüter- erzeugung und für die Versorgung des deutschen Volkes mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen und Lebensmitteln einzusetzen und das deutsche Bauerntum als Blutquell des deutsche« Volkes zu erhalten und zu festigen.

Immer weniger Arbeitslose

München» 19. Mai

Nationalsozialistische Arbeitsleistungen, die die Macht­haber der österreichischen Systemregierungen zynisch alsWunder" zu leugnen versuchten, sind seit dem An­schluß der uralten Ostmark des Reiches nun auch in Oesterreich möglich geworden. Versprechungen und An­kündigungen, die früher nur leere Phrasen blieben, werden durch den Nationalsozialismus ohne viel Auf­hebens durchgeführt und in gesteigertem Ausmaße ver­wirklicht. So betrug in den Tagen der national­sozialistischen Erhebung in Vorarlberg die Zahl der unterstützten Arbeitslosen 5078. Diese Zahl ist bis heute auf 1909 zurückgegangen. Unter Berücksichtigung gleicher Zählungsgrundlagen bedeutet dies einen Rückgang um 62 v. H. innerhalb eines Zeitraumes von zwei Mo­naten nationalsozialistischen Wirkens. Dabei wurden aber auch die Ausgesteuerten und die Jugendlichen in­zwischen in die Notstandshilfe einbezogen. Bedenkt man, daß die Durchführung der großen Bauvorhaben in Vorarlberg erst im Anfangsstadium steht, dann wird es klar, daß auch hier in kürzester Zeit in einzelnen Berufsgruppen einen empsrndlichen Mangel an Arbeitskräften eintreten wird.

Me deutsch-ungarische freundschast>

Telegrammwechsel zwischen dem Führer und Minister­präsident Jmredy

Berlin, 19. Mai.

Der neue ungarische Ministerpräsident Jmredy hat den Führer und Reichskanzler telegraphisch von seiner Ernennung in Kenntnis gesetzt und hierbei die tradi­tionelle Freundschaft beider Länder hervorgehoben. Der Führer und Reichskanzler hat in seinem Antworttele­gramm dem Ministerpräsidenten zum Antritt seines hohen Amtes beglückwünscht und im gleichen Sinne die deutsch-ungarisch« Freundschaft betaut.

- Budapest, 1S. Mai.

A« einem Maiabend des Jahres 1934 saßen in einem Eafe am Budapester Donaukai ein paar deutsche Schrift­leiter mit ungarischen Journalisten zusammen. Um sie herum erklang Musik und zwischen ihnen war ein Ge­spräch mit heißen Köpfen im Gange, Thema: die Rassen- erkenntnisse des Nationalsozialismus. So vorbehaltlos und freudig die Ungarn die Aufbauarbeit im Dritten Reich damals schon anerkannten, hier war ein Punkt er­reicht, an dem sie nicht folgen konnten. Es mag dahinge­stellt sein, wie sehr und wieweit diese Haltung einer un­garischen Zweckmäßigkeit entsprach, sie wußten jedenfalls mit unsern Ansichten nichts anzufangen. Je tieftr wir vordrangen, desto lebhafter wurde die bedauernde Ab­lehnung. Als Gäste des Ländes haben wir damals nicht prophezeit, wir haben allerdings selbst nicht gedacht, daß wir so gut hätten prophezeien dürfen. Und haben vor allem nicht gedacht, daß einmal das ungarische Juden­tum der beste Beweisführer für unsere Ansichten werden wütde.

Es sind nun erst vier Jahre vergangen, und die Ge­spräche in den Budapester Cafes über Rassenfragen neh­men heute eine ganz andere Wendung. Der Kampf in Ungarn gegen eine unerträgliche Vorherrschaft und Be­vormundung durch die Juden hat die Rassenfrage fast ungewollt in den Vordergrund aller politischen Debatten gestellt.'

Als im Frühjahr dieses Jahres der ungarische Mi­nisterpräsident Daranyi auf der Tagung der Regierungs­partei in Raab sein Aufbauprogramm und in dessen Rahmen auch ein Judengesetz verkündete, da ging ein Aufatmen durch das ganze Land. Die Zurückdrängung des jüdischen Anteils am Leben der Nation auf 20 v. H. wurde überall als eine befreiende Tat empfunden, von manchen als Erfüllung, von vielen, vor allem von der Jugend, als ein verheißender Anfang. Die jüdische Presse verlor für kurze Zeit die Sprache, dann begann das Ge­genspiel der jüdischen Kräfte.

Die ungarische Judenheit hatte in dieser Situation eine Chance, die sie dank ihrer Unverfrorenheit und ihrer Anmaßung völlig verpaßt hat. Ueber das Judengesetz und seine nationale Notwendigkeit wurde in Budapest debattiert, ohne daß man die Rassenfrage in ihrer Voll- tändigkeit anschnitt. Hätten die Juden geschwiegen und ich mit der äußerst günstigen Schlüsselzahl von 20 v. H. und vor allem mit der Erfassung allein der Elaubens- juden abgefunden, dann wäre sicherlich über dieses Gesetz hinaus wenig geschehen, und den Juden wäre noch ein beträchtlicher Sektor im ungarischen wirtschaftlichen und kulturellen Leben frei geblieben. Die allgemeine Situa­tion der Juden in Europa das Meneteke' Eoga in Rumänien, Ereignisse in Polen u. a. m. hätte ihnen eine Warnung sein müssen. Sie überhörten sie.

Die jüdischeAbwehraktion" war durchaus geeignet, dem ganzen Land klarzumachen, wie stark die jüdische Vorherrschaft und wie berechtigt die Sorge der Regie, rung rm-r. Mit einer Boykottdrohung, mrt Käuferstreik,

mit Massenentlassungen in den jüdischen Texiilfabriken begann es, dann kam der Schritt zum Landesverrat, als die jüdische ZeitschriftEgienlöseg" offen an ,chie Hilfe des Auslandes" appellierte. Daneben fand man in der jüdisch-liberalen Presse die üblichen Ergüsse über die Störung" der ungarischen Wirtschaft durch die Aus­schaltung der Juden, und schließlich verleumdeten die Juden die jungen Ungarn, die sich zum Antisemitismus bekannten, alsunfähige Postenjäger" ein typisch jüdischer Dreh. So sehr aber die Debatte durch diese Dinge verschärft wurde, so trieb sie immer noch nicht an den Kern der Rassenfrage heran. Dazu gingen die Juden noch einen Schritt weiter.

Als das Judengesetz rm erweiterten Ausschuß des Ab­geordnetenhauses durchberaten wurde und als sich dabei zeigte, daß von den sieben Kritikern des Gesetzes (127 stimmten dafür!) die meisten die Vorlage nur ablehnten, weil sie ihnen nicht weit genug ging, warfen die Juden die religiöse Frage in die Debatte. Sie bezeichneten das Gesetz als den Anfang eines großen Kulturkampfes, und dasNationalbüro" der ungarischen Judenappellierte an den ungarischen Reichsverweser, an das ungarische Parlament und an die Häupter der anderen Bekenntnisse (!): sie dürfen nicht zugeben, daß die Anhänglichkeit an

...

vnssr VasosspLosoL

Hsütschau steht unter schwerem japanischem Feuer. Die belgische Regierung erhielt im Parlament ein Vertrauensvotum.

Zwischen dem Führer und dem neuen ungarischen Ministerpräsidenten fand ein Telegrammwechsel statt.

Die Ertragssteigerung in Oesterreich steht im Zeichen großdeutscher Erniihrungspolitik.

Valdur von Schirach sprach auf einer Arbeitstagung in Salzburg.

Gegen die Halbjüdin Martha Marek wurde Todes­strafe beantragt.

Die Kriminalpolizei Weimar sucht zwei nach einem Mord an einem jj-Wachtposten flüchtige Häftlinge. Eine deutsche Auswahlelf kam in Düsseldorf zu einem beachtlichen 2:1-Sieg über Aston Villa.

Die Gemeinde Heiligenloh bei.Twistringen wurde durch eine Windhose heimgesucht.

Der SA.-Oberscharführer Fritz Eivers, Bremen, wurde m die Ehrenliste der Ermordeten der Be­wegung aufgenommen.

Das Walfang-Kontor Vremen E. m. b. H., wurde in das Handelsregister» Amtsgericht Bremen, ein­getragen.

An Bord derBremen" wurde dieArbeitsgemein­schaft Schönheit der Arbeit in der Seeschiffahrt" gegründet.

Die Aushebung zum aktiven Wehrdienst erfolgt in der Zeit vom L0. Juni bis 13. August.