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vremer Zeitum
parteiamtliche Tageszeitung
vas Amtsblatt des Negierenden Vürgermeisters der Zreien Hansestadt Vremen
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der Nationalsozialisten Vremens
flmtliches verkündungsblatt des Neicstsstatchaiters in 0ldenburg und Vremen
Zreitag. IZ.Mai 19ZS
Einzelpreis 15 Npf.
6enf- Königreich der Papageien
> der krnegus am Natstisch
I! knglands flußenminister empfieklt Anerkennung der Entfachen in Miopien kiertan; titwinow-finkelsteins / pariser „Mattn": „0er öenser Verein ist tot"
E Ligever v r s b t d e ri c k t cker Sremsr Leitung
L Genf. 13. Mai.
Z Unter dem Schutze des polizeilichen Sicherheitsdienstes erschien der Exnegus gestern
vormittag im Genfer Sitzungssaal, wo er aus Einladung des Präsidenten am Ratstisch , ? Platz nahm. Der englische Außenminister Lord Halifax, der als erster das Wort ergriff,
n ging von der Feststellung aus. daß kein Mitglied der Liga bezüglich der Nichtanerken
nung Aethiopiens eine Verpflichtung übernommen habe. infolgedessen habe jedes Mit- , i glied das Recht, individuell über seine Hattung zu entscheiden.
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Nach den Informationen der britischen Regierung befinde sich gang Abessenien praktisch unter der Kon-> trolle Italiens. Nach ihrer Meinung müsse daher die vollendete Tatsache anerkannt werden. Nachdem von einer organisierten Autorität auf feiten der Eingeborenen nicht mehr die Rede sein könne, Rinne eine Aenderung der Lage nur durch einen Krieg herbeigeführt weiden. Das Ziel der britischen Politik sei jedoch die Erhaltung des Friedens. Der französische Außenminister Vonnet schloß sich dem englischen Vorgehen in vollem Umfange an, da, wie er sagte, Frankreich in Europa eine Atmosphäre des Vertrauens und der internationalen Zusammenarbeit herzustellen wünsche. Gleichzeitig betonte Bonnet, daß Frankreich dem Ideal der Liga treu bleibe.
Der Exnegus bat den Rat in französischer Spräche, sme Abessinien-LtellunMahme mit Rücksicht auf seinen angegriffenen Gesundheitszustand durch seinen Sekretär verlesen laßen zu dürfen. In der Stellungnahme wurde^ protestiert" gegen das Verhalten der Liga gegenüber Abessinien. Der Exnegus bat die englische Regierung, ihre Haltung noch einmal zu jiberpvüfen. Zuletzt wurde gebeten, an Stelle des ates die Vollversammlung mit dieser Frage zu befassen.
Fast sämtliche Ratsmitglieder schloffen sich aber den Ausführungen des englischen Außenministers an. Der schwedische Außenminister gab dabei bekannt, daß Schweden demnächst einen neuen Gesandten nach Rom entsenden werde, was eine de-facto-Anerkennung des Imperiums bedeutet.
Von den insgesamt 14 Ratsmitgliedern wandten sich in mehr oder weniger gewundenen Formulierungen Ehina, Neuseeland, Voliwien und Sowjetrußland gegen die Anerkennung Aethiopiens. Der sowjetrussische Jude Litwinow-Finkelstein hielt es dabei für angebracht wieder auf den Sanktionsartikel anzuspielen, aber schließlich doch zu bemerken, daß seine Regierung dieses Problem vom Standpunkt der „kollektiven Sicherheit" und des „unteilbaren Friedens" zu prüfen bereit sei.
Ratspräsident Munters stellte zum Schluß fest, daß sich die Mehrheit der Mitglieder für eine individuelle Entscheidung ausgesprochen habe.
Paris, 13. Mai
8n den Kommentaren der Donnerstagpresse kommt erneut die beträchtliche Enttäuschung der französischen Öffentlichkeit darüber zum Ausdruck, daß in Genf nicht alleH so glatt vonstatten ging, wie man es sich gedacht hat. Ein Teil der Blätter wendet sich dabei scharf gegen das Intrigenspiel Moskaus und seiner Genossen und über die Genfer Einrichtung werden in einigen Blättern Urteile gefällt, wie man sie bisher noch niemals oder nur selten in den Blättern des demokratischen Frankreichs lesen konnte.
Der „Mattn" bringt eine phantafievolle Glosse mit der Folgerung: Man habe alles zu gleicher Zeit anpacken wollen, ohne irgend etwas zu lösen. Der Genfer Verein sei tot, aber der Kadaver faselt noch, ja mehr
als das, er beginne zu stinken. Dies sei ja auch unausbleiblich gewesen, nachdem man Sowjetrußland an sein Lager Herangelaffen habe. Je früher man diesen Kadaver in den Sarg lege, um so besser sei es für die internationale Hygiene.
Der „Jour" spricht von einer „ernsten Offensive Moskaus", die das Ziel habe, wieder einmal den Frieden zu stören. Litwinow-Finkelstein spiele um seinen Kopf. Einen üblen Eindruck von der Genfer Komödie hat auch der Sonderberichterstatter des „Pettt Journal". Er nennt die Genfer Organisation ein „Königreich der Mondsüchtigen und Papageien". Das Erscheinen des Negus sei ein trauriges Schauspiel.
Italien lacht über Halle Selasfie
Rom» 13. Mai
Die letzten Versuche des Antifaschismus in Genf, die endgültige Liquidierung der abessinischen Frage zu hintertreiben, beunruhigte, wie „Tevere" erklärt, wohl die französische Rechtspresse, die bereits geglaubt habe, nach der Anerkennung des Imperiums der Achse Rom— Berlin einen tödlichen Stoß versetzen zu können und Italien endgültig ins französische Fahrwasser gelockt zu haben, nicht aber Italien, wo man die Anwesenheit Haile Selassies reichlich lächerlich finde. Del Vayo und sein Schirmherr und Vormund Litwinow hätten durch den englischen Außenminister Lord Halifax eine Lektion erhalten.
Veutfchland und Mandschukuo
Berlin, 13. Mai.
In Ausführung der Erklärung des Führers und Reichskanzlers in seiner Reichstagsrede vom 20. Februar ds. Js., daß Deutschland Mandschukuo anerkennen werde, wurde am 12. ds. Mts. im Auswärtigen Amt durch den Staatssekretär Freiherrn von Weizsäcker und dem Hawdelskommissar von Mandschukuo, HiyoM Kalo, ein Vertrag unterzeichnet.
Der Vertrag bestimmt die sofortige Aufnahme diplomatischer und konsularischer Beziehungen zwischen den beiden Staaten und sieht ferner den baldigen Beginn von Verhandlungen über einen Konsular-, Handels- und Schiffahrtsvertrag vor.
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Der Führer hatte in seiner Reichstagsrede vom 20. Februar d. I., als er die Anerkennung Man- dschukuos durch Deutschland ankündigte, erklärt: „Wenn ich mich zu diesem Schritt entschließe, dann geschieht es, um auch hier einen endgültigen Strich zu ziehen zwischen einer Politik phantastischer Unverständlichkeiten und einer solchen der nüchternen Respektierung realer Tatsachen!"
^ Frankreichs Wettrüsten zur See
! kin vierter ZS 000-roni,en-Krei»er — ErktSrungen des Kriegsmarinemimsters
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» Paris, 13. Mai.
« Die ordentlichen und außerordentlichen Haushalts-
- Mittel, die Frankreich im Laufe des Jahres 1938 für ^ seine Kriegsmarine aufwendet, werden alles in allem ,< über 5,7 Milliarden Franken betragen. So etwa lautet
die Schlußfolgerung, die der französische Kriegsmarine- minister in Presseerklärungen über die französischen
- Kriegsmarinerüstungsn zieht. Nach dem „Paris Soir" " »klärte Kriegsmarinemmister Campinchi des weiteren ,« >wch, neben den fünf älteren großen Panzerkreuzern r> besitze Frankreich die „Dünkirchen" mit 26000 Tonnen, ^ k .im September dieses Jahres auch noch ihr Schwell sterschiff „Straßburg" folgen werde.
,, Drei Einheiten von je 35 000 Tonnen befänden sich Ich einiger Zeit im Bau. Er, der Kriegsmarine- 3 minister, habe sich darüber hinaus soeben noch ent- '' schloffen, einen vierten 35 ÜÜll-Tonnen-Kreuzer und H großen Flugzeugträger auf Kiel zu legen. Nach A einem Hinweis auf die französischen Zerstörer, von zj denen einer mit 45 Knoten in der Stünde den Welt- ' geschwindigkeitsrekord halte, erklärte Campinchi, Frank- " AH. verfüge über 40 große und schwere U-Boote erster Klaffe, die aus die ganze Welt verteilt seien. Mit einer H Flotte kleinerer Unterseeboote könne sich Frankreich «ii nicht begnügen.
l Auf die Frage, welches Ausmaß die französische Flotte il Wen Ende des Jahres 1942 haben werde, erklärte der >6 »^gsmartnemintster einem Vertreter des „Paris > der französische Kriegsflotte werde zu diesem
Zeitpunkt etwa um 59 009 Tonnen stärker fein als die italienische. Ohne die außerordentlichen Bauten wäre die französische Flotte um etwa 190 009 Tonnen kleiner als die italienische.
Venus erwartet den Vuce
Rom, 13. Mai.
Der Duce wird am Sonnübendoormittag an Bord des von 100 Einheiten der italienischen Kriegsmarine begleiteten Panzerschiffes „Cavour" in Genua eintreffen. Fast unmittelbar nach feiner Ankunft wird sich Benito Mussolini vom Siegesplatz aus in einer Rede an die Bevölkerung Genuas und darüber hinaus an das ganze italienische Volk wenden. Dieser Rede ficht man in ganz Italien mit größter Spannung entgegen, folgt sie doch nur wenige Tage nach dem historischen Besuch des Führers und Reichskanzlers.
Italienische Warnung an Frankreich
Rom, 13. Mai
Wie in politischen Kreisen Roms erklärt wird. hat der italienische Außenminister Graf Ciano dem französischen Geschäftsträger Blondell zu verstehen gegeben, daß man fvanzösischerfeits im Interesse der gegenwärtigen Verhandlungen darauf verzichten müsse, ständig von einer Schwächung der Achse zu sprechen. Andernfalls sehe sich Italien genötigt, die schwebenden Besprach""7 auszusetzen. ! ,
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Liauloiter 6url liövvr orökkaetv im „Oasino" cka« Uiltsiverk „Kutter unä liinä" iw 6au tVsssr-VmH. (^. u s kü k r I i e Ii 6 r Vorlebt im örtlieben Peil.) , ^pknabws: Lebwickt.
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vsutsekisncis Enteil s»N intsrnatiönsltzn Zügenttiierbergsvvsrk
Heute kann sich jeder junge Deutsche seine Heimat erwandern. Er lernt die deutsche Landschaft und ihre vielfältige Schönheit kennen und lieben und weitet schon in jungen Jahren seinen Blick. Mittler zu diesem Ergebnis sind die Jugendherbergen, die über das ganze Land verstreut sind und die die jungen Wanherer aufnehmen. Diese Jugendherbergen sind keine nüchternen, Uöbernachtungsstätten, sie sind nicht Selbstzweck, sondern Mittel im Dienst der Jugenderziehung. Diese Häuser, die der Jugend offenstehen, und in denen sie so viele Stunden verleben, sind daher schön in ihrem Aeußeren ein Zeichen der Lebensauffassung und des Schönheitssinnes der Jugend.
Deutschland ist die Heimat des Jugendher- bergsge danken s. Mit seinen 2000 Heimen, die jährlich um 60 bis 70 Neubauten vermehrt werden, verfügt es über das weitaus dichteste Herbergsnetz der Erd«. Es wurde mit seiner Organisation zum Vorbild für die Welt, die in der Erkenntnis vom hohen erzieherischen Wert der Fahrt in allen Ländern an die Errichtung der Jugendherbergen heranging. Heute bestehen in 24 Ländern 28 Jugeudherbergsverbände mit einem Bestand von mehreren tausend Herbergen. Weitesten Kreisen Jugendlicher wurde durch die billige, saubere Unterkunft das Wandern ermöglicht. Die Jugend konnte, es wagen, mit wenig Geld in unbekanntes Land vorzustoßen. Die Herbergen wurden für sie zu Brücken in die weite Welt. Früher wär es nur den Befferbemittelten möglich, Reisen ins Ausland zu unternehmen. Heute ist es durch das Jugendherbergswerk möglich.geworden, daß auch die Jugend verschiedener Nationen sich kennen und verstehen lernt.
Deutschland, das keine Mühe gescheut hat, diesen Weg der Verständigung zu beschreiten, hat angeregt, die bestehenden Jugendherbergen der Welt zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammenzuschließen, die die Aufgabe hat, Erfahrungen und Ratschlag« auszutauschen und die Benutzungsbestimmungen der einzelnen Jugendherbergsverbände in allen Ländern zu vereinheitlichen. Auf diese Weise entstand die „Internationale Arbeits- gem einschaft für Jugendherberge n", deren Mitglieder sich jedes Jahr in einem andern Land zu einer Konferenz zusammenfinden. Seit ihrem Bestehen hat die Arbeitsgemeinschaft bewiesen, daß alle Probleme durch vertrauensvolle Zusammenarbeit gelöst weiden können. Der Austausch gegenseitiger Erfahrung hat gezeigt, wie man Herbergen in bezug auf bauliche Gestaltung, Raumordnung, hygienische Einrichtung, Feuer- und Gesundheitsschutz zweckmäßiger errichten kann. Trotzdem ist es nicht das Ziel, Herbergen in einem „Einheitstyp" zu schaffen. Sie sollen mit der Landschaft, in der sie stehen, eine Einheit bilden. So wird auch jetzt in Oesterreich eine neue Art von „Jugendherbergshütten", die im Hochgebirge am zweckmäßigsten sind, errichtet werden.
Weiter hat die Arbeitsgemeinschaft zahlreiche Schwierigkeiten der internationalen Zusammenarbeit von 28 Verbänden der Well beseitigt, so daß Jugendliche Herbergen anderer Verbände ohne Schwierigkeiten benutzen können. Es wurde ein international anerkannter Ausweis mit Gültigkeitsdauer von einem Jahr geschaffen, der von allen Verbänden in derselben äußeren Form und Aufmachung herausgegeben wird. Bestimmungen der Benutzung konnten ebenfalls angeglichen werden und die Gebote der Kameradschaft und Hilfsbereitschaft sind allgemeingültig in allen Jugendherbergen der Welt.
Um aber der wandernden Jugend noch mehr entgegenzukommen, wurde — wiederum von deutscher Seite — ein weiterer Schritt für die international« Zusammenarbeit getan. Vom Reichsverband für Deutsche Jugendherbergen wurde, der „Internationale Jugendherbergsdienst" eingerichtet. Während nie „Internationale Arbeitsgemeinschaft" Bindeglied zwischen den einzelnen Jugendherbergsverbänden der verschiedenen Länder ist, will der „Internationale Äugendherbergsdienst" Berater der wandernden Jugend aus allen Ländern der Welt sein. Dieser internationale Dienst, der vor allem einmal eine Auskunftsstelle ist, an die sich jedermann wenden kann, macht es ausländischen Jugendlichen, die nicht im Besitz eines Jugendherbergsausweises sind, nunmehr sogar möglich, mit einem auch im Ausland gültigen sonstigen Ausweis in sämtlichen deutschen Jugendherbergen zu übernachten. Eine besondere Erleichterung sind außerdem die internationalen Gutscheine für Essen und Uebernachtungen, die sich durch vorbildliche Zusammenarbeit mit den Jugendherbergsorganisationen in Dänemark, England und Holland bereits bestens bewährt haben. Noch in diesem Jahr wird diese Einrichtung wahrscheinlich auch auf andere Länder ausgedehnt werden. Die internationalen Gutscheine können im Ausland erworben werden und überbrücken, da der Bargeldverkehr dabei völlig ausgeschaltet ist, sämtliche Devisenschwierigkeiten. die bisher der Jugend das Wandern im Ausland so ungeheuer-erschwert haben.
Wie sehr-die erst vor kurzem geschaffene Einrichtung begrüßt wurde, zeigen zahlreiche Briefe aus allen Ländern der Erde, die in der Dienststelle des Internationalen Jugendherbergsdienstes in Berlin eingetroffen sind. Außer dieser Auskunftsarbeit sind noch besondere Auf- gaben zu erfüllen, die sich vor allem aus der unmittelbaren Verbindung ergeben, die der Internationale Jugendherbergsdienst jetzt schon mit der Jugend des Auslands hat und die immer enger gestaltet werden.
Das Aufgabengebiet des Internationalen Jugend- her-ergsdienstes scheint unbegrenzt zu sein. Aber die Arbeit, die Deutschland für die wandernde Jugend der
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In Anwesenheit des Exnegus begann gest, Genf das komödienhafte Nachspiel iw der Abe „Frage".
Deutschland und Mandschukuo haben die sofortige Aufnahme diplomatischer «ud konsularischer Beziehungen beschlossen.
Im Präger AbgeordnetenhLus wurde die tschechische Politik der leeren Versprechungen angeprangert.
England erlitt Dürreschäden im Werte von 120 Mill. RM.
Auf dem Siintek ist das Horst-Wessel-Ehrenmak fertiggestellt.
Gauleiter Eark Növer eröffnete im Lafino für unsere» Gau das Hilfswerk, „Mutter und Kind". Kreisleiter Blanke und Reg. Bürgermeister SA.- Gruppenfuhrer Böhmcker wenden sich in einem Ausruf an die Bremer Bevölkerung.
Gegen Ungarn unterlagen Deutschlands Amateur- ringer mit 3:4.