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parteiamtliche Tageszeitung
Vas flmtsblott des Negierendm vürgermeisters der Freien Hansestadt Vremen
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der Nationalsozialisten Vremens
flmttiches Verkündungsblatt des Neichsstottiiaiters in Vldenburg und Vremen
Nr. 128 / 9. Jahrgang
Mittwoch. 11. Mai 1SZ8
Einzelpreis 15 Npf.
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das deutsche Volk empfängt seinen sichrer
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von der deutsch-italienischen kreuze bis Verlin ein Sturm des Jubels und Vlinkes
Me Nelchsstauptstadt ein Mld aus „tausendundeiner Nacht" / Ves süstrees steimkestr von weltgeschichtlicher salzet - ein weg durch Licht und Freude
vrsbtdsrlckt unserer verlluer Sckriktleltuug
rä Berlin, 11. Mak
Nach einer Triumphfahrt sondergleichen, die dem ganzen deutschen Bolk Festtage des Stolzes und der Freude brachte, hat der Führer am gestrigen Abend unter donnernden Salutschüssen der Flakbatterien und schmetternden Fansarensignalen der ' deutschen Jugend seinen Einzug in die Reichshauptstadt gehalten. Millionen Berliner waren zur Stelle, um ihrem Führer den Willkommensgruß zu entbieten» der den Gruß des ganzen deutschen Volkes in sich schließt. Die Fahrt des Führers vom Bahnhof zur Reichskanzlei — durch wogende Kelten lodernder Fackeln» vorbei an gleißenden Lichtfontänen in einem Sprühregen glitzernder Leuchtraketen — wurde zu einem Erlebnis unvergleichlicher Schönheit und Wucht.
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Eine strahlende Frühlingssonne ist am Dienstag über der Reichshauptstadt aufgegangen: sie leuchtet auf eine verwandelte Stadt. Ueber Nacht sind die langen grauen Häuserreihen der Millionenstadt über und über mit dem Rot der Fahnen bedeckt worden» die Adolf Hitler begrüßen sollen, und noch in den Morgenstunden gleicht die Reichshauptstadt einer mächtigen Handwerksstube. Werkende und schaffende Hände sind überall dabei, die letzten Vorbereitungen zu treffen und Berlin in eine Märchenstadt zu verwandeln.
In den Mittagsstunden raufende auf dem Wiitieimpiay
Gegen das stahlblaue Himmelszelt zeichnen sich die geschmückten Regierungsgebäude auf dem Wilhelmplatz in klaren Konturen ab. Blendend weiß leuchten die hohen Säulen mit dem Hoheitsadler, blähen sich.im leichten Wind die leuchtenden Fahnenbanner, an denen Goldbänder tanzen. Noch zeigt die Uhr erst die Mittagsstunde, aber schon haben sich die ersten Tausende von Zuschauern auf dem Wilhelmplatz eingefunden. Sie schauen hinüber zum Hof der Reichskanzlei, in dem mächtige Scheinwerfer auffahren. Festlich wallen in langen Paraden nebeneinander die rot-weiß-grünen Fahnen des befreundeten Italien neben den Haken-- kreuzbannern. Es ist eine mächtige bunte Symphonie, die in der Frühlingssonn« noch farbenfroher und leuchtender erstrahlt. Hinter dem ehrwürdigen Langhaus- Bau des Brandenburger Tors, in dessen Säulengängen lange Fahnenbanner flattern, ist die Siegesallee in eine Märchenstraße verwandelt worden. Tausende von Scheinwerfern sind im Gebüsch und in den Bäumen angebracht, die den Tag in einem magischen Festlicht aufschimmern lassen werden. Baum für Baum ist mit rot-weiß-grünen Fahnen und Hakenkreuzfahnen geschmückt. Lange goldene Bänder glitzern im Sonnenlicht. Majestätisch schaut die Siegesgöttin von ihrer hohen im rotweißgrünen Fahnenschmuck erglänzenden Säule auf den weiten festesfrohen Platz, auf dem um die Denkmäler Vismarcks, Roons und Moltkes letzte Hand an die Feststraße gelegt wird.
ller Lelzrter vaßnlzos ein sestsaal
Durch die bunt geschmückten Laternenkasidekaber auf der alten Molkke-Brücke wandert der Blick nach der hohen Front des Lehrter Bahnhofs, die ein monumentales Gepräge erhalten hat. Bor einer Allee von deut
schen und italienischen Fahnen an hohen Masten recken sich zwei mächtige Fahnentiirme in den Himmel, von denen die Fahnen der beiden befreundeten Nationen wehen. In weißem Gischt sprudelt am Eingangstor, das mit goldumwundenen Girlanden bekränzt ist, eine Masse rfon töne in die Höhe. In einen weihevollen FestsaalistderJnnenraumdesBahnhofs- gebäudes verwandelt worden. Ueber langen gelben Teppichbahnen hängt ein ganzer Himmel von Fahnen. Rechts und links vom Bahnsteig, an dem die beiden Sonderzüge einlaufen, dehnen sich grüne Bahnwände und vor ihnen ganze Blumengärten mit hellroten Hortensien, darüber grüßt ein riesiger goldener Hoheitsadler vor einem mächtigen Fcvhnenfächer an dem Glasportal. Es ist ein Bild von bezwingender Schönheit und Eindringlichkeit, ein einziger Zusammenklang von Blumen, Fahnen und goldenen Bändern, Wer den das Aug« gleitet.
Millionen marschieren
Die erwartungsfrohe Spannung, die über der ganzen Stadt lagert, steigert sich von Stunde zu Stunde. Noch hat der große Aufmarsch nicht begonnen, aber schon* herrscht in allen Stadtteilen ein ungewöhnlicher Verkehr. Omnibusse, Elektrische und U-Bahnen sind überfüllt. Alles eilt von den Arbeitsstätten zu den von der Partei bekanntgegebenen Sammelplätzen, von wo aus die Volksgenossen zum Teil in geschlossenen Zügen zur Feststraße marschieren. Ueberall Marschmusik marschierender Kolonnen. Immer dichter wird der Betrieb in der Innenstadt, und als sich die Dämmerung langsam über das festliche Verlin senkt und die fahnenqej chmückten Türme und Kuppeln der Kirchen in den letzten Strahlen der Abendsonne golden aufleuchten, drängt sich tzereits eine unübersehbare Menschenmenge in den Straßen. Jung und alt strömt herbei, Blumen und Fähnchen in der Hand, um dem Führer einen jubelnden Willkommensgruß zu entbieten. So steht eine hundertfach gestaffelte Menschenmauer hinter der Fahnenparade an der Feststraße. Schon sind von Jungen und Mädeln alle Bäume und Denkmäler in der Nähe des Anfahrtsweges besetzt. Sie stehen auf den Brückenpfosten, auf dem Geländer der Moltke-Brücke, sie schauen Kopf an Kopf aus den Fenstern, und sogar hoch oben auf den Dächern haben si» Posten bezogen. Aber immer noch strömt es in endloser Kette aus allen Stadtteilen konzentrisch nach der Innenstadt. SA., ss. Werkscharen und NSKK. rücken singend an. Aus den Lautsprechersäulen klingt Marschmusik auf. Bor dem Portal des Brandenburger Tores
ist SA. mit Fahnen und Standarten aufmarschiert. Ein« lange schwarze Kette der Männer der Lerbstandarte flankiert den Weg vom Pariser Platz durch die Wilhelm- straße bis zur Reichskanzlei.
Einem Magneten überwältigenden Ausmaßes gleich hat die Feststraße vom Bahnhof bis zur Reichskanzlei die Menschenmassen an sich gezogen, die sich nun zu einer gewaltigen Mauer der Millionen formieren. Unzählige Scheinwerfer flammen auf und werfen hoch über die Köpfe der Menschen ihre Licht-bündel, weißen Bändern gleich, zum Himmelszelt empor. Die Feststraße selbst ist in taghelles Licht getaucht und in eine Farbensymphonie von Fahnen und glitzernden Lichtströmen verwandelt. Auch am Wilhelmplatz und auf dessen umliegenden Gebäuden unzählige Scheinwerfer, die ihre Lichtfluten auf die lange Reihe der wallenden Fahnen werfen. Inzwischen hat sich die Masse zu einem einzigen Block formiert.
Ganz Berlin ist angetreten, um dem Führer den Gruß Eroßdeutschlands zu entbiete«.
See sükrer wieder auf deulschem Soden
Pünktlich um 8.25 Uhr lief der Sonderzug des Führers in den festlich geschmückten Bahnhof der deutschitalienischen Grenzstation Brenner ein.
, Der Sonderzug hatte 20 Minuten Aufenthalt. Der Herzog von Pistoia und Minister Generalsekretär Starace verabschiedeten sich herzlich namens des Königs und Kaisers, des Duce und der Minister sowie der faschistischen Partei. Unter den Anwesenden sah man den Armeeko-mmandanten von Vozen, General Guidi, und den Präfekten von Bozen, Matteis Zur ersten Begrüßung in der Heimat hatten sich eingefunden Reichs- statchalter in Oesterreich Dr. Seyß-Jnquart, H-Brigadeführer Staatssekretär Dr. Kaltenbrunner und der Landeshauptmann von Tirol. Christoph. Der Führer verweilte längere Zeit auf dem Bahnsteig im Gespräch mit dem Herzog von Pistoja und dem Reichsstatthalter. Der Herzog überreichte dem Führer zum Abschied als Geschenk eine prächtige Grödner Schnitzerei.
Dek festlich geschmückte Ort und der Bahnhof mit ielen Menschen im FestgewanLe, sowie die Klänge
der. bedeutungsvollen
den vielen
der Nütionalhymnen gaben Stunde einen würdigen Rahmen. Einige Minuten nach der Abfahrt des Fiihrerzuges traf dann der Zug mit den Ministern und Reichsleitern ein.
Jauchzender Sank oom vrenner bis München
Die Heimfahrt des Führers nach den unvergeßlichen Tagen im faschistischen Italien gestaltete sich von der Grenze an wiederum zu einer einzigartigen Straße des Triumphes durch das Spalier des deutschen Volkes. Nach der Abfahrt vom Vrenner gab es das erste Halt in Innsbruck. Auf allen Straßen in der Nähe des Bahnhofs und an der Strecke waren die Tiroler zu vielen Tausenden zusammengeströmt, und immer wieder grüßte den Führer begeisterte Freude. Auch rn Kuf- stein brandete dem Führer das vieltausendfache, vom unendlichen Jubel getragene Heil seines Volkes entgegen. In Rosenheim und in allen übrigen Orten der Bahnstrecke überall das gleiche Jauchzen! Formationen der Bewegung auf den Bahnhöfen, rauschende Klänge der Musikkapellen und der unentwegte Chor der Heilrufe empfangen den Führer und begleiten ihn fortgesetzt auf dieser einziaartigen schönen Heimfahrt nach so beglückenden Erlebnissen.
(Fortsetzung auf Seite 2)
Her Sank ftbolf Killers
Seim überschreiten der deutsch-italienischen örenze am vrenner sandte der Führer an den König und Kaiser, den Vuce
und den Kronprinzen Umberto Vanktelegramme
„Seiner Majestät den König und Kaiser, Rom.
Bei dem Verlassen des italienischen Bodens ist es mir ein aufrichtig empfundenes Bedürfnis, Eurer Majestät und Ihrer Majestät der Königin und Kaiserin nochmals den Ausdruck meines Dankes zu übermitteln für die mir zuteil gewordene Gastfreundschaft. Unvergeßlich werden mir auch der zu Herzen gehende Empfang seitens des faschistischen Volkes und die.über alles Lob erhabenen Darbietungen der italienischen Wehrmacht bleiben. Die Tage meines Aufenthaltes an den Stätten einer ehrwürdigen Vergangenheit und einer stolzen selbstsicheren Gegenwart werden zu meinen kostbarsten Lebenserinnerungen zählen. Im Geiste der erneut bekräftigten deutsch-italienischen Freundschaft bitte ich Eure Majestät, mein« wärmsten
Wünsche für Ihr, der Königin und Kaiserin und des italienischen Volkes ferneres Glück und Wohlergehen entgegenzunehmen.
Adolf Hitler.".
„Seiner Exzellenz den Duce Benito Mussolini, Rom.
Die Tage, die ich gemeinsam mit Ihnen in Ihrem herrlichen Lande verbringen konnte, vermittelten mir unauslöschliche Eindrücke. Ich bewundere Ihr gewaltiges Werk der Aufrichtung des Imperiums. Ich habe das im Geiste des Faschismus von Ihnen erneuerte Italien im Glänze der ihrer Kraft bewußten Wehrmacht gesehen, ich erlebte die hervorragenden Leistungen Ihrer faschistischen Verbände. Vor allem aber haben es mir diese Tage ermöglicht, Ihr Volk. Duce, kennenzulernen, in> feiner > -
Jugend sehe ich den sichersten Garanten für die Größe Italiens. Die Ideengemeinschaft der faschistischen uick der nationalsozialistischen Bewegung sind eine sichere Gewähr, daß sich die treue Kameradschaft, die uns beide verbindet, für immer auch aus unsere Völker übertragen wird. Nehmen Sie nochmals meine herzlichsten Abfchiedsgrütze und meinen Dank entgegen.
Adolf Hitler."
„Seiner Königlichen Hoheit den Prinzen von Piemont, Neapel.
Bei der Rückkehr nach Deutschland bitte ich Eure Königliche Hoheit und die Frau Kronprinzessin, meinen herzlichsten Dank für die mir erwiesene Gastfreundschaft entgegennehmen zu wollen.
Adolf Hitler."
Ver sreundschaftsbunü
Zum flbschluß großer loge
Von Llvlmlll Sülläermsllll
Florenz, während des Führerbesuches.
„Was ist das politische Ergebnis des Führer» besuches?" — Diese Frage ist uns deutschen Iour* nalisten-in den letzten Tagen sehr oft von Wissens» durstigen Auslandskollegen gestellt worden. Viele waren nach Rom gekommen in der Meinung, daß hier langwierige Konferenzen stattfinden würden und mannigfaltige politische Einzelmeinungen einer intensiven Betrachtung unterzogen werden könnten. Aber nichts von alledem geschah. Wohl haben persönliche Unterhaltungen zwischen- dem Führer und dem Duce stattgefunden, die wohl neben der politischen auch im Zeichen der persönlichen Freundschaft der beiden Staatsmänner gestanden haben mögen. Aber Konferenzen? Nein» die Freundschaft dieser beiden Nationen ist kein Gesprächsstoff mehr. Sie ist eine klare unumstößliche Tatsache, eine Tatsache, die mehr als einmal praktische Erprobung hat. Der Draht zwischen Berlin und Rom ist schon lange so stark und gut, daß alle aktuellen Fragen unmittelbar besprochen wexden können und keine Achsenpakete im Sonderzug des Führers verstaut zu werden brauchten. Die Erledigung aller solcher sachlichen Probleme, wie sie in den Beziehungen zwischen großen Staaten stets bearbeitet und gelöst werden müssen, ist im Verhältnis Deutschlands und Italiens untereinander aus der Sphäre der Politik in dieSphäresreund^
menarbeit der Be Element der Politik die ist das des Verständnis Völkern und der
sHässlicher Zusam- jöroen getragen. Das er beiden Nationen aber es zwischen den beiden Freundschaft ihrer großen Führer geworden. Jede Vertiefung dieses Verständnisses und dieser Freundschaft wird so zu einem großen politischen Ereignis. Unter diesem Blickpunkt müssen wir die Ereignisse und die Ergebnisse der großen römischen Tage zu werten versuchen, wenn wir der historischen Bedeutung dieser Tage gerecht werden wollen.
Der Besuch des Führers wurde für das italienische Volk zu einer Demonstration, wie sie dieses von den heroischen Ueberlieferungen geweihte Land noch niemals erlebt hat. Wir dürfen auch als Gäste einen solchen Satz ruhig aus- sprechen. Denn diese Tage waren vor allem eine Demonstration der Kraft des faschistischen Italiens, das der Welt ein dramatisches Bild seiner Ordnung und Disziplin, seiner Kraft und Größe zeigte. Alle diejenigen, die in der Welt so -manchmal am italienischen Volk und am Faschismus herumnörgelten, hätten Zeugen der Erlebnisse von Rom. Neapel und Florenz sein sollen. Die grandiosen Manöver der Flotte, die kühnen Vorführungen der Luftwaffe, die Exaktheit der Parade, die wunderbare Disziplin, Ordnung und Schönheit der Vorführungen der Jugend, die die faschistische Partei veranstaltet« — alles, was wir sahen, war ein überzeugender Beweis für die Kraft der faf chistischen Führung, die im italienischen Volk ebenso neue Kräfte erweckt und entwickelt hat wie die nationalsozialistische Revolution in den Deutschen.
Das große weltpolitische Ereignis des letzten Jahrzehnts war der Einzug großer, oölkerersaffen- der Ideen in die Weltpolitik. Das große Ereignis, das mit dem deutsch-italienischen Zusammenschluß eingetreten ist, ist die Verbindung zweier Nationen nicht mit Abreden und Paragraphen, sondern m i t dem Gleichklang von Idealen und mit der Freundschaft ihrer Führer. Die „Achse Ber-
Der Führer traf gestern abend Wieder in Berlin ein.
Beim Ueberschreiten der deutsch-italienischen Grenze sandte Adolf Hitler Danktelegramme an den König und Kaiser, an den Duce und an den Kronprinzen Umberto.
Am Sonnabend ist ein« große Rede des Duce zu erwarten.
Dr. Schacht sprach auf dem ersten deutschen Bankier- Tag.
Das von der Deschimag erbaute MS. „Oslofjord« wurde gestern von der Norwegischen Amerika» Linie übernommen.
Auf der Ausstellung „Vremen — Schlüssel znr Welt« wird eine Fernsehstelle errichtet.
Heute trifft der Beauftragte für Kolonialftage«. General Melchior!, in Bremen ein.
Bei einer furchtbaren Grubenexplosion in Chester- field in England wurden 200 Bergleute durch fallendes Gestein eingeschlossen.
Joseph Manger stellte einen doppelte» Weltrekord auf.