Ausgabe 
(10.5.1938) Nr. 127
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Nr. 12? / S. Jahrgang

Vienstag. 10. Mai 1SZS

kinzelpreis 13 Npf.

SraMoser Abschluß des Mrer-Vesuches

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fldolf Httler in slorenz, der Hochburg des

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Vraktbericbt unseres in klaren? veilencken Usuptsckrlktleiters

I.V.V. Florenz. 10. Mai

In unvergleichlichem Triumph und unter unbeschreiblichem Jubel der Bevölkerung Roms war vor Wochensrist der Führer in die Ewige Stadt eingezogen. Eine grandiose Demonstration der Be­geisterung für den Erbauer des nationalsozialistischen Deutschlands wurde bis zur Ausfahrt des Zuges am Bahnhof von Rom auch sein Abschied. Und dieser Jubel und diese Kundgebungen begleiteten ihn auf der ganzen Strecke von Rom bis Florenz, wo sein Empfang in

der Hochburg des Faschismus durch die Bevölkerung zu einem neuen großen Ereignis wurde. Sie nahmen kein Ende» die Heilrufe, die RufeFührer!» Führer!", die RufeHitler!» Hitler!", und der Jubel wurde schon da zu einem Brausen und Wogen, zu einer Herzlichkeit ohnegleichen, als sich der Führer mit dem Duee gegen Abend der viele Stunden Kopf an Kopf seiner harrenden Menge vom Balkon des Palazzo Becchio herabneigte und immer wieder freundlich grüßend für die Kundgebungen dankte, die ihm die Bevölkerung von Florenz aus begeistertem Herzen darzubringen nicht müde wurde.

Dom wunderbaren Palazzo Pitti aus, wo er Woh­nung genommen hatte, hatte sich der Führer kurz nach 16 llhr, geleitet von Mussolini, zum Eiardino di Boboli begeben, wo ihm zu Ehren die Darsteller an den vier traditionellen toscanischen Spielen (Florentiner Futz- ball, Spiel von Stemm, Sarazenen-Turnier und das sogenannte Brückenspiel von Pisa), etwa 2666 an der Zahl, sich in ihren wundervollen malerischen Trachten und Fahnen gruppierten und an der schönsten Stelle des unvergleichlichen Geländes dem Führer darstellten: Alles ein Bild von unbeschreiblicher Schönheit, wie es nur in Florenz, der Stadt der Medici, auf diesem kunst- ausstrahlewden und kunstgesättigtem Boden denkbar ist.

Und nun hat der Führer »ach Mitternacht, nachdem er noch abends die Oper besucht hatte, wieder abermals unter Jubel- «nd Begeisterungsknndgebungen der Be­völkerung Florenz verlasse». Als letzter Abschiedsgrutz der Stadt Florenz prasselte beim Besteigen des Zuges ei» wuchtiges Feuerwerk auf. Des Führers Italien- besuch hat das Ende erreicht. Die Erinnerungen aber, die an diese großen geschichtlichen Tage bleiben» werden sott und fort wirken, werden unauslöschlich sein für alle, die diese Tage miterleben durften, werde« unzer­störbar sein wie die Achse Berlin-Rom, der diese ge­schichtlichen Tage galten.

Der Regierungszug selber aber, der der Gruppe namhaftester deutscher Hauptschriftleiter zur Verfügung gestellt wurde, wird noch einen Tag länger hier ver­weilen; einmal, um weiter diese herrliche Stadt he- schauen und erleben zu können, dann aber auch, um freundschaftliche Fühlung zu nehmen mit den Journa­listen Italiens, denen heute ein besonderer Empfang durch die deutschen Journalisten zuteil werben wird.

herzlicher flbschied von Nom

Der Abschied des Führers vom Quirinal gestaltet sich besonders feierlich. Der König und Kaiser empfing Adolf Hitler und die ihn begleitende« Reichsminister und Reichsleiter vor der Abfahrt in seinen Räumen «nd geleitet sie noch einmal durch die Säle des Quirinals. Danach verlassen der König und der Führer mit den übrigen hohen Persönlichkeiten den Quirinal über die breite Freitreppe, um wieder wie bei der Ankunft die Staatskarosse« zu besteigen.

Die Halle der Station Termini ist festlich geschmückt. Mit rotem Tuch und laugen Fahnen des Dritten Reiches und des faschistischen Italiens find die Wände verkleidet. Bor dem Eingang zumKönigssaal" haben sich die Minister, der Gouverneur von Rom, Fürst Co- lonna, die Vertreter der Faschistische» Partei, der Wehrmacht, die Präsidenten des Senats und der Kam­me^ der Königlichen Akademie von Italien und die Spitzen der Behörden sowie die Vertreter des Diplo­matischen Korps zur Verabschiedung Adolf Hitlers ver­sammelt. Als der Führer nach einer letzten Triumph­

fahrt durch die Ewige Stadt an der Seite des Königs und Kaisers die Halle betritt, präsentiert die Ehren­kompanie» die das erste Erenadierregiment mit Fahne stellt, das Gewehr. Unter den Klängen der National­hymnen schreitet der Führer ihre Front ab. Dann geht er zurück, «m sich von den Vertretern des Staates, der

Partei und der Behörden zu verabschieden. Bor seinem Wagen reicht er dann dem König und Kaiser die Hand. Nun wendet er sich Mussolini zu, um auch von ihm herz­liche» Abschied zu nehmen. Nur wenige Minuten »och, dann setzt sich der Sonderzug in Bewegung. Es ist 8.33 Uhr. (Fortsetzung auf Seite 2)

Berlin empfingt den sichrer

flnkunft heute 22 llhr auf dem Lehrter vahnhof öanz veulschlimd am Lautsprecher

- - -

zeitig im bengalischen Licht erscheinen und in Tiefblau

(Dradtdorlodt nussrsr Lsrlivsr Lobriktlsituug)

«1. Berlin, 16. Mai.

Heute abend gegen 22 Uhr wird der Führer von seiner Jtalienfahrt in der Reichshauptstadt zurück­erwartet. Berlin wird ihm bei der Ankunft auf dem Lehrter Bahnhof einen Empfang bereiten, wie ihn bis­her die Reichshauptstadt noch nicht erlebt hat.

In fieberhafter Eile bereitet bereits jetzt die Reichs­hauptstadt die Ankunft des Führers vor. Berlin hat sein schönstes Festkleid angelegt. Auf dem Wilhelm­platz stehen wieder die weißen Lichtsäulen mit dem Hoheitsabzeichen. Die Wilhelmstraße und die Linden stehen im Schmuck der riesigen Banner, die mit ihren goldenen Bändern lang von den Dächern der Häuser­fronten bis tief auf die Straßen herabwallen. Ganz Berlin ist wieder in ein Meer von Flaggen und Wim­peln getaucht, und heute abend wird eine Flut märchen­haften Lichtes hinzutreten.

Reichsbühnenbildnern Benno von Arent, der auch dies­mal wieder die Ausschmückung der Reichshauptstadt übernommen hat, hat das Gebäude des Lehrter Bahn­hofs wie verwandelt. Riesige Banner in den italieni­schen und deutschen Farben schmücken das Innere der Bahnhofshalle. Vor dem Ausgangsportal erhebt sich weithin sichtbar ein gewaltiger sechs Meter hoher Hoheitsadler, der nach Einbruch der Dunkelheit von Scheinwerfern angestrahlt wird. Der ganze Bahnhofs­vorplatz wird in ein Lichtmeer getaucht sein. Ueber dem Königsplatz wird sich ein Lichtdom von 300 Meter Durchmesser erheben, wie wir ihn ähnlich bereits bei den Reichsparteitagen in Nürnberg und im Olympia­

stadion erlebt habem Der, ganze Tiergarten wird gleich­zeitig im bengalischen Licht erscheinen und in Tiefblau angestrahlt werden, während die Gebäude der Kroll- oper in brennendem Rot in den Nachthimmel flammen werden. Auf dem Pariser Platz am Brandenburger Tor werden die Leuchtfontänen mit ihrer feenhaften Lichtwirkung in Tätigkeit sein; alle diese Vorberei­tungen versprechen ein unerhörtes Erlebnis.

Auf dem Lehrter Bahnhof werden die Mitglieder der Reichsregierung, an der Spitze der Generalfeldmarfchall Eöring, alle führenden Männer der Partei und-ihrer Gliederungen sowie fast die gesamte Generalität der deutschen Wehrmacht den Führer empfangen. 406 Fan­farenbläser der Hitlerjugend werden als erste Adolf Hitler ihren Gruß entbieten. Vor der Bahnhofshalle werden je eine Kompagnie der Wehrmacht, der Polizei, der LeibstandarteAdolf Hitler" und der SA.-Wach- standarteFeldherrnhalle" sowie eine Abordnung des Berliner Fascio Aufstellung nehmen.

Sobald der Sonderzug des Führers die Stadtgrenze Berlins erreicht hat. werden Fackelträger auf der ganzen Bahnstrecke bis zum Lehrter Bahnhof ihre Fackeln entzünden. Auf dem Lauf der Spree werden bengalische Feuer aufflammen.

Berlin wird heute abend ein Schauspiel von unerhörter Pracht und Schönheit erleben. Ganz Deutschland aber wird diesen triumphalen Empfang des Führers in der Hauptstadt des Reiches mit Spannung an den Laut­sprechern verfolgen. Das ganze deutsche Volk begrüßt in diesem Augenblick Adolf Hitler in der deutsche« Heimat.

flusrus l-eneralfeldmarschall öörings

Berlin, 10. Mai

Generalfeldmarschall Ministerpräsident Hermann GL- ring hat zur Rückkehr des Führers aus Italien folgenden Ausruf erlassen:

Deutsches Voll! Der Führer fährt nunmehr wieder zurück in des Reiches Hauptstadt. Die glanzvollen und ereignisreichen Tage, die 12V Millionen Deutsche und Italiener mit Stolz und Freude miterlebten, sind in

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Sonäorvvjebnung Luotk-^tlantiv: vi« Ser Kekallonvu I'sscbisto» tu Saat» Vrvvo tu Fioroas,

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die Annalen der Geschichte eingegangen. Berde« Völker» werden sie unvergessen bleiben als Markstein ihres gemeinsamen Weges in die Zukunft. Zwei groß« mäch­tige Böller, stolz Lus ihre heroische Vergangenheit, reich an alter Kultur und geistigen Fähigkeiten, jung in ihrer Begeisterung und ihrem entschlossenen Aufwärtsftrebe«, haben vor aller Welt ihre unwandelbar« herzliche Freundschaft belundet. Die stählerne Achs« durchzieht Europa von Norden nach Süden, von den Gestaden der Ostsee bis zu den Küsten Siziliens; ein festes Bollwerl gegen alle Kräfte der Zersetzung und Zerstörung, «t«

Heil dem sichrer!

Heute Nückfaliet durch das Neich

K. blü. Wieder einmal hat Generalfeldmarschall Hermann Göring allen Deutschen aus der Seele gesprochen: mit Gefühlen überströmen­den Glückes und größter Dankbar­keit begrüßt das g^nze deutsche Volk den heimkehrenden Führer. Während diese Zeilen in Druck gehen, befindet sich Adolf Hitler bereits auf der Rückreise, rüsten sich in den deutschen Gauen, durch die der Führer auf seinem Wege zur Reichshauptstadt fahren wird, die Volks­genossen» dem Schöpfer Großdeutschlands in un­übersehbaren Massen ein stürmisches Heil zuzu­rufen. Berlin fiebert geradezu in Empsangsoor- bereitungen; aber auch alle die Städte und Dörfer, deren Bevölkerung nicht unmittelbar an dem grenzenlosen Begrüßungsjubel teilnehmen kann, sehen freudigen Herzens der Stunde entgegen, da sie auf den Wellen des Aethers die Kunde von der Heimkehr des Führers erreicht.

Und wie recht hat Hermann Göring in seinem zündenden Aufruf auch darin: Der Jubel und die Begeisterung unseres Volkes umfassen gleichzeitig den Dank an die große italienische Nation und ihren Duee. Aus vollem, ehr­lichen Herzen kommt dieser Dank, nachdem wir aus der Ferne die nun der Geschichte angehören­den einzigartigen Ehrungen, die dem Führer im befreundeten Italien zuteil wurden, miterleb­ten. Die Huldigungen, die dem Führer an der Seite des Königs von Italien und Kaisers von Aethiopien sowie des Duce galten, erfüllten und erfüllen uns um so mehr mit Stolz und Freude, als die Begeisterungsstürme der faschistischen Massen vor Adolf Hitler stets spontan ein­setzten und aussichselb st heraus zu wahren Orkanen anwuchsen. Die Freundschaftskundgebun­gen kamen mit elementarer Gewalt aus der Tiefe der Volksseele, und dem dauerhaften Bund der beiden genialen Staatsmänner entspricht nicht nur symbolisch, sondern auch praktisch­politisch der sestgegründete Bund der beiden starken Nationen.

Die ganze Welt war Zeuge der glanzvollen Tage und ihres politisch so bedeutsamen Ablaufs. Nicht zuletzt die Trinksprüche des Führers und des Duce am Sonnabendabend im Palazzo Venezia, in denen die deutsch-italienische Freundschaft aus den Erfahrungen zweier Jahrtausende organisch abge­leitet und damit gleichfalls sürdie Zukunft historisch fundiert wurde, haben im Aus- land einen starken Eindruck hinterlassen. Doch auch der triumphale Einzug Adolf Hitlers in das Ewige Rom, die Paraden und Manöver der schlagkräftigen italienischen Wehrmacht und der prachtvolle Abschluß in der Geburtsstadt der Renaissance werden einst als unvergeßliche Höhepunkte germanisch-römischer Eintracht der Nachwelt überliefert. Genau vor zwei Jahren verkündete Mussolini vom Palazzo Venezia aus, daß der König von Italien den Ti­tel eines Kaisers von Aethiopien annehme und daß die Stämme Abessiniens unter der unum­schränkten Herrschaft des italienischen Reiches stehen. In jenem Augenblick erhielt Italien sein Imperium, das faschistische Imperium. Wir

unerschütterlicher Garant des Friedens.

Mit Gefühlen überströmenden Glückes und größter Dankbarkeit begrüßt das ganze deutsche Volk den heim- lehrenden Führer. Es denkt noch einmal zurück an die vergangenen Tage. an denen es. verbunden durch den Aether, mit unsagbarem Stolz und unbeschreiblicher Begeisterung. Stunde für Stunde miterleben konnte, wie das große italienische Volk den Führer empfing und wie es ihn ehrte. Und wenn heute mit der aufgehende« Sonne der Führer das stolz« Imperium verlasse« und wieder heimkehren wird in die deutschen Gau«, so werden Jubel «nd Begeisterung seines Volkes keine Grenze« finden und dieser Jubel wird auch gleichermaßen sei«: der Dank des deutschen Volles an die große italienisch« Nation und den Duce.

Heil unserem Führer!

Hermann Eöring."

Sonera! SikMoni wurde bestattet

Ro«. 16. Mai.

Der am 6. Mai verstorbene Kommandierend« General des römischen Armeekorps. General Graf Dominico Siciliani, wurde Montag nachmittag mit militärischen Ehren zur letzten Ruhestätte geleitet. Im Auftrage des Führers legte der deutsche Militärattache in Rom. Oberst von Rintelen, an der Bahre des Verstorbenen einen Kranz des Führers nieder und folgte dem Trauer- zuge,

In Florenz erlebte der Führer den grandiosen AI schluß seiner Italien-Reise.

Rudolf Hetz äußerte sich in einer Unterredung m demPopolo d'Jtalia" über seine Eindrücke wahren des FÜHrer-Vesuches.

Heute abend trifft Adolf Hitler in der Reichshaup stadt ei«.

Eöring erließ zum Empfang des Führers in Perli eine» Ausruf an das deutsche Volk.

Japans Außenminister kündigt eine schnelle Lösn« der gegenwärtigen Lage im China-Konslikt an.

Das KdF.-CchiffDer Deutsche" trat seine 1V Ausrerse an.

Durch eine Dampfkesselexplosion wurden in Meckle» bürg 23 Personen verletzt.

Ein Landsturm richtete in Nordschleswig und Füi land großen Schaden an.

der AusstellungBremen - Schlüssel zur Welt" wird die Halle der Vewegun

Durch die Bremer Polizei fand ei« Mord b« Bechta schnelle Aufklärung.

Deutschlands Fußballelf gegen England wurde nun «ehr aufgestellt.

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