Ausgabe 
(9.5.1938) Nr. 126
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vrmer Zellmo

parteiamtliche Tageszeitung

Das flrntsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Zreien Hansestadt Bremen

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der Nationalsozialisten Vremens

sinnliches Verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Bremen

Nr. 126 / 8. Jahrgang

INantag, S.INai 19Z3

Einzelpreis 16 Nps.

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Sie scharfe Waffe des Imperiums

finale in Nom / stören; entgegen

per letzte tag des sützeerbesuchs am liber / packende pngriffs- opeeationen der italienischen Luftwaffe / Mustergültige Zu­sammenarbeit aller Waffengattungen , pdolf ffitler spricht seine pnerkennung aus / pusklang im formn Muffolini

(Vindtberiodt unserös in Nom weilonckon Ilauptsvdriklleitvrs)

s. 8. O. R o m, 9. Mai.

Die unvergeßlichen Tage mit dem Führer in Rom sind zu Ende. Nach den erstaunlich schönen und exakten Manövern der Luftwaffe in den gestrigen Morgenstunden, nach den darauf­folgenden ebenso bewunderswerten Manövern des Landheeres zu Ehren des Führers boten am Abend dieses Tages im Forum Mussolini die sportlichen Darbietungen der Iungkraft des italienischen Imperiums den wundervollen, an schönen Eindrücken überreichen Abschluß aller Kundgebungen in Rom. die zuletzt noch gekrönt waren mit dem grandiosen Feuerwerk von

unbeschreiblicher Wirkung

Auch der letzte Tag in Rom zeigte den gewaltigen Elan der italienischen Wehrmacht und des jugendlichen Nachwuchses der italienischen Nation, eine unübertrof­fen schöne Haltung, eine Disziplin und ein herrliches Wollen. Bemerkenswert dieses sichere Treffen der aus der Luft geworfenen scharfen Bomben, hinreißend das rasche Verabreichen von Treffern aus einer Höhe von 1560 Meter auf die beiden etwa 1066 Tonnen fassenden Zielschiffe, prachtvoll am Abend die gestrafften Ehren­bezeugungen vor dem Führer und Duce durch die Mili­tärakademien, herrlich der Vorbeimarsch aller Abteilun­gen, imposant der Einmarsch der 5600 Avantgardisten mit ihren Fackeln, glänzend die von Avantgardisten auf­geführten Festübungen mit dem Dolch, glänzend das

Schauturnen der Schülerinnen der faschistischen Akade­mie von Orvieto, und glänzend die sportlichen Vor­führungen der JungfaschisteN und die militärgymnasti- schen Darbietungen der Schüler der faschistischen Aka­demie. Wer das miterlebte, wird es wohl nie verges­sen, und nie vergessen werden kann das gewaltige Ee- samterlebnis des Führerbesuches in Rom.

Nun rollt der Regierungszug, nachdem der Führer bereits vorausgefahren ist, in wenigen Stunden aus dem Bahnhof von Rom, Florenz entgegen» das sich als eine der kostbarste» Perlen in der Stiidtekrone Italiens dem Führer und seiner Begleitung ebenfalls im besten Lichte zeigen möchte.

Her ereignisreiche Sonntag

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Der letzte Tag des Führeraufenthaltes in Rom

- ist mit strahlendem Sonnenschein angebrochen. Auf dem ^ Arkadenhof des Königspalastes steht der Wagen des Füh- '' rers bereit. Die Minister und Reichsleiter haben zum

Teil schon die Fahrt angetreten zu der großen Militär-

- schau, die wegen des Unwetters auf Sonntag verlegt weiden mußte und heute das Hauptereignis bilden wird.

Um 8.36 Uhr verläßt der Führer durch das Ehren­voller der italienischen Gebirgsartillerie, ccke seinen Weg säumt, den Quirinals-Palast, Durch, den schönen Morgen tönt ins Rauschen der Fontänen am Obelisk auf der Piazza schmetternd die Musik der Wache.

Der Führer im offenen Wagen sitzt zur Rechten Seiner Majestät des Königs und Kaisers. In schneller Fahrt geht es die Straße des 24. Mai hinunter zu dem großen Schauspiel, das die befreundete Militärmacht Italien dem Obersten Befehlshaber der deutschen Wehrmacht , bieten wird.

Über 400slugreuge iiber Sem Flugfeld von furbara

< i Das großartige Programm der Uebung der italieni­schen Luftwaffe zu Ehren des Führers und Reichs­kanzlers über dem Flugfeld Fürbara in der Nähe von Cimta Vecchia zerfiel in zwei Teile, einmal in über­raschend schönes Kunstsliegen in großen Verbänden und zum anderen in eine kriegsmähige Angriffs- und Ab­wehroperation unter Einsatz der modernsten Flugzeug­typen und Bomber Italiens. Die Durchführung dieses Programms» zu dem über 466 Flugzeuge aus allen Tei­len Italiens eingesetzt waren, nahm nicht ganz eine Stunde in Anspruch.

Sobald der Führer und Reichskanzler in Begleitung feiner Majestät Victor Emanuel III. gegen 16 Uhr in

- Furbar« eintraf und unter den Klängen der Nafional- lisder die Front der Ehrenkompanie abgeschritten hatte, wurde das Programm der Kunstflüge eröffnet. Ein Ge­schwader von 25 Flugzeugen überquerte in der geome­trisch genau- eingehaltenen Form eines Haken­kreuzes unter dem stürmischen Beifall aller Anwesen­den das Flugfeld und kreuzte dann noch einmal in der Form des'faschistischen Rutenbündels über dem Platz, auch diesmal allgemein von begeisterten Kundgebungen begrüßt. *

Die Kunstflieger zeigten die völlige Vertrautheit des italienischen Fliegers mit seiner Maschine, ja nachgerade ein Verwachsenfein von Mann und Maschine. Auflösung und Wiedervereinigung der einzelnen Formationen er­folgte mit spielender Leichtigkeit und in verblüffend kur­zer Zeit. Die an die Piloten bei den Massenkunstflüqen gestellten Aufgaben waren bei der Einhaltung engster Tuchfühlung" voller Gefahren, da auch das kleinste Versehen oder der kleinste Fehler zur Katastrophe ge­führt hätte. Die Tatsache, daß trotz der ungemein schwie­rigen Aufgaben, die gerade bei diesem Manöver gestellt waren, auch nicht der kleinste Unfall sich ereignete, zeugt von der Kaltblütigkeit der Flieger und ihrer Nicht­achtung der Gefahr. Die vollkommene Beherrschung der

, Maschine trat aber noch offensichtlicher bei den ausge­sprochenen Kunstflügen in Erscheinung. Loopings, Rol- lings, Turnings wurden in kaum zu übertreffender Sicherheit und Exaktheit vorgeführt, wobei vor allem die gleichzeitige Ausführung in Staffelformation die Bewunderung aller und insbesondere der zahlreichen Fachleute auslöste.

Die gleichen erstaunlichen und bewundernswerten Leistungen wie bei den Kunstflügen ergaben sich bei dem kriegsmäßigen Angrksfsoperationen. Es wurden

verschiedene AMiffsziele, wie Truppen- und Nach­schubkolonnen, Materialdepots, Verteidigungsstellungen, Werften und Hafenanlagen sowie im Hafen liegende Schiffe mit einigen hundert Tonnen hoch­explosiver Bomben mit stärkster Sprengwirkung belegt, wobei fast immer schon beim ersten Angriff die größte Treffsicherheit erreicht wurde. Die beiden im Hasen liegenden Handelsdampfer bekamen schon mit den ersten 6 Bomben der ersten Dreierstaffel schwere Schlagseite, die bei den nächsten zwei Angriffen, die Schlag auf Schlag von 2 zu 2 Minuten folgten, immer bedenklicher wurde. Gleichzeitig gab die italienische Luftwaffe eine praktische Demonstration ihrer Theorie des blitzartigen Massenangriffs in kurzgestaffelten Ab­ständen. Der Bombenabwurf aus 2666 Meter Höhe ging mit der gleichen Exaktheit und Treffsicherheit vor sich, wie aus geringeren Höhen.

Nach Abschluß der Paradeübungen hat der Führer Seiner Majestät Viktor Emanuel III. und dem italienischen Regierungschef und Luftfahrtminister Mussolini seine Bewunderung für die Leistungsfähig­keit der italienischen Luftwaffe und ihrer Offiziere ausgesprochen.

kriegsmäßige Defechlsiibung in Santa Marinella

Die Fahrt zur Gefechtsübung der italienischen Wehr­macht führt in die römische Campaana. Die Via Aurelia schlangelt sich üurch das saftige Grün der Land­schaft. Sie folgt der alten römischen Straße nach Tu­rin. Die wenigen Ortschaften, die berührt werden, sind festlich geschmückt und ihre gesamte Bevölkerung jubelt den hohen Gästen zu. Die Campagna-Bauern sind zu Ehren des Tages mit dem Besten aufmarschiert, was sie zu bieten haben Hoch zu Roß halten sie zwischen ihren Herden: bekränzte Gespanne und beladene Erntewagen stehen neben sauber geputzten landwirtschaftlichen Ma­schinen und Traktoren. Zwilchen Weiden, Korn- und Artischockenfeldern geht die Fahrt durch ein Gebiet der vollständigen Urbarmachung Italiens. Mittelalterliche Signaltürme erinnern an eine Zeit. in der die Cam- pagna noch vom Pfluge unberührt war. Im Westen taucht das Mittelmeer auf Gegen seinen blauen Streifen heben sich die dunklen Pinienhaine ab.

Durch eine riesige Ehrenpforte und ein Spalier der faschistischen Jugendverbände, die Fahnen schwenken und jubelnd die Ehrengäste empfangen, geht es hinauf in das hügelige Manövergelände zum Veobachtungsstand.

Das Signal kündigt um, 11.46 Uhr die Ankunft des Führers und Mussolinis an. Die neben dem Beobach- turigsstand haltende Kavallerieschwadron erweist die Ehrenbezeugungen. Der Führer und Mussolini werden von der hohen Generalität empfangen. Man sieht neben ihren Begleitern den Chef des Oberkommandos der Wehrmacht. General der Artillerie Keitel, und die ita­lienischen Marschälle Graziani und de Bono. Weiter ab­seits steht der abessinische Ras Euqsa mit seinem Ge­folge in bunten Trachten.

Wenige Minuten später ertönt ein neues Signal. Der König betritt den Veobachtungsstand. Die Manüvergäste lassen sich die bevorstehende Gefechtsübung erklären. Das Manöver zeigt die letzte Angriffsphase einer Kolonne aus zwei Bataillonen im Rahmen der Eefechtshandluna einer Infanteriedivision und soll beweisen, daß eine modern ausgerüstete Infanteriedivision, die mit dem Feind in Berührung geraten ist.^ausfchließlich mit eige­nen Kampfmitteln in die Ausgangsstellung zum Sturm auf die feindliche Linie vorrücken kann. An der Gefechts­übung nimmt ein Bataillon in vorderer Linie und oas

RilUtsIegrarnms aus Itakisn

vor Pillirsr wolmt Aon blilitärübunKon in 8. Illarinella bei. Icknks vom I'übror, vorn, üer LöniK von Italien unck Kaiser von ^otiüopivn; reekts Vom Kübrvr cker Vuvv. LilätsIoArawmo: Lrssss-Lokkwann (2).

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Hvkiinxvii rm, kleinen Oeseliür/ lioi <1en klilltäi-vvi'nnsraNunSon in 8. UAi'inella.

2. Bataillon in Restrve teil. Die Angriffskolonne (blau) wird durch 5 Artillerieabteilungen der Division und des Armeekorps durch Vegleitgeschütze. durch Minen- werfer, eine MG-Kompanie und Kampfwagen unter­stützt. Es wird angenommen, daß der Feind (rot), der zur Abwehr gezwungen ist neue Verteidigungsstellun­gen bezogen und sich zur Wehr gesetzt, hat. Blau hat bereits die roten Vorposten überrannt und schickt sich zum Angriff auf die Hauptstellung des Gegners an, während die Artillerie die feindliche Stellung unter Feuer nimmt. Das ist die Kriegslage.

Auf ein Signal machen sich die im Gelände verteilten Abteilungen des Angreifers für den Beobachter durch Fähnchen und Tafeln als Schützen-, Maschinengewehr-. Minenwerferzüge kenntlich.

Ein Augenblick noch, dann steigt eine rote Rakete zum Himmel, und sofort seht das Trommelfeuer der Artillerie auf die feindliche Stellung ein.

ks wird scharf geschossen

Brausend jagen die Granaten heran und schlagen krachend in die aus den gegenüberliegenden Hügeln errichteten feindlichen Stellungen ein. Hoch aus­spritzend wirbeln Stein? und Erdreich durch die Luft, während sich das Gelände mit Rauch überzieht. In das Krachen des Artilleriefeuers mischt sich plötzlich das Tacken der MGs, mischen sich die dumpfen Knalle der Minenwerfer, deren Geschoßbahnen durch Leucht- munitio» deutlich sichtbar sind. Die Infanterie rückt, die Wirkung des Artillerieniederhaltungsfeuers aus­nutzend, langsam vor.

In Sprüngen arbeiten sich die einzelnen Schützenzüge vor. Jede Falte des Geländes wird ausgenutzt. Den Schützen folgen die leichten Maschinengewehre. Nach kurzem Gefecht wird der Feind stark bedrängt. In­zwischen rücken die Begleitwaffen der Infanterie vor und übernehmen das Niederhaltungsfeuer auf die vor­

derste Linie, während die Divisionsartillerie ihr Feuer auf weit gelegene Ziele vorverlegt.

Die Artilleriegeschosse lösen nun beim Aufschlag eine Rauchgranate aus, die den Frontabschnitt vor der zwei­ten feindlichen Stellung vernebelt und so das Blick­feld für die feindlichen MG.-Nester stört. Noch einige Sprünge, und die Infanterie ist bis auf 366 Meter an den roten Schützengraben vorgerückt. Sie scheint nicht weiter zu können.

Der Kolonnenführer muß sich entschließen, den Feind von der Flanke her anzugreifen und setzt zu diesem

Der Führer nahm an den italienischen militärischen Uebungen und den Vorführungen der Jugend im Forum Mussolini teil.

Die sudetendeutschen Jugendverbände haben sich zu­sammengeschlossen.

In Frankfurt a. M. sprachen Reichswirtschafts- minister Funk und Reichsorganisationsleiter Dr. Ley über die Ausgaben des Handwerks.

Gauleiter Carl Röver weihte die Eaufchulunqsbura Bookholzberg.

Einheitlich von Berlin ausgerichtet, fetzten die Wie- derholungsiibungen für das SA.-Sportabzeichen ein. Deutscher Gepäckmarschmeister wurde der «-Toten­kopf-Sturmbann Obervayern-Dachau.

In Hamburg gelangte das Internationale Stadt­parkrennen zum Austrag.

Hannover 9K siegte im Gruppenspiel um die Deut­sche Fußballmeisterschaft über Alemannia-Aachen 8 : 1 .

Werder-Bremen unterlag in der Bremer Kam bahn dem Hamburger SB. unglücklich 6:1.

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