Ausgabe 
(25.6.1939) Nr. 172
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Meiner Muim

parteiamtliche Tageszeitung

Das Amtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Lreien fjansestadt vremen

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der Nationalsozialisten Vremens

flmtliches verkündungsblatt des Neichsstottdalters in Oldenburg und Bremer

Nr. 172 / S. Jahrgang

Sonntag, 25. Juni 19Z9

kinzelpreis 15 Npf.

„Unser öruß an die deutschen in aller Welt ist die liilsreiche tat"

flppell an das deutsche Volk

Nudolsließrumragdesdeutschenvolksiumo

Großkundgebung des Vdsl. in kger / Nundfunküberlragung der Worte des Stellvertreters des

sichrers / flnsprachen Konrad kenleins und Karl kauskofers

(lligeneiDrabtdericdt ckervremer Leitung)

8- Eger. 25. Juni.

In der alten festlich geschmückten Kaiserstadt Eger sind zum Tage des deutschen Bolkstums die Sendboten des Volksbundes für das Deutschtum im Ausland zu einer Tagung zusammengetreten. Auf dem Adols-Hitler-Platz sprach zunächst der Bundes­leiter Generalmajor a. D. Professor Dr. Karl Haushoser. Im Anschlich daran erfolgte die Rundsunk-Uebertragung des Appells des Stellvertreters des Führers. Reichsminister Rudolf Hetz. Zum Schlich ergriff Gauleiter Konrad Henlein das Wort.

0er Nundfunkappell Nudolf ließ'

Rudolf Hetz führte u. a. aus: Der Tag des deutschen Volkstumes soll ein Gruß der Heimat an die Deutschen draußen sein: ein Eruh hilfreicher Tat. Das deutsche Volk im Erotzdeutschen Reich trägt von neuem die Mittel zusammen, die dazu dienen, die kulturelle Ver­bindung der Heimat mit den Deutschen draußen so aufrechtzuerhalten und fo zu gestalten, wie es einer großen Kulturnation geziemt.

Es trägt die Mittel aus freiem Entschluß und in freiwilliger Gabe zusammen, um damit die persönliche Verbundenheit jedes einzelnen Angehörigen unseres Bolkstumis in der Heimat mit den Trägern unseres Volkstumes draußen zum Ausdruck zu bringen.

Das deutsche Volk tut damit nichts anderes als jede andere große Nation, die Send­boten seiner Art als einzelne Glieder seines Volks­tumes inmitten anderer Völker und Staaten anzu­sehen. Es ist das unbestrittene Recht und die selbstver­ständliche Pflicht eines jeden Volkes, sich zu seinem Volkstum außerhalb der Grenzen zu bekennen und die­sem Bekenntnis so Ausdruck zu geben, wie es seinen Beziehungen zu anderen Völkern und Nationen ge­mäß ist.

Wir im Eroßdeutschen Reich können uns ebenso stolz zu unserem Volkstum draußen bekennen, wie dieses Volkstum sich unbeschadet seiner korrekten Einfügung in sremde Staaten zu unserem großdeutschcn Volks­tum bekennen kann. Denn die Leistungen, die Deutsche draußen in der Welt vollbracht und die Haltung, die sie gezeigt haben, ist ebenso sehr den Ländern und Staaten zugute gekommen, die zu ihrer ntuen Wahlheimat ge­worden sind. wie sie dem deutschen Namen und dem deutschen Ansehen in der Welt gedient haben.

Von den Millionen Deutschen außerhalb der Grenzen des Deutschen Reiches sind Unzählige vor Jahrzehnten, ja, vor Jahrtausenden bereits ausgewandert. Wo sie Reichsdeutsche blieben, sind sie heute treu ihre Pflicht tuende Nationalsozialisten, wo sie nach ihrer Wahl. eine neue Staatsangehörigkeit annahmen, sind sie loyale Bürger fremder Staaten geworden. Fremder Staaten, in denen sie durch ihre zähe fleißige Arbeit Heimat- recht erworben haben. Dort haben die Deutschen ihre Kräfte eingesetzt für den Aufbau ihrer neuen Heim­statt und damit der Staaten, in denen sie lebten, und in denen heute ihre Nachkommen leben. Sie haben oft unter Einsatz ihres Blutes gekämpft für die Behaup-

Neue außenmongolifche örenzverletzungen

Tokio, 23. Zuni.

An der Westgrenze von Mandschukuo setzten am Frei­tag die Äußcnmongolen ihre Lustoorstöße mit starken Luftkräften über die Grenze fort. Das japanische Ab­wehrgeschwader unternahm einen Gegenstoß und brachte 12 Gegner über mandschurischem Boden zur Strecke. Der Rest zog sich zurück. Die Japaner hatten keine Verluste.

tung ihrer Lebensarbeit im Rahmen dieser Staaten, ja für die Existenz dieser Länder überhaupt.

So haben Zehntausende von Deutschen in verschiede­nen Generationen mit Leib und Leben Amerika den Weg zu dessen Freiheit und Unabhängigkeit mit ge-

Berlin. 25. Juni.

Am Sonnabendoormittaa tras aus Einladung des Oberbefehlshabers der deutschen Luftwaffe, Eeneralfeld- marschall Göring, aus dem Flugplatz Staaken der könig­lich-italienische Staatssekretär der Luftfahrt, Lustarmee­general Balle, zu einem mehrtägigen Besuch in Deutsch­land ein.

In seiner Begleitung befanden sich General Scaroni, Oberst Raffaelli, Oberstleutnant Borghetti und Oberst­leutnant Rossi. General Valle wurde im Auftrage des

bahnt. Es sind Amerikaner selbst» die diese Leistung der Deutschen rühmend hervorheben.

Was Deutsche draußen in der Welt für die wirtschaft­lichen Beziehungen nicht nur Deutschlands zu anderen Ländern, sondern auch für die wirtschaftlichen Be­ziehungen der Länder untereinander geleistet haben, ist unwägbar.

Hat das Erstarken unseres Volkes zur Großmacht un­endlich vielen wieder das Gefühl eines sinnvollen Lebens und einer zielbewußten Arbeit gegeben, so hat auch an­dererseits Mißgunst und Neid draußen sich einzelne Deutsche zu wehrlosen Opfern ausgesucht. Und fast stets, wenn in letzter Zeit der Kampf gegen den Deutschen in anderen Ländern Opfer forderte, so hatte d er jüdische Gegner seine Hand im Spiel. (Fortsetzung auf S. 2)

Eeneralseldmarschalls Göring von dem Staatssekretär der Luftfahrt Generaloberst Milch auf das herzlichste be­grüßt. Zum Empfang des italienischen Gastes hatten sich alle Amtschefs des Reichsluftfahrtministeriums sowie sämtliche Generale aus dem Reichsluftfahrtministerium, unter ihnen der Chef der Lustwehr, General der Flieger Stumpfs, der Präsident der Lustwasfenkommission, Ge­neral der Flakartillerie Rüde!., der Chef der Zentral- abteilung, General der Flieger von Witzendorff und der Befehlshaber der Luftflotte I General der Flieger Kesselring eingefunden.

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von StaatssekretZe Seneraloberst Milch herzlich begrüßt

von itslieiuscbe Tuktai-mesAviioral Volle (link») »aeb äei'^nlrunt't i» 8taskeu. dkeben ilim 6«nsralobei'8t öl i I v b. (Lrssss-llokkmerm)

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Sandschak veoölkerung oergewaltist

französisches protestschreiben an Valadier / krinnerungen an das «türkische Joch"

(Orsbtberiolil unseres pariser Vertreters)

1 b. Paris» 25. Juni

Der Präsident des französischen Mittelmeerkomitees hat an Ministerpräsident Daladier ein Schreiben ge­richtet, in dem gegen die Vergewaltigung der christlichen Bevölkerung des Sandschaks Älexandrette durch die Ab­tretung des Gebietes an die Türkei schärfster Protest eingelegt wird. Der Brief, der die Unterschrist sämt­licher Vizepräsidenten, des Präsidenten der Exekutio- kommission und der Mitglieder des Direktionsrates des Komitees trägt, stellt fest, daß im Sandschak eine Be­völkerung wohne, die durch die Vergangenheit eng mit Frankreich verbunden sei. Im besonderen weist der Brief auf die christlichen Bewohner von Mussadagh hin, wo nicht ein einziger Türke wohne. Die dortige Bevölkerung habe das Land schon seit dem Jahre 83 vor unserer Zeitrechnung inne. In diesen Tagen hätten türkische und französische Gendarmen die armenischen Gebiete des Sandschaks besetzt und es seien neue Massakers gegen die Christen eingeleitet worden. Die Abtretung des Sandschaks mache eine Gesamtflucht der christlichen Bevölkerung notwendig.

Der» Brief beruft sich auf Nachrichten, die aus dem Sandschak eingetroffen sind. Danach erklärten die Ar­menier: „Wenn Frankreich uns unseren Feinden aus­liefert, werden wir unsere Frauen und Kinder mi! eigener Hand röten und selbst den Tod auf dem Felde der Ehre mit der Waffe in der Hand suchen. Niemals werden die Türken sich an unseren Gebieten vergreifen olange wir noch leben."

Der Brief des Mittclmeerkomitees richtet einen flam­menden ' Appell an Ministerpräsident Daladier. dafür zu sorgen, daß Leben und Gut aller derjenigen durch Frankreich geschützt werde, die nicht „unter das türkische Joch zurückkehren wollen".

„Demütigender rausch"

, Mailand, 25. Juni.

Die italienische Presse protestiert gegen den Abschluß des französisch-türkischen Sandschak-Abkommens. „Ea- zeta det Popolo" stellt fest, Frankreich habe kein Rechi zu diesem Vertrag gehabt, da der Sandschak Mandats­gebiet sei und bleiben müsse, bis die Mandatsmächte einschließlich Italien die Frage entschieden hätten. Das

französische Vorgehen zeige wieder einmal die Unver­frorenheit der französischen Regierung gegenüber inter­nationalen Verpflichtungen

„Popolo d'Jtalia" spricht von einem Nachgeben der Franzosen gegenüber England, das den demütigenden Tausch durchgesetzt habe. um den türkischen Beitritt zur Einkceisungspolitik zu erwirken. England und Frank­reich scheinen sogar noch weitergehen zu wollen, indem sie die Ausdehnung des Abkommens mit der Türkei auf die Balkan-Halbinsel anstreben Die Türkei solle so als Earantiemacht auf dem Balkan eingesetzt wer­den. was besonders Jugoslawien beunruhige. Außer­dem wolle man die Türkei für den Schutz Palästinas gewinnen, was die arabische Welt bedrohe.

Im übrigen ist die rechtswidrige Verschacherung des Sandschak mit vollkommener Ruhe aufgenommen wor­den. wobei man allerdings auch zu verstehen gibt, das man die neue zum Schaden des syrischen Volkes voll­zogene Tatsache nicht anerkennen werde, da sie i eine osfene Verletzung des Gleichgewichts im Mittel­meer darstellt, an dem Italien mehr als jede andere Macht interessiert ist. Denn dieses Gleichgewicht stelle für Rom eine Lebensfrage dar. (Siehe auch Seite 2)

vor <Aa«IsUsr rult Luin VOL.

Gauleiter Carl Röoer erläßt zum Tag des deut­schen Bolkstums nachfolgenden Aufruf an die Be­völkerung des Gaues Weser-Ems:

„Der Volksbund für das Deutschtum im Aus- land (VDA.) kämpft für 2Ü Millionen Deutsche jen­seits der Reichsgrenzen.

Jeder Nationalsozialist ist daher Mitglied des VDA.

Gauleiter.'

Von unsers» an der IVsItrsisö dsntsoUsr 8obriktlsitsp tsilnebwsnäsn Sonäsrbsrioktsrslattsr Larl Dürks

Wenn diese Zeilen in die Hände des deutschen Lesers gelangen, wird die deutsche Presseabordnung, die sich Ende März dieses Jahres auf Einladung der japani­schen Regierung zu einem fünfwöchigen Studienaufent­halt nach Ostasien begeben hat, den gastlichen Boden Japans wieder verlassen haben. Fünf in jeder Weise überaus eindrucksvolle Wochen liegen hinter, ihr. Wäh­rend sie noch unterwegs Nach Japan — dem fernöstlichen Partner des Antikominternabkommens — war, er­reichte sie die Nachricht von dem Veitritt Spaniens zur antikommunistischen Weltfront. Während ihres Auf­enthaltes in Japan selbst kam die Meldung von dem Abschluß des deutsch-italienischen Bündnisvertrages. Beide Ereignisse waren ein hervorragender Maßstab für die Beurteilung des Interesses, das Japan bis in die breitesten Schichten seiner Bevölkerung hinein der europäischen Entwicklung schenkt. Dieses Interesse läßt sich auf einen allgemein gültigen Nenner bringen: Alles, was die antikommunistische Weltfront zu stärken in der Lage ist, findet auf japanischer Seite ungeteilte Zustimmung. Alles, was die Gegenkräfte zu schwächen geeignet ist, wird auch auf der Seite Japans als eine fortschreitende Sicherung und Befestigung des Welt­friedens angesehen.

Der Entscheidungskrieg, den Japan seit zwei Jahren auf dem asiatischen Festlande zu führen gezwungen ist. ist längst zu einer weltgeschichtlichen Auseinandersetzung geworden, deren Tragweite nicht von China, sondern von den Kräften, die hinter ihm stehen, bestimmt wor­den ist. Japan steht mitten im Krieg. Mehr als ein­einhalb Millionen seiner besten Söhne kämpfen an der China-Front. Alle Gedanken, alle Hoffnungen und ^auch alle schweren, dunklen Sorgen sind mit ihnen. Es ist selbstverständlich, daß das japanische Volk den Gang der militärischen Ereignisse täglich und stündlich mit stärkster innerer Anteilnahme verfolgt' und daß die glänzenden Siege seiner Truppen seinen Stolz ebenso erwecken, wie die Bekanntgabe der Verlustlisten seine Seele mit tiefem Schmerz und tiefster Trauer erfüllt. Jeder Japaner weiß aber heute, daß dieser Krieg in China nicht nur ei» Kampf auf dem Schlacht­felds gegen den Chinesischen Gegner ist, dessen 'Wider­standskraft gebrochen werden muß, wenn dieser Ent­scheidungskampf für das japanische Volk siegreich ver­laufen soll, sondern in gleicher Weise ein erbitterter

Unser Isssssmss«!

(Unsers bsutixs Ausgebe umkaür 24 Zeiten)

In Tientsin ereigneten sich neue Zwischenfälle. Chamberlain versuchte angesichts der Schwierig­keiten in Moskau in einer Rede Deutschland gegen­über „friedliche" Töne anzuschlagen.

Die Verschacherung des Sandschak Älexandrette wird von Italien nicht anerkannt.

Der italienische Lustarmeegeneral Valle traf zu Besprechungen mit Eencralseldmarschall Göring in der Reichshauptstadt ein.

Zum Tag des deutschen Bolkstums richtete Rudolf Heß einen Appell an das deutsche Volk.

Die Deutsche Reichsbank stand, wie jetzt rück­schauend festgestellt wird. im Jahre 1938 im Zeichen einer Fülle von Sonderausgaben.

Gauleiter Carl Rover rief in einer Großkundgebung in der Glocke zum Eintritt in den VDA. aus.

Am Tag des Stapellauss in Bremen sollen die Ee- ^solgschastsmitglieder ab 11 Uhr arbeitsfrei sein. Nach 333 Arbeitstagen wurde der Roland wieder­hergestellt.

Bremen erhielt das größte deutsche Festlands-See­wasseraquarium.

Der Deutsche Umbenhauer gewann die Eroh- deutschlandfahrt der Radfahrer.