Ausgabe 
(19.6.1939) Nr. 166
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parteiamtliche Tageszeitung

yas Amtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Zreien Hansestadt Bremen

der Nationalsozialisten Bremens

pmtliches verkündungsbiatt des Neichsslattdaiters in Oldenburg und Bremen

Nr. 166 / 9. Jahrgang

Montag, 19. Juni 19Z9

kinzelpreis 13 Nps.

Kultur widerlegt eine falsche Politik

Zielweisenüe Nede br. Soebbels' in Uanzig

der süftrer wacht über der gemeinsamen Zukunft!"

Danzig, 19. Juni.

Am Sonntag sprach Reichsminister Dr. Goebbels auf der die Danziger Gaukultur- Woche abschließenden Kundgebung im Staatstheater. Hatte der Minister am Abend vorher oom Balkon desselben Theaters gelegentlich der überwältigenden, spontanen Demonstrationen der Bevölkerung, den Willen und die Entschlossenheit Danzigs zur Heimkehr ins Reich im Politischen begründet, so kennzeichnete er nunmehr umfassend die Zugehörigkeit Danzigs zum deutschen Bolkstum auf kulturellem Gebiet.

Dr. Goebbels trat zusammen mit Gauleiter Förster von Zoppot her, von dem Jubel der an der Straße har­renden Bevölkerung begleitet, vor dem Staatstheater ein, wo ihn für den von Danzig abwesenden Senats­präsidenten Greiser der stellvertretende Senatspräsident Huth sowie der Kommandierende General des Luft- wasfenkommandos in Ostpreußen, Generalleutnant Wimmer empfingen.

Die Barocke Fcstouvertüre von dem Danziger Musiker Johannes Heinemann leitete die Kundgebung im fest­lich geschmückten Theater ein. Gauleiter Förster hieß den Minister als den vorn Führer mit der Betreuung des Kulturlebens im Eroßdeutschen Reich Beauftragten herzlich willkommen. Unter dem stürmischen Beifall der Kuubgebungsteiinehmer dankte er Dr. Goebbels für die am Vorabend gehaltene Ansprache, in der er die un­zertrennliche Verbundenheit des Reiches mit Danzig deutlicher, als es jemals geschehen sei, zum Ausdruck gebracht und neue Kraft und Zuversicht in die Herzen der Danziger gesenkt habe. Auch für die vielfältige und reichhaltige Unterstützung der kulturellen Bestrebungen Danzigs, die auf fruchtbaren Boden gefallen sei, brachte er dem Minister den Dank der Kulturschaffenden seines Gaues zum Ausdruck. Als äußeres Zeichen dieses Dan­kes überreichte er Dr. Goebbels eine von einem Dan­ziger Künstler angefertigte Uhr aus Bernstein.

Der Gauleiter verkündete sodann die Preisträger des von ihm im vergangenen Jahre gestifteten Künst- preises des Gaues Danzig der NSDAP. Den Preis für die Dichtkunst erhielt der Danziger Ehrenbürger Max Halbe, den Reichsminister Dr. Goebbels noch persön­lich beglückwünschte. Den Preis für Malkunst der Leiter des Städtischen Museums in Danzig, Professor D r o st (für ein kunstgeschichtliches Werk über Danzig), den Musikpreis die Komponisten Johannes Hannemann und Alfred Patsch. Den Preis für Malerei Professor Pfuhle und schließlich den Preis für Kunsthandwerk'Dr. Bruno Fendrich. Dann nahm Reichsminister Dr. Goebbels das Wort.

Reichsminister Dr. Goebbels, der nun schon zum drit­ten Male anläßlich der jährlichen Gaukulturwoche nach Danzig gekommen war, gab in großangelegter Rede einen umfassenden Ueberblick über das >m Schutze des nationalsozialistischen Staates neuerblllhte kulturelle Leben Deutschlands. Stürmischer Beifall und begeisterte Kundgebungen empfingen ihn, als er zunächst die Grüße des Führers und des gesamten deutschen Volkes über­brachte, und immer wieder ausbrechende Veifallsäuße- rungen begleiteten fast Satz für Satz seiner Fest­stellungen.

Es könne wahrhaftig nicht allzu,schwer sein, so führte er im einzelnen aus, auch diesmal von der innigen Ver­bundenheit Danzigs init dem deutschen Vaterlande im Kulturellen zu zeugen. Denn wenn auch politische Gren­zen sich zeitweilig verschoben, ewig und unverrückbar seien die Grenzen, die von Sprache, Rasse und Blut ge­zogen wurden.

Stürmischer Beifall begleitete jedes Wort des Mini- .sters, als er dann feststellte, daß er sich selbstverständlich

hier in Danzig von Deutschland umgeben fühle, daß er mitten im deutschen Volksraum und damit nach seiner Auffassung nicht jenseits der deutschen Grenzen weile.

danrigs Kultur spricht Überzeugend!

Dieser unverrückbaren und unleugbaren Tatsache gegenüber könnten beispielsweise wirtschaftliche Erwä­gungen doch nur eine ganz untergeordnete Bedeutung haben. Hier, inmitten der Stadt, erscheine es wie Narretei und Wahnwitz, wenn jemand den Versuch machen wollte, den rein deutschen Charakter Danzigs abzuleugnen. Hier stehe er klar, unverrückbar und fest vor allen Augen, und es verböte sich ganz von selbst, ihn zum Gegenstand parlamentarischer Spiegelfechtereien machen zu wollen.

Nun sei Danzig plötzlich in den politischen Brennpunkt hineingerückt und zum internationalen Streitobjekt er­hoben worden. Vielleicht meine da dieser oder jener, daß in solchen Zeiten kulturelle Ding« und Fragen in den Hintergrund.zu treten oder ganz zu schweigen hätten. Das Gegenteil sei richtig. Gerade in solchen kri­tischen Zeiten müsse die Kultur am vernehmlichsten das Wort ergreifen: Da müsse sie aufstehen, um vor aller Welt gegen Unverstand und Lüge zu zeugen. Denn die Kultur könne in ihrer durch die Jahrhunderte hindurch stets gleich jugendlichen, ungebrochenen Kraft am ehe­sten und leichtesten die kurzsichtige Politik des Tages widerlegen.

Eine große Zeit habe immer auch eine kulturelle Blüteepoche im Gefolge. So sei es auch in unseren Tagen. Im neuen nationalsozialistischen Deutschland gehe der Aufbau der Macht mit dem Auf­bau der Kultur Hand in Hand. Einst sei Deutschland nur die Verkörperung von Geist allein ge­wesen, und unser Volk sei damals als ein Volk der Dichter und Denker von der übrigen Welt belächelt wor­den. Dann wieder habe Deutschland allein an die Er­haltung seiner Kraft gedacht: da sei unser Volk in der Welt verhaßt und verachtet gewesen als ein Volk von Militaristen. Nun aber bildeten Buch und Schwert als die Symbol« von Geist und Kraft in unserem Volke

Moskauer Besprechungen unterbrochen

Nallosigkett im englischen Lager / Moskau bestellt nach wie vor auf schriftliche Festlegung der britischen sernost-Verpflichtungen

Warschau, 19. Juni.

Wie die. Agentur ATE berichtet, sind die Mos­kauer Besprechungen mit dem Sonderbeauftragten des Foreigm Office, Strang, für kurze Zeit un­terbrochen worden. Mit einer Wiederaufnahme der Verhandlungen sei frühestens am Montag zu rechnen. Strang habe sich nach langen Beratungen mit den Botschaftern Englands und Frankreichs mit London in Verbindung gesetzt. Er habe um neue Instruktionen unter Hinweis auf die Vor­behalte gebeten, die von sowjetrussischer Seite Zum Projekt des Dreier-Bündnisses gemacht wurden. Die Warschauer Agentur bezweifelt nicht, datz Strang seinen Aufenthalt in Moskau, für den ur­sprünglich drei bis vier Tage vorgesehen waren, verlängern mutz.

Von anderer gutunterrichteter Seite wird uns hier­zu bestätigt, büß in erster Linie die schwerwiegenden Meinungsverschiedenheiten über die Frage der Fernost- Verpflichtungen Mister Strang dazu veranlaßt haben, aus London neue Informationen einzuholen. Man hatte sich in London, als man Strang mit der Moskauer Mission betraute, der Hoffnung hingegeben, daß allein schon die Entsendung eines solchen namhaftenSon­derbeauftragten" genügen würde, Moskau von seinem unbedingten Verlangen der Bedingungen des Dreier- Paktes abzubringen und es mit vagen Zusicherungen britischer Hilfsbereitschaft für den Fall von Konflikten im Fernen Osten zufriedenzustellen.

Wie sich -nunmehr im Lause der Verhandlungen immer mehr erwiesen hat, verlangt Moskau ganz stur

die Festlegung der britischen Verpflichtungen im Falle von Verwicklungen im Fernen Osten, was natürlich praktisch für Großbritannien den Verlust auch des letz­ten Restes seines Prestiges im Fernen Osten bedeuten würde, und was es außerdem gerade jetzt angesichts der Vorfälle in eine sehr unangenehme Lage Japan gegen­über bringen würde. In Moskauer politischen Kreisen ist in diesem Zusammenhang bezeichnenderweise der Hinweis auf die Erfahrungen der Tschecho-Slowakei aufgetaucht, die ebenfalls im Besitz von unbestimmten englischen Zusicherungen war, die aber bekanntlich in keinem Augenblick auch nur im geringsten zur prak­tischen Auswirkung kamen.

Es wird nunmehr dem Abgesandten Londons nichts weiter übrigbleiben, als sich neue Instruktionen vorn 'Foreign Office geben zu lassen, um so mehr, als er ja selbst nicht die Vollmacht besitzt, die Verantwortung zu übernehmen für dle Folgen, die sich für England aus der Uebernahme von festen Verpflichtungen in Ostasien ergeben. Da Sowjetruß land jedoch auf seiner bisheri­gen Forderung auf genaue Fixierung der Berhand- lungs- bzw. Vertragsgrnndlagen bestehen bleibt, wie es die jetzige Unterbrechung der Moskauer Gespräche zeigt, bleibt abzuwarten, welche Rolle das einst so stolze Albion noch weiter zu spielen gedenkt und inwieweit es zu erneuten Demütigungen bereit ist, nur um auf jeden Fall seine Einkreisungspolitik gegenüber Deutsch­land fortzusetzen. Wahrlich eine kraftvolle Haltung Großbritanniens verrät dies englisch-sowjctruWche Tau­ziehen nicht.

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kin Volk zu sein die Neligion unserer Zeit"

0er Wonlaut der Neöe des Neichsleiters fllfred Bosenberg auf der Sonnenwendfeier auf Sem vookkolzberg

Book Holzberg, 19. Juni. Die Niederdeutsche GedenkstätteStcdingsehre" aus dem Bookholzberg stand wie bereits gemeldet in der Nacht zum Sonntag erneut in, Blickpunkt des ge­samten Lebens des Gaues Weser-Sms. Im Mittel­punkt dieses Festes der Sommersonnenwende des Gaues Wescr-Ems, an der über ö 9 NVN Bolksgcnosscn aus allen Teilen Nvrdwcstdcntschkands teilnahmen, stand die richtungweiscndc Rede des Reichsleiters Alfred Rosenbcrg. Nachstehend der Wortlaut der Rede:

In diesen Tagen, so führte der Reichsleiter einleitend aus, findet sich das ganze deutsche Volk zu den Feiern der Sonnenwende zusammen. Es wird getragen von einem tiefen Gefühl einer freudigen Zusammen­gehörigkeit: es wird in diesem Jahre besonders getragen von einem Gefühl des Stolzes auf das Ge­lingen eines großen Volkes Freiheitskampfes, und es ' wird getragen von dem Hochgefühl eines errungenen freien großen Deutschen Reiches, vor allen Dingen auch )von der Zuversicht, daß alle Drohungen, dle heute von außen herüberfchallen, hier eine Nation finden, .die jeder dieser Drohung entschlossen entgegenzutreten ge­denkt. Wenn wir in diesen Tagen mit diesen Gefühlen das Fest der Sonnenwende begehen, dann vergessen wir auch niemals jene dunklen Tage, die wir einmal über­winden mußten. Nie wurde die'Selbstachtung eines Vol­kes schmählicher mit Füßen getreten, als in diesen grauen Jahren 1918 u n d 1919: mit Füßen ge­treten, nicht nur durch einen äußeren Gegner, sonderst an-b ><urch Menschen, die in »i»er Wahnsinnsstunde alle

Pflichten gegenüber Deutschland vergessen hatten. Und wir haben auch in diesen Tagen die Pflicht, diese dunkle Vergangenheit nicht zu vergessen, sondern die Ereignisse dieser Zeit uns immer wieder ins Gedächtnis zurück­zurufen. Wir dürfen nie vergessen, durch wen einmal dieser Verrat an Deutschland verübt wurde und wo­durch es möglich war, einen solchen Verrat zu begehen

Machenschaften innerer und äußerer feinde

Damals, in diesen dunklen Tagen, stand die deutsche Nation glaubenslos, verzweifelt und in innerer Zer­rissenheit vor einem unbegreislichen Schicksal. Das erste, was sich damals bemerkbar machte, war ein durch alle hindurchgehender Protest, der Protest der deutschen Seele und des deutschen Charakters gegen die Zustände dieser Tage. Es war der erste instinktive Widerstand, mit dem zugleich die Frage wuchs, warum dies alles geschehen konnte.

Und diese Frage führte zu einer immer tieferen Prü­fung dessen, was sich in Deutschland und in der Welt abspielte. Die Gegner hatten erklärt, das deutsche Volk sei ein Volk von Barbaren, ein Volk von Kindesmör­dern, eine kulturunwürdige Nation. Diese Weltpro­paganda, deren Auswirkungen wir in diesen Tagen wiederum erleben, hatte aber noch eine furchtbare Be­gleiterscheinung. Es meldeten sich, so wie auf der an­deren Seite, auch in Deutschland 'Verräter, die be­haupteten, auch die deutsche Kultur zu vertreten, wäh­rend sie andererseits erklärten oder durch ihre Hand­lungen kundtaten, daß ki« nu °>ne» inneren Wert, an

einen wirklich großen Wert des deutschen Volkes nicht glaubten. Sie erklärten, Deutschland werde erst dann in die Reihe der Kulturvölker eingereiht werden können, wenn es die Staatsform der Demokratie an­nehmen würde.

Andere Gruppen erklärten, Deutschland habe seine ganze Kultur durch die Kirche erhalten. Alles das, was wir an großen Schöpfungen bewundern könnten, wäre nur die Folge dieser Tat, dieser einen Bekehrung ge­wesen. Und dieses bedeutete, haß keine dieser Gruppen an einen wirklichen Eigenwert' der Nation glaubte. Die einen erklärten das Bolkstum als eine Folge des Siin- densalls, und eine kirchliche Gruppe von heute nennt das Bolkstum eine Notverordnung Gottes. Auf jeden Fall war das Volkptum im Sinne dieser herrschenden Parteien und damit in den Augen der diese Parteien beherrschenden Weltanschauung nur eine Angelegenheit zweiten oder dritten Ranges; in vielen Fällen wurde die Idee des Volkes überhaupt als minderwertig hin­gestellt.

Jeder Deutsche kennt die furchtbaren Worte, die in diesen 14 Jahren über Deutschland gesprochen wurden und die aus dem Marxismus und Juden­tum geboren waren. Sie brennen auch heute noch in unseren Herzen, wir haben sie nicht vergessen und wir haben nur die eine Pflicht, alles zu tuu, daß sich diese Ereignisse, die einmal in der deutschen Geschichte möglich waren, nicht mehr wiederholen rönnen.

(Fortsetzung auf Seite 2)

eine wunderbare Einheit. Als eine geistige Nation in Waffen treten wir, die neue junge Weltmacht, vor das Gesicht der anderen' Völker.

Der nationalsozialistische Staat selbst habe die Auf­gabe übernommen, über der kulturellen Entwicklung in Deutschland zu wachen: Durch großzügige Förderungs­maßnahmen wolle er der Kultur ein freies Entwick- lungsleben gewährleisten. Was aus diesem Gebiete in Deutschland vorsorglich getan worden sei, stehe einzig­artig da unter allen Völkern und allen Nationen.

Der Staat selbst könne freilich keine Kunst und keine Kunstwerke schaffen. Er sei gewissermaßen nur der Treu­händer' der Kunst dem Volke gegenüber, er sorge dafür, daß die eigenen Grundgesetze jeder Kunst nicht ver­schoben oder vergessen würden.

Dr. Goebbels zeigte dann zunächst, rote es nach der Machtübernahme durch den Nationalsozialismus darauf angekommen sei, sich auf dem Felde des deutschen Kultur­lebens mit der Jndenfrage auseinanderzusetzen. Das habe nur der Staat selbst vermocht. In einer reinlichen Scheiduno '.wischen Deutschen und Juden habe er nicht nur die iurschasfenden, sondern auch die Kultur- empfänge,c.m von den parasitären Elementen des inter­nationalen Judentums getrennt. Denn erst nachdem alle von den jüdischen Wortführern aufgebauten künstlichen Schranken und Hindernissen niedergefallen seien, habe sich das deutsche Kulturleben zu voller Blüte entfalten können.

Während es in der Lösung der Judenfrage keine Kompromisse habe geben können, sei im übrigen durch eine sehr großzügige Führung der Kulturpolitik erreicht worden, daß heute die deutschen Künstler wie selbstver­ständlich positiv zum nationalsozialistischen Staat stän­den. Der Staat habe sich also gewissermaßen wie der Gärtner betätigt, der das Unkraut ausjäten müsse, damit die echte Frucht wachsen, reifen und gedeihen könne. Die Entwicklung selbst freilich werde auch auf kulturellem Gebiete durch die gesunde Kraft desVolkstums bestimmt. Dieser Entwicklungsprozeß, der sich organisch in Jahren und Jahrzehnten vollziehe, müsse möglichst ungestört bleiben. Nur da, wo eine wahre Volksgefahr zu ent­stehen drohe, müsse man sofort eingreifen. Auf dem weiten Feld der Kunst harrten unser eine Fülle von Aufgaben, die Fanatismus und Arbeit erforderten. Des­halb appelliere er auch immer wieder an den Fleiß, an die Disziplin, an die reine und ungebrochene Schaf­fensfreude und die schöpferische Selbstzucht insbesondere des jungen künstlerischen Nachwuchses. Dem Staate fiele dem Nachwuchs gegenüber nur die Aufgabe zu, dem wirklichen Talent die Möglichkeit zu geben, mit seinen Werken vor die Öffentlichkeit zu treten. Dort müßten sich dann die wirklichen Könner und echten Künstler herauskristallisieren und an die Spitze des künstlerischen Schaffens überhaupt-stellen. Die Kunst könne aber auch nicht aus dem Nichts schassen; deshalb müsse der Staat als Mäzen und Auftraggeber ihr warmherziger För­derer sein.

keistesfceitzeit nicht bei Sen Srutstätten anonymer kapitalistischer Interessen

Wie töricht oftrke es, wenn die Demokratien gegenüber unseren kulturellen Leistungen die Behauptung aufstell­ten, in den autoritären Staaten werde die Freiheit des Geistes unterdrückt. Gewiß habe diese Freiheit des Geistes bei uns da eine Begrenzung gefunden, wo sie sich mit den nationalen Interessen stoße. Was aber sei denn sür den geistigen Arbeiter angenehmer und ehren­voller: seine geistige Arbeit dem nationalen Wohl eines ganzen Volkes oder den anonymen kapitalistischen in­ternationalen Interessen einer kleinen Geldclique unter­zuordnen? Jedenfalls könnten wir mit Fug und Recht behaupten, daß der deutsche Geist kaum je eine breitere Entwicklungsmöglichkeit gefunden habe, als im Zeit­alter des Nationalsozialismus.

Es träfe auch keineswegs zu, daß der einzelne, daß die individuell bestimmte künstlerische Persönlichkeit in Deutschland aller Freiheiten und Rechte beraubt wäre, wie die Demokratien der Welt weismachen wollten. Per­sönlichkeit und Volk ständen sich in Deutschland nicht etwa in diametralem Gegensatz gegenüber: kie bedingten sich vielmehr auf das sinnvollste.' So sei der Künstler die kraftvollste Repräsentation des Kulturbewußtseins unseres Volkes. Darin allerdings unterscheide sich der Nationalsozialismus von den sogenannten Demokratien, die sich so viel auf ihre Verbundenheit mit dem Volke

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Unser?sges§p8esel

(vis bsutlgs ,4usAol>6 nmkakt nebt Ssitsn)

Die Moskauer englisch-sowjetrussischcn Besprechun­gen wurden unterbrochen.

In Danzig sprach Reichsminister Dr. Goebbels zum Abschluß der Danziger Eaukulturwoche.

Reichsleitcr Rosenberg hielt auf dem Bookholzberg eine weltanschaulich richtunggebende Rede. - Das achttägige NSRL.-Kreisfest nahm gestern in der Kampfbahn einen wohlgelungenen Ausklang.

Die Fußballmeisterschaft Großdeutschlands gewann Schalke «4 mit 8:9 über Admira-Wien.

Die 13. Etappe der Eroßdeutschlandsahrt gewann Fischer; Umbehaner bleibt weiter Träger des gelben Trikots.

Die SA.-Eruppe Nordsee führte ihre Schießmeister- schäften durch.

Ausscheidungskämpse sür die Reichswettkämpfe in Berlin führte die Marine-SA. Bremen durch.

Die Handball-Elf des TuS. Arsten steigt zur Gau­klasse aus.

Im Migmodihcim fand anläßlich der «W-Jahrjeier Lesumbroks und Dunges eine Altbauern-Ehrung statt. Senator Dr. von Hofs eröffnete die Schau ..Rosen Spitzen Böhmisches Glas".