Ausgabe 
(18.6.1939) Nr. 165
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Parteiamtliche Tageszeitung

Oas Amtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt Bremen

der Nationalsozialisten Vremens

flmtliches verkündungsblatt des Neichsstattstalters in Oldenburg und Bremen

Nr. 165/9. Zalirgang

Sonntag, 18. Juni 19Z9

kinzeipreis 15 Npf.

Nur der ^reilieit gehört unser Leben

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krbebende Sonnenwendfeier unseres Saues

sNsred Nosenberg vor sünfzigtausend / Nie größte lZauveranftaltung 1SZS auf dem Vookstolzberg

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Tansenäv strömten ru äem 8ekauplatri Les xröüten Nemeinseliaktssilehnisses unseres 6snes.

Auf der Niederdeutschen Gedenkstätte Stedingsehre auf dem Bookholzberg wurde gestern als grötzte Gauveranstaltung des Jahres die Sonnwendfeier des Gaues Wefer- Ems durchgeführt. Zu mehr als 686 Volksgenossen aus allen Orten des Nordsee­gaues, die sich auf dem Festplatz hinter der Freilichtbühne versammelt hatten, sprachen der Beauftragte des Führers, Reichsleiter Alfred Rosenberg, und Reichsstatt­halter Gauleiter Carl Röver im Rahmen einer machtvollen, von 5888 Männern und Frauen, 1V Musikzügen und 288 Fanfarenbläsern gestalteten Feierfolge.

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Vom frühen Nachmittag an rollte Sonderzug um Sonderzug der NSE.Kraft durch Freude" zur Station Vookholzberg26 009 Menschen wurden allein auf diese Weise zur Niederdeutschen Gedenkstätte befördert! Aus den Anmarschstrahen zog Stunden vor Beginn der Feier ein lückenloser Menschenstrom hinauf zum Vookholzberg, . und während die letzten Proben des Massenchors statt­fanden. füllten sich, gelenkt von der tadellosen Organi­sation des NSKK., die großen Parkplätze, rund um die Gedenkstätte. Schon der Anblick des Fcstplatzes kurz vor Beginn der Feier war einzigartig: Tausende von Menschen in dicht gestaffelten Kolonnen unter der hohen, in reichem Flaggenschmuck prangenden Tribüne, flam­mende Pylonen zu beiden Seiten des Holzstoßes, die Blocks der uniformierten Festteilnehmer und Ehrenfor­mationen das unvergeßliche, gewaltige Bild der fei­ernden Gemeinschaft eines großen Gaues.

Fansarenklänge und begeisterte Heilruse empfingen Alfred Rosenberg und unseren Gauleiter beim Betreten des Festplatzes und beim Abschreiten der Ehrenforma­tionen.

Ein imposantes Bild bot der Einmarsch der Fahnen aus den Festplatz, während der Massenchor das Fahnen- lied anstimmte. Dann sprach unser

. öauleiter larl Nöoer

Er begrüßte die Festteilnehmer die hohen Vertreter der Bewegung, des Staates, der Wehrmacht, die Stu- dentengruppeStedingen" die eine Abordnung ent­

sandt hatte, und vor allem den Reichsleiter Rosenberg.. dessen frühen Einsatz im Kamps für die Idee des Füh­rers er würdigte.Wir alle sind stolz darauf", so schloß der Gauleiter,daß der treue Gefolgsmann Adolf Hitlers in dieser Stunde der Freude bei uns ist".

Luknsllins: IlarttZ.

Unter stürmischen Beisallsbezeugnngen der Menge nahm dann

fllfred Nosenberg

das Wort. Er kennzeichnet die schamlose Haltung jener Mächte, die noch immer glauben, am Versailler Diktat festhalten zu. können, er geißelt den Wahnwitz der Ein- kreisungspolititer und richtet einen Appell an alle Deut­schen, daß sie niemals die Größe deutscher Vergangenheit vergessen möchten. Es mag sein, so betonte er, daß ein anderes Volk wie das deutsche ein derartiges Schicksal nicht ertragen hätte. Aber erst dieses Schicksal und die Vorsehung dieses Schicksals gab uns die Kraft zur Wie­dergeburt. ' lFortsetzuna aus Seite 2)

Verhandlungen in Moskau unterbrochen

Me frage der fernosl-verpslichtungen / Niickw!rkungen der Vorfälle in lientsin

London 18 Juni

Nach aus Moskau eingetrosfenen Berichten ist dort in den Paktverhandlungen eine Unterbrechung eingetreten, die von beiden Seiten, vor allem von den britischen Unterhändlern, dazu benutzt wird, Mittel und Wege zu ergründen, um die augenblick­lichen Schwierigkeiten in den Paktverhandlungen zu überwinden. Es wird im Zusammenhang hier­mit erneut bestätigt, datz sich das eigentliche Ber- handlungsthema in Moskau überhaupt nur noch um die Frage der gegenseitigen Rückversicherungen im Fernen Osten dreht.

Es ist vom sowjetrussischen Standpunkt aus verständ­lich, daß Moskau sich natürlich in die Front der briti­schen Einkreisungspolitik nur dann einreihen lassen will,

wenn es seinerseits entsprechende Garantien in Ostasien von seilen Englands erhält. England will jedoch das hat der bisherige Verlauf der Moskauer Verhandlungen genau erkennen lassen und entspricht auch vollkommen der britischen Mentalität unter allen Umständen ver­meiden, sich in dieser Hinsicht irgendwie festzulegen, weil es die Rückwirkungen in der öffentlichen Meinung der Welt und vor allem in Japan fürchtet. Aus diesem Grunde versuchen die britischen Unterhändler krampfhaft, die mündlichen Verhandlungen in Fluß zu halten und sich wenn irgend möglich, nicht durch die Ueberreichung von Noten und präzisierten Standpunkten stören zu lassen. In Moskau fragt man sich außerdem angesichts der derzeitigen Vorfälle in Tientsin, wieweit England überhaupt praktisch in der' Lage wäre, selbst schriftlich eingegangene Verpflichtungen im Fernen Osten zu erfüllen.

Neichsminister Vr. Goebbels in Vanzig:

Vag Neich steht an eurer Seite!"

Spontane Kundgebung vor Sem vanjiger Staüttbeater Sprechchöre feierten den Sendboten des fübrers

(Oraktdsriekt unseres OsnriZer Vertreters)

7.L. Danzig, 18. Juni.

- Auf dem Luftweg von Berlin kommend, traf Neichs- minister Dr. Goebbels am Sonnabendabend kurz nach 18 Uhr in Danzig ein, um an den Schlußveranstaltungen der Eaukulturwoche teilzunehmen. Dem Minister wurde ' bereits auf dem Flughafen ein sehr herzlicher Empfang zuteil.

Schon bei der Anfahrt zum Theater umsäumten Tausende Danziger den 12 Kilometer langen Weg. immer wieder schollen Dr. Goebbels jubelnde Grüße entgegen. Am Theater waren bereits um 20 Uhr viele Tausende Danziger Männer und Frauen versammelt, und die stürmischen Rufe wieWir grüßen den Sendboten des Führers", wollten kein Ende nehmen. Während der Reichsminister im Theater zum

Gastspiel des deutschen Opernhauses,Tanz um die Welt", weilte, wuchs draußen die Menschenmenge von Minute zu Minute.

Bereits um 21 Uhr drängten sich mehr als 20 000 Nationalsozialisten in dichten Mauern auf dem weiten Platz des Kohlenmarktes, der vom Stadttheatergebäude abgeschlossen wird. Männer der Parteigliederungen in Uniform, Frauen in hellen Sommerkleidern. Angehörige aller Schichten der Danziger Bevölkerung vereinigten sich in Sprechchören. deren Worte bis in das Theater drangen. Riesige Hoheitszeichen auf rotem Grunde und unendlich viel Grün schmückten die.Front des Theaters. Immer wieder klingt es auf:Wir weichen von der Stelle nicht, bis unser Dr. Goebbels spricht" Schnell verbreitet sich das Gerücht: Dr. Goebbels wird von einem der Balkonfenster sprechen und den Wunsch der Danziger erfüllen.

In der Pause der Festvorstellung kommt aus den Lautsprechern die von der Masse jubelnd aufgenommene Nachricht: Reichsminister Dr. Goebbels spricht nach Schluß der Theaterveranstaltung um 22 Uhr zu den Volksgenossen. Der Danziger Rundfunk vermittelt diese Meldung den Männern und Frauen, die noch in den Wohnungen sind. Auch sie strömen jetzt aus den Häusern Immer größer wird die Menge der begeisterten Dan ziger. die neue Sprechchöre bilden Schließlich ist es soweit. Der Minister erscheint an einem geöffneten Fenster Zuerst kommt er nicht zu Wort Immer wieder tönen ihm Erußworte entgegen Schließlich spricht er sich in klaren, politisch bedeutungs vollen Sätzen den Danziger» ins Herz.

(Den Wortlaut der Rede des Ministers veröffentlichen wir auf Seite 2.)

Randbemerkungen zum Lügenfeldzug der entlarvten Demokratien

R..H4Ü. In der Anschauung vieler Pariser Zeit­genossen, die Deutschland nicht aus eigener Anschau­ung kennen und denen als einziges Informations- mitteldie marxistisch-demokratische Presse ihres Lan­des zur Verfügung steht, stellt sich in diesen Tagen die Außenpolitik des nationalsozialistischen Reiches wieder einmal als ein vierköpsiges Schreckgespenst dar: Deutschland, so wird im Westen Europas in zahlreichen Reden und Zeitungsartikeln in allen Tonarten behauptet, erstrebe die Hegemonie in unserem Erdteil, störe die Zusammenarbeit zwi- chen dendemokratischen Staaten", betreibe eine Politik der Einmischung in die Verhältnisse an­derer Völker und stelle sein Vorgehen auf hem­mungslose Gewaltaktionen ab. Mit diesemUr­teil" stützt man sich, wie gesagt, ausschließlich aus die deutschunfreundlichen Zeitungen der Pluto- kratien; jene Presse aber schöpft ihrerseits nach dem Sprichwort:Was ich selber denk und tu, trau ich anderen zu" ihre ganze Weisheit aus der unmittelbaren Kenntnis der politischen Ziele - ihre sei genen Landes.

Gehen wir hier zunächst der Behauptung, Deutsch­land .erstrebe die Hegemonie in Europa, auf den Grund. Wäre die deutsche Staatsführung wirklich von außenpolitischen Herrschaftsplänen im Sinne der Pariser und Londoner Praxis beseelt, o wären einige Ereignisse der letzten Zeit be- timmt anders ausgefallen: die Zurückziehung der Legion Condor aus.Spanien, der Abschluß unserer Nichtangriffspakte 'mit den Baltenstaaten und Dänemark, der Ausbau der freundschaftlichen Be­ziehungen Großdeutschlands zu den Staaten des Südostens schon diese wenigen. Beispiele ops dem Aktionsbereich der deutschen Außenpolitik widerlegen schlagend die als Zwecklüge in die Welt gesetzte These eines erstrebten totalen Im­perialismus des Reiches. In Wahrheit war es der Quai d'Orsay. der sich nach dem Abschluß des Welt­krieges einRecht" zur Durchführung gallischer Hegemoniepläne anmaßte: Frankreichs Ruhrein­marsch 1923 und die Nichterfüllung des Pariser Abrüstungsversprechens bei gleichzeitiger Aufrecht­erhaltung der Versailler Entwaffungsbestimmun- gen gegenüber dem System-Deutschland waren die Höhepunkte jener imperialistischen Kürassierstiefel- Politik unseres westlichen Nachbarn. Dabei sprachen gegen die militärisrk aaarsssive Haltung Frankreichs auf das eindringlichste sowohl geo- politifche wie valksbivlogische Realitäten. Wenn es nun auch richtig ist, daß Deutschland keinesfalls die verhängnisvolle Rolle, die Frankreich von 1919 bis 1933 spielte,, zu übernehmen gedenkt, so wird man in Paris dennoch der besonderen Position des Reiches als autoritär geführtem Volks- staat im Zentrum Europas. Rechnung tra­gen müssen. Unerschütterlich steht es nicht zuletzt fest. daß sich auch die kommenden Generationen unseres Volkes die von Adolf Hitler erkämpfte Fübrerstellung der Großmacht Deutschland n i e aus den Händen winden lassen werden!

Zweitens sei der Vorwarf. Deutschland störe die Zusammenarbeit zwischen den demokra­tischen Staaten, unter die Lupe genommen. Die schonungslose Offenheit, mit der die deutsche

Unser Vsgssspisssi

(vis ksutiZs ^nsxgbs Iimkskk, ?4 8 s i t s n)

Die Moskauer Paktverhandlungen wurden vor­läufig abgebrochen.

Reichsminister Dr. Goebbels sprach auf einer gewaltigen Kundgebung der Danziger Bevölkerung, die eirt machtvolles Treuebekenntnis zu Führer und Volk ablegte.

Reichsleiter Rosenberg sprach aus der größten Gau- veranstaltung'dieses Jahres, der Sonnenwendfeier auf dem Bookholzberg.

Die Westsalen-Fahrt der Alten Garde fand in Münster ihren Abschluß.

Nach dem vorläufigen Ergebnis der Volkszählung vom 17. Mai beziffert sich die Neichsbcvölkcrunq auf rund 80 Millionen.

Bremen schasst sich einen seiner Bedeutung, Schönheit und Größe würdigen Festschmuck.

In Bremen lies Pros. Ritters dokumentarischer Legion-Coüdor"-Film:Im Kampf gegen den Weltfeind" an.

In süns Paten-Grenzdörsern des Kreises Schlochau werden sich über 150 Bremer Studenten zur Ernte­zeit einsetzen.

Heute beginnen die Heimaispiele Heitigenberg Um den 3. und 4. Platz der deutschen Fußball­meisterschaft besiegte der Dresdner SC. den Ham­burger SB- 3:2.

In ddr Grohdeutschland-Radrundsahrt gewann Schild die 14. Etappe.

In Leipzig gewannen Angehörige der SA.-Reitcr- standarte 83 den Ehrenpreis des Reichsbauernführe s.