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.Parteiamtliche Tageszeitung
i vas Amtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt Bremen
der Nationalsozialisten Bremens
pmtliches verkündungsblatt des Beikksstattftalters in Oldenburg und Bremen
Nr. 16Z / 9. Zalirgang
Freitag, 16. Zum 19Z9
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Schwefterschiff des schweren Kreuzers Sevdlitz
kroßer rag aus der werft der ftö. Weser
Amtlich wird mitgeteilt: Berlin, 16. Juni
Am 1. Juli wird in Bremen auf der Werft Deutsche Schiff- und Maschinenbau AG. der schwere Kreuzer „I." vom Stapel laufen. Der Kreuzer „l." ist ein Schwesterschiff des am 19. Januar 1939 auf der gleichen Werft abgelaufenen schweren Kreuzers ^.Seyd- litz" und der 5. Bau einer Serie von 19 999-TonnM-Kreuzern.
Nach den Stapelläufen der schweren Kreuzer „Blücher", „Prinz Eugen" und „Seydlitz" sowie der bereits erfolgten Indienststellung des „Admiral Hipper" wird Deutschland mit dem neuen Kreuzer „l.", der in seiner Tonnage den vorge
nannten Kriegsschiffen gleicht, über insgesamt fünf Einheiten der schweren Kreuzerklasse verfügen. Für Bremen mit seiner ruhmreichen Flottentra- dition wird der 1. Juli wieder ein Höhepunkt dieser Entwicklung sein. Da auch die „Seydlitz" im
Januar dieses Jahres auf der Deutschen Schiff- und Maschinenbau Aktiengesellschaft, Werk AG. Weser, seinem Element übergeben wurde, liefert somit unsere Stadt einen erneuten Beitrag für Deutschlands Seegeltung. Vor allem der Stapellauf eines Kriegsschiffes ist der schönste Augenblick zur Besinnung, zur Ablegung der Rechenschaft über den Wert des auf der Werft Geschaffenen und der Freude, wenn das Werk als gelungen zu betrachten ist. So wird der 1. Juli uns allen ein Tag des Dankes sein für den Führer, dem auch unsere Stadt alles zu verdanken hat.
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Neues Sesetz über die fteulsche keichsbank
flufsichts- und Weisungsrecht des fichrers / fllleinige kntscheidungsbesugnis des Neichsbankpriisidenlen
Berlin, 16. Juni.
Vor Vertretern der deutschen Wirtschastspresse gab Reichswirtschastsminister und Reichs- bankpriisident Funk Erläuterungen über das neue Gesetz über die Deutsche Reichsbank, das mit dem 16. Juni in Kraft tritt und die durch das Gesetz vom 19. Februar 1937 eingeleitete Umgestaltung der Reichsbank nach den im Erlaß des Führers vom 19. Januar 1939 gegebenen Richtlinien zum Abschluß bringt.
Wie Reichswirtschastsminister und Reichsbankpräsi- dent Funk u. a. ausführte, unterstellt das Gesetz die Reichsbank unmittelbar dem Führer und stellt mit seinen weiteren Vorschriften die uneingeschränkte Hoheit des Reiches über die Deutsche Notenbank wieder her. Entscheidungen, die für die Währung von besonderer Bedeutung sind, sind ausschließlich dein Führer vorbehalten. wobei es sich um die Bestimmung der Höhe des von der Reichsbank dem Reiche zu gewährenden Betriebskredites sowie um den Höchstbetrag an Reichsschatzwechseln, den die Reichsbank in ihren Händen haben darf, handelt.
Allgemein wird mit ihm ferner das Fllhrerprinzip nach den nationalsozialistischen Grundsätzen verwirklicht. Entsprechend diesen Grundsätzen über die Stärkung der Verantwortlichkeit ist, unter Beibehaltung des auch weiterhin vom Führer zu berufenden Reichsbankdirektoriums als Vorstand der Bank, die alleinige Entscheidungsbefugnis des Präsidenten der Deutschen Reichsbank im Reichsbankdirektorium nach dem neuen Gesetz vorgesehen. Diese alleinige Entscheidungsbefugnis des Präsidenten ist neben dem Aufsichts- und Weisungsrecht des Führers das t wesentliche Merkmal des neuen Gesetzes. Auch in der m ^Verwaltung der Bank ist die autoritäre Stellung des E Präsidenten überall durchgeführt, auf dem Gebiete der Personenoerwaltung sind die Bestimmungen des Deut
schen Veamtengösetzes in das neue Gesetz eingebaut worden.
Für die rechtsgeschäftliche Vertretung der Deutschen Reichsbank ist an der Vertretung der Bank durch zwei Mitglieder des Reichsbankdirektoriums festgehalten worden, jedoch mit einer bedeutsamen Aenderung, die darin liegt, daß die Mitglieder des Reichsbankdirektoriums an die Entscheidungen des Präsidenten gebunden sind, so daß Mehrheitsentscheidungen ausgeschlossen werden und damit auch in dieser Hinsicht das autoritäre Prinzip zur Durchführung gelangt. Um die unmittelbare Verbindung der Reichsbank zu den führenden Persönlichkeiten der deutschen Wirtschaft, Arbeit und Finanz sicherzustellen, wird von dem Präsidenten ein Beirat der Deutschen Reichs dank geschaffen, dessen Mitglieder er ernennt.
Die Kapitalgrundlage der Reichsbank bleibt in. der bisherigen Art erhalten, sie beträgt also 130 Millionen RM. und zerfällt in Anteile. Als Anteilseigner sind jedoch in Zukunft nur noch deutsche Staatsangehörige (Reichsbllrger) sowie juristische Personen und Unternehmen mit dem Sitz in Erogdeutschland zugelassen. Die Reichsbank-Anteilscheine sind zukünftig jeder Spekulation durch die Bestimmung entzogen, daß sie den Inhabern mit Rückwirkung für das Jahr 1938 und für die Zukunft einen höheren Gewinn als 5 v. H. nicht mehr erbringen werden. Der gesamte darüber hinaus erzielte
Gewinn wird nach Vornahme der erforderlichen Abschreibungen dem Reiche zugeführt.
Da das Grundkapital der Deutschen Reichsbank nach dem neuen Gesetz in Privathand belassen wird, ist auch die Beibehaltung der Hauptversammlung als Organ der Anteilseigner vorgesehen. Die Hauptversammlung wird vber ihres bisherigen Charakters als beschließendes Organ entkleidet. Sie wird in^'dieser Eigenschaft letzt- malig am 30. Juni zur Festsetzung der Abfindung der Anteilseigner, wegen der Abänderung der Gewinnverteilung sowie der Abfindung derjenigen Anteilseigner, deren Anteile für kraftlos erklärt werden, tätig sein.
Die Vorschriften über den Geschäftskreis der Bank sowie über die Notendeckung sind nach nationalsozialistischer Wirtschaftsauffassung in dem neuen Gesetz formuliert worden. Insbesondere die Vorschriften über die Gold- und Devisenbestände entsprechen dem mehrfach vom Führer aufgestellten Grundsatz, daß die Stabilität der deutschen Währung nicht auf der vorhandenen Menge an Gold und Devisen beruhe, sondern darauf, daß das von der Notenbank ausgegebene Geld in einem angemessenen Verhältnis zu dem Umsatz der mit deutscher Arbeit geschaffenen Lebens- und Verbrauchsgllter gehalten wird.
Reichsbankpräsident Funk stellte fest, daß die dargebotene Abfindung auch für die ausländischen Anteilseigner, denen durch die Eolddiskontbank ein besonderes Angebot gemacht wird, /fair ist. Alle Anteilseigner, also auch die, die es künftig nicht mehr sind, haben zwecks Erlangung der Abfindung binnen einer Ausschlußfrist, die bis zum 30. 4. 1940 läuft, ihre Anteilscheine bei der Deutschen Reichsbank einzureichen; der Einreichung wird erst nach dem 15. August 1939 entgegengesehen.
KunderNausende am weg der ftiten Karde
Sie ftchrk des Vankes begann - Br. Leg: „wir wollen keine Märtgrer sein"
(Von unserem an cksr b'skrt der ^Itsn 6nrcks tsilnsbmsncksn Hi.-Zonckerbsricbtsrstattsr)
Bad Salzuslen, 18. Juni Mut und Treue vergißt das Volk nie. Hätte sonst die sl Begrüßung so herzlich sein können, wie sie die Alte Garde des Führers im Gau Westfalen-Nord erlebte. In Dank und Stolz bot sich das Land Hermanns und Mdu- kinds selbst als ein einziger Willkommensgruß dar. Die
Vielfalt seines arbeitsreichen Lebens staute es längs der Straßen aus. Die jahrhundertealte Geschichte beschwor es in vielen Schaubildcrn und Festzügen, und es öffnete sein sonst so verschlossenes Inneres, sein Herz weit und ungestüm den Gästen.
Seitdem die 30 Autobusse mit den 700 Getreuen des Führers am Domicrstagmorgeu in Bielefeld zu ihrer dreitägigen Fahrt gestartet waren, geleitet sie ein Choral der Begeisterung durch das sommerliche Land
in vielskeld, der dslni.kstadt Ilui^t N essels, «k'k 700 llanu der ^Ite» 6arde mi «exin» der ^Vesikale»- kskrt oingekuiiden statte», vstrto keiellsorganisatinnsleiter Nr. in der ZVeisteredv -mr IstitstnIIiiiiK des Lerst-^VessvIs-veiilimsIs den unsterstliestei, Ivämpker der NovesunK.
(Lrssss-Lokkmauu.)
Kilometevlang faßten vielreihige Menschenmauern beiderseits den Weg ein, die Dörfer glichen Blumenbeeten, und die Städte hatten sich in leuchtende Farbenbuketts verwandelt. Tausende, Zehntausende drängten sich Kopf an Kopf in den Straßen Paderborns, Detmolds, Lem- gos und Salzuflens. die am ersten Fahrttag durcheilt wurden.
Endlos weiß schimmern schyn in Bielefeld die Spaliere des VDM., Arbeiter in blauen Monteuranzügen und in maschinengeschwärzten Arbeitszeug unterbrechen bald die jungenhell jubelnden Reihen. Äus den Werken und Fabriken ist die Belegschaft, aus Geschästs- stuben, vom Amboß und vom Pflug die gesamte werktätige Bevölkerung geeilt, und als Zeichen ihres neuen, vom Nationalsozialismus entfachten Schaffens.haben sie überall ihre Maschinen, ihr Werkzeug mitgebracht. Vom schwersten Eisenkolotz bis zur einfachen Sense grüßen die Symbole der Arbeit am Wege. Bauern stehen mit erhobenem Arm, Holzfäller mit gesenkten Aexten. Auf den Armen der Mütter jubeln die Kinder. Schulklassenformationen sind aufmarschiert. Viele hunderttausend« Hände winken zwischen Bielefeld und Salzuflen Dank für die lebendigen Sinnbilder der Treue, die im offenen Wagen stehend vorüberfahren.
Mit dem lauten jubelnden Gruß der Menschen vereint sich, leiser und nachdenklicher stimmend, der Geist der Geschichte. Jede noch so kleine Stadt, jede Dorfgemeinde hat die große Epoche ihrer Vergangenheit für Stunden wachgerufen. In Schlagen sind Tilly mit seinen Soldaten, in Horn die gepanzerten Schlachtschwertritter. in Borgholzhaujen ein Opferfest der Naturgöttin Tonfana. Lippe hat als Protest gegen die längst überholten Landesgrenzen den Spruch an den Zollschranken befestigt: „Lippe will heim ins Reich", die germanische Sagenwelt und die kampfdurchtoste Geschichte des Landes der roten Erde beginnen zu reden. Bei den mächtig aufragenden verwitterten Externsteinen und dem grün schimmernden überdimensionalen Denkmal Hermanns des Cherskers wird die Sprache so gewaltig, das die Altgardisten für Minuten stumm und ergriffen vor diesen Zeugnissen germanischen Lebens verharren.
(Fortsetzung auf Seite 2)
24. luni „log clss Osutscksn Vollcrstums"
Am 24. Juni wird der Stellvertreter des Führers den „Tag des deutschen Volkstums" mit einer Ansprache vom Marktplatz in Eger an alle Deutschen in der Welt einleiten. Das nationalsozialistische -Deutschland wird damit ein Bekenntnis zu den 20 Millionen Volksgenossen jenseits der E.renzen über Land und über See ablegen und sich zu der aus der Art, Blut und Sprache erwachsenden Schicksalsgemeinschaft aller Deutschen bekennen.
Der „Tag des deutschen Volkstums" ist den Volksgenossen gewidmet, die als Volksdeutsche sich zwar durch Tat und Bekenntnis als Glieder der deutschen Nation fühlen, jedoch nicht Bürger des Dritten Reiches, sondern Angehörige eines anderen Staatswesens sind. Daß wir uns an einem solchen Tage Rechenschaft darüber ablegen wollen, was diese verstreut über den ganzen Erdball lebenden Brüder geleistet haben, ist zwar selbstverständlich, trotzdem aber notwendig, denn im großen und ganzen wissen wir noch immer viel zu wenig von der großen Kulturleistung unseres Volkes zugunsten der gesamten Menschheit. Auch andere Völker sind in einer ähnlichen Lage wie wir, nämlich nicht alle ihre Angehörigen in einem Staatswesen umschlossen zu wissen. Alle diese Völker haben große Bünde und wissenschaftliche Institute, die eifrig bemüht sind. in steter Wechselwirkung diese Bande des Blutes und des Geistes zu stärken. Da das deutsche Volk, zahlenmäßig gesehen, sehr viele seiner Angehörigen jenseits der Grenzen seines Reiches zu leben hat, so muß es auch die größten Anstrengungen machen, diese Verbindungen stetig aufrechtzuerhalten.
Das Volk der europäischen Mitte hat nach allen Seiten, besonders aber nach Osten und Südosten im Laufe eines Jahrtausends und in den letzten 150 Jahren im verstärkten Maße Millionen seiner Kinder abgegeben, die aus freien Stücken und gerufen von den Fürsten und Großen der östlichen Staaten hinauszogen, um die hohe Kultur ihres Heimatlandes in kulturarme Gegenden zu verpflanzen. Die Leistung des deutschen Bauern und Kolonisten, der überall, wo er seinen Pflug und seinen Spaten in fremde Erde setzte, aus Unland, Moor und Steppe blühenden Acker und reiche Gärten geschaffen hat, Zehntausende blitzsauberer Dörfer errichtete, ist unermeßlich.
Nicht als eroberungssüchtige Eindringlinge, sondern als Diener am großen Kulturwerk sind die Deutschen in die Welt gegangen und haben den fremden Staaten mehr gegeben, als sie je von ihnen bekommen haben. Die Steuern, die sie immer pünktlich zahlten, füllten den Staaten die Kassen. Die Ordnung, die sie mitbrachten, war beispielgebend; ihr ruhiges und besonnenes Temperament dämpfte die hitzigen Gemüter; sie waren überall die Hüter des Aufbaus, die Lehrmeister des Fortschritts.
Der deutsche Kaufmann war, im Gegensatz zum Levantiner und Juden, der gerechte Makler, der anständige Ware lieferte, aber niemanden übervorteilte. Das Wort des deutschen Kaufmanns war besser als Gold, denn mit Strenge achtete er auf die Einhaltung der Gesetze des Handels und duldete keinen Schacher und Wucher. Der Ostjude hat ihn mit seiner Unmoral, seiner Raffgier und seinen auf Uebervorteilung abgestellten Handelsgewohnheiten im letzten Jahrhundert an vielen Stellen zurückgedrängt — überall zum Nachteil der vielen Völker des Ostens.
Was deutsche Kunst, Wissenschaft und Technik überall auf der Welt geleistet haben, kann kaum mit Statistiken nachgewiesen werden; man müßte ein gewaltiges Epos schreiben, um die Aufopferung deutscher Männer schildern zu können, die in die Welt zogen, um ihr und der Menschheit mit ihrem Wissen und Können zu dienen. Wir wollen dies gar nicht, weitbürgerlich betrachten, sondern durchaus deutsch. Der Dienst, den wir der
UMI»IUIM»MIIII»M»»III»IIII»»I»»IIIIINNNttI»M»MNIMIMIIIIIMMMI»III
Unser Tssssspissel
(Unsers bsutigs ^.nsZabs uwkaüt 14 Leiten)
Die italienischen Legionärsflieger wurden in Genua begeistert empfangen.
In Danzig trafen 20 neue polnische „Zollinspektoren" ein.
In Polen wurden wiederum zahlreiche Deutsche verurteilt.
Die Westfalen-Fahrt der Alten Garde führte die Kämpfer des Führers nach Salzuflen.
Ein neues Reichsbank-Eesetz wurde beschlossen.
In Berlin fand die^ Uraufführung des Filmdokumentes über den Einsah der Legion Condor statt. Am 1. Juli läuft aus der A. E. Weser der schwere Kreuzer „I-" vom Stapel.
Eine Bremer Großkundgebung mit Gauleiter Carl Röver und Staatsrat Kurt Thiele steht im Mittelpunkt des „Tages des Deutschen Volkstums" im Gau Weser-Ems.
Ein Eroßfeuer vernichtete das oberste Stockwerk eines Fabrikgebäudes der Martin Brinkmann A.-G. Die 13. Etappe der EroßdeutschlandtRundfahrt gewann der Dresdner Thierbach.