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Meiner Mmg
parteiamtliche Lageszeitung
vas Amtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Zreien kjansestadt Bremen
Die 22-wm-Zeile im Anzeigenteil 13 die 78-mm-Zeile im Tert- teil 73 Ermäßigte Grundpreise (für kleine. Familienanzeigen u. a.) sowie sonstige Bedingungen Preisliste 7 (Nachlaßstaffel S). Für Anzeigen durch den Fernsprecher keine Gewähr. Annahmeschluß 16 Uhr. Geschäftsstellen: In Bremen: Am Geeren 6 — 8, Fernsprecher Nr. 5 41 21. Nochtrus und sonntags: Fernsprecher
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der Nationalsozialisten Vremens
pmtliches verkündungsblatt des Beichsstattlialiers in Oldenburg und Bremen
Nr. 161 / 9. Jahrgang
Mittwoch, 14. Zum 19Z9
kinzelpreis 15 Npf.
ngland liebt Lügmmmister in den Sattel
Sie retten 11>r Pferd ;u lade, tord perlst!
Vettere Verwirklichung von Kriegspliinen / Keule kabinettsstkung in London
(Vraktborivbt unser va liouckonvr Vertreters)
k. b. London, 14. Juni
Heute wird sich das britische Kabinett mit der Bildung eines englischen Jnfor- mations- bzw. Propagandaministeriums beschäftigen. Bisher wurde in England die Schaffung eines solchen Ministeriums ebenso wie die Einführung der Dienstpflicht als eine Maßnahme angesehen, die erst nach Ausbruch eines Krieges getroffen werden sollte. Nachdem nun die Dienstpflicht in gewissem Umfange eingeführt ist, soll jetzt auch der zweite Plan verwirklicht werden, weil in London während der englisch-sowjetrussischen Verhandlungen und ihren vielen für England peinlichen Zwischenfällen besonders dringlich das Bedürfnis nach einem Apparat empfunden wird. der die englische Politik als Erfolge und die Einkreisung als Friedenstat umfrisieren könnte. Bei der Suche nach einer geeigneten Persönlichkeit ist man aus den bisherigen englischen Botschafter in Rom, Perth. verfallen.
Hierzu drahtet unsere Berliner Schrift- leitung: Wer eine ehrliche Seele hat, kann nicht
umhin, mit den Engländern Mitleid zu haben. Ein schweres Schicksal hat es diesem so besonders ehrenwerten und harmlosen Volke auferlegt, stets und überall mißverstanden zu werden. Und so ganz zu Unrecht! Sicher hat sich die berühmte britische Nachrichtenagentur Reuter oft geirrt. Sicher ist auch der ehrenwerte Lord Nordhliffe gänzlich falsch verstanden worden, Äs er im letzten Kriegsjahr seine Flugblätter hinter
den deutschen Linien abwerfen ließ, mit denen der humane Lord doch nur für die Unterhaltung der deutschen Etappe sorgen wollte. — Nun haben sich in der letzten Zeit die Mißverständnisse in der britischen Politik — man denke an die Sowjetregierung, an die Politiker der baltischen Staaten, an die für britische Zusicherungen besonders schwerhörigen Araber in Palästina oder an den Jman von Jemen — so gehäuft daß man in London sagt: Hier muß etwas geschehen! Wir brauchen einen Jnformationsminister! Aber leider
sind die Gründe für den Schrei nach dem neuen Ministerium wesentlich anders. Hier geht es nicht darum, Mißverständnisse zu zerstören, sondern um das Gegenteil. Das bittere Wort: „Ihr seid erkannt!", das wir Deutschen über den Kanal rufen, ist der wahre Grund für das große Unbehagen in England. Die Engländer sind zu gute Politiker, um zu übersehen, daß ein vom Gegner erkannter Aufmarsch viel von seinem effektiven Wert verliert. Zu spät bemerkt man drüben, daß bei der Einkreisungspolitik die Tarnung gefehlt hat und daß keine Bewegung der offensiven Vorbereitung jenseits unserer.Grenzen unserem Auge entgangen ist. Darum jetzt der Ruf nach dem Jnformationsminister, der die Wolfsgruben der Einkreisung hinter freundlichen Blumentöpfen verstecken soll. Wir wissen, daß die neue Propagandazentrale das Gift der Zersetzung durch tausend Kanäle in die große Festung Mitteleuropas leiten soll. um wie 1918 mit der Lüge das zu erreichen, was den ehrlichen Waffen versagt blieb. Aber wir sind nicht mehr das Volk von 1918, und jeder weiß, daß nicht nur unser Schwert und unser Panzer heute schärfer und härter sind, sondern daß wir auch stark geworden sind im Glauben und Vertrauen. Dieser Tatbestand läßt das Amt des „Jnformationsministers" als eine recht undankbare Aufgabe erscheinen. Uns wird sein Gift nicht stören, und mit dem Brechreiz, den das Lied von der britischen Humanität in uns bewirkt, sind wir schon des öfteren fertiggeworden.
(Siehe auch Seite 2)
' Vettere Verschärfung der tage in lientsin
„Me gefährlichste Situation seit flusbruch des thinakrieges" / heute kröffnung der japanischen Blockade
(Von nnssrsm lwnckonsr Vsrtrstor)
kb. London, 14. Juni.
Die Lage in Tientsin erregt in London stärkstes Kopfzerbrechen. Die „Times" bezeichnet sie als die gefährlichste Situation, der England seit Ausbruch des chinesisch-japanischen Krieges gegenübergestanden habe.
Die Japaner zeigen sich entschlossen, ihre Androhung der Blockade der englischen und französischen Konzession durchzuführen, wenn die vier chinesischen Banditen nicht von den Engländern ausgeliefert würden. Die Engländer verweigern diese Auslieferung, ehe nicht klar erwiesen sei, daß die vier Chinesen an dem Mord des Zollbeamten schuld seien. England fürchtet sich dabei gor allem, einen Präzedenzfall zu schaffen, der die Lage der vielen englischen Konzessionen in chinesischen Städten erschweren müßte. In der britischen Konzession von Tientsin wohnen 3000 Engländer, 2000 andere Europäer und 45 000 Chinesen, in der anschließenden französischen Konzession 1000 Franzosen und 60 000 Chinesen. Die Japaner erklären, daß sie nur offizielle Persönlichkeiten .und Lebensmittclsendungen in die Konzession lassen würden; jeder übrige Verkehr werde vom Mittwoch ab verhindert werden. Die erforderlichen Vorbereitungen zur Durchführung dieser Blockade sind bereits getroffen. Die englische Regierung versucht, zur Regelung der Angelegenheit die Einsetzung einer gemischten englisch-japanischen Kommission zu erreichen, eine Kompromißlösung, die jedoch keine Aussicht auf Gelingen besitzt, da die Japaner entschlossen sind, den Zustand zu beseitigen, daß chinesische Banditen immer wieder in englischen Konzessionen einen Versteck finden.
kuglische und französische Niederlassung in Nentsin ab heule gesperrt!
Nach Verlautbarungen der Armee und des Außen- amtes aus Tokio wird ab heute die Absperrung der britischen und französischen Niederlassung in Tientsin durchgeführt werden. Von diesem Zeitpunkt an unterliegt dann der gesamte Verkehr der Kontrolle des japanischen Militärs. Das japanische Außenamt betont in einer Sondererklärung, daß die britischen Behörden für die Verschärfung der Lage allein verantwortlich seien, da die britische Niederlassung tatsächlich Basis und Zufluchtsort für Terroristen in Nordchina geworden sei. Das japanische Kabinett hat die Tientsincr Maßnahmen gebilligt.
Der Befehlshaber der japanischen Truppen in Tientsin erläuterte die jetzige Lage dahin, daß die britische Haltung gegenüber den Japanern in Tientsin weitere Verhandlungen verbiete. Die angekündigten Maßnahmen urüsfen auch als ein Ausdruck der japanischen Empörung für die fortgesetzte Unterstützung angesehen werden, die England Tschiangkaischek zuteil weren ließe. Solange die britischen Behörden sich weigerte«, der neuen Lage Rechnung zu trage», so lange würde Japan mit Gegenmaßnahmen antworten.
Schon wieder ein „flusschuß"!
London, 14. Juni
Wie von unterrichteter Seite verlautet, beschäftigte sich am Dienstag der auswärtige Ausschuß des Kabinetts mit der Einsetzung eines Ausschusses zur Prüfung »er Rechtslage, die durch die Weigerung der britischen Behörden in Tientsin, die vier des Mordes bezichtigten Uhmesen auszuliefern, entstanden ist. Der Vorschlag,
sieht, wie es heißt, die Bildung eines neutralen Ausschusses aus einem britstchen, einem japanischen und einem neutralen Mitglied vor, der die Frage prüfen soll, ob es sich um einen Fall handelt, der die Auslieferung der vier Beschuldigten an die japanischen Behörden rechtfertigt.
Ischungking erneut bombardiert
Tschungking, 14. Juni
27 japanische Bomber griffen am Sonntagabend Tschun.gking an und warfen zahlreiche Bomben ab, die erheblichen Schaden anrichteten.
z Zähre krieg in lliina
Japan rechnet mit längerer Kriegsdaucr
Tokio, 14. Juni.
Das japanische Kriegsministerium veröffentlicht mit dem Eintritt Japans in das dritte Kriegsjahr (7. Juli) eine umfangreiche Denkschrift, die sich mit der Bedeutung und der Weiterentwicklung des Chinakonsliktes befaßt.
Zur vermutlichen Dauer des Krieges schreibt die Denkschrift, daß weitere 2—3 Jahre notwendig seien, um
die „antijapanische chinesische Armee" zu beseitigen. Infolgedessen müsse Japan, so fordert die Denkschrift zum Schluß, im Verein mit Mändschukuo militärisch, politisch und wirtschaftlich vollkommen auf eine längere Kriegsdauer eingestellt sein.
Schanghai, 14. Juni.
W a n g t s ch i n g w e i, der sich schon wiederholt für den Frieden im Fernen Osten eingesetzt hat, geißelt in einem neuen, in Hongkong veröffentlichten Friedensaufruf den Optimismus, mit dem China die außenpolitische Entwicklung verfolge. Vor allem warnt er vor den Hoffnungen, die das chinesische Volk, irregeleitet durch Siegesmeldungen, auf die kommunistischen Guerillas setze, die in Wirklichkeit nichts anderes als Räuberbande» und eine Landplage für die Bevölkerung besetzter Gebiete seien.
Schanghaier japanische und chinesische Kreise sehen den Aufruf Wangtschingweis als eine dringende, von Tokio inspirierte Warnung an. Wenn diese keinen Widerhall finden sollte, glaubt man, daß der Abbruch der letzten noch vorhandenen Beziehungen zu Tschungkiang und wahrscheinlich Vorbereitungen zur Bildung einer neuen Zentralregierung in den besetzten Gebieten unter Leitung Wangtschingweis folgen würden.
öeneral sranco besucht Nom
fluf kinladung des Königs von Italien und Mbanien und Kaisers von flthiopien
(Von nnssrsm römisebsn Vsrtrstsr)
Dr. v. 1^. Rom, 14. Juni.
Nach italienischen Informationen aus Burgos wird sich der spanische Staatsches General Franco Ende September auf Einladung des König-Kaisers Viktor Ema- nuel III. zu einem viertägigen Staatsbesuch nach Rom begeben, aus dem er von Mitgliedern der spanischen Regierung und den Befehlshabern der spanischen Wehrmachtsteile begleitet sein wird.
Die Einladung an den Generalissimus wird offiziell durch den italienischen Außenminister Graf Ciano anläßlich seines Besuches in Madrid,auf Einladubg der spanischen Regierung in Erwiderung des Besuches des spanischen Innenministers Seiner in Italien über- bracht werden Man nimmt an, daß dieser Besuch des italienischen Außenministers am 21 Juni stattfindet.
Die Ankündigung des Besuches des spanischen Staatschefs hat im italienischen Volk größte Freude ausgelöst. Der Besuch dokumentiert die unzertrennliche Freundschaft zwischen den beiden Mittelmeernationen, die aüf den Schlachtfeldern, in Spanien im Kampf gegen den Bolschewismus ihre Feuerprobe bestand. In diesem Sinne ist auch die herzliche, über IV- Stunden in Anspruch nehmende Unterredung zwischen dem Duce und dem spanischen Innenminister Suner im Beisein des Außenministers Graf Ciano zu werten, die die dritte lange Unterredung des Duce mit dem Vertrauten Francos innerhalb von vier Tagen war.
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Die spanische Presse druckt an leitender Stelle das Interview ab. das Suner dem Vertreter der spanischen Agentur EFE. in Rom gegeben hat. Suner schildert besonders den Eindruck, den die Persönlichkeit des Duce auf ihn gemacht hat.
Besondere Beachtung finden auch die Erklärungen Suners gegenüber dem Direktor der Agentur Stesani, wonach Spanien für alle Zeiten die Freundschaft mit Deutschland, Italien und Portugal pflegen werde. Nur wer selbst ehrlos sei, könne daran denken, daß Spanien seine Freundschaft, mit echten Freunden, bewährt in schwersten Stunden, zugunsten einer Nation opfern könne, die alles getan habe, um Spanien zu vernichten, und auch heute ihre Verpflichtungen gegen Spanien noch nicht einhalte.
Varkelona-Mekist vor dem Kriegsgericht
Barcelona, 14 . Juni.
Das Kriegsgericht verhandelte gegen den Gründer der Tschskazellen in Barcelona, den jugoslawischen Staatsbürger Alfonso Laurenzio. Die bei der Gerichtsverhandlung gemachten Zeugenaussagen riefen die schrecklichen Zustände in die Erinnerung, die noch vor wenigen Monaten grausame Wirklichkeit waren. Der Staatsanwalt beantragte die Todesstrafe.
Spanische Bffhiere besuchen den NflV.
Berlin, 14 . Juni.
Im Anschluß an den Besuch der Generale Aranda und Pague in der Reichsleitung des Reichsarbeitsdienstes folgte am Dienstag eine Besichtigungsfahrt der spanischen Offiziere. Die Baustelle -der Abteilungen 1/96 und 9/96 am Rhinkanal bei Damm sowie das Lager der Abteilung 5/96. wurden besucht. Die spanischen Offiziere hatten auch Gelegenheit, Ordnungsübungen und Uebungen auf dem Gebiet der Leibeserziehung beizuwohnen. Abschließend besuchte Obevstarbeitsführer Müller-Brandenburg mit General Pague mit seiner Begleitung das Lager Kyritz des Arbeitsdienstes für die weibliche Jugend. '
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Unser Vssssspisssi
(Ilnssrs bsutigs ^.nsgabs uwkaüt 14 Seiten)
Heute verhängt Japan über die englische und französische Niederlassung in Tientsin die Blockade. England errichtet zwecks Verdunkelung seiner Ein- kre»sungs- und Kriegspolitik ein „Jnformations- ministerium".
Nach einem Aufenthalt in Warschau trifft der englische Sonderbeauftragte heute in Moskau ein. General Franco wird im September Rom einen 4tägigen Staatsbesuch abstatten.
In Danzig wurde die Gaukulturwoche eröffnet. Heute beginnt die Westsalenfahrt der Alten Eckrde. Staatssekretär Reinhard sprach über die Finanzierung der großen Aufgaben des Reiches.
Bevorzugte Vergebung öffentlicher Aufträge an Alte Kämpfer wurde zum Ausgleich früher erlittener wirtschaftlicher Schäden angeordnet.
Die Bremer Straßenbahn baut — um eine» Ringverkehr bei Massenbeförderung zu erreichen — eine Verbiudungsstrecke zwischen den Linien 2 und 3 . Landesgrup-ensührer des RLD. Schreiber erließ einen Tagesbefehl an die Amtsträger der Landesgruppe Niedersachsen.
Der Motorradrennsahrer Karl Eall ist beim englischen TT.-Rennen seinen Verletzungen erlegen.
In der Großdeutschland-Rundsahrt liegt Umbenhouer . nach wie vor an der Spitze.
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Wie alljährlich seit dem Jahre der Machtergreifung treten auch in diesen Tagen wieder die alten Mitkämpfer des Führers auf Einladung des Reichsorganisationsleiters Dr. Ley zur Fahrt der Alten Garde zusammen. Diese Fahrt der Alten Garde ist heute bereits zu einer Tradition geworden. Wenn sie einst als eine kleine Kraft-durch-Freude-Fahrt der ältesten Parteigenossen des Führers gedacht war, so darf man sie heute zu den größten, erlebnisreichsten und von den Gauen ebenso wie von den Teilnehmern besonders dankbar aufgenommenen, Veranstaltungen des Reiches zählen.
Die Parteigenossen aus den Gauen, die -sich so all- . jährlich zu der Fahrt der Alten Garde zusammenfinden ^ — es handelt sich jedes Jahr um andere Teilnehmer —, gehören zu den ältesten und bewährtesten Vorkämpfern des Nationalsozialismus in ihrem Gau und werden von ihrem Gauleiter für die Fahrt vorgeschlagen. Die Fahrtteilnehmer aus der Reichsleitung werden vom Reichsorganisationsleiter selbst auserwählt. Wir finden hier Reichsleiter und Gauleiter neben Block- und Zellenleitern, Obergruppenführer neben Scharführern aller Gliederungen der Partei. Sie sind zu einer festen und unzerstörbaren Einheit zusammengeschweißt durch den allen gemeinsamen Kampf der Vergangenheit und die unermüdliche Arbeit der Gegenwart, durch gemeinsam gebrachte Opfer an Gut und Blut.
Gerade jetzt, da wieder einmal eine Anzahl jener ältesten Parteigenossen zur Fahrt der Alten Garde in Bielefeld im Gau Westfalen-Nord eintrifft, wollen wir nicht vergessen, was wir ihnen danken, was ganz Deutschland ihnendankt, wie sie heute noch mit dem gleichen Fanatismus sich für die Idee des Führers einsetzen, wie sie heute, jeder an seinem Platz, sei es an der Front in den Blocks, in den Zellen und Ortsgruppen und den Gliederungen der Partei oder in der Zentrale der Reichsleitung, ihren schweren und verantwortungsvollen Dienst versehen. Sie, die ersten und ältesten Kämpfer des Nationalsozialismus, setzten sich für die Bewegung ein in jener härtesten Zeit, da die Partei noch klein, von den Gegnern verlacht und von der großen Masse des deutschen Volkes noch völlig unbeachtet war. Sie setzten ihre Stellung, ihren Beruf aufs Spiel. Tage und unzählige Nächte hindurch arbeiteten sie für den Sieg der Bewegung. Rotmord riß Lücken in ihre Reihen. Aber weder Terror, noch Gefängnis, noch behördliche Schikane, weder Armut, noch Arbeitslosigkeit, noch Rückschläge konnten sie entmutigen. In unerschütterlicher Treue standen sie zum Führer und seiner Bewegung, und als nach der Machtübernahme der Partei neue große Aufgaben erwuchsen, waren es wiederum sie, auf die der Führer als seine zuverlässige Garde zurückgreifen konnte. Sie hatten den revolutionären Schwung der Kampfzeit behalten und haben es verstanden, diese Schwungkraft in der nun einsetzenden Aufbauarbeit voll wirksam werden zu lassen.
Zum erstenmal nimmt dieses Jahr auch eine größere Zahl von alten Parteigenossen aus den Ostmarkgauen und dem Sudeten gau an der Fahrt der Alten Garde teil. Wenn sie die Fahrt antreten, sind- es fast auf den Tag genau 15 Monate, ja bei den sudetendcutschen Parteigenossen sogar erst 8 Monate her, seit auch ihre Heimat frei wuroe und zum großen Deutschland zurückkehren durfte. Viele von ihnen saßen damals noch in finsteren Kerkern und Verliesen, zu langjährigen Freiheitsstrafen verurteilt. Grausam war ihre Behandlung, hoffnungslos schien ihre Lage. Sie aber, die oft jahrelang so aushalten mußten, ließen sich nicht beugen. Sie waren Nationalsozialisten, sie waren es mit glühendstem Herzen, sie hatten dem Führer Treue geschworen bis in den Tod, und manch einer von der Alten Garde der ostmärkischen Nationalsozialisten gab mit einem letzten „Heil Hitler" auf den Lippen sein Leben für die Idee und für Eroßdeutschland. -
Sie alle aber, die alten Parteigenossen aus dem Alt-