Ausgabe 
(29.8.1938) Nr. 237
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^ parteiamtliche Lageszeitung

Vas flmtsblatt des legierenden Vürgermeisters der Lreien Hansestadt Vremen

Anzeigen - Srundpreiser

Die 22-mui-Zeile im Anzeinenleii 13 die 78-ww-Zelle im Terl- keil 75 Ermäßigte Grundpreis« (für kleine, Familienanzeigen u. a.) sowie sonstige Bedingungen Preis­liste 7 (Nachlaßstaffel L). Für An­zeigen durch den Fernsprecher keine Gewähr. Annahmeschluß 16 Uhr. Geschäftsstellen: 8n Bremen:

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der Nationalsozialisten Bremens

flmtliches verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Vremen

Nr. 2Z? / 8. Jahrgang

Montag, 29. flugust 19Z3

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Partei und fluslandsdeutschtum

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lZroßdeutschlands 6ruß und Ireuebekenntms

kudolf ließ in Stuttgart über das wirken der fluslands-organisation

mit hinaus, denn sie sind die Grütze Eures Volkes, sie sind die Grütze Eroßdeutschlands!

Der Stellvertreter des Führers spricht von Kampf und Treue der Deutschen draußen. In den schlimmen Zeiten der Kleinstaaten seien viele deutsche Volks­genossen draußen der Heimat treu geblieben, selbst wenn kein Vertreter ihres Staates den Schutz ihrer Person und ihrer Habe hätte übernehmen können.

(Eigener Orslitbericbt 6 e r8 r 6 m e r 2 s i t u n Z") ^

Stuttgart, 2S. August.

Mit einer eindrucksvollen Feierstunde in der Stuttgarter Stadthalle wurde am Sonntag die 6. Reichstagung der Auslandsorganisation der NSDAP. eröffnet. Die Tausende der auslandsdeutschen Volksgenossen wurden in herzlich gehaltenen Be­grüßungsansprachen von Reichsminister Dr. Frick im Namen des Reiches begrüßt. Gauleiter Bohle sprach in grundsätzlichen Ausführungen über die Arbeit der AO. Den ersten Höhepunkt der Tagung bildete die Großkundgebung, auf der der Stellvertreter des Führers Reichsminister Rudolf Hetz, die aus aller Welt erschienenen Auslands­deutschen begrüßte.

Man mutz Zeuge dieser ersten Stuttgarter Kund­gebung gewesen sein, um ermessen zu können, welchen gewaltigen Eindruck diese Feierstunde auf die auslands­deutschen Volksgenossen gemacht hat. Sie alle, die aus fernen Ländern kamen, waren überwältigt von dem Geschehen. Das war schon bei der Eröffnungskund­gebung in der Stadthalle so. Die große Halle war bis auf den letzten Platz besetzt und herrlich ausgeschmückt. Ein Jubel der Begeisterung brach los, als von draußen Kommandos ertönten und der Stellvertreter des Füh­rers in Begleitung von Reichsminister Dr. Frick, Reichsminister von Neu rath, Gauleiter Bohle, Eauleiter Reichsstatthalter Murr und Oberbürger­meister Dr. Ströhlin den Saal betrat. Feierliche Stille legte sich über das weite Rund, als die Fahnen- gmppe einmarschierte und sich hinter der Redner­tribüne aufstellte. Fanfaren und Chöre der Jugend brausen auf. Dann folgen die Begrüßungsansprachen. Als erster heißt Eauleiter und Reichsstatthalter Murr seine auslandsdeutschen Gäste willkommen, ebenso rich­tet der Oberbürgermeister der Stadt der Ausländs­deutschen Dr. Strölin herzliche Begrützungsworte an die Auslandsdeutschen.

Drei flufgaben der flk>.

Die Grüße der Reichsregierung übermittelte Reichs- imrenminister Dr. Frick, der von langen Beifalls­stürmen begrüßt wurde. Die Auslandsorganisation der NSDAP. habe, so führte der Minister aus, sich drei Aufgaben gestellt: Das Bewußtsein der Zusammen­gehörigkeit aller Deutschen zu verstärken, ferner m allen Auslandsdeutschen den Geist der Volksgemeinschaft lebendig zu machen und endlich der Größe des Reiches dadurch zu dienen, daß das Auslandsdeutschtum Träger der Verständigung mit anderen Völkern werde -

lroh trennender Srenzen eine Semeinschafk

(vrabtbsrielit unseres Lragsr Vertreters)

Prag, 23. August.

Am Sonntagmittag ist es zu einer überraschenden Zusammenkunft zwischen Konrad Henkern und r^ord Aunciman gekommen, die auf dem Schloß Rothen- haus Lei Komotau stattgefunden hat, wo Lord Runciman das Wochenende verbringt. Wahrend der Besichtigungsfahrt Konrad Henleins durch den Kreis Teplitz-Schönau traf in Dörkau die Nachricht ein. day

sonders, der Tatsache,, daß sich bei dieser 6. Reichstagung zum erstenmal Reichsbürger. befinden, die auch früher als Ausländsdeutsche gegolten haben, nämlich die in der Ostmark lebenden Reichsdeutschen. Im weiteren Ver­lauf seiner Rede traf der Eauleiter die Feststellung, daß dank der unermüdlichen Tätigkeit der Partei das Aus­landsdeutschtum heute von demselben Gefühl der Ge­meinschaft erfaßt sei wie das Deutschtum, im Reich.

Zu der Volksgemeinschaft gehören alle Auslands­deutschen, die deutsch empfinden und in ihrem ganzen Handeln den Grundsatz Gemeinnutz geht vor Eigennutz vertreten. Wenn wir von einem deutschen Empfinden

Unter unbeschreiblichem Jubel nahm dann der Stell­vertreter des Führers. Reichsminister Rudolf Hetz, das Wort.

Rudolf Hetz begann seine Rede zu den Auslands­deutschen mit den Worten der Erinnerung an die Größe der Ereignisse und der Entwicklung, die sich im Laufe des feit der letzten Stuttgarter Kundgebung des Aus­landsdeutschtums vergangenen Jahres im Reiche voll­zogen haben.

Es sei ein Jahr schwerer Entscheidungen des Führers und vertrauensvoller Erwartung des deutschen Volkes gewesen. Die Rückkehr der Ostmark habe die glückliche und schönste Erfüllung eines alten deutschen Traumes gebracht.

In unermüdlicher Arbeit habe das deutsche Volk das Jahr genutzt, seine wirtschaftliche Kraft zu stärken und seine Sicherheit vor feindlichem Angriff soweit zu er­höhen, daß es in Ruhe jeder Entwicklung entgegensehe, die Böswillige gegen Deutschland hervorrufen können. War es so ein arbeitssames und im Innern glückliches Jahr, so war es zugleich ein Jahr der Stärkung der

Lord Runciman den Wunsch habe, Konrad Henlein dringend zu sprechen. In Anbetracht der außerordent­lichen Dringlichkeit der zur Entscheidung stehenden Fra­gen entschloß sich Konrad Henlein, seine Vesichtigungs- reise sofort abzubrechen. Er fuhr am Sonntagnachmittag von Dörkau aus zu Lord Runciman.

Diese persönliche Unterredung Konrad Henleins mit Lord Runciman wird in Präger politischen Kreisen stark beachtet und hat wie eine Sensation gewirkt. Lord Runciman begab sich am Sonnabend in Begleitung

sprechen, so weiß heute die ganze Welt, daß heute nie­mand Anspruch darauf hat, als Deutscher zu gelten, der nicht als Nationalsozialist ein bedingungsloser Gefolgs­mann Adolf Hitlers sein will.

Auf die Haltung eines Teiles der Auslandspresse zu sprechen kommend, fuhr Bohle fort: Das neue Deutsch­land hat es nicht nötig, tüchtige Kräfte im Ausland zu lassen, denen kein Dank für ihre Arbeit gegeben wird, sondern die obendrein noch ständigen Beleidigungen ausgesetzt sind. Wir erwarten für unsere Ausländs­deutschen genau dieselben Rechte, die wir den Auslän­dern im Reich gewähren und auf die jeder souveräne Staat einen Anspruch hat.

Wer nicht ausgesprochen böswillig ist, wird keinen grundsätzlichen Unterschied zwischen dieser Reichstagung der Ausländsdeutschen und dem kürzlich stattgefundenen VIII. Kongreß der Auslandsfranzosen in Paris fest­stellen können, soweit es sich darum handelt, die Sorgen und Nöte der im Ausland lebenden Staats­bürger kennenzulernen und über Maßnahmen zu ihrer Beseitigung zu beraten. Je eher eingesehen wird, daß Deutschland durch Adolf Hitler eine Weltmacht geworden ist, desto leichter wird die Verständigung unter den Völ­kern ermöglicht werden können. Wir wissen, daß über un­serem ganzen Sein, ob wir in Deutschland leben oder im fernsten Winkel der Erde, ein Wort steht, das Wort, Hitler! Damit erkläre ich die VI. Reichstagung der Auslandsdeutschen für eröffnet/

Freundschaften, die das wiedererstarkte Reich mit an­deren großen Nationen geschlossen hat. Die Tage der Gastfreundschaft und Kameradschaft, die wir Deutsche auf der Führer-Reise nach Italien erlebten, sind uns symbolisch für die große Gemeinschaft zwischen Eroß- deutschland und dem Imperium am Mittelmeer, und der Empsang, den Deutschland dem Reichsverweser Ungarns und zugleich dem wagemutigen so verdienten Admiral bot er war der Ausdruck herzlicher und erprobter Freundschaft! Unendlich stolz und glücklich sei das deutsche Volk darüber, daß der Führer der Welt er­neut gezeigt habe, welche Leistungsfähigkeit, welche Stärke, welches Selbstbewußtsein und welche Leiden­schaft der Selbsterhaltung dem deutschen Volke inne- wohne, wenn die richtige Hand es leitet.

So meine Parteigenossen", so fuhr Rudolf Heß fort, wie wir in Dankbarkeit und Liebe des Führers ge­denken, so gedenkt er Euer, und er läßt Euch durch mich seine Grüße sagen! Ihr, die Ihr wieder hinausgeht auf Eure Arbeitsplätze in fremden Ländern und inmitten fremden Volkstums, tragt diese Grüße mit hinaus an Eure Volksgenossen und Eure Parteigenossen, tragt sie

seines Mitarbeiters Pctto und dem erst einige Stunden vorher aus London im Flugzeug zurückgekehrten Mit­glied seiner Mission, Ashton Ewatkin, nach dem Schloß Rothenhans bei Äomotau. Es wird angenommen, daß die Mitteilungen Ashton Ewatkins aus London den englischen Lord veranlaßt haben, die sofortige Fühlung mit Konrad Henlein aufzunehmen. Der Unterredung kommt eine hochpolitische Bedeutung zu. Es ist das erste Mal, daß Lord Runciman einen Wochenend- aufenthalt zu wichtigen politischen Gesprächen benutzt, da er ihn nur dazu nahm, um von der anstrengenden Arbeit in Prag auszuruhen.

Die Unterredung zwischen Konrad Henlein und Lord Runciman wurde in den späten Abendstunden des Sonn­tags beendet. Es wird bestätigt, daß an ihr nur noch der erste Mitarbeiter Rnnclmans, Asthon Ewatkin, teil­genommen hat, der gleichzeitig als Dolmetscher fungierte. Lord Runciman begab iich nach der Unterredung sofort mit Asthon Ewatkin im Kraftwagen nach Prag, während Konrad Henlein mit seinen engsten Mitarbeitern nach Teplitz-Schönau suhr. Ueber den Inhalt der Unterredung wird strengstes Stillschweigen bewahrt. Es wird uns jedoch von beteiligter Seite aus- Anfrage bestätigt, daß es sich um eine äußerst wichtige und bedeutungsvolle Aussprache gehandelt hat. Die Tatsache, daß Lord Aunci- man sich nach der Unterredung sofort nach Prag begab und somit gegen seine sonstige Gewohnheit sein Wochen­ende vorzeitig abgebrochen hat, wird in politischen Krei­sen besonders vermerkt. Wie wir erfahren, wird sich Lord Runciman in kürzester Frist mit dem Staatspräsidenten in Verbindung setzen.

Konrad Henlein setzt am Montag von Teplitz-Schönau aus seine Besichtigungsrcise durch den Wahlkreis Teplitz- Schönau fort und wird nach den bisherigen Disposi­tionen i-^-stens am Dienstag wieder in Asch eintreffen.

(Siehe auch Seite 2)

die Heimat dankt kuch

Rudolf Heß gedenkt der Entwicklung, die später für das Auslandsdeutschtum kam, im Kriege und im Zwischenreich.Was es in den Jahren des Zwischen- reiches bedeutete", so rief er aus,unter der Verachtung der Welt draußen als Deutscher zu leben, für Deutsch­land zu wirken und trotz allem zu Deutschland zu stehen, däs kann nur der ermessen, der selbst draußen war. Und heute dankt Euch die Heimat, daß Ihr durchgeholten! Viele von Euch sind gerade in der schwersten Zeit Keim­zelle des Deutschtums gewesen, haben neue Grundlagen geschaffen für Deutschlands Außenhandel, so schwer es auch war, fast ohne finanzielle Mittel. Andere wie­derum bemühten sich, der deutschen Gemeinschaft draußen zu neuem Ansehen zu verhelfen. Aber wie schwer war es doch, wie unendlich schwer! Und wie wurden viele von Euch im Grunde doch vielerorts be­handelt, wie geächtet! Bis dann endlich das neue Reich Adolf Hitlers erstand.

Gewiß, wohl wuchs damit der Haß noch in weiten Teilen der Welt, aber zugleich mit diesem Haß erstand doch auch wieder die Achtung, die sie uns allmählich zollen mußten, wen sie es manchmal auch noch so wider­willig taten. Die Achtung wuchs wieder und heute könnt Ihr Euch, meine Volksgenossen, stolzer denn je als Deutsche bekennen."

0er Nationalsozialismus ist kure eigenste stngelegenkeit

Mit klarere. Worten kennzeichnet er die Aufgabe der Auslandsorgänisation der NSDAP. und tritt damit den Verdächtigungen entgegen, die gegen das national­sozialistische Deutschland im Ausland immer wieder aus durchsichtigen Gründen erhoben wurden:

In der Auslandsorganisation der NSDAP. habt Ihr Euch zusammengeschlossen, Euer Deutschtum zu pflegen, gute Nationalsozialisten zu sein. Euer Deutschtum und Euer Nationalsozialismus, das ist Eure eigenste Ange­legenheit. Ihr betreibt keinekänötrstion pacikigue", ihr denkt gar nicht daran, die Eastvölker mit dem Na­tionalsozialismus zu dnrchdringen. Nein, Euer Deutsch­tum und Euer Nationalsozialismus ist Eure persönliche Angelegenheit und bleibt auch Eure eigenste Ange­legenheit.

Eure Ortsgruppen kann man schließen, Eure Ab­zeichen kann man Euch verbieten, aber nicht Euren nationalsozialistischen Geist und Euer deutsches Herz.

wahre und falsche freilieft

Wr und unsere Auslandsdeutschen drängen uns nicht in die Verhältnisse anderer Länder. Mögen sie nach ihrer Fasson selig werden! Wir müssen freilich aber auch erwarten, daß sich andere Länder nicht in unsere Angelegenheiten zu mischen suchen und daß sie uns nach unserer Fasson selig werden lassen. Mögen sie die Freiheit des Individuums" zum Idol erheben, so wie sie es verstehen. Mögen sie dem Individuum die Frei­heit geben, immer mehr in Arbeitslosigkeit, Hunger und Verzweiflung zu verfallen mögen sie ihm die Freiheit -geben, den Bolschewismus gegen die eigene Ordnung zu organisieren, um die größte Unfreiheit, die stärkste Unterdrückung des Individuums zum Prin­zip zu erheben es ist ihre eigene Angelegenheit.

Mögen die Parteien anderer Länder die Massen des Volles gegeneinander aktivieren bei uns akti­viert eine Partei das Voll für eine Gemein­schaft. Mag in den Demolratien von der Freiheit des Individuums noch so viel geschrieben und geredet wer­den in den sog. autoritären Staaten vollbringt das Individuum Leistungen wie nirgends sonst. Wo anders in der Welt entfalten sich große Einzelpersönlichleiten zu solch genialen Leistungen höchsten Menschentums, wie wir es bei den Männern sehen, die als Führer großer Imperien unseres Zeitalters in die Geschichte eingehen?

(Fortsetzung auf Seite 2)

Zwischen Lord Runciman und Konrad Henlein fand eine wichtige Aussprache statt.

In der Tschecho-Slowakei ereigneten sich neue Aus- schreiten, Provokationen und Tumultszenen.

Admiral von Horthy stattete auf seiner Heimfahrt der Stadt Linz einen Besuch ab.

Rudolf Heß hielt aus der Eröffnungskundgebnng der Tagung der Auslandsdeutschen eine große Rede.

Das 14. Bremer Schullandheim wurde eingeweiht.

Das Großturnier in der Bahr fand am Sonntag seinen glänzenden Abschluß.

Hans Stuck wurde Deutscher Vergmcister mit seinem Sieg in der Großglockncrsahrt.

Deutschland siegte zum ersten Male im Länderkamps gegen Schweden.

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vor Zerstörerviotbor von vomier" >vird Iionto, am 29. 4.llxiist, niii 11 I'ilr ant der V'esernerlt V6. Drvmen in Dienst Avstellt. blr ist das Lübrei Iiovt der V. Zerstörer-Division, die am Taxe der lndienst- stellunA xobjldet >vird. Der 6kek der V. Zerstörer- Division ist Lrex.-Kapl. Ilartmanii, Kommandant des Zerstörers Kaptl. Doltork.

Kulnaliine: Dosebiniag.

eiter Bohle dankte für all die herzlichen Be- gsrvort«. Er gedachte in seiner Rede ganz be-

Henlein bringend zu Nuneiman gerufen

Vor hochpolitischen kntschewungen wichtige Mitteilungen flslzton Vwatkinsl Nunciman bereits wieder in Prag

Vie kede des Stellvertreters des sichrere