Ausgabe 
(22.8.1938) Nr. 230
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LurnMlM,

vrmer Zellmo

parteiamtliche Lageszeitung

llas stmtsblatt des legierenden Bürgermeisters der freien liansestadt Bremen

Anzeigen - Grundpreise:

Die 22-mm-Zelle Im Anzeiaenteil 13 Ly-;, die 78-mm-Zeile im Tert- teil 75 Ermäßigte Grundpreise (für kleine, Familienanzelgen u. a.) sowie sonstige Bedingungen Preis­liste 7 (Nachlaßstaffel O. Für An­zeigen durch den Fernsprecher keine Gewähr. Annahmeschluß 16 Uhr. Geschäftsstellen: In Bremen:

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der Nationalsozialisten Bremens

sinnliches verkündungsblakt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Bremen

Nr. 2Z0 / 8. Jahrgang

Montag, 22. flugust 1SZ3

kinzelpreis 15 Npf.

riumplzfalzrt storchlls durch Deutschland

OieüNininzZ

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Jubelnder kmpfang des fldmlrals m Wien

Neichsstatchalter Br. Segß-Inquart begrüßt den bolzen ungarischen Säst des sübrers

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kormst. 6s, 6s»

Publikum gzi,,, ns« gstist" asniss,

n sssl-ck-,:

(Urabtberickt unserer VienerScbrittleitung)

. Wien, 22. August.

Sonntag vormittag Punkt 11 Uhr traf auf dem Wiener Westbahnhof zu kurzem Aufenthalt der Sonderzug des ungarischen Reichsverwesers Admiral von Horthy ein, der auf seiner Deutschlandreise in der Hauptstadt der Ostmark zum erstenmal grotzdeut- schen Boden betrat. Wien bereitete dem hohen Gast des Führers mit seiner Gemahlin Frau von Horthy, dem ungarischen Ministerpräsidenten von Imredy, Außenminister von Kanya und Honvedminister General Ratz einen jubelnden Empfang.

Zur Begrüßung waren Reichsftwtthalter Dr. Seyß- und Frau. die Gauleiter Elobocnik und Jury. Kommandierende General Kienitz, General der Jn- MW«MchEfarterie List. der Kommandeur der Luftwaffe General Wocksmsg!^ Loehr. Minister Glaise-Horstenau. Bürgermeister Dr.

Neubacher und zahlreiche andere bedeutende Vertreter Partei, Staat und Wehrmacht erschienen.

lurnocd heule ->!

kin Himmel von flaggen

Viele hundert Hände haben tagelang daran gearbei­tet, die nüchterne Halle des Weltbahnhofes für diesen historischen Sonntagmorgen in ein prächtiges Fest- gewand zu kleiden. Die mächtige Stirnseite ist ganz von dem Grllnweißrot der ungarischen Farben bedeckt, Hin deren Mitte das Wappen Ungarns leuchtet. Mehr falls 50 Reihen tief spannt sich über die volle Breite der 'Halle ein bunter wehender Himmel von Flaggen, in ^?dsm das warme Rot des deutschen und der freudige 'Wkkord des ungarische,n Banners sich zu einer herrlichen -Marmonie vereinigt. Die rauchgeschwärzten Wände des ^ Bahnhofs,verschwinden hinter den reisigumwundenen, wechselweise mit dem deutschen Hoheitsabzeichen und dem ungarischen Wappen geschmückten Pylonen, die zur Linken und zur Rechten in dichten Reihen aufgestellt sind. Teppiche verhüllen das Grau des Bodens.

k--> Minutenlanger Jubel

e-s! 10.30 Uhr. In endlosen Kolonnen rücken H2. und >ui letztere in farbenfröhlichen Dirndlkleidern an

issss nehmen Aufstellung. Um 10.45 Uhr zieht die

Ehrenkompanie der Luftwaffe mit einem Musikzug auf. Ehrengäste sammeln sich. der Reichsstatthalter mit . !^»er Frau, die Generalität, die Gauleiter, Wiens

und viele andere Persönlichkeiten des össentlichen Lebens. Der Zeiger der Bahnhofsuhr rückt ,r nneb heuleiL-Z auf 11 Uhr. Da geht Bewegung durch die Wartenden. , , Die Musik setzt mit flottem Spiel ein. Langsam rollt Psul Sonderzug ein, der Ungarns Reichsoerweser nach

Deutschland führt. Minutenlang erfüllt brausender Ju­bel die Halle. Knisternd schwenken tausend Papier­fähnchen in den Händen der deutschen Jugend, die den Esst des Führers begeistert feiert. Horthy, in blauer

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Admiraltzuniform, dankt schon vom Fenster aus sichtlich bewegt für den freudigen Willkomm, den ihm die alte Donaustadt entbietet. ^

feierliche Vegrüßung

Der Reichsstatthalter von Oesterreich, Dr. Seqß- Jnquart, tritt auf den aussteigenden Admiral und seine Frau zu, der ein wunderbares Vlumengebinde über­reicht wird, und heißt die Gäste im Namen Großdeutsch- lands auf deutschen Boden mit folgender Worten herz-

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Kiels 8onäer stempel rmm liesueii Hoi'tli^tz Die Usiodspost bat kür ckis 2eit äsr Deut-Solllonck- reiss äss uvgsrisobsn Uoiebsvsrevesers kür ckis 8taät Kiel einen Lonäerstsinpsl bsroüsgegsosn.

lpresse-Hotkroeull)

lich willkommen:Ich habe die Ehre, Eure Durchlaucht im Namen des Führers und Reichskanzlers aus dem Boden des Deutschen Reiches begrüße» zn dürfen. Es ist für mich eine besondere Genugtuung, Eure Durch­laucht aus diesem Anlaß im Lande Oesterreich will­kommen heißen zu können. Das Land Oesterreich ver­bindet mit dem Königreich Ungarn der Weg gemein­samer Geschichte. Diese Geschichte ist eine gemeinsame stolze Erinnerung, soweit sie die Erfüllung der deutschen Aufgabe dieses Landes und das Wohl der ungarischen Nation bedeutet hat."

'Nikolaus von Horthy dankt mit herzlichen Worten für die Begrüßung und läßt sich dann die führenden Männer des Staates, der Wehrmacht und der Partei vor­stellen. Frau Seytz-Jnquart begrüßt die Gemahlin des Re'chsverweiers. während die Ehrenkompanie der Luft­waffe unter den Klängen des Präsentiermarsches die militärische Ehrenbezeugung erweist. Während die ungarische Nationalhymne ertönt, schreitet der Reichs­verweser die Front der Ehrenkompanie ab.

Nach kurzem Aufenthalt im reichgeschmückten ehe­maligen Hofwartesalon kehrt der Reichsverweser will den Herren seiner Begleitung auf den Bahnsteig zurück. Der Besuch in der Donaumetropole ist zu Ende. Die deutschen Hymnen ertönen. Zum zweiten Male nimmt Horthy die Ehrenbezeugungen der Luftwaffe entgegen. Ein herzlicher Häudedruck und ein ebenso herzlicher Dank die hohen Gäste steigen ein und während der Zug, der Admiral von Horthy zu den großen Feierlich­keiten nach Kiel bringen wird, langsam die Halle ver­läßt, begleiten ihn zum Abschied die Klänge der schönen Hymne Ungarns.

Vor seinem Eintreffen in Wien war dem Reichsver­weser zu dessen Begrüßung in einem Sonderzug eine deutsche Sonderdelegation mit dem deutschen Gesandten in Budapest, von Erdmannsdorff, dem Führer des deut­schen Ehrendienstes, Vizeadmiral Schuster, dem Vhef des Protokolls, Freiherr« von Tiörnberg, dem Stabsleiter des Verbindungsstabes des Stellvertreters des Führers, sh-Oberführer Stengel, sowie den übrigen Mitgliedern des deutschen Ehrendienstes zusammen mit dem könig­lich-ungarischen Gesandten Sztojay nach Bruck-Neudors, der ersten Station auf deutschem Boden, entgegen­gefahren, Der Bahnhof in Bruck-Noudorf war mit rotem Fahnentuch ausgeschlagen, auf dem das Haken­kreuz und das ungarische Wappen prangten. Mächtige Gewinde aus Tannengrlln und die Fahnen der Be­wegung zusammen mit den ungarischen Staatsfarben schmückten die Säulen des Vordaches der Bahnhofshalle. Nachdem der Zutz gehalten hatte, bestiegen zwei BDM.- Mädchen den Wagen, in dem sich das Gästepaar be­fand und überreichten Blumengewinde, für die ihnen in herzlichen Worten gedankt wurde. Nach kurzem Aufenthalt und nachdem die Wagen mit dem deutschen Ehrengeleit an den Sonderzug des Reichsverwesers an-

^ei'srlieke Eröffnung 6 sr veutseken vstmssss in Königsberg

Sie erfolge der deutschen Handelspolitik

Nerkiiswirtfchaftsminisler funk:Unser weg siikrt zu einem neuen System kHs Wettkandels"

Ostpreußens Bedeutung sür Sie deutsche krnäkrungswirtschast

Neichsminister Barre über

Verls

Königsberg, 22. August.

Sonntag wurde in feierlichem Rahmen die 28. lltM» Tatsche Ostmesse und die Ostschau des Reichsnährstan­des in Anwesenheit der Reichsminister Funk und Darrv siirch den Oberpräsidenten der Provinz Ostpreußen, Gan­zester Erich Koch, eröffnet.

^..Oberbürgermeister Dr. Will begrüßte die diploma-

_ Vertreter des Auslandes, die Vertreter der

^Reichs- und Staatsregierung, die Vertreter der Partei ' -Lud ihrer Gliederungen, der Wehrmacht und die zahl­reich erschienenen auslandsdeutschen und deutschen Wirt- Ichaftsvertreter und Kaufleute. Anschließend sprach

Neichswirtschastsminister funk

der einleitend der Anteilnahme und der Sorge gedachte, du der Führer und Reichskanzler stets der Entwicklung ^ Ostpreußens als eines wichtigen Vorpostens deutscher Ilki« . "ltur und deutschen Volkstums entgegengebracht

habe. Der Reichsminister übermittelte die Grüße des - ^irmherrn der Ostmesse, des Ministerpräsidenten Ge- xUAV« » - neralfeldmarschall Hermann Göring. Die Deutsche Ost- " §spiegele diesmal in besonderem^saße die günstige

* - «Bewicklung wider, die die deutsche Wirtschaft imver- 5 log- ^ , lllstenen Jahresabschnitt genommen habe. Deutschland 7loge 28.^ stehe heute in der industriellen Produktion in de; Welt dach den Vereinigten Staaten von Amerika an zweiter >gs 5.5-^°° Stelle und nehme im Welthandel nach den Vereinigten >3° -fs'Staaten und England die dritte Stellung ein. Deutsch- ?5. u,20^ug' ^ land sei zurzeit das Land der größten Stahlproduktion H-,--!,- Welt und stehe auf den Gebieten der neuen Roh-

,"std Werkstoffe unbestritten an erster Stelle mit einer Voranschläge z. T. schon weit übertreffenden Eroß-

alU»«P'°dukti°7.

Die neuen deutschen Roh- und Werkstoffe, die im ver- ^ ^ 8°ngenen Jahre auf der Ostmesse noch im Stadium der "H festen Entwicklungsstufe gezeigt wurden, sind heute schon . den verschiedensten Fertigfabrikaten enthalten, die ^ der Messe zur Schau gestellt werden. Der Vieriah- öu-MS' . lisple hat das gesamte deutsche Wirtschaftsleben erfagt nsn. VS'S ^ Mld gibt der deutschen Wirtschaftspolitik Inhalt und dßWdr'chtung.

Auf der Deutschen Ostmesse werden aber nicht nur die gewaltigen Fortschritte der deutschen industriellen Produktion sichtbar, sondern auch die Erfolge, die wir in der letzten Zeit auf dem handelspolitischen Gebiete zu verzeichnen haben. Wenn der amerikani­sche Staatssekretär Hüll kürzlich der Meinung Aus­druck gegeben hat, daß die deutschen Methoden nicht zu einer Vermehrung, sondern zu einer Verminderung des Warenaustausches führen, so muß ich dieser Ansicht wi­dersprechen, weil sie durch die Tatsachen widerlegt wird. Bei den Handelsabkommen, die wir in den letzten Monaten abgeschlossen haben, konnte ohne Ausnahme das Handelsvolumen erhöht, z. T. sogar wesentlich ge­steigert werden. Die ausländischen Staaten, die auf der heute beginnenden Deutschen Ostmesse vertreten sind, haben zum überwiegenden Teil mit Deutschland Ver­träge abgeschlossen, durch die eine Erhöhung des gegenseitigen Güteraustausches gewähr­leistet worden ist. Ich nenne hierbei insbesondere Polen, die Türkei und Ungarn. Aber auch mit Bulgarien. Schweden, Norwegen, Finnland, Litauen, Lettland und Estland und ebenso mit dem Kaiserreich Mandschukuo und Britisch-Jndien hat sich unser Handelsverkehr im letzten Jahr günstig entwickelt und weist allenthalben steigende Umsatzziffern <mf.

Die deutsche Handelspolitik ist auf der ganzen Linie erfolgreich gewesen, und wir sind daher entschlossen, aus dem Wege, den uns die Not gewiesen hat, weiter fortzuschreiten, weil wir erkannt haben, daß dies der sür Deutschland einzig mögliche und erfolgversprechende Weg ist und weil wir zweitens immer klarer sehen, daß dieser Weg zu einem neuen System des Welthan­dels führt, das nicht mehr auf internationalen Abhän­gigkeiten, sondern auf der Kraft der nationalen Wirt­schaftsenergien beruht, ein System, das das nationale Wirtschaftsleben und damit die Grundlage der mate­riellen Existenz der Nation sichert und stärkt und dabei einen gesunden und beständigen Güteraustausch im Welthandel gewährleistet.

Wir sind jetzt sogar dabei, die Möglichkeiten für eine Erweiterung der zweiseitigen durch mehrseitige Abkom­men zu prüfen, um aus dies Weise innerhalb unseres

Systems erweiterte Austauschmöglichkeiten zu schaffen indem wir z. V. Rohstoffe und Nahrungsmittel, die wir gegen Jndustrieerzeugnisse eintauschen, bei vor­handenem Bedarf eines dritten Landes auch zur Er­gänzung unseres eigenen Bedarfs an Fertigwaren oder Vorprodukten an Dritte liefern. Deutschland ist durch seinen starken und noch ständig wachsenden inneren Markt, dyr im autoritären Regime durch feste Preise, feste Löhne und eine feste Währung gesichert ist, in der Lage, das Volumen seines Außenhandels auf dieser sicheren Basis zu erweitern. Hierdurch gibt es auch sei­nen Handelspartnern die Möglichkeit, ihrerseits eine stabile Wirtschaft aufzurichten und ihre Produktion von den Schwankungen des Weltmarktes und der auslän­dischen Währungen weitgehend unabhängig zu machen. Politische Kredite machen die Mlker nicht glücklich und die Wirtschaft nicht besser. Die Völker werden durch die ..silbernen Kugeln" unfrei und die Wirtschaft in unnatürliche Bahnen gelenkt. Deutschland besitzt weder "silberne", geschweige denngoldene Ku­geln". um mit solchen Politik machen zu können. Wenn man uns heute zum Vorwurf macht, daß wir unseren wirtschaftlichen Einfluß in gewissen Ländern verstär­ken und als Gegengewicht diesilbernen und goldenen Kugeln" aufrollen läßt, so trifft uns weder der Vor­wurf. noch vermögen uns die Abwehrmethoden zu be­unruhigen. Die politischen Kräfte, die Deutschland zu dem Machtfaktor gemacht haben, den es heute in der Welt darstellt, haben auch starke neue wirtschaftliche Kräfte ausgelöst.

Auch wirtschaftlich ist das nationalsozialistische Deutschland heute zu einem der ersten Machtfaktorcn in der Welt geworden. Diese schnell und stark wachsende Wirtschaftskraft bleibt naturgemäß nicht ohne Wirkung auf die Länßer, die mit Deutschland enge wirtschaftliche Beziehungen haben. Aber doch nicht so, daß wir diese Länder immer mehr von uns abhängig machen, sondern daß diese Länder von dem deutschen Wirtschaftsauf­schwung auch ihrerseits profitieren, indem wir ihnen mehr abnehmen, ihnen mehr liefern und dazu ihnen noch die Möglichkeit geben, steigende Mengen zu festen (Fortsetzung auf Seite 2)

Ver sülzeer auf dem Wege nach Kiel

Berlin, 22. August.

Der Führer und Reichskanzler ist am Sonntag­abend um 23.3V Uhr im Sonderzug nach Kiel ab­gereist, wo heute das Programm des Deutschland­besuches des ungarischen Reichsverwesers Admiral von Horthy mit einer festlichen Schiffstaufe und einer Parade der deutschen Kriegsmarine seinen Anfang nimmt. In der Begleitung des Führers befand sich neben feinen persönlichen und militä­rischen Adjutanten Reichsleiter Bormann. Aus dem Bahnsteig wurde der Führer bereits vom Reichsminister Dr. Goebbels erwartet, der sich im gleichen Zuge nach Kiel begab. Zu seiner Verab­schiedung war Staatssekretär Hanke vom Reichs­ministerium für Volksausklärung und Rt^aganda erschienen.

Die Kunde von der Abreise des Führers hatte sich unter den Reisenden und Passanten schnell herumge­sprochen, die den Führer bei seiner Anbunft auf dem Lechrter Bahnhof und bei Abfahrt des Sonderzuges lebhaft grüßten.

gehängt worden waren, setzte der Zug seine Fahrt um 9.55 Uhr nach Wien fort.

In Linz

Linz, 22, August.

Der Sonderzug mit dem Reichsverweser Admiral von Horthy und den ungarischen Gästen traf um 14.16 Uhr in Linz ein. Während der Fahrt hatten auf den reich geschmückten Stationen viele tausend Volksgenossen dem vonderzuge zugewinkt.

Längs des Bahnsteiges in Linz waren die Gliederun­gen der Partei angetreten. Besonders zahlreich vertre­ten waren HJ. und VDM. Der Bahnsteig war mit deut­schen und ungarischen Flaggen geschmückt. Als der Zug hielt, wurden untep brausenden Heilrufen Tausende von rot-weiß-grünen und Hakenkreuzfähnchen geschwenkt. Der Reichsverweser zeigte sich am Fenster seines Wa­gens und winkte den Linzern freundlich zu.

Dann begrüßte Oberbürgermeister Wolkersdorfer die ungarischen Gäste im Namen der Eauhauptstadt und stellte die anwesenden Vertreter von Partei. Staat und Wehrmacht vor. Der Reichsverweser unterhielt sich län­gere Zeit mit ihnen und besonders auch mit ehemaligen Kameraden der österreichisch-ungarischen Kriegsmarine, die sich zur Begrüßung eingefunden hatten. Die Mitglie­der der kleinen ungarischen Kolonie in Linz waren eben­falls am Bahnhof erschienen, um den Reichsverweser willkommen zu heißen. Linzer VDM.-Mädchen in schmucker Landestracht überreichten Admiral von Horthy einen Strauß prachtvoller Blumen. Auch eine große Lin­zer Torte wurde den ungarischen Gästen als Ehrenge­schenk überreicht.

Um 14.24 Uhr setzte der Zug programmgemäß.unter stürmischen Heilrusen der Menge seine Fahrt fort. In Wels nahm der Zug zwei Minuten Aufenthalt. Auch dort hatte sich auf dem reichgeschmückten Bahnhof eine große Menschenmenge eingefunden.

7n Negensburg

Regensburg, 22. August

Obwohl es in Frage stand, ob der Sonderzug mft dem ungarischen Reichsoerweser den Hauptbahnhof Negensburg berühren würde, hatten sich Tausende von Regensburgern mit Hakenkrenzwimpeln und Fähnchen in den ungarischen Farben auf dem festlich geschmückten Bahnhof eingefunden. Als dann Ehrenstürme der SA., sj und des NSKK. ausmarschierten, war der Bahnsteig bis auf das letzte Plätzchen besetzt. Der Sonderzug wurde hei seiner Einfahrt von den Klängen der unga­rischen Nationalhymne und von dem stürmischen Jubel der Bevölkerung begrüßt. Dem ungarischen Reichsver- weser, der sich kurze Zeit am Fenster zeigte, wurden außerordentlich herzliche Kundgebungen bereitet. Aber auch die Herren seiner Begleitung, sowohl von unga­rischer als von deutscher Seite, wurden immer wieder

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Nach feierlicher Begrüßung in Wien setzte der un­garische Reichsoerweser von Horthy seine Triumph- fahrt durch Eroßdeutschland fort.

Der Führer ist nach Kiel abgereist.

General Vuilleinin ist nach Paris zurückgekehrt. Bei der Eröffnung der Ostmesse stellte der Reichs­wirtschaftsminister in einer richtungweisenden Rede die großen Erfolge der deutschen Handelspolitik heraus.

Ueber den Inhalt der Note Francos an London werden Einzelheiten bekannt.

Der Arbeitsgau XVII hält auf der Pauliner Marlch ein Vorbereitungslager für den Reichsparteitag ab. Die Stadt Bremen erwirbt einen Straßen- staubsauger.

Die 8. Kampfspiele der Nordsee-HJ. fanden mit einer Ansprache des stellvertretenden Gauleiters Ministerpräsidenten Joel ihren erhebenden Abschluß. Beim Amerikanersportfest in Osnabrück stellte Hein einen neuen Weltrekord im Hammerwerfen auf. Rudolf Caracciola gewann zum dritten Male den Großen Preis der Schweiz.

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