Ausgabe 
(20.8.1938) Nr. 228
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Meiner Mim

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parteiamtliche Lageszeitung

vas flmtsblatk des Negierenden Nürgermeisters der Zreien Hansestadt Vremen

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der Nationalsozialisten Vremens

flmUiches Verkündungsblakt des NeichsstattlMers in Oldenburg und Meinen

! Nr. 229 / 8. Jahrgang

Sonnabend, 20.flugust 19Z8

kinzeipreis 15 Npf.

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Der Wl^rer bei seinen Soldaten

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seilnastme an einer Insanterieübung

Jubelnder kmpfang aus dem Truppenübungsplatz Sroß-Vorn

Grotz-Born, 2V. August.

Groß-Born erlebte am Freitag seinen großen Tag. Der Besuch des Führers aus dem Truppenübungsplatz hatte sich wie ei-i Lauffeuer herumgesprochen, und schon in den frühen Vormittagsstunden sah man die Einwohner der umliegenden Städtchen und Ort­schaften in langen Zügen zu den Anmarschstrahen eilen. Da es sich aber um eine ge­fechtsmäßige Uebung handelte, war der hierfür vorgesehene Abschnitt des Truppen­übungsplatzes abgesperrt.

l Der kleine Bahnhof Eroß-Vorn war mit Fahnen und Girlanden festlich geschmückt. Vor dem Bahnhof war eine Ehrenkompanie des JR. 94 mit Musikkorps und f Spielmannszug sowie der Regimentsfahne aufmarschiert.

' Am linken Flügel stehen die unmittelbaren Vorgesetz- -z ten des die Ehrenkompanie stellenden Truppenteils mit 4 dem Divisionskommandeur Generalleutnant von Falken- i Hof. Auf dem Bahnsteig erwarten den Führer und Obersten Befehlshaber der Oberbefehlshaber des Heeres . Generaloberst von Vrauchitsch, der Oberbeföhlshgber der ' Heeresgruppe I, Generaloberst von Rundstedt, derKom- mandiereNde General des II. Armeekorps, General der Infanterie Blaskowitz, der Chef des Generalstabes des 1l. Armeekorps, Generalmajor Vieler und weiter alle Ehrengäste des Heeres, der Oberpräsident und Gauleiter pon Pommern Schwede-Koburg sowie der Kommandant' des Truppenübungsplatzes Grog-Born, Oberst Thofer.

Kurz vor 1414 Ähr wird der Sonderzug des Führers «gesichtet, Kommandoworte ertönen, dann setzt, als der Aug einläuft, der Präsentiermarsch ein. Als erster ent- ^igt der Führer dem Sonderzug, begleitet von Reichs- Mter Vormann sowie seinen persönlichen und militäri­schen Adjutanten. Nachdem der Führer die ihn erwar­tenden höheren Offiziere und den Gauleiter von Pom­

mern begrüßt hatte, schreitet er unter den Klängen des Badenweiler Marsches die Friznt der Ehrsnkompanie ab, um dann durch das Lager zum Truppenübungsplatz zu fahren. Am Eingang stehen die Lagerwachen als Ehrenwache mit Doppelposten vor Gewehr. Den »ersten Teil der Strecke bilden die Angehörigen der DAF., Abteilung Wehrmacht, die Angestellten und Arbeiter der Komandantur, Spalier. Durch das gesamte Lager und bis hinauf zum Uebungsplatz aber stehen mit prä­sentiertem Gewehr die Soldaten des llebungsplatzes, durch deren Spalier der Führer ganz langsam fährt. Die Freude darüber, daß sie den Führer aus unmittel­barer Nähe sehen dürfen, leuchtet den jungen Trägern unserer Wehr aus den braungebrannten Gesichtern. Das ganze Lager ist von Fahnen geschmückt. Bei der Ort­schaft Krangen, außerhalb des Lagers, stehen zu vielen Hunderten die Einwohner der umliegenden Städtchen und Dörfer, die ihrer Freude, und Begeisterung jubelnd Ausdruck verleihen, als sie den. Führer sehen. Vor allem ist es die Jugend, die fähnchenschwenkend mit hellen Stimmen dem Führer zujubelt.

Auf dem rechten Teil der Strecke bilden die Panzer­schützen in ihrer schmucken Uniform<mit den charakteristi­schen Mützen'Spalier. (Fortsetzung auf Seite 2)

grollem

ipubiiiluinze.

v. tzorltzv Sonntag in Deutschland

vegrüßung in Wien durch Setch-rnquart / weiterfahrt nach kiel

Berlin, 20. August.

Der Reichsverweser des Königreiches Ungarn, S. D. Admiral Nikolaus Horthy von Nagybanya und I. D. Frau von Horthy treten am Sonntagmorgen ihre Reise nach Deutschland an.

In ihrer Begleitung befinden sich der ungarische Ministerpräsident von Jmredy, der ungarische Minister des Aeußern von Kanya, der ungarische Honvedminister General der Infanterie von Ratz. der Chef der Kckbi- nettskanzlei des Reichsverwesers Dr. von Jray und der Ghes der Militärkanzlei des Reichsverwesers Feldmar- schalleutnant von Janyi.

An der deutschen Grenzstation Bruch a. d. Leitha- Bruckneudorf wird der vorher eingetroffene deutsche Sonderzug mit dem ungarischen Gesandten Feldmar- schalleutnant Sztojay, dem deutschen Gesandten in Buda­pest, von Erdmannsdorff, dem Führer des deutschen

Ehrendienstes, Vizeadmiral Schuster, dem Chef des Protokolls Gesandten Freiherrn von Dörnberg, dem Stabsleiter des Verbindungsstabes des Stellvertreters des Führers ^-Oberführer Stenger sowie den übrigen Mitgliedern des deutschen Ehrendienstes dem. ungari­schen Sonderzug angeschlossen.

Gegen Mittag wird der Sonderzug auf dem West- bahnhof in Wien eintreffen, wo der ungarische Reichs­verweser und Frau von Horthy von dem Reichsstatt­halter in Oesterreich, U-Gruppenführer Seyß-Jnquart, und dessen Frau sowie den führenden Persönlichkeiten von Partei, Staat und Wehrmacht empfangen werden.

Der Reichsverweser wird eine Ehrenkompanie der Luftwaffe abschreiten und nach kurzem Aufenthalt die Fahrt nach Kiel fortsetzen.

(Wir verweisen auf den Tatsachenbericht im Innern des Blattes über das Wirken des großen Admirals im Weltkrieg.)

Neue serrorwelle der Ifchechen

husstrische Soldateska belagerte deutsches flrbeitslager - Zahlreiche Zwischenfälle

(Drsktberlebt unseres kragsr Vertreters)

Prag, 2V. August.

Nach den in Prag eingelaufenen Meldungen geht über das sudetendeutsche Grenzgebiet eine neue

Tcrrorwelle, die sowohl Einzelpersonen wie ganze rlM'k sudetendeutsche Organisationen nicht schont.

Ein Schulungslager des sndetendeutschen Arbeitsdien- zläcWsfstes in Wartenberg wurde von tschechischem Militär , M mehrere Stunden läng belagert. Die Soldaten verfuch- ten in den Männschaftsraum des Arbeitslagers einzu- , bringen und hatten sich zu diesem Zweck mit Knüppeln «jS^und Latten bewaffnet. Um jedem Zusammenstoß aus » dem Wege zu gehen, hatte.die Lagerführung die Wachen zurückgezogen. Die Arbeitsdienstler verbarrikadierten ltzü sich- Es war ihnen nicht möglich, die Gendarmerie zu " verständigen. Erst am nächsten Tage zogen die Solda- si-!>< ten wieder ab. Nur dem disziplinierten Verhalten der ^ sudetendeutschen Arbeitsdienstmänner ist es zu verdan- V ^ k«n. daß blutige Zusammenstöße vermieden wurden

Dagegen kam es in Komotau zu schweren,Zwijchen- < /fflallen, bei denen sudetendeutsches Blut'vergaßen wurde. ^>.,Der SdP.-Mann Rudolf Siegel wurde aus onener -wft "Straße von Kommunisten ohne jeden Grund überfallen Md niedergeschlagen, so daß er bewußtlos ms, Kranken- oil .Haus eingeliefert werden mußte. Ein weiterer Sudeten- ,sn! ! deutscher, namens Fischer, wurde an einer anderen « jll Stelle in Komotau von Tschechen überfallen, wen er em >1 - " SdP.-Abzeichen trug. Wenige Augenblicke spater wurde » »er Sudetendeutsche Rulf, der in seinem Kraftwagen ich. von einer tschechischen Gesellschaft aus dem Auto n- ' 7-7,-^h in- - 1 - sNntiiberstcomt

Unzureichend, Herr kodza!

Prag, 20. August.

Das Sekretariat Lord Runcimans hat am Freitag-

kntlrs^ irr dein rml-

mittag ein Kommunique herausgegeben in dem nur- »»teilt wird, der tschechische Ministerpräsident Dr.

Hodza habe den Lord davon in Kenntnis gesetzt, daß binnen 14 Tagen Zieben Stellen von beträchtlicher Be­deutung in der Postr. .Wallung mit Vgamten deutscher Nationalität besetzt werden. Es handelt sich um die Stellen in Vodenbach, Asch, Haida, Saatz. Falkenau und Rumburg. Weitere Posten, deren Zahl noch nicht fest­steht, sollen im Wirkungsbereich der Postdirektior!. Troppau mit Deutschen besetzt werdtn. Was die pöl i>. t ts ch e Verwaltungi anbelangt, beabsichtige der Innen-' minister die Stelle der Bezirkshauptleiter in Asch und^ Trautenau sowie in zwei weiteren Städten mit Deut­schen zu besetzen. Hinsichtlich der Justizverwaltung werde sich die nächste Sitzung des Ministerrates mit der Absicht der Ernennung eines Deutschen zum Kriegs­gerichtspräsidenten in Eger beschäftigen. Dehnliche Maßnahmen seien auf dem 'Gebiet des Eisenbahn­ressorts vorgesehen. In dem Kommunique heißt es wei­ter, Lord Runciman bestätige den Empfang der Infor­mationen und teile dem Ministerpräsidenten mit, daß er die Tätigkeit der Regierung in dieser Frage begrüße.

Diese Nachricht ist von den Sudetendeutsche» insofern bearüßt worden, als derartige Worte seit 20 Jahren von Prag noch nicht gesprochen worden sind. Doch darf diese Tatsache nicht darüber hinwegtäuschen, daß' die an­gekündigten Umbesebungen vollständig ungenügend sind und kaum wesentlich dazu beitragen werden, die tiefe Kluft zwischen der SdP. und der tschechischen Regierung zu überbrücken. Auf Grund ihrer Bevölkerungszahl hat die sudetendeutsche Volksgruppe noch Anspruch auf 40 000 (!) Beamtenstellen. Es ist geradezu lächerlich, daß Prag iiik*>Ernst glaubt, mit 20 Umbesetzungen die Sudetendeutscheu abspeisen zu können. Wie zweifellos anzunehmen ist, soll auch Lord Runciman über die angekündigten Maßnahmen der Präger Regierung nicht befriedigt gewesen sein,-da er im Grunde mehr erwartet habe.

Es geht, was auch Herr Hodza nicht aus den Augen verlieren sollte, um die Anerkennung und praktische Verwirklichung des Grundsatzes restloser Gleich­berechtigung der Volksgruppen in der Tschecho- Slowakei, und zwar auf allen Gebieten des Staats­lebens.

(lenvoal Vnilloium Iioiiv biiln'oi'. Lin Oonvsrstagmitka^ am,-äs, aus bsriebtet, äsr EsnsiLlstLdsoksck äor kron7.ösisebsn Ouktaatks, Osnsral VuMsmiu, vorn llüllror in cior Lslebsüonrlsi sinpknngsn. Lsebts äsr, kron/.ösisoks Lotselmktsr in Dsriin, Orsneois-Lon^st. . (Otssss-llokkinnnn)

stuf Minuten festgelegt

Ver stufmarstststab der Sfl. in Nürnberg an der Nebelt wie flppell und Vorbeimarsch

der Niederungen vorbereitet werden

In den Wochen, die dem Reichsparteitag voraus­gehen, spielt sich in den Mauern Nürnbergs das große Werk der stillen Vorbereitungsarbeit ab, die wenig hervortretende, aber gewaltige Leistung der Organisa­tion und Gestaltung des jährlichen größten Ereignisses in dem Schaffen der Partei. Schwerlich läßt sich ein Begriff von dem Umfang dieser Arbeit geben, und nur etwa die gewaltigen Zählen der Teilnehmerschaft, der Quartier- und Verpflegungsfrage lassen ermessen, wel­ches Maß wohldurchdachter Maßnahmen notwendig ist, noch ehe die erste Septemberwoche anbricht. ,

Allein der Tag, der als Höhepunkt jeden Parteitages den Aufmarsch der Gliederungen der Bewegung im Luitpoldhain vor dem Führer bringt, erfordert, eine Vielzahl schwieriger vorbereitender Ur.b.eiken, die einen anschaulichen Einblick in das innere Getriebe geben, das dem großen Ereignis sein Bild und seinen reibungslosen Verlauf sichert. Die Durchführung dieser Veranstaltung des Parteitages übertrug der Führer wiederum dem Chef des Fllhrungshauptamtes der Obersten SA,-Führung, Obergruppenführer Jüttner, der den Marsch der 120 000 Kämpfer der Bewegung in allen Einzelheiten zu gestalten und zu leiten hat.

Ein besonderer Aufmarsch st ab ist unter Ober­gruppenführer Jüttner seit Wochen bereits an Ort und Stelle tätig, um alle Fragen zu klären, die dieses Er­eignis betreffen und seinen glatten Ablauf ermöglichen. Ein ganzes Haus enthält draußen in der Nähe des Parteitagsgeländes üieZentrale, die die 120 000 von ihrem Heimatbahnhof ab bis zu ihrer Rückkehr betreut und lenkt. Mehrere Abteilungen innerhalb' des Aufmarsch­stabes, an deren Spitze je ein SA.-Fiihrer steht, be­arbeiten die verschiedenen Aufgabenbereiche, die zur Gestaltung des Aufmarsches beitragen.

Eine eigene Abteilung regelt in Zuiammenarbeit mit der Reichsbahn alle T r a n s p - r t f r a g e n für die 80 000 SA.-Männer der 24 SA,-Eruppen, unter denen sich in diesem Jahr bekanntlich 6500 Mäyner aus den neuen SA,-Eruppen der deutschen Ostmark befinden. Im ganzen sind es 81 Sonderzüg.e, die dem An- und Abtransport der Marschteilnehmer aus der SA. dienen und die den hierfür Verantwortlichen keine kleine Or­ganisationsarbeit auferlegen. Das gleiche gilt für die Berwaltungsabteilung, die vor allem die Verpflegung der Männer durchzuführen hat.

Die wichtigste Aufgabe im Aufmarschstab fällt der Abteilung „Ausmarsch" zu, Sie sorgt für die Be­reitstellung des Lagers Langwasscr, die Unterbrin­gung der ankommenden Marschblocks und- hat vor

allem die Gestaltung des Aufmarsches und Vorbei­marsches vor dem Führer selbst in Händen, In gründ­lichster Vorarbeit legt sie hierfür im Gelände , die Marschstrecken, die Aufmarschfelder für die Marsch- und Fahnenblocks und die für jede Bewegung notwendigen Zeiten auf Meter und Minuten in allen Einzelheiten fest, so daß bei dem großen Aufmarsch keine Stockung und keine Lücke m-ehr entstehen können und die Marsch­blocks sämtlicher Elie'derungen sich reibungslos in den gewaltigen Rahmen dieser traditionsreichen Veranstal­tung'einfügen.

Zahlreiche Besprechungen, mit den Führern der Glie­derungen werden hierbei notwendig und vor allem gilt es, durch Rundschreiben, Verfügungeir-und genaue Aus­zeichnungen aller vorkommenden Befehle den im ganzen

...

Vnsor

Die Garantieerklärung Roosevelts gegenüber Ka­nada hat zu lebhaften Presseerörterungen geführt. Englische Wirtschaftswissenschaftler warnen vor einer llnterfchätzung der deutschen Wirtschaftskraft. Francos Truppen sind mit der Säuberung des rechten Ebroflügels beschäftigt.

In Nordpalästina sind erneut schwere Unruhen aus- gebrochcn.

Böhmen wird von einer neuen tschechischen Terror­welle heimgesucht.

Der ungarische Reichsverweser von Horthy trifft am Sonntag in Wien ein.

Der Führer weilte bei einer Truppenübung auf dem Truppenübungsplatz Eroß-Born.

Julius Schaub wird heute 40 Jahre alt.

Die Zahlungsbilanz der deutschen Seeschiffahrt ist 1937 verstärkt aktiv gewesen.

Der Sitz der Internationalen Tabakwissenschaftlichen Gesellschaft wurde nach Bremen verlegt. Jungbannfiihrer Rolf Redeker sandte der Bremer Zeitung von der Japanfahrt der deutschen HJ- suhrer ein Grußtelegramm.

Obergebictsführer Lühr Hogrcfe eröffnete in der Bremer Kampfbahn die 5. Kampsspielc der Nordsec- Hitler-Jngend.