Ausgabe 
(18.8.1938) Nr. 226
Seite
1
 
Einzelbild herunterladen

225

2ah,»

Meiner Mmo

»»s cheint 7mal ivScheatllch

v Ulenaksbezug 2/30 eivfchl. Zu-

' "er Lffi. stcllgebühr- Postbezugspreis monatl. no s. /. ^ L30 ML (einschl. §1,80 ^ Post- ^ zeiiungsgebührl zuzügl. 42 ^ Be- ' Av »cllgeld. Bezugspreis ist Im voraus

^ e Mlbar. Postscheck: Hamburg 17272.

Cntmi^^Eine Behinderung der Lieserung rden n »uz > rechtferkigt keinen Anspruch auf en s-„°" kn Rückzahlung des Bezugspreises, lachst!»? 5^ Verlag: NS.-Gauverlag Weser- humos«» Ki-- Ems GmbH., Bremen, Geeren 6-8. ürde ei» Fernspr.: 5 41 21, Nachtr.u. Sonnig, surzelsto^!^ ZU 15. Sprechz.: Verlag: werktl. m Wett-, " r 12—13 Uhr: Schrifkleitung Diens- >ie Wur M^ag und Freitag 12X--13N Uhr.

K. . _

-zen voll'.E^las Amtsblatt des Negierenden vürgermeisters der Lreien fjansestadt vremen

!!r letzen K z._

M zwe?A°j^r. 226 / g. Jahrgang

Warteiamtliche 'taaeszeituna

«MM

Anzeigen - Srnndpeeiser

Die 22-wm-Zcile i'm Anzeinenieil 13 die 78-mw-Zeile im Terk- teil 75 Ermäßigte Grundpreise (für kleine. Familienanzeigen u. a.) sowie sonstige Bedingungen Preis­liste 7 (Nachlaßstafsel <21- Für An­zeigen durch den Fernsprecher keine Gewähr. Annabmeschluß 16 Uhr. Geschäftsstellen: In Bremen:

Geeren 6—8, Fernspr. Nr. 5 41 21, Nnchtruf und sonntags: Fernspr. Nr. 5 II 15,' Obernstr. 86, Fernspr. Nr. 54121. vn Oldenburg, Staustraße 21, Fernspr. Nr. 36 vg. 8n Svke, Mühlendamm Nr. 2.

der Nationalsozialisten Bremens

flmtliches verkllndungsblatt des Neichsstattdalters in Oldenburg und vremen

Donnerstag, IS.flugust 19ZS

kinzelpreis 15 Npf.

SLÄ - LLr-^ -

L Pslanzz, j !

nllt der-^ ° 'bringen-^ ' ^ Kleing^ s -

ll bewähkj c ^ er AbsE f >uan einen?, f ^psl°N»Z

üu hM l

mutz

men geniigi«Le 1- Zum ZGe em WinteiZ nrcht die iründlich bis in den^ gehalten. ht vergessen, nd.

Sem Neichsparteitag entgegen

vesucher aus allen Landern gemeldet

die ocganisalionsleilung arbeitet in Nürnberg mit Hochdruck / über 400 000 dienstliche leilnehmer

Nürnberg, 18. August.

Der erste Mschnitt der Vorbereitungsmastnahmen für den diesjährigen Reichs­parteitag ist bereits zum Abschluß gelangt. Die Orgamsationsleitung arbeitet mit Hoch­druck. Die Vorkommandos der Gauleitungen sind aus allen Gauen des Reiches be­reits in Nürnberg eingetroffen. Der Ausbau der großen Zeltstädte ist fast vollendet.

ialten, diiU en Bau von<

rößert und: Auch in diesem Jahve werden über 400 006 Politische

re.Anlegebii» Leiter, SA.-, ff- NSKK.», ArbeiisdienstmLnner und i ist bereits Hitler-Jungen am Reichsparteitag teilnehmen. Davon spularbeiten, > kommen über 30 000 aus den Ostmarkgauen. Auster en werden ich diesen dienstlichen Teilnehmern sind Besucher in einer NordmoleiM schon jetzt die Meldungen der vergangenen Parteitage nordöstlichjIweit übersteigenden Anzahl angemeldet. Besonders grotz und LageiEist in diesem Jahre das Interesse der Auslandspresse r zu diene«, k und der privaten Besucher aus dem Auslande. Aus allen Ländern und Erdteilen sind Besucher angemeldet, die an dem grotzen Erlebnis des Reichsparteitages teil- .. , nehmen und dabei das nationalsozialistische Deutschland

Oie Am-M kennenlernen werden, unter der L

Ar°? W stuch Stuttgart rüstet

^ L^ünW Rudolf Hetz spricht am 20. August vor den Auslands-

r"İM Berlin, 18. August.

Jaderberml Die 8. Reichstagung des Ausländsdeutschen, zu der E ianch — wie wir bereits berichten konnten — in diesem piahre Tausende und aber Tausende deutscher Volksge- statt 1 Mnosfen aus allen Ländern der Erde erwartet werden, jallsdüs HrMll, wie Gauleiter Bohle verkündet hat, den Grundstein Jahre« ZM l»c>: zur grotzdeutschen Volksgemeinschaft im Ausland, er Eich« b.j S,e soll ein erneutes Bekenntnis des gesamten Aus- cg Brich«- - landsdeutschtums zum nationalsozialistischen Deutschland t es sich ««i i' und zu seinem Führer sein.

lus Belmis diesen Worten ist der Grundgedanke der dies- lassung N- jährigen Reichstagung, der sich durch alle Kundgebungen ig geworden: und.Arbeitsbesprechungen ziehen wird. klar umrissen irich medu worden. Die Tagung steht im Zeichen der Heimkehr der r seine DiG deutschen Ostmark in das Reich, im Zeichen Groß- ;r Boden im deutschlands und der Auswirkung dieses gewalti- ne andere ^ gen Eeschehenp auf das gesamte Auslandsdeutschtum, des Oldeik I-e großdeutsche Losung der diesjährigen Reichstagung AmnmlM wird ihren symbolischen Ausdruck finden in einem Einbruch i>t weihevollen Akt, mis dem die Tagung einen ihrer vielen Bestrafung Höhepunkte erreicht, mit der Uebernahme der üchö nachgE Fahne der ehemaligen Landesgruppe lldenburg >P7 Oeste r r e i ch der Auslandsorganisation der NSDAP. war. Eege»H durch Gauleiter Bohle als der künftigen Traditions- ng eingelGs söhne der Auslandsorganisation.

Gericht j> : Zehntausende werden Augenzeugen dieses erhebenden : erbracht «Augenblicks sein, der ein Stück Weltgeschichte versinn- den AuM bildlicht, wenn in Gegenwart des Stellvertreters des gegen beil -b Führen führender Persönlichkeiten Grostdeutsch-

>'wäre es ih lands, im Anblick der Standarten und Fahnen der For-. rasten bei M mationen, unter den Präsentiergriffen der Wehrmacht

durch W M seinen

n SchulkM'V Die ErG 4 daher z«^ outete des > hthaus.

die Mhne jener auslandsdeutschen Landes-

gruppe in die Adolf-Hitler-Kampfbahn getragen wird, die durch die Großtat des Führers nicht länger mehr zum Auslandsdeutschtum gehört, sondern seit- dem 10. April d. I. sich wieder im Reich als ein Teil des­selben befindet. Unzweifelhaft wird diese großdeutsche Kundgebung auf der Adolf-Hitler-Kampfbahn agr Nach­mittag des 28. August, mit der gleichzeitig die Reihe der Großkundgebungen eröffnet wird, für alle Teilnehmer zu einem unvergeßlichen Erlebnis werden.

Auf dieser Kundgebung wird auch der Stellvertreter des Führers Rudolf Heß das Wort ergreifen. Er wird auch die Weihe der Ortsgruppenfahnen der A. O. vor­nehmen.

Dieser erste Eroßtag der AO.-Tagung wird vormittags um 10.30 Uhr in der Stadthalle feierlich eröffnet wer­den. Gauleiter Bohle, Reichsstatthalter Murr und Ober­bürgermeister Strölin sprechen in der Eröffnungskund­gebung. Abends findet im Großen Haus der Württem­bergischen Staatstheater eine Festaufjührung des „Ro- senkavalier" statt. Zu diesem Tag werden aus dem gan­zen Gaugebiet viele Tausende Teilnehmer erwartet. Natürlich wird auch ganz Stuttgart auf den Beinen sein, um dem Stellvertreter des Führers den Willkom- mensgruß der Stadt der Auslandsdeutschen zu entbieten.

Sudetendeutsche schaffen Klarhett

6od;as Widersprüche und süuschungsmanöoer zurückgewiesen

Prag, 18. August

In der am Mittwochnachmittag, dem 17. August, statt- gefundenen Sitzung der Regierung mit der Delegation der Sudetendeutfchen Partei, in der auch die Vertreter der Koalitionsparteien anwesend waren, nahm Abge­ordneter Kundt zu den Darlegungen des Ministerpräsi­denten Dr. Hodza und zu den Ausführungen der Ver­treter der Koalitionsparteien Stellung.

Aus Feststellungen über den bisherigen Gang der informarinen Gespräche ergibt sich,-so betonte Kundt, der Tatbestand, daß es nicht an der SdP.-Delegation lag, wenn in meritorische Verhandlungen bisher nicht eingetreten werden konnte.

Als ausschließlichen Zweck der formellen am 11. August begonnenen Verhandlungen und somit als Aufgabe die­ses Kollegiums betrachtet die Sudetendeutsche Partei dte Herstellung einet gemeinsamen Auffassung zwischen der Regierung und den tschechischen. Regierungsparteien einerseits und zwischen der Sudetendeutschen Partei an­dererseits darüber, ob und wie durch einen Umbau des Staates der innerstaatliche Friede gefunden werden kann. Erst nach einem-solchen Ergebnis kommt eine Verhandlung über Teilfragen in Betracht. Diese Fest­stellung soll nicht ausschließen, daß Teilfvagen zur Klä­rung der Grundauffassungen herangezogen werden.

Im Bewußtsein der europäischen Verantwortung, die den Verhandlungen dieses Kollegiums zukommt, ging dann Abgeordneter Kunst auf den Inhalt der Ausfüh­rungen des Ministerpräsidenten vom 11. August 1938 ein und sagte u. a.: „Dr. Hodza hat erklärt, daß die Regierungselaborate und die Skizze der Sudetendeut­schen Partei dazu geeignet seien, ein« geeignete Grund­lage dieser Verhandlungen zu bilden. Ich will unter­

suchen, ob diese Feststellung einen optimistischen Auftakt dieser Verhandlung und eine freundliche Geste darstellt oder ob sie darüber hinaus dem tatsächlichen Inhalt der beiden Verhandlungsgrundlagen gerecht wird.

Unsere Skizze geht von der berechtigten Auffassung aus, daß die Tschecho-Slowakei ihrer natürlichen Zu­sammensetzung nach kein Nationalstaat einer bestimmten Nation sein kann, sondern ein Nationalitätenstaat ist und dementsprechend aufgebaut sein muß. Als notwen­diges Ausbauprinzip verlangt unsere Skizze im Sinne der acht Karlsbader Forderungen Konrad Henleins nicht nur die gesetzliche Verankerung der Gleichberechti­gung der Staatsbürger ohne Unterschied der Nationali­tät, sondern vor allem die Anerkennung und ver­fassungsmäßige Verankerung dieser Gleichberechtigung und einen dementsprechenden Umbau des Staates von Grund auf.

Der Ministerpräsident versuchte nun zu beweisen, daß die geltende 'Verfassungsurkunde in ihrem heutigen Wortlaut die Begebenheiten nationaler Kollektiva aner­kenne. Wir stellen mit Genugtuung fest, daß der Mini­sterpräsident namens der Regierung die Verfassungs- urkunde in dieser Richtung ausbeutet, obgleich noch vor kurzem aus Anlaß der Diskussion über unsere bekannten Volksschutzanträge die sich auf die Verfassungsurkunde stützen, eine solche Auslegung der Verfassungsurkunde bestritten und mitunter sogar als staatsfeindlich gewer- tet wurde. Weiter stellen wir mit Genugtuung fest, daß der Ministerpräsident bei seinen Ausführungen den in der Verfassung unbekannten Begriff Volksgruppe gebraucht, wenn auch nur bei der negativen Behaup­tung, daß die deutsche Volksgruppe in der Tschecho-

(Fortsetzung auf Seite 2)

vuillemin beim Mchkliofen-Leschwader

französisches MMtörflieger-flbzeichen sür die „tondor"-piloleir

(Orsbtbsricllt unserer Lsriinsr Lekriktlsitung)

Berlin, 18. August.

Am zweiten Tage seines Deutschlandbesuches stattete d°r Chef des Eeneralstabes der französischen Luftwaffe, Eeneral Vuillemin, mit Offizieren seiner Begleitung in Verlin-Döberitz einen

LchasMü

L'-'O

m HauOH LammW-k rden. D's?'? euchenMst^

der AMH dem Richthofengeschwader ,cht des d!"^ mehrstündigen Besuch ab.

l^nnaen M^ hohe französische Gast wurde bei der Besichtigung als ??? Staatssekretär der Luftfahrt, General der Flieger 'Ew.. Milch, sowie dem Chef des Eeneralstabes der deut- -wn aeB^ !^en Luftwaffe, General der Flieger Stumpfs, und dem Chef des Technischen Amtes des Reichsluftsahrt- MiM lninistoriums, Generalmajor Udet, begleitet.

1 N 0 , Auf dem weiten Rollfeld des Fliegerhorstes Döberitz

hatten zu Ehren des hohen französischen Gastes eine Kompanie und drei Jagdstaffeln des Mchthofen- «Mwaders mit ihren Jagdflugzeugen ^der Type I ^ log Aufstellung-genommen. Als. General Vuillemin

mit seiner Begleitung im Kraftwagen auf dem Flug- Platz erschien, spielte das Musikkorps des Fliegerhorstes Döberitz die französische und die deutsche National­hymne. Nach dem Abschreiten der Front der Ehren­kompanie und der drei Jagdstaffeln besichtigke General ährerrd'l Auillemin, geführt von Staatssekretär Milch, dre , »lugzeughallen .des Geschwaders und die in ihnen „ untergebrachten Maschinen. In der Zwischenzeit hatten

^ Ä °uf dem Rollfeld die. Jagdflieger startbereit gemaqt. . der ^ donnerndem Motorengeräusch schraubten sich die ung flinken Maschinen, als die französischen Offiziere den

- - ' tffugplatz wieder betraten, in die Höhe und führten in den verschiedensten Formationen Parade- und Eefechts- lnegen vor. Die schneidigen und mit Exaktheit aus- gesührten Uebungen der deutschen Jagdflieger wurden von den französischen Gästen mit gr»ße«i Interesse ver­folgt. Es folgte ein Rundgäng durch die übrigen An­lagen des Fliegerhorstes.

Anschließend wurde General Buillemin das riesige Flugzeug „Saarland" vorgeführt, das von der i-tzU- Paiya seit längerer Zeit eingesetzt wird und die gleiche -P?pe wie das Nordatzlantikflugzeug „D ALON ist.

das ' m wA

r

wochki

kung. i t und !

,gen, s^.!^

Latz-as;.:

hstäblm ^

i oder rniunil l -

Bei dieser Gelegenheit stellte General der Flieger Milch den französischen Generale» auch die vierköpsige

OleneinI Vuillemin in Oübsrit^. Vouerai Vuillemio bsgrüüt äio Sesot/.ung unseres vrkolgroiclien b'ocks- 1VuIl-„t3onchors": lPlugllapitün II o n k s (vorn), unä Hauptinann ^iorsau (roclits Iiinton): links Ltrwts- sekistör Llsneral äsr. Flieger Lliied. (Lresss-lloLw.)

Besatzung der „Condor"-Maschine vor. Als Aner­kennung für den in der vergangenen Woche vollbrachten

Vo« /kej« sL W«kma«

Wuncisi-, sn cüs 6sr »rsrlsciiin glsubt

Es ist in der Tschecho-Slowakei ein offenes Ge­heimnis, daß die berüchtigte Mobilmachung vom 21. Mai vom Generalstabschef General Krejci auf eigene Faust, ohne Befragen der Regierung, angeordnet wurde. Seither verstummen die Stimmen nicht mehr, die prophezeien, der ehrgeizige General werde auch die politische Macht an sich reißen, um Zugeständnisse der Regierung an die Minderheiten zu verhindern, die dem Militär nicht genehm sind. Seit jenem 21. Mai füh­len sich gewisse Tschechen als „Sieger" — daß der „Gegner" nur in der Einbildung vorhanden war, tut nichts zur Sache.

Jedenfalls glauben die Tschechen, daß ihre Macht sich gegen jede „Bedrohung"^ durchsetzen werde. Folglich will man den Sudetendeutschen am liebsten gar keine Zugeständnisse machen, und wenn die Regierung solche machen will, dann dürfen sie nur optischer Natur sein. Die primitive Logik: Wenn wir stärker sind, haben

wir keine Zugeständnisse nötig; wenn die Deutschen stärker sind, helfen sie uns ohnedies nichts — diese kurz­sichtigen Gedanken spuken in manchen tschechischen Köp­fen. Gegen diese eigenartige Anschauung hätte ein Versöhnnngswillen anzukämpfen, wenn er vorhanden wäre. Aber das ganze Statut läßt jeden Zweifel offen. Hodza allein mag vielleicht die Notwendigkeit wirklichen Einlenkens einsehen, zumindest als Zeit­gewinn. Er ist Slowake und möchte wenigstens die Slowaken zufriedenstellen, als Muster und Vorbild für die anderen Nationen. Diese können warten — viel­leicht geschieht ein Wunder.

Dieses „Wunder" könnte die Ausrufung her Militär­diktatur durch Krejci sein. Wenn man die „Demokratie" auch offen fallen - läßt, dann kann man die Sudeten­deutsche Partei auflösen, dann kann man alle Gelder für Rüstungen verwenden, dann braucht man keine Ver­handlungen, kein Statut, keine Einstellung sudetendeut- scher Beamter, dann kann man tun, was man will. Schon Metternich hat freilich das Wort ausgesprochen, daß man mit Bajonetten alles könne, nur nicht sich dar­auf setzen — den Nachsatz überhören allerdings die Drk- taturfreunde in Prag. Freilich ginge mit der Diktatur auch die Sympathie der „Demokratien" verloren, aber der „stolze" Sieger Krejci ist sich bereits selbst genug. Der Größenwahn eines kleinen Volkes vermag seltsame Blüten zu treiben!

Ein anderes „Wunder" mag Hodza von seiner Hin­haltetaktik erwarten. Die Wähler der Sudetendeutschen Partei sind vielfach Arbeiter, fast alle irgendwie in Not und Bedrängnis. Wenn ihnen Henlein jetzt keinen Er­folg zu bieten vermag — so denken die Patent-Demo­kraten in der Präger Regierung — dann werden sie ihn eben wieder verlassen, neue Parteien bilden, neuen oder alten Führern zuströmen und den unheimlichen deut­schen Block wieder zerschlagen. So ahnungslos stehen die Tschechen der sudetendeutschen Einigung gegenüber! Das 'ist nicht erstaunlich: sie kennen die Deutschen ja gar nicht, lleberall, in Politik, Presse, Literatur, Kultur, hat sich der Jude zwischen die beiden Völker gedrängt: er ist es hauptsächlich,' der den Tschechen das „Bild" der Deutschen zeigt, von seinem Haß verzerrt, von seiner Feindseligkeit verfälscht. So bestärkt er die Tschechen in ihrem Uebermut, schürt ihren eigenen Haß, stachelt ihn zu immer neuen Herausforderungen auf, die sich dann in so furchtbaren Verbrechen entladen, wie jetzt wieder im Böhmerwald. Sie selbst aber schätzen die Gefahr ganz

N°k7rH„7B7^

Eeneralstabschef den beiden Flugzeugführern, Flügel Scharen haben ste am 21. Mai die sudetendeutschen Ge- kapitün Henke und Hauptmann der Luftwaffe von Mo- reau, das französische Militärfliegcrabzeichen. Der fran­zösische Luftattache in Berlin, Oberst de Gefrier, und sein Gehilfe, Hauptmann Stehlin, nahmen selbst ihre Militärsliegerabzeichen von ihre» Uniformen ab und überreichten sie dem General Vuillemin, der die stolze Auszeichnung den beiden deutschen Piloten an die Uni­formen heftete. Oberst de Gefrier erklärte lächelnd, daß er selbst das Abzeichen 20 Jahre getragen habe.

Der französische Generalstabschef bestieg alsdann zu­sammen mit Sei: französischen unü deutschen Offizieren die „Condoff'-Maschine, die ihn zu einem Besuch det Erla-Werke nach Leipzig-Möckau brachte. Am späten Nachmittag kehrten die französische» Gäste im Flugzeug nach der Reichshauptstadt zurück. Den Abschluß des zweiten Besuchstage bildete ein großer Empfang zu Ehren der hohen französischen Offiziere im Haus der Flieger.

Paris, 18. August.

Mit großer Aufmerksamkeit verfolgt die Pariser Presse vom Mittwoch den Besuch General Vuillemins im Reich.

Eigene Kommentare fehlen? jedoch ganz. Die Blätter geben sämtlich einen großen Bericht über den ersten Be­suchstag und heben in diesem Zusammenhang die spon­tane Geste des Generalstabschefs der französischen Luft­waffe hervor, die darin bestand, den beiden deutschen Ozeanfliegern Henke und von Moreau die Abzeichen der französischen Militärfliegerei anzustecken. Diese kleine Geste, so bemerkt der Berliner Korrespondent des „Temps", sei von den deutschen Fliegern stark gewür­digt worden.

Die freundlichen Vegrüßungsaufsätze deutscher Zeitun­gen werden von zahlreichen Pariser Blättern abgedruckt.

Ü. a. erklärt das rechtsgerichtete „Petit Journal", man müsse den Deutschen zuerkennen, daß sie immer diejeni­gen zu ehren wüßten, die einst ihre Gegner gewesen seien.

Die Vorbereitungen für den Reichsparteitag sind in vollem Gange.

General Vuillemin weilte bei dem Richthofen- Geschwader in Döberitz.

Eine sudetendeutsche Erklärung schasst über Hodzas Absichten Klarheit.

Der Internationale Gartenbau-Kongreß in Berlin ging zu Ende.

Staatssekretär Vrinkmann sprach über die deutsch- amerikanischen Wirtschaftsbeziehungen.

Gauleiter Rover wird im September die ersten Kinderreichen-Ehrenbücher verteilen.

Auf dem Bookholzberg waren die Kreisschulungs­leiter zu einem Lehrgang zusammengefaßt.

Für die nach Bremen kommenden Teilnehmer der 5. Kampfspiele der Nordsee-HJ. ist aus der Pauliner Marsch eine Zeltstadt aufgebaut worden.

Der Schwimmkamps der ÜSA.-SpitzenkSnner gegen Deutschlands Mcisterschwimmer wurde in der Bre­mer Kampfbahn zu einem großartigen sportlichen Ereignis.

Gestern wurde die Fußplatte des Rolands hoben.

Die deutsche Fertigwarenausfuhr hat im Juli wieder zugenommen.

Die Einzelhandelsumsätze im Reiche haben im ersten Halbjahr mengenmäßig eine Rekordhöhe erreicht. Güternahoerkehrsbetriebe können in den Güterfern­verkehr eingesetzt werden.

abge-

an

die