Ausgabe 
(5.6.1939) Nr. 152
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parteiamtliche Lageszeitung

aas Amtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt Bremen

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der Nationalsozialisten Bremens

Amtliches verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Bremen

Nr. 132/9. Jahrgang

Montag, 5. Juni 19Z9

kinzelpreis 15 Npf.

Der sichrer bei den alten Soldaten

Vrolzungen imponieren uns nicht!"

25S SSS srontfoldaten in Kassel angetreten , Seneral Neinstard stattet den Sank des Neichskrieger- bundes ab , Parade auf dem sriedrichsplatz , Ausländische srontkiimpfer unter den kbrengüsten

Kassel, 4. Juni.

Die kurhessische Gauhauptstadt, die Stadt des Reichskriegertages, erlebte gestern den schönsten und stolzesten Tag ihrer ruhmreichen Geschichte. Sie sah den Führer in ihren Mauern, sie hörte ihn sprechen zu den Soldaten des Weltkrieges, zu den Män­nern und Frauen des nationalsozialistischen Deutschlands, zu den Waffenträgern des Grotzdeutschen Reiches.

der sichrer trifft ein

Um 10.25 llhr trifft der Führer auf der Karlswiese ein. Als er die von der Straße zur Wiese führende Treppe herabschreitet, ist er all den Hunderttaufenden, die hier versammelt sind, sichtbar. Ein Schrei der Freude, der Begeisterung, des Jubels macht sich Luft. Unaufhörlich Hingen die Heilrufe aus und hallen weit­hin über die Stadt.

In der Begleitung des Führers befinden sich u. a. Reichsführer ss Himmler, Rcichspressechef Dr. Dietrich, Reichsleiter Vormann, SA.-Obergruppenführer Briick- ner und ss-Gruppenführer Schaub und die militärischen Adjutanten des Führers.

Neichskriegerjichree Seneral der Infanterie ^ Gruppenführer Neinhard

eröffnet die Kundgebung und begrüßt den Führer.

Wir sind. so erklärt er u. a. im Namen der Hundert- tausende, glücklich und stolz, Ihnen, mein Führer, heute ins Auge sehen zu dürfen. In unserer aller Erinnerung lebt noch das gemeinsame Fronterlcbnis, an dem Sie, mein Führer, wie wir, teilgenommen haben, und wir sind stolz darauf, daß der Schützengrabengeift im Natio­nalsozialismus feine Fortsetzung gesunden hat.

Den Traum aller Deutschen, die Menschen, die die deutsche Sprache sprechen, und die deutschen Blutes find, zu vereinen, sehen wir in Erfüllung gehen. Heute wissen wir, daß die großen Opfer des Weltkrieges nicht umsonst gebracht worden sind. Das, wofür die deutschen Soldaten im Weltkriege ihr Leben gelassen haben, hat die Erfüllung gefunden, in Ihrer Tat, mein Führer!

feierliches roten-Sedenken

Dieser Helden zu Beginn unserer Kundgebung in tiefer Dankbarkeit zu gedenken, ist uns Ehrenpflicht. Wir gedenken all der deutschen Soldaten, die ihr Leben für das Vaterland im Weltkrieg gelassen haben. Wir gedenken der Totem der Bewegung und all derer, die im Kampf für Großdeutschland fielen. Wir schließen in dieses Gedenken ein die Tapferen, die in Spanien

kämpften und fielen, die Toten auf dem Schlachtschiff Deutschland und die deutschen Flieger, die im Helden­kampf ihren Tod fanden.".

Würdig und soldatisch ist die Totenehrung. Die Fahnen senken sich. Verhalten klingt das Lied vom gu­ten Kameraden über den Platz.

Und nun zu Euch, Kameraden. Mit dem Befehl unseres Führers, alle ehemaligen Soldaten im NS.- Reichskriegerbund zu sammeln, ist unser größter Wunsch in Erfüllung gegangen. Damit ist jede Zerrissenheit Unter uns ehemaligen Soldaten beseitigt und die Trennung von Vater und Sohn aufgehoben.

Es gibt hier und da zaghafte Gemüter, die ihre Stimme erhoben, als die SA.-Wehrmannschaftcn geschaf­fen wurden. Sie sollten, so mcintenc viele, das Ende des Rcichskricgerbundes bedeuten. Die SA.-Wehrmann- schasten, Kameraden, dienen der Wchrcrtüchtigung unseres Volkes. Sie sollen dafür sorgen, daß die Körper aller deutschen Männer, so lange sie wehr­pflichtig sind, stahlhart und wehrtiichtig bleiben. Wir werden die SA.-Wehrmannschasten hierin nach unsere» Kräften unterstützen.

Der NS.-Reichskriegerbund ist seit Generationen mit Volk und Familie verwurzelt; er ist im wahrsten Sinne dos Wortes ein Volksbund. Der Bund kann aber nur dann zum Nutzen für Volk und Bewegung geführt werden, wenn seine Führer die Fragen des national­sozialistischen Staates erkennen und die Entscheidungen aus ganzem Herzen bejahen. Deshalb legen wir beson­deren Wert auf engste Zusammenarbeit mit der Partei.

Der Führer, Kameraden, hat die Zerrissenheit und Schwäche des deutschen Volkes in sechs Jahren beseitigt. Daß nun auch jeder deutsche Volksgenosse hart werden möge wie Stahl.

Im Namen aller ehemaligen Soldaten, die vereint im NS.-Reichskriegerbund marschieren, bitte ich Sie, mein Führer, das Wort zu ergreifen."

Vor sichrer zu seinen Soldaten

Wieder geht eine Welle der Freude und des Jubels über das Feld, als nun nach den Worten des Reichs-

kriegersührers der Führer selbst das Podium betritt und sich zu den Männern des Reichskriegerbundes wendet, an die jungen Soldaten der deutschen Wehrmacht und an das ganze deutsche Volk:

Meine Kameraden!

Es ist zum erstenmal, daß ich an einem Reichskrieger­tag teilnehme, das erstemal, daß ich zu euch, ehemalige Soldaten der alten und auch neuen Wehrmacht spreche!

Der Reichskriegerführer des NS.-Reichskriegerbundes, Kamerad Reinhard, hat mich in eurem Namen begrüßt als einen Soldaten des Weltkrieges und als den Führer und Kanzler des Eroßdeutschen Reiches.

In beiden Eigenschaften möchte ich diesen Gruß nun erwidern. Als Führer grüße ich euch in Vertretung des deutschen Volkes, namens all der Millionen deut­scher Menschen, die mir nicht auf Grund eines ver­fassungsmäßigen Rechtes, sondern als Ausdruck ihres Vertrauens das Schicksal ihres eigenen Lebens und da­mit das Schicksal des Reiches anvertraut haben. Das deutsche Volk ist gerade in diesem Jahr von dem Ge­fühl des heißen Dankes beseelt, gegenüber jenen, die einst die schwerste und edelste Pflicht erfüllten. Als alter Soldat aber grüße ich euch mit der Empfindung der Kameradschaft, die sich im tiefsten Sinne nur dem er­öffnen kann, der im Kriege die edelste Verklärung die­ses Begriffes erlebte. Denn nur dem erschließt sich der herrliche Sinn einer, männlichen Gemeinschaft am er­greifendsten, der sie unter dieser härtesten Erprobung des Mannesmutes und der Mannestreue sich bewäh­ren sah.

Wenn ich nun heute zu Ihnen, meine Kameraden, spreche, dann erlebe ich in der Erinnerung auch selbst wieder die Gewalt jener Zeit, die nunmehr ein Vier­teljahrhundert hinter uns liegt und die besonders die Soldaten des alten Heeres einst als die größte ihres eigenen menschlichen Daseins empfunden haben und die sie auch jetzt noch immer in ihrem Banne bezwungen hält.

0er sluch von Versailles

Fast 25 Jahre liegen hinter uns seit jenen und fast alle auch heute noch auf das gewaltigste packenden Wochen, Tagen und Stunden, dadas deutsche Volk nach einer fried­lich behüteten Zeit des Aufstiegs gezwungen war, für sein Dasein einzutreten. 20 Jahre aber sind vergangen, da man 'uns nach einem beispiellos heldenhaft geführten Widerstand jenes Diktat auszwang, das in der Theorie bestimmt sein sollte, der Welt eine neue Ordnung zu schenken, und das verflucht war, in der Praxis, jede vernünftige Ordnung zu zerstören. (Forts, auf Seite 2)

warum fehlte die Taucherglocke 1

Heftige Kritik an den Konstrukteuren derrftetis" / 93 Kinder verloren den Vater

Ganz England steht immer noch Katastrophe in der Bucht von Liverpool, di der U-Bootwaffe überhaupt bezeichnet wird. ralität sind 98 Menschen in« gesunkenen U- Flut am Freitagabend umgedreht worden v Meeresboden in nur etwa 59 Meter Tiefe,

Vergungsdampfer sind noch immer an Ort und Stelle, Taucher Heroiken die Hebung des Schiffes vor, die man im Laufe dieser Woche durchzuführen hofft.

Erst nachdem das Boot gehoben ist, wird die Frage nach der Ursache der Katastrophe, wie man hofft, ge­klärt werden können. Bisher liegt darüber noch ein undurchdringliches Dunkel, In der englischen Oefse-nt- lichkeit werden vor allem zwei Fragen gestellt: 1. Wie kommt es, daß ein neues modernes U-Boot einen sol­chen Kopfstand in einem verhältnismäßig seichten Wasser machen konnte? 2. Wie kommt es, daß die Davis-Ret- tungskammern nur bei den vier Geretteten funktioniert haben? Darüber hinaus wird noch eine große Anzahl kritischer Fragen gestellt, und es sieht ganz so aus, als ob die Katastrophe innerhalb der Admiralität und im Unterhaus noch sehr viel Staub aufwirbeln wird. Im Unterhaus wird gleich nach den Psingstsericn am Mon­tag eine Regierungserklärung abgegeben wer­den und eine Debatte über diele Angelegenheit statt­finden, Die Vertreter der Bauwerst und der Marine weisen in ausführlichen Presseerklärungen darauf hin, daß in der Bucht von Liverpool die meisten U-Boote ausprobiert werden und daß die dort vorhandenen vie­len Unterwasserwracks sorgfältig auf den Seekarten v,r- zeichnet sind. Es sei allerdings möglich daß durch Sie Strömung eines dieser Wracks leinen Platz geändert habe,

Ein stark kritisierter Punkt ist die Tatsache, daß in dem U-Boot anstatt der normalen Beiatzung von 53 Mann' bei der Versuchsfahrt über 100 Personen an­wesend waren. Durch eiue solche Uebcrsüllung lei natürlich die Erstickungsgesahr im Falle eines Unglücks viel größer, weil die gleiche Menge Luft für die dop­pelte Anzahl Menschen ausreichen müßte. Man glaubt übrigens, daß die Insassen des U-Bootes schon sehr bald nach dem Unglück durch Ehlorgas vergiftet worden seien, das sich zu bilden pflegt, wenn Meereswasser in Be­rührung mit den Akkumulatoren kommt. Es ist mög-

London, 5. Juni.

unter dem Eindruck der erschütternden e als das größte Unglück in der Geschichte Nach den letzten Mitteilungen der Admi- Boot erstickt. Das Boot ist durch die starke nd liegt mit dem Turm nach unten aus dem

lich, daß die weitere Benutzung der Davisrettungskam- mern von dem kommandierenden Offizier untersagt worden ist, weil für jeden Mann, der auf dieie Weise entkommt, zwei Tonnen Seewasser in das U-Boot drin­gen, was besonders gefährlich werben müßte, weil das Boot in einem spitzen Winkel zum Meeresgrund stand und die Mannschaft im tieferliegenden Teil des Schif­fes, in dem sich auch die Akkumulatoren befinden, zu­sammengedrängt war.

Es wird ferner scharf kritisiert, daß in ga n z Eng­land keine Taucherglocke für die Rettungs­aktionen vorhanden war, die bei dem gesunkenen ameri­kanischen U-Boot so wertvolle Dienste geleistet Habs. Die Bauwerft antwortet hierauf allerdings, daß die

Legion tondor vor dem sichrer

Aufruf von Dr. Goebbels

Berlin, 5. Juni

Der Gauleiter von Berlin, Reichsminister Dr. Goeb­bels, erläßt an die Bevölkerung der Reichshauptstadt folgenden Aufruf:

Berliner!

Vor wenigen Tagen kehrte das deutsche Freiwilligen­korps, die Legion Condor, nach ruhmvollen Kämpfen aus spanischem Boden in die Heimat zurück. Sein helden­mütiger Einsatz hat dem spanischen Volk gezeigt, was die deutsche Freundschaft in den Stunden nationaler Erprobung bedeutet. Nahezu drei Jahre kämpften unsere Freiwilligen in Waffenbrüderschaft mit den nationalspanischen und italienischen Formationen bis zum Endsieg für ein großes nationales Spanien und damit für die Befreiung des europäischen Westens vom Terror des völkervernichtenüen Bolschewismus. Ihr Tatenruhm wird unvergänglich sein.

Anwendung einer solchen Taucherglocke bei der Lage des Schiffes nicht möglich gewesen sei.

England hat durch das Unglück seine besten U-Voot- Konstrukteure verloren. Durch das Unglück sind 93 Kin­der vaterlos geworden; in England werden für die Waisen Sammlungen eingeleitet. Interessant ist, baß in der Sonntagspresse die alte Forderung nach Abschaffung der U-Boot-Waffe laut wird. Von den Vertretern dieser Forderung wird behaupiet, daß die neuesten Bekämpfungsmethöden die U-Boot- Waffe ziemlich wertlos gemacht hätten, es sei daher unnötig, soviel Menschen und Geld in den weiteren Ausbau dieser Waffe zu stecken. Der große Betrieb, der gegenwärtig in den englischen U-Voot-Werften herrscht, beweist jedoch, daß die britische Admiralität diese Auf­fassung nicht teilt.

Aas veileld Adolf Killers

Berlin, 5. Juni.

Der Führer hat dem König von England tele­graphisch seine und des deutschen Volkes Anteilnahme an dem schweren Unglück des U-BootesThetis" zum Ausdruck gebracht.

Berliner! Wir sind stolz daraus, unsere Freiwilligen nun auch in der Reichshauptstadt begrüßen zu können. Am 6. Juni 1938, um 10 Uhr, wird die Legion Condor an der Technischen Hochschule vor dem Führer vorbei­marschieren, um dann bei einem Staatsakt im Berliner Lustgarten um 12.30 Uhr den Dank des deutschen Volkes aus dem Munde des Führers entgegenzunehmen. Aus ihrem Marschweg von der Bismarckstraße über Knie Berliner Straße Charlottenburger Chaussee Gro­ßer Stern Brandenburger Tor' Pariser Platz Unter den Linden bis zum Lustgarten wird ihr der Jubel der dankerfüllten Berliner Bevölkerung entgegen- schallen. Berlin wird am Tage des Einzuges unserer Legionäre die festliche Hauptstadt des Großdeutschen Reiches sein!

Fahnen heraus!

Schmückt Plätze und Straßen der Stadt!

Es lebe der Führer! Es lebe Großdeutschland!

Berlin, den 5. Juni 1939.

lgez.1: Dr. Goebbels.

AlEiesKÜHee Toe

Berlin, 5. Juni

Morgen, am 6. Juni 1939 ziehen siegreiche deutsche Truppen durch das Brandenburger Tor. Zum ersten Male seit 68 Jahren, feit Preußen die Einheit des Reiches auf französischen Schlachtfeldern erzwungen hatte! Und 20 Jahre nach der Heimkehr der unbesiegten Armee des Weltkrieges. Der Einmarsch in Berlin durch diese Porta Trinmphalis gilt als Symbol für den erfolgreichen Abschluß eines militärischen Unternehmens, und so muß auch die Legion Condor ihren Auf­trag an dieser Stelle beenden.

Das Brandenburger Tor hat manchen wichtigen Ab­schnitt deutscher Geschichte bezeichnet. Und doch war es ursprünglich nicht als Triumphbogen bestimmt gewesen. Dq, wo heute auf fünf Fahrbahnen ein ununterbrochen hastender Verkehr flutet, standen einst Zollschranken wie an jeder Ausfallstraße der Hauptstadt Preußens. Erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts wurde festgestellt, daß das von zwei einfachen Säulen eingefaßte Stadttor zu klein und, auch architektonisch zu unbodeutsam war.

Also bekam ein Baumeister, Carl Gotthard Langhaus, den Auftrag für einen Neubauentwurf. Es war Lang­haus' persönliche Sache, daß er sich mit seinen Vor­schlägen an die Propyläen der Athener Akropolis an­lehnte. Daß dem neuen Tor keine ideelle Funktion bestimmt war, geht aus der Verwendung als Zollstelle ursprünglich hatte jede Durchfahrt Gitter und noch mehr daraus hervor, daß es ohne jede Feierlichkeit eröffnet wurde:Actum, Berlin, den 6. August 1791. Nachdem auf Befehl Sr. Königl. Majestät die Passage in dem neuerbauten Brandenburger Thor heute eröffnet wurde, so bezog das daselbst wachhabende Militär die an diesem Thor neu erbaute Wache." Erst 1793 wurde die Quadriga mit der Siegesgöttin nachgeliefert, nicht mehr als zusätzliches Schmuckstück zunächst.

Wie so manchen anderen nationalen Impuls hat Na­poleon auch für das Brandenburger Tor Gefühle aus­gelöst, die ihn fein Handeln später als einen Mißgriff bereuen ließen: Bei feinem Einzug am 27. September 1806 war ihm die Schönheit der von Schadow entwor­fenen Gruppe aufgefallen; er ließ sie noch im Dezember abmontieren, nach Paris verschicken und wollte sie dort aufstellen. Eine Bittschrift, die dem Kaiser überreicht wurde, hatte keinen Erfolg. Preußen fühlte sich durch diesen Diebstahl tief gekrankt. Kein Wunder, daß die Rückgewinnung des Kunstschatzes mit zu den Zielen des Befreiungskrieges gezählt wurde. Und Blücher hatte sofort in Paris nachher die Verpackung der noch nicht wieder zusammengesetzten Teile angeordnet.

Von da an hat das Brandenburger Tor als eine Art Nationaldenkmal zu gelten. Friedrich Wilhelm III. ließ die, Trophäe in der Hand der Siegesgöttin ändern; statt des antiken Palladiums trug sie das Eiserne Kreuz mit Eichenkranz und Adler. So wurde sie am 7. August 1814 noch einmal enthüllt, in dem Augenblick, als der König sich an die Spitze der einziehenden siegreichen Truppen setzte. Das Brandenburger Tor war zum erstenmal Siegespforte. Und feine Erzgruppe ist seitdem der ver­körperte Sch-utzgeist des Landes und seiner Hauptstadt!

Eine Legende besagt sogar, daß die Göttin erst seit dieser Neuaufstellung in die Stadt hineinblicke und von da an immer den Sieg nach Berlin getragen habe. Aber eine Kontrolle der Pläne zeigt, daß diese Behauptung falsch ist; die Quadriga war niemals anders montiert.

Unter dem Gefolge des Königs war damals auch der erst 17jährige zweite Sohn des Königs, Prinz Wilhelm. Mit seinem Namen werden nun alle anderen Triumph- märsche des 19. Jahrhunderts verbunden fein, die das Brandenburger Tor dann noch erlebte.

Am 20. September 1866 zog er als König nach Been­digung des Krieges mit Oesterreich durch das Branden­burger Tor, also 52 Jahre nachdem er den ersten Sieges­marsch im Gefolge seines Vaters begleitet hatte. 1864 nämlich hatte er auf diese Ehre zugunsten des Prinzen Friedrich Karl verzichtet, der an Stelle Wrangels am

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Unser Isss88v»«ss«!

(Die boutiZs KusZabs umks.Lt aokt Zeiten)

Der Führer hat dem König von England zurThe- tis"-Katastrophe sein Beileid ausgesprochen.

Auf dem Reichskriegertag in Kassel sprach der Führer zu Hunderttausenden von alten Frontkameraden. Die sechste Reichstheaterfestwochc in Wien wurde eröffnet.

Prinzregent Paul von Jugoslawien weilte auf Be­sichtigungsfahrt bei der Luftwaffe in Döberitz. Gauleiter Carl Röver war gestern Gast der NSFK.- Vallonwettsahrt.

Im Metropol-Theater sand die Uraufführung des FilmsBremen, der Bahnhof am Meer" statt.

An den Reichssportwettkämpfen der HJ. beteiligten sich im Reich über sieben Millionen Jungen und Mädel.

Die Fußball-Zwischenrunde brachte die Ergebnisse: Schalke DSC. 3:3, Admira Wien HSV. 4:1. Deutscher Hockeymeister wurde der Tv. Sachsen- hausen.

Mit dem Gewinn des Doppels sicherten sich Deutsch­lands Daoispokalspieler den Sieg über England. Ein glänzender Erfolg wurde das Frühjahrsrenncn in der Bahr.

Mit Gryjsalle-Belgicn gewann wieder ein Auslän­der eine Deutschlandfahrt-Etappe.

Ein schweres Verkehrsunglück bei Wulfsen forderte 12 Todesopfer.