Ausgabe 
(3.6.1939) Nr. 150
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partLiamrliche Tageszeitung

Bas Amtsblatt des Begierendm Bürgermeisters der Freien Hansestadt Bremen

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der Nationalsozialisten Vremens

flmtliches Berkündungsblatt des Beichsstatchallers in Oldenburg und Bremen

Nr. 150 / S. Jahrgang

Sonnabend, Z. Juni 1959

kinzelpreis 15 Npf.

Machtvolle Parade vor Primregent Paul

Jubel um -en sülzrer und seinen Saft

kiii demonstratives militärisches Schauspiel in der Neichsstauptstadt

Die Kroks Lru'näo «lvr IVollrmaclit vor I'rin/re^ent Paul von ,IuK 08 l»>vien. (Lresss-Uokkniann)

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Berlin, 3. Juni.

Bei idealem Paradewetter und unter begeisterter Anteilnahme der Berliner Be­völkerung fand am zweiten Tage des Staatsbesuches des jugoslawischen Prinzregenten­paares die große Parade der deutschen Wehrmacht zu Ehren Seiner Königlichen Hoheit des Prinzregenten Paul von Jugoslawien vor dem Führer und Obersten Befehlshaber und seinen hohen jugoslawischen Gästen statt.

Aus der nun schon traditionellen Paradestrabe der Reichshauptstadt, der festlich geschmückten Ost-West-Achse, zog viele Stunden lang Großdeutschlands stolze Wehr, Truppen aller Wehrmachtsteile des Heeres, der Marine und der Luftwaffe, vor dem Schöpfer dieses stolzen Bolksheeres sowie dem Oberhaupt des befreundeten jugoslawischen Volkes und seiner Gattin vorüber — ein herliches und stolzes militärisches Schauspiel und ein eindrucksvolles und unvergeßliches Bild von der Wehr­kraft des Eroßdeutschen Reiches.

Die vielen hunderttausend Zeugen dieser gewaltigen Heerschau gaben ihrer Begeisterung über das einzig­artige Erlebnis und ihrer Freude über den Besuch des jugoslawischen Prinzregenten Paul auch an diesem Tage in unaufhörlichen Kundgebungen Ausdruck.

der gufmarsch zur Parade

Mit klingendem Spiel waren die an der Parade be­teiligten Truppenoerbände bereits in den frühen Mor­genstunden zur Paradcanfstellung aufmarschiert, beglei­tet von der begeisterten Jugend und den Frühaufstehern, die sich beizeiten die besten Plätze an der Paradestraße

Berlin, 3. Juni.

Nach dem festlichen Empfang im deutschen Heimats­hafen Hamburg ist die Legion Condor im Laufe des Donnerstagnachmittags und in der Nacht zum Freitag in Berlin eingetroffen. Inzwischen haben unsere tapfe­ren Spanienfreiwilligen im Sammellager Döberitz Quartier bezogen, um hier einige Tage der Ruhe zu genießen und gleichzeitig auf die ehrenvolle Abschluß­parade vor dem Führer vorbereitet zu sein.

Lachende, leuchtende Frühlingsfonne liegt über Döbe­ritz und überstrahlt ein fröhliches Lagerleben, das sich auf einer weiten grünen Fläche inmitten dichter Wal­dungen abspielt. So ist innerhalb von 16 Tagen unter verantwortlicher Mitwirkung der Kommandantur des Truppenübungsplatzes Döberitz eine riesige weiße Zelt­stadt aus dem Boden gewachsen. Schon von weitem grüßen die Hakenkreuzfahnen und die Banner des neu­erwachten Spaniens, die in unzähligen siegreichen Schlachten und Gefechten auch zum Symbol der deut­schen Freiwilligen geworden sind. Nach der Hamburger Chaussee hin ist das Lager mit Schmuckdecken aus fri­schem Tannengrün abgegrenzt. Grüne Pylonen mit gol­denen Hoheitsadlern flankieren die Eingänge, und die breite betonierte Hauptstraße der Feldstadt, die „Rambla-Centrale". wird von mehreren grünen Triumphbogen überspannt.

Auf eine gewaltige Freifläche verteilt, durch gärt­nerisch gestaltete Rasenanlagen, große Sport- und Bade­plätze aufgelockert, gliedert sich diese „weiße Stadt im Grünen" in eine Reihe größerer und kleinerer Zelt­blöcke. die als Bezeichnungen spanische Städtenamen tra­gen. Rechts vom Haupteingang fällt zunächst der große

sichern wollten Auf die Minute pünktlich standen die Einheiten zur festgesetzten Stunde auf den befohlenen Anmarschplätzen, Mannschaften und Fahrzeuge vorbild­lich ausgerichtet, eine einzige wohlgegliederte Linie von der Friedrichstraße bis zur Technischen Hochschule. Die motorisierten Truppenteile haben in den Nebenstraßen Ausstellung genommen. In weitem Umkreis ist der ganze Bezirk für den Fahrzeugverkehr gesperrt. In endlosen Strömen bei wolkenlos blauem Himmel lange vor Be­ginn der Parade ziehen die Schaulustigen herbei, be­waffnet mit Klappstühlen, Trittleitern, Stühlen und Stullenpaketen.

Wie großartig ist das Bild, das die gewaltigen Tri­bünen zu beiden Seiten der Ost-West-Achse und fast ge­nau in der Mitte der Prachtstraße im herrlichen Son­nenschein bieten. Sie sind schon Stunden vorher Kopf an Kopf besetzt. In der Mitte der Nordtribüne ist etwas vorgerückt für den Führer und den Prtnzregenten ein Vorbau errichtet, der einen mit den Emblemen der Wehrmacht geschmückten Baldachin trägt und mit rotem Tuch ausgeschlagen ist. Die Tribünen neben dem Vor­bau sind der hohen Generalität und Admiralität, die

Appellplatz auf, wo der Oberbefehlshaber der Luftwaffe, Eeneralfeldmarschall Göring, und der Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst von Brauchitsch, vor der Pa­rade den deutschen Kämpfern noch einmal Dank und Anerkennung aussprechen werden.

Wenn unsere Heimgekehrten Freiwilligen am Vor­mittag zum Teil auch schon wieder stramm exerzier- mäßigen Dienst „kloppen" müssen — nach langer Front­zeit insbesondere Marschübungen als Vorbereitung für die bevorstehende große Parade — so können sie am Nachmittag in der herrlichen Frühlingssonne die wohl­verdiente „unwahrscheinlich himmlische Ruhe" genie­ßen. Ihren braungebrannten, wind- und wettergehär- teten Gesichtern sind die überstandenen Strapazen kaum noch anzusehen. Die schmucke Uniform steht ihnen vor­züglich: das Schiffchen verwegen über den Kopf gezogen, geben sie uns mit frohem Lachen Antwort: „Wunder­voll ist es hier: einen schöneren Empfang konnte uns die Heimat gar nicht bereiten! Aber das schönste Er­lebnis, der Vorbeimarsch vor bem Führer, steht uns ja noch bevor. Dann heißt es leider aus- einandergehen und Abschied nehmen von den treuen Kameraden.

Ihre Begeisterung ist nur allzu verständlich. Denn tatsächlich ist die Lagerstätte „mit allen Schikanen" ein­gerichtet. Angefangen von den Unterkunftzelten, die fast ausschließlich mit Matratzendeckcn ausgestattet sind. bis zu den mustergültigen Sanitätszelten, den Bade- und Brauscanlagen oder den geräumigen Zeltbauten der Kantine.

Sie sitzen zu Hunderten im kühlen Fondas oder Eer- vecerinas, den freundlichen Bierstuben, schlürfen behag­lich ihre schäumende Limonade, ihren heißen Kaffee,

übrigen Blocks den hohen Offizieren der drei Wehr­machtsteile, einer von ihnen den Ätickchss der ausländi­schen Mächte vorbehalten, unter denen man besonders zahlreich viele jugoslawische Offiziere sieht. Auch die deutsche und internationale Presse hat hier Plätze auf der Nordtribüne. Die gegenüberliegende Südtribllne, deren Ausbauten fast bis zum ersten Stock der Techni­schen Hochschule reichen, ist für. die Mitglieder der Reichsregierung, die Reichsleiter und Gauleiter und die führenden Männer aller Parteigliederungen sowie für das Diplomatische Korps bestimmt.

In festlicher krwarlung...

Hinter den Absperrungen der SA., 11. des NSKK. stehen, soweit das Auge reicht, dicht gedrängt in un­übersehbaren Reihen die Hunderttausende, die Zeugen der großen Heerschau sein wollen und nun in freudiger Erwartung auf das Eintreffen des Führers und der hohen Gäste warten. Alle Balköne und Fenster, sogar die Dächer der die Straße umsäumenden großen Ge­bäude sind belagert.

Kurz vor 18 Uhr fährt, von den Zuschauern mit er­hobener Rechten begrüßt, die Prinzessin Olga von Jugo­slawien vor, die von Frau Göring vom Gästehaus des Reiches aus begleitet wurde. In den folgenden Wagen sieht man den königl.-jugoslawischen Außenminister Markowitsch, begleitet von Reichsaußenminister von Ribbentrop, den- kgl.-jugoslawischen Minister Antic, be­gleitet vom Chef des Protokolls Gesandten Frhrn. von Dernbcrg, sowie die weitere Begleitung der Königlichen Hoheiten. (Fortsetzung auf Seite 2)

ihre „kühle Blonde", zerstören mit Appetit ein knuspe­riges Röstwürstchen oder einen delikaten bayrischen Ret­tich und erzählen sich eins. Erinnerungen leben auf, alte Frontkameraden treffen sich-wieder und im regen Ge­dankenaustausch gemeinsamer Kampferlebniss? feiert mün ein herzliches Wiedersehen.

Zwischen den Zeltblöcken „Salamanca" und „Bilbao" liegt die ausgedehnte > Festwiese. Bei Einbruch der Dunkelheit, von zahlreichen Scheinwerfern taghell erleuchtet, herrschte hier bereits am Donnerstagabend ein „Mordsbetvieb". Auf dieser Festwiese wird auch am Abend nach der Parade das in engster Zusammenarbeit mit KdF. veranstaltete große Lustbiwak mit Tanz, Bi- wakseuern und sonstigen fröhlichen lleberraschungen steigen.

Die verschiedensten Behörden und Organisationen, vor allem aber der Partei ynd ihrer Gliederungen, haben sich mit ihren Einrichtungen zur Verfügung gestellt. Der Reichsautozug hat das Zeltlager und der Gau Berlin der NSDÄP. das Barackenlager mit Lautsprecher­anlagen versorgt. BVG. und Reichsbahn haben für die Nachmittags- und Abendstunden zusätzlich Omnibusse eingesetzt bzw. verstärkten Zugverkehr ab Bahnhof Dall- gow-Döberitz nach Berlin und zurück eingerichtet.

Uebrigens fühlen sich die Lagerinsassen so wohl, daß nur wenige von der Möglichkeit, nachmittags vergnü- gungshalber in die Reichshauptstadt zu fahren, Gebrauch machen. Um 1 Uhr nachts wird Zapfenstreich geblasen. Bis dahin ist für Abwechslung reichlich gesorgt und schließlich freut man sich, diese wenigen Tage bis zur Entlassung noch unter sich im Kreist der bewährten treuen Kameraden nd Kampfgefährten verleben zu dürfen.

Der

Von

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Wenn der NS.-Kriegerbund am Großdeutschen Reichskriegertag wieder mit mehr als hundert­tausend Männern in Kassel aufmarschiert, so be­deutet das diesmal etwas ganz Besonderes. Denn in dem letzten Jahr hat sich eine Wandlung voll­zogen, die für den Bund von entscheidender Be­deutung war.

Der bisherige Deutsche Reichskriegerbund wurde durch den Führer zum NS.-Reichskriegerbund er­hoben und zum Sammelbecken aller gedienten Soldaten bestimmt. Sämtliche bisherigen Soldaten­organisationen wurden damit in den NS.-Reichs­kriegerbund eingegliedert. So gingen auch die bis­herigen Wehrmachtbünde „Soldatenbund" und „Luftwaffenbund" völlig im NS.-Reichskrieger- bund auf. Der NS.-Deutsche Marine-Bund wurde geschlossen angegliedert. Alle Waffenringe und Traditionsverbände, die bis dahin ein Eigenleben führten, und alle sonstigen selbständigen Soldaten­bünde wurden vom NS.-Reichskriegerbund über­nommen und im nationalsozialistischen Sinne aus­gerichtet. Der Reichsverband Deutscher Offiziere mit seinen Wohlfährtseinrichtungen ging als Offi- zier-Wohlfahrtsgemeinschaft ebenfalls im NS.- Reichskriegerbund auf. Nur die NSKOB. als Zweckverband für Kriegsbeschädigte und Krieger­hinterbliebene sowie der „Reichstreubund" als Or­ganisation der ehemaligen Berufssoldaten blieben bestehen. Mit ihnen wurden Abkommen geschlossen, die eine kameradschaftliche Zusammenarbeit sicher­stellen. Mit der Durchführung dieser Maßnahmen war das Jahr 1938 in der Hauptsache ausgefüllt. Am 1. Oktober 1938 stand die Organisation so, wie der Führer es befohlen hatte.

Der NS.-Reichskriegerbund untersteht dem Führer unmittelbar; durch diese Unterstellung wie die Bezeichnung des Bundes als Nationalsozialisti­schen Reichskriegerbund ist deutlich zum Ausdruck gebracht worden, daß die Organisation in engster Zusammenarbeit mit der Partei und ihren Gliede­rungen steht. Der Reichskriegerführer, ^-Gruppen­führer General der Infanterie Reinhard, verlangt, daß alle Gliederungsführer weltanschaulich ge­schult sind, damit der nationalsozialistische Geist im NS.-Reichskriegerbund wacherhalten wird. Es kann hier festgestellt werden, daß die Zusammen­arbeit mit der Partei und ihren Gliederungen in allen Gaukriegerverbänden gut und kamerad­schaftlich ist.

Der NS.-Reichskriegerbund ist im wahrsten Sinne ein Volksbund, denn er wurzelt in jeder deutschen Familie. Vater und Sohn marschieren nun als gediente Soldaten im gleichen Bund, wäh­rend sie früher durch das Vielerlei von soldatischen Organisationen getrennt waren. Aus diese Weise ist die Nachwuchsfrage des NS.-Reichskriegerbun- des geregelt. Gerade der Führer legt besonderen Wert darauf, daß die ältere und jüngere Gene­ration heute und in Zukunft immer zusammen marschieren sollen. In der Praxis hat sich diese Maßnahme auch vorzüglich bewährt, denn die alten und jungen Soldaten ergänzen sich kame­radschaftlich in Wissen und Erfahrung. Und geeig­nete Frontsoldaten werden aus den Reihen des NS.-Reichskriegerbundes in den Lagern der HJ.

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Unser Vsgssrpisssl

(Hasses üsutiZsa .^usKsds umkg.Lt 14 Lsitsu)

Die Parade vor dem Prinzregenten Pauk gestaltete sich zu einem einzigartigen militärischen Schauspiel. In Moskau wurde die Antwort Sowjetrnßlands auf den englisch-französischen Paktoorschlag über­reicht.

In London finden demnächst Generalstabs-Bespre- chungen statt.

Von dem gesunkenen englischen U-Boot „Thetis" konnten vorerst nur wenige Vesatzungsmitglieder gerettet werden.

Der Nichtangriffsvertrag mit Deutschland wurde auch vom dänischen Landsting einstimmig ange­nommen.

Die Legion „Condor" hat das Sammellager Döbe­ritz bezogen.

Heute wird in Kassel der Reichskriegertag eröffnet. Admiral Souchon erhielt zu seinem 7S. Geburtstag ein Glückwunschtelegramm des Führers.

Die „Bremer Zeitung" bringt eine Reihe von Tat- sachen-Berichten über Rettungstaten von Bremer « Trägern der Rettungsmedaille am Bande.

Ein Massenstart von nicht weniger als 18 Frei­ballonen erfolgt morgen auf der Bürgerweide.

Zu den Reichssportwettlämpfen erließen Baldur v. Schirach und v. Tschammer und Osten Ausrufe. Auch auf der zweiten Etappe der Deutschlandfahrt führt der Holländer Schulte.

„Legion londor" im Sammellager döberitz

Vor der großen Parade der deutschen Spanienfreiwilligen vor dem sichrer