Ausgabe 
(30.1.1939) Nr. 30
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der Nationalsozialisten Vremens

flmiliches verkündungsblakt des Neichsstattiialters in vldenburg und vremen

Montag, Zo.Zanuar 1SZS

/s/s ZO. Januar'7AZZ /szs

Bremen, 30. Januar.

echs Jahre erfolgreichster nationalsozialistischer Staatsfüh- rung «ach 14jährigem, opferreichem nationalsozialistischen Kampfe um die Macht! Das sind die in den Blättern der Weltgeschichte unauslöschlich verzeichneten Tatsachen einer ebenso kurzen wie unerhört bedeutsamen Entwicklung Deutschlands, deren das deutsche Volk heute am 6. Jahrestage nationalsozialistischer Machtergreifung mit besonderem Stolze gedenkt.

Vor 20 Jahren'! Die letzten aus fernsten Gebieten Rußlands heimkehrenden deutschen Truppen waren müde, zerrissen und verwahr­lost, hängenden Kopfes in ihren Kasernen eingezogen und dort entlassen worden. Die Revolte gewissenlos verführter deutscher Arbeiter gegen Volk und Heimat hatte heftige Straßenkämpfe heraufbeschworen und unter Führung eines hämisch und in Schadenfreude die Hände sich reibenden Judentums schickten sich die Kommunisten in viele« Teilen Deutschlands an, das deutsche Volk zu bolschewisieren und Moskaus Gewalt zu unterstellen. Die sogenannten Sieger- mächte aber stritten sich in Versailles darüber, wie man dem deutschen Volke für immer den Lebeusfaden abschneiden könne, was man alles an deutschem Volksboden und deutschem Volkstum vom Reiche abtrennen sollte, wie man Deutschland am besten und sichersten zu einem Helotenvolk machen würde, das nicht mehr den Ertrag seiner Arbeit für sich verwenden durfte, sondern ihn als Tribut den Nachbarstaaten abzutreten hätte. Da schien es ein geradezu wahnwitziges Unterfangen daran überhaupt nur zu denken, daß es möglich wäre, dem in innerem Hader zerrissenen, von seinen äußeren Feinden ausgeraubten, zerfetzt und zertrampelt am Boden liegen­den deutschen Volke neuen Auftrieb zu geben und es in ab­sehbarer Zeit wieder an den Platz zu stellen, der ihm kraft seiner Vergangenheit und kraft seiner geschichtlichen Sendung zukommt.

And dennoch gab es unter dem mehr als 60 Millionen Menschen zählenden deutschen Volk damals einen, der diesen „Wahnwitz" hegte; einer, der kaum von schwerer Kriegsverletzung aus böser Gasvergiftung genesen, ans Werk ging, zu verwirklichen, was ihm, dem Auserwählten des deutschen Schicksals, zu tun sein Genius aufgab. Ein einfacher Gefreiter, ein Mann ans dem Volk: Adolf Hitler. Er wägten ich t, er wagte; er zweifelte nicht, er glaubte; er zagte nicht, er kämpfte. And dieses gläubige Wagen, dieses unverzagte Kämpfen um Deutsch­lands willen lehrte er zuerst einigen Wenige», die zu seinem großen Wollen Vertrauen faßten, lehrte er dann Hunderten und Tausenden, die er überzeugte von der Notwendigkeit des gigantischen Kampfes um das deutsche Lebensrecht, und lehrte er schließlich Hunderttansenden und Millionen deutscher Volksgenossen und überzeugte sie kraft seiner lauteren Ge­sinnung, kraft seiner bezwingende» Rede.

So tagte bei ständig gläubigem Wagen und im unverzagte» Kämpfen nach riesenhaften und opferreichen Anstrengungen schließlich der 30. Januar 1933, der Tag, der Adolf Hitler den Auftrag zur Aebernahme der Macht in Deutsch­land brachte. And nun erst recht mußte gläubiges Wagen und unverzagtes Kämpfen die Losung sein, wenn die Opfer der vorhergegangenen Jahre sich lohne«, wenn der Kampf von 14 Jahren vor der Geschichte gerechtfertigt sein sollte; denn es war ein fast völlig versunkenes, ein zerrüttetes und verrottetes und dazu noch ein nach außen versklavtes Staats­wesen mit verpfändeter Ehre und mit verpfändetem Gut, das die nationalsozialistische Bewegung heute vor sechs Jahren zu über­nehme» hatte. Es war ein Staatswesen, das dem halbverhungerte» mit 7 Millionen Arbeitslosen dem Bolschewismus zutreibenden Volk weder Halt noch Lebensmöglichkeiten geben konnte, ein Staatswesen das in seinen Finanzen bankrott, in seiner Wirtschaft verarmt, in seiner Kultur auf dem Niveau von Negerstämmen angelangt war.

War es vor sechs Jahren ein geringeres Wagnis, dieses Erbe zu übernehmen, als damals vor 20 Jahren, wo es galt, den schicksalhaften Kampf um die Macht in Deutschland zu beginnen? Der Führer undseinePartei haben beides geschasst. Der eine wie die andere ringend, wagend und kä'mpfend. Es bedeuten sechs Jahre im Lebe» des einzelnen nur einen kleine» Ausschnitt in dem Gesamtverlans eines menschlichen Wirkens und Schaffens. Im Verlaus der Ge- schichte bilden sechs Jahre Volksentwicklung selten mehr als emcn unscheinbare» Pulsschlag im Leben einer Nation. Was aber bedeuten diese sechs Jahre deutscher Wiederaufrichtung von 1933 bis 1939 im Weltgeschehen aller Zeiten? Sie bedeuten eine Kette nicht abreißender, unerhörter staatSmännischer Erfolge als d,e Belohnung eines ebenso unerhörten nationalsozialistischen Wollens und die Krö­nung eines ebenso unerhörten genialen Könnens. ^ ,

Muß man wirklich heute dem deutschen Volke noch einzeln auf- zählen, was ihm dank des Einsatzes seines größteuSohnesdank der von ihm ins Leben qernfenen Bewegung an Große und Glänz e t dem Januar 1933 in den Schoß fiel? Anßcnpol,ti,ch, nmenpeliü,^ kulturell, wirtschaftlich und erzieherisch? Es >,t so un°ndl-ch v,cl daß es kaum im Leben der Nationen aller Zecken irgendwo und'rgend wann auch nur annähernd einen Vergle.ch dasur g.bt. Was alle bedeutet die Schaffung des Großdeut, chen Reiches? Ganz abgesehen von all den anderen triumphalen Ergcbn„,en '^w»al,ozm. Wischer Staatsführung innerhalb der wenigen Jahre. Das deut,ck Volk hat alle» Grund, seinem Führer ba."«>ar zu Mir, und es ist dies auch, wie sich das immer und immer wieder bei den Wahlen zum

Reichstag in den letzten sechs Jahren erwiesen hat. Lediglich ein kleines Hundertstel bösartiger Hohlköpfe hat sich dabei außerhalb der Volksgemeinschaft gestellt. Parasiten, keine Volksgenossen sind es ge­wesen.

Von Kämpfen wollen die Parasiten des deutschen Volkes nichts wissen. Faul und behäbig wollen sie nur besitzen und genießen; wagen mögen sie erst recht nichts, und da ihnen auch sonst jegliche Ethik fremd ist, können sie auch nicht glauben. And doch kann immer und immer wieder nur gesagt werden, daß so wie in der Kampfzeit und wie bei der gewaltigen Aufbauarbeit der letzten sechs Jahre, alles

(krssss-KoHmÄLv)

nur durch gläubiges Wagen und unverzagtes Kämpfen zu erreichen war, auch in Zukunft die vom deutschen Volk vertrauensvoll erwarteten und von der deutschen Staatsführung zielklar erstrebte» Ziele nicht anders zu erreichen sind, als eben wieder nur durch gläubiges Wagen und unverzagtes Kämpfen. Dessen wollen wir heute und zu jeder Zeit stets eingedenk sein, daß wir in demselben Maße Deutschlands Zukunft sichern, wie wir uns gläubiges Wagen und unverzagtes Kämp­fen erhalten. Lächerlich ist es dabei, auch nur eine Miene zu verziehen, wenn alte Weiber beiderlei Geschlechts über vorübergehende Kaffee- knappheit jammern, wenn Buttermangel, der kaum für den einzelnen bemerkbar ist, da und dort einmal eintritt, bedingt durch eine durch­aus vernünftige und weitschanendc deutsche Wirtschaftslcnkung. Wen» aber dreimal gescheite Besserwisser, die sich für Korriphäen der deutschen Volkswirtschaft halten, vermeinen, auch nur einen einzigen selbstbewußten deutschen Volksgenossen mit dem geheimnisvollen Ge­ranne voll ernster Finanzlage Deutschlands usw. beunruhigen zu können, dann ist dazu zu sagen, daß jeder verständige deutsche Mann, jede deutsche Frau und jedes Kind darüber lächelt, weil alles schon längst begriffen hat, was der Führer von Anfang an lehrte, nämlich, daß die Politik das Primat im Staate einzunehmen hat und alles andere dagegen nur sekundärer Bedeutung ist.

Großd rutsch land ist geworden und die nationalsozia- Wische Staatsführung hat damit eine geschichtliche Tat ohnegleichen vollbracht. Es wäre diese Tat schon groß gewesen, wenn sie nur um das Opfer eines Krieges zu erreichen gewesen wäre. Sie ist vollbracht worden ohne Krieg, und das macht sie noch weit größer. Daß dabei etwas Mammon erforderlich war, ist verständlich. Ein Krieg hätte, die Beste» und Tapfersten der deutschen Jugend und dazu noch sehr viel Mammon verschlungen. Es sollte selbst der letzte Nörgler einsehen, was niemand, der zu denken vermag, ein Geheimnis sein kann: schon die Jahrhunderte alte Weisheit Montccnculis hat es den Völkern gelehrt, daß zum Kriegführen Geld, Geld und abermals

Geld notwendig sei. And der Krieg wurde vermieden. Aber Groß­deutschland ist geworden innerhalb sechs kurzer Jahre. Wir aber haben aus den beispiellosen Erfolgen Adolf Hitlers vor allem zu lernen, daß für ei» Volk, das seinem Führer vertraut und seinen Ziele» alles zu opfern bereit ist, nichts in der Welt unerreichbar sein kann.

Erreichen aber will das deutsche Volk noch manches in der Welt. War Deutschland vor sechs Jahren noch in der schwächsten strate­gischen Lage aller Völker Europas, so ist es heute in die stärkste ein­gerückt; war Deutschland vor sechs Jahren noch vom Zerfall be­droht, so ist es heute ein Granitblock gewaltiger den» je und seine Stimme wird gehört diesseits und jenseits des Ozeans. Wohl wirken noch Kräfte dunkelster Art deutschfeindlich gesinnt in- und außerhalb unseres Erdteils. Soweit es nicht die bekannten internationalen Mächte sind, die wir als grundsätzlich bösen Willens kennen, werden vielleicht in absehbarer Zeit schon, jene Kräfte, die Deutschlands Wollen um den Frieden und das Wohlergehen der Welt und der Menschheit heute miß­verstehen, Deutschland besser kennenlernen. Sie werden sich schließlich der. heute immerhin schon mächtig und imposant stehenden Front anschließen, der Front, die eine allumfassende Neuordnung Europas als notwendig erkannt hat, ja, eine Neuordnung der ganzen Welt anstrebt.

Ordnung ist Friede, Ordnung ist Wohlstand, Ordnung ist Glück. Heute herrscht noch viele Anordnung in der Welt. And mögen sich die demokratischen Mächte noch so sehr sträuben, es anzuerkennen, Tatsache ist, daß auf ihrer Seite die Anordnung steht und auf der Seite der autoritären Mächte die Ordnung. Einmal werden indes auch die demokratischen Völker ihren internationalen Verführern abschwöre» und einmal müssen wohl auch sie ja verstehe» lernen, was Deutsch­land will, und dann werden sie mit Deutschland und den übrigen autoritären Mächten von heute zusammen versuche», eine neue Welt aufzubauen, eine Welt, die eine Welt wahr­haften Friedens und echter Zufriedenheit sein und bleibe» kann. Möglich, daß dann das bisher vielfach so falsch ver­standene und oft genug falsch gedeutete Wort vom deutschen Wesen, an dem die Welt genesen soll, erst in Ehren kommt. Möglich, daß über der Tat das Wort vergessen bleibt. Ans kann es gleich sein. Wichtig ist, daß nur überhaupt einmal der Tag kommt, der für die Welt, oder wenigstens für Europa so bedeutsam sein mag wie der 30. Januar für das Groß­deutsche Reich. Nicht um unsert willen, um das Wohlergehen der Menschheit willen wünschen wir den baldigen Anbruch eines solchen Tages.

Es ist der 30. Januar der Tag des Aufbruchs eines bessere», eines schöneren und eines ehrenvolleren Deutschlands ge­worden. And wenn wir heute dieses Tages gedenken, wolle» wir nicht vergessen diejenigen, die ihn als die getreuesten Kämpfer Adolf Hitlers herausführen halfen und wollen vor allen der Blutzeugen der Bewegung gedenken, die starben, damit Deutschland lebe» konnte. Danken aber wollen wir in Ehrerbietung und inniger Liebe dem Führer durch den alles wurde, wie es geworden ist und wolle» gelobe», tag­täglich zu ihm aufzublicken, um von seinem Wollen und Streben erfüllt zu werden, damit auch weiterhin in gläubigem Wagen und unverzagtem Kämpfen Deutschlands Weg nach aufwärts geht.

Sechs Jahre deutscher Geschichte, durchpulst von national­sozialistischem Geist, liege» hinter uns. Sechzig Jahre, sechs­hundert Jahre und viele viele hundert Jahre noch mehr stehcn^vor dem deutschen Volke. Daß es sie in Ehren besteht, dazu können wir ein gut Teil tun, indem wir, die wir heute leben, den kommenden Geschlechtern unvergängliches Vorbild sind. Gläubi­ges Wagen und unverzagtes Kämpfen sollen auch weiterhin die Zau­berkräfte deutschen Erfolges sein, sollen den Weg bereiten, den Groß­deutschland in seiner geschichtlichen Sendung in der Zukunft noch zu beschreiten hat. Sie sollen über hundert mrd tausend Jahre hinweg die fernsten Geschlechter befähigen, unmöglich Scheinendes möglich und Wunschträume der Nation wahr zu machen. Denn Anmöglicheres, als die Wiederaufrichtung des deutschen Volkes vom Jahre 1919 schien, gibt es kaum noch in der Geschichte. Ein kühnerer Wunschtraum als die Schaffung Großdeutschlands innerhalb sechs Jahren national­sozialistischer Staatsführung ist ebenfalls kaum denkbar. Wie wunder­voll hat sich dennoch alles erfüllt. Großdcutschland ist geworden — jetzt erst nach zweitausend Jahren deutscher Geschichte. Großdeutsch­land steht aber erst am Beginn seiner Entwicklung und das propheti­sche Wort des deutschen Dichters Conrad Ferdinand Meier, daß, wenn andere Völker welken, wir Deutschen ein- Staat sein werden, schließt auch gleichzeitig die Verheißung in sich, daß Deutschland als Staat noch große, herrliche Aufgaben zu bewältigen hat. Wir wollen deren so viele bewältigen, als nur immer einem Geschlechte zu bewäl­tigen möglich sind. Wir wollen aber auch den kommenden Geschlech­tern lehren, wie sie ihrerseits die ihnen vom Schicksal gestellten Auf­gaben erfolgreich zu bewältigen vermögen.

„Deutschland muß leben und wenn wir sterben müssen!" war die stahlhartc Losung der Bewegung von Anbeginn. Gläubiges Wagen und unverzagtes Kämpfen die Triebkräfte ihres Handelns. Die Be­folgung der Losung und der stäirdigc Einsatz dieser Triebkräfte ermög­lichten es, daß wir heute so herrlich den 30. Januar als Gedenktag der Machtergreifung der Bewegung zu begehen vermögen und schreiten können stolz auf unser Tun, dankbar und treu dem Führer, inEhren und Ansehen vor der Welt hinein ins 7. Jahr.

ckvksnn ö. vietrick