Ausgabe 
(28.1.1939) Nr. 28
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Meiner ZeNns

parteiamtliche Tageszeitung

vas Amtsblatt des Negierenden vürgermeisters der Lreien Hansestadt vremen Nr. 26 / g. Ia!zrgang

Anzeigen - Srnndprelsei

Die 22-miu-Zeill im Anzeigenteil 13 die 78-mw-ßeile im Terl- teil 75 Ermäßigte Grundpreise (für kleine, Familienanzeigen u. a.< sowie sonstige Bedingungen Preis­liste 7 (Nachlaßstaffel 6). Für An­zeigen durch den Fernsprecher keine Gewähr. Annahmeschluß 16 Uhr. Geschäftsstellen: 8n Bremen: Am Geeren 68, Fern­

sprecher Nr. 5 41 21. Nachtrus und sonntags: Feinblechen Nr. 5II 15: Obernstraße

Nr. 86, Fernsprecher Nr. 5 4121. In Spke, Mühlendamm Nr. 2.

der Nationalsozialisten Vremens

sinnliches verkündungsblatk des Neichsstatchalters in Oldenburg und Vremen

Sonnabend, 28. Januar 19ZS

kinzeipreis 15 Nps.

Montag Sonderspende des Vftw.

sür 15 MM. NM. l-utscheme werden verteilt

Vas ist unser Soziattsmus: SelbsWlfe statt tönender MMeldsplzrasen

Berlin, 28. Januar

Wie in jedem Jahre seit der Machtergreifung hat das Winterhilfswerk des deutschen Volkes für den Jahrestag der nationalsozialistischen Revolution auch für 1939 eine Sonderaktion zugunsten der bedürftigen Volksgenossen vorbereitet, in deren Rahmen für fast 15 Millionen RM Gutscheine verteilt werden. Für Bekleidung und Lebens- mittel werden Gutscheine im Gesamtwert von 8999 099 RM ausgegeben. Gleichzeitig werden für 5 799 999 RM Gutscheine für je einen Zentner Kohlen verteilt. Die Aus­gabe der Gutscheine erfolgt durch die örtlichen Dienststellen des WHW.

2n der Zeit vom 30. Januar bis zum 15. Februar 1039 werden diese Sondergutscheine in allen einschlä­gigen Geschäften in Zahlung genommen und müssen die eigenhändige Unterschrift und Anschrift des Betreuten tragen. Jeder Gutschein für Lebensmittel, Kleidung, Wäsche und Schuhwerk hat einen Wert von 1, RM.

Gleichzeitig ist am 30. Januar 1939 jede Sammeltätig­keit für das WHW. verboten; ausgenommen von diesem Verbot ist allein die WHW.-Lotterie.

Diese zusätzliche Spende des Winterhilfswerkes in Gestalt von Sondergutscheinen wird, wie in den vergangenen Jahren, in vielen deutschen Familien am Jahrestag der nationalsozialistischen Revo­lution dankbar begrüßt werden und Freude und Vertrauen auslösen, ein Vertrauen, das begründet liegt in dem auch durch diese Tat wieder gestärkten Glauben, daß unser Volk seine ärmsten Söhne niemals vergißt. Weitab von rührseligen Reden und tönenden Mitleidsphrasen ist unser Volk zur Selbsthilfe geschritten, die aus dem sozialen Emp­finden aller Volksgenossen wächst, die im 30. Ja­nuar den Beginn der deutschen Schicksalswende sehen.

Im öedeirken der Machtübernahme

Vas Programm des 6. Jahrestages der nationalfo;ialWschen krhebung

flaggen heraus!

Berlin, 28. Januar

Die Reichsminister Dr. Frick und Dr. Goebbels geben bekannt:

Am 30. Januar flaggen aus Anlaß des sechsjährigen Bestehens des nationalsozialistischen Reiches sämtliche Dicnstgebäude der staatlichen und kommunalen Verwal­tungen und Betriebe, die sonstigen Körperschaften, An­stalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts und die öffentlichen Schulen im ganzen Reich. Die Bevölkerung wird gebeten, sich dieser Veflaggung anzuschließen.

Berlin, 28. Januar

Das Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda gibt bekannt: Für den 39. Ja­nuar. zum 8. Jahrestag der nationalsozialistischen Erhebung, ist folgendes Programm vorgesehen:

8 Uhr: Großes Wecken durch Musik- und Spiel­mannszüge der Bewegung. Der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda Dr. Goeb­bels wird um 9 Uhr in der Turnhalle der 299. Volksschule in der Zechlinerstraße 4, Berlin-Wed- ding, zur deutschen Jugend sprechen, die sich im ganzen Reich in den Schulen und Dienststellen zum Gemeinschaftsempfang versammelt hat.

Um 11 Uhr wird der Führer den Trägern des Nationalpreises 1938 die Ehrenzeichen dieses Prei­ses überreichen.

Die erste Sitzung des Grotzdeutschen Reichstages mit der Entgegennahme einer Erklärung der Reichsregierung findet um 29 Uhr in der Kroll- Oper statt.

Um 23 Uhr werden in Berlin die uniformierten Formationen der Bewegung und der angeschlosse­nen Verbände einen Fackelzug veranstalten, den der Führer vom Balkon der Reiö^kanzlei ab­nehmen wird. Den Schluß bildet ein Bataillon der LeibstandarteAdolf Hitler".

Me Koten in wilder flucht zur Kreuze

franco setzt seinen Siegesrug nördlich von varcelona sort / Wieder mehrere Stödte befreit /Moskau hat den Krieg verloren"

Barcelona, 28. Januar

Die nationalspanischen Truppen haben nach der völligen Besetzung von Barcelona ihren Vormarsch sofort wieder aufgenommen, dabei die fliehenden Bolschewisten vor sich her treibend. Die an der Küste vorrückenden Abteilungen besetzten die nordöstlich von Barcelona gelegene bedeutende Industriestadt Badalona und anschließend die kurz vor der Stadt Mataro ebenfalls an der Küste gelegene Ortschaft Sän Juan de Bilasar. Am Abend wurde die Stadt Mataro eingenommen. Die völlig demoralisier­ten Bolschewisten verloren zahlreiche Gefangene und ließen auf ihrer Flucht riesige Mengen von Kriegsmaterial zurück.

Das Armeekorps Maestrazgo, das Donnerstag nördlich von Barcelona die Ortschaft Sardanyola er­obert hatte, drang am Freitag weiter vor und besetzte den Ort Ripollet, wo es sich mit den aus Barcelona kommenden nationalen Abteilungen vereinigte, so daß die katalanische Hauptstadt im Umkreis von 12 Kilo- meter völlig von versprengten Bolschewisten gesäubert ist. Weitere Abteilungen desselben Armeekorps voll­endeten die Besetzung von Sabadell, wo ebenfalls eine große Zahl von Gefangenen und wertvolle Beute ge­macht wurde. Auch in der Industriestadt Sabadell war die Begeisterung über den Einmarsch der natio­nalen Truppen ebenso groß wie in allen übrigen Städten, die bisher von der bolschewistischen Pest be­freit werden konnten.

Im Mitte lab schnitt ist das Maestrazgo-Korps weiter ostwärts vorgestoßen. Es eroberte den Ort Sän Vicente de Castellel südlich Manresa und hat damit die feindlichen Abteilungen innerhalb des etwa 300 Quadratkilometer umfassenden Raumes zwischen Man­

resa, Jgualada und Tarrasa eingeschlossen, so daß ihnen die Flucht nach der Grenze abgeschnitten ist.

Auch an der Estremadura-Front, wo die Roten in letzter Zeit zu einer Entlastungsoffensive angesetzt hätten, waren die Truppen Francos erfolgreich. Im Abschnitt Monterubio konnten sie im Gegenangriff ihre Stellungen vorverlegen und dem Feind erhebliche Ver­luste zufügen.

Paris, 28. Januar

In der Pariser Presse steht die Einnahme Barcelonas durch die Truppen Francos neben dem Abschluß der außenpolitischen Aussprache in der Kammer an aller­erster Stelle der Betrachtungen. Die Blätter unter­streichen, soweit sie nicht vollkommen dem marxistischen oder kommunistiichen Einfluß unterworfen sind, den Jubel der Bevölkerung beim Einmarsch der national- spanischen Befreier in Barcelona. Ueber die Auswirkun­gen dieses entscheidenden Sieges Francos ist man nicht im Zweifel. Die vollkommene Austreibung der Roten, die sich in wilder Flucht in Richtung zur französischen Grenze zurückziehen, veranlaßt auch die Pariser Blätter

zur Feststellung, daß sich der Krieg in Spanien mit Riesenschritten (einem Ende nähere. Nach Ansicht objek­tiver Beobachter ist die vollkommene Räumung spani­schen Bodens von den sowjetischen Elementen nur noch eine Frage von wenigen Wochen.

Die bisherigen roten Machthaber von Barcelona irren zerstreut in der Gegend zwischen Verona und Figueras umher, soweit sie es nicht vorgezogen haben, sich schon auf französischem Boden in Sicherheit zu bringen. Der roteMinisterpräsident" Negrin und sein Außenminister" del Vayo hatten sich im Laufe des Donnerstag nach Perpignan begeben, und sind erst in den Abendstunden nach Figueras zurückgekehrt. Caballero, Negrins Vorgänger, und der früherer Bot­schafter in Paris, Araquistan, sind unter Bedeckung von Schwerbewaffneten endgültig auf französischem Boden in Sicherheit.

Der Befehlshaber der roten Gendarmerie von Figueras hat sich in Begleitung seiner Frau und mehrerer Unterbefehlshaber und einer Abteilung Gendarmen ebenfalls auf französischen Boden begeben. DieLiberte" unterstreicht die Begeisterung des Empfanges der nationalen Truppen in Barcelona. Die Soldaten Francos seien mit Blumen überschüttet worden. Das Blatt Doriots zieht gleichzeitig die Lehre aus den Ereignissen und stellt fest, daß Frankreich seine Haltung vollkommen ändern müsse. Es bestehe kein Zweifel mehr darüber, daß der Platz des französischen Botschafters nicht in Verona, sondern in Burgos sei. Die Linkspresse versucht natürlich krampfhaft, den bedeutenden Sieg Francos zu verschleiern.

(Siehe auch Seite 2)

ketzeimoertrag srankreich-Spamen enthüllt

Vereitelte Plane des Pariser Seneralstabes Spanien als Vurchmarsktzland französischer Kolonialtruppen

(Orabtbsricbt unseres Vertreters in kein)

Rom, 28. Januar

Das halbamtliche römische BlattEiornale d'Jtalia" veröffentlicht in großer Aufmachung einen Eeheimver- trag zwischen Frankreich und Rotspanien. In diesem Vertrag hat sich Sowjetspanien verpflichtet, den farbi­gen Truppen aus dem nordsranzösischen Kolonialreich im Falle eines europäischen Konfliktes freien Durchmarsch zu gewähren. Frankreich hoffte durch dieses Abkommen, das praktisch einem Bündnis nahe kommt, ,m Kriegs­fall schnell und möglichst ungefährdet 2 Millionen Ko- lonialsoldaten nach Europa bringen z» können.Eior­nale d'Jtalia" erinnert in diesem Zusammenhang an die Angebote, die von Rotspanien an England und Frankreich im Februar 1937 gemacht worden sind. Der Valencia-Ausschuß war damals bereit, Spanisch- Marokka gegen «in Militärbündnis mit den beiden Staaten abzutreten. England und Frankreich lehnten jedoch die offene militärische Intervention ab.

Ein anderes italienisches BlattTevere", beschäftigt sich ebenfalls mit der von Frankreich Spanien zugedach­ten, aber nunmehr vereitelten Rolle, Durchgangsland für die Kolonialtruppen nach dem französischen Mutter­land zu sein. Mit dem Fall Bärcelonas habe Kata­lonien aufgehört, Durchganasland französischer Kolonial- soldaten zu sein. Dieser Tatsache komme eine grund­sätzliche Bedeutung zu, da Frankreich nunmehr von einer seiner strategischen Hauptverbindungen abgeschlossen sei.

Italien letznt Spanien-Konferenz ab

Keine vorzeitige Zurücknahme der Legionäre

(Orsktberiobt unseres Vertreters in kiom)

Rom, 28. Januar.

In unterrichteten italienischen Kreisen nimmt man zu den Gerüchten von einer Zurückziehung der ita­lienischen Freiwilligen nach dem Fall Barcelonas Stel­

lung. Es wird erklärt, daß eine Zuriickziebung der Le­gionäre nicht in Frage kommen könne, weil die Vor­aussetzungen hierzu fehlten, die von Italien als Be­dingungen gestellt waren. Dem nationalen Spanien seien weder die Rechte einer kriegführenden Macht er­teilt worden noch habe die Intervention zugunsten Rot­spaniens aufgehört.

Mit stärkster Zurückhaltung äußert man sich zu den in London und Paris aufgetauchten Plänen, eine Viermächte-Konferenz über Spanien einzuberufen. In römischen politischen Kreisen weist man daraus hin, daß Italien gegenüber England sich verpflichtet habe, keinerlei territoriale Absichten zu haben. Eine Vierer­konferenz sei also überflüssig, zumal alle Fragen vor dem Nichteinmischungsausschuß in London erörtert wer­den könnten. Mit Bezug auf die italienisch-franzö­sischen Beziehungen wird klargestellt, daß erst nach einer restlosen Erledigung des Spanien-Konfliktes der Aus­gangspunkt für Verhandlungen, zwischen Paris und Rom geschaffen sein könne.

Wird gesunder Menschenverstand die Folgerungen ziehen?

I. 8. v. Bremen, 28. Januar

Der Fall Barcelonas hat den Weltbolschcwismus wie ein ungeheurer Schlag getroffen. Schier betäubt stand die jüdisch-demokratische Presse einen Augenblick vor der Tatsache, die sie hätte voraus­sehen können, wenn sie nicht bis zum letzten Augenblick selbst in der Erwartung sich getäuscht hätte, daß es dem leidenschaftlichen Bemühen des Judentums der Weltdemokratien gelingen müßte, doch noch eine Intervention zur Rettung der rot­spanischen Sache in Gang zu bringen.

Beschämt, soweit die Schamlosigkeit der jüdisch- demokratischen Schreiberlinge, dieser gewissenlosen Journaille, es überhaupt noch zuläßt, versucht diese Presse nun ihren Lesern möglichst schonend die Tatsache einzugestehen, daß die Sache des Bolsche­wismus in Spanien endgültig verloren ist. Was sie bis vor kurzem noch eisrig verschwieg und mit großspurigen Ankündigungen einer neuen erfolg­reichen Gegenoffensive der spanischen Bolschewisten verdecken zu können glaubte; kann vor ihren Lesern nicht mehr geheim bleiben, und nicht mehr geheim bleiben kann das ganze niederträchtige Lügengebaren dieser Presse überhaupt. Ihre Leser brauchen sich nur an das hysterische Geschreibsel zu erinnern, als die entscheidende Schlacht am Ebro- Bogen begann. Taktische Rückzüge, die den bevor­stehenden sicheren Sieg Süwjetspaniens vorbereiten sollten, nannten die Judenblätter das unaufhalt­same Zurückweichen der Roten und faselten von dem Ausbluten der nationalspanischen Truppen. Wie es wirklich darum stand, das können sich heute ihre Leser an den Fingern abzählen.

Gepau so wie die demokratisch-jüdische Presse Tag für Tag und Jahr für Jahr Lügen über Lügen über Deutschland verbreitete, so wie sie heute aber­mals lügend behauptet, Deutschland sei wirtschaft­lich bankrott, um morgen wieder eingestehen zu müssen, daß Deutschlands wirtschaftliche Stärke nicht zu brechen sei, so wie dieselbe Presse alles mögliche an Ungünstigem zusammenreimt über Deutschland, Italien und Japan, so tat sie es vor allem bei General Francos Siegeszug der letzten Woche, ohne zu bedenken, wie sehr sie selber sich vor ihren eigenen Lesern dabei bloßstellen mußte.

Es sind wahrhaft erstaunliche Märchen, welche zur Verdeckung ihrer eigenen Lügenschande gerade fetzt wieder die demokratischen Iudenblätter der Welt über Deutschland auftischten. Es gibt ihrer ebenso zügellosen wie gewissenlosen Phantasie der bevorstehende Zusammentritt des Reichstages von neuem reichlich Nahrung und es entblödet sich diese Presse nicht, ihren Lesern von deutschen Kriegs­vorbereitungen wieder einmal vorzufaseln, von Zusammenziehungen deutscher Truppenmassen an der deutsch-italienischen Grenze, von deutschen Truppentransporten nach Libyen, von einem fix und fertigen Plan des deutschen und italienischen Generalstabes zur Besetzung Tunis, der spanischen Inseln und eines Teiles von Spanien. Während sich Bannet, der französische Außenminister, mit Anstand bemüht, dem französischen Volke das deutsch-französische Verhältnis so darzustellen, wie

iimmimttnilttimittittimnimnttttmiimttttttmttmiiiittimimirmmlmmlmmi

Unser Issesspiegsl

(Die heutige Kusgabs urnksKt 16 Leiten)

Die amerikanische Rüstungsindustrie steht im Zei­chen eines Morgenthau-Skandals.

Francos Truppen setzten nördlich von Barcelona ihren Siegeszug sort.

In Rom wurde ein französisch-sowjetspanischer Ge- heimpakt veröffentlicht.

Reichsaußenminister von Ribbentrop ist von seinem Warschauer Besuch nach Berlin zurückgekehrt.

Zum 30. Januar verteilt das WHW. wieder eine Sondcrspcnde.

Reichsbauernführer Darre eröffnete dieGrüne Woche" mit einer bedeutsamen Rede.

Bernhard Köhler sagte dem Bcrgunwesen den Kamps an.

Reichslciter Rosenberg sprach in München über Wirtschaft und Weltanschauung.

Hermann Esser wurde zum Staatssekretär er­nannt.

Eine machtvolle Großaktion des Kreises Bremen der NSDAP.Judo das auserwählte Volk?" sah gestern 42 übervolle Kundgebungsstätten.

Heute wird in Bremen die AusstellungLebendige Vorzeit" eröffnet.

Christi Cranz gewann in Earmisch abermals den Kombinationslaus.

Bei Halle wurde ein Raubübersall aus einen ELter- zug verübt.

Beim Erdbeben in Chile fanden 20 000 Menschen den Tod.