Ausgabe 
(27.1.1939) Nr. 27
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parteiamtliche Tageszeitung

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der Nationalsozialisten Bremens

flmtliches verkündungsblatt des veichsstattlillfters in Oldenburg und Vremen

7lr. 27 / g. Jalirgang

Lreitag, 27. Zanuar 19ZS

kinzelpreis 15 Vpf.

Jubel um Barcelonas Befreiung

Einzug -er siegreichen Eruppen francos

Vie roten Bonzen suchten rechtzeitig das weite / Ansprachen der nationalspanifchen lzeerfiilzrer im

Nundfunk von Barcelona / Unbeschreibliche vegrühungsszenen

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Barcelona, 27. Januar

. Die Hauptstadt Kataloniens, Barcelona, ist in den Händen Francos. Im gesamten

' Nationalspanien herrscht eine geradezu unbeschreibliche Begeisterung über die Ein­

nahme Barcelonas. Ueberall werden von der freudig gestimmten Bevölkerung Umzüge veranstaltet. ,

Um 16.2V llhr sprachen im Rundfunk von Barcelona aus die Heerführer des Generals Franco. Sie gaben die Einnahme und die Besetzung der Stadt durch die nationalspanischen Truppen bekannt und schlössen mit Hochrufen aus General Franco. Dann folgten die Na­tionalhymnen. Anschließend hielten die Generäle Francos, unter ihnen auch Pague, Ansprachen an die Bevölkerung von Barcelona.

fluch der Hafen bereits beseht

Burgos, 27. Januar

; Ueber den Einmarsch der nationalen Truppen in Bar­celona sind inzwischen die ersten Einzelheiten bekannt­geworden.'Danach wurde gegen 14.30 Uhr MEZ., nach­dem die nationaleü Truppen alle von der Heereslei­tung bestimmten Ausgangsstellungen vor Barcelona er­reicht ^hatten, der Befehl zum Vormarsch in Richtung auf das Ztadtinnere gegeben.

Die im Süden stehenden Truppen drangen nach Er­oberung des alten Forts Montjuich in das ausgedehnte Äusstellungsgelänbe ein, wo im Jahre 1929 die große Weltausstellung abgehalten wurde. Nach Besetzung die­ses Geländes rückten sie in Richtung auf den in der Stadtmitte gelegenen größten und repräsentativsten Platz Barcelonas,' die Plaza Espana, vor, während eine an­der« Abteilung in Richtung nach dem Hafen abschwenkt«. Dort wurden zunächst die am weitesten südlich gelegenen Hafenanlagen besetzt und die verschiedenen Küsten­batterien genommen, die von den Bolschewisten längs der Hauptstraße Barcelonas, dem Pasec Eolon, aufge­stellt worden waren. Gleichzeitig drangen nationale Tanks iK das Hafenviertel ein.

Westlich von Barcelona besetzten die nationalen Truppen nach der Eroberung des Vorortes Pedralves das Stadtviertel Ostafranchs und erreichten längs der Eisenbahnlinie BarcelonaMadrid vorgehend ^ die

ersten Häuser des Stadtteils Sans. Nördlich anschließend erreichten nationale Abteilungen das Stadion von Corts.

Hm Norden von Barcelona marschierten die Nationalen nach Besetzung des hoch gelegenen Vorortes Vallvidriera in die Binnenstadt hinab und betraten den Stadtteil Sarria. Die Abteilungen, die den die Stadt beherrschenden Berg Tibidab erobert hatten, stiegen in das nördliche Binnenviertel und in den malerischen Stadtteil Vallcarca ab.

Nachdem Deutschland in den letzten Tagen jede einzelne Operation der nationalspanischen Trup­pen mit'größter Spannung verfolgt hat, ist es jetzt nach dem glänzenden Siege General Francos, über dessen entscheidende strategische Bedeutung jedes Wort überflüssig ist, von tiefster Genugtuung erfüllt. Sieht das deutsche Volk doch in Spaniem das gleiche staatserhaltende Prinzip am Werk, wie es seit sechs Jahren im Herzen Europas wirk­sam ist.

Sie lehien Stunden vor dem kininarsch

Wie über die letzten Stunden vor dem Einmarsch der nationalen Truppen in Barcelona noch bekannt wird/ hat das Armeekorps von Spanisch-Märökko unter Füh­rung des Generals Yague um Mitternacht den Sturm­angriff auf das unmittelbar über dem Hafen von Barcelona liegende Fort Montjuich eingeleitet.. In den ersten Morgenstunden war das Fort bezwungen, und die Marokkaner hißten auf seinen Zinnen die nationalen Flaggen, die stolz über der Stadt wehten und der un­geduldig harrenden Bevölkerung die Stunde der Be­freiung anzeigten. Die rote' Besatzung des Forts ver-. suchte noch kurz vor ihrer Flucht, die Pulvermagazine zu sprengen, was ihnen jedoch angesichts der Schnelligkeit des nationalen Angriffs nicht mehr gelang. Nach der Eroberung des Forts besetzten die nationalen Truppen, die von General Yaque persönlich geführt wurden, das gesamte Bergmassiv des Montjuich sowie den WeMned- hof An-chließend säuberten sie den am Fuße des Mont­juich gelegenen Stadtteil Casa Antunez sowie das Ge­biet der Pferderennbahn, wo die Bolschewisten dichte Reihen von Schützengräben angelegt hatten, die jedoch

nicht mehr zur Verwendung kamen, da die Sowjettrup­pen vor dem in ihrem Nücken erfolgten Angriff der Nationalen die Flucht ergriffen hatten.

vis ;um letzten Mutstropfen"

Barcelona, 27. Januar.

Wie man erfährt, haben die sowjetspanischen Bonzen in der Nacht zum Donnerstag Barcelona heimlich ver­lassen, nachdem sie noch wenige Stunden vorher in-

: Berlin, 27. Januar

Reichstagspräsident Generalseldmarschall Göring hat den Reichstag zu Montag» den 311» Januar, 2V Uhr, in den Sitzungssaal des Krollgebäudes in Berlin zusammenberufen. Auf der Tagesordnung steht 1. Konstituierung des Reichstages, 2. Ent­gegennahme einer Erklärung der Reichsregierung.

Der einberufene Reichstag ist der erste grotzdeutsche Reichstag im Reich Adolf Hitlers. Zum ersten Male nehmen die vom Lande Oesterreich gewählten 73 Abge­ordneten und die von den Sudetendeutschen entsandten 41 Abgeordneten an einer Reichstagssitzung teil. Mit: der Gesamtzahl von 855 Abgeordneten ist es auch zahlen­mäßig der größte Reichstag unserer Geschichte. Mehr als 99 Prozent des deutschen Volkes haben bei seiner

Paris, 27. Januar.

Der französische Außenminister Bannet hielt gestern in der Kammer seine mit Spannung erwartete Rede in Beantwortung der Interpellationen. Das Haus war dicht besetzt.; in der Diplomatenloge sah man unter zahlreichen ausländischen Missionschefs auch den deut­schen Botschafter Graf Welczek.

Außenminister Bonnet erklärte eingangs, daß er alle Redner mit Aufmerksamkeit angehört.habe. Nur eine Tatsache ginge klar aus ihren Reden hervor, daß näm­lich zu keiner Zeit seit Ende des, Krieges die inter­nationale Lage ernster und verwickelter ^gewesen ist, als im Lauf des vergangenen Jahres.Wir hatten", so fuhr Bannet fort,unsere Politik auf die kollektive Sicherheit gegründet." Diese sei an Stelle der Vorkriegs- bündnisse .getreten. Man hätte versucht, die inter­nationale Gerechtigkeit der Völker zu organisieren, doch habe man sich eines Tages vor einer geschwächten Liga eines desorganisierten Europas befunden.

Nach Darlegung der Krise des abgelausenen Jahres fuhr Bonnet fort: Wetzn man gewissen Rednern glauben sollte, so kämen alle Uebel von dem Münchener Ab­kommen. Die Regierung habe gewisse Gründe, darüber erstaunt , zu sein. Man vergesse alle Ereignisse, die die Versöhnung von München bestimmt hätten. Man ver­gesse die Veränderung im Rheinland, die Wehrhaft- machung Deutschlands, den Anschluß Oesterreichs.

Im übrigen habe der Ministerpräsident in der Kam­mersitzung vom 4. Oktober keine Seite des Problems verheimlicht, und die Kammer habe seinen Bericht mit 550 Stimmen gebilligt. Was sollte seitdem geschehen sein, um einen Umschwung der Haltung zu erklären? Nichts, meine Herren", erklärte Bon.net. Alles habe die französische Politik gerechtfertigt. Die tschecho­slowakische Regierung sei über die französisch-englische

nenden Reden und phrasengeschwollsnen Aufrufen zum Widerstand bis zum letzten Blutstropfen auf­gefordert hatten. Dieser hoffnungslose Widerstand sollte natürlich nur dazu dienen, die feige Flucht der bolsche­wistischen Verbrecher zu sichern. Havas berichtet aus Perthus, daß Negrin und del Vayo bereits in Per- pignan eingetroffen sind.

Keine Nutze für die geflüchteten Sonzen

Paris, 27. Januar.

DerParis Soir" meldet, daß Figueras, wo der Sitz verschiedener rotspanischer Ministerien nach ihrer Flucht aus Barcelona aufgeschlagen worden ist, von 13 national­spanischen Bombenflugzeugen bombardiert worden ist.

kannt, eine Mehrheit, die praktisch die Einstimmigkeit des ganzen Volkes darstellt, und die überhaupt noch nie ein Staatsmann und Führer eines großen Volkes auf sich vereinen konnte. Das Problem der Unterbringung der 855 im Kroll-Reichstag hat sich durch eine geschickte Ausnutzung auch dos letzten Raumes des Abgeordneten­parketts lösen lassen.

Leider erlaubt der beschränkte Raum aus den Tri­bünen auch bei weitem nicht die Berücksichtigung der außerordentlich zahlreichen Wünsche nach Eintritts­karten für die Volksgenossen. Ganz Vorsichtige hatten sich bereits lange vor der amtlichen Einberufung des Reichstages, sich mit einer Blankobitte um Ueberlassung einer Tribünenkarte für eine etwa demnächst erfolgende Reichstagssitzung an die Verwaltung des Reichstages gewandt. Es waren in der Tat schon Anfang Januar fast 2000 solcher Gesuche beim Direktor des Reichstages eingegangen, während insgesamt, einschließlich der 50 Plätze in der Tiplomatenloge und der 200 Presseplätze, nur Raum für 850 Zuhörer zur Verfügung steht.

Haltung wiederholt unterrichtet worden. Im Juni und Juli. habe die Pariser Regierung mitgeteilt, daß es Frankreich unmöglich sein würde, sich mit Gewalt einer Volksabstimmung zu widersetzen, wenn sie von der deut­schen Bevölkerung des Sudetengebietes gefordert würde. Niemand könne daran zweifeln, daß der Krieg drohte. Es handelte sich um einen Krieg, in den ein nichteiniges Frankreich hineingezogen worden wäre und eine franzö­sische Armee sich den.Befestigungen der Siegfried-Linie gegenüber befunden hätte und wenigstens wahrend einer langen Zeit das ganze Gewicht des Konfliktes allein hätte ertragen müssen. Die Tschecho-Slowakei hatte in­des nicht nur Deutschland, sondern auch akdere Nach­barn.Die Versöhnung von München hat Frankreich und Europa e i n fu r ch tba r es. Aben teu e r er­spart, dessen erstes Opfer die edle tichecho-slowakische Nation selbst gewesen wäre."

Zur französisch-englischen Freundschaft übergehend, erklärte Bonnet, diese sei der Eckstein der französischen Politik. Sie habe kein anderes Bestreben, als sich international auszuweiten. Die beiden Demo­kratien hätten den gleichen Friedenswillen. Sie for­derten nichts von irgend, jemandem, sondern beabsich­tigten, ihren Besitz intakt zu halten. Die Entente zwischen Frankreich und England sei im Laufe dieser acht Mo­nate nie intimer gewesen als heute. Es würden im Falle eines Krieges, den sie von ganzem Herzen auszuschalten hbfften, falls beide Länder hineingezogen werden wür­den, alle Kräfte Großbritanniens zur Verfügung Frank­reichs stehen, ebenso wie alle Kräfte Frankreichs zur Ver­fügung Großbritnnniens stehen würden Es sei also na­türlich. Frankreich hoffe, sehen zu können, daß die bri­tische Nation ihre militärische Macht auf ein Höchstmaß bringe, ebenso wie Großbritannien hoffe, sehen zu kön­nen, daß die französische Militärmacht auf ein Höchstmaß gebracht werde.

Die Einnahme Barcelonas durch die Truppen Francos gibt uns Anlaß, den bisherigen Verlaus der militärischen Operationen in Spanien einer kurzen Betrachtung zu unterziehen.

^ kk. Seit den Tagen des Weltkrieges erschütter­ten immer wieder Arbeiter-Unruhen und -Streiks, Ausstände und Revolten das spanische Land. Dik­tatur und Monarchie purzelten, Regierungen wech­selten mit Regierungen, und wirtschaftliche Krisen taten ein Uebriges. Der geeignete Nährboden also, aus dem eine Pflanze wie der Kommunis­mus und seine unterirdischen Schößlinge prächtig gediehen. Die politische Gewitterschwüle des Sommers 1936 kündigte die nahe Katastrophe an. Als in der Nacht vom 12. zum 13.- Juli der natio­nale Abgeordnete Calvo Sotelo einem bestiali­schen Anschlag der Roten zum Opfer fiel, war der Blitz niedergefahren. Das Pulverfaß hatte sich ent­zündet. Die rote Mordfurie raste, und das- einst so blühende Land schien im Chaos unterzugehen.

Es wird für alle Zeiten das Verdienst General Francos bleiben, in den Stunden der höchsten Not seines Vaterlandes das Gesetz des Handelns an sich gerissen und damit dem Schicksal der Nation noch einmal eine glückliche Wende gegeben zu haben. Aber nicht alle Generäle des Heeres be­saßen diese Entschlußkraft. Im Norden zwar konnte die starke Hand General MoIas bestim­mend eingreifen, und auch in Sevilla, wo Queipo de Llano eine Landung marokkanischer Legio­näre vortäuschte und dadurch den Gegner über­listete, erhoben sich die Nationalen. In Madrid aber und in den Ostprovinzen, im Baskettlande sowie in Asturien versagte sich das Offizierskorps Franco.

Den engen Raum zwischen Leres de la Frontera und Gibraltar als Operationsbasis be­nutzend, brach Franco, kühn vorstoßend, ins Land hinein. Dem mitreißenden Schwung und dem lei­denschaftlichen Willen der Nationalspanier ver­mochte die rote Uebermacht nicht lange standzu­halten. Im raschen Vordringen säuberten die nationalspanischen Truppen die Grenze nach Por­tugal von roten Besatzungen, brachen nach Toledo durch und kamen gerade noch frühzeitig, den hel­denmütigen Verteidiger des Alkazar, Oberst Moscardo, nach 71 Tagen des Einschlusses zu befreien. Mit dem Vorstoß auf Madrid und dem

das deutsch-sranrösische flbkommen

Zu Deutschland übergehend erklärte Bonnet:Wir haben versucht, unsere Beziehungen mit Deutschland zu bessern. Ein jeder, so glaube ich, hat dieses gebilligt." Nach München habe ja Chamberlain bereits mit der Reichsregierung ein Abkommen guter Nachbarschaft unterzeichnet. (Fortsetzung auf Seite 2)

Unser Isgesspiesel

(Ois keutigs Ausgabe uivkgkt 16 8eitsv)

Barcelona befindet sich endgültig in Francos Hand. Daladier erzielte in der Pariser Kammer nach einer Rede Vonnets eine große Mehrheit.

In Bukarest wurden erneut Anschläge aufgedeckt. Generalseldmarschall Göring hat zu Montagabend den Reichstag einberusen.

Reichsleiter Darr« sprach über die neue europäische Außenhandels-Ordnung.

Eeneralinspektor Dr. Todt umriß die Maßnahmen zur Leistungssteigerung in der Bauwirtschaft. Bremen steht heute im Zeichen von 42 Massen­versammlungen der NTDAP.

Der Kameradschaft 5 der Fachschulgruppe Höhere Techn. Staatslehranstalten im NSDStB. wurde der NameBolko von Bardenfleth" verliehen.

Deutsche Siege gab es beim Absahrtslaus in der Internationalen Sportwoche Garmisch-Partenkirchcn. Bei dem Erdbebenunglück in Chile kamen nach den letzten Schätzungen IN 000 Menschen ums Lebe».

Montag großdeutscher Neichstag

von veneralfeldmarschall vöring einberufen krkltirung der Neilflsregierung

Wahl sich mit ihremJa" zum Führer Adolf Hitler be-

6rahe Kammer Melzrlzett für -ala-ier

Vertrauenslagesordnung mit 574 gegen 228 Stimmen angenommen vedeutsame Nede des flußenministers Sonnet

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