Ausgabe 
(26.1.1939) Nr. 26
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meiner ZeNiw

parteiamtliche Tageszeitung

Das Amtsblatt des Negierenden vürgermeisters der Zielen Hansestadt Vremen

Anzrigev - Grundprrlset

Die 22-mw-Zellk im Anzeigenteil 13 die 78-mm-Ze!Ie Im Tert- teil 75 Ermäßigte Grundvreise (für kleine, Famillenanzelgen u. a.» sowie sonstige Bedingungen Preis­liste 7 (Nachlaßskaffel c». Für An­zeigen durch den Fernsprecher keine Gewähr. Annahmeschluß 16 Uhr. Geschäftsstellen: 8n Bremen: Am Geeren 6—8, Fern­

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der Nationalsozialisten Bremens

Amtliches verkündungsbkatt desveichsstatchalters in Oldenburg und Vremen

Nr. 26 / g. Jahrgang

Donnerstag, 26. Januar 1SZ9

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Vor -em Einmarsch in Barcelona

Vollständige Einkreisung der Stadt

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Lehren einer wechselvollen Geschichte

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Solsona, sarrasa und andere strategisch wichtige orte erobert / Zersall des roten Negimes

Tarragona, 28. Januar

Die nationalen Truppen setzten am Mittwoch ihre Umgehungsmärsche zur völligen Einkreisung Barcelonas fort. Das Navarra-Korps General Solchagas und das marok­kanische Korps General Aagues gehen in planmäßiger Zusammenarbeit vor.

Hauptstadt verlassen und sich nach Caldetas begeben. Nur der französische Botschafter ist mit seinem Personal noch dort geblieben.

Frankreich sperrt Srenzen

Die Divisionen General Pagues besetzten südlich und südwestlich von Barcelona die Orte C-rnella, Sän Justo und Eiplugas. Dann säuberten sie die Höhenziige des Pedralbes-Gebirges, von wo aus sie die Stadtteile Sarria und Sän Gervasio mühelos beherrschen.

Die Navarra-Brigaden und Legionärsformationen rückten nach der Eroberung Martorells in Richtung auf Rabasada und den 332 Meter hohen Berg Tibidabo vor, der die Höhen von Valvidrera und die Stadt Barcelona von Nordwesten her beherrscht. Am linken Flügel dieser Gruppe vorgehende Truppen eroberten die Stadt Tarrasa. Aus Barcelona führt nur noch eine einzige Fluchtstratze heraus, die in zwei Gabelungen nach Eerona und Puigcerda führt.

Der am Dienstag eroberte Großflughafen bei Prat de Llobregat dient der nationalen Luftwaffe bereits als Stützpunkt. Die nationalen Flugzeuge fliegen stän­dig über die Stadt und werfen Aufrufe ab, die zur llebergabe auffordern. Vor Barcelona treffen bereits Laftwagenzllge der Falange mit Lebensrnitteln ein, die sofort nach der Eroberung der Stadt verteilt werden sollen.

Aus einer Mitteilung des roten Senders von Barce­lona, der die Bevölkerung ausforderte, die Stadt Haus für Hans und selbst noch unter Trümmer» zu verteidi­gen, geht hervor, daß zwischen den roten Parteien be­reits heftige innere Kämpfe ausgebrochen sind. Aus ge­wissen Angaben des Sprechers kann man sogar schließen, daß sich die Gegn er der roten Herrschaft angesichts des Vorrücken» der Nationale» bereits erhoben haben. Zwi­schen ihnen und Polizeikräften sollen sich im Laufe des Tages bereits schwere Straßenkämpse abgespielt haben.

pus;ug der roten von;en

Saragossa, 26. Januar.

Wie gemeldet wird, geht aus Berichten des national­spanischen Informationsdienstes und übereinstimmenden Aussagen von lleberläufern hervor, daß der Widerstand Barcelonas gering sein wird. Die Roten werden aller­dings versuchen, das Eindringen der nationalen Truppen solange zu verzögern, bis die noch vorhandenen Kapitalien und sonstige Wertgegenstände fortgeschafft

und vor allem die Oberbonzen in Sicherheit sind. Da der Zugverkehr'in Barcelona fast ganz eingestellt ist, verlassen zahlreiche rote BoNzen mit ihren Familien die Stadt in Autos, Gespannen und sonstigen Vehikeln in Richtung Gerona und Figueras. Das gesamte rest­liche Vermögen der Barcelonaer' Banken, Sparkassen und Kreditinstitute sowie Berge von Aktenmaterial werden mitgeschleppt. In Barcelona stehen rote Posten mit Gummiknüppeln und Maschinenpistolen vor den öffentlichen Gebäuden, weil man mit einem Aufstand der gequälten Bevölkerung zu rechnen scheint. Die Straßen liegen völlig verlassen, da sich die Bevölkerung in Befürchtung eines Artilleriebombardements in die Schutzkcller zurückgezogen hat. Inzwischen haben auch sämtliche ausländische Vertretungen die katalanische

Paris, 26. Januar.

Der französische Außenminister hat das Ersuchen der roten Machthaber in Barcelona, 156 üüll Flüchtlinge, hauptsächlich Angehörige der Internationalen Brigaden, in Frankreich aufzunehmen, abgelehnt. Die Haltung des Außenministers findet in den meisten französischen Blät­tern volle Billigung. Es wird in einigen rechtsgerichteten Organen mit Deutlichkeit daraus hingewiesen, daß Frankreich es ablehnen müsse, den Abschaum der Mensch­heit aufzunehmen.

englischer Schritt in varcelona

' London, 26. Januar

Der britische Gesandte in Barcelona ist bei der Zentrale der bolschewistischen Machthaber vorstellig geworden, um Zusicherungen bezüglich der 2666 politischen Gefangenen zu fordern, die sich in der Gewalt der Roten befinden. Außerdem ersuchte der Gesandte um Sicherstel- lung der Ordnung in der Stadt. Die Roten solle« entsprechende Zusicherungen gegeben haben. Man hosst daher in London, daß die politischen Häftlinge in Bar­celona nicht kurz vor dem Einmarsch Francos von den Roten abgeschlachtet werden.

Eeneral Franco hat einen Bevollmächtigten der bri­tischen Regierung, der um menschliche Behandlung der Bevölkerung in den erober­ten Gebieten bat, gesagt, daß dies für ihn selbstver­ständlich sei und prjeden Racheakt ablehne.

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von Mbbentrop in Warschau

„Vas Seulsch-polnische pbkommen — der flusdruck des Mutes, der Voraussicht und eines gemeinsamen willens"

vedeutsame politische Irinksprüche

Warschau, 26. Januar Mit dem fahrplanmäßigen Nordexpretz trafen gestern nachmittag der Reichsautzenminister von Ribbentrop und Frau von Ribbentrop zu dem angekündigten Staatsbesuch in der polnischen Hauptstadt ein.

In der Begleitung des ReichsaußeniNinisters befinden sich Ministerialdirektor Wiehl, Gesandter Aschmann, Vortragender Legationsrat Schliep, Gesandter Schmidt, der Leiter des persönlichen Stabes Legationsrat Hewel, der persönliche Pressereferent Dr. Paul Schmidt sowie Dr. Kleist. Der Chef des Protokolls Gesandter Frei­herr v. Dörnberg war bereits in der polnischen Haupt­stadt eingetroffen.

Zur Begrüßung des Reichsaußenministers waren auf dem mit den Hoheitszeichen und Fahnen des Reiches geschmückten Bahnhof außer dem Botschafter von Moltke und dem stellvertretenden Landesgruppenleiter der NSDAP. für Polen. Außenminister Oberst Bcck mit seiner Gattin, die Frau von Ribbentrop Blumen über­reichte, und der Berliner polnische Botschafter Lipski er­schienen.

Eine Kompanie der Polizeiverfügungstruppe erwies dem Reichsaußenminister die militärischen Ehren. Vom Bahnhof begab sich v. Ribbentrop mit seiner Gattin in Begleitung des polnischen Außenministers und Frau Beck zum Palais Blanc, wo er während seines War­schauer Aufenthaltes wohnt.

Bei einem Essen, das der polnische Außenminister und Frau Beck zu Ehren des Reichsaußenministers und Frau v. Ribbentrop gaben, führte der polnische Außen­minister, an v. Ribbentrop gerichtet, u. a. folgendes aus:

ihr Besuch in Warschau fällt auf den Vorabend des sten Jahrestages der freundschaftlichen zwischen uns 28. Januar 1934 unterzeichneten Frredenserklarung. ist das einer der kürzesten und einfachsten inter- ionalen Verträge, der damals abgeschlossen wurde, chtsdestoweniger waren diese wenigen Zeilen der -druck des Mutes, der Voraussicht und des Willens Reichskanzlers Adolf Hitler und des Mar,-all­es Pilsudski. eines Willens von h>,tori,cher Bedeu- ig und historischem Maß. ^ _ »

ks genügt, alle Wandlungen und Erschütterungen, alle ssnüngen und Enttäuschungen, alle komplizierten und

wenig erfolgreichen Anstrengungen der europäischen Po­litik in den vergangenen fünf Jahren zu überblicken, um den Wert des damals abgeschlossenen Abkommens zu beurteilen. Weder die Alltagssorgen noch die größten Spannungen der europäischen Politik konnten die Grundsätze erschüttern, die auf Wunsch der hohen Füh­rer unserer Nationen in so einfache Formeln gefaßt wurden. Um die Tatsache, daß wir, Herr Reichsminister, heute nach fünf Jahren mit Ihnen auf denselben Grund­lagen verhandeln, können uns sicher viele Regierungen der Welt beneiden.

Auf diese Erfahrungen der Vergangenheit möchte ich den Gedanken .über die Zukunft unserer Nationen stützen. Ich hoffe, daß die aus der großen Entscheidung vom Jahre 1S34 sich ergebende Richtung es unseren bei­den Nationen gestatten wird, ihre Lebenskräfte auf schöpferische Arbeit zu konzentrieren, deren sowohl Sie selber wie auch die ganze europäische Gemeinschaft be­dürfen. sowie daß sie einen festen Anhaltspunkt für künftige Geschlechter geben und schon heute den jungen Generationen die Möglichkeiten bieten, daß sie im Geiste eines freundschaftlichen Verständnisses für das Nachbar­

volk aufwachsen. Die gesunden Grundsätze, von denen sich die Politik unserer beiden Regierungen in den pol­nisch-deutschen Beziehungen gegenseitig leiten ließ, wer­den, wie ich das wünschen möchte, es gestatten, immer alle auftauchenden Fragen im Geiste der gegenseitigen Achtung und des Verständnisses für die berechtigten In­teressen beider Länder zu prüfen. In diesem Sinne er­hebe ich mein Glas auf das Wohl der deutschen Nation und zu Ehren Ihres Führers Adolf Hitler."

In seiner Erwiderungsansprache führte Reichsaußen­minister von Ribbentrop aus: Für Ihre freund­lichen Begrüßungsworte bitte ich Eure Exzellenz zu­gleich im Namen meiner Frau, meinen aufrichtigsten Dank entgegennehmen zu wollen. Es ist mir eine Ehre und Freude, daß ich in Erwiderung des Besuches, den Sie, Herr Minister, der deutschen Regierung abgestattet haben, als Gast der polnischen Regierung in Ihrer schönen Hauptstadt weilen darf. Die polnische Regierung hat mir und meiner Frau einen Empfang bereitet, der die sprichwörtliche polnische Gastlichkeit aufs neue be­stätigt.

(Fortsetzung auf Seite 2)

Man hat sich oft gewundert und hat oft gesagt, die Juden müssen doch tat­sächlich ein hervorragend begabtes Volk sein, daß es ihnen gelang, sich zu einer so machtvollen Stellung in der Welt Emporzuarbeiten.

Deutsche Volksgenossen, daß der Jude groß und mächtig wurde, ist zum wenigsten sein Verdienst. Hier haben andere Gründe mitgespielt.

Ihr fragt: Iuda, das auserwählte Volk?

Die NSDAP., Kreis Bremen, antwortet in 42 Kundgebungen am morgigen Freitag!

Die Warschauer Reise des Rcichsautzenministcrs von Ribbentrop sowie der heutige fünfte Jahrestag der Unterzeichnung des deutsch-polnischen Vcrstän- digungsabkommens lenken erneut die Aufmerksam­keit aus den nationalpolitischcn Weg unseres öst­lichen Nachbarstaates.

R. klii. Es ist der Warschauer Regierung im Laufe der letzten Jahre auf Grund der von Mar­schall Pilsudski eingeleiteten Reform und dank der energischen Initiative ihres Außenministers Oberst Beck gelungen, Polen die Stellung einer selbständig , handelnden Großmacht zu erarbeiten. Aus einem Vasallen Frankreichs, der ursprünglich lediglich im Rahmen der antideutschen Einkrei- sungspolitik Poincarös eine „Rolle" spielen sollte, wurde ein sich seiner nationalen Werte bewußter, unabhängiger Staat, der seine Existenz dem Willen des eigenen Volkes, nicht aber der Entente des Weltkrieges verdankt. Professor Dr. Gorka, der angesehene polnische Historiker, hat kürzlich in einem Vortrag in Berlin die Legende über den „Saisonstaat Polen von Wilsons Gnaden" auch wissenschaftlich restlos zerstören können. Wer die Geschichte unserer Nachbarnation im Osten kennt, der wird Professor Gorka in der Feststellung zustimmen müssen, daß Polen seine Wiedergeburt nicht den Westmächten, sondern sich selbst und seinem nationalpolitischen Wollen zu ver­danken hat. Die arrogante Art, mit der Wilfon vor 2V Jahren in Versailles der polnischen Depu­tation das Wort abschnitt, war bezeichnend, und die Abwehr der Russen vor den Toren Warschaus durch Marschall Pilsudski hat denn auch zur Genüge die seinerzeit für Polen gegebene Not­wendigkeit der Selbsthilfe unterstrichen.

Die Erneuerung Polens, der nicht zuletzt das nationalsozialistische deutsche Volk ein tiefes Verständnis entgegenbringt, stellt eine um so größere geschichtliche Leistung dar, als der Ver­fall Polens vor 150 Jahren in der Hauptsache vom eigenen Staat verschuldet wurde, jedenfalls mit dem Ausdehnungsdrang der damaligen Teilungs­mächte Rußland, Oesterreich und Preußen allein nicht motiviert werden kann. Das polnische Volk hat aus dem Untergang seines früheren Staates, der 1795 mit de'r Dreiteilung Polens besiegelt wurde, bis in unsere Tage hinein gelernt, und auch anderen Völkern sollte die Geschichte jenes Nieder­ganges zur Lehre dienen. Einmal war es die ver­fehlte Bündnispolitik der nur aus ihre Haus- interessen bedachten Könige Polens, die das Land zwischen den Großmächten ins Verderben stürzte, und zum anderen versagte in den kritischen Jahrzehnten der Adel auf der ganzen Linie. Nur einige Einzelheiten aus diesem trüben Kapitel:

1733 verhinderte Rußland die Wahl des tüchtigen und umsichtigen Stanislaw Leszczynsky zum König, ohne daß der Adel über seinen bloßen Protest hinaus sich zu einer tatkräftigen Abwehr derartiger Eingriffe in innerpolnische Angelegen­heiten entschlossen hätte. Niemand im Lande hatte übrigens etwas anderes erwartet, p ä-k tierte der Adel doch mit dem Todfeind Polens, mit Rußland, dessen Vermitt-. lung er nach der Generalkonföderation von Tar- nogrod in einem Streit gegen König August ii. anrief. Diese Inanspruchnahme Peters des Großen brachte Polen die Herabsetzung der königlichen Truppen auf 18 000 Mann sowie den ständigen Aufenthalt eines gleich starken russischen Heeres auf polnischem Boden. Das Fehlen eines tüchtigen, aktionsfähigen Heeres sollte für Polen schon im

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Varcelona wurde von Francos Truppen systematisch eingekreist.

Reichsaußenminister von Ribbentrop und der pol­nische Außenminister Beck wechselten in Warschau politische Trinksprllche.

Aus einer Kundgebung im Berliner Sportpalast sprachen der italienische Staatsminister Farinacci und Gauleiter Streicher.

Major des Eeneralstabes von Wedel nimmt zur vor- und nachmilitärischcn Ausbildung der SA. Stellung.

RVWK.-Priifungen für die Teilnehmer der See­schiffahrt finden an Bord des Ausbildunqsschisfes „Admiral Brommy" statt.

Der erste diesjährige Neubau der Deutschen Gesell­schaft zur Rettung Schiffbrüchiger wurde in Dieust gestellt.

Morgen steht unsere Stadt im Zeichen von 42 Groß­kundgebungen des Kreises Vremen der NSDAP. Cecilia Colledge-England wurde abermals Europa­meisterin im Eiskunstläufen der Frauen.

Bei einem Erdbeben in Südamerika kamen über 2666 Menschen ums Leben.