Ausgabe 
(25.1.1939) Nr. 25
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der Nationalsozialisten Bremens

sinnliches verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und vremen

Nr. 25 / 9. Jahrgang

Mittwoch, 25. Januar 19Z9

kinzelpreis 15 Npf.

Stadtteile varcelonas unter feuer

franeos Gruppen im Nan-geblet -er Stadt

Barcelona von Norden, Westen und Süden abgeriegelt / Manresa und Martorell überraschend erobert / wachsende Panik unter den roten Bonzen Kataloniens

Bilbao, 25. Januar

In den Abendstunden des Dienstags erreichten die nationalspanischen Truppen die unmittelbare Umgebung der katalanischen Hauptstadt. Sie stehen nur noch einen Kilo- meter von der Südgrenze der Stadt entfernt und haben bereits die ersten Häuser des Stadtteiles Sans erreicht. Das Fort Montjuich liegt unmittelbar vor den nationalen Truppen, ihr Jnfanteriefeuer erreicht bereits die Pferderennbahn sowie den Stadtteil Las Corts. Verschiedene Stratzenzüge des Bororts Hospitalet sind schon im Besitz der Nationalen. Das Feuer der nationalen Artillerie macht jeden Schiffsverkehr im Hasen von Barcelona unmöglich.

Eine Division des Armeekorps Ceneril Pagucs nimmt unmittelbar vor Parcelona eine Linksschwenkung vor und umgeht die Stadt im Westen. Der Vorort Sarria liegt bereits im ME.-Feuer dieser Abteilung.

Der Vormarsch der nationalen Truppen hatte bis zum späten Nachmittag eine Tiefe von 24 Kilometer erreicht. Das Marokko-Korps General Pagues ließ dem Feinde keine Zeit, seine Brücken zu sprengen. Es besetzte im Sturm Prat de Llobregat und den dort befindlichen Großflughafen, dann kreuzte es auf den erhalten gebliebenen Brücken den Llobregat. Die Geschwindigkeit des Vormarsches war so groß, daß der Nachschub außer­stande war, Schritt zu halten. Daher ließ die nationale Heeresleitung Material, Munition und Verpflegung durch Eroßbomber nachbesördern.

Die vierte Navarra-Vrigade unter General Alsonso Vega eroberte die Stadt Martorell, ein wichtiger Knotenpunkt an der Hauptstraße JgualadaBarcelona mit Süll» Einwohnern.

Die Bevölkerung war vom Eindringen der Natio­nalen völlig überrascht. Sie war noch fast vollzählig

Burgos, 25. Januar.

Am Dienstagmittag fand im Autzenministerium in Burgos die feierliche Unterzeichnung eines deutsch-spanischen Kulturabkommens statt. Für die natisnalspanische Regierung zeichnete der stellver­tretende Ministerpräsident der Nationalregierung und Außenminister Graf Jordan«, für das Deutsche Reich der deutsche Botschafter von Stohrer.

zurückgeblieben, da das Erscheinen der Nationalen keineswegs so schnell erwartet wurde. Als die Sol­daten Francos in die Stadt einrückten, stürzte die Bevölkerung in dichten Mengen auf die Straßen und umarmte ihre Befreier mit unbeschreiblicher Begei­sterung.

Nach der Eroberung Martorells, Esparraguerras und Vaudillos rückten die Truppen sofort weiter und kreuzten widerstandslos den Llobregat-Flutz, in östlicher Richtung vorstoßend. Da diese Kolonne dabei ist, Barcelona zu umgehen, wird die Einkreisung der Stadt von Norden, Süden und Westen in kürzester Zeit vollzogen sein.

Unaufhaltsamer Vormarsch

Saragossa, 2d. Januar Wie gemeldet wird, befindet sich nunmehr auch die wichtige Kreisstadt Manresa, ein bedeutender Mittel­punkt des katalanischen Handels und der Landwirtschaft, im Besitz der nationalen Truppen. Seit zwei Tagen hatten die Urgel-Korps, die Maestrazgo-Armee und Le-

Dem bedeutungsvollen Ereignis wohnten Erziehungs­minister Professor Sainz Rodrigues sowie der Unter- staatssekretär im Erziehungsministerium, Professor Garcia Valdecasas, ferner der Unterstaatssekretär und Leiter der Kulturabteilung des Außenministeriums so­wie der Leiter des höheren Schulwesens im Erziehungs­ministerium und der erste Geschäftsträger Nationalspa- niens in Berlin und jetzige Chef des Protokolls im Außenministerium Baron de las Torres bei, sodann die

gionärdivisionen, die Einkreisung Manresas vorbereitet. Die Leitung der roten Truppen betrachtet diesen Ort als Zentrum der Verteidigung und hatte dort die Lister- brigade sowie Sonderstoßtrupps konzentriert. Das ber­gige Gelände nördlich und westlich von Manresa sowie der Fluh Candoner machten die Stadt zu einem geo­graphisch bevorzugten Stützpunkt. Die meisten Brücken über den Candoner waren von den Roten gesprengt worden. Der Angriff aus die Stadt setzte von allen Sei­ten gleichzeitig ein. Bereits nach kurzem war Manresa im Besitz der nationalen Truppen, die daraufhin sofort den Vormarsch wiederaufnahmen und den Feind in Richtung aus Tarrasa verfolgten. In Manresa wurde eine große Zahl von Gefangenen gemacht.

An der Estremadura-Front wurde ein Angriff der Roten nicht nur abgewiesen, sondern darüber hinaus im Gegenstoß feindliches Gelände gewonnen und 150 Ge­fangene gemacht. Die nationale Luftwaffe bombardierte militärische Ziele in Valencia und Barcelona und schoß feindliche Flieger ab.

ks wird ;u brenjlich ...

Genfer Kommission flieht aus Barcelona

Genf, 25. Januar.

Wie das Sekretariat der Genfer Liga mitteilt, hat die Militärkommission der Liga Barcelona verlassen und sich auf französisches Gebiet begeben. Die Militärkom­mission hatte die Aufgaben, die angebliche Rücksendung der ausländischen Freiwilligen bei den rotspanischen Truppen zu überprüfen.

(Siehe auch Seite 2)

an dem Zustandekommen des Abkommens führend be­teiligten Mitglieder der deutschen Botschaft, Botschafts­rat Dr. Heberlein und Dr. Petersen. .

Nach der Unterzeichnung tauschten der spanische Außen­minister und der deutsche Botschafter kurze herzliche An­sprachen aus, in denen der beiderseitige Wille zum Aus­bau der deutsch-spanischen Beziehungen zum Ausdruck kam. Anschließend veranstaltete der Außenminister einen Empfang, an dem alle an den Verhandlungen und dem Abschluß des Kulturabkommens beteiligten Herren teil­nahmen.

In der Einleitung des deutsch-spanischen Kulturab­kommens heißt es, daß der Führer und der Chef der Spanischen Nationalregierung in der Ueberzeugung, daß zur Vertiefung des zwischen beiden Ländern be­stehenden freundschaftlichen Verhältnisses ein Ausbau der wechselseitigen geistigen und kulturellen Beziehungen und eine damit verbundene Förderung der gegenseitigen Kenntnis der Kultur und des Geisteslebens beider Völ­ker erstrebenswert ist, beschlossen haben, ein Abkommen über die geistige und kulturelle Zusammenarbeit beider Staaten abzuschließen.

Im Artikel 1 erklären sich die vertragsschließenden Teile bereit, der Erhaltung oder Begründung kultureller und wissenschaftlicher Einrichtungen, die sich die Ver­breitung und Vervollkommnung der Kenntnis der Kul­tur jedes der beiden Länder auf dem Gelüst des be­freundeten Staates zum Ziele setzen, ihr besonderes Wohlwollen und ihren Schutz angedeihen zu lassen.

Nach Artikel 2 werden die vertragschließenden Teile Vereinbarungen über die Errichtung eines Deutschen Hauses in Spanien durch ^die deutsche Regierung und über die Errichtung eines Spanienhauses in Deutschland durch die spanische Regierung treffen.

Ferner werden die vertragschließenden Teile das wird in Artikel 4 des Abkommens vereinbart das Studium der beiderseitigen Sprachen und Kulturen auch im Rahmen der Universitätseinrichtungsn fördern.

Nach Artikel 5 wird es das Bestreben der vertrag­schließenden Teile !ein, zur Förderung des Unterrichts der Sprache des anderen Landes an Universitäten und an anderen Hochschulen Lektorate zu unterhalten, wäh­rend nach Artikel 6 die vertragschließenden Teile an ihren Universitäten und Hochschulen die Durchführung von Gastoorträgen und Gastvorlesungen für Gelehrte und Wissenschaftler des anderen Landes fördern und darüber hinaus bei gegebener Gelegenheit einen Aus­tausch von Hochschulprosessoren und von Fall zu Fall auch von Hochschulaisistenten durchführen werden.

(Fortsetzung auf Seite 2)

Zum deutsch-spanischen Kulturabkommen

Mit der Unterzeichnung des deutsch-spanischen Kulturabkommens ist ein weiteres Bollwerk zur friedlichen Aufbauarbeit in Europa geschaffen worden. Während die Truppen Francos noch um die Befreiung der Heimat kämpfen, während sie die bolschewistischen Giftpilze Stück um Stück aus dem Boden Spaniens reißen, bereitet sich der Staat schon aus eine neue Ernte vor. Der Führer Deutschlands und der Chef der spanischen Natio­nalregierung haben eine Epoche der wechselseiti­gen Vertiefung der bestehenden freundschaftlichen kulturellen Beziehungen eingeleitet, die den Kreis erweitert, der sich um dieAchse" zieht. Die prak­tischen Erfahrungen des geistigen Austausches in­nerhalb der Achsenmächte sind zum Wertmesser für das Abkommen geworden, das ein umfassendes Programm gegenseitiger Kulturförderung ent­wickelt. ,

In der deutschen Schulreform sind bereits wich­tige Ansätze einer größeren Entfaltungsmöglichkeit der spanischen Sprache als Lehrfach in Deutsch­land gegeben worden. Die Tatsache, daß das Dritte Reich jetzt auch die Souveränität in der Erziehung an den deutschen Schulen in Spanien erhält und daß das dort. erworbene Reifezeugnis dem inner­deutschen gleichgestellt wird, ist 'von einer Trag­weite, die noch gar nicht abgeschätzt werden kann. Der regelmäßig vereinbarte Studentenaustausch, die Förderung des Lektoratswesens, der Lehrer­und Schllleraustausch sowie die Erweiterung des Studienplanes durch Gastvorlesungen sind weitere Etappen auf dem Wege zur gegenseitigen Ver­ständigung und zum gegenseitigen Sichkennen- lernen.

Von einschneidender Bedeutung ist die in dem Abkommen festgelegte Ausschaltung der politischen Emigranten aus dem geistigen Leben. Künftig wird weder auf der einen noch auf der anderen Seite irgendein Quertreiber geduldet, der Unwahrhei­ten und Entstellungen der wahren Verhältnisse in den beiden befreundeten Staaten ausstreut. Die Errichtung eines Deutschen Hauses in Spanien und der Plan eines Spanien-Hauses in Deutsch­land sollen der kulturellen Freundschaft beider Völker sichtbaren und bleibenden Ausdruck ver­leihen.

Man hat dem Nationalsozialismus vorgewor­fen, daß er Deutschland vor der Welt abriegeln wolle und die Kräfte gegenseitiger Befruchtung des Kulturlebens der Nationen verkümmern ließe. Er ist in diesem Zusammenhang, gelinde gesagt, hier und da allzu oft grundsätzlich mißverstanden wor­den. Immer wieder hat er seinen Nachbarn beide Hände entgegengestreckt und den kulturellen Wer­ten ihrer Länder die Tore nach Deutschland geöff­net. Finnische, polnische, italienische und franzö­sische Kunstausstellungen sind bei uns mit großem Aufwand eröffnet worden. Gastdirigenten aus Tokio, Paris, London, Basel, Amsterdam haben an den Pulten der Berliner Philharmonie gewirkt.

Unssr IsgSsspSegsl

(Die bsutigs Ausgabe nmkallt 16 Leitern)

Francos Truppen stehen unmittelbar vor Barce­lona; in der Stadt selbst hat sich der Roten eine Panik bemächtigt.

In Burgos wurde ein deutsch-spanisches Kultur­abkommen unterzeichnet.

Der Ncichsprcsscchef sprach in Berlin vor führende» Vertretern des Auslands.

In der Garnisonkirche von Potsdam weihte Baldur von Schirach HJ.-Vannfahnen.

Unser Gauleiter wird am Sonntag in Breme» 27 neue Ortsgruppcnsahnen weihen.

Die Eencralleutnante von Schröder und Schreiber inspizierten die Bremer Dienststellen des Reichs­lustschutzbundes.

Bei den Kreismeisterschaften der Boxer in Breme» siegte Trillhase im Halbschwergewicht über Mittag. Bei den Eisschnellaus-Meisterschasten in Earmisch- Partenkirchcn dominierten über LVO Meter die Ostmärker.

Schwere Stürme tobten an der französische» Atlantikkllste.

run" kür Herbert Xorkus. -4.m Dienstag, dem Todestage Herbert dorkus, legte der llsmbsmgendknbrer k dem IVaidkriedbek in Dlötr.ensee am Srabö des ermordeten Hitler,nngon e.nen llrsn-: nieder - Dme ren^ae e der Uitier-llugend am Srabe Herbert llorkns'I (Dresse-klokkmann)

Veutsch-spanisches Kulturabkommen

feierliche Unter;eichnung in Vurgos Veiderseitiger Wille ;um flusbau der kulturellen Vestekungen ;um flusdruck gebracht

MDN- das auserwshlke Volk?

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