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parteiamtliche Tageszeitung
Das Amtsblatt des Negierenden vürgermeisters der Freien Hansestadt vremen
Anzeisttl - Stiiudpteksil
Die 22-mw-Zelle im Anzeigenteil 13 die 78-mm-Aelle im Tert- teil 75 Ermäßigte Giundvrelse (für kleine, Familienanzeigen u. a., sowie sonstige Bedingungen Preisliste 7 lNachlaßstoffel c>). Für Anzeigen durch den Fernsprecher keine Gewähr. Annahmeschluß 16 Uhr. Geschäftsstellen: In Bremen: Am Geeren 6—8, Fern
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der Nationalsozialisten Vremens
pmlliches verkündungsblatt des Neichsstatthalters in Vldenburg und Vremen
Nr. 24 / g. Zaksrgang
Dienstag, 24. Zanuar 1SZS
Einzelpreis 15 Npf.
Note bereiten Straßenkampf vor
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Massenflucht aus varcelona setzt ein
Sowsetbonzen vertreiben die Vevölkerung aus dem Nandgebiet der katalanischen kauptstadt
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Bilbao, 24. Januar.
Wie aus Barcelona verlautet, gab dort der Bolschewistenausschuß den Befehl heraus, alle Stadtteile an der Peripherie Barcelonas und im Küstenabschnitt sowie alle Ortschaften des Küstengebietes Zwischen Garras (das inzwischen von den National- truppen eingenommen worden ist) und Barcelona von der Zivilbevölkerung zu räumen. Die Räumung der Vorstädte, die zweifellos in Verbindung mit der Vorbereitung eines Strahenkrampses ohne Rücksicht auf seine verheerenden Auswirkungen angeordnet worden ist, mutz binnen 24 Stunden durchgeführt werden.
Milizstreifen und zahlreiche Gruppen bewaffneter Kommunisten überwachen den Auszug der Einwohner, die lieber die Ankunft der nationalen Truppen abgewartet hätten, mit grausamer Härte. Trotzdem versuchen die Bewohner alles, um nicht zutiesst in das Sowjetlager getrieben zu werden. Einer größeren Anzahl von ihnen glückte die Flucht in das freie Feld.
Ferner verlautet, daß der Bolschewistenausschuß die Grenzwachen an der französischen Grenze angewiesen hat, auf alle Personen, die die Grenze ohne besonderen
Ausweis zu überschreiten versuchen, rücksichtslos das Feuer zu eröffnen. Damit soll die Flucht der wehrfähigen Männer nach Frankreich verhindert werden.
Die Gerüchte, denen zufolge der Oberiolschewist Azana Varcelona bereits verlassen hat, verdichten sich. Er soll sich nach Valencia begeben haben. Auch der Ausschuß der baskischen Bolschewisten bereitet seine llebersiedlung vor. Er hat aber anscheinend von Spanien genug, denn er will nach Frankreich. Angeblich soll die französische Regierung nichts dagegen haben, daß er sich in Perpignan niederläßt.
Je mehr sich die siegreich vordringenden national- spanischen Truppen Barcelona nähern, und je stärker in der katalanischen Hauptstadt der Geschützdonner zu hören ist, deste größer werden Kopflosigkeit und Angst der roten Gewalthaber, die nun ihre letzte Stunde nahen sehen. Alle bolschewistischen Zeitungen Barcelonas bringen riesige Schlagzeilen mit der vergeblichen Aufforderung, daß sich jedermann unbedingt an den Befestigungsarbeiten beteiligen müsse.
Nachdem bereits SOjährige zum Frontdienst gepreßt worden sind und auch alle weiblichen Angehörigen der Gewerkschaften Kriegsdienste leisten müssen, bleiben für die Schanzarbeiten nur noch Greise und Kinder übrig. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, daß ist die Kolonnen der roten Milizen als Kanonenfutter schon 12jährige gesteckt wurden.
Für die Kopflosigkeit der Bolschewisten bezeichnend ist eine Bekanntmachung, in der jetzt der öffentliche Kricgszustand in Barcelona proklamiert wird, nachdem die Stadt bereits in Sichtweite der immer näher herankommenden nationalspanischen Truppen gekommen ist.
knükamps um Katalonien im Sänge
Manresa völlig eingekreist — stlle fünf Armeekorps im Vormarsch
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Lerida, 24. Januar
An der katalanischen Front setzten gestern bei günstigstem Kampfwetter die Operationen auf allen Abschnitten wieder ein. Alle fünf Armeekorps dringen in ständiger gegenseitiger Verbindung konzentrisch in Richtung Barcelona vor.
2m Nordabschnitt konnte das Armeekorps Urgel unter General Mu n oz G r an d e die Straße zwischen Pons und Jgualada in ihrer gesamten Länge erobern. Dabei wurden die Ortschaften Tora und Visca besetzt. Im Abschnitt Manresa vollendet das Armeekorps Maestrazgo unter General Garcia Valino die Einkreisung der Stadt Manresa, dem wichtigsten Stützpunkt der Bolschewisten. Die nationalen Truppen beherrschen bereits die Straße Manresa—Solfona, obwohl sich die Sowjetspanier gerade in diesem Abschnitt verzweifelt verteidigen und versuchen, sich hinter dem Llobregat zu verschanzen, der westlich an Manresa vorbeifliegt. Eine weitere Abteilung des Generals Garcia Valino hat die Straße Manresa—Jgualada unmittelbar südlich von Manresa abgeschnitten.
2m Abschnitt Jgualada rückt das Armeekorps Aragon unter General Moscardo längs der Hauptstraße Jgualada—Barcelona erfolgreich vor. Dre erreichte Linie wurde bisher noch nicht bekanntgegeben, jedoch erfährt man, daß die Stadt Jgualada bereits 18 Kilometer hinter den nationalen Truppen liegt.
Im Mittelabschnitt stießen die Navarra- Brigaden von Villafranca del Panades aus rn nord- ' östlicher Richtung gegen den wichtigen Knotenpunkt Martorell an der Straße Jgualada—Varcelona vor.
Im Küstenabschnitt nähert sich das Armeekorps aus Spanisch-Marokko unter General Yague m Eilmärschen der strategisch wichtigen Ortschaft Earras, die an der felsigen Steilküste ,n unmittelbarer Nahe der Vororte von Varcelona liegt. In den Bergen nm Earraf sollen die Bolschewisten eine ihrer wichtigsten Verteidigungslinien zum Schutze Barcelonas unter Anleitung französischer Fachleute angelegt haben. Hmter , Earraf senkt sich das Gelände lang,am zur Ebene von Varcelona. Ihre letzten Verteidigungslinien haben die Bolschewisten, wie verlautet, am Llobregat-^lug, unmittelbar am Stadtkern von Varcelona, errichtet, Kreisen des nationalspanischen Hauptquartiers geht man der weiteren Entwicklung der Operationen m,t großer Zuversicht entgegen.
Keine sttempause der Noten
> Saragossa, 24, Januar.
Der nationale Heeresbericht bestätigt die bereits gemeldete Eroberung zahlreicher Ort,Haften an der Katalonien-Front und meldet darüber hinaus im Abjchmtt Solsona die Einnahme von Ogern und Rivelles. im Abschnitt Manresa, die der Ortschaften Agmlar de Se- garra Rajadell und Rubio. Besonders große trort,chrltte wurden im Abschnitt Villafranca de Panades erzielt. wo nicht weniger als 19 Dörfer in nationalen Besitz fielen, darunter Monistral de Noya, Cantallops an der Straße Villafranca—Barcelona sowie Avinionet und Olerdolas. — An der Estremadura-Front wurden feindliche Angriffe mühelos abgewiesen. Nationale Flieger bombardierten mll,tari,che Ziele in Barce- lona. Valencia. Gandia und Malgrall.
Am Sonntag gelang es dem Marokkokorps unter General Aague Sän Pedro Ribas ,owre das wichtige Industriezentrum Vallcarca 5 Kilometer östlich von Sitges zu erobern. Der Vormarsch m Richtung Castell de Fels dauert an. Die weiter nördlich vorgehenden Navarra-Brigaden besetzten den Ort Sau Jaime an der Bahnlinie Jgualada—Barcelona und überschritten den Noya-Fluß, wo der Feind starke Befestigungen errichtet hatte. Die Ortschaft Vallbona an der Straße Jgualada—Martarell wurde im Sturm genommen. Im Nordabschnitt besetzte die Urgel-Armee Sanahufa an der Straße von Pons nach Jgualada.
Die Gesamtzahl der bisher an der Katalonienfront Gefangenen beträgt 39 590, wobei die Gefangenen der letzten drei Tage nicht eingerechnet sind.
Sowjelspanier räumen auch das örenrgebiet
Paris, 24. Januar.
Dem „Jntransigeani" zufolge haben die sowjetspa- nischen Truppen in der Nacht zum Montag an der französischen Grenze in der Gegend von Seo d'Urgel einen Teil ihrer Streitkräfte und das Kriegsmaterial zurückgenommen und auch die Zivilbevölkerung größtenteils abbefördert. Eine Verteidigungslinie sei jedoch in der Gegend der Grenzstadt Pmgcerda belassen worden, um die Verbindung zwischen Varcelona und der französischen Grenze zu sichern und die Räumung der katalanischen Hauptstadt zu erleichtern.
„Maginot-tinie" Sarrelonas durchstoßen
Die nationalen Kolonnen haben die Vefestigungs- linie, die sich östlich von Jgualada in südlicher Richtung bis zur Küste bei Garraf erstreckte und die von den Sowfets großspurig „M a g i n o t-Lini e Barcelonas" genannt wurde, durchstoßen. Im Abschnitt Jgualada selbst ist dieser Durchstoß erfolgt. Wichtige befestigte Stellungen der Roten sind fast kampflos in nationalen Besitz übergegangen.
Verzweifelter Vorstoß in Paris
(Oraktbsrielrt unssrss Larissr Vortrstsrs)
Paris, 24. Januar
Der französische Außenminister Bonnet hat am Montagnachmittag den rotspanischen „Außenminister" del Vayo zu einer längeren Besprechung empfangen, über die strengstes Stillschweigen bewahrt wird. In unterrichteten Kreisen nimmt man jedoch an, daß über die Aufnahme der roten Flüchtlinge in Frankreich verhandelt worden ist. Man vermutet, daß in den nächsten Tagen über eine Million Menschen nach Frankreich flüchten werden.
Außenminister Bannet hatte feiner am Montag eine Unterredung mit Ministerpräsident Daladier über die internationale Lage. der man in diplomatischen Kreisen große Bedeutung beimißt. Am Quai d'Orsay erklärt man, daß wahrscheinlich die Kammerrede Bonnets erneut verschoben wird.
7m Zeichen des Zusammenbruchs
Die Agentur Fonrnier berichtet aus Moskau, daß die Archive der spanischen kommunistischen Partei und der sowjetrussischen diplomatischen Vertreter in Rotspanien schon in Moskau eingetroffen sind.
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Blick hinter die Kulissen der Scheindemokratien
R. K4ü. Die Patentdemokratien gehen seltsame Wege. Lagen wir ohne Umschweife: Zickzackwege. Der nachdenkliche Mitbürger weiß in den Staaten mit angeblich „glänzender demokratischer Tradition" nie, woran er eigentlich ist — sofern er nicht von Zeit zu Zeit einen Blick hinter die Kulissen der parlamentarischen und journalistischen Akteure werfen darf. Ob die Szene, die jeweils über die politische Bühne seines Landes geht, echt und lebenswahr ist, oder ob sie nur ein der Sinnestäuschung dienendes theatralisches Machwerk mit verschleierten Nebenabsichten darstellt, das kann der Hintergangene in den wenigsten Fällen vom „Zuschauerraum" aus beurteilen. Er wird allzu leicht, ohne es zu merken, ein Opfer politischer Ablenkungs- und Verwirrungsmanöver, die hier mit einigen Beispielen aus dem Gegenwartsgeschehen durchleuchtet seien:
In Frankreich, das sich so gern als Mutterzelle der sogenannten Demokratien ausgibt, konnte ein großer Teil der Presse angesichts des Siegeszuges der Truppen Francos schon vor 14 Tagen nicht mehr die Tatsache übersehen, daß sich die meisten französischen Blätter in der Spanien- frage auf das falsche Pferd gesetzt hatten. Die Frage, die viele betroffene Leitartikler Tag und Nacht beschäftigte, lautete: „Wie sag ich's meinem Leser?" Einige Blätter glaubten sich dadurch aus der Asfäre ziehen zu können, daß sie plötzlich wieder einmal „Waffen" gegen Italien und Deutschland schmiedeten. Die rettenden Parolen: „Schnell die Ehre des italienischen Soldaten angreifen! Schnell „faschistische Expansionspläne auf dem Balkan" ausrollen! Und vor allem die Spalten der Zeitungen mit Enthüllungen über .aggressive Absichten des nationalsozialistischen Reiches im Osten' füllen!!" Eine heftige Attacke gegen Rom und Berlin, so blinzelten sich die Auch-Iournalisten einander zu, lenkt den französischen Zeitungsleser mit tödlicher Sicherheit von der fatalen Spanien-Pleite seines Blattes ab! Daß diese Lllgenfabrikation der Panikmacher u. a. dem freundschaftlichen deutsch- französischen Abkommen vom vorigen Jahre widersprach, spielte an der Seine keine Rolle. Die Hauptsache: den Franzosen wurde erneut Sand in die Augen gestreut, frisch importierter grobkörniger Sand aus Mitteleuropa . . .
Auch jenseits des Kanals fehlte es bisher nie an besonderen taktischen Mitteln, wenn es galt, peinliche Situationen im eigenen Machtbezirk der Aufmerksamkeit unangenehmer Kritiker zu entziehen. Der jüngste Fall reiht sich seinen Vorläufern würdig an: Um den Blick der Weltöffentlichkeit von gewissen Vorgängen innerhalb der revoltierenden Völkerschaften des britischen Imperiums abzulenken, mischte sich England, geräuschvoll gegen Tokio protestierend, in den japanisch- chinesischen Streitfall ein und machte sich damit zum Anwalt in einer Sache, die ihm in Wirklichkeit bei weitem nicht so heftig wie seine Sorgen im eigenen Lande auf den Nageln brennt!
Und die Vereinigten Staaten von Amerika? Sie durften natürlich beim Wett- lauf der Demagogen als Rekovdanwärter nicht fehlen, Ja, Washington erwies sich sogar als einer der genialsten Gerüchteproduzenten, den die Welt je gesehen hat: Die USA.-Regierung erfand unter Anwendung des jesuitischen Grundsatzes „Der Zweck heiligt die Mittel" die „Gefahr faschistischer Invasion in Südamerika" und darüber hinaus die „Bedrohung des gesamten amerikanischen Kontinents durch die ach so expansionsfreudigen Achsenmächte". Liegt der Unsinn solcher Verdächtigungen Deutschlands und Italiens auch auf der Hand, so hat diese Politik des Kinderschrecks doch Methode. Die Verwirrung der öffentlichen
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Die Roten Lerciten in verbrecherischer Mordgier den Straßenkampf in Varcelona vor.
Auf der Rcichstagung des Ausschusses für HJ.- Heim-Beschaffung sprachen Baldur von Schirach und Reichsminister Dr. Frick.
In München begann eine bedeutsame Tagung der Kommission sür Wirtschaftspolitik der NSDAP. Bei den Huckelricde-Kascrnen wird eine ausgedehnte Lindenallee gepflanzt.
Eine große Anzahl lehrreicher Veranstaltungen wird am 29. Januar der Tag der Polizei in Bremen bringen.
Einer der belanntcstcn deutschen Fußballspieler, der Wiener Matthias Sindelar, ist gestorben. Zahlreiche Todesopfer forderte ein erneuter starker Kälteeinbruch in den Weststaaten Nordamerikas.