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der Nationalsozialisten Bremens
Amtliches verkündungsblatt des Neichsstattliaiters in Oldenburg und Meinen
Nr. 1? / 3. ZaHrgang
Dienstag, 1?.Zanuar 13ZS
kinzelpreis 15 Nps.
fluch Mandfchukuo reiht sich ein
velkrttt zum flnti-kommlem-flbkommen
fler Kampfbund der jungen Llrdnungsstaaten gegen den Kommunismus erneut verstärkt
Hsingking, 17. Januar
In einer soeben veröffentlichten Erklärung des mandschurischen Ministerpräsidenten heitzt es, daß Mandfchukuo dem Ersuchen der Anti-Komintern-Mächte gern Folge leisten möchte und beschlossen habe, sich in die Front der Anti-Komintern-Mächte einzureihen.
Tokio, 17. Januar
Der Sprecher des japanischen Außenamts erklärte, die Komintern als Feind der Menschheit schmiede Ränke zur Vernichtung von Geschichte und Kultur und Zerstörung der Ordnung jeder Nation. Es sei daher selbstverständlich, daß diese Organisation in keinem Teil der Welt geduldet werden dürfe. Alle Mächte seien berufen, diese Organisation in enger Zusammenarbeit auszurotten. Durch den Veitritt Mandschukuos habe sich nun eine antibolschewistische Front gebildet, die sich über Europa und Asien ausbreite. Japan begrüße herzlich den Hinzutritt zweier starker Glieder im Osten und Westen.
Diese erneute Verstärkung des Kampfbundes der jungen Ordnungsmächte gegen die Elemente des Verfalls und der Zerstörung findet in Deutschland ein um so freudigeres Echo, als das deutsche Volk schon von jeher die Entwicklung des neuen aufstrebenden Reiches im Fernen Osten mit Anteilnahme und Bewunderung verfolgte. Die Sympathien zwischen dem Reich und Mandfchukuo fanden vor allem im Sommer letzten Jahres aus
Anlaß der Aufnahme diplomatischer Beziehungen und des Abschlusses eines Freundschaftsvertrages sinnfälligen Ausdruck. Ferner darf in diesem Zusammenhang daran erinnert werden, daß sich auch die kulturellen und insbesondere die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Staaten in erfreulicher Weise entwickelt haben. Mandschu- kuo steht schon seit einer . Reihe von Jahren in der vordersten Front des antibolschewistischen Kampfes. Bei den Bestrebungen, das chinesische Reich zu zersetzen und seinem Einfluß zu unterwerfen, hatte Moskau stets besondere Aufmerksamkeit den mandschurischen Provinzen gewidmet, die ihm nicht nur als Plattform gegen Zentral- china, sondern auch als Sprungbrett gegen Japan dienen sollten. Eines der gefährlichsten Instrumente, deren sich Moskau bei dem Versuch, die Mandschurei zu bolschewisieren, bediente, war neben der kommunistischen Partei die sogenannte ostchinesische Eisenbahn, durch die nicht nur der gesamte Verkehr kontrolliert, sondern auch das ganze Land mit Spionen und Kominternfunktionären durchsetzt werden konnte. Insbesondere
aber trug das Banditenunwesen dazu bei, die Mandschurei'in dauernder Unruhe zu halten. Entlang der mandschurischen Grenze wurden rund 59 000 ehemalige Soldaten der rotem Armee angesiedelt. Im Hinterland entstanden zahllose Be- sestigungswerke und Flugplätze als Stützpunkte der roten Fernost-Armee. Im Laufe der vergangenen Jahre ereigneten sich auch tatsächlich an der sowjetrussisch-mandschurischen Grenze unzählige Zwischenfälle, durch die Moskau immer neue Konflikte heraufzubeschwören versuchte. Im September 1931 entstand in der Mandschurei eine nationale Bewegung, die es sich zum Ziele setzte, das Land von dem bolschewistisch verseuchten China loszulösen. Im folgenden Jahre wurde die „Hsieh-he-hui"-Bewegung gegründet, die die Abwehr gegen den Kommunismus energisch aufnahm. Ihren Erfolgen ist. es in erster Linie zu danken, daß die Idee der nationalen Selbständigkeit und des Aufbaues eines neuen Staates mit kompromißloser Frontstellung gegen Moskau immer stärker um sich griff und schließlich im Februar 1932 zur Ausrufung des unabhängigen Kaiserreiches Mandfchukuo führte. Als festes Bollwerk hat sich nun Mandfchukuo dem bereits durch Ungarn verstärkten Dreieck Berlin—Rom- Tokio angeschlossen, um mit ihm unter gemeinsamer Abwehr aller zerstörenden Elemente am Aufbau einer neuen Weltordnung mitzuarbeiten.
framos kuppen auf dem lliegeszug
fluch der Knotenpunkt cervera gefallen — Vormarsch längs der Küste aus varrelona
Saragossa, 17. Januar.
Die nationalspanische Aragon-Armee setzte ihren Sie- geszng aus die Stadt Cervera fort. Drei Kolonnen griffen Cervera an und zwar je eine von Norden, eine von Süden und eine von Westen, auf der Straße von Lerida. Bei dieser Lage brach die bolschewistische Verteidigung, die verzweifelt war, rasch zusammen. Cervera ging restlos in nationalem Besitz über.
Dem Fall des lange umkämpften Tarrega folgte damit unmittelbar die Eroberung der stärksten Barriere auf der direkten Straße Lerida — Barcelona. Cervera bildete den Mittelpunkt des besonders stark ausgebauten Verteidigungssqstems im Norden von Barcelona und hat 8888 Einwohner. Es hat große Zementfabriken und ist bekannt durch seinen Markt für landwirtschaft liche Erzeugnisse. Die Entfernung von Jgualada. der nächsten größeren Stadt, beträgt 38 Kilometer. In Cervera treffe» sich fünf Straßen.
Die nationalen Truppen setzten ihren Vormarsch über die Stadt hinaus fort.
Nach einer zusammenfassenden Meldung des Hauptquartiers wurde bei dem Vormarsch der nationalspanischen Truppen am Sonntag ein Gebiet mit einer Eesamtbevölkerung von 200 000 Personen vom bolschewistischen Joch befreit. Mehr als 50 Kilometer Küste ging in den Besitz der Nationalen über. Unter den eingenommenen 58 Ortschaften befinden sich u. a. auch Con- cevallcs, Montornes und Molla. Bis zum Sonntag betrug die Eesamtziffer deck seit Beginn der Offensive eroberten Gebietes 7225 Quadratkilometer.
Nach der Einnahme Tarragonas rückte die spanisch- marokkanische Division General Pagues in Eilmärschen längs der Küste vor und befand sich in der Nacht bereits 15 Kilometer nordöstlich von Tarragona entfernt
Note kntlastungsossensive zusammengebrochen
Saragossa, 17. Januar.
An der Estremadura-Front versuchten die Sowjet- spanier eine Entlastungsoffensive ins Rollen zu bringen, die jedoch am Widerstand der nationalen Truppen kläglich zusammenbrach. Ein sofortiger nationaler Gegenstoß konnte wiederum dem Gegner starke Verluste beibringen. Die nationale Luftwaffe konnte erfolgreich eingesetzt werden. So wurden die Hafenanlagen von Valencia, Barcelona und Denia bombardiert'und umfangreiche Zerstörungen angerichtet. Die nationalen Jagdflugzeuge leisteten wertvolle' Unterstützung für die Bewegungen der Truppen.
Sotfchast srancos
Burgos, 17. Januar.
Anläßlich der großen Erfolge der nationalspanischen Armee in Katalonien wurde über alle nationale» Sender sowie über Lautsprecher an den Fronten eine Botschaft des Generalissimus an ..alle Spanier beider Zonen" verbreitet. General Franco betonte darin, daß weiterer Widerstand der Roten ein Verbrechen wäre, da er vollkommen zwecklos fei, wie die Schlachten in Ära- gonien und in den Provinzen Biscaya und Santander es seinerzeit bewiesen hätten. . „ < ,
Franco erinnerte in der Botschaft an die Ueberlegen- heit der roten Armee gegenüber den nationalen Kräften zu Beginn des Krieges, als die Roten über den größten
Teil der spanischen Marine, über Waffenlager, Arsenale und die Organisation des Staates verfügten und die Unterstützung durch Tausende und aber Tausende Ausländer sowie ungeheure Lieferungen ausländischen Kriegsmaterials besaßen. Trotzdem mußten die Roten Niederlage auf Niederlage einstecken, und heute, nachdem sie ihre Ueberlegenheit auf allen Gebieten eingebüßt haben, bedeute die Verlängerung des Krieges ein noch größeres Verbrechen als je zuvor.
Das nationale Spanien kämpfe nicht nur für den militärischen Endsieg, sondern auch für den.sozialen Aufbau und die politische Einheit des Vaterlandes. Im neuen Spanien werde kein Herd ohne Feuer und kein Spanier ohne Brot sein. Als Beweis für den sozialen Charakter des neuen Staates führte der Generalissimus die zahlreichen Maßnahmen und Gesetze an, die das nationale Spanien zum Schutze der Arbeiter gegen Ausbeutung und zum Schutz der Familie auf den verschiedensten Gebieten bereits durchgeführt hat. Den Be
hauptungen der roten Hetzer gegenüber, nach denen Nationalspanien für ausländische Interessen kämpfe, betonte General Franco erneut die Unantastbarkett spanischen Bodens. Die nationale Bewegung kenne nur ein Ziel: Spanien.
Moskau küllt sich m Schweigen
Warschau, 17. Januar.
Die Einnahme Tarragonas durch die Truppen Fran- cos und die unmittelbare Bedrohung, die hierdurch für, Barcelona entstanden ist, hat Moskau vor Entsetzen die Zunge gelähmt. Während die sowjetamtliche Agentur und die beiden großen Moskauer Blätter bisher noch stets über jede Phase des Krieges in Spanien eine „Erklärung" zur Hand hatten, schweigen sie sich über die neueste Entwicklung bis zur Stunde vollkommen aus.
Das „Spiel" um Palästina und Syrien
R. k/lii. Die arabische Welt steht in der Palästina- und Syrienfrage vor wichtigen Entscheidungen, wie auch die Mandatsmächte England und Frankreich demnächst Entschlüsse von weittragender Bedeutung zu fassen haben werden. Durchleuchten wir zunächst das eine der beiden aktuellen Probleme. Obschon der neue Termin für den Zusammentritt der Londoner Palästinakonferenz, die ursprünglich Mitte Januar beginnen sollte, infolge der vieldeutigen Haltung einzelner arabischer Führer noch nicht festgesetzt werden konnte, so lassen' doch die Vorberatungen des arabischen Oberkomitees mit dem Größmufti von Jerusalem einerseits sowie die Verlautbarungen aus englischer Quelle andererseits mit Sicherheit auf einen erbitterten Interessen-Wid erst reit schließen. Im Aktionsbereich des Palästinaausschusses der Araber wurden, was die Situation vielleicht am besten charakterisiert, bereits ernste Selbstfchutzmaßnahmen für den Fall einer ausgesprochen antrarablfchen Beschlußfassung der Londoner Konferenz in Erwägung gezogen.
Wo liegen die Ursachen für den Pessimismus und die Nervosität der Araber? Um hier sofort das Wesentliche festzustellen: Man fühlt sich in Palästina bei aller Gewißheit, im Kampfe um die Freiheit nicht auf verlorenem Posten zu stehen, der erfahrenen, mit allen Hunden gehetzten englischen Diplomatie unterlegen, die man offensichtlich mehr als den Einsatz britischer Militärkräfte furchtet. In der Tat ist es London in den letzten Monaten gelungen, die naturgegebenen Verbündeten der Palästina-Araber, nämlich die Staaten Saudi-Arabien, Transjordanien und den Irak' (von Syrien wird noch besonders die Rede sein) erneut zu einer mindestens nicht englandfeindlichen Politik zu bewegen. So sind vor einiger Zeit im Anschluß an Unterredungen eines britischen Sonderbeauftragten mit Ibn Saud in der arabischen Presse Meldungen über angebliche englische Zugeständnisse an diesen Herrscher aufgetaucht; imIrak wurde der mit den Palästina-Ärabern sympathisierende Ministerpräsident Madfai unter britischer Regie vom englandfreundlichen Nuri Said abgelöst, und über die Abhängigkeit des transjovdanischen Emir Abdullah von der britischen Regierung, die von Zeit zu Zeit die Hoffnung ihres Günstlings aus Vereinigung eines Teiles von Palästina mit Transjordanien nährt, besteht schon seit langem kein Zweifel mehr. Die Vertreter der genannten Staaten dürften auf der. Londoner Konferenz — das kann jedenfalls die britische Einkreisungsdiplomatie bereits auf ihrem Konto verbuchen — wenig Neigung an den Tag legen, mit den arabischen Freiheitskämpfern des blutenden Palästina im
Ungarns Außenminister Sraf lsakg in verlin
flussprache zwischen dem sichrer und dem ungarischen 6ast im veisein o. Mbbentrops
Berlin. 17. Januar.
Gestern traf der ungarische Außenminister Gras Csaky aus Budapest kommend, mit dem fahrplanmäßigen Zug auf dem Anhalter Bahnhof in Verlin ein, wo sich der Rcichsminister des Auswärtigen von Nibbentrop zur Begrüßung des ungarischen Gastes eingesunken hatte.
Ferner war der Berliner ungarische Gesandte Sztojay mit den Herren der Gesandtschaft erschienen. Zum Empfang waren ferner anwesend: Staatssekretär Weizsäcker, Gesandter Aschmann. der deutsche Gesandte in Budapest von Erdmannsdorff, der Chef des Protokolls, Gesandter Freiherr von Doernberg und Vortragender Legationsrat Hcinberg. Von italienischer Seite war der italienische Botschafter in Berlin Atlolico erschienen.
Nach herzlicher Begrüßung geleitete Reichsminister von Nibbentrop den ungarischen Gast im Kraftwagen zum Hotel „Adlon". wo Außenminister Graf Csakn während seines zweitägigen Berliner Aufenthaltes wohnt. In seiner Begleitung befinden sich der Chef der politischen Abteilung des Außenministeriums, Üegations- rat Kühl, der Kabinettschef des Ministers, Legationsrat Bartheldy und der Chef der Presseabteilung des Außen- mini't;r:um- Legationsrat Raviczky.
Der Reichsminister des Auswärtigen von Nibbentrop empfing dann mittags in Anwesenheit des Königlich Ungarischen Gesandten Sztojay Graf Csaky. Die zwei Stunden dauernde Aussprache, die in freundschaftlichem und herzlichem Rahmen geführt wurde, diente der eingehenden Erörterung der deutsch-ungarischen Beziehungen.
Aus Anlaß des Besuches des ungarischen Außenministers gab der ungarische Gesandte Sztojay ein Mittagessen, an dem neben dem ungarischen Außenminister und einer Begleitung Reichsaußenminister von Nibbentrop und der italienische Botschafter Attolico teilnahmen. Ferner waren anwösend Reichsinnenminister Dr. Frick, Reichsminister Rüst, Reichsminister Frank,
Reichsminister -Funk, Generaloberst Keitel, Reichspressechef Dr. Dietrich, Reichsleiter Bouhler, Reichsjugendführer von Schirach, Staatssekretär General-
H-ukn.: kiossö-üokrwLim
obcrst Milch, Staatssekretär Freiherr von Weizsäcker, General der Flieger Stumpfs, Staatssekretär Keppler, Obergruppenführer Lorenz und Gruppenführer Heydrich.
Der Führer empfing im Beisein des Reichsministers des Auswärtigen von Nibbentrop am Nachmittag in den Räumen der neuen Reichskanzlei den ungarischen Außenminister Graf Csaky zu einer Aussprache.
Unser Vssesspsegsl
(Die bsutigs Ausgabe uwks.Lt 14 8sltsu)
Der Siegeszug Francos wurde mit der Eroberung Ceroeras fortgesetzt.
Die Spannung Rom—Paris hat sich erheblich verschärft.
In England ereigneten sich mehrere geheimnisvolle Vombencxplosioncn, denen auch Menschenleben zum Opfer sielen.
Der ungarische Außenminister Gras Csaky wurde in Verlin vom Führer empfangen.
Das deutsch-türkische Kreditabkommen wurde unterzeichnet.
Stabschef Lutze besichtigte das Volkswagenwerk bei Fallerslebcn.
Generaladmiral Raeder besucht aus Anlaß des Stapellaufes des Kreuzers „14" Bremen.
Kreisleiter Blank- sprach aus d-r Eröffnungsfeier- stunde der Bürger „Woche der Weltanschauung". Senator Konsul Otto Flohr wurde 78 Jahre alt. In Bremen begannen die Internationalen Hallentennis-Meisterschaften.
Die Arado 78 landete in Sydney.