Ausgabe 
(16.1.1939) Nr. 16
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der Nationalsozialisten Vremens

flmtliches Nerkündungsblatt des Neichsstattkalters in Oldenburg und lremen

Nr. 16 / 9. Zalirgang

Montag, 16. Zanuar 1SZS

kinzelpreis 15 Nps.

larragona und Neus in nationalem vefitz

Einbruch in die Provinz varcelona

fluch Larrega erobert / kin Siegsszug, wie er^jm bissteeigen krieg noch nicht dagewesen ist Ungeheurer Jubel im nationalen Spanien / Vor der endgültigen Katastrophe?

Saragossa, 16. Januar.

Auf ihrem siegreichen Vormarsch in Katalonien haben die nationalen Truppen am Sonntagmittag die bedeutende Hafenstadt Tarragona besetzt. Kurz nach 12 Uhr drangen nationalspanische Abteilungen in die ersten Häuser der Stadt ein, und bereits um 12.36 Uhr hielt die 5. Navarra-Division unter dem Befehl des Generals Batista San- chez ihren Einzug. Andere Abteilungen gelangten 16 Kilometer östlich von Tarragona bei Tamarit ans Meer, nachdem sie den Fluß Gaya überquert hatten. Auch die Stadt Reus ist von nationalen Truppen eingenommen worden.

Der schnelle Vormarsch der nationalen Truppen an allen Fronten in Katalonien dauert immer noch an. Er verwandelt sich in einen triumphalen Siegeszug, wie er im bisherigen Kriege noch nicht dagewesen ist. Nach der Einnahme von Tarragona, Rens und Angle- sola fiel in den ersten Nachmittagsstunden des Sonn­tags auch der wichtige Knotenpunkt Tarrega, das hart umkämpft wurde und an der Kreuzung der Stra­fen LeridaBarcelona und ArtesaMontblanch liegt. Von Tarrega aus setzte die Aragon-Armee unter Gene­ral Moscardo ihren Vormarsch unaufhaltsam aus Cervera fort. Die Lage dieser Stadt ist ebenfalls kritisch geworden. Figuerosa, 8 Kilometer nord­westlich von Cervera, wurde schon genommen. Andere Abteilungen sind in die Provinz Barcelona vorgestoßen und befinden sich etwa 20 Kilometer vor der wichtigen Industriestadt Igualada, eine der wichtigsten «tiidte der Provinz Barcelona. Auch die.Hafenstadt Hospi - talet zwischen Tortosa und Tarragona ist in nationaler Hand.

Im Abschnitt Reus nahmen die Navarra-Drigaden und das Marokko-Korps am Sonrktag über 40 Ortschaften, die in dem Dreieck Montblanch TaragonaHospitalet liegen.' Die Mcirokkaner wer­den von General Pague und die Navarra-Bri-gaden von General Solchaga befehligt. Die großen Erfolge der nationalen Truppen mit dem Fall von Tarragona und Reus und die weiteren Siegesmeldungen von der Front versetzen das ganze nationale Hinterland in einen Zustand unbeschreiblicher Begeisterung. Bereits am Sonntagmittag waren in Stadt und Land alle Häuser beflaggt. Bereits am Sonntagnachmittag bil­deten sich spontan Umzüge, die. in den Städten unter dem Gesang nationaler Lieder durch die Straßen zogen.

Sie öedeutung der Eroberung von tarragona und Neus

Mit Tarragona ist einer der wichtigsten Mit­te l m e e r h äse n und die weit bedeutendste Stadt Kataloniens in die Hände der Franco-Truppen ge­fallen. Tarragona kann bei dem Angriff auf Barce­lona als Flottenstützpunkt benutzt werden. Von hier aus führen Straßen und Eisenbahnen nach Ca- stellon. Varcelona, Lerida und Saragossa. ^ Die Ent­fernung nach Barcelona auf der Landstraße beträgt 80 Kilometer. Die Einnahme Tarragonas verkürzt die Front um mehr als 100 Kilometer. Tarragona selbst hat in normalen Zeiten 350 000 Einwohner. In­folge der großen Zahl von Flüchtlingen aus ganz Ka­talonien ist die Einwohnerzahl gegenwärtig erheblich größer. Die Provinz Tarragona, die ebenfalls fast ganz in den Besitz der Nationalen geriet, gehört zu den dichtbevölkert st en Gebieten Spaniens, Tarragona hat eine bedeutsame Industrie. Bekannt ist feine Kathedrale in romanischem Stil. Die Ein­wohner bereiteten, soweit sie zurückgeblieben sind, den nationalen -Truppen einen begeisterten Empfang, Die Navarra-Divisionen wurden bei ihrem Zug durch die Stadt triumphal gefeiert. Im Hafen konnten infolge des überraschenden Vordringens der nationalen Trup­pen verschiedene rotipaniiche Schilfe noch geschnappt werden, als sie im Begriff waren, auszulaufen. An Bord'befanden sich viele Stücke, die aus Plünderungen und Raubzllgen der Bolschewisten stammen nnd ent- fllkrt werden sollten.

Die Einnahme von Reus ist von nicht geringerer Bedeutung als 'die von Tarragona. Diese Stadt hat 30 000 Einwohner. Sie ist eins der größten In­dustriezentren Spaniens und bekannt durch ihre Bronze- und Kupfergießereien, ihre Textilindustrie, chstmftche Industrie und Möbelfabrikation, Bon bei an­derer Wichtigkeit ist der Bahnhof von Reus und die nicht zu unterschätzende Rüstungsindustrie, die sich ''un in nationalipaniichem Besitz befindet.

. Sie erfolgreichen Spervtionen des Sonnabends

Der nationale Heeresbericht vom Sonnabend bestätigt den glänzenden Vormarsch der nationalen Trrkppen auf allen Frontabschnitten. Die längs der Straße Mont­blanchJgualada vorrückenden Abteilungen besetzten sechs Dörfer. In dem Dreieck TortosaFalzetTarra­gona setzte die spanische Marokko-Armee des Generals Pague ihre Säuberungsaktion fort, ohne großen Widerstand zu finden. Sie eroberte insgesamt 13 Ort­schaften. Damit befindet sich das grämte Gebiet zwischen Tortosa. Hospitalet und Fstlset in nationalem Besitz. Die Gesamtzahl der Gefangenen betrug am Sonnabend 2240.

Der Einzug der nationalen Truppen in die Stadt Balls gestaltete sich zu einem wahren Tnumphzug. Alle in der Stadt verbliebenen Einwohner hißten patio- nale Flaggen und begrüßten begeistert die einmarschie­renden Truppen. Der Vormarsch vollzog sich mit solcher Schnelligkeit, daß ein Eisenbahnzug, mit dem die Bolsche­

wisten ihre Beute von der Plünderung der Stadt Balls in Sicherheit bringen wollten, noch rechtzeitig aufgehal­ten werden konnte. Die Verluste der Bolschewisten sind ungeheuer stark. Unter den aufgefundenen Toten befand sich der oberste Anführer der 14. sowjetspanifchen Brigade.

Der Frontberichterstatter des Deutschen Nachrichten­büros meldet zu den Operationen am Sonnabend-

llcber Perpignan erfährt man aus Barcelona, daß die dortigen Bolschewistenhauptlinge völlig nie­dergeschlagen sind infolge der sich überstürzenden Katastrophenmeldungcn von der zurückflutenden Front, Der Bolfchewistenausschuß hält' eine Dauersitzung ab. Es wird beraten, was noch getan werden könnte, um die endgültige Katastrophe hinauszuschieben. Die bolschewistischen Sender wenden sich in immer neuen Aufrufen an die Bevölkerung, doch nicht nach­zulassen imEifer für die marxistische Sache", Man hört das alte Lied von derVerantwortung, die die Bevölkerung Kataloniens für alle Demokratien trage," Um dieses Gewinsel der bolschewistischen Sender küm­mert sich das Volk jedoch immer weniger. Verschiedent­lich werden schon offen, die Anordnungen derRegie­rung" sabotiert. Den Mobilistcrungsbef'ehlen wird kaum noch nachgekommen, obwohl die Polizei in verstärktem

Detmold, 16. Januar,

Die Großkundgebung der lippischen Erinnerungsseier in der Halle I des Detmolder Fliegerhorstes, in der Reichsorganisationsleiter Dr. L e y zu mehreren tausend Volksgenossen sprach, wurde vom stellvertretenden Gau­leiter Staatsrat Stangier eröffnet.

Dr. Ley wies im Anfang auf den lippischen Wahl­kampf'vor nunmehr sechs Jahren hin, der bestimmend für die Geschicke Deutschlands und weiter ein Beweis für die Klugheit un» Vorsicht des Führers gewesen sei.

Der Reichsorganisationsleiter gab dann weiter einen Rückblick über die gewaltigen innen- und außen­politischen Erfolge der nationalsozialistischen Staats- fllhrung in den. vergangenen sechs Jahren. Diese Erfolge seien so grog, daß sie selbst der größte Optimist seinerzeit nicht für möglich gehalten hätte. In diesen sechs Jahren seit der lippeschen Wahl, so führte Dr, Leg u. a, aus, ist ein neues deutsches Volk ent­standen, Die große deutsche Gemeinschaft ist geschaffen worden, Sie wächst immer stärker in das Volk hinein.

sätzlich, daß die Bolschewisten zur Verteidigung von Balls ein« Brigade entsandt hätten, die bei ihrem Eintreffen von den nationalen Truppen überrascht und völlig vernichtet wurde. In Balls wurde nur eine geringe Zahl von Einwohnern vorgefunden, da der größte Teil von den Bolschewisten wie üblich ver­schleppt worden war. Die nationalen Truppen setzten von Balls aus sofort den Vormarsch in südlicher Rich­tung fort und eroberten in den Abendstunden die Ort­schaft Alcover,

In dem Abschnitt zwischen Montblanch und Cervera stießen die Truppen des Generals Solchaga bei ihrem Vormarsch in nordöstlicher Richtung zum erst en Male in die Provinz Barcelona vor und er­oberten verschiedene Ortschaften an der Straße Mont­blanchJgualada, darunter den wichtigsten Knoten­punkt Santa Cöloma.

Maße arbeitet. Aus Eandia in der Provinz Valencia verlautet, daß der dortige Ortsoberbonze und sein An­hang überraschend abgesetzt wurden, weil sie angeblich mit den Nationalen sympathisieren. In Barcelona selbst treffen fortwährend neue Massen von Flüchtlingen ein, die die allgemeine Verwirrung und das Durcheinander nur noch vergrößern.

die Nationalen verteilen Lebensrnittel in larragona

Am Sonntagnachmittag trafen bereits die ersten Lebensmittelko'lonnen des Sozialhilfswerks der Falauge in Tarragona ein. Hierdurch wurde die Begeisterung der vom Bolschewistenjoch befreiten Bevölkerung noch mehr angefeuert. Die nationalen Sender berichten stän­dig über die neuen Fortschritte an der katalanischen Front.

Alle Vorurteile sind zerschlage^. Innerhalb dieser Ge­meinschaft haben wir einen lebendigen Sozialismus aufgerichtet.Der Kampf in Lippe ist zu einem Symbol geworden für die Haltung unseres Volkes."

Zur gleichen Zeit sprach Reichsleiter Alfred Rosen- berg in einer anderen ebenso großen Halle zu dem gleichen Thema. Er gab am Eingang seiner Ausfüh­rungen den Gefühlen der Freude und des Dankes der Lipper Kämpfer darüber Ausdruck: daß ihnen in ent­scheidenden Stunden der Führer den Befehl» zum An­griff gegeben habe. als die Gegner geglaubt haben, einen Niedergang der NSDAP, feststellen zu können, Erinnerungen, so sagte der Reichsleiter, seien aber nicht nur eine Sache des Gefühls, sondern eine allgemein ge­staltende Kraft, So seien es Kräfte der Erinnerungen an den Krieg und an die Größe der deutschen Vergan­genheit gewesen, -die im Zusammcnbruch des Jahres 1918 den Führer und seine ersten Gefolgsmänner bewo­gen hätten, eine Wende in Deutschland herbeizuführen.

(Fortsetzung auf Seite 2)

offiziöse italienische Stellungiuchme zum tlzamberlain-Vesuch

Rom, 16. Januar.

Zum Besuch Chamberlains und Lord Halifax' in Rom veröffentlicht am Sonntagabend Üie hochoffiziöse Jnfor- macion« Diplomatica eine Verlautbarung, in der es u. a. heißt, daß die echte Herzlichkeit dieser Besprechun­gen unterstrichen werden müsse und weist darauf hin, daß bei den englisch-italienischen Beziehungen nichts Sensationelles zu erörtern gewesen sei, da die englisch­italienischen Beziehungen insgesamt und im einzelnen, in dem Abkommen vom 16. April vorigen Jahres, die am 16. November vorigen Jahres in Kraft getreten waren, geregelt worden seien. Man habe bereits von englischer wie von italienischer Seite begonnen, diese Abkommen loyal anzuwenden. Bei dem notwendigen Ableuchten des Horizonts seien natürlich auch Fragen allgemeiner Art angefallen. Während der englische Pre­mierminister auf die engen Beziehungen hingewiesen Habe, die zwischen London und Paris bestehen, habe man von italienischer Seite in formalster Weise be­tont, daß die Grundlage der italienischen Politik die Achse RomBerlin sei und bleibe.

Was Spanien anlangt, G heißt es dann, habe der Duce wiederholt, daß die letzten italienischen Frei­willigen heimbefördert werden würden, wenn die Roten das gleiche täten, und wenn Franco das Recht als kriegführende Macht anerkannt worden sei, das ihm immer noch zu verweigern einfach absurd wäre. Der Duce habe außerdem hinzugefügt, daß, wenn in der .nächsten Zeit eine wcilgeyendere Intervention seitens der Regrin befreundeten Regierungen statt­finden sollte. Italien seine volle Handlungsfreiheit zu­rücknehmen würde. Da darin die Politik der Nicht­einmischung als abgeschlossen und bankerott zu betrach­ten wäre.

Zu den italienisch-französischen Beziehungen habe der Duce erklärt, daß die spanische Frage alle Länder in einen tiefgreifenden Gegensatz gebracht habe und weiter­hin bringe, und das nur nach -Beendigung des spa­nischen Krieges es möglich sein werde, die Lage erneut zu prüfen. Inzwischen sei es absolut gegenstandslos, von Trinksprüchen zu sprechen. In römischen Kreise» stelle man fest, daß damit sämtliche sehr wenig einsichtigen, von einigen Presseorganen verbreiteten Phantasien hin­fällig werden, nach denen Italien die englische Ver­mittlung gewünscht und sogarangcslcht" haben wll.

Weitere Fragen, so heißt es abschließend, die geprüft, aber nicht vertieft morden sind, betrafen eine Systemati- sierung der sogenannten hebräischen Flüchtlinge und die allerdings noch in weiter Ferne liegende Möglichkeit einer Rüstungsbeschränkung, Die Absicht, den Frieden in Europa zu erhalten, sei mit fester Ueberzeugung so­wohl van italienischer wie von englischer Seite zum Ausdruck gebracht worden.

6ras lsakg nach Verlin abgereist

Budapest, 16, Januar,

Der ungarische Außenminister Gras Csaly ist Sonntag um 13.15 Uhr vom Budapester Ostbahnhof nach Berlin abgereist.

In seiner Begleitung befinden sich der Kabinettschef des Ministers, Legationsrat Vartheldy, der Chef der politischen Abteilung des Außenmiuisteriums, Lega­tionsrat Kühl, und der Chef der Presseabteiluug hes Außenministers, Legationsrat Ullein-Reviczky, mit ihren Sekretären,

Ischungking

von japanischen vombern angegriffen

Tschungking, 16, Januar,

Sonntag mittag wurde von einem Geschwader japa­nischer Bomber ein heftiger Angriff unternommen, in dessen Verlaus mindestens 50 Bomben auf die Stadt sowie auf das Nordufer des Kialing-Flusscs geworfen wurden. Die Detonationen waren von außerordent­licher Heftigkeit und erschütterten die ganze Stadt. Ob­wohl der Angriff nur zehn Minuten dauerte, richteten die Bomben große Verwüstungen an. Die Zahl der Todesopfer ist noch nicht bekannt. Bei den Luftkämpfen wurden fünf chinesische Maschinen abgeschossen, die alle sowjetrussischen Typs waren.

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(Die bentigo Knsgabs umkatU 8 Seiten)

Der Vormarsch der nationalen Truppen in Kata­lonien gestaltete sich zu einem triumphalen Sieg Francos.

Der ungarische Außenminister ist nach Berlin ab­gereist.

Premierminister Chambcrlain tras gestern wieder in London ein.

Dr. Ley und Alfred Rosenbcrg sprachen aus dem Lipper Erinnerungstrcffen in Detmold.

Die Eausammlnng der DAF. war ein voller Erfolg. Gestern wurde die SchnlerausstcllungVolksgemein­schaft Schistsolsgcmcinschaft" eröffnet.

Aus der ersten Reichstagung des NSRL. in Berlin sprachen Dr. Frist, von Tschammer und Osten so­wie Konrad Henlein.

Der Deutsche Schiitzcnvcrband hielt in Bremen scine diesjährige Gautagung ab.

Werder-Bremen erreichte in Pcinc gegen den dorti­gen VsB. nur ein 1:1-Unentschiedcn.

Die erste Runde um den Tschammcr-Pokal konnte gestern durchgeführt werden.

ller Mäkler sprirbt in seinem .tirl>eits7ii»i»er in cker neuen lleirlisüan/ilri 7.,,»xp kerli» berufenen

ksiedsleitern, üauleitern unä 6auleiter-8teIIvertretern äer X8I1KL. kreese-lluklmann.

Kopflosigkeit bei den roten kauptlingen

Vr. Leg und Nosenberg in detmold

Vas Zeitalter der Nassen und der Völker ist heraufgestiegen!"