Ausgabe 
(14.1.1939) Nr. 14
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parteiamtliche Lageszeitung

Das flmtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Lreien fjansestadt Vremen

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der Nationalsozialisten Bremens

flmtliches verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Meinen

Nr. 14 / 9. Zatirgang

Sonnabend, 14. Januar 19Z9

kinzelpreis 15 Nps.

sramos Iruppen feiern Iriumplze

tortosa im Sturmangriff genommen

Ver kbro von der guelle bis zur Mündung in nationalfpanischem Besitz / Vormarsch aufLarragona

Saragossa, 14. Januar.

Die nationalspanischen Truppen haben gestern die bedeutende Stadt Tortosa im Südzipfel des noch unter bolschewistischer Herrschaft stehenden katalanischen Gebietes erobert.

Der Frontberichterstatter an der Kataloniensront be­richtet über die Einnahme Tortosas, daß das Armee­korps der spanischen Marokkotruppen unter der Füh­rung General Ssagues von Norden kommend, in Eil­märschen vorstieß pind Tortosa dabei von Westen her umging. Die nationalen Truppen besetzten zunächst das rechte Ufer des Ebro und gingen dann nach den Plänen des Generalissimus auch von Osten her vor, wobei sie die Stadt vollkommen einschlössen. Im Sturmangriss drangen dann die Truppen von allen Seiten in die Stadt ein. Am Stadtrand sowie im Zentrum, wo sich die Roten in' zahlreichen Gebäuden verschanzt hatten, entwickelten sich äußerst heftige Kämpfe. Alle Wider­standsnester wurden im Straßenkamps ausgehoben, wo­bei ausgiebig von Handgranaten Gebrauch gemacht wurde.

, 2n der eroberten Stadt ist kaum ein Einwohner vorhanden. Die Roten haben alle Häuser ausgeraubt und auch sämtliche Schränke und Behälter der spani­schen Bank erbrochen. Tortosa zählte früher über 30,000 Einwohner und ist mit seinen zahlreichen Textilfabri- ken und seiner bedeutenden Oel- und Obstausfuhr die r e ich st e Stadt -Süd-Kataloniens. Neben einem wichtigen Bahnhof sind auch zahlreiche große Eisenreparaturwerkstätten vorhanden. -

Mit der Eroberung Tortosas befindet sich nunmehr der gesamte Ebro-Laus von der Quelle bis zur Mün­dung in nationalspanischem Besitz. Außerdem verfügt jetzt Einer«! Franco über eine weitere Haupteinsall- straßc Kataloniens, die von Valencia kommend über Tarragona nach Barcelona parallel der Küste entlang­führt. Ds eroberte Dreieck Tortosa-Hospitalet-Eandesa ist fast 400 Quadratkilometer groß. Die nationalspani- schen Truppen haben bereits umfangreiche Säuberungs­artionen eingeleitet, um die letzten versprengten roten Truppenteile zu beseitigen.

widerstand der Noten gebrochen

Bilbao, 14. Januar.

Die nationalspanischen Sender verbreiteten gestern eine amtliche Mitteilung über die letzten Fortschritte der nationalspanischem Offensive in Katalonien. Der Mitteilung zufolge wurde der bolschewistische Wider­stand an allen Frontabschnitten neuerlich gebrochen. Der Vormarsch schreitet unaufhaltsam fort. Unter der Beut« befinden sich u. a. 20 Millionen Gewehrpatronen.

Im Abschnitt Montblanch eroberten die national- spanischen Truppen mehrere Ortschaften, darunter Pla d« Eabra. Sie drangen aus der Straße nach Balls so­weit vor daß sie nunmehr «inen Kilometer vor der Stadt stehen. Die Stadt wird vom Feuer der natio­nalen Truppen beherrscht. Auch im südlichen Abschnitt konnten bedeutende Fortschritte verzeichnet werden. Nach der Eroberung Tortosas wurde in den Nachmit­tagsstunden der Ort Ampolla an der Straß« nach Tarragona eingenommen. Auch verschiedene andere Orte wurden von den nationalen Abteilungen besetzt Um den konzentrischen Angriff auf Tarragona zu stören, versucht die bolschewistische Heeresleitung an anderen Fronten verzweifelte Vorstöße. So holten sich die Bol- schewisten sowohl an der Estremadura-Front als auch

Lei Madrid bei einer Reihe vergeblicher Angriffe blu­tige Köpfe.

Der nationale Heeresbericht bestätigt ferner die Er­oberung von Falset, Agramunt und anderen Ortschaften und teilt ergänzend mit, daß 1400 Gefangene gemacht wurden. Acht rote Flugzeuge wurden abgeschossen. Aus den Aussagen von Ueberläufern geht . hervor, daß die Roten das Gebiet südlich der Linie FalsetRens bereits hastig räumen, um nicht abgeschnitten zu werden.

Ueber die Eroberung von Falset wird im einzelnen berichtet: Im Laufe des Tages gingen die Marokkaner von drei Seiten auf Falset vor. 2m Süden besetzten sie den Ort Mars«, im Norden drangen sie langsam bis an den Siadiraltd vor. Nachdem die Einkreisung aus drei Seiten völlig vollzogen war«, griffen die Marok­kaner mit Panzerwagen, denen Infanterie mit Hand­granaten folgte, die Stadt selbst an.

Die Roten, die anhaltenden Widerstand geleistet hatten, verschanzten sich noch einmal am Stadteingang, doch der

Berlin, 14. Januar.

Die Reichspressestelle der NSDAP. teilt mit: Der Stellvertreter des Führers hat die Reichsleiter, die Gauleiter und die stellvertretenden Gauleiter der NSDAP. zu einer Zusammenkunft nach Berlin berufen.

2m Rahmen dieser Zusammenkunft fand am Freitag eine Tagung statt, auf der der Stellvertreter des Füh­rers den Parteigenossen Hauptdienstleiter Dr. Todt, sf-Gruppenführer Heydrich sowie Oberst von Schell zu Vortragen über ihre Arbeitsgebiete das Wort erteilte.

Dr. Todt gab den Gauleitern einen umfassenden Bericht über die aktuellen Fragen seiner großen Auf­gaben auf dem Gebiete des Straßenwesens, des Festungsbaues und des Bauwesens. Er verband mit seiner aufschlußreichen Darstellung der Größe und Be­deutung des Festungswalles im Westen den Dank und

vraktdericckt nnsereg Luüapester Vertreters Budapest, 14. Januar. Der deutsche Gesandte von Erdmannsdors, der italienische Gesandte Graf Vinci und der kaiser­lich-japanische Botschafter Matsumyia sprachen am Freitagnachmittag beim ungarischen Außenminister

konzentrische Angriff der Nationalen machte jeden Widerstand erfolglos. Der letzte Zufluchtsort der Roten wurde die Falset beherrschende Burg, bis diese schließ­lich der nationalen Feldartillerie unterlag.

Die Nationalen machten zahlreiche Gefangene und eine riesige Beute. Nach der Eroberung der Stadt be­zogen die Truppen General Pagucs sofort Verteidi­gungsstellung gegen etwaige Angriffe aus Süden. Die Kreisstadt Falset, die 5000 Einwohner zählt, hat eine lebhafte Industrie und ist ein Zentrum für die Land­wirtschaft Tarragonas.

*

Wie in London bekannt wird, soll General Franco der britischen Luftverkehrsgesellschaft die Genehmigung versagt haben, nationalspanisches Gebiet zu überfliegen. Die British Airways beabsichtige, eine ständige Luft­verbindung LondonLissabon herzustellen, wobei sie nationalspanisches Gebiet überfliegen wollte. Diese Luft­linie sollte die erste Etappe einer Südamerikaroute dar­stellen. Man vermutet in englischen Fliegerkreisen, daß General Franco die Ueberfliegung nicht der Luftver­kehrsgesellschaft eines Landes zugestehen wollte, das sich hartnäckig weigere, Nationalspanien anzuerkennen und ihm die Kriegsrechte zuzugestehen.

die Anerkennung für die Leistungen, durch die die Ein­richtungen der Partei insbesondere die Deutsche Ar­beitsfront zu dem Erfolg des vergangenen Jahres einen historischen Beitrag geliefert haben.

ss-Gruppenfllhrer Heydrich sprach über Fragen der Sicherheitspolizei, deren Fllhrerschule die Tagungsteil­nehmer am Nachmittag besichtigten. ^

Oberst von Schell gab einen aufschlußreichen llcber- blick über die Rationalisierung in der deutschen Kraft- fahrzengindustrie, die ^er im Auftrag des Generalfeld­marschalls Eöring durchführt.

Im Zusammenhang mit der Zusammenkunft fand eine Reihe von Einzelbesprechnngen mit dem Stellver­treter des Führers statt. Der Abend vereinigte die an der Tagung beteiligten Parteigenossen mit dem Stell­vertreter des Führers zu einem kameradschaftlichen Beisammensein. Die Tagung wird heute fortgesetzt und abgeschlossen.

Graf Csaki vor, um die-Einladung zum Beitritt Ungarns zum Anti-Kominternpakt zu überreichen. Gras Csaki nahm dankend diese Einladung in Empfang und, erklärte, daß Ungarn mit Freude diese Einladung annehme. Wie verlautet, wird die feierliche Unterzeichnung des Beitritts Un­garns in der allernächsten Zeit in Budapest er­folgen.

- Die Budapester Blätter veröffentlichen das amtliche Kommunique über den Beitritt zum Auti-Komintern- abkommen in großer Aufmachung. Wegen des frühen Redaktionsschlusses fehlen jedoch noch eigene Kommen­tare, die erst in der Sonnabendpresse veröffentlicht wer­den dürften. Die ungarische Oefsentlichkeit, die durch den Rundfunk informiert wurde, hat die Nachricht mit großer Genugtuung aufgenommen. In politischen Krei­sen erklärt man, daß der Beitritt zum Anti-Komintern- Abkommen die logische Folge der ungarischen Politik der beiden letzten Jahrzehnte sei, die seit der Schreckens­herrschaft Bela Khuns stets antibolschewistisch einge­stellt sei. «

*

Durch den Entschluß Ungarns, dem Anti-Komin­ternpakt beizutreten, ist. wie dieBremer Zeitung" bereits gesterk mitteilte, die antcholschewistische Politik Ungarns noch unterstrichen worden. Zwei­felsohne ist dieser Schritt von größter Tragweite, der seinen Einfluß weit über Ungarns Grenzen hin spürbar werden lassen wird. Dieses geschicht­liche Ereignis ruft die Erinnerung wach an eine Zeit, in der auch Ungarn vom Bolschewismus heim­gesucht wurde.

Wie über Deutschland, so war auch im Lande der Stephanskrone nach dem Ende des Weltkrie­ges die bolschewistische Brandfackel entzündet wor­den. Die Furie des völkerzerfleischenden Kommu­nismus fegte über Ungarn hinweg, und der am wildesten wütete, war der zu trauriger Berühmt­heit gelangte Jude Bela K h u n. Er aber fand seinen überlegenen Gegner in dem Seeheiden und Admiral Nikolas von Horthy. Mit von Horthy wurde Ungarn ein Mann geschenkt, der dem internationalen Feinde mit eiserner Hand den Garaus zu machen verstand. Als von Horthy

Osckvtrchsicluvgs^cihlgcivg clsrblbO^?. iml,ippsrloocl Von

Llauleiter vr. tVIkreä Kleber

Am 14. und. Januar gedenkt der Gau Westsalen- Nord der NSDAP., wie in jedem Jahre, mit einem feierlichen Erinnerungstrcsfcn des Lippischen Wohl- lampscs. Mit dem Führer an der Spitze wurde dieser hcitzc Wahlgang zur großen Entscheidungsschlacht im Kampf der NSDAP. mit den Parteien des Systems.

'Sechs Jahre sind heute seit jenem denkwürdigen Tag vergangen, an dem nach einem atemberau­benden, mit allen. Mitteln der Propaganda geführ­ten Wahlkampf das Lipper Volk an die Urne trat, um in einem machtvollen Bekenntnis zu Adolf Hitler allen Unkenrufen und spöttischen Bemer­kungen unserer Gegner zum Trotz die Theorie von dein unaufhaltsamen Zerfall der nationalsozia­listischen Bewegung glänzend zu widerlegen. Mit dem siegreichen Ausgang der Lanütagswahl in Lippe wurde der Weg zur Wilhelmstraße freigelegt. Der 15. Januar ist daher nicht nur eines der be­merkenswertesten Daten in der Geschichte der nationalsozialistischen Bewegung, sondern ein Tag von allgemein historischer Bedeutung. Der Führer hat wiederholt in seinen Reden auf die Lipper Wahl Bezug genommen und ihr Ergebnis poli­tisch wie geschichtlich charakterisiert.

Unsere Gegner ahnten nicht, daß diese Wahl für Deutschlands Schicksal entscheidend fein würde. Sie belächelten die Tatsache, daß Adolf Hitler an 10 Abenden in 16 Großkundgebungen vor den kaum 115 000 Wahlberechtigten dieses Landes das Wort ergreifen wollte. Sie konnten es nicht verstehen, daß der Führer in den kleinen lippischen Dörfern Zelte aufschlagen ließ, um bei eisiger Kälte vor den lippischen Bauern, Handwerkern und Arbeitern zu sprechen und um jeden einzelnen von ihnen zu ringen. ^

Bösingfeld, Detmold, Leopoldshöhe, Oerling- hausen, Augustdorf, Horn, Hohenhausen, Kalldorf, Schwalenberg, Lage, Lemgo, Lipperode, Schlan­gen, Barntrup, Blomberg, Bad, Salzuflen sech­zehn Versammlungen, sechzehn glanzvolle Etappen auf der siegreichen Wahlfahrt des Führers durch das Land Hermanns des Cheruskers. Jede Ver­sammlung war ein überwältigender Erfolg. Der

zum Reichsverweser gewählt wurde, erstand Un­garn der Führer, der jedes Aufflackern einer bolschewistischen Revolte im Keime erstickte und so das Land im Frieden einem sicheren Aufstieg entgegenführen konnte.

Seit jenen heroischen Tagen der Niederkämpfung des kommunistischen Aufstandes, der das National- gefllhl der Magyaren entscheidend beeinflußte, ist in Budapest eine Politik getrieben worden, die sich stets vom internationalen Geflüster parasiti­scher Emigranten fernhielt. So ist auch dieser Schritt der Beitritt zum Anti-Kominternpakt die logische Wetterführung seiner Politik, die in 'ihrem Bereich dem Kommunismps keinerlei Spiel­raum ließ und sich jeder Einmischung seitens Mos­kaus mit Erfolg energisch widersetzte.

IIMIMIMNMIMMNMIMIMIMIIIIMIMMIIIMMINIIMMIMMIIMIIIIMIIIIIIMI

Unser Isgssspiesel

(Die ksutögs Lusgsbs umtobt 14 Ssitsu)

Francos Truppen nahmen Tortosa ein.

Die römischen Besprechungen zwischen dem Duce und Ehamberlain fanden ihren Abschluß.

Der Beitritt Ungarns zum Anti-Kominternpakt findet starke Beachtung.

Vertuleit wurde mit der Bildung des Memeldirek- toriums beauftragt.

DieLkt^oo 79" landete auf Java.

Der Stellvertreter des Führers hat die Parteifüh- rcrschaft zu einer Zusammenkunft nach Berlin be­rufen.

SA.-Eruppensiihrer Böhmcker konnte dem Stabschef einen hervorragenden Erfolg der SA.-Werbewochcn melden.

Der ersten Ausführung des Filmwerkskour Is merite" in Bremen gab Divisionskommandeur Ge­neralmajor Graf von Sponeck ein packendes Vor­wort.

Von den bisherigen jüdischen Einzelhandelsunter­nehmungen in Bremen verschwanden 24 restlos, während 9 in arische Hände übergingen.

2n Lesum erschlug ein Händler seinen Bruder.

4- ZL

Der Vvrmarseli ^r«.n<;os in I< A t a l o n i e n. Von äen ttklioir^prniipelwii in i!«r Oexenä

Von DeriäL erobert« I'snlrs äer Koten. (k'resse-liokkmi-km.)

Sie ParleWlzeerschast in Berlin

Zusammenkunft beim Stellvertreter des fichrers

Ungarns Veffritt zum ffnli-kominlernpakt

von veutschland, Italien und Japan eingeladen krklärungen des ungarischen flußenministers