Ausgabe 
(12.1.1939) Nr. 12. (Nr.12)
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parteiamtliche Lageszeitung

Has flmtsbkitt des Negierenden viirgermeisters der Lreien Hansestadt Vremen

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der Nationalsozialisten Vreinens

flmliiches verkündungsblatt des Neichsstattlialters in Oldenburg und Nrernen

Nr. 12 / 9. Jahrgang

Donnerstag, 12. Januar 19Z9

Linzeipreis 15 Npf.

dertondor" bestiegt Strecke Verlm-Vien

Deutsche Lufthansa in front

Zum erstenmal pastagierstugzeuge nach Südamerika / stuch im

Winter Flugdienst nach Sslo

(Vrsktberickt unserer Lerliner Sckriktleiiung)

, ^ Travemünde,12. Januar.

Das Interesse für den kommenden deutschen Sommerflugplan ist durch die gegen­wärtig in Berlin'tagende 13. internationale Flugplankonferenz geweckt worden. Der Pressereferent der Deutschen Lufthansa, Joachim Matthias, verriet unserem Mitarbei­ter einige Ueberraschungen, die der Flugplan 1S3S bringen wird.

. Der Sommerflugplan der Deutschen Lufthansa sieht einen starken Ausbau des Flugbetriebes vor. Die inner­deutschen Strecken sollen in größerer Dichte beflogen werden, größere und schnellere Maschinen kommen zum Einsatz, die Hauptlinien werden verstärkt, die Flugge­schwindigkeit wird erhöht.

Nach Wien wird man mit dem schnellen Verkehrs­flugzeug vom Typ des Bremer Fockc-Wulf FW 200 Condor" von Berlin aus schon in zwei Stunden fliegen können, und zwar auf verschiedenen Strecken: über Schlesien, über Dresden und Prag, oder über Chem- nitzKarlsbadMünchen und schließlich im Direktflug ohne Zwischenlandung. Noch vor wenigen Fahren brauchte man für diese Strecke vier Flugstunden,

Neu angeflogen wird in dieser Flugsaison die Haupt­stadt des Sudetengaues R e i ch e n b e r g. Nach Mün­chen werden von der Ueichshauptstadt her an jedem Tage vier Maschinen fliegen, nach Frankfurt a. M. drei auf direktem Wege und eine über.Halle, weiter nach Stuttgart drei und nach dem Rheinlande fünf.

für Sen Uzean: Vornier-flugboot

Von besonderer Bedeutung wird im Auslands- Streckennctz eine Aenderung auf-der Südatlantik-Linie sein: Zum erstenmal starten in diesem Jahre Passa­gierflugzeuge nach Südamerika. Zum Einsatz kommen hier viermotorige Dornicr-Flugboote vom Typ Do 26 mit Raum für zwei Passagiere. Das Dornier-Flugboot

ist bereits gründlich eingeslogcn und auf seine Kata- pultfiihigkeit hin geprüft. Schon in der nächsten Zeit wird die Maschine auf dem Südatlantik selbst seine Probeslüge aufnehmen.

S Linien nach Südamerika

Die 3000 Kilometer lange Strecke von der westafri- kanischen Küste bis nach Südamerika wird in rund 11 Stunden bewältigt. Selbstverständlich läuft ne­ben dem Passagierdienst, der mit der Aufnahme des Sommer-Luftverkehrs beginnen wird, auch der bishe­rige Postluftdienst, der auf sein fünfjähriges Bestehen zurückblickt, weiter. Dieser Postverkehr wird übrigens dadurch eins 'Verstärkung erfahren, daß sowohl die Lufthansa wie die Franzosen den Südatlantik-Dienst verdoppeln. Deutsche Flugboote werden künftig also in jeder Woche zweimal über den Südatlantik fliegen. Da auch die Italiener einen Dienst einrichten wollen, werden in Zukunft nach Südamerika fünf Verbindun­gen zur Verfügung stehen. Von Interesse dürfte übri­gens sein, daß die Flugboote über 150 000 Briefe über den Ozean tragen.

In Südamerika selbst unterhält die Lufthansa in Lima eine Zweigstelle. Deutsche Maschinen kommen auf den meisten Strecken des dichten füdamerrkanischen Luft­verkehrsnetzes zur Verwendung.

(Fortsetzung auf Seite 2)

" empfing tkamberlain

Herzliche Segrüßung -er britischen Minister in Nom / Festbankett im palazzo Venezia

(Orsktksrickt unseres Vertreters in Pein)

^ Rom, 12. Januar.

Der britische Premierminister Neville Chamberlain und Außenminister Lord Halifax sind am Mittwoch um 16.20 Uhr in Rom eingetroffen. Zu ihrer Begrüßung hatten sich aus dem festlich geschmückten Bahnhof der Duce, sämtliche Mitglieder der faschistischen Regierung und die höchsten Spitzen der Kammer, des Senats, der faschistischen Partei und der Generalität eingefunden.

Unter den Klängen der britischen Nationalhymne stieg Chamberlain lächelnd, den unvermeidlichen Regen­schirm unter dem Arm, aus dem Wagen, gefolgt von Lord Halifax und den anderen Herren seiner Beglei­tung. Mussolini ging in Begleitung von Graf Ciano und Lord Perth dem Premierminister entgegen und hieß ihn sowie Außcnministe? Lord Halifax herzlich willkommen. Nach der Vorstellung der Begleitung Lhamberlains am Königssalon des Bahnhofs schritten die britischen Staatsmänner, begleitet von dem Duce und Außenminister Graf Ciano, die Front der Ehren­legion ab. Anschließend begrüßte Chamberlain die Mitglieder der englischen Kolonie, die sehr zahlreich zu seinem Empfang vertreten war.

Auf der Fahrt zur Villa Madama, die den briti­schen Gästen während ihres dreitägigen Besuches in Rom als Wohnung dient, bereitete die Bevölkerung dem Premierminister und seinem Außenminister herz­liche Ovationen.-

Nach einem kurzen Aufenthalt in der Villa Madama fuhren die britischen Minister zum Königsschlotz auf dem Quirinal, wo sie sich in das' Ehrengästebuch des Königs und Kaisers eintrugen.

Um 18 Uhr statteten sie, wie im Programm vorge­sehen war, dem Duce im Palazzo Venezia einen Besuch ab. Mussolini hielt sich längere Zeit mit seinen Gästen in seinem Arbeitszimmer aus. Das große Festbankett im Palazzo Venezia begann um 0 Uhr, wobei auch Trinksprüche zwischen Chamberlain und Mussolini ge­wechselt wurden.

Die italienische Press« steht vollkommen im Zeichen des britischen Staatsbesuches. Eayda stellt imGiornale d'Jtalia" fest, daß die britisch-italienischen Beziehungen durch das Abkommen vom April des vergangenen Jah­res bestimmt seien. Aus diesem Grunde müsse ein gegenseitiger Gedankenaustausch über die allgemeinen Probleme Europas von größtem Nutzen sein. Gayda gibt sehr deutlich zu verstehen, daß bei den Besprechun­gen auch die vitalen Ansprüche Italiens zur Sprache kommen sollen. Unter den zu behandelnden Themen gebe es jedenfalls auch für Italien und Deutsch­land lebenswichtig« Themen, für die man von jedem Staatsmann, der tatsächlich' die Ordnung und die Zu­sammenarbeit in Europa im Auge habe, ein offenes Verständnis der Notwendigkeiten, Interessen und Rechte der Nationen verlange. (Siehe auch Seite 2.)

Es gibt einen Alltag unseres Volkess über den we­niger geschrieben' wird. als über die großen Festtage, die umweht sind von Hunderten von Fahnen, die durch­drungen sind von. der Freude der Hunderttausende, die Atempause eines Volkes sind, das im Ablauf des Jahres vor allem nur eins kennt: Arbeit. Tausendfältig und immer neu wird diese Arbeit. Ueberall im Lande wachsen Werkstätten, dehnen sich Straßen, schaffen Männer von morgens bis abends und kennen kaum Ruhe. Und wie sie auch schaffen mögen, wieder wachsen

Schüsse auf deutsche Konsulatsvertreter

Marinierende folgen der internationalen Judenlzetze in Holland

Amsterdam, 12. Januar.

Am Freitag der vergangenen Woche wurde auf das Wohnzimmer der Privatwohnung des Konsulatskanz­lers vom deutschen Generalkonsulat in Amsterdam, offen­bar aus größerer Entsernung, ein Schuß abgegeben. Während noch die holländische Staatsanwaltschaft mit der Suche nach dem unbekannten Täter beschäftigt ist, wurde in der Nacht von Montag aus Dienstag ein glei­cher Anschlag aus das Arbeitszimmer des Sekretärs in der deutschen Gesandtschaft im Haag verübt.

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Seit dem Friedenswerk von München läuft die Hetze des internationalen Judentums gegen das nationalsozialistische Deutschland und damit indi­rekt gegen eine weitere Verständigung zwischen den Völkern auf der Grundlage des damals ein­geschlagenen Weges auf Höchsttouren. Alle Regi­ster der Verleumdung, der Lüge und der Be­schimpfung werden gezogen, wobei die verbreche­

rischen Elemente selbst vor Morddrohungen ge­genüber Repräsentanten und Vertretern des Teut­schen Reiches im Ausland nicht zurückschrecken. Einmal führte diese Hetze bereits zur Tat, als Botschaftsrat vom Rath unter den Kugeln des als Werkzeug der internationalen jüdischen Unterwelt dienenden Mörders Grünspan fiel. Die harte, aber gerechte Antwort, die das deutsche Volk dem Ju­dentum damals erteilte, scheint jedoch für diese Verbrecher noch keine ein für allemal abschreckende Lehre gewesen zu sein.

Schon seit einiger Zeit laufen bei diplomatischen Vertretern des Reiches im Ausland Drohbriefe und Anrufe ein, in denen offen Attentatsabsichten angekündigt werden. Ein besonders bevorzugtes Betätigungsfeld der internationalen Iudenhetze scheint, wie es die Amsterdamer Meldung unter­streicht, Holland geworden zu sein. Holländische Blätter stehen in vorderster Front «der deutschfeind-

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neue Aufgaben vor ihnen auf, die bezwungen werden,' weil unser Volk sich wiedergefunden hat in der Freude an der Arbeit. Eingespannt in diese Arbeit des Volkes sind wir alle. Du und ich, wir haben teil an den Lei-i stungen aller, weil wir an irgendeinem Platz die Aus­gabe, erfüllen, die uns gestellt wurde, weil-wir helfen: Voraussetzungen zu schaffen für die Arbeit. unserer Nebenmänner.

Volk an der Arbeit wir sehen es überall. Wir sehen es schaffen in Erzbergwerken, wir sehen es werken, in Kohlengruben. Wir hören es hämmern an wachsen­den Bauten, wir sehen es wirken vor der Glut der Höh-

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Un5er Isgesspiegel

(Die ksutigs 0.usZaks uwkaüt 14 Leiten)

Chamberlain und Lord Halifax wurden in Rom von Mussolini begrüßt.

Der rote Gegenangriff in Andalusien ist gescheitert. In Holland wurden Anschläge auf deutsche Konsu- latsoertreter versucht.

Aus Grund des neuen Flugprogramms der Luft­hansa wird der BremerCondor" die Strecke Ber­litzWien bestiegen.

Italienische Flieger stellten neue internationale Flug-Klasscnrckorde auf.

Heute werden Hermann Eöring und Alfred Rosen- berg 48 Jahre alt.

Staatssekretär Dr. Syrup sprach vor der Bremer Verwaltungsakademie über Arbeitscinsatzfragen. Reg. Bürgermeister SA.-Gruppensührer Vöhmcker führte den neuen Bremer Branddirektor ein. Oberbürgermeister Dr. Müller sprach über den großartigen Ausbau der Kriegsmarinestadt Wil- helmshaven.

liehen Kampagne dieser gewissenlosen Elemente, die es bezeichnenderweise verstanden haben, auch in die holländische Oeffentlichkeit Beunruhigung und Verwirrung zu tragen. Alan braucht in diesem Zusammenhang als Beispiel nur an die Verhinde­rung des deutsch-holländischen FußKall-Länder- spiels durch den Bürgermeister von Rotterdam und andere unfreundliche Akte holländischer Behör­den gegenüber dem Reich zu erinnern. Noch ist es nicht bekannt, wer die Täter der beiden Anschläge in Amsterdam und im Haag waren. Ueber das eine dürfte jedoch wohl kaum ein Zweifel bestehen, daß auch hier die Juden und Bolschewisten ihre Hand gegen das nationalsozialistische Deutschland im Spiel haben. Ueber das eine mögen sich aller­dings diese Verbrecher klar sein, daß sie bzw. ihre Hintermänner einmal die Strafe für die Frevel­taten treffen wird. Die Geduld des deutschen Vol­kes ist endgültig erschöpft.