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Meiner Zeitmo
parteiamtliche Tageszeitung
vas flmtsblatt des Negierenden vürgermeisters der Freien liansestadt Vremen
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der Nationalsozialisten Vremens
flmtiikiies Nerkündungsblatt des Neichsstatliialters in Oldenburg und Meinen
Nr. 8/9. Jalirgang
Sonntag, 8. Januar 19Z9
kinzelpreis 15 Npf.
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ö. L. 0. Bremen, 8. Januar
feierlicher flkt der Indienststellung auf der Kriegsmarinewerst / Stolzes Sinnbild wiedererstandener deutscher Kraft und Seegeltung
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Wilhelmshaven, 8. Januar Der gestrige 7. Januar brachte für die Marinestadt Wilhelmshaven ein bedeutsames Ereignis: Am Vormittag wurde auf der Kriegsmarinewerft das erste Schlachtschiff, die „Scharnhorst", das in Wilhelmshaven nach dem Kriege erbaut wurde, in Dienst gestellt und damit der Flotte übergeben. Es ist jenes Schiff, das als erstes der deutschen Schlachtschiffe überhaupt am 3. Oktober 1936 unter den Augen des Führers vom Stapel lief. Das schöne Schiff hat eine Wasserverdrängung von 26 000 Tonnen und eine Geschwindigkeit von 27 Knoten, eine Länge von 226 Meter, eine Breite von 30 Meter und einen Tiefgang von 7,5 Meter. Die Besatzung wird 1461 Mann betragen. Armiert ist die „Scharnhorst" mit neun 28-cm-Geschützen in drei Drillingstürmen, zwölf 15-cm-Geschützen in Doppeltürmen an den Breitseiten; die starke Flugabwehr wird gebildet aus vierzehn 10,5- und sechzehn 3,7-cm-Geschützen. Das Schiff ist ausgerüstet mit zwei Katapulten für vier Seeflugzeuge.
Während wir am Ausrüstungskai der Kriegsmarine- werft standen und unsere Augen sich kaum sattsehen konnten an der gigantischen, stählernen Schönheit des Schlachtschiffes „Scharnhorst", ging die Erinnerung zu-
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Feierlicher Empfang durch Generaloberst Milch und Stadtpräsident Dr. Lippert
Berlin, 8. Januar.
rück an jenen 3. Oktober 1836, als dieses schöne Schiff vom Stapel lief. Es war ein Regentag, der aber keineswegs die Begeisterung der Wilhelmshavener einschränken konnt«, denn der Führer weilte selbst auf der Kriegsmarinewerft, mitten unter seinen Soldaten und Arbeitern, und sah, wie die „Scharnhorst" unter dem von Zehntausenden angestimmten Deutschlandlied und dem Liede Horst Wessels in sein Element lief. Eine schiffbautechnische Leistung, die der Führer mit besonderen anerkennenden Worten bedachte.
Schon lange vor einer Indienststellung eines Kriegsschiffes wird die Besatzung, in Kasernen untergebracht, zusammengestellt und mit den besonderen Aufgaben ihres Schiffes und der, Inneneinrichtung vertraut gemacht. So lag auch die Besatzung des Schlachtschiffes „Scharnhorst" in Kasernen und rückte gestern vormittag um 9.36 Uhr divisionsweise von dieser Kaserne vor ihr neues Schiff, wo inzwischen die seemännische Wache aufgezogen war, eine Ehrenwache unter Gewehr und die Fallreepsgäste. Vor« dem Schiff, das ist alter Brauch in der Kriegsmarine bei der Uebergabe eines Schiffes von der Werft an die Flotte, war die Werftbelegschaft angetreten, die die letzte Zeit über an der Fertigstellung des Schlachtschiffes gearbeitet hatte.
0er Kommandant an die neue „Scharnhorst"- Sesahung
Um 10 Uhr bot das Schlachtschiff das bekannte Bild: aus der Schanze des Schiffes war die ganze Besatzung divisionsweise angetreten. Signalgäste bei den Flaggleinen, um Flagge und Wimpel aufziehen zu können. Kommandos erschollen, die Besatzung erwartete den ersten Kommandanten, Kapitän zur See Ciliax, der 10.26
Uhr von dem Ersten Offizier, Korvettenkapitän Schubert, Meldung erhielt und dann an die Besatzung der „Scharnhorst" folgende Ansprache hielt:
Soldaten, Kameraden! Wir, die erste Besatzung des Schlachtschiffes „Scharnhorst", stehen heute auf deck Achterdeck unseres neuen Schiffes, um es durch Heißen von Flagge.und Wimpel in Dienst zu stellen, es mit Geist und Leben zu erfüllen und es damit erstmalig seiner hohen Bestimmung zuzuführen, einer der stärksten und stolzesten Träger der Wehrmacht unseres Volkes zu sein.
2n diesem Augenblick gedenken wir als erstes unseres Führers Adolf Hitler. Seiner stahlharten Entschlossenheit danken wir die neue deutsche Wehrmacht. Sein Werk allein ist es, wenn wir heute mit unserem Schiff ein weiteres stolzes Sinnbild wiedererstandener deutscher Kraft, deutscher Seemacht und Seegeltung in Dienst stellen können.
Die Indienststellung des Schlachtschiffes „Scharnhorst" erfolgt in einem Zeitabschnitt von einzigartiger politischer Bedeutung und Größe, die in dem Begriff „Eroßdeutschland" ihren ewigen Ausdruck finden wird. Sie erfolgt aber auch zu einer Zeit, in welcher die uns feindlich gesinnten Kräfte in der Welt mehr denn je zum Kampf gegen das Dritte Reich aufrufen. Möge daher die Indienststellung dieses starken Schiffes der Welt erneut sagen, daß — so sehr Deutschland auch den Frieden wünscht und für ihn arbeitet — der Wille seines Führers doch hart und unbeugsam ist, den Bestand dieses Reiches durch eine starke, unüberwindliche Rüstung zu sichern. '
(Fortsetzung auf Seite H
Ver Vater krnst vom Natlzs sagte aus
vrennende Probleme
Die Weltpolitik kennt keine Ruhepausen. Mag in den Tagen des Weihnachtsfestes und des Jahres. Wechsels alles, was politisch nicht gerade als bren- nend empfunden wurde, auch zurückgestellt gewesen sein, so blieben dennoch brennende Fragen genug im politischen Gesichtsfeld übrig, die im Bösen wie im Guten weiter ihre Entwicklung nahmen. Ein Blick nach Paris, nach Korsika und Tunis, ein Blick nach Spanien, ein Blick nach Palästina, nach dem Fernen Osten und USA. läßt sofort erkennen, daß politisch gesehen das Jahr 1939 nicht weniger erregende Probleme zu lösen aufgibt als das vergangene Jahr, das mit Großdeutschland die Lösung der deutschen Frage für Europa brachte.
Pas Werk der Partei
Mit dem heutigen Tage erfolgt zu Znaim in feierlicher Weise die Eingliederung der abgetretenen sudetendeutschen Gebiete in die diesen Ge- bieten bisher benachbarten deutschen Gaue Bayrische Ostmark, Oberdonau und Niederdonau. Nachdem der Gau Sudetenland bereits am 5. November, also wenige Wochen nach der Hereinnähme des Sudetengebietes in das Reich durch den Stellvertreter des Führers eingegliedert werden konnte, ist von heute ab nun das Werk der Partei, soweit es sich auf die geschichtliche Entwicklung des heuti- gen Großdeutschlands erstreckt, beendet. Mit berechtigtem Stolz kann damit die Partei aus das Dasein acht neuer Gaue blicken, auf Gebiete, die nicht zuletzt, ja vor allem dadurch Deutschland zugefallen sind, daß von der Partei in Deutschland aus auf die heute deutsch gewordenen Landesteile die nationalsozialistische Weltanschauung ausstrahlte und wirksam wurde. Es geschah dies, indem die Partei alle kämpferischen deutschen Volksgenossen in den umstrittenen Gebieten durch ihr großes Beispiel aus der Kampfzeit als nationalsozialistische Kämpfer zum Einsatz bringen konnte, womit die inneren Boraussetzungen geschaffen waren für die endgültige Befreiung dieser Gebiete vom fremden Joch. Eine starke nationalsozialistische Partei in der Ostmark und im Sudetenland hat die Deutschen Zieser Gebiete zu einer Kampffront zusammengeschweißt, an der zuletzt alle gewaltsamen Widerstände, alles geheime Intrigenspiel scheitern mußte.
Verächtliches Vekläffe
Während Deutschland bei der Feier zu Znakm auf die Erfüllung des ersten Artikels des vom Führer vor 19 Fahren verkündeten nationalsozialistischen Parteiprogramms mit besonderer Genugtuung blicken kann, darf es mit einigem Gleichmut (dem sich ein leichter Schutz Verächt- lichkeit beimischt) an dem Gekläff einer jüdisch- demokratischen Weltpresse und jüdisch-demo- kratischerHampelmänner (die sich gerne als Staatsmänner hingestellt sehen möchten) vorübergehen mit der selbstsicheren Gewißheit im Herzen, daß Hunde, welche bellen, selten beißen. Gleichlaufend mit dem Sinn dieses alten deutschen Wortes könnte man im gegebenen Fall auch recht gut sagen, daß Menschen, die allzu viel plappern und allzu laut schreien, sehr wenig leisten. Wie hieß es doch nach jenem 4. März 1933, daPräsi - dent Roosevelt sein Amt antrat? Es werde
Begeistert begrüßt traf gestern auf dem Flughafen Tempelhof, aus Frankfurt a. M. kommend, die Besatzung des Bremer Focke-Wulf-Rekordflugzeuges „Condor" ein, bestehend aus den Flugzeugführern Henke und Mo- reau, Obersunkcrmaschinist Dierberg, Oberfunker Kober und Bordwart Kohne.
Die hervorragenden deutschen Japanflieger, , die die gewaltige, fast 14 000 Kilometer lange Strecke Berlin- Tokio in der Rekordzeit von 46 Stunden^bewältigen konnten, wurden auf dem Rollfeld des Tempelhofer Flughafens, wo eine große Ehrentribüne mit den deutschen und japanischen Fahnen errichtet war, von Staatssekretär Generaloberst Milch und Stadtpräsident Dr. Lippert auf dem Boden Ter Reichshauptstadt willkommen geheißen und zu ihrer einzigartigen fliegerischen Großtat beglückwünscht, die das ganze deutsche Volk mit freudigem Stolz erfüllt. Anwesend waren von feiten der japanischen Botschaft Botschaftsrat Panai sowie zahlreiche Vertreter des Staates, der Wehrmacht, der Partei und ihrer Gliederungen. Aus dem Rollfeld hatte außerdem eine Ehrenabordnung des NSFK. Aufstellung genommen, und als das Flugzeug auf, dem Boden ansetzte, ließ die Kapelle des NSFK. zum Empfang der Flieger einen Marsch aufklingen.
Anschließend übermittelte Botschaftsrat Panai die Glückwünsche des japanischen. Botschafters, wobei er gleich Generaloberst Milch auf'die engen freundschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Japan hinwies. Den Dank der Besatzung für den herzlichen Empfang brachte Flugkapitän Henke zum Ausdruck, ein Dank, der sich gleichzeitig an das japanische Volk richtete, das den Fliegern während ihres Aufenthaltes unvergeßlich schöne Tage bereitet habe.
(Siehe auch den örtlichen Teil)
Schlagende Widerlegung jüdischer Sreuelmärchen und pliantasieooller Serüchte
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Paris, 8. Januar.
Am Freitag wurde in dem Prozeß gegen den jüdischen Mörder Grünspan von dem französischen Untersuchungsrichter Tesnierc im Justizpalast in Paris der Vater des ermordeten Parteigenossen Ernst vom Rath, der Regierungsrat a. D. vom Rath in seiner Eigenschaft als Zivilkliiger und Zeuge vernommen. Herr vom Rath war von seinem französischen Prozeßvertrcter, Rechtsanwalt Maurice Earcon, und seinem Sohne Günther begleitet.
Die Vernehmung dauerte über zwei Stunden und vollzog sich in würdigsten und eindrucksvollsten Formen. Bei seiner Vernehmung, nach deren Beendigung der französische Untersuchungsrichter dem Vater des Ermordeten seine menschliche Anteilnahme zum Ausdruck brachte, führte Regierungsrat a. D. vom Rath etwa folgendes aus: „Ich bestätige zunächst die Erhebung der Zivilklage, die in meinem Namen eingereicht worden ist. Die Klage ist gerichtet gegen Herschel Grünspan, den Mörder meines Sohnes Ernst vom Rath, ebenso gegen jede andere Person, bei der Sie eine Mitbeteiligung feststellen konnten. Ich lege Gewicht darauf, um Ihnen den moralischen Schaden darzulegen, den ich infolge des Todes meines Sohnes erlitten habe, Ihnen einige Aufklärungen über seinen Werdegang zu geben. Mein Sohn Ernst ist am 3. Juni 1909 in Frankfurt am Main geboren. Er war der älteste meiner drei Söhne." Nach der Schilderung des Werdeganges und der diplomatischen Laufbahn des Ermordeten stellte der Untersuchungsrichter eine Reihe von Fragen in bezug aus die in einer gewissen Presse verbreiteten Nachrichten über die Person des Ermordeten und seine Familie.
Hierzu erklärte Regierungsrat a. D. vom Rath: „Um mit Rücksicht auf gewisse Zeitungskampagnen die Wahrheit wiederherzustellen und jeder Legendenbildung vorzubeugen, lege ich Gewicht darauf, festzustellen, daß mein Sohn Anhänger der nationalsozialistischen Bewegung war. Er war Parteimitglied von 1932 an. d. h. schon vor der Machtergreifung. Er war in> voller Uebereinstimmung mit seiner Regierung und der Sache des Nationalsozialismus ganz ergeben. - Was mich persönlich betrifft, so bin ich Regierungsrat a. D. seit 1919. Ich war mit meinem Sohn in vollständiger Uebereinstimmung der Meinungen, namentlich in politischer Hinsicht. Es ist mir schmerzlich, in gewissen Zeitungen zu lesen, daß ich Schwierigkeiten mit meiner Regierung und gelegentlich des Begräbnisses meines Sohnes sogar eine Auseinandersetzung mit dem Führer gehabt haben soll.
Ich lege Gewicht darauf, zu erklären, daß das alles Lügen sind. Man hat auch das Gerücht verbreitet, daß ich in ein Konzentrationslager geschickt worden wäre. Ich darf doch wohl annehmen, daß meine Gegenwart in diesem Verhandlungszimmer zugleich mit meinem zweiten Sohn Günther eine hinreichende Widerlegung für diese neue Lüge darstellt. Ich bin darüber hinaus bereit, mich Ihnen jedesmal zur Verfügung zu stellen, wenn es Ihnen zweckmäßig erscheinen sollte, mich vorzuladen."
Die Erklärungen des Vaters Ernst vom Raths sind so eindeutig, daß sie in der französischen Öffentlichkeit ihre Wirkung im Sinne der restlosen Zerstörung indischer Zwecklegenden nicht verfehlen weiden.
Unser Issesspiesel
Ilnssrs lwntigs Knxgobs iimkakt, 26 Leiten!
Die katalanischen Truppen Francos nähern sich in Eilmärschen Barcelona.
Die Bank von England hat die Niederländische Bank »m Hilfe bei der Pfund-Stützung gebeten. Das Memeldirektorium trat zurück. Reichswirtschaftsminister Funk weilt in Rom.
Im Prozeß gegen den Mörder Grünspan widerlegte der Vater des Ermordeten jüdische Greuelmärchen. In Wilhelmshaven wurde das Schlachtschiff „Scharnhorst" in Dienst gestellt.
Flugkapitän Henke berichtet in einem „BZ"- Gespräch über den „Condor"-Flug Berlin—Tokio. Für die Bremer HJ. werden vier große tzeimbauten in Angriff genommen.
Bremens Kleingärten werden umgebaut.
Der Reichstreuhänder der Arbeit Dr. von Maerken gibt die Parole für 1939.
Die Gewinnaussichtcn sind in der kommenden deutschen Reichslotterie höher und vielseitiger.
Bei den Vereinigten Stahlwerken hat die Produktion besonders von Koks weiter zugenommen.
Bei Gladbeck sind durch einen Brand fünf Knappen in einer Grube eingeschlossen.
Herber Bokr ncrieid-gicn erfolgreich ihren Meistertitel.