Ausgabe 
(4.1.1939) Nr. 4
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Werner ZeNmr

parteiamtliche ^geszeitung

vas Amtsblatt des Regierenden vurgermeisters der Lreien fjansestadt Rremen

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der Nationalsozialisten Vremens

Amtliches verkündungsblatt des Reichsstattkiaiters in Oldenburg und Rremrn

Nr. 4/9. Jahrgang

Mittwoch, 4. Januar 19Z9

Linzeipreis 15 Npf.

USD. fülzrt Kollektivwi rtschaft ein

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Fronarbeit für die Bundesregierung

ftmerikanische Siedler protestieren gegen bolschewistische Methoden

Newyork, 4. Januar.

Aus Loolidge (Arizona), wo ein unter der Verwaltung der USA. - Bundesregie­rung stehendes Siedlungsprojekt im Gila-Tai zur Durchführung kommt, wird ein be­zeichnender Vorfall gemeldet, der deutlich erkennen (ätzt, wie weit bereits jüdisch-bol­schewistische Tendenzen in den Vereinigten Staaten Fuß gefaßt haben.

Der Leiter dieses Siedlungsunternehmens, Paul, er­klärte seinen Rück.tritt, weil das Projekt nach bolsche­wistischem Muster aufgezogen sei. Die Vundesbehörde lasse das Projekt, für das eine halbe Million Dollar ausgeworfen worden seien, nach dem berüchtigten Vor­bild der bolschewistischen Kollektivfarmen bewirtschasten. Ein Teil der Ernte müsse an die Bundesregierung ab­geliefert werden, während ein anderer Teil an die Sied­ler verteilt werde, die das Land, auf dem sie ihre Fron­arbeit verrichten mühten, nie erwerben könnten.

Der gleiche Vorwurf, die Bundesregierung setze sich für bolschewistische Methoden ein, wurde kürzlich auch von Farmern in Alaska erhoben, wo die „Siedlungs"- Vehörde ähnliche Projekte durchführt.

USst.-„Nache" für Lima

Ein neuer Vorstoh Roosevelts in Südamerika

Newyork, 4. Januar

Obwohl die Vertreter der zwanzig lateinamerikani­schen Staaten während der lOtägigen Konferenz in Lima

den nordamerikanischen Delegierten deutlich zu verstehen gegeben haben, daß sie weder eine politische Bevormun­dung durch Washington noch eine Unterwerfung unter die Finanz- und Industriekapitäne der USA. wünschen, scheint Washington auf seine imperialen Träume doch nicht verzichtet zu haben. Die „New Pork Times" teilt mit, daß jetzt in Lima eine neue Konferenz statt­finde, an der sämtliche maßgebenden, in Südamerika akkreditierten diplomatischen Vertreter der USA. teil­nehmen. Auf dieser Konferenz sollen die Richtlinien für einen „demokratischen" Werbefeldzug der Vereinigten Staaten in Südamerika, der unter der bezeichnenden Parole „Schutz Südamerikas vor der faschistischen Invasion" stehe, festgelegt werden. Hier wird also wieder einmal in neuer Auflage das sattsam bekannte Märchen von einer Bedrohung Latein- amerikas durch die faschistischen Staaten (gemeint sind natürlich Deutschland und Italien) aufgetischt.

Die „New Park Times" entblödet sich nicht, in diesem Zusammenhang zu erklären, daß die Aufgabe der Kon­ferenzteilnehmer vor allem darin bestehe, zu unter­

suchen, wie das „demokratische System" in Südamerika „geschützt" werden könne, bevor die südamerikanischen Staaten infolge der faschistischen und nationalsoziali­stischen Durchdringung in totalitäre Staaten umgewan­delt seien, (!)

Bezeichnenderweise nimmt an dieser Propaganda­tagung neben den Botschaftern, Gesandten und Militär­attaches auch ein Sondervertreter des Washingtoner Staats-Departements teil, woraus unschwer zu schließen ist, daß die neue Offensive unter dem Oberbe­fehl Roosevelts und der hinter ihm stehenden Wallstreet-Mächte steht. Man hofft anscheinend in Washington immer noch, vurch die bolschewistisch orien­tierte Förderung einer antifaschistischen und anti- nationalsozialistischen Psychose die wahren Absichten der USA.-Finanzwelt, die auf die vollständige wirt­schaftliche Durchdringung Südamerikas hinauslaufen, verbergen zu können. Allerdings ist man in Südamerika längst hinter diese „edlen" Absichten gekommen. Daß die lateinamerikanischen Staaten auf den neuen „Nazi"- Schreck des Herrn Roosevelt hereinfallen werden, ist nach den Erfahrungen der letzten Monate ebensowenig wie bei der panamerikanischen Konferenz in Lima zu erwarten.

peinliche Berichte an Washingtoner Kongreß

NothilsegelSer für politische Wtchl;wecke — flrbeitsministerium für umstürrlerische Spionage und flgitation verantwortlich

Newyork, 4. Januar

Den beiden USA.-Kongreßhäusern ging ein wich­tiger und aufsehenerregender Ausschußbericht zu. Der Senatsausschuß, der die Ausgaben für die Wahl­kampagne untersuchte, erklärte in seinem Bericht an den Bundessenat, daß in verschiedenen Vundcsstaaten Not hilsegelder sür politische Zwecke verwendet worden seien. Der Bericht enthält zwar keine besondere Kritik an dem bisherigen Leiter des V.undesbiiros sür produktive Arbeitslosenfürsorge Harrq Hopkins, einer Umstrittenen Persönlichkeit, die kürzlich zum Handelsminister ernann: wurde, verlangt aber gesetzgeberische Maßnahmen, um weitere derartige Verstöße in den Vundesstaaten unmöglich zu machen.

Dem Abgeordnetenhaus ging ferner ein Bericht des bekannten Ties-Ausjchusses zu. in dem erklärt wird, daß das Arbeitsministerium für einen großen Teil der „umstiirzlerischen Spionagebetätigung und Agitation" in den Vereinigten Staaten verantwortlich sei.

Ar Lrseee Lesee/

Die zurzeit ungünstigen Witter ungsoerhältnisse haben auch in der pünktlichen Zustellung unserer Zeitung mancherlei Unliebsamkeiten im Befolge gehabst

Aus r.ui großen Verkehtsstraßen der Reichsbahn sind Zugverspätungen eingetreten; aber auch im Stadtbezirk haben unsere Trägerinnen zum Teil mit allerlei Schwierigkeiten zu kämpfen.

Bei verspäteter oder schlechter Zustellung bitten wir daher unsere Leser um verständnisvolle Rücksicht.

.Vor Eröffnung des neuen Kongresses gab der wieder­gewählte demokratische Vundessenator Smith aus Süd-Larolina, dessen Wiederwahl aus den Kreisen der Regierungsbeamten bekämpft worden war, bekannt, daß er in den nächsten Tagen als Vorsitzender an den Agrar- ausschuß des Senates eine neue Farmhilsevor- l a ge einbringen werde, die eine durchgehende Revision des entsprechenden Regierungsprogramms unter beson­derer Berücksichtigung von Baumwolle und Tabak bringen werde.

Der Abgeordnete Joseph Martin aus Massa­chusetts, der neue Führer Per verstärkten republikani­schen Minderheit im Unterhaus, erklärte, daß das Hauptziel der Republikaner sich auf die Schaffung dauernder Arbeit für die 10 Millionen Arbeits-

)m Zeichen militärischer Machtentfaltung

(Orabtbsriobt unssrss pariser Vertreters)

Paris, 4. Januar

Die französische Regierung nimmt den Besuch Dala- Siers in Tunis zum Anlaß, die militärische Stärke Frankreichs in Nordafrika zu demonstrieren. Als der Ministerpräsident nach der Landung im Kriegshasen Bizerta die Parade der ausgestellten Truppen abnahm, waren am Kai über 1ÜK Tanks ausgefahren. Anschließend trat Daladier, begleitet von den Spitzen der Gene­ralität, eine Rundfahrt durch die Befestigungsanlagen des Hafens an. Während dieser Zeit brausten die in Tunis und Bizcrta stationierten Geschwader der Luft­waffe über die Stadt.

losen in den Vereinigten Staaten richte. Die dem Senat angehörenden Republikaner beschlossen in der Sitzung ihrer Partei, mit irgendeiner Kongreß- gruppe mit dem Ziele zusammenzuarbeiten, die Herab­setzung der Regierungsausgaben ohne Schädigung der sozial Notleidenden herbeizuführen.

Der Vorsitzende des Außenausschusses des Senates, Pittman, der sich kürzlich bei einer unpassenden Ge­legenheit unrühmlich bemerkbar machte, kündigte eine völlige Ueberpriifung. der die Beziehungen Amerikas zu anderen Ländern berührenden Gesetze an. Er erklärte, daß unter den Vorlagen, die demnächst dem Kongreß zugehen werden, sich auch Vorschläge befinden, die das Verbot des Versandes von Kriegsmaterialien nach Japan befürworten.

/ Parade der 100 lanks / vesuch beim Sey

Die Wagenkolonne setzte sich dann in Richtung Tunis in Bewegung. Der Ministerpräsident stattete dem Bey einen Be>uch ab, bei dem er folgende Begrüßungsrede hielt: „Frankreich ist entschlossen, Tunis den Schutz zu geben, den es im Ernstfall nötig haben dürfte. Diese Unterstützung Frankreichs erstreckt sich auf alle Gebiete, und Eure Hoheit dürfen versichert sein, daß Frankreich keinen Augenblick seine heilige Pflicht aus dem Auge verlieren wird, um seine geschichtliche Mission voll zu erfüllen. Eure Hoheit dürfen auf die bereitwillige, und vollständige Mitarbeit des französischen Volles rechnen. Frankreich und Tunis sind durch das Recht der Verträge unlösbar vereint."

Nach dem Empfang beim Bey von«Tunis hielt Dala­dier gegen-12.15 Uhr seinen offiziellen Einzug in die Stadt Tuis. Er begab sich zunächst zum Gefallenen­denkmal, wo er einen Kranz niederlegte. Gegen 12.40 Uhr traf er dann im Palais des Generalresidcntsn ein, wo ihm zu Ehren ein Essen stattfand.

Fast sämtliche Pariser Zeitungen unterstreichen in ihre» Kommentaren den militärischen Charakter dieser Reise. „Paris Midi" schreibt u. a., daß Tunis „der bewaffnete Arm", des französischen Kolonialreiches- sei. „Jntransigeant" erklärt: „Daladier sagte den Korsen: Ihr könnt sicher sein, daß ihr verteidigt werdet. Die Tunesier können das bestätigen." Der Außcnpolitiker des Blattes, der Jude Lazarus, der sich ausgerechnet des Pseudonyms Gallus bedient, ruft pathetisch aus: „Wir werden unser Territorium und dasjenige unseres Impe­riums bewachen, Wenn man sie uns nehmen will, werden wir sie verteidigen."

Spannung Nom-Paris verschärft

Ilralitboriclrt unseres Vertreters in Lein)

Rom, 4. Januar.

Die demonstrative Mittelmcerreise des französischen Ministerpräsidenten wird in Rom ohne Aufregung ver­folgt. In den maßgebenden politischen Kreisen erklärt man aber, daß der Besuch Daladiers auf Korsika und Tunis nicht dazu beitrage, die Spannung zwischen Rom und Paris zu beseitigen. „Eiornale d'Jtalia" bezeichnet die Geste mit dem korsischen Dolch als provokatorisch und gegen das italienische Volk gerichtet. Die „Tribuna" hebt hervor, daß die 130 000 Italiener in Tunis sich gegen jede Unterdrückung zur Wehr setzen würden, und zwar in dem Bewußtsein daß hinter ihnen das gesamte italienische Volk stehe.

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Die neue Oper r u ll ii n e I> e n. ksndn erksnusstellunx in lliinrlien >v!>'<1 Lrok. tVoldemar krinkinaiiii xexeixt.

der Xneite» 6rnüe» Deutschen Vrcliitektnr und lvuns> diese- llndell der Oper i» Ilünelic» inicli dem Ilhitrvurk voi

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Valadier in funeflm

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Die Interessengemeinschaft zwischen dem Weißen Haus und dem Kreml

R. K4Ü. Seltsame Dinge gehen in USA. vor sich! Die Komintern greift nach dem amerikanischen Kontinent — und die Vereinigten Staa­ten von Amerika bieten sich dem Bolschewismus als Handlanger dar! Sehen wir uns, um jene ungeheuerlichen Vor­gänge in ihrer ganzen Tragweite zu erkennen, zu­nächst das Betätigungsfeld der Kommunisten in Nordamerika etwas näher an! Noch mehr als in anderen Ländern haben sich in USA. die Agenten Stalins in zahlreiche ursprünglich nicht- kommunistische Organisationen eingeschlichen und sie durch Besetzung oder Kontrolle der leitenden Organisationsposten langsam aber sicher von innen her bolschewisiert. Die amerikanische Studenten- Union, der amerikanische Iugendkongreß und vor allein die „Liga für Frieden und Demokratie" wur­den auf diese Weise der kommunistischen Partei sozusagen als getarnte Nebenorganisationen angeschlossen. Den harmlosen Andersdenkenden der „eroberten" Verbände wurde, als die Ueberrumpelten Verdacht schöpften, Sand in die Augen gestreut: die Bolsche- wisten erklärten, ihre Verbandsgeschäfte nicht als Kommunisten, sondern als „freie Amerikaner" zu führen. Der berüchtigte rote Bonze Browder zum Beispiel wandte in seiner Eigenschaft als offizieller Moskauer Agitator der erwähnten amerikanischen Liga für Frieden und Demokratie (vormals „Liga gegen Krieg und Faschismus") mit geheuchelter Entrüstung den Rücken, um ihr als Vertreter des internationalen Arbeiterordens sofort wieder bei- zutreten.

Kreml gegründeten „Friedens"-Liga ist die Vor- bereitungeinervonkommunistischen Funktionären dirigierten „Volks­front" in USA. als Brücke zur sogenannten proletarischen Weltrevolution. Nicht nur mit Be­zug auf die kulturzersetzende Liga, sondern auch im Hinblick auf den beherrschenden bolschewisti­schen Einfluß in anderen amerikanischen Organi­sationen konnte der Oberhetzer Browder mit Recht behaupten: „Im Mittelpunkt steht überall die Kommunistische Partei als bewußt leitende Kraft aller Einheitsfrontbewegungen in allen deren Phasen!". (Die sonst so hellhörigen amerikanischen „Demokraten" waren jenem offenen Bekenntnis gegenüber plötzlich auf beiden Ohren taub.) Auf der gleichen Linie der marxistischen Zersetzungs­arbeit liegt die bolschewistische Lenkung inner­staatlicher Maßnahmen, wie sie sich in unserer Mel­dung über die Einführung der Kollek­tivwirtschaft in Coolidge widerspiegelt.

Eine besondere Konzentration hat die Tätigkeit der Bolschewisten auch in den lateinamerikanischen Staaten erfahren, eine Konzentration nämlich unter der außenpolitischen Devise: „Kampf dem faschistischen Wirtschaftsimperialismus!" Der Miß­erfolg der innenpolitischen Wühlarbeit Moskaus in den national erstarkenden Ländern Südameri­kas ließ es der kommunistischen Internationale zeitgemäß erscheinen, an Stelle der unterbundenen Streikhetze eine sich gegen „faschistische Waren" richtende Boykottbewegung starten zu lassen. Dieses bolschewistische Ablenkungsmanöver hat insofern sein Ziel nicht verfehlt, als es den roten Qiktzrtreibern auf dem Umweg über die an-

Unssr Isgessmessl

(vis heutige Ausgabe umko.Lt 12 Zeiten)

Aus Newyork kommt eine alarmierende Meldung über bolschewistische Siedlungs-Methoden in Arizona.

Im Zusammenhang mit der englisch-national- Ipanlichen Spionage-Affäre wurde der englische Vizekoipul, in Sän Sebastian festgenommen.

Francos Truppen nahmen Artesa an der Lcrida- Front.

Daladier hielt in Tunesien eine militärpolitische Ansprache.

Den schweren Stürmen im Schwarzen Meer fielen zahlreiche Dampfer und Segelschiffe zum Opfer.

Der Gouverneur der Bank von England wird Dr. Schacht besuchen.

Die deutsche Handelsflotte umfaßt jetzt mehr als vier Mrll. VRT.

Der Führer übermittelte dem KLstenrcttuw lie herzlichsten Glückwünsche.

Am 14. und 15.'Januar sammelt die DAF. ii Neser-Ems sür das WHW.

Line schwedische National-Voxstassel wird v sichtlich am 31. Januar in Bremen antretl Beim Großen Preis von Südafrika blieb Rosemcyers Rekord unerreicht.