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vremer MM
parteiamtliche Tageszeitung
vLs Amtsblatt des Regierenden Rürgermeisters der Lreien kjansestadt Riemen
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der Nationalsozialisten Vremens
flmiliches verkündungsbiatt des ReichsstattliaUers in Oldenburg und Riemen
Nr. Z / 9. Jahrgang
Dienstag, Z. Januar 19Z9
kinzeipreis 1S Rpf.
Vierjaliresplan fördert vremens Wirtschaft
Präses vollmelier vor der Kaufmannschaft
„Irotz des industriellen flusschwunges wird vremen immer eine Stadt des lzandels und der Seefastrt bleiben"/ kine bedeutsame Kundgebung in der vörse
T Bremen, 3. Januar.
Am ersten Arbeitstag des neuen Jahres trat der Bremer Kaufmannskonvent im Hauptsaal der Börse zusammen. Pg. Bollmeyer, Präses der Industrie- und Handelskammer Bremen, gab aus dieser stark besuchten Zusammenkunft auch diesmal, wie alljährlich, einen Rückblick auf das abgelaufene Jahr und eine Ausschau auf das Jahr 1S3S. Unter dem Beisall der Versammelten konnte Präses Bollmeyer auf die großen politischen Erfolge des Führers im vergangenen Jahre hinweisen und an Hand von Zahlen aus dem bremischen Wirtschaftsleben den Nachweis führen, daß das Erstarken des Reiches und das Steigen seines Ansehens in der Welt auch ein weiteres merkliches Anwachsen des Wirtschaftslebens der Hansestädte zur Folge hat. Im einzelnen führte Pg. Bollmeyer wörtlich aus:
„Wenn wir aüf das verflossene Jahr zurückblicken, so können wir das tun mit einem Gefühl des größten Stolzes und tiefsten Dankes an unsern Führer Adolf Hitler! Mächtig und achtunggebietend steht Deutschland in der Welt da. Aus dem' ohnmächtigen Opfer des Vernichtungswillens unserer Gegner im Weltkriege ist eine Großmacht geworden, deren Wort in der Welt heute seine besondere Geltung hat. Eine starke Wehrmacht schützt das Reich, und im Innern herrscht auf allen Gebieten ein vorbildliches Streben nach weiterer Aufwärtsentwicklung und Entfaltung. Jedes bis zum heutigen Tage in sich abgeschlossene Jahr seit der Machtübernahme durch den nationalsozialistischen Staat war ein Erfolgsjahr! Das Jahr 1938 jedoch war wohl unter allen das bedeutendste, es ist infolge der unermeßlichen Großtat des Führers zum Geburtsjahr Eroßdeutschlands geworden! Die Ostmark und das Sudetenland wurden mit dem Altreich vereinigt und fest verankert. Noch heute stehen wir alle
unter der Wucht der kreignisse der letzten Monate
die die ganze Welt in Spannung hielten. Es ist dem Führer 'mit dem Münchener Abkommen durch seine wahrhaft übermenschliche Tat gelungen, Deutschland und damit der ganzen Welt den Frieden zu erhalten.
führer in den Spann-ungstagen um so höher veranschlagt werden. Die bremische Wirtschaft hat damit wiederholt und durch die Tat ihre Vaterlandsliebe und ihre bedingungslose Bereitschaft, dem Führer zu folgen, unter Beweis gestellt. Hierauf anerkennend hinweisen zu dürfen, ist mir am heutigen Tage eine ganz besondere Ehre.
Mit den großen außenpolitischen Erfolgen des Führers steht unsere deutsche Wirtschaft vor neuen Aufgaben größten Ausmaßes, dazu noch in einer Zeit einer schon übervollen Beschäftigung.
Blicken wir nun auf unser alte Hansestadt Bremen, so können wir auch hier mit Freuden feststellen, daß die Macht des Reiches sich in den Mrtschaftsleistnngen der Weserstadt widerspiegelt. Wir sind aus guten Wegen und wir wollen dem Schicksal dafür dankbar sein. Immer wenn das Reich stark war, blühten auch die Hansestädte, während seine Schwäche für uns Rückgang bedeutete.
So haben der Vierjahresplan und die beispiellose Steigerung der deutschen Rohstofferzeugung nicht etwa den Hansestädten geschadet, wie ängstliche Naturen
vielleicht hätten befürchten können, im Gegenteil: die Stärkung der Binnenwirtschaft hat auch
die seewärtige flusfutzr und kinsutzr gesteigert.
Trotz der Produktion der deutschen Zellwolle ist der Baumivollumschlag nicht zurückgegangen, hat' doch in den ersten neun Monaten des Jahres 1938 sich der Umschlag der Baumwolle in den bremischen Häfen um 18VVÜ Tonnen, d. h. um rund ein Zehntel, vermehrt, und so liegt es auf vielen ähnlichen Gebieten.
Durch den gesteigerten Eigenverbrauch sind auch unsere überseeischen Beziehungen nicht unwesentlich gefördert worden, ebenso ist auch der Umfang unseres Transithandels ein Beweis für unser Ansehen im Auslande.
So hat der seewärtige Güterverkehr Bremens im Jahre 1937 mit 8,3 Millionen Tonnen zum ersten Male das letzte Friedensjahr 1913 mit 7,1 Millionen Tonnen um 16 Prozent Lbertrofsen. Das Jahr 1938 zeigt eine weitere Steigerung und dürfte uns die lleberschreitung der 9-Millionen-Erenze bringen. Dieses Bild erscheint noch viel plastischer, wenn wir das Jahr 1938 mit dem letzten Jahr vor der Machtergreifung, nämlich mit 1932 vergleichen. Nach den jetzt vorliegenden Ziffern haben wir in den ersten zehn Monaten des Jahres 1938 etwa 7,6 Millionen Tonnen umgeschlagen gegen 3,5 Millionen Tonnen in der gleichen Zeit des Jahres 1932, d. h. der Verkehr ist auf mehr als das Doppelte, nämlich auf 216 Prozent des Jahres 1932 angewachsen. Erfreulicherweise ist dabei in der Einfuhr im Gegensatz zum Vorjahre auch der Umschlag unserer alten Stapelgüier: Kaffee, Roh- tabaft Wein, Wolle und Baumwolle gestiegep. Die Steigerung der Ausfuhr ist allerdings vorwiegend auf das Anwachsen des Massengutverkehrs zurückzuführen. Aber wir müssen uns hierbei darüber klar sein, daß ein Hafen sich nicht nur auf eine bestimmte Gruppe von Gütern beschränken darf. Einseitigkeit im Handelsleben ist immer gefährlich. Wie wir uns im Güterumschlag
Das deutsche Volk' stand in diesen Tagen dep Hochspannung wie zu einem einzigen Block zusammengeschmiedet. in Treue und Disziplin vertrauensvoll und mit einem durch nichts zu erschütternden Glauben hinter seinem Führer, fest entschlossen, wenn es hätte sein müssen, alles für den Führer und damit für Deutschland herzugeben.
örußwechsel süstrer Vme
Unterstreichung der Freundschaft zwischen Veutschland und Italien
Mit ganz besonderer Genugtuung erfüllt es mich aber, anerkennend darauf hinweisen zu können, daß sich in den Krisenlagen des vergangenen September sämtliche bremischen Wirtfchaftsführer mit ihren Betrieben und Eesolgschaftsleuten geradezu mustergültig verhalten haben!
In allen Wirtschaftskreisen Bremens herrschte in diesen Tagen höchster Spannung ein
grenzenloses Vertrauen zum sichrer,
in eiserner Ruhe und größter Disziplin stand Vremens Wirtschaft hinter seinem Führer. Hierbei muß besonders herausgestellt werden, daß eine nicht unerhebliche Anzahl bremischer Ueberseekaufleute durch den . letzten Krieg und die Inflation fast ihren gesamten Auslandsbesitz verloren haben. Ein neuer Waffengang des deutschen Volkes hätte ganz besonders dem lleberseekäuf- mann sein ureigenstes Betätigungsfeld für unabsehbare Zeit erneut genommen. Gerade deshalb muß das disziplinierte 'Verhalten der bremischen Wirtschafts
Berlin, 3. Januar
Anläßlich des Jahreswechsels hat der Führer und Reichskanzler dem italienischen Regierungschef Benito Mussolini in einem Telegramm mit herzlichen Worten seine besten Wünsche für ihn und sein großes Werk ausgesprochen und darin der engen Zusammenarbeit im vergangenen Jahre, ebenso der Freundschaft beider Völker gedacht.
In gleicher Weise hat der Duce seinen Glückwünschen für den Führer und das deutsche Volk Ausdruck gegeben und die Verbundenheit beider Staaten wie folgt gekennzeichnet: „Die Zusammenarbeit zwischen unseren beiden Regierungen und Völkern hat 1938 ihre Probe bestanden und der Welt offenbart, daß die beiden Revolutionen gemeinsam marschieren und dies auch fernerhin tun werden."
stustaustiz von Neujahrsglückwünschen
Berlin, 3. Januar.
Aus Anlaß des Jahreswechsels hat zwischen dem Führer und Reichskanzler und einer Anzahl Staatsoberhäuptern und Regierungschefs des Auslandes in der üblichen Weise ein Telegrammwechsel zur Uebermitt- lung der beiderseitigen Neujahrsglückwünsche stattgefunden. In diesem Zusammenhang sind oem Führer in herzlichen Worten gehaltene Glückwunschtelegramme zugegangen von dem König von Italien und Kaiser von Aethiopien, den Königen von Afghanistan, Albanien, Belgien, Bulgarien, Dänemark, England, Griechenland, dem Präsidenten von Guatemala, dem Schah von Iran, dem Prinzregentcn von Jugoslawien, dem Präsidenten von Mexiko, den Königen von Norwegen, Rumänien und Schweden, dem Rcgentschaftsrat von Siam, dem Staatschef des Nationalen Spaniens, dem Präsidenten der tschccho-slowakischen Republik, dem Reichsvcrweser des Königreiches Ungarn sowie dem ungarischen Ministerpräsidenten.
Ministerpräsident Valadier auf Korsika
feierlicher empfang durch die Velzörden — „wir find zunächst einmal franzosen" — heute flnkunst in runis
Mrabtberlobt nnssrss ftarissr Vsrtrstsrs)
Paris, 3. Januar
Der französische Ministerpräsident ist am Montag- morgen in Ajaccio eingetroffen. Der Empfang durch die Behörden der Stadt und des Staates gestaltete sich sehr eindrucksvoll. Die Straßen waren festlich in den Farben der Trikolore geschmückt. Auf dem Fochplatz waren zwei Triumphbogen errichtet worden. Das Geschwader^ das sich aus den drei schweren Kreuzern „Foch", „Suffren" und „Colbert", aus drei Zerstörern und aus drei leichten Kreuzern zusammensetzte, lief pünktlich im Hafen »in. Es wurde von einem Flugzeuggeschwader begleitet.
Nach der Landung begab sich Ministerpräsident Dala- dier in Begleitung des Marineministers zum Grabmal des Unbekannten Soldaten, wo er einen Kranz niederlegte. Anschließend nahm er die Parade der am Kai ausgestellten Truppen ab. Bei der Fahrt zum Rathaus wurde er, nach den Berichten der französischen Zeitungen, von der Bevölkerung herzlich begrüßt. In der Prä- fektur hielt Dalaüier eine Rede, die durch Lautsprecher auf sämtliche Straßen und Plätze der Stadt übertragen wurde.
Er wies aus die strategische Bedeutung hin, die Korsika für die Secverbindung Frankreichs habe. „Welcher Provinz wir auch immer angehören", so erklärte Daladier, „wir sind zunächst einmal Franzosen und über allen Differenzen und Meinungsverschiedenheiten steht in erster Linie Frankreich. Unser Land hat es nicht
nötig, aggressiv oder drohend zu sein, aber wir müssen dafür sorgen, daß wir stark sind. Frankreich ist in der Tat stark, die Versicherung kann ich Ihnen geben!" Der Ministerpräsident wies dann aus das im Hasen ankernde Geschwader hin, das die französische Stärke und Wachsamkeit symbolisiere.
Nach dem Aufenthalt in Ajaccio setzte Daladier seine Reise nach Bastia fort, wo er um 14.30 Uhr eintraf. Die Feierlichkeiten spielten sich im selben Rahmen wie in Ajaccio ab. Der Ministerpräsident hielt sich in der zweitgrößten korsischen Stadt insgesamt vier Stunden auf.
Die französische Presse, die über die Reise des Ministerpräsidenten in groger Aufmachung spaltenlange Berichte und Bilder bringt, nimmt diese Gelegenheit zum Anlaß, erneute Ausfälle gegen Italien zu richten. Der „Paris Soir" schreibt beispielsweise: „Der Korsika- Besuch Daladiers ist die beste Antwort auf die Kundgebungen der italienischen Kammer. Die französische Regierung bekundet mit dieser Demonstration eindeu- tig^ daß es für Frankreich keine tunesische Frage gibt." Der offiziöse „Temps", der an die Neujahrsrede des französischen Botschafters Francois-Poncet anknüpft, erklärt u. a.: „Was durch die Stimme des offiziellen Vertreters Frankreichs in Rom gesagt worden ist, mußte gesagt werden. Wenn Francois-Poncet erklärte, daß Frankreich um keinen Preis seine Ruhe erkaufen wird, so bestätigt er nur das, was schon Außenminister Bannet in Paris zum Ausdruck brachte, und was Minister
präsident Daladier zu dieser Stund, in Korsika und am Dienstag in Tunis bestätigen wird."
Nach dem Besuch Korsikas schiffte sich Daladier nach dem Kriegshafen Bezerta in Tunesien ein, wo er am Dienstagmorgen gegen 8 Uhr eintreffen wird.
Verabschiedung des Staatshaushalts in Frankreich
Parts, 8. Januar.
Kurz.vor 21 Uhr Pariser Zeit hat am Sonntag die französische Kammer die vierte Lesung des Haushalts beendet, nachdem die Regierung gegen einen Antrag eines kommunistischen Abgeordneten wieder einmal die Vertrauensfrage hatte stellen müssen, die ihr 345 gegen 246 Stimmen einbrachte. Die Haushaltsvorlage ist'nunmehr zur vierten Lesung an den Senat zurückgegangen, der um 22 Uhr zusammentreten wollte. Der Senat fand sich jedoch zur vierten Lesung des Haushalts erst nach Mitternacht zusammen und nahm nach dem Bericht des Senators Äbel Cardeys ohne Abänderung den von der Kammer verabschiedeten Text mit 218:16'Stimmen an. Kurz vor 1 Uhr nachts konnte der stellvertretende ' Ministerpräsident Lhautcmps das Schlußdekret im Se- > nat verlesen. Die Kammer konnte dann ebenfalls zu! ihrer Schlußsitzung zusammentreten, wo Finanzminister Paul Reynaud das Schlußdekret zur Kenntnis brachte, und die Sitzung des Parlaments damit in der Nacht nach Neujahr ihren Abschluß fand.
nicht nur auf die hochwertigen Güter beschränken dürfen, so dürfen wir auch in der Wahl der Verkehrsmittel nicht einseitig werden. Gewiß sind wir stolz darauf, ein ausgesprochener Eisenbahnhafen zu sein, und hoffen, diesen Ehrentitel auch weiter zu behalten, Schulter an Schulter kämpfend mit der Deutschen Reichsbahn, mit der uns von jeher starke wirtschaftliche Gemeinschaftsarbeit verbunden hat: aber wir verschließen uns keineswegs dem neuen Verkehr des Kraft- wagens, der im letzten Jahre wieder sehr stark gestiegen ist, und wir wenden unsere Blicke auch auf die neu entstehenden Kanalbauten, von denen wir eine glückliche Zukunft erhoffen für unsere Binnenschiffahrt, das älteste Verkehrsmittel, das in grauer Vorzeit die Grundlage für die Entstehung unserer Stadt am Dünen- zug der Weser legte. Mit Genugtuung blicken wir auf die große nationale Tat der Vollendung des Mittellandkanals, wenngleich die Bedeutung dieser Wasserstraße für Bremen nicht überschätzt werden darf. Ins Herz unseres Einflußgebiets aber führen die Weser und die Werra, an deren Kanalisierung bis ins Kaligebiet eifrig gearbeitet wird.
Schon beginnen die vorarbeiten kür die Verbindung der werra mit dem Main:
ein gigantisches Werk, an dessen baldige Verwirklichung wohl niemand vor dem Reiche Adolf Hitlers geglaubt hätte. Dann werden wir zum ersten Male die durchgehende Wasserverbindung von der deutschen Nordsee bis ins Schwarze Meer haben.
Ein weiteres Werk wird voraussichtlich bald in Angriff genommen werden: der Hansa-Kanal vom Ruhr- gebiet über Bremen nach Hamburg und Lübeck, die unmittelbare Verbindung zwischen der größten Werk- schmiede Deutschlands und der Wasserkante. Wir haben die begründete Hofsnung, daß die Einführung dieses Kanals in unsere Hasen unsere Wünsche erfüllen wird, und daß uns auch auf diesem neuen Wasserwege gesteigerte Wirtschaftskraft erblüht,
Der bremischen Schiffahrt aber darf ich an dieser Stelle für ihr erfolgreiches Wirken besonders danken und ihr auch im neuen Jahr glückliche Fahrt wünschen.
Meine Herren! Jedem von Ihnen ist bekannt, in welch starkem Mäße Bremens Wirtschaft auf dem
flußenßandei
beruht, wobei ich unter Außenhandel die drei Sparten des Einfuhrhandels, des Ausfuhrhandels und des Tran- sithandels verstehe. Gegenüber den Besorgnissen, die der Einfuhrhandel in der zurückliegenden Zeit hegte, hat die Entwicklung gezeigt, daß die deutsche Volkswirtschaft den Außenhandel in der gegenwärtigen Zeit in noch stärkerem Maße nötig hat als noch von etwa 2—3 Jahren. Auf der einen Seite stellt die hochgradige Beschäftigung der deutschen Industrie erhebliche Ansprüche an die Versorgung mit Rohstoffen, auf der andern Seite ist der Bedarf an Nahrungsmitteln infolge des gehobenen Lebensstandards der Bevölkerung gestiegen. Beide Faktoren haben im vergangenen Jahre noch erheblich an Bedeutung gewonnen durch die Einqliedcrung der Ostmark und des Sudetenlandes in das Deutsche Reich, deren Industrie bedeutende Rohstoffzufuhren braucht, wenn sie auf die gleiche Ausnutzung ihrer Kapazität und den gleichen Beschäftigungsgrad, insbesondere auch an Arbeitskräften gebracht werden soll wie die des Altreichs.
Sie wissen, daß es seit 1934 ein fester Grundsatz der deutschen Devisenpolitik ist, nicht mehr aus dem Aus- lande einzukaufen, als wir an das Ausland bezahlen oder vorrechnen können. Hierfür aber sind wir auf die Zahlungs- und Verrechnungsmittel angewiesen, die uns Ausfuhr- und Transithandel bringen: denn was wir sonst noch an Devisen vereinnahmen, wie insbesondere die Einnahmen aus der Seeschiffahrt und aus dem Veredelungsverkehr, das wird mehr als ausgewogen durch die deutschen Zahlungsverpflichtungen an das Ausland, die aus Kapitalschulden entstanden sind. Trotz alledem hat das vergangene Jahr gezeigt, daß die deutsche Einfuhr noch größer gewesen ist als der Wert, den die deutsche Ausfuhr in dem gleichen Jahre erbracht hat. Es ist also der bemerkenswerte Fall eingetreten, daß Deutschlands Käufe im Welthandel einen größeren Umfang hatten als das, was die Welt von uns gekauft hat! Die deutsche Handelsbilanz ergibt im Jahre 1938 einen Einfuhrüberschuß in Höhe von etwa 299 Millionen Reichsmark,
So betrachtet, hat sich allerdings die deutsche Einfuhr gut gehalten. Das darf uns aber nicht darüber hinweg-
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Unser?sgesspiegsl
(vis ksut.igs Kusgabs „intakt 12 Seiten)
Daladier trifft heute nach seinem Besuch Korsikas in Tunis ein.
Francos Truppen besetzten nunmehr das linke Ebro- llser bis Asco.
Der Führer und der Duce tauschten anläßlich des Jahreswechsels Frcundschaftstelegrammo aus.
Das deutsche Arado-Flugzeug landete auf seinem Langstrcckcnslug in Siam.
Die Beschränkung des weiblichen Pflichtjahrcs aus ernzclnc Bcrufsgruppcn fällt in Zukunft fort.
Die erste Reichstagung des NSRL. findet vom 13. bis 15. Januar in Berlin statt.
Präses Bollmeyer sprach vor der Bremer Kaufmannschaft über den wirtschaftlichen Aufschwung Bremens.
Bremens ScZchiffsoerkehr hat 1938 die 19-Millionen- Tonnen-Erenze überschritten.
Der neue Leiter der Ortskrankenkasse. Direktor Becker, wurde in sein Amt eingeführt. Branddirektor Georg Skrzeczka übernahm die Dienst- Gcschäste in Bremen.
Das neue Programm der „Wiener Spielzeug- schachtel" wurde in Bremen uraufgeführt.