Ausgabe 
(1.1.1939) Nr. 1
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parteiamtliche lageszeitung

Has Amtsblatt des Negierenden Nürgermeisters der Zreien kjansestadt Ncemen

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der Nationalsozialisten Vremene

Amtlirftes verkündungsblatt des Neichsstattlsafters in Oldenburg und Nreme

Nr. 1 / S. Zalirgang

Neujahr 1SZS

kinzetpreis 15 Npf.

ks lebe unser öroßdeutsches Neich!

ks lebe die nationalso;ialistische vewegung! ks lebe unser deutsches Volks

Des sührers Parole für ISZS

Berchtesgaden, 31. Dezember Der Führer hat zum Jahreswechsel folgenden Aufruf erlassen:

Nationalsozialisten, Nationalsozialistinnen! Parteigenossen!

In ergriffener Dankbarkeit gegenüber dem gnädigen Wirken der Vorsehung ver­läßt das nationalsozialistische Deutschland das Jahr 1938. In ihm geht nicht nur das K. Jahr der nationalsozialistischen Revolution und der durch sie errichteten neuen Volks­und Staatsführung zu Ende, sondern vor allem das ereignisreichste Jahr der Geschichte unseres Volkes seit vielen Jahrhunderten.

Wenn die Arbeit der nationalsozialistischen Bewegung und unserer Partei in den ersten fünf Jahren seit 1933 vorwiegend der Ueberwindung der inneren, politischen, sozialen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Not unseres Volkes galt, dann gelang es in den hinter uns liegenden 12 Monaten, das größte Problem unserer außenpolitischen Lage zu lösen.

Wer wird angesichts des heute aufgerichteten Großdeutschen Reiches nicht in bewegter Ergriffen­heit zurückdenken an das, was wir vor sechs Jah­ren vorfanden. Und wer will nach einem so uner­hörten Wandel im Leben eines Volkes noch länger die Richtigkeit der angesetzten Kräfte sowohl als der angewandten Methoden bestreiten? In Deutsch­land niemand, der nicht bewußt das Unglück un­seres Volkes will. In der Umwelt freilich alle jene, die die Wiederauferstehung des Reiches, ganz gleich aus welchen Gründen, ablehnen zu müssen glauben.

Wenn ich am Abschluß dieses reichsten Ernte- jahres in unserer Geschichte zurückblicke, dann er­füllt mich neben dem tiefsten Dank an die Vor­sehung der

Sank an meine Partei!

Die nationalsozialistische Bewegung hat dieses Wunder vollbracht. Wenn der Herrgott dieses Werk gelingen ließ, dann war die Partei sein Werkzeug. Sie hat mir nun bald zwei Jahrzehnte lang in unverbrüchlicher Treue als Instrument geholfen, die Voraussetzungen zu schaffen, die den deutschen Wiederaufstieg einleiten und erzwingen konnten. Sie hat jene innere Geschlossenheit unseres Volks­körpers in dckn vielen Jahren einer unermüdlichen Arbeit geformt, die es mir nun ermöglichte, in entscheidender Stunde, die geballte Kraft der gan­zen Nation hinter mir wissend, das Lebensrecht unseres Volkes vertreten zu können, auch aus die Gefahr der letzten und schwersten Konsequenzen hin. Alle die Führer und Führerinnen der Partei, ihrer Kampforganisationen, sowie ihrer ange­schlossenen Verbände und alle die Millionen be­wußter, aber namenloser Parteigenossen und Par­teigenossinnen, alle diese aktiven Nationalsozialisten können am Ende des Jahres 1938 mit Befriedi­gung und Stolz auf die durch ihre Arbeit mit- ermöglichte Schaffung des Grotzdeutfchen Reiches blicken.

Die durch den Nationalsozialismus erfolgte Auf­richtung einer neuen Volksgemeinschaft und eines unerschütterlichen politischen Regimes gestatteten es mir auch, den

flufbau der neuen deutschen Wehrmacht

durchzuführen. Sie hat in diesem Jahr ihre ersten großen Bewährungsproben abgeleK. Offizier und Mann wetteiferten miteinander im Einsatz für das nationalsozialistische Großdeutsche Reich. Das deutsche Volk aber ist wieder stolz auf seine Soldaten!

Der Staat selbst und seine Verwaltung haben in diesem Jahr eine Aufgabe ersten Ranges her­vorragend gelöst.

Ueber allem aber fliegt mein Dank dem ganzen deutschen Volke zu. Es hat durch seine wunder­

bare Haltung wesentlich beigetragen, einer suchen­den Umwelt die letzten Hoffnungen auf das Wieder- aufbrechen des alten Erbübels der Deutschen zu nehmen. Keiner der sog. demokratischen Staats­männer hatte in diesem Jahre auch nur annähernd das Recht, so sehr im Namen seines Volkes zu sprechen als ich. Dies hat mitgeholfen, ohne Krieg eine europäische Frage zu lösen, die so oder so einmal gelöst werden mußte. Der Fleiß des deut­schen Bauern hat uns dabei die Ernährung des deutschen Volkes sichergestellt. Der deutsche Ar­beiter aber hat es fertiggebracht, in unserer Wirt­schaft die Produktion auf das außerordentlichste zu steigern. Mein besonderer Dank gilt den Hun­derttausenden, die die Westfront des Reiches mit jenem

wall von Panzer und veton

umgeben haben, von dem wir wissen, daß keine Macht der Welt ihn jemals aufbrechen wird. In dieser selben Zeit hat die Organisationsfähigkeit unseres Volkes Triumphe gefeiert. Neben die glanz­vollen Leistungen der Wehrmacht treten die nicht minder glänzenden Leistungen auf dem Gebiet der Wirtschaft und auf dem unserer allgemeinen Verwal­tung. Es wird aber einmal in der Geschichte be­sonders vermerkt werden, daß trotz dieser äußersten politischen Spannungen und gigantischen Anstrengungen und Erfolgedaskulturelle Leben in keinem Augenblick zum Stillstände kam, sondern im Gegenteil auf einen wunder­baren Aufstieg hinzuweisen vermag.

So hat die nationalsozialistische Volksgemein­schaft auf allen Gebieten ihres reich gegliederten Lebens in dem zurückliegenden Jahre gutgemacht, was Jahrzehnte, ja Jahrhunderte vorher an unse­rem Volke sündigten. Jenen aber, die im Glauben an diese Volksgemeinschaft seit Jahren, ja Jahr­zehnten leiden mutzten, und die vielleicht die Er­richtung des Grotzdeutfchen Reiches selbst nicht mehr erleben durften, mag es über das Grab hin­aus noch ein Trost sein, daß aus ihrem Leid das Glück und die Freude von unzähligen Millionen erwuchs. Sie haben damit nicht umsonst gelitten und sind nicht umsonst gefallen. Denn das Jahr 1938 ist zugleich

das Iahe der flblegung des größten Vekenntnisses eines Volkes

Zweimal wurden in dieser Frist Deutsche zur Wahl gerufen. Das erste Mal das Altreich mit den Volksgenossen unserer neuen deutschen Ostmark und das zweite Mal die nunmehr ebenfalls zum Reich gestoßenen Sudetendeutschen. Somit hat in diesem Jahr zum erstenmal in der Geschichte un­seres Volkes ganz Deutschland feinem politischen Willen feierlichen Ausdruck gegeben, zum natio­nalsozialistischen Grotzdeutfchen Reich zu stehen und von ihm niemals mehr zu lassen, komme, was kommen wolle!

Vie Aufgaben der Zukunft

pick folgende: Die erste Ausgabe ist und bleibt wie in der Vergangenheit immer wieder die Erziehung unseres Volkes zur nationalsozialistischen Gemeinschaft. Die zweite Aus­gabe liegt im Ausbau und in der Verstärkung unserer Wehrmacht. Die dritte sehen wir in der Durchführung des Vierjahresplanes, in der Lösung des Problems unseres Arbei­termangels und besonders in der wirtschaftlichen Eingliederung der neuen Reichsgebiete.

Außenpolitisch ist der Platz Deutschlands bestimmt und festgelegt. Die Verpflichtun­gen, die aus unserer Freundschaft für das faschistische Italien erwachsen, sind uns klare und unverbrüchliche. Unser Verständnis für die geschichtliche Rolle Mussolinis im Dienste der Erhaltung des Friedens des vergangenen Jahres zwingt uns zu tiefer Dankbarkeit. Wir danken aber auch den andern Staatsmännern, die es in diesem Jahre unternom­men hatten, mit uns Wege zu einer friedlichen Lösung der unaufschiebbaren Fragen zu suchen und zu finden. Im großen Weltraum ist unsere politische Einstellung bedingt durch den Antikominternvertrag. Im übrigen aber haben wir wie immer nur den einen Wunsch daß es auch im kommenden Jahr gelingen möge, zur allgemeinen Befriedung der Welt beizutragen. Möge die Gnade des Herrgotts dabei unser deutsches Volk auf seinem Schicksalsweg begleiten.

Es lebe die nationalsozialistische Bewegung, es lebe unser deutsches Volk und unser Groftdeutfches Reich!

Berchtesgaden, 31. Dezember 1938. (§fS2.)

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s. 8. O. Bremen, 1. Januar.

Festen Trittes und als ein großes, geeintes, star­kes und stolzes Volk, konnte Deutschland, das im abgelaufenen Jahre zu Großdeutschland geworden ist, die Schwelle zum neuen Jahr überschreiten. Was immer es an neuen großen Aufgaben der deutschen Staatsführung bringen wird, kein Mann und keine Frau, auch nicht der kleinste Pimpf im Reich hegt Zweifel daran, daß alle der deutschen Staatsführung sich stellenden Aufgaben auch in diesem Jahre wieder entschlossen angegrif­fen und glücklich gelöst werden.

Was das Jahr 1938 an innerer Geschlossenheit des Volkes, an Vertrauen und Hingabe zum Füh­rer und an äußerster Bereitschaft ihm zu folgen, gezeigt hat, gibt Berechtigung, mit eiserner Zuver­sicht zu erwarten, daß, was auch immer^dem deut­schen Volke an neuen Zielen im neuen Jahr gestellt sein möge, nicht weniger sicher und nicht weniger glücklich erreicht wird als im vergangenen Jahre. Es sind die im deutschen Volke von Adolf Hitler erweckten Kräfte des Blutes, als da sind Tap­ferkeit, Gehorsam und Opferbereit­schaft, welche die unbedingte Gewähr bilden, daß Deutschland wie im alten auch im neuen Jahr vor der Geschichte bestehen wird.

Das Jahr 1938 brachte dem deutschen Volke die Erfüllung einer mehr als tausendjährigen Sehn­sucht. Es brachte das Großdeutsche Reich, das

Germanische Reich Deutscher Nation, wie es der Führer einmal nannte. Ueber alle Widerstände und Hemmnisse hinweg, gegen alle törichten und böswilligen Feinde ist Wirklichkeit geworden, was vor einem Jahr noch die Völker Europas für un­denkbar hielten. Daß es werden konnte, kam aus dem Wirken elementarer Kräfte Kräfte, die vom Führer im deutschen Volk erweckt und entfaltet wurden, Kräfte, die durch des Füh­rers geniale Staatskunst von außen her Deutsch­land zur Verfügung standen Kräfte also, die auch imneuen Jahr neue Erfolge und neuesGe - lingen der deutschen Staatsführung gewähr­leisten werden.

Innenpolitisch wird die große und auf Ewig­keitsdauer hinzielende Aufbauarbeit des Führers mit ebensoviel Gediegenheit und Großzügigkeit im neuen Jahr voranschreiten wie im alten. Dar­über ist kein Wort zu verlieren. Außenpolitisch hat aber ein Problem sich eingestellt, das wir das Problem Europa nennen wollen und dessen Lösung in ebenso Hohem Maße wie die Lö­sung des deutschen Problems im vergangenen Jahre vom Verständnis, von der Klügheit und vom guten Willen der Staatsmänner unseres Konti-

Unsere heutige Ausgabe umfaßt 4 9 Seiten

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