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Werner Zeiluna
parteiamtliche Tageszeitung
vas flmtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt Bremen S. Zakrgang
der Nationalsozialisten Vremens
flmtiiches Verkündungsblatt des Neicksstattiiaiters in Oldenburg und Bremen
Freitag, 10. Zum 19Z8
Linzelpreis 10 Npf.
-Mannes
in der Tschechoslowakei verhaftet
Unverschämte Versuche der kmigrantenpresse zur veeinflussung Prags
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Ver zweite Mörder
(Oralitbericlit unssres prsgsr Vertreters)
Prag, 10. Juni
Am Donnerstagnachmittag konnte von der tschechischen Polizei in der Ortschaft Hirfchenstand bei Neudeck der sich auf der Flucht befindende deutsche Konzentrationslagerhäftling Förster verhaftet werden. Förster hatte vor einigen Wochen bei seiner Flucht aus einem Konzentrationslager bei Weimar gemeinsam mit einem bereits ab
geurteilten und Hingerichteten Komplicen dek ss-Posten Kallweit ermordet. Er wurde in das Egerer Gefängnis eingeliefert..
Die Emigrantenpresse nimmt sich bereits am Freitagmorgen in großer Aufmachung Försters an und versucht in unverschämter Weise in langen Artikeln nachzuweisen, daß die Ermordung des ss-Postens als ein Akt der politischen Notwehr geweitet werden müsse. Offenbar geht das Bestreben dieser Presse darauf hinaus, die Regierung zu beeinflussen, dem zu erwartenden deutschen Auslieferungsbegehren nicht nachzukommen.
kngland kaust 400 USfl.-slugzeuge
London, 10. Juni.
Der Erfolg der nach Amerika entsandten englischen Luftfahrtkommission ist, wie jetzt bekannt wird, der Ankauf von 400 amerikanischen Maschinen durch England. ,Es handelt sich um 200 zweimotorige Erkundungsflugzeuge und 200 einmotorige Uebungsmaschinen. Die Auslieferung soll noch in diesem Jahre erfolgen.
Streik in englischer flugzeugfabrik
London, 10. Juni.
In einer englischen Flugzeugfabrik in Burningham brach gestern ein Streik aus, an dem sich die gesamte Gefolgschaft beteiligt. ,
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Ml Schüssen und vajonetten gegen Wähler
Prag, 10. Juni.
Wie erst jetzt bekannt wird, kam es im Anschluß an eine Wahlkundgevung der Sndetendeutschen Partei in Neudors bei Sebastiansberg im Bezirk Komotau am letzten Mittwoch wiederum zu unerhörten lleversällen auf Teilnehmer der Wahlkundgebung, die, wie ausdrücklich hervorgehoben werden muß, von tschechischem Militär verübt worden sind.
Ein Sudetendeutscher wurde, wie der Sndetendeutschen Partei aus Neudors mitgeteilt wird, aus dem nächtlichen Heimweg von tschechischen Soldaten und einem Gendarm belästigt und schließlich von einem Soldaten mit geballter Faust ins Gesicht geschlagen. Als der Ueberfallene schließlich freikam und einige Schritte weitergeeilt war, schössen die Tschechen aus ihn. Eine Kugel ging dicht über seinen Kops hinweg.
Auch der Ortsleiter der Sndetendeutschen Partei von Neudors wurde von tschechischen Soldaten mit Bajonetten bedroht und mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Dabei wurde ihm ein Bild Konrad Henleins abgenommen, das vorher im Wahlkundgebnngsraum gehangen hatte und das er vorsorglich mit nach Hanse nehmen wollte. Weiteren Mißhandlungen mit dem Gewehrkolben, zu denen die tschechischen Soldaten Anstalten tra- sen, konnte sich der Bedrohte nur durch die Flucht entziehen.
Nach diesen Vorfällen wurde von der Gendarmerie- station an alle Bewohner von Neudorf die Aufforderung gerichtet, das Licht in ihren Wohnungen auszuschalten. Die Gendarmen zogen dann unter wüsten Schmährufen und Drohungen von Haus zu Haus, wobei sie mit Taschenlampen in die Wohnungen hineinleuchteten.
Mechische Zensur überschlägt sich
Wie Prag die Volksgruppen mundtot machen will
Warschau, 10. Juni.
Die polnische Telegraphenagentur stellt fest, daß die Zeitungen der Volksgruppen in der Tschechoslowakei einem verstärkten Druck seitens der tschechischen Behörden ausgesetzt sind. In den letzten Tagen würden in der Tschechoslowakei täglich 30, 40, manchmal sogar 53 Zeitungen beschlagnahmt. Die Zensur richtet sich vor allem gegen die slowakische Presse mit ihrem Hauptorgan „Slowak".
obwohl eroerheiraiet war
Jüdischer Rassenschänder zu sechs Jahren Zuchthaus verurteilt-
Hamburg, 10. Juni.
Die Große Strafkammer 6 des Hamburger Landgerichts verurteilte den 67jährigen Volljnden Siegfried Hausmann wegen Rassenschawde in drei Fällen zu sechs Jahren Zuchthaus und zu fünf Jahren Ehrverlust. Der Angeklagte hatte die Bekanntschaft mit jungen deutsch- blütigen Frauen gesucht. Er sprach sie in einem Kaffeehaus in Barmbeck an, bestellte für sie Kuchen und Kaffee und überredete sie dann, mit ihm Beziehungen aufzunehmen. So lernte er dort im Oktober 1934 ein junges Mädchen kennen, mit dem er den. Verkehr aufnahm, obwohl er verlobt war und in kürzer Zeit zu heiraten gedachte. Auch nach seiner Eheschließung setzte er diesen Verkehr bis zn seiner Verhaftung im August 1937 fort. Asten Bedenken der jungen Frau begegnete er damit, daß ja nichts herauskommen könne, wenn sie vor Polizei und Gericht alles bestreike. Als er eines Tages in dem Kaffeehaus von einem Gast gefragt wurde, ob er Arier oder Jude sei, antwortete er frech, er sei Arier und wollte sich beim Wirt über diese Belästigung beschweren.
Eine der drei Frauen, mit denen Hausmann Beziehungen unterhielt und die er mit Geld und kleinen Geschenken entlohnte, saß mit ihm unter der Beihilfe zur Rassenschande und der Kuppelei auf der Anklagebank, weil sie ihre Wohnung dem Hausmann zur Verfügung gestellt hatte. Sie wurde zn sechs Monaten Gefängnis verurteilt.
Jüdische „Heuschreckenplage"
Rio de Janeiro, 10. Juni.
Das in Rio de Janeiro erscheinende Blatt „Nota" befaßt sich in einem Artikel mit dem Anwachsen des jüdischen--Einflusses^ in gewissen Ländern Europas. Es schreibt u. a.: Die Juden verlieren Deutschland, erobern aber Frankreich und England. Sie beginnen bereits auch Brasilien zu überschwemmen und alle Hindernisse zu umgehen, die wir für sie aufgerichtet haben. Deshalb ist Vorsicht am Platze! Jüdische Zuwanderung hatte in der Geschichte immer die Wirkung'einer Heuschrecken- plage,: „Sie fressen alles auf und produzieren nichts.«