Ausgabe 
30.5.1938 (Abend-Ausgabe)
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12—13 Uhr: Schriftleltung Diens­tag und Freitag 1214—18 !4 Uhr.

Meiner Mim

parteiamtliche Lageszeitung

Das Amtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt Lremen

der Nationalsozialisten Bremens

flintiiciies verkiindungsbiatt des Neichsstattifaiters in Oldenburg und vremen

8. Iaiirgang

Montag. Z0. Mai 1SZ8

kinzeipreis 10 Npf.

Höllenmaschine explodierte in

einem dänischen Hasen

Sensationelles slttentat aus natlonalspanlsche Schiffe

/ Kommunistische Mer verlzaftet

SSrlin sisken Äunclsn

Kataslropkalss ^nwaeksen clsr Icsmmunisliseksn Stimmsn in Von <-PU,-/^gSnten in rlss kollo gs- loelcl / SekainIosS ^nirisclsrungs- vsrsueks c>srIuc>Sn/8s!«gS^unV^ Luslanrl keim Königskssuek

Sitter Srßff in Kopenhagen

Kopenhagen. 30. Mai

Wie gemeldet wird, ist im Hafen Frederikshaon von unbekannten Spionen eine Höllenmaschine vor dem Bug zweier für eine Reederei in Sän Sebastian erbauter Schiffe von je 9Ü0 Tonnen angebracht worden. Die Höllenmaschine explo­dierte in wenigen Stunden und beschädigte einen der beiden Dampfer über und unter der Wasserlinie. Da die Schotten jedoch geschlossen waren, wurde das Sinken des Schiffes verhindert.

Der dänischen Polizei ist es jetzt gelungen, das Atten­tat aufzuklären. Sie verhaftete vier Kommunisten in Kopenhggen, von denen zwei den Anschlag zugaben. Nachdem die Täter in der Nacht die Höllenmaschine vor dem Bug der Schiffe befestigt hatten, find sie in einem Mietsauto über Aalborg nach Kopenhagen geflüchtet.

Die Hintergründe des Anschlages find, wie einwand­frei festgestellt wurde, politischer Natur.

kln Zwischenruf

„Die Grenze zwischen Nord- und Siidirland wird eines Tages verschwinden."

Dublin, 30. Mai.

Der irische Ministerpräsident de Valera hielt am Sonntag seine erste Wahlrede in Clones. Das englisch- irische Abkommen bezeichnete er als einen Sieg des ge­funden Menschenverstandes. Auf lange Sicht werde es England ebenso viele Vorteile bringen wie Irland. Daß die Grenze zwischen Nord- und Südirland eines Tages verschwinden werde, sei so sicher wie der Sonnenauf­gang. AIs de Valera von der Notwendigkeit sprach, daß Irland, das seine Selbständigkeit wieder erreicht habe, sich jetzt auch selbst verteidigen müsse, wurde ein Zwischenruf laut: „Es gibt nur einen Feind — das ist England!" De Valera antwortete: „Vielleicht wissen wir es nicht. 2n der Zukunft wird jedenfalls jede Nation, die versucht, uns unseres Landes zu berauben, unser Feind sein!"

VMM

Die HiiitviMieluiiiiig der deiitseli-itsiieiiisellvii zViikekuktsveiträge, äle sieb äaicb bis Vereinigung Oester rsicbs mit klein Rsicb ergaben, kanck am Lonnadsnä im .tusvartigon ,tmt eu Berlin äureb äsn lleicbs- auüsnministsr brsibsrrn von 'Ribbentrop unä äsn italieniseben löotscbaktsr BxrisIIsve .tttolico statt. Von reobts, naeb links: Der italieniseks löotscbaktsr .-tttolieo, äsr Dsitsr äsr italieniseben Delegation, löntsebakter Olannini, lleiobsauLenministsr Drsibsrr v. liidbsntrop unä Vortragsnäsr Dsgationsrat Oloäius.

(krssse-Dokkmaiur)

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-7° st»

Leute vormittag bvrog äer neue biemisebe Drupiieiitvil, äiv Loobavktnngsabteilung 22, äis neuen liaserneu in äsv Vabr, denen äer Oberbokeblsbaber äep Leeres üen Kamen „Dsttorv-Vorbeek-irasvrnv" gab. Lnser Bild: kvgiernogsbaurat Hennings übergibt ävm ILommanävur ävr Loobaebtungsabtviluiig 22 Oberstleutnant Lies die Kvblnssvl mi den Kasernen des neuen brvmisebvn Truppenteils

WellmamfestMwn des Handwerks

feierliche tröffmmg der standwerksfachKongresse — Neichswirtschastsminister funk, profeffor Voronzo-Italien und pg. Walter sprachen

(Drabtbsricbt unserer Berliner Lobriktlsitnng)

rd. Berlin, 30. Mai

Im festlich geschmückten Gebäude der Krolloper in Reichshauptstadt, vor dem die Fahnen der 27 an der Weltschau des Handwerks beteiligten Nationen wehe», wurden am Montagvormittag in einer Festsitzung die Fachkongresse der Internationalen Handwerksausstel­lung Berlin 1S38 durch Neichswirtschastsminister Funk feierlich eröffnet.

Dem Festakt, auf dem der Präsident der Inter­nationalen Handwerkszentrale Professor Boronzo- Jtalien sowie Reichswirtschaftsminister Funk und der Leiter des deutschen Handwerks in der DAF. Pg. Walter das Wort ergriffen, wohnte zusammen mit den Delegationen der 27 Nationen Reichsorganisationsleiter Dr. Ley sowie namhafte Vertreter aus Partei und Staat bei. Am Nachmittag traten die 20 nationalen Fachkongresfe in die eigentliche Arbeit ein, bei der alle einschlägigen technischen, wirtschaftlichen und kulturellen Fragen, die das Handwerksleben der Nationen betref­fen, behandelt werden.

Mit den Klängen aus „Oberon", gespielt von dem Landesorchester Berlin, nahm die Festsitzung ihren An­fang. Der Leiter des deutschen Handwerks in der DAF. Pg. Paul Walter begrüßte die Delegationen der Nationen und betonte, daß das deutsche Handwerk es als Glück und besondere Ehre empfinde, in diesen Tagen die erste große Weltmanisestation des Handwerks durch­führen zu können.

Professor Voronzo-Jtalien überbrachte als Prä­sident den herzlichen und kameradschaftlichen Erösf- nungsgrutz der Internationalen Handwerkszentrale. In längeren Ausführungen gab er einen ausführlichen llsberblick über die bisherige Arbeit der Institution. In ihr sei nur für Bolschewisten kein Platz, denn er leugne es, daß mechanisierte Atheisten, die auf Hie Persönlichkeit verzichtet haben, die weder Vaterland noch Familie kennen, Handwerker seien und sich als solche fühlen könnten.

Hiernach ergriff Reichswirtschastsminrster Funk das Wort und eröffnete anschließchrd die Tagungen der Fachkongresfe.

Henlein gegen jede Scheinlösung

kine Unterredung mit dem sichrer der Sudetendeutschen

Budapest, 30. Mai.

Konrad Henlein gewährte einem Sonderbericht­erstatter des „Pesti Hirlap" eine Unterredung, in der er noch einmal seine entschlossene und seste Haltung be­tonte. Auf eine Frage über seine Eindrücke aus seiner Londoner Reise erklärte der Führer der Sudetendeut­schen, daß sich der Engländer darüber im klaren sei, was eine künftige Lösung bedeuten könne, die den Nationali­täten die ihnen bisher vorenthaltenen Rechte geben würde. „Wer in Mitteleuropa Ordnung und Frieden will, muß vor allem jede Scheinlösung ablehnen r zd alles ernstlich wollen."

Konrad Henlein beantwortete dann eine Frage nach der Möglichkeit der Zusammenarbeit zwischen'den unga­rischen Parteien, den übrigen Nationalitäten und der Sudetendeutschen Partei mit der Feststellung, daß ein«

solche Zmammenarbeit durch die Identität der Inter­essen gegeben sei. Alle nichttschechischen Nationalitäten haben heute in erster Linie ihre berechtigten Ansprüche gegen das tschechische Volk. das faktisch im aus chließ- lrchen Besitz der staatlichen Macht ist, durchzusetzen, sie haben alle nn Sinne einer gerechten innerpol'itisch.m Gestaltung ein System zu beseitigen, das den Stempel eines Präger Zentralismus und einer tschechischen Vor­herrschaft trägt.

Eingehend auf die Frage, aus welchem Grunde in Prag die Bezeichnung Minderheit abgeschafft und das Wort Volksgruppe eingeführt wurde, erklärt Henlein, daß der Begriff „Minderheit" mit dem Zweck einer ge­wissen Diskrimierung in politischer und rechtlicher Be­ziehung gebraucht worden war. Der tschechoslowakische Staat ist aber kein Nationalstaat mit "einigen unbe­deutenden Minderheiten, sondern ein Nationalitäten­staat, ür dem alle Volkstzrupoeu Äs gleichberechtigt an--