Ausgabe 
25.5.1938 (Abend-Ausgabe)
Seite
1
 
Einzelbild herunterladen

Erscheint 7mal wöchentlich

Monatsbezug 2,30 einschl, Zu­stellgebühr! PostbezugSprelS monall. 2,30 ^?^i! I einschl. 43.8« ^ Pvst- zeitungsgebühr) zuzügl. 42 Be­stellgeld Bezugspreis Ist im voraus zahlbar. Postscheck: yamburg 17272. Eine Behinderung der Liekerung rechtfertigt keinen Anspruch auf Nückzahlun" des Bezugspreises. Verlag: NS.-Gauverlaa Weser- Eins GmbH. Bremen. Beeren «-8. Fernsprecher: 8 4121 und 51115. Sprechzeit: Verlag werktüalich 1213 Uhr! Schriftleitung Diens­tag und Freitag 121413)4 Uhr.

Anzeigen - Srondpr riser

Die 22-niw-geil» 12

t-L "

«remen: Fernsprechsommel- !^S4121 Nachtruf 511 15, Liöernstraße Nr 38, Feint- ^er § 41 21 r gastedter Deerstr. 403/07. 8n Oldenburg, Staustraße Nr. 21, Fernsprecher Nr. 3« 03.

parteiamtliche Tageszeitung

Das flmtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt Bremen

! M der Nationalsozialisten Vremens

, stattliches Verkundungsdiatt des Neichsstattisalters in Oldenburg und Meinen

S. Jahrgang

Mittwoch. 25. Mai 1SZS

Linzeipreis 10 Npf.

vremens große Leistungsschau

durch öauleiter tarl Növer eröffnet

Sän; Bremen im Schmuck der sastnen des dritten Neiches und des faschistischen Italiens

Lnsmerr enlebks ksuks ar/ran «srnen Knöötsn 7aZ6. t^aukekren Köven, rlen am ^onmiktag krn F'eskraat Kak/raases srr Lr-emsa rlrsDnemsrr §e/tkärrst man

irr DeZsrrrvank «irren irbennaLeirsrrci KnoDsrr ^a/ri vorr DknerrKÄLterr, arr iirnen §/ritL6

rram/ra/rezks I^enkneksn rie« /ase/rizkizekerr Da/isrrx, enö//rreks, korrrrks Kienbei ckie k'eLkskeürrrrK rns//err, ctaZ Dnerrrsrr mit cien §cka//rrrrg ciisssn ^trrsskeürrrrK bervieserr /rat, claÜ aüs f^o/krKsrrosrsrr «sirres 6erireirrraeserrr Keknerre 6e/oiKLrriarrrrsrr eieL k'rrknenL rirrri. Oarrisiksn Köven sagte.'Ds /nerrt rnick am meisten, riaZ cien Dnerrren t^an/mann ^cioi/ Ditisn verstan­den /rat nnci <iaü er- mit ciiesep ^kusstsiinnK seine DsneitrviiiiKkeit in so sekörren kreise Lnm ^uscinrre/c bnirrZt, mit ciser ka/rnen /ün Derrkse/riarrris lk^oki Lrrsarrrrrisrrrnranbeiterr/" Diese klonte sinci rrrekn als Dank, sie sirrri rrrKieiek Ansporn, in tnerrssten 2nsammsn- anbeit mit eierrr kä/rnen in 2rrkrrrr/k an aiis -ckrr/aabsrr ksnarrLttKekerr, ciis rrrrssnsn Danss-

skarir Kestsiit rvsncierr, rrrrri an cisnerr DösunZ tnagsrr rvinri. ,

Selten hat Bremen derart im Zeichen eines großen Festtages gestanden wie heute am Tage der Eröffnung der AusstellungBremen Schlüssel zur Welt!", selten zuvoti hat sich die,Stadt derart geschlossen auf ein Werk vorbereitet wie auf die Ausgestaltung dieser einmaligen Leistungsschau. Denn hier wurde eine Gemein­schaftstat vollbracht, die dem Grundsatz entspricht:

Nicht mehr Selbstzweck darf die Wirtschaft leiten, sondern allein das Volkswohl mutz im Vordergrund stehen!

Und allein in diesem Geist könnte das stolze Werk der Ausstellung gelingen, mit dem zugleich ganz Bremen fest verwurzelt ist innen und außen, denn es ist tatsächlich ein Spiegelbild unserer Stadt und ihrer Bedeutung.

Daher überträgt sich auch die Anteilnahme der gesamten Bremer Bevölkerung an der Freude über das Gelingen des Werkes am heutigen Tage auf das Straßenbild, in Wort und Schrift und in so mannig­facher anderer festlichen Weise. Die Straßenzüge stehen im Zeichen der Flaggen des' nationalsozialistischen Deutschlandsunddes faschistischen Italiens, das in Kame­radschaft die Ausstellung so wesentlich bereichert hat durch die Möglichkeit, ein aufschlußreiches Gegenüber von kolonialunbefriedigten und kolonialbefriedigien Ländern wie sie Deutschland und Italien darstellen zu bieten'

sack cis?- (erste Lnerrren I^oiKsKerrosss bsi-

Noch in letzter Stunde waren Hunderte von Helfern damit beschäftigt, hier noch einen Flaggenturm aufzu­richten, und dort noch eine Säule zu bauen, 2m Tunnel der Eisenbahnunterführung der Eustav-Deetjen- Allee wurden zahlreiche Lichtbogen aus viele.n hundert elektrischen Glühbirnen bestehend angebracht, vor und hinter dieser Unterführung wuchsen viele Meter hohe Schmucktllrme im Laufe weniger Stunden aus dem Boden, deren einer die metallene Kogge trägt, die schon einmal auf dem Bahnhofsvorplatz als ein Wahrzeichen des Bremer Handels stand. Goldene Streifen wurden zusammen mit den Flaggen gehißt, und Blumen und Bilder zieren und schmücken Schau­fenster, Fenster und Gebäude. Das Zeichen der Aus­stellung, die Erdkugel mit dem Bremer Schlüssel, be­herrscht das Gesamtbild der Stadt.

Was Wunder., wenn eine riesig« Menge festesfraher Volksgenossen den Markt säumte, vor allem die Ein­gänge zum Alten Rathaus, als die Gäste aus nah und fern eintrafen.

Me Wer im Nalkraus

Um 11 Uhr eröffnete dann Gauleiter und Reichs st atthalter Carl Röver die Ausstel­lung in der oberen Halle des altehrwürdigen Rat­hauses. In seiner Begleitung befand sich neben dem Beauftragten Mussolinis für koloniale Fragen, Eeneral-

4? K

Ksuleiter 6arl kövvi orükkiiet ant ckem LnssteUnnAsgelLncks naoli cker Psion im Balkans Bremens grolle

1-vistnngsscdanBremen Lcdlüssel rnr ZVolt".

. M

KÄM,

AW-W

HM. sA

VVälirenck «lei- lavier in «ler oberen katliausballv: In üor vorckeren Beide am HlittsIganK 6er Beanktragto

6os vnee, 6onvraIIvutnant Illelediori, unck Urvislviter Blanke, kleben ävm Krvisleitvr Präses Bollme^vr, LlanpropaKanüaleitvr Lednlrs unck ^-Odorkübrer Bontvrackmiral a. 0. kümann, 6bek cker Bunckesleitang ckes KLL. Kuknadmsn: Ledmiät (2).

leutnant der faschistischen Miliz Alessandro Melchior!, der Stelln Gauleiter Ministerpräsident Joel und der Hoheitsträger der Partei in Bremen, Kreisleiter Blanke; dazu hatte sich der gesamte bre­mische Senat mit dem Regierenden Bürgermeister SA.- Eruppenführer Vöhmcker an der Spitze, zahlreiche führende Männer aus der Partei und ihren Gliede­rungen, der Wehrmacht und Wirtschaft, sowie ein großer Kreis weiterer Gäste aus nah und fern einge- funoen. Unter ihnen waren u. a. Eaupropagandaleiter Schulze- Oldenburg, Eauleiterstellvertreter Peper- Lüneburg, der italienische Generalkonsul Silenzi- Hamburg, Regierungspräsident Diels - Hannover, Oberbürgermeister Dr. Haltenhoff - Hannover, Reichsbahndirektionspräsident Pg. Dr. Bürger, Vize­regierungspräsident Dri S t L l e r - Osnabrück, Senator von Allwörden-Hamburg, Senator Richter- Hamburg und Präsident Dr. Braun-Kassel.

Nach der Einleitung der Feierstunde durch den 1. Satz (Kllegro maestoso Kllogro motto) aus der Haffner? Serenade von W. A. Mozart betonte

Negierender Bürgermeister Sfl.-Bruppensülfrer Bölfmcker

in seiner Begrüßungsansprache, daß zu seiner Freude alle Beteiligten, die an der Ausstellung mitgewirkt haben, über das Maß gewöhnlicher Arbeitsleistungen hinaus sich eingesetzt haben, so daß die Ausstellung nicht nur für Bremen, sondern für das ganze Reich und für alle an der Schiffahrt und dem Handel interessierten Kreise eine große Bedeutung erhält.

Der Regierende Bürgermeister unterstrich das enge und freundschaftliche Verhältnis zu Italien und wies auf die geistige Verbundenheit Italiens und Deutschlands auch auf. kolonialem Gebiet hin, die sich in der Ausstellung offenbare. Der Regierende Bürgermeister sprach dann die Erwartung aus, daß durch die Ausstellung und die bedeutende Tagung des Reichskolonialbundea in Bremen der kolonrale Gedanke im deutschen Volk vertieft würde. Darüber hinaus lege die Ausstellung ein erneutes Bekenntnis der Hansestadt ab, die ihr durch den Führer gestellten großdeutschen Ausgaben zu erfüllen.

Wir sind gewillt", so betonte er zUm Schluß, Bremen zu der Stadt zu machen, die trotz aller Hemmnisse und Hemmungen den Weg zum weiteren Ausbau des Großdentschen Reiches nach dem Willen des Führers in eine frohe Zukunft ebnen'wird!"

Der Stabsleiter des Reichspropagandaleiters der NSDAP. und Präsident des Instituts für Deutsche Kul­tur- und Wirtschaftspropaganda,

Hugo Fischer, Berlin

führte in seiner Rede u. a. aus, daß heute das Ee- deihenderWirtschaftaüfsengstemitder Staatspolitik verknüpft ist. Jeder Volks­genosse konnte im Verlauf der letzten fünf Jahr« einen Aufbau miterleben,.der sowohl auf politischem wie auf wirtschaftlichem und, kulturpolitischem Geschehen glei­chermaßen in der Geschichte einzig dasteht. Jeder Volks­genosse hat erkannt,-daß der Ausgwng, der Anstoß auf dem Gebiet der Wirtschaft nicht aus ihr selbst gekom­men ist, sondern allein von der Politik seinen Ausgang nahm.

Auch die AusstellungBremen Schlüssel zur Welt" ist ein stolzer Leistungsbericht nationalsozialistischer Auf­bauarbeit. Dieser große Plan konnte nur gelingen und verwirklicht werden, weil alle Hände mithalfen und alle Beteiligten von echt nationalsozialistischem Tatwillen beseelt nur ein Ziel vor Augen hatten und seiner Er­füllung sich selbstlos unterordneten: Mitzuhelfen am ge­meinsamen Werk.

DieideellenTrägerdieserAusstellung: Das Reichspropagandaamt Weser-Ems, die Kreisleitung der NSDAP. Bremen, die Freie Hansestadt Bremen und die W rtfchaftskammer Bremen, wie der Veranstalter, das Institut für Deutsche Kultur- und Wirtschaftspropa­ganda. haben in gleicher Weise mitgeholfen und alle Kräfte eingesetzt, diese Ausstellung zu einer Veran­staltung werden zu lassen, deren Bedeutung wert über die Grenzen eines Gaues, ja, über die des ganzen Reiches Hinausreich t.

(Fortsetzung übernächste Seite)