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parteiamtliche Tageszeitung
Das flmtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt Bremen
! M der Nationalsozialisten Vremens
, stattliches Verkundungsdiatt des Neichsstattisalters in Oldenburg und Meinen
S. Jahrgang
Mittwoch. 25. Mai 1SZS
Linzeipreis 10 Npf.
vremens große Leistungsschau
durch öauleiter tarl Növer eröffnet
Sän; Bremen im Schmuck der sastnen des dritten Neiches und des faschistischen Italiens
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Selten hat Bremen derart im Zeichen eines großen Festtages gestanden wie heute am Tage der Eröffnung der Ausstellung „Bremen — Schlüssel zur Welt!", selten „zuvoti hat sich die,Stadt derart geschlossen auf ein Werk vorbereitet wie auf die Ausgestaltung dieser einmaligen Leistungsschau. Denn hier wurde eine Gemeinschaftstat vollbracht, die dem Grundsatz entspricht:
Nicht mehr Selbstzweck darf die Wirtschaft leiten, sondern allein das Volkswohl mutz im Vordergrund stehen!
Und allein in diesem Geist könnte das stolze Werk der Ausstellung gelingen, mit dem zugleich ganz Bremen fest verwurzelt ist — innen und außen —, denn es ist tatsächlich ein Spiegelbild unserer Stadt und ihrer Bedeutung.
Daher überträgt sich auch die Anteilnahme der gesamten Bremer Bevölkerung an der Freude über das Gelingen des Werkes am heutigen Tage auf das Straßenbild, in Wort und Schrift und in so mannigfacher anderer festlichen Weise. Die Straßenzüge stehen im Zeichen der Flaggen des' nationalsozialistischen Deutschlandsunddes faschistischen Italiens, das in Kameradschaft die Ausstellung so wesentlich bereichert hat durch die Möglichkeit, ein aufschlußreiches Gegenüber von kolonialunbefriedigten und kolonialbefriedigien Ländern — wie sie Deutschland und Italien darstellen — zu bieten'
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Noch in letzter Stunde waren Hunderte von Helfern damit beschäftigt, hier noch einen Flaggenturm aufzurichten, und dort noch eine Säule zu bauen, 2m Tunnel der Eisenbahnunterführung der Eustav-Deetjen- Allee wurden zahlreiche Lichtbogen — aus viele.n hundert elektrischen Glühbirnen bestehend — angebracht, vor und hinter dieser Unterführung wuchsen viele Meter hohe Schmucktllrme im Laufe weniger Stunden aus dem Boden, deren einer die metallene Kogge trägt, die schon einmal auf dem Bahnhofsvorplatz als ein Wahrzeichen des Bremer Handels stand. Goldene Streifen wurden zusammen mit den Flaggen gehißt, und Blumen und Bilder zieren und schmücken Schaufenster, Fenster und Gebäude. Das Zeichen der Ausstellung, die Erdkugel mit dem Bremer Schlüssel, beherrscht das Gesamtbild der Stadt.
Was Wunder., wenn eine riesig« Menge festesfraher Volksgenossen den Markt säumte, vor allem die Eingänge zum Alten Rathaus, als die Gäste aus nah und fern eintrafen.
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Um 11 Uhr eröffnete dann Gauleiter und Reichs st atthalter Carl Röver die Ausstellung in der oberen Halle des altehrwürdigen Rathauses. In seiner Begleitung befand sich neben dem Beauftragten Mussolinis für koloniale Fragen, Eeneral-
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leutnant der faschistischen Miliz Alessandro Melchior!, der Stelln Gauleiter Ministerpräsident Joel und der Hoheitsträger der Partei in Bremen, Kreisleiter Blanke; dazu hatte sich der gesamte bremische Senat mit dem Regierenden Bürgermeister SA.- Eruppenführer Vöhmcker an der Spitze, zahlreiche führende Männer aus der Partei und ihren Gliederungen, der Wehrmacht und Wirtschaft, sowie ein großer Kreis weiterer Gäste aus nah und fern einge- funoen. Unter ihnen waren u. a. Eaupropagandaleiter Schulze- Oldenburg, Eauleiterstellvertreter Peper- Lüneburg, der italienische Generalkonsul Silenzi- Hamburg, Regierungspräsident Diels - Hannover, Oberbürgermeister Dr. Haltenhoff - Hannover, Reichsbahndirektionspräsident Pg. Dr. Bürger, Vizeregierungspräsident Dri S t L l e r - Osnabrück, Senator von Allwörden-Hamburg, Senator Richter- Hamburg und Präsident Dr. Braun-Kassel.
Nach der Einleitung der Feierstunde durch den 1. Satz (Kllegro maestoso — Kllogro motto) aus der Haffner? Serenade von W. A. Mozart betonte
Negierender Bürgermeister Sfl.-Bruppensülfrer Bölfmcker
in seiner Begrüßungsansprache, daß zu seiner Freude alle Beteiligten, die an der Ausstellung mitgewirkt haben, über das Maß gewöhnlicher Arbeitsleistungen hinaus sich eingesetzt haben, so daß die Ausstellung nicht nur für Bremen, sondern für das ganze Reich und für alle an der Schiffahrt und dem Handel interessierten Kreise eine große Bedeutung erhält.
Der Regierende Bürgermeister unterstrich das enge und freundschaftliche Verhältnis zu Italien und wies auf die geistige Verbundenheit Italiens und Deutschlands auch auf. kolonialem Gebiet hin, die sich in der Ausstellung offenbare. Der Regierende Bürgermeister sprach dann die Erwartung aus, daß durch die Ausstellung und die bedeutende Tagung des Reichskolonialbundea in Bremen der kolonrale Gedanke im deutschen Volk vertieft würde. Darüber hinaus lege die Ausstellung ein erneutes Bekenntnis der Hansestadt ab, die ihr durch den Führer gestellten großdeutschen Ausgaben zu erfüllen.
„Wir sind gewillt", so betonte er zUm Schluß, „Bremen zu der Stadt zu machen, die trotz aller Hemmnisse und Hemmungen den Weg zum weiteren Ausbau des Großdentschen Reiches nach dem Willen des Führers in eine frohe Zukunft ebnen'wird!"
Der Stabsleiter des Reichspropagandaleiters der NSDAP. und Präsident des Instituts für Deutsche Kultur- und Wirtschaftspropaganda,
Hugo Fischer, Berlin
führte in seiner Rede u. a. aus, daß heute das Ee- deihenderWirtschaftaüfsengstemitder Staatspolitik verknüpft ist. Jeder Volksgenosse konnte im Verlauf der letzten fünf Jahr« einen Aufbau miterleben,.der sowohl auf politischem wie auf wirtschaftlichem und, kulturpolitischem Geschehen gleichermaßen in der Geschichte einzig dasteht. Jeder Volksgenosse hat erkannt,-daß der Ausgwng, der Anstoß auf dem Gebiet der Wirtschaft nicht aus ihr selbst gekommen ist, sondern allein von der Politik seinen Ausgang nahm.
Auch die Ausstellung „Bremen — Schlüssel zur Welt" ist ein stolzer Leistungsbericht nationalsozialistischer Aufbauarbeit. Dieser große Plan konnte nur gelingen und verwirklicht werden, weil alle Hände mithalfen und alle Beteiligten von echt nationalsozialistischem Tatwillen beseelt nur ein Ziel vor Augen hatten und seiner Erfüllung sich selbstlos unterordneten: Mitzuhelfen am gemeinsamen Werk.
DieideellenTrägerdieserAusstellung: Das Reichspropagandaamt Weser-Ems, die Kreisleitung der NSDAP. Bremen, die Freie Hansestadt Bremen und die W rtfchaftskammer Bremen, wie der Veranstalter, das Institut für Deutsche Kultur- und Wirtschaftspropaganda. haben in gleicher Weise mitgeholfen und alle Kräfte eingesetzt, diese Ausstellung zu einer Veranstaltung werden zu lassen, deren Bedeutung wert über die Grenzen eines Gaues, ja, über die des ganzen Reiches Hinausreich t.
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