Ausgabe 
(30.6.1938) Nr. 177
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parteiamtliche Tageszeitung

Das flmtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt vremen

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Die 22-wm-geile im Anzewenleii 13 die 78-mm-Zeile im Tert- teil 75 Ermäßigte Grundpreise (für kleine, Familienanzeigen u. a.) sowie sonstige Bedingungen Preis­liste 7 (Nachlaßstafsel O). Für An­zeigen durch den Fernsprecher keine Gewähr. Annahmeschluß 16 Uhr. Geschäftsstellen: Nn Brem-n:

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der Nationalsozialisten Bremens

sinnliches Verkündungsbiatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und vremen

7lr. 1?? / S. Jahrgang

Donnerstag. Z0. Juni 19ZS

kinzelpreis 15 Npf.

Ber Nekordflug der „Saarland

kinzigartige Flugeigenschaften unseres vremer Sroftverkeftrsftugreugtgps

fterriich verlaufener slug nach Kairo / öestern ftnkunft der sluggäste in verlin / stuf dem Nüchflug Nachllandung in Saloniki / Zuerst Sicher­sten, dann alles andere / londor-rgp der „Nsteingold-krpreß" der tust Unübertroffen bequemes keisen / ftngemeldeter slugrekord

sVoo unserem so ckem klug teiluskmeucke» ON.-LekriktleituugsmitsIIeck)

Berlin, 3V. Juni.

Nach einem unerhört eindrucksvollen und erlebnisreichen Flugverlauf landeten gestern mittag um 14.30 Uhr auf dem Flughafen Berlin-Tempelhof die Teilnehmer des Focke-Wuls-,.Condor"-Rekordsluges Berlin—Kairo—Berlin. Wenn auch infolge der aus dem Rückslug hinter Saloniki herrschenden ausgedehnten und äußerst schweren Ge­witterstörungen es nicht zu dem geplanten Rekordslug Berlin — Kairo — Berlin an einem Tage kam, so genügt doch die tatsächlich erreichte Flugleistung, um vor aller Welt den Nachweis zu erbringen, datz der Focke-Wuls „FW.-2vü-Condor" Flugeigen­schaften besitzt, die für diese Type in der ganzen Welt einzig dastehen.

Der Führer des Flugzeuges, Betriebsdirektor Dank, der auch der Konstrukteur dieser prachtvollen deutschen Maschine ist, traf die Entscheidung, den Rückslug etwa 150 Kilometer nördlich von Saloniki abzubrechen und wieder umzukehren aus folgenden Grün­den: Beim Start zum Heimflug von Saloniki wurde vorn Flugplatzleiter dem Flugzeugführer mitgeteilt, daß über dem Balkan schwere Gewitter toben. Einzelheiten konnten nicht angegeben werden, da die Sender Ueskub, Budapest und Belgrad die Sendungen eingestellt hatten. Betriebsdirektor Tank entschloß sich zu dem Versuch, die Gewitter zu umfliegen, in der Hoffnung, daß die Sender ihren Betrieb in Kürze wieder aufnehmen würden. Kurz hinter Saloniki stieß der „Eondor" auf e,ne Gewitterwand. Das Flugzeug bog nach Westen aus. Es wurde schnell Nacht. Schon gegen 20 Uhr mittel­europäischer Zeit war jede Erdsicht unmöglich. Die Sender blieben außer Betrieb. Ein Ende der Gewitter­wand war nicht abzusehen. Da infolge des Ausfalls der Balkansender jode Funkverbindung aufgehoben war, war natürlich auch jede Funkpeilung, ohne die ein Nachtflug aus geschlossen ist, wenn man nicht leichtsinniger­weise das Flugzeug und die Passagiere gefährden will, unmöglich.

Die Entscheidung des Flugzeugführers, jeden Rekord­ehrgeiz zurückzustellen, und zunächst auf die Sicherheit des Flugzeuges bedacht zu fern, verdient ganz besondere Anerkennung, zumal die Aussicht, den geplanten

24-Stunden-Rekord zu erreiche«, bestand. Das Flugzeug flog noch genau so sicher und ruhig und ohne die geringste Störung wie beim Start. Die Maschine hätte also das vorgehabte Ziel erreichen können.

Der Rückslug von Saloniki wurde am Dienstag­vormittag, 8 Uhr, mit dem Eondor „Westfalen", die nach Saloniki beordert worden war, unter Führung von Graf Schack angetreten, weil der Eondor „S aar- land" bei der Nachtlandung in Saloniki leichte Beschädigungen am Hinteren Fahrgestell erlitten hatte. Diese Beschädigung ist wohl darauf zurückzuführen, daß sich in der ägyptrschen Wüste feiner Sand in einige Betriebsteile des Fahrgestells eingesetzt hatte.

Die „Saarland" wird Ende dieser Woche den Rück- flug von Saloniki aus antreten. Noch heute gehen vom Werk Bremen aus einige Ersatzteile ab, die in Grie­chenland nicht zu beschaffen sind.

Auf dem Flug Berlin—Kairo—Berlin wurden folgende Zeiten, die zur Anerkennung als Flugrekord angemeldet worden sind, geflogen: Verlin—Saloniki- Kairo, Start: 0.17 Uhr; an Kairo: 10.38 Uhr -- 10 Std. 21 Minute». Darin eingerechnet ist der Aufenthalt auf dem Landeplatz in Saloniki von 1 Std. 5 Minuten. Die Geschwindigkeit betrug auf der Strecke Verlin—Saloniki im Durchschnitt 345 Kilometer, aus der Strecke Saloniki — Kairo 321 Kilometer. Einschließlich Landezeit wurde eine Durchschnittsreisezeit von 300 Kilometer pro Stunde erreicht. Hierbei ist zu berücksichtigen, daß

auf der Strecke zwischen Budapest und Belgrad ein Gewitter umflogen werden mußte. Das Flugzeug ging hier auf Höhen von 5800 bis 5400 Meter.

Die Flugleistung der Eondor „Saarland" ist be­sonders deshalb hoch zu werten, weil es sich um eine serienmäßig hergestellte Maschine handelt, die in genau dem gleichen betriebsfähigen Zustand, wie beim Abflug von Bremen, in den Dienst der Deutschen Lufthansa gestellt werden wird.

Die Aufnahme auf den Zwischenlandeplätzen Saloniki und Kairo, wo jedesmal viele Angehörige der deutschen Kolonie, unter ihnen in Saloniki der deutsche Konsul, und in Kairo der deutsche Gesandte und ägyptische Ar- mesführer versammelt waren, war überaus herzlich. Auch das ägyptische und griechische Flugplatzpersonal wetteiferte, den Deutschen den kurzen Aufenthalt mit An­nehmlichkeiten zu verschönern. Auch der Kommandant des englischen Militärflughafens Kairo, wo irrtümlich gelandet worden war, erwies sich den deutschen Fliegern gegenüber als ein guter Kamerad. Er lud alle Klugteilnehmer zu einem kurzen ärinü in der Messe ein. Der Einladung konnte aber infolge Zeitmangels leider nicht Folge geleistet werden.

Während des ganzen Fluges wurden die Fluggäste auf das angenehmste von den Mitarbeitern der Focke- Wulf-Flugzeugwevke betreut. Alle Fluggäste, darunter solche die schon auf vielen Flugstrecken ver­schiedener Kontinente geflogen sind, sind ein­mütig in dem Urteil, im „Eondor" den bis­her schönsten und angenehmsten Flug erlebt zu haben. Der „Eondor" ist für den deutschen und internationalen Luftverkehr das, was der Rheingold- Expreß für die Deutsche Reichsbahn ist. Man reist im „Eondor" denkbar bequem, wird nicht gestört durch den Lärm der Motoren und das Vibrieren der Kabine. Hinzu kommt als besondere Annehmlichkeit eine elektrische Küche und ein Waschraum.

Die „Bremer Zeitung" wird morgen den ausführliche« Flugbericht ihres beim Flug mitgewesenen O.-II.- Schristleitungsmitgliedes veröffentlichen. Heute fei schon mitgeteilt, daß die Focke-Wulf-Flugzeugwerke ihr Ziel, die 8300 Kilometer lange Strecke Verlin—Kairo—Berlin an einem Tage zurückzulegen, selbstverständlich nicht ausgegeben haben. (Z

franco britische Schiffe

Nom vermittelt auf ersuchen Londons — Italienische Vedingung: flchtung der nationalspanifchen Unabliiingigkeit

(lligsasr Oisbtksiickt cksr „Lrsmer ^ettiinZ")

London, 30. Zuni

Außenminister Gras Ciano setzte den britischen Bot­schafter in Rom davon in Kenntnis, daß General Franco den nationalspanischen Luftstreitkräften den Befehl gegeben habe, Angriffe auf britische Schiffe auf hoher See zu unterlassen. Ferner habe Franco die Bestimmung erlassen, daß beim Löschen der Handelsschiffe in rotspa­nischen Häfen zwischen Schiffen, die dre britische Flagge zeigen und anderen einen Unterschied zu machen sei. Schließlich seien Freihäfen bestimmt worden, die der ehrenhaften Schiffahrt unter internationaler Flagge zur Verfügung ständen. Mit diesen Bestimmungen hat General Franco der britischen Schiffahrt grobe Zuge­ständnisse gemacht, denn man darf nicht vergasen, daß gegenwärtig über die rotspanisch« Küste die Blockade verhängt ist. . .

Wie verlautet, hat die britische Regierung die ita­lienisch« gebeten, bei Franco zu vermitteln. Rom hat diesem Wunsche entsprochen und es erreicht, General Franco zu einer Aenderung hinsichtlich der. Führung des Luftkrieges zu bewegen. Nach dem „Giornale d'Jta- lia" hat Graf Ciano in seiner Unterredung mit dem britischen Botschafter Perth nochmals die italienische Haltung in der Spanienfrage aufgezeichnet. Das Grund­element der italienisch-spanischen Besprechungen sei vor allem die Achtung der politischen Unabhängigkeit Spa­niens. Italien hLbe als aufrichtiger Freund National- spaniens seinen Einfluß im Sinne der Mäßigung gel­tend gemacht, doch über die '-iegsführung und den Einsatz kriegerischer Mittel bestimme allein die spanisch« Führung.

*

* Ob das nun wirklich großherzige und ledig­lich im Sinne der Erhaltung des allgemeinen euro­päischen Friedens gemachte Entgegenkommen Francos, die bissige, gehässige und den euro­päischen Krieg geradezu herausfordernde Opposi­tion im englischen Unterhaus zum Schweigen brin­gen wird? Leider müssen wir es bezweifeln. Sind

es nicht mehr die „historischen Interessen" speku- lationssüchtiger Abenteurer, die den Vorwand zur Berennung' der Stellung Chamberla-ins geben, dann muß eben irgend etwas anderes herhalten, um die harmlose englische Volksseele zum Kochen zu bringen gegen einen Ministerpräsidenten, der

offensichtlich gegen den Willen seiner Widersacher Europa den Frieden erhalten möchte im Gegensatz zu jenen verantwortungslosen frivolen Nörglern im Parlament, die teils bewutz-t, teils unbe­wußt dem Kriege zutreiben und damit Moskaus und Alljudas Geschäfte besorgen. ck.

Ostpreuüea-KIeiaklotte ant cker kilbo. vis sslbstksbrsväso UoäsIIsoüikks stgg Rsiabsbuväss vsutsoksr 3ss- gsltnng dosvobtov äov Kau Sackssv. „Lrsursi Lövigsbsix", „Lchuslläswpksr lArmsvbsrg", „vawpksr Kolumbus" uvck „Dauicäswxksi: kraue Klasou" tu Rstksn LUV Kvksn, jsllftssss-Ücckkwaiw),

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K. s. Bremen. 30. Juni.

In den letzten Tagen wurde wieder einmal scharf geschossen! Wie aus ein Kommando knackten die Verschlüsse, und schon knallte es los. Diesmal war Oesterreich das Ziel. Seine ehemaligen, jetzt aber emigrierten „Einwohner jüdischen Glau­bens" haben sich zusammengetan mit jenen uns aus der Emigration von 1933 her wohlbekannten destruktiven Kräften und feuerten nun eine Lügen- Meldung nach der anderen auf ihr „Heimatland" (wie sie es doch noch bis zum 13. März nannten) ab. Es spritzte nur so von Tintenklecksen!

Die Lügenmaschinen in allen Ländern unserer schon so unruhigen Erdkugel laufen auf höchste Touren. Es ist nicht das erste Mal, datz wir eine solche Hetzkampagne und' ein solches Schwindel­manöver erleben. In den Jahren 1933 und 1934 mußten wir schon einmal die Produkte jener jüdi­schen und jüdisch beeinflußten Hetzpresse kosten, die schon an die Grenze der Kriegshetze gehen, wie z. B. auch die Lügenmeldung der Madame Tabouis im „Oeuvre" im Jahre 1937 über angeb­liche deutsche Truppenlandungen in Marokko. Aber bislang führten diese Ausgeburten der schmutzigsten Phantasien nur das kurze Leben einer Eintagsfliege. Wir kennen diese Elemente ganz genau, ja, das ganze deutsche Volk kennt sie und geht über diese infamem Verdrehungen und Vergewaltigungen der Wahrheit zur Tagesord­nung über.

Damit sei aber nicht gesagt, daß wir die Gefah­ren/ die hinter diesen Grftmischern der öffentlichen Meinung lauern, gering erachten. Das national­sozialistische Deutschland hat der Weit oft genug die Wahrheit ins Gesicht geschleudert, da es hier letzten Endes um die Erhaltung des Friedens der Welt geht. Mögen sich die Führer der westlichen Demokratien heute noch einmal jene alte Weis­heit gesagt sein lassen, daß das Spiel mit dem Feuer gefährlich ist. Sie, die Träger der „Nie- wieder-Krieg"-Parole dulden es, daß täglich die Presse ihres Landes zum Kriege hetzt. Mögen sie sich gütigst daran erinnern, daß sie auch einst Trä­ger der Konsequenzen sein werden, denn einmal kann auch dem Stärksten die Geduld reißen. Wir haben bislang die dreisten Lügenmekdungen der jüdischen Asphaltpresse und der internationalen Kriegshetzergiide immer noch rechtzeitig ent­larven können. In Deutschland weiß es das kleinste Kind, daß hinter diesen sich immer wiederholen­den Lügen und Verleumdungen der Jude steht, der seine ganzen Kräfte und Verdrehungskünste aufbietet, um Deutschland, das dieses Gift-objekt rechtzeitig erkannte und rausschmiß. wie 1914 ein­zukreisen und die gutgläubige Welt gegen uns aufzuhetzen.

Tag für Tag schleudern die Rotationsmaschinen aller Länder der Erde unter die Völker die poli­tischen Lügennachrichten, die sich die bestochenen Schreiberlinge und jüdischen Emigranten aus den Filialen Moskaus holten. Wie oft hat der Führer die Männer der westlichen Demokratien gewarnt, daß es unmöglich ist, zu einer wirklichen Befrie­dung der Völker zi^ kommen, solange der fort­gesetzten Verhetzung durch eine internationale unverantwortliche Clique von Brunnenvergiftern und Meinungssälschern nicht Einhalt geboten wird.

I»I»»III»»II»III»IIMI»III»III»I»»III»I»»MlI»»IIII»IIIII»II»U„IIIII,IMIII»I»

General Franco hat sich im Interesse des allgemeinen europäischen Friedens bereitgefunden, britische Schisse in Zukunft nicht mehr bombardiere« zu lassen.

An der Castellou-Front erzielten die national­spanischen Truppen neue Erfolge.

Die Nanga-Parbat-Expedition erreichte eine Höhe von 6200 Meter.

Der Jude Schlomo erhielt gestern in Jerusalem den verdienten Strick.

In Wimbledon wurde Henner Henkel durch den Engländer Austin im Einzel ausgeschaltet.

Auf der Abschlußkundgebung des Weltkongresses „Arbeit und Freude" in Rom sprach Dr. Ley.

Die Fluggäste des Bremer Großoerkehrsflugzeuges „Saarland" trafen gestern wieder in Berlin ein; sür den Flug Berlin—Kairo wurde Rekord angemeldet.

I» Bremen findet am 27. Juli ein Kreisappell statt. Jnngbannsührer Rolf Redeler-Vreme» führt den HJ.-Marschblock nach Japan.

An der Hansetagun^ in Antwerpen nimmt Senator Bernhard als Vertreter Bremens teil.

Die Deutsch-Finnische Vereinigung Lüüeck-Hamburg- Bremen hielt ihre Generalversammlung ab.

In Worpswede wird ei» neues Heimathaus errichtet. >

Schwere Unwetter werden aus England, Bosnien, USA. und Japan gemeldet.

Das Endspiel um die bremische Stadimeisterschast sah den NDL. mit 8:1 siegreich über Tura