Ausgabe 
(24.6.1938) Nr. 171
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vremerMiW

parteiamtliche Tageszeitung

vas flmtsblatt des Negierenden viirgermeisters der Freien Hansestadt vremen

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der Nationalsozialisten Bremens

flmtliches Nerkündungsblatt des Neilffsstatttzalters in Oldenburg und vremen

Nr. 1?1 / S.ZaHrgang

Freitag, 24. Zum 19ZS

kinzelpreis 15 Npf.

ffllgememe, zeitlich begrenzte

Vienstpflicht alter Schaffenden

Maßnahmen zur Überwindung des Mangels an ffrbeitskrdsten

Line „Verordnung zur Sicherstellung des Kriistebedarfes für Auf­gaben von besonderer ftaatspolitischer Bedeutung V Vas Ziel: kin-

satz aller arbeitsfähigen Veutfchen zur rechten Zeit am rechten Platz!

Berlin. 24. Juni.

Die nationalsozialistische Regierung fand bei der Machtübernahme 1933 7 Millionen Arbeitslose vor. Zu Beginn des Vierjahrssplones 1936 hatte Ministerpräsident General- seldmarschall Göring noch mit 1 Million Volksgenossen zu rechnen, die als Reserve in dem Ringen um Deutschlands wirtschaftliche Selbstbehauptung bereitstand. Diese Reserve ist heute voll eingesetzt. Es sind deshalb besondere Matznahmen notwendig, welche die umgehende Durchführung vor allem der staatspolitisch vordringlichen Ausgaben sicher­stellen sollen. Der Beauftragte für den Vierjahresplan hat deshalb durch eine am 1. Juli 1938 in Kraft tretende Verordnung die gesetzlichen Grundlagen für eine all- gemeine, zeitlich begrenzte Dienstpflicht aller deutschen Staats» a n g e h ö r i g e tt geschaffen.

Die „Verordnung zur Sicherstellung des Krästebedarfs für Ausgaben von besonderer ftaatspolitischer Be­deutung" oom 22. 6. 1838 wendet sich an alle deut­schen staatsangehörigen Männer und Frauen jede« Berufes, die arbeitsfähig sind, und verpflichtet sind, voriibergehend auf einem ihnen besonders zugewiesenen Arbeitsplatz im Rahmen eines ordentlichen Arbeitsvertrages Dienste zu leisten oder sich einer bestimmten Ausbildung zu unterziehen. Der alte Arbeitsplatz und die bisher erworbenen Anrechte bleiben dem Dienstpflichtigen erhalten. Es wird dafür gesorgt, daß das dem Dienstpflichtigen gewährte Ent­gelt nicht geringer ist als das aus dem alten Arbeits­verhältnis.

Die Verordnung ist von dem Präsidenten der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung umd Arbeitslosenversicherung durchzu­führen. Er erhält feine Weisungen vorn Beauftragten für den Vierjahresplan, der auch die Aufgaben be­stimmt, auf welche die Verordnung anzuwenden ist. Es wird sich dabei nur um besonders wichtige, unauf­schiebbare Vorhaben handeln. Die Zahl der Deutschen, die zu der befristeten Dienstzeit herangezogen werden, wird deshalb nur begrenzt sein.

Ministerpräsident Generalfeldmarschall Göring hat als Beauftragter für den Vierjahresplan bisher mit Dank erfahren, daß für die ihm vom Führer gestellte Aufgabe das ganze deutsche Volk mit dem Herzen und der Tat mit eintritt. Er verläßt sich darauf, daß das deutsche Volk ihm jetzt auch auf dem Wege, der die Ueberwin­dung des Mangels an Arbeitskräften zum Ziele hat, folgen wird.

Zur Verordnung zur Sicherstellung des Kräftebe- darses für Aufgaben von besonderer ftaatspolitischer Be­deutung erfahren wir noch folgendes:

Bei der Machtubsr-nahme im Januar, 1933 fand die nationalsozialistische Regierung eine Massenarbeitslosig­keit von 7 Millionen Arbeiterm und Angestellten vor.

Ihnen standen nnr 12,3 Millionen beschäftigte Arbeiter und Angestellte gegenüber. Der sofort einsetzende Kampf gegen die Arbeitslosigkeit hat Millionen von Volksge­nossen wieder Arbeit und Brot gegeben.

Als der Führer und Reichskanzler auf dem Partei­tag der Ehre im Herbst 1936 den neuen Vierjahresplan verkündete und seine Durchführung dem Minister­präsidenten Eeneralfeldmarschall Göring übertrug, standen als Reserve noch 1 Million Arbeitslose zur Verfügung. Die Zahl der beschäftigten Arbeiter und Angestellten war bereits auf 18,4 Millionen gewachsen.

Ende Mai 1938 meldeten die Arbeitsämter nur noch ein Drittel Million Arbeitsloser. Ein großer Teil dieser Arbeitslosen war infolge körperlicher Gebrechen, Alter usw. nur noch beschränkt einsatz fähig. Ein anderer großer Teil, darunter viele Frauen, waren durch persönliche Verhältnisse an ihren Wohnsitz gebun­den und konnten nicht ohne große Härten in Bedarfs­gebiete verpflanzt werden. Die Zahl der voll einsatz- fähigen und ausgleichsfähigen Arbeitslosen betrug Ende Mai mkr noch annähernd 37 999. Diese Zahl setzt sich zumeist aus Arbeitslosen zusammen, die zwischen zwei Arbeitsverhältnissen tageweise arbeitslos sind und des­halb als Reserve für den Arbeitseinsatz nicht in Betracht kommen.

Gleichzeitig war die Zahl der beschäftigten Arbeiter und Angestellten, die im Januar 1933 nur 12,3 Mil­lionen, im Herbst 1936 bereits 18,4 Millionen betrug, auf rund 29V- Millionen angewachsen. Die deutsche Wirtschaft hatte also nicht nur 6-/- Millionen Arbeits­lose aufgenommen, sondern darüber hinaus noch mehr als 2 Millionen Volksgenossen als Arbeiter und Ange­stellte in ihre Betriebe eingegliedert. Nach dieser großen Auswertung der Erwerbstätigen umfaßt die weitere Bevölkerung Deutschlands, namentlich der männliche Vevölkerungssektor, keine Reserven mehr.

Eine weitere- Erhöhung der Produktion hat also eine vernünftige Rationalisierung der Be­triebe, insbesondere ein richtiges und zweckmäßiges (Fortsetzung auf Seite 2)

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Stimmungsbilder von lrier bis Lad kreurnach — fahrt an den deutschen Nhein

^ (Ni-ebtkeriebt unsers« sn cker XVesimnrkkabrt äer Bad Kreuznach, 23. Juni.

„Habe ich Luch gestern zuviel gesagt und ver­sprochen?", fragte Dr. Robert Ley die Männer der Alten Garde, die nach einer schier unbegreiflichen Triumphfahrt mittags in der Jdar-O beerst einer Turnhalle versammelt waren. „Ist es nicht so, daß das deutsche Volk, das vor Jahren nach jedem Regierungs­wechsel bei all der neuen Hoffnung und Erwartungen schon nach wenigen Monaten ihrer müde und über­drüssig wurde, daß dieses Volk heute nach 5 Jahren des Umbruchs nicht nur nicht müde, sondern fanatischer ge­worden ist von Jahr zu Jahr! Als wir hier eben in 2dar-Oberstein eintrafen, habe ich ein Haus im Vor­beifahren wiedergefunden und dieses Haus mit innerer Bewegung betrachten müssen. Wir haben in Jdar- Dberstein damals sehr früh mit unserem Kampf ange- fangen, unÄ alls ich Äas HvstHmal hierherkam unD sprach — es sind nun mehr als 14 Jahre her da Habs ich dort in jenem Haus gewohnt, drei Mark noch ln der Tasche knapp genug, um die Heimfahrt noch bezahlen zu können. Es war eine bittere Zeit, und wir Alten

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haben sie nie anders genannt als die schönste unseres Lebens. Denn sie war voll von Kampf Mann gegen Mann. Aber habt Ihr es jetzt nicht selbst empfunden, daß die Zeit, Menschen wieder Lachen und Freude brin­gen zu können, daß diese Zeit unseres Aufbaus, doch noch schöner ist als jene Kampfzeit, die nun hinter uns liegt?"

Wem das Glück wurde, mit der Alten Garde auch nur ein verhältnismäßig kurzes Wegstück durch dieses Spalier der Herzlichkeit, der Freude und des jubeln­den Dankes gemeinsam haben zu dürfen, der hat es in diesen Tagen selbst so empfinden müssen.

Es kann darum nur ein Versuch sein, schwarz aus weiß an dem Beispiel des ersten Fahrttages der Alten Garde durch die schöne West- mark wiederzugeben, was in seiner Eindruckskraft Sie Möglichkeit der Schilderung fast überschreitet. '

vor der Porto Mgra in frier

waren am Dienstagmorgen die nahezu 39 großen Fahrzeuge ausmarschiert. Lange offene DAF.-Omni-

Lusse, wie sie oftmals, mit Ordensburg-Junkern besetzt, auch unsere Stadt Bremen berührt habe«, blumen- geziert und mir einheitlichen Schildern des Textes.

Pas sitze pützrerkorps der NSVflp. .westmark-patzrt"

versehen, bildeten sie eine stattliche Kolonne. Abseits des Pre-ssewagens, der an diesem Tage entweder weit voraus oder als Nachzügler die Fahrtabschnitte durchfuhr, erlebten wir im Wagen 14 unter einem Teil der Parteigenossen aus unserem Gau und somit mitten im Geschehen selbst diesen einzigartigen Trrumphzug durch das Mosel- und Nahetal. Vor uns saßen SA.-Ober- führer Iaussen und Eauhauptstellenleiter Meyer vom Büro des Gauleiters und im nachfolgenden Wagen u. a. die beiden Delmenhorster Teilnehmer.

Konnten wir schon vorgestern die Größe und den Um­fang der Schmuckoorbereitungen andeuten, mit denen die Menschen des Moseltales zu Ehren dieses Ereig­nisses beschäftigt waren, so war unsere Schilderung gegen die Vollendung wahrlich nur ein schwacher W-

(Fortsetzung auf Leite 2)

Vnsor

Japan sieht einem Krieg mit Sowjetrußland entgegen.

Die Truppen General Francos nahmen Ouda.

Die englische Königinmutter ist im Alter von 76 Jahren gestorben.

Der Besuch des englischen Königspaares wird um vier Wochen verschoben.

Fünf Eeneralstabsofsiziere des französischen Luft­fahrtministeriums kamen bei einem Flugzeugabsturz bei Tours ums Leben.

Am 1. Juli tritt eine „Verordnung zur Sicherung des Krästeeinfatzes für Ausgaben von besonderer ftaatspolitischer Bedeutung" in Kraft.

In Breslau wurden die erste» 19» Lautsprecher­säulen feierlich in Betrieb genommen.

Mit einem schwere« Nierenschlag wurde Max Schmeling in das Polillinische Hospital in New- york eingeliefert.

Wilhelm Venque enthüllt.

In Bremen wurde der Deutsch-englische Kreis gründet.

Auf dem Schwimmsest der Meister in Kiel schnitt Bremen sehr ehrenvoll ab.

Die Deutschlandsahrer kamen gestern durch Bremen. Oberbann,uhrer Finkentey eröffnete den Deutsch- Englischen Kreis.