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vremr Mum
parteiamtliche Lageszeitung
Das Amtsblatt des legierenden Bürgermeisters der Zielen sjansestadt Bremen
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der Nationalsozialisten Vremens
flmtlictzes Verkündungsblakt des Neiktzsstattljalters in Oldenburg und Bremen
Nr. 1 ?0 / 8. Jahrgang
Donnerstag, 2Z. Juni 19Z8
kinzelpreis 15 Npf.
Sie ganze Welt starrt in Waffen
Mesenfummen für den Nüstungswettlauf der Völker
Vas Veutfche Institut für Konjunkturforschung schützt die Nüstungs- austrüge auf lS bis 25 Milliarden Neichsmark / Ver welttzandel in Waffen lSZ7 um 2S Prozent größer als 1929
Berlin, 23. Juni.
Nach überschlägigen Schätzungen des Instituts für Konjunkturforschung, die in seinem letzten Wochenbericht niedergelegt find, werden 1938 die Wehrausgaben in der Welt um mindestens 19 bis 15 Prozent größer sein als 1937. Damit wäre ein Höchststand erreicht, der die Ausgaben des Jahres 1929 um gut das Doppelte, die des Jahres 1913 sogar um das Drei- bis Dreieinhalbfache überschreitet.
Die Rüstungsausgaben in der Welt in „korrigierten" Kursen
Jahr
1913 - 100
Jahr
1913 - 109
1913
109
1933
139
1928
148
1934
160—170
1929
150
' 1935
200—250
193»
169
1936
300—350
1931
151 '
1937
375—425
1932
140
1938
400-450
Das Gewicht dieser Ausgaben wird erst klar, wenn man die Rüstungsetais der einzelnen Länder mit dem Volkseinkommen vergleicht. Großbritannien gibt heute fast 7 Prozent seines Volkseinkommens für Rüstungen aus gegen nur 3 Prozent im Jahre 1928; in Frankreich hat sich der entsprechende Prozentsatz in der gleichen Zeit von 4,5 auf rd. 1» Prozent erhöht, in den Vereinigten Staaten von Amerika immerhin von 1 auf 1,5 Prozent. Bekannt ist auch die hohe Belastung des Volkseinkommens in der Sowjetunion.
Die Aufträge, die den Industrien der einzelnen Länder aus den Aufwendungen für Wehrzwecke zufließen, veranschlagt das Institut in vorsichtiger Schätzung (in Gold berechnet) auf 18—25 Mrd. RM. Das ist ein Betrag, der ebenso groß ist wie der Wert aller Waren, die alle europäischen Länder im Jahre 1838 exportierten.
Während der vergangenen Jahre war die Durchführung der Wehrpläne in wichtigen Ländern durch Preissteigerungen etwas gehemmt ^worden; für die in den Voranschlägen vorgesehenen Beträge konnte mengenmäßig häufig weniger Kriegsmaterial als vorgesehen beschafft werden, weil die Herstellungskosten inzwischen höher geworden waren.
Am Beispiel Frankreichs ist aber deutlich zu erkennen, daß neben der Preissteigerung auch die Verstärkung der Rüstungen weitergeht, und wenn die vor-
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Um eine stark verspätete Zustellung der Zeitung an unsere Leser zu vermeiden, erscheint der Bericht über den Boxkampf Schmeling —Louis in einem kleinen Teil unserer heutigen Ausgabe nicht mehr. Um der Wiedergabe des Schmeling- Kampfes im größten Teil unserer Ausgabe willen bitten wir unsere übrigen Leser» eine kleine Verspätung der Zustellung in Kauf zu nehmen. »
gesehenen Etatmittel für ein bestimmtes Ziel nicht ausreichen, so denkt man in der Regel nicht daran, die Beschaffungen mengenmäßig zu beschränken, sondern geht mehr und mehr dazu über, neue und zusätzliche Beträge auszuwerfen.
Daß der gegenwärtige konjunkturelle Rückschlag in der Weltwirtschaft die Preise für Kriegsmaterial wesentlich senken sollte, ist unwahrscheinlich. Zwar werden sich die Rohstoffkosten ermäßigen. Der Anteil der Rohstoffe am Preis wichtiger Kriegsmaterialien ist aber im allgemeinen ziemlich gering- etwaige Kostensenkungen auf diesem Gebiet werden durch die Anspannungen in der Kapazitiits- und Arbeiterfrage sowie durch die damit verbundenen Kostenprogrefsionen sicher mehr als ausgeglichen. So ist gerade jetzt aus den Vereinigten Staaten bekanntgeworden, daß die Flugzeug-preise 1938 um rd. ein Viertel höher liegen werden als 1937.
Steigender Welthandel tn Kriegsgerät.
Unberührt von den Rückschlägen der Weltkonjunktur nimmt der zwischenstaatliche Handel in Kriegsmaterial — so führt das Institut für Konjunkturforschung in seinem neuesten Wochenbericht weiter aus — rasch zu. Abgesehen von der Ausbreitung kriegerischer Konflikte in der Welt — neuerdings bildet Ostasien einen wichtigen Absatzmarkt für Kriegsgerät — hat die Durchführung großer Rüstnngsprogramme fast allenthalben die Nachfrage nach Waffen, Munition, Flugzeugen und Kriegsschiffen stark belebt. In Landeswährungen berechnet beträgt die Zunahme binnen Jahresfrist 42 Prozent.
Der Welthandel in Waffen, Munition, Flugzeugen und Kriegsschiffen ist damit schon 1937 rund 28 Prozent größer als 1929; die Rückgänge der Krisenjahre 1928/32 sind voll überwunden.
Die Zunahme des Kriegsmaterial-exports erstreckt sich auf alle Warengruppsn; nach wie vor die größten Fortschritte hat aber die Ausfuhr von Flugzeugen gemacht. 1937 kam zum erstenmal ebensoviel Fluggerät in den Welthandel wie Waffen und Munition zusammen genommen.
Das meiste in der Welt gehandelte Kriegsgerät ist heute amerikanischen Ursprungs; zum erstenmal seit dem Weltkrieg ist Großbritannien in der Rangliste der Kriegsmaterial-exportländer an die zweite Stelle gerückt. Der dritte Platz wird gegenwärtig Frankreich von den rasch aufstrebenden tschechoslowakischen Exporten streitig gemacht. '
Besonders bemerkenswert ist die Entwicklung im laufenden Jahr. Während der Welthandel in allen Waren vom 1. Vierteljahr 1937 zum 1. Vierteljahr 1938 um 3 Prozent zurückgegangen ist, ist die Ausfuhr der wichtigsten Länder an Kriegsmaterial nochmals um 82 Prozent gestiegen.
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2 um VVvItivkoiü ües Kovks-Kub seil runder s. vor von Lrokossor Kovks gesckaKvne kluk- sedruuder errang bokanntlied üvr cksntseksn Knktkalirt eine neue >Vol1bostIeistllilg: litt 230 Kilometer
stellte Lipl.-Ing. Locke eine» neuen internationalen 8treekenrvkvrck auk. — Unser Liick neigt krotvssor Kovks (links) nnck Vipl.-Ing. Locke (Mitte) an äem vrkolgrsicken Lndsedraubsr. (?resss-8okkmann.)
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Segen -en „kirchtzofssrieden von Versailles"!
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Die Schweiz hat die nationalspanische Regierung anerkannt.
Neichsmlnister Vr. voebbels' NeSe auf der Berliner Sonnwendfeier — flbrechnung mit jüdischen Schmarotzern
Berlin, 23. Juni.
Lodernd und züngelnd schlugen aus dem Holzstoß inmitten des breiten Ringes der 6008 Fackelträger die Flammen zum nächtlichen Himmel empor, als der Gauleiter von Berlin, Reichsminister Dr. Goebbels» im strahlend weißen Licht der Scheinwerfer an das Rednerpult trat, um der Sonnen- wendfeier seines Gaues durch eine packende und mitreißende Rede Inhalt und Weihe zu geben. Jubelnde Heilrufe -rangen von alle» Rängen herüber, als Dr. Goebbels das Wort nahm.
Er begann bei dem Sinn der Feier: Der Nationalsozialismus habe den alten germanischen Brauch der Sonn-enwendfeier aus dem Erleben unserer Tage wieder zu Ehren gebracht, habe Brauchtum der Vater und Empfinden des 'modernen Menschen des 20. Jahrhunderts verschmolzen. Fast wie ein Märchen mute es an wenn auch inmitten des Häus-ermeeres und der endlosen Asphaltstraßen dieser 4V2-Milliowen-Stadt das Fest der Sonnenwende feierlich begangen werde. Man schimpfe auf dieses Berlin und nenne es herzlos und unromantisch. Das aber, so betonte Dr. Goebbels unter dem begeisterten Beifall der 120 000 Männer und Frauen seines Gaues, könne nur der lagen, der Berlin und den Berliner nicht kenne. Mit Begeisterung, nahmen die Massen die Erklärung des Gauleiters auf, daß er nach 12jähriger Tätigkeit in der Reichshanptftadt auch sich selbst mit Stolz zu diesen Berlinern rechne. Zwar pflege dieser Menschenschlag nicht das Herz aus der flachen Hand zu tragen, wohl aber schlage lein Herz heiß und leidenschaftlich für Glück und Ehre der Natron. Treffend charakterisierte Dr. Goebbels den .Berlmer als einen Menick-en, der rauh aber herzlich sei und Dessen
rauhe und hatte Schale ein weiches, verstehendes und mitfühlendes Herz umschließe.
Dr. Goebbels verwies in diesem Zusammenhang auf die grandiosen Baupläne des Führers, deren Ziel es sei, Berlin zur wahrhaften Hauptstadt einer neuen Großmacht Deutschlands, zur würdigen Repräsentantin des neuen Reiches zu machen. Mit stürmischem Beifall unterstrichen die Massen seine Erklärung, daß der Berliner stolz darauf sei, an dieser großen Aufgabe der Neugestaltung der Reichshauptstadt mitwirken zu können:
Der Nationalsozialismus habe in einem harten siebenjährigen Kampf dies« große Aufgäbe vorbereitet, und wenn es ihm gelungen sei, aus der ehemals wach Moskau rötesten Hauptstadt Europas eine echte deutsche Stadt zu machen, so habe er wohl zweifellos auch ein Recht darauf, daß die Ergebnisse dieses Kampfes nicht in Zukunft wieder verlorengingen. Tosender Beifall erhob sich hüben und drüben auf den Rängen, als der Gauleiter in diesem Zusammenhang erklärte:
„Wir haben nicht sieben Jahre in Berlin gegen das internationale Judentum gekämpft, damit es sich heute
im nationalsozialistischen Berlin beinahe breiter macht als je zuvor. Gegen diese provokatioe Haltung des internationalen Judentums in Berlin müssen wir schiirfstens prostetieren."
Mitunter habe man fast den Eindruck, daß sich die Juden in Berlin noch genau so wohl fühlten wie in den Zeiten vor unserer Revolution, und sie fänden offenbar noch Gelegenheit genug, in Berlin ihre schmutzige Geschäftemacherei den Augen der Oeffeutli-chkeit zu entziehen. Entrüstete Pfui-Rufe wurden im ganzen Stadion laut, als Dr. Goebbels ausrief: „Ist es nicht geradezu empörend und treibt es einem nicht die Zornesröte ins Gesicht, wenn man bedenkt, daß in den letzten Monaten nicht weniger als 3000 Juden nach Berlin eingewandert sind? Was wollen die hier?" (Erregte Raus-Rufe.) Wahre Beifallsstürme erhoben sich im Stadion, als Dr. Goebbels fortfuhr: „Sie sollen dahingehen, woher sie gekommen sind, und sie sollen uns nicht noch weiter lästig fallen. Sie sollen , nicht so tun, als wenn es eine nationalsozialistische Revolution überhaupt nicht gegeben hätte."
Mit Nachdruck betonte dann Dr. Goebbels, daß die Auseinandersetzung mit dem internationalen Judentum in Berlin legal und st r eng nach dem Gesetz von der Partei und vom Staat« u nd nicht von der Straße vollzogen werde. Im übrigen würde schon durch gesetzliche Maßnahmen dafür gesorgt, daß in absehbarer Zeit der jüdische Einfluß auch
(Fortsetzung auf Seite 2)
Gestern früh find im Hafen von Valencia abermals zwei unter englischer Flagge fahrende Schiffe bombardiert und versenkt werden.
Erschütternde Einzelheiten werden über die sowjet- spanische Vlutherrschast von der spanischen Ortschaft Santa Catharina bekannt.
Reichsminister Dr. Goebbels rechnete in seiner Berliner Sonnenwendrede scharf mit den jüdischen Schmarotzern im Reich ab. — Der Reichsminister spricht morgen über alle deutschen Sender zum Problem der Verkehrsunfälle.
Aus dem Heidelberger Deutschen Studententag sprachen zur Sonnenwendfeier Reichsstudentenführer Dr. Scheel und Reichsminister Ruft.
Wiederum stellte Deutschland einen neuen Segel- slugrekord aus.
Der vierfache Frauenmörder Körnig aus Cuxhave« wurde hingerichtet.
Bei Kiel wurde ein llebersall auf einen Landpost- krastwagen verübt.
Reichsamtsleiter Hilgenseldt kam aus seiner Fahrt nach Norderneq über Bremen.
Heute kommen die Deutschlandfahrer durch Bremen.
landfahrt siegte Kijewski-Dortmund.
Straßenverkehr ereignete sich bereits der 30. todlrche Verkehrsunfall dieses Jahres.